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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 655 Beiträge:
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matze1958 Am: 05.01.2020 18:03:00 Gelesen: 50251# 631 @  
Hallo Ralph,

tatsächlich habe ich mal so einen Brief mit dem Leitweg Frankreich besessen und ihn im Beitrag [#419] in diesem Forum vorgestellt. Inzwischen habe ich ihn wieder verkauft. Es war wahrscheinlich ein Brief der 4ten Gewichtsstufe und hätte mit 2,40 Fr. frankiert werden müssen (Tarif 1.7.1859-30.08.1865). Das dieser Leitweg so extrem selten ist, war mir nicht klar. Oder galt Dein Hinweis nur für die spätere Tarifperiode?

Gruß,
Matthias
 
bayern klassisch Am: 05.01.2020 18:20:10 Gelesen: 50237# 632 @  
@ matze1958 [#631]

Hallo Matze,

du schreibst bei [#419], dass er von August 1863 wäre, was ich nicht sehen kann. Wenn er von August 1866 wäre, könnte ich so eine Leitung verstehen, weil es damals Krieg gab und eine Leitung über Paris nach Aachen das feindliche Süddeutschland hätte vermeiden lassen. Bist du sicher mit dem Datum dort?

Ab 1.9.1868 gab es sicher keine Leitungen über Frankreich nach Deutschland, da bin ich mir sicher.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
matze1958 Am: 05.01.2020 18:57:51 Gelesen: 50216# 633 @  
Hallo Ralph,

ich habe noch die alten Bilder von dem Brief. Anbei noch ein Scan der Rückseite und des am besten lesbaren Stempels. Das Datum ist nur zu erraten. Die Ergänzung mit Bleistift stammt nicht von mir. Die erkennbaren Reste des Stempels sehen aber eher wie eine "3" oder eine "8" aus.

Gruß,
Matze


 
bayern klassisch Am: 05.01.2020 19:51:09 Gelesen: 50203# 634 @  
@ matze1958 [#633]

Danke - kann nichts Definitves erkennen. Vielleicht findet sich mal ein 2. Brief.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 11.04.2020 17:33:13 Gelesen: 40630# 635 @  
Hallo zusammen,

neulich fand ich folgenden Brief über philasearch, angeboten von einem wohl neuen Auktionshaus "Pilatusmail Auktion" aus der Schweiz:

https://www.philasearch.com/de/i_9585_102252/5655146_Schweiz_Sitzende_Helvetia_gezaehnt/9585-A202003-1681.html?losbereich=1681&row_nr=0&breadcrumbId=1586618629.256



An dieser Stelle möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass man Attesten keinesfalls blindlings vertrauen sollte, auch wenn sie von einem anerkannten Prüfer ausgestellt werden.

Im Attest heißt es:

Porto 1 Fr. für übergewichtigen Brief (2x30 Rp) als Chargé-Brief frankiert (40 Rp), aber nicht entsprechend gekennzeichnet

Das ist natürlich vollkommener Blödsinn, wie man unschwer erkennen kann, wurde auf dem Brief eine "3" für "3. Gewichtsstufe" vom Postler angebracht. Laut Tarifperiode vom 01.10.1865 bis zum 30.06.1875 mussten pro Gewichtsstufe 30 Rappen frankiert werden, demnach hätten 90 Rappen genügt, daher ist der Brief um 10 Rappen überfrankiert.

Dadurch wird der Brief nicht minder interessant, im Gegenteil, Überfrankaturen waren nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Mal ganz davon abgesehen, dass 1 Fr. Einzelfrankaturen generell selten sind.

Dadurch wird der Brief in doppelter Hinsicht für mich interessant, auch wenn das Attest leider für die Rundablage ist.

Liebe Grüße,

Kevin
 
bayern klassisch Am: 11.04.2020 17:49:47 Gelesen: 40624# 636 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#635]

Hallo Kevin,

so ist es! Man soll immer selbst seien kleinen, grauen Zellen bemühen und nicht einfach nachbeten, was ein Vorbeter einst verfasst hat.

