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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 655 Beiträge:
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briefmarkenwirbler24 Am: 22.03.2015 15:03:33 Gelesen: 264506# 381 @  
@ bayern klassisch [#379]
@ Heinz 7 [#380]

Guten Tag,

erst jetzt kommt meine verspätete Antwort bezüglich der kleinen Besonderheit des Briefes, da ich krank im Bett lag und immer noch nicht ganz gesund bin.

Heinz hat Recht, dass der Stempel an sich keine große Besonderheit darstellt, aber auf einem Brief der Schweiz nach Frankreich sollte er eigentlich nicht vorkommen.

So kann man zwei Vermutungen äußern:

1. Entweder hat bei dem Eingang der geschlossenen Pakete eine Verwechslung stattgefunden

2. Oder, wie Ralph schon vermutet hat, der Brief wurde versehentlich nach Belgien geleitet und musste anschließend, nachdem die belgische Post den Fehler bemerkt hatte, nach Paris weitergeleitet werden.

Man kann die Frage nach fast 150 Jahren nicht aufklären, aber zumindest Vermutungen anstellen! :)

LG

Kevin
 
stampmix Am: 22.03.2015 16:49:38 Gelesen: 264483# 382 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#381]

Hallo briefmarkenwirbler24,

erstmal wünsche ich dir eine schnelle Genesung - sende die Restviren doch einfach auf deine Festplatte und putz sie dann weg.

Zu deinem schönen Brief:

Wenn der Leitweg nicht sicher belegbar ist, sind Vermutungen über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der erste Ansatz zur Eingrenzung und Bestimmung. Bei deinem Brief wegen des nicht passenden Stempelabschlages in Paris:

1. Entweder hat bei dem Eingang der geschlossenen Pakete eine Verwechslung (Anm:des Eingangsstempels) stattgefunden.

2. Oder, wie Ralph schon vermutet hat, der Brief wurde versehentlich nach Belgien geleitet und musste anschließend, nachdem die belgische Post den Fehler bemerkt hatte, nach Paris weitergeleitet werden.


Hier hat dein Brief durch die gut lesbaren Stempelabschläge aber noch erhebliches Potential. Erstmals in einem Bahnpostabteil auf der Strecke Sion/Sitten - Geneve am 6.12.68 um 4 Uhr mit Aufgabestempel bearbeitet, erhielt er um 11 Uhr einen Durchleitungsstempel in Geneve. Soweit alles klar.

In den Jahren 1840-1870 hat sich das Einsenbahnnetz in Europa enorm entwickelt, sodass die Hauptlinien im wesentlichen ausgebaut waren. So ging dein Brief auf die ca. 600 km lange Reise über Macon nach Paris, was damals in etwa einer Reisezeit von ca. 15 Stunden entsprach. Insoweit passt das auch gut zu dem Ankunftstempel Paris vom 7.12.68.

Die mutige Hypothese, dass der Brief versehentlich im Paketschluss nach Belgien gesandt wurde, lässt sich aufgrund der Chronologie kaum halten. Er hätte in Paris am 7.12. in Richtung Belgien umexpediert werden müssen, dann in Belgien die Fehlleitung erkannt und der Brief bis zum Abend des 7.12. insgesamt weitere 500 km befördert werden müssen. Ich halte diese Möglichkeit für äusserst unwahrscheinlich.

Nun ja, jetzt liegt es an dir, diese Überlegungen abzuwägen und bei der Briefbeschreibung zu verwenden.

mit bestem Gruss
stampmix
 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.03.2015 17:15:59 Gelesen: 264475# 383 @  
@ stampmix [#382]

Hallo stampmix,

vielen Dank für die Information bzgl. Reisedauer per Bahnpost. Mit dieser Info kann man die zweite Vermutung wirklich so gut wie ausschließen, also werde ich in der Beschreibung Vermutung 1 berücksichtigen.

Liebe Grüße

Kevin
 
Heinz 7 Am: 24.03.2015 22:21:53 Gelesen: 264377# 384 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#377]

Wir nähern uns dem 400. Beitrag zu diesem Thema; das ist beeindruckend, und zeigt doch, dass diese Sitzende Helvetia die Sammlerherzen höher schlagen lässt. Es ist aber auch eine wunderschöne Ausgabe!

Wenn ich richtig aufgepasst habe (also: "sauf erreurs & omissions"!) haben wir die 30 Rp.-Marke im Bild bis jetzt 8 x dargestellt, das ist noch nicht sehr oft.

ungebraucht: Beitrag 220
gestempelt: Beiträge 168+169+227
Briefe: Einzelfrankaturen: 177+329+377
Brief: Buntfrankatur: 354

Ich habe nun eine nette Ergänzung. Ein Brief von Maschwanden nach Turin (Italien). Das Besondere daran ist, dass der Brief unterwegs offenbar via Schiff transportiert wurde, obwohl weder Abgangsort noch Ankunftsort an diesem See, dem Lago Maggiore, liegen.



Aufgabeort war Maschwanden im Grossraum Zürich, ein kleines Dorf. Maschwanden brachte den Stabstempel (ohne Datum) an; bei der nächsten grösseren Poststelle erhielt der Brief einen Ortsstempel mit Datum ("KNONAU" 12.8.1874). Dann ging der Brief südwärts und verliess die Schweiz. Offenbar kam am Lago Maggiore dann der Schiff-Stempel "VERBANO" (14.8.?) zum Einsatz. Turin stösst aber nicht an den Langensee/Lago Maggiore, also nehme ich an, dass er per italienischer Eisenbahn transportiert wurde. Warum der Brief aber zwischendurch den Wasserweg nahm, ist mir nicht klar; es wäre interessant, den genauen (Post-) Weg zu kennen. Nahmen ALLE Briefe dieser Zeit diese "Wasseretappe" (weil damit vielleicht ