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Thema: Altdeutschland Thurn und Taxis: Belege
Das Thema hat 218 Beiträge:
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Magdeburger Am: 05.03.2020 16:50:45 Gelesen: 7015# 194 @  
Liebe Sammelfreunde,

Briefe der 2. Entfernungsstufe nach Magdeburg gibt es einige. Bei diesem überlegte ich wegen der Erhaltung, jedoch die Adressierung fand ich interessant, so dass ich doch zuschlug:



Der stammt vom 19.11.1860 und ist in Gotha an "Seiner Hochwohlgeboren Herrn General von Schack" [1] gerichtet. Es wird sich höchstwahrscheinlich um Hans Wilhelm von Schack handeln.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Wilhelm_von_Schack
 
hajo22 Am: 06.03.2020 14:08:31 Gelesen: 6988# 195 @  
Einschreib-Faltdrucksache vom 13.1.1859 aus Offenbach (Ringnummernstempel 142) nach Nürnberg. Frankiert mit 3x3 Kreuzer (Nr.12): 7 Kreuzer für das Einschreiben + 2 Kreuzer für eine Drucksache unter 1 Zoll-Loth bis 30 Meilen.



hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2020 14:27:22 Gelesen: 6981# 196 @  
@ hajo22 [#195]

Hallo,

ein sehr hübscher Brief, vor allem die Anbringung der 3 Marken macht mir Spaß.

Aber es war natürlich keine eingeschriebene Drucksache der 2. Gewichtsstufe, das wäre wohl ein TT - Unikat.

Hier war ein Brief unter 1 Loth über 20 Meilen nach Bayern am Start, der 9 Kreuzer Franko kostete, die verklebt wurden und die taxische Recogebühr wurde bar bezahlt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 06.03.2020 18:08:44 Gelesen: 6959# 197 @  
@ bayern klassisch [#196]

keine eingeschriebene Drucksache der 2. Gewichtsstufe, das wäre wohl ein TT - Unikat.

Ach, schade. Und ich hatte mir schon Hoffnungen gemacht. :o))

hajo22
 
hajo22 Am: 06.03.2020 18:55:08 Gelesen: 6949# 198 @  
Kleines Brieflein frankiert mit ½ Sgr. der 1. Ausgabe (Nr. 3), gestempelt Lage vom 30.1.1859 (Nummernstempel 323) nach Lemgo, Ankunft am gleichen Tag, an das Fräulein Emilie.

Marke im berüchtigten Taxisschnitt, aber gerade noch so "erträglich".



hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2020 19:49:51 Gelesen: 6939# 199 @  
@ hajo22 [#198]

Na ja, die große Liebe war das wohl eher nicht, da er ihr das Bestellgeld von 1/4 Groschen überlassen hat.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 06.03.2020 20:07:05 Gelesen: 6935# 200 @  
@ bayern klassisch [#199]

na ja, die große Liebe war das wohl eher nicht

Ich denke eher doch, schließlich hat sie beim Bezahlen sicher an ihn gedacht. Und ¼ Sgr. muß ihr die Liebe Wert gewesen sein.

hajo22
 
bayern klassisch Am: 06.03.2020 20:56:52 Gelesen: 6931# 201 @  
@ hajo22 [#200]

Du optimistischer Träumer! :-)
 
hajo22 Am: 06.03.2020 22:26:16 Gelesen: 6925# 202 @  
@ bayern klassisch [#201]

Richtig! Ich denke an das seinerzeit gerade auslaufende Biedermeier. Einfach romantisch.

hajo22
 
hajo22 Am: 07.03.2020 18:30:08 Gelesen: 6893# 203 @  
Kleines Faltbriefchen aus Ohrdruf (Nummernstempel 276) nach Gotha an das Fräulein Caroline. Frankiert mit ½ Sgr. (Nr.28/III. Ausgabe), gestempelt 22.7.1863. Rückseite mit Siegel und Ankunftsstempel Gotha am gleichen Tag.



hajo22
 
10Parale Am: 12.03.2020 21:04:12 Gelesen: 6797# 204 @  
@ Bodo A. von Kutzleben [#169]

Was da wohl drin gestanden hat in solch einem kleinen Brief, der Inhalt ist ja komplett?

Da habe ich auch was von T & T, allerdings nur eine Briefvorderseite, die hat aber die selben Marken wie der kleinste Brief, eine Michel 13 + 15. Dazu einen zweireihigen Stempel von Jena vom 27. Mai 1862. Ein Rötelvermerk 1/3 hat bestimmt auch noch ne Bedeutung.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 12.03.2020 21:29:23 Gelesen: 6790# 205 @  
@ 10Parale [#204]

Hallo,

der Frankovermerk zeigt 1 Sgr. Franko und 1/4 Sgr. Bestellgeld, wie auch geklebt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 04.04.2020 08:59:23 Gelesen: 6201# 206 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal zwei Portobriefe aus dem Jahre 1854, welche jedoch im Magdeburg geschrieben wurden:



Aufgegeben wurde er in Weimar und lief nach Eisfeld. Das Porto für die 9 Meilen betrug 4 Kreuzer + 1 Kreuzer Bestellgeld.

Dies gilt auch für folgenden Beleg:



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 26.07.2020 09:31:29 Gelesen: 3423# 207 @  
​Liebe Sammelfreunde,

heute ein Brief nach Magdeburg aus Eisenach vom 10.04.1863.



Siegelseitig wurde 2 x unvollständig der Ausgabestempel abgeschlagen, bis es beim 3. Mal endlich geklappt hat.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
volkimal Am: 07.08.2020 17:31:08 Gelesen: 2997# 208 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief wurde zweimal verwendet:



Am 21.5.1858 ging er von Wasungen über Coburg nach Gräfenthal. Durch den Stempel aus Wasungen ist zum Glück die Jahreszahl 1858 eindeutig zu erkennen.



6 Tage später, am 27.5.1858, ging es zurück von Gräfenthal über Coburg nach Wasungen. Wäre der Brief nicht zweimal verwendet worden, dann hätte ich das "Wasungen" in der Anschrift evtl. nicht entziffern können. Ich hatte Klesungen gelesen.



Unter dem Stempel von Gräfenthal sieht man einen sehr schwachen Abschlag eines Einzeilers. Den Ort kann ich absolut nicht zuordnen. Ich weiß nicht einmal von welcher Richtung aus er zu lesen ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
bayern klassisch Am: 07.08.2020 17:41:55 Gelesen: 2990# 209 @  
@ volkimal [#208]

Es ist der spiegelverkehrte Abschlag von Coburg.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
volkimal Am: 07.08.2020 17:53:06 Gelesen: 2986# 210 @  
@ bayern klassisch [#209]

Hallo Ralph,

jetzt sehe ich das COBURG auch - allerdings nicht spiegelverkehrt sondern ganz normal.

Hier die richtige Blickrichtung:



Gab es den Stempel auch als Einzeiler? Wieso er allerdings über dem Stempel von Gräfenthal abgeschlagen wurde, ist mir nicht klar.

Viele Grüße
Volkmar
 
bayern klassisch Am: 07.08.2020 17:59:41 Gelesen: 2984# 211 @  
@ volkimal [#210]

Nein, das war ein Zweizeiler - wenn man den nach oben verkantet, bleibt die untere Datumszeile weg.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 17.09.2020 15:32:31 Gelesen: 1559# 212 @  
Liebe Freunde,

kann man diese Ganzsache (neun Kreuzer, Vierring-Stempel 220) anhand der Stempel etc zeitlich einordnen?



Lt Weltganzsachenkatalog würde ich den Umschlag als Nr 34, Frankfurter Druck von 1865 (Klappenstempel mit Posthorn) identifizieren, aber wie lange waren Stempel und Umschlag in Verwendung?

Der Empfänger war George Freiherr von Washington (* 31. Juli 1856) [1] - somit scheinen die Jahre bis ca 1875 eher unwahrscheinlich.

Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Liebe Grüße, harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/George_von_Washington
 
bayern klassisch Am: 17.09.2020 15:38:35 Gelesen: 1556# 213 @  
@ bignell [#212]

Hallo Harald,

feines Stück, das man auf 1865 (Ausgabe) bis 1867 (ab 1.7.1867 wurde Preussen Chef im Ring und Taxismarken und Ganzsachen wurden ungültig) datieren kann.

Der Vermerk "Privatim" weißt das Kuvert als ein rein Privates aus - es durfte also nicht vom Sekretär, oder einem Familienmitglied geöffnet werden, sondern allein von dem Empfänger selbst.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 17.09.2020 16:27:13 Gelesen: 1548# 214 @  
@ bayern klassisch [#213]

Hallo Ralph,

danke für die Info, somit ist der 9.6.1867 das letztmögliche Datum, da war der Empfänger nicht ganz elf Jahre alt, und trotzdem so weit von zuhause weg.

Liebe Grüße, harald
 
Johannes2 Am: 17.09.2020 17:02:35 Gelesen: 1539# 215 @  
@ bignell [#212]

Der Empfänger war ein Herr Fürst, Inhaber einer (Wein-?)handlung. Georg Washington war der Vorname.
 
guy69 Am: 17.09.2020 17:18:19 Gelesen: 1534# 216 @  
Hallo zusammen,

ich zitiere mal aus Wikipedia als Quelle von seinem Vater als Fussnote da er keinen eigenen Eintrag hat.

George Washington Fürst (* 6. Mai 1817; † 30. Mai 1911 in Bremen), getauft am 28. September 1817 in der Christianskirche (Ottensen), Register Nr. 1817/577/76, heiratete (wohl in 2. Ehe) im evang. Pfarramt St. Andreas zu Hildesheim am 6. November 1875 die Auguste Elise Amalie Caroline geb. Willrich (* 27. Juli 1850; † 25. April 1918). George Washington Fürst erwirkte 1850 die Entlassung aus dem Bürgerverband Hamburg (Staatsarchiv Hamburg Signatur: 111-1_58700) und war um 1860 Teilhaber der Weinhandlung Mielck & Fürst in Bremen, Hutfilterstrasse 32 (Bremisches Adressbuch 1860, S.43). Sein Sohn Carl G. Fürst heiratete im April 1919 Daniela Conradt, geb. von Reinken (* 1881 in Bremen; † 1954 in Sao Paulo) und war der Vater von Carl Gebhard Fürst (* 1920 in Bremen; † 2010 in Sao Paulo), des zweiten Ehemanns der Lilo Ramdohr. In Lilo Fürst-Ramdohrs NS-Ahnenpass wurde Johanne Gugenheim mit dem Namen Johanna Auguste geb. Fürst (Christianskirche (Altona), Register Nr. 1817/577/76) angeführt, wohl um die seinerzeit fatale Namensnennung Gugenheim zu umgehen.
 
bignell Am: 17.09.2020 18:40:44 Gelesen: 1517# 217 @  
@ Johannes2 [#215]
@ guy69 [#216]

Hallo Johannes, hallo Guy,

vielen Dank für die Info, so macht das ganze viel mehr Sinn. Dass es zur gleichen Zeit einen Fürst George Washington und einen George Washington Fürst gegeben hat, da wäre ich nie draufgekommen.

Liebe Grüße, harald
 
Magdeburger Am: 03.10.2020 17:29:33 Gelesen: 1058# 218 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein Brief von Mainz:



Aufgeben am 19.03.1856 ging es an "Herrn Hermann Eckstein Herrnschuhfabrik in Lieben bei Prag Böhmen", was mit 9 Kreuzer im üblichen Schnitt tarifgerecht freigemacht wurde. Die Siegelseite ist nicht so doll, jedoch erkennt man schwach den Bodenbachstempel und den von Prag jeweils vom 21.03.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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