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Thema: (?) (41) Altdeutschland Helgoland: Ganzsachen
Das Thema hat 53 Beiträge:
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GR Am: 23.04.2019 11:31:29 Gelesen: 23808# 29 @  
Danke für die Erläuterung, Oliver. :-)

Beste Grüsse zurück,

Gerhard
 
10Parale Am: 20.10.2019 20:03:50 Gelesen: 22358# 30 @  
@ Oliver Estelmann [#6]

Heute fand im elsässischen Mulhouse (Nahe Freiburg, Basel) die jährliche "bourse multicollection" statt. Neben Philatelie, Münzen, Literatur aller Gattungen, Militaria, Bilder, Porzellan und Nippes gab es auch für die Damenwelt Parfums, Schmuck, Handtaschen und Werbeaccessoires.

Bei einem Stand fand ich in einer Kiste diese P1 von Helgoland. Die Abmessungen, die "rostigeschiene" in [#5] nennt, stimmen exakt mit 141 mm x 91 mm.

Die Ganzsache ist mit einem Langstempel HELGOLAND verstehen, der parallel zum OFFICE von POST-OFFICE abgeschlagen wurde.

Unten links noch ein schöner Abschlag von Hamburg vom 30. Juli 1875 (wie nennt man solch einen Stempel?).

Freue mich solch ein schönes Stück in meine Sammlung aufnehmen zu können.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 20.10.2019 20:36:06 Gelesen: 22350# 31 @  
@ 10Parale [#30]

Hallo 10Parale,

Glückwunsch zu diesem Traumstück mit Hufeisenstempel, womit deine Frage beantwortet sein dürfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 20.10.2019 22:48:48 Gelesen: 22324# 32 @  
@ bayern klassisch [#31]

Vielen Dank für die Meriten. Ich war mir nicht sicher, ob es ein Hufeisenstempel ist. Nun ja, mein Großvater war Hufschmied und ich hätte es wissen sollen. Das Stück habe ich übrigens für 40,-- Euro gekauft. Ich denke, das ist die Ganzsache wert, oder?

10Parale
 
bayern klassisch Am: 21.10.2019 11:47:41 Gelesen: 22295# 33 @  
@ 10Parale [#32]

Bezüglich der Preise von gebrauchten Ganzsachen kenne ich mich nicht aus, aber für das Geld macht man wohl nichts falsch, wenn es so einen Eindruck hinterläßt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
siegfried spiegel Am: 10.12.2019 18:09:14 Gelesen: 21594# 34 @  
@ 10Parale [#32]

Hallo 10Parale,

deine Postkarte trägt den Langstempel II "HELGOLAND"(ohne Schlußpunkt) des Hamburger Postamts.

Der Stempel wurde hauptsächlich für Briefe und Postkarten verwendet, die erst auf der Fahrt nach Hamburg eingeworfen wurden.

Ich habe für meine Karte mit dem Langstempel II etwa doppelt soviel bezahlt.

Gruß, Siegfried


 
10Parale Am: 12.08.2020 19:56:09 Gelesen: 19421# 35 @  
Diese 3 Ganzsachen aus Helgoland flatterten kürzlich in mein Briefkasten.

Ganz oben die P1 mit Originalabmessungen wie in [#4] bis [#6] behandelt.

Mittig eine ungebrauchte Ganzsache, wie sie in [#1] vorgestellt wurde, aber nicht näher definiert.

Die untere Ganzsache mit dem Wappen Löwe/Einhorn und den zweisprachigen Vermerken wurde hier noch nicht vorgestellt.

Liebe Grüße

10Parale


 
Martin de Matin Am: 12.08.2020 21:47:29 Gelesen: 19411# 36 @  
@ 10Parale [#35]

Zur unteren Stück würde ich sagen: Kein Werteindruck, somit auch keine Ganzsache, sondern ein Postkartenvordruck, der aber hübsch aussieht.

Gruss
Martin
 
Oliver Estelmann Am: 13.08.2020 01:30:19 Gelesen: 19391# 37 @  
Mi-Nr. P1
Mi-Nr. P5
Formblatt (keine Ganzsache)

Die ersten Formblätter dieser Sorte, wurden vermutlich auf der Handpresse im Helgoländer Gouvernement, in kleinen Auflagen hergestellt. Die ersten hatten noch keinen äußeren Rahmen, dann kamen die mit Rahmen. Dazu gehört deine Karte, welche aus ca. Ende 1873 bis 1874 stammt. Es gibt jede Menge (!) unterschiedlicher Auflagen auch in unterschiedlichen Kartonfarben und Ausführungen, alle tragen ihre Besonderheiten und Eigentümlichkeiten. Ungebraucht sind sie hier und da noch anzutreffen, gebraucht wird es schwierig.