Wobei das noch eine moderate Fehlbeurteilung ist - von Bayern kenne ich da noch ganz, ganz andere.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
philaworld Am: 03.06.2020 21:43:54 Gelesen: 36937# 637 @  
@ matze1958 [#633]

Dieser Stempel ist im Handbuch der Postvertragsstempel von James van der Linden vom 8.1993, als Stempel Nr 259 Abgebildet. Gemäss Van der Linden soll es den Stempel nur in dem Jahr 1864 in blau und in violett gegeben haben, was hiermit wiederlegt ist. Die Handschriftliche Ergänzung zu einer Jahreszahl ist falsch. Mittig haben wir den Tag 11 und den Monat 8. Links daneben ist hier eine 1 (es gab 1/2, 2/2, 1, 3, 4) und rechts daneben war immer ein B. Dieser Stempel hatte demnach keine Jahreszahl.

Betrachtet man den Brief Frontseitig, so ist die Jahreszahl auf dem roten Grenzübergangsstempel nach Frankreich, eher der Zahl 1866 zuzuordnen.



Frankaturerklärung:

1866: 2 Fr. Briefporto für vierfachgewichtigen Brief (30-40 Gramm) von Interlaken nach Woltersdorf/Preussen. Die Leitung erfolgte aufgrund des Unterbruchs der Postverbindung nach Norddeutschland über Paris. Tarif gem. Verfügung vom 26.6.1866



Portoerklärung:

Die geänderte Gewichtsprogression auf 7.5 Gramm über Frankreich, führte dazu, dass es sich hier um die 6 Gewichtsklasse handelte. 6 faches Gewicht > 37.5 und maximal 40 Gramm. Markierungen: blaue 6 unter der ersten Marke links, ist die Festlegung der Gewichtsstufe für die Taxierung von 24 Kreuzern (Bläuel) welche der Empfänger zu zahlen hatte. Die 24 Kreuzer setzen sich zusammensetzen aus 4 Kreuzer Pro Gewichtseinheit x6 für einen unfrankierten Brief. Das freigemachte Porto von 2 Franken war gemäss Verfügung No. 17 von 1866 verloren und wurde dem Empfänger nicht angerechnet.

Der zuvor abgebildete Rückseitige Grenzstempel Aachen gibt es gemäss "J. van der Linden" in verschiedenen Ausführungen.

Vorderseitigem Postvertrags Pfeilsstempel K 44, die 44 soll sich auf den Artikel des Zusatzvertrages von Preussen mit Frankreich vom 1.1.1862 beziehen. (Vertrag konnte ich leider nicht finden .....)

History:

Infolge des deutsch-deutschen Krieges von 1866 konnten Korrespondenzen nach Norddeutschland während 5 Wochen nur über Frankreich geleitet werden.
Voraussetzung hierfür war ein entsprechender, Adress-Seitig angebrachter Vermerk "via Paris".

Es sind zwei weitere Briefe mit dieser kriegsbedingten Umleitungen über Paris bekannt. Einer aus selbiger Korrespondenz wie der vorliegende.

An der Tarifbeschreibung dieses sehr komplexen Stückes konnte ich auf die Hilfe eines guten Freundes zählen. :-)
 
bayern klassisch Am: 04.06.2020 11:04:19 Gelesen: 36919# 638 @  
@ philaworld [#637]

Hallo philaworld,

als Brief der 4. Gewichtsstufe über Baden, Württemberg bzw. Bayern nach Waltersdorf in Preussen hätte der Brief 4 mal 20 Rappen (2 Silbergroschen) für die Schweiz und 4 mal 30 Rappen (3 Silbergroschen) für die erste deutschen Transitpost (i. d. R. Baden oder Württemberg) gekostet, also genau die 2 Franken, die verklebt wurden. Das Gewicht hätte so als 4. Gewichtsstufe 3 bis unter 4 Loth betragen können - doch das war nicht so.

Bei der kriegsbedingten Leitung an einen deutschen Südstaat, den Feind Preussens damals, wäre die Zustellung zweifelhaft geworden, daher erfolgte die Leitung über Frankreich, welches Briefe nach Preussen über Belgien (Erquellines) und Aachen in den Norden Deutschlands leitete.