Alle bisherigen Versuche die Kartenauflagen in eine zeitliche Abfolge ihrer Erscheinungsdaten zu katalogisieren sind fehlgeschlagen. Ob Lemberger, Borek, Frech usw., alles nicht korrekt. Man kann das nur an gebrauchten Exemplaren halbwegs festmachen, doch das Sammeln dieser speziellen Karten im gebrauchten Zustand erfordert nicht nur Zeit, auch Geduld, sowie ein ausreichendes "Durchhaltevermögen". Natürlich geben auch Abbildungen Auskunft, doch die kleinen Unterschiede der Kartonfarben lassen einen auch bei den besten schwarz/weiß Abbildungen recht eindeutig einfarbig dastehen.

Schöne Grüße
 
10Parale Am: 14.08.2020 15:12:32 Gelesen: 19265# 38 @  
@ Oliver Estelmann [#37]

Vielen Dank für diese ausführliche Expertenmeinung. Auch Dank an Martin de Matin.

In [#13] haben Sie ausführlich über Originale und Neudruck der Streifbänder berichtet. Nun konnte ich ein weiteres Stück erwerben zu 1 1/2 Pence / 10 Pfennig. Interessant finde ich das ganz kleine D im linken der 3 Abschnitte.

Im D von Heligoland habe ich nun keinen weißen Punkt erkennen können, und der Druck ist sehr scharf, d.h. es könnte Buchdruck sein.

Liebe Grüße

10Parale



 
siegfried spiegel Am: 14.08.2020 17:28:19 Gelesen: 19249# 39 @  
@ Oliver Estelmann [#37]

Ab und an sieht man schon mal eine Gebrauchte.


 
Oliver Estelmann Am: 15.08.2020 01:50:10 Gelesen: 19198# 40 @  
@ Siegfried

Ja ich weiß, ich habe ein Archiv.

@10Parale

Das "D" ist nicht kleiner, als alle anderen.

Der weisse Punkt im D:

Er kommt m.E. nur auf Fälschungen des Streifbandes zu 3 Pf. vor. Sowohl in ganzen Bändern, als auch auf den Nachdruckfälschungen. Die Streifbänder in ganzer Länge (rot, gold, hellblau usw.) lassen diesen Punkt ebenfalls ersichtlich werden. Fälschungen der Streifbänder in ganzer Länge, sind vom S2 und S3 nicht bekannt. (außer halt in Phantasiefarben).

Die Streifbänder sind ein fast unerschöpfliches Thema.

Im folgenden habe ich dein 10 Pf. Streifband mal ein wenig näher beleuchtet, anhand eigenen Materials.

Fakt ist:

Streifbänder in originaler Länge sind beim S2 und S3 immer Original. D.h. ich habe noch keine Fälschung gesehen - kommt sicher auch noch. Bei Ausschnitten ist immer Vorsicht geboten.

Im Anschluss 3 Bilder:

S3 = 1. Auflage
S3 = 2. Auflage und
S3 = 3. Auflage (postumi)

Die Kennzeichen sind vergrößert hervorgehoben. Der Haken nach rechts, oben am Strich neben der Wertziffer 10, deutet immer auf ein Original hin.

Gut´s Nächtle

S3 Ia


S3 Ib



S3 II


 
10Parale Am: 29.12.2020 22:19:42 Gelesen: 17704# 41 @  
Hallo,

auch diese Ganzsache (Überdruck 1 1/2 Pence) von Helgoland konnte vor der Entsorgung in den Müll gerettet werden. Ob es die Nr. 5 von 1879 ist und ob der Preis von 20,-- (?) gerechtfertigt ist, kann nur der Experte beurteilen.

Rückseitig linksbündig wegen falscher Lagerung wohl mal Feuchtigkeit erhalten, ansonsten vorderseitig sehr gut erhalten. Sehr sehr starker Karton.

Liebe Grüße

10Parale


 
siegfried spiegel Am: 05.01.2021 11:31:38 Gelesen: 17605# 42 @  
Hallo 10Parale,

deine Ganzsache ist die Vorderseite der Postkarte 5.

Da Helgoland am 1.Juli 1879 dem Weltpostverein beitrat, wurden auch neue Antwortpostkarten benötigt. Man behalf sich zunächst damit, dass man den Restbestand von 700 Stück der Antwortpostkarte Nr.2 mit den neuen Werten 1 ½ Pence / 10 Pfennig und der Inschrift „UNION POSTALE UNIVERSELLE“ überdrucken ließ. Die Karten wurden von der Druckerei Rauschenplatt in Cuxhaven überdruckt. Es gibt leicht unterschiedliche Aufdrucktypen. Den größten Teil dieser Karten kaufte der Briefmarkenhändler Moens.

Bedarfsmäßig zurückgesendete Antwortteile sind selten.

Beste Grüße, Siegfried


 
Oliver Estelmann Am: 06.01.2021 04:17:30 Gelesen: 17549# 43 @  
Zur Mi-Nr. P4 I, denn das ist die Nummer im Michel …

Ich bin auch anderer Meinung, aber lassen wir das mal dahingestellt.

Die Mi-Nr. P4 kommt fast ausschließlich ungebraucht vor, der Ankauf von Moens, von der Hälfte der Gesamtauflage, dürfte sicherlich dazu beigetragen haben.