Da der Brief aber als Transitbrief über Frankreich einfach nur bis 7,5 g wiegen durfte, fiel er tatsächlich in die 4. Gewichtsstufe (siehe die Rötel-4 der Schweiz) und wog somit 22,5 g bis 30 g maximal. Dafür war er aber unterfrankiert, denn jetzt kostete er 6 Decimes = 60 Rappen = 6 Silbergroschen je Gewichtsstufe, also hätte man ihn wegen der Leitung über Paris mit 2 Franken 40 Rappen frankieren müssen, was unterblieben war.

Der Brief galt somit als ganz unfrankiert und kostete folglich 24 Silbergroschen bei seiner Ankunft in Waltersdorf in Preussen. Da Preussen niemals in Kreuzern rechnete, ist deine Rechnung mit "4 Kreuzern pro Gewichtseinheit" natürlich falsch.

Bei Briefen wie diesen ist die Abbildung der Siegelseite unerlässlich und wenn es hinten überhaupt Stempel oder Vermerke gibt bei Briefen aus dieser Zeit, empfiehlt sich immer auch ein Scan der Siegelseite, der die Leitung dokumentiert und gfs. noch weitere Informationen zeigen kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
philaworld Am: 05.06.2020 13:55:11 Gelesen: 36891# 639 @  
Hallo Bayern Klassisch,

da spricht der Fachmann, herzlichen Dank für die Erklärung und Berichtigung.

Lieber Gruss aus der Schweiz, Rene
 
bayern klassisch Am: 05.06.2020 14:18:53 Gelesen: 36885# 640 @  
@ philaworld [#639]

Hallo Rene,

nicht der Rede wert - ein Traumbrief, den jeder gerne hätte. Wenn ich wieder helfen kann, mache ich das gerne für dich.

Liebe Grüsse und schönes Wochenende,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 25.09.2020 14:00:39 Gelesen: 29900# 641 @  
Liebe Freunde,



wenn es einem mal schlecht geht, ob in diesen Tagen, oder sonst wann, einfach auf diese Seite schauen, dann geht es einem schon viel besser. Schöne Briefe sind die beste Medizin, leider aber nicht immer die Günstigste.

Liebe Grüsse von bayern klassisch und allen ein schönes Wochenende
 
merkuria Am: 05.12.2020 09:07:23 Gelesen: 22496# 642 @  


Brief von Winterthur/Zürich nach Singapur, Aufgabe 16. März 1875. Der Brief reiste über Zürich (Transitstempel 16. März 1875) nach Turin (Transitstempel 20. März 1875), weiter nach Brindisi (Transitstempel 21. März 1875) wo er seine Reise per Schiff nach Singapur aufnahm und am 19. April 1875 sein Ziel erreichte.

Über die geltende Gebührenverordnung habe ich keine gesicherten Unterlagen, da die Aufgabe vor dem 1.07.1875 (Gründung des Weltpostvereins) erfolgte.

Der Tübeli-Brief (Ganzsache) mit eingedrucktem 10 Rappen Wertzeichen ist zusätzlich mit 75 Schweizer Rappen freigemacht, was eine Gesamtgebühr von 85 Rappen ergibt.

Frankatur: Werteindruck 10 Rappen und 1x Mi Nr. 32 und 1x 35

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz Destinationen bis 1899"]
 
bayern klassisch Am: 05.12.2020 12:25:40 Gelesen: 22482# 643 @  
@ merkuria [#642]

Hallo Jacques,

ein Traumbrief, super!

Singapur wurde 2 mal im Monat über Point de Galle angefahren und die Überfahrt dauerte i. d. R. 8 Tage. Ab März 1872 konnte per Italien und mit englischen Schiffen ab Aden voll frankiert werden. Ab dem 1.3.1871 kosteten einfache Briefe wie hier 85 Rappen, daher auch zurecht der P.D. - Stempel.

Singapur gehörte zu den "Straits Settlements", denen ab 1867 der Status einer Kronkolonie bewilligt wurde (bis 1946 übrigens) und damit unterstanden sie nicht mehr dem Parlament, sondern der Krone.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 18.02.2021 16:13:48 Gelesen: 12664# 644 @  
Liebe Freunde,

wie entsteht so etwas?



Die 28. Marke in diesem Halbbogen weist eine umgekehrte Doppelprägung auf:



Man erkennt sehr schön die Abweichung in den Wertziffern, aber auch das Schweizerkreuz des Schildes als Oval um die Hand an der Lanze.

Wenn ich das richtig verstehe, wurde der Bogen in die Prägemaschine gelegt, das Ergebnis war nicht befriedigend, und der Bogen wurde nochmals, diesmal unabsichtlich verkehrt herum eingelegt. Aber wir kam es dazu dass beim ersten Vorgang nur die 73. Marke (entspricht herumgedreht der 28.) geprägt wurde?

Danke, h.
 
Martin de Matin Am: 18.02.2021 18:56:26 Gelesen: 12621# 645 @  
@ bignell [#644]

Wenn ich mich richtig erinnere geht bei der Dppelprägung nicht um Prägedruck sondern um das Erstellen der einzelnen Druckklichees.

Das Motiv wird dabei zweimal in das Einzelklichees eigeprägt. Bei der braunen geschah dies einmal kopfstehend. Die Schweizkenner mögen mich korrigieren, wenn ich mich irre.

Gruss
Martin
 
bignell Am: 18.02.2021 19:06:23 Gelesen: 12613# 646 @  
@ Martin de Matin [#645]

Hallo Martin,

wenn ich Dich richtig verstehe, müsste dann dieselbe Doppelprägung zumindest bei einer Teilauflage immer auf Feld 28 auftauchen, oder? Das klingt recht wahrscheinlich, mein Zumstein von 2001 führt unter 44.2.01 "Doppelprägung, eine davon kopfstehend" auf (Sfr 500 für *, keine Angabe für **), somit nicht übermässig selten.

Vielen Dank, h.
 
Martin de Matin Am: 18.02.2021 19:33:33 Gelesen: 12603# 647 @  
@ bignell [#646]

Ist die Marke auf Faserpapier heute wirklich so teuer? 1987 bewerte Michel die Marke nur mit 50 DM.

Gruss Martin
 
bignell Am: 18.02.2021 20:10:34 Gelesen: 12585# 648 @  
@ Martin de Matin [#647]

Sorry war in der Zeile verrutscht, 44.2.01 ist die 2 Rappen Doppelprägung, die 45.2.01 wertet mit 50 Sfr.

Liebe Grüße, harald
 
Marke07 Am: 24.02.2021 11:31:16 Gelesen: 11845# 649 @  
Hallo Zusammen,

kürzlich erworben

1865 Nr. 30/31 mit Inhalt.

Gruss


 
matze1958 Am: 22.03.2021 17:02:16 Gelesen: 7757# 650 @  
Hallo,

im Folgenden möchte ich das schöne Thema "sitzende Helvetia" mal wieder etwas beleben und euch folgende drei Briefe vorstellen:

die Gewichtsprogression beim Tarif vom 01.10.1865 Schweiz <-> Frankreich betrug 10 g. D.h. für Briefe bis 10 g waren 30 Rp. zu bezahlen, für Briefe über 10 g bis 20 g 60 Rp. etc.

Im Folgenden drei Briefe, die diese Progression wunderschön belegen. doppelte, dreifache und vierfache Gewichtsstufe! Alle Briefe wurden vom „Comptoir d’Escompte de Geneve“ (einer Niederlassung der Banque Suisse, im Jahr 1855 gegründet) verschickt und gingen an denselben Adressaten „Messieurs Betrix frere fils“ in Annecy.

Vielleicht hat ja auch jemand eine Idee, wer oder was die Firma „Messieurs Betrix frere fils“ war und welche Beilage(n) die Briefe so schwer gemacht hat. Beispielhaft hab ich auch mal ein Foto des Inhalts eines Briefes gemacht. So ähnlich schauen auch die anderen beiden Briefe innen aus.




 
10Parale Am: 14.04.2021 19:57:36 Gelesen: 4415# 651 @  
Kann mir jemand sagen, ob diese Marke die Stanley Gibbons SG 60 / a ist? Ich habe leider kein Katalog.

Abgesehen vom Zahnfehler eine 1 Franken Marke, Michel Nr. 28 oder 44, je nach Papier (weißes Papier oder Faserpapier).