Die "leicht unterschiedlichen" Aufdruckunterschiede bei der Mi-Nr. P4I sind jedoch enorm.

(Man stelle sich diese Dimensionen bei Berlin Schwarz- oder Rotaufdruck vor...)

Bild 1 zeigt die Unterschiede im Aufdruck, zwischen der Karte von 10Parale und von Siegfried.

Bild 2 zeigt die Unterschiede im Aufdruck zwischen der F - und A - Karte von
Siegfried.

Ganz klare Abweichungen in den Abständen der Buchstaben zueinander sind deutlich erkennbar sowie auch Beschädigungen in ihrer Wiedergabe.




 
10Parale Am: 10.01.2021 20:01:24 Gelesen: 17449# 44 @  
@ Oliver Estelmann [#43]
@ Siegfried Spiegel (#42)

Vielen herzlichen Dank für die Erläuterungen, wow.

Ich habe ja nur die Vorderseite gescannt, eigentlich ist es eine komplette ungebrauchte Antwortkarte P4 I. Ich schulde also noch ein Scan des Antwortteils.

Auf der Rückseite des Antwortteils ist noch eine Signatur "Genner" zu sehen, vielleicht ein Prüfer oder Vorbesitzer.

Liebe Grüße

10Parale



 
Cantus Am: 09.12.2022 19:52:39 Gelesen: 8677# 45 @  
Von mir nur ein ungebrauchter Ganzsachen-Umschlag der ersten Ausgabe von 1875.



U 1

Viele Grüße
Ingo
 
Martin de Matin Am: 09.12.2022 20:39:21 Gelesen: 8665# 46 @  
@ Cantus [#45]

Der ungebrauchte Ganzsachenumschlag wäre besser im Thema "Altdeutschland Helgoland: Ganzsachen" untergebracht.

Gruss
Martin

[Beiträge [#45] und [#46] redaktionell verschoben aus dem Thema "Hochseeinsel Helgoland: Briefe, Karten und Dokumente"]
 
bayern klassisch Am: 24.05.2023 10:38:54 Gelesen: 5738# 47 @  
Liebe Freunde,

Helgoland als britische Kolonie hatte nicht nur wenig Post, sondern auch noch weniger nach Bayern zu versenden, so dass jeder Incoming-Mail-Sammler Bayerns froh sein kann, einmal ein solches Stück zu erhaschen.



Heute zeige ich eine 10 Pfennig-Karte vom 10.6.1883 nach Münchberg bei Hof in Bayern, die schon 2 Tage später dort einschlug.

Der Text bildet fast das Bildungsniveau heutiger Zeiten ab, steht da doch: "Sende Dir & den Deinen die herzlichen Grüße aus einer vom Meer umgebenen Insel. Dein Hans."

Man fragt sich unwillkürlich, wie viele Inseln es wohl geben mag, die nicht vom Wasser umschlossen sind?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gerhard Am: 24.05.2023 14:27:54 Gelesen: 5721# 48 @  
@ bayern klassisch [#47]

Da fällt mir prompt die Verkehrsinsel ein. :-)

Gerhard
 
bayern klassisch Am: 24.05.2023 15:07:36 Gelesen: 5714# 49 @  
@ Gerhard [#48]

Hallo Gerhard,

richtig - für Halbinseln hätte ich auch noch ein Ohr. :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Briefuhu Am: 20.06.2023 10:01:47 Gelesen: 5070# 50 @  
Weitere Ganzsachenpostkarte P 6 vom 22.06.1890 diesmal nach Wien, dort Ankunft am 24.06.1890.



Schönen Gruß
Sepp
 
bayern klassisch Am: 20.06.2023 10:14:31 Gelesen: 5064# 51 @  
@ Briefuhu [#50]

Hallo Sepp,

sehr schöne Karte und sicher auch nach Österreich keine Massenware. Glückwunsch dazu!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Briefuhu Am: 20.06.2023 10:26:58 Gelesen: 5059# 52 @  
@ bayern klassisch [#51]

Hallo Ralph,

freut mich, dass die Karte gefällt.

Schönen Gruß
Sepp
 
siegfried spiegel Am: 31.10.2023 11:19:15 Gelesen: 1914# 53 @  
Am 7.August 1890 schrieb der Helgoländer Apotheker Franz Michels diese Karte an den Ansbacher Königl. Hofapotheker W. Arnold. Um welchen Auftrag es sich handelte steht leider nicht im Text.

Karten von Helgoland nach Mittelfranken findet man nicht an jeder Ecke und dann noch von Apotheker zu Apotheker.

Der Apotheker und Gemeindevorsteher Franz Michels gehörte zu dem Konsortium, dem auch der ehemalige Postmeister Peter Volkers und zwei weitere angesehene Helgoländer Bürger angehörten. Dieses Konsortium kaufte am 16.August 1890 die außer Kurs gesetzten Restbestände der Helgolandmarken für 70.000 Mark.


 

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