Warum stelle ich diese Frage? Neben der Marke befand sich dieser Zettel in englischer Schrift. Irgendwie geht es dabei auch um die Gummierung. Nun habe ich bei der Serie Nr. 20 - 28 Michel gelesen, dass es eine Gummierung auf der unrichtigen Seite gab, was ist damit gemeint (Doppeleinpressung!).

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 15.04.2021 07:05:21 Gelesen: 4332# 652 @  
@ 10Parale [#651]

Hallo Parale,

ich gehe davon aus, dass die Marke eine Mi. 28a (Zumstein 36a) goldbronze rötlich ist.

Der englische Hinweis “Not granit” heisst, kein “Faserpapier”. Also nicht die Mi 44 (Zumstein 52).

Einen Stanley Gibbons Katalog habe ich nicht, kann zu den SG-Nummern also keine Aussage machen. Im Netz finde ich auch keine weiteren Angaben. SG will nur die Kataloge verkaufen, keine Einzelbilder zeigen.

Die erwähnte Doppeleinpressung, im Zumstein Spezialkatalog mit “Doppeldruck” notiert, ist hier nicht der Fall. Da sind keine noch so kleine Spuren eines Doppeldruckes zu sehen. Der Zumstein Spez zeigt dazu eine Abbildung mit markanter Farbverschiebung, doppeltem Farbdruck.

Der Hinweis zur Gummierung dürfte sich auf die Qualität beziehen, weil eine ungebrauchte, absolut postfrische Marke, ohne Klebermängel, also auch ohne die berüchtigten Fingerabdrücke, preislich doppelt so hoch liegt wie eine Marke in “normaler” Qualität aus jenen Jahren.

Hier liegt wahrscheinlich der Wunsch nach einem hohen Katalogwert vor, um sich bei einem Verkauf einen höheren Preisvorteil zu verschaffen.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
10Parale Am: 15.04.2021 09:03:09 Gelesen: 4315# 653 @  
@ SH-Sammler [#652]

vielen Dank für diese hervorragenden Erläuterungen. "No granit" - wow, da hätte ich selbst drauf kommen müssen.

Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr unsere Fingerabdrücke den Wert von Briefmarken beeinflussen können, wirklich!

Ich zeige hier noch auf der rechten Seite die Rückseite der Marke. Links daneben zwei weitere postfrische Marken, die aber im gewöhnlichen einstelligen Wertebereich kursieren. Sie gefallen mir aber sehr.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 15.04.2021 14:56:53 Gelesen: 4265# 654 @  
@ 10Parale [#651]

Guten Tag,

die Stanley Gibbons Nr. 60 war die Strubel-Marke 24F Zumstein, bzw. 15IIzm Michel, hat also nichts zu tun mit der Ausgabe Sitzende Helvetia gezähnt 1862/64 (Zumstein Nr. 28-36, Michel Nr. 20-28).

Ich gehe auch davon aus, wie Hanspeter, dass Du uns die Marke Zumstein 36a zeigst (= Michel Nr. 28a), Das wäre dann aber die Nummer 90 nach Stanley Gibbons.

Ich besitze nur ältere Kataloge von Stanley Gibbons, aber ich denke, die Nummern gelten auch heute noch.

Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 15.04.2021 20:44:15 Gelesen: 4208# 655 @  
@ 10Parale [#651]

Ich erlaube mir eine Ergänzung, ohne zuvor das ganze Thema durchzusehen, ob die Marke so schon gezeigt wurde (es sind immerhin 654 Beiträge).

Zum Vergleich noch eine Zumstein Nr. 36 (golden).



Die Marke hat mich schon fasziniert, als ich noch ein kleiner Junge war.

Katalogwert postfrisch CHF 60.00
mit Falz CHF 30.00
gemäss Händlerkatalog 2018

Im Zumstein-Katalog von 1982 hatte sie eine Notierung von CHF 26.00 für die Erhaltung *. In 36 Jahren ist die Marke also in der Bewertung praktisch stehengeblieben (nominal) bzw. gesunken (real). Es ist heute einfacher/günstiger, gewisse Marken zu kaufen, die unsere Väter und Grossväter noch höher bewerteten.

Heinz
 

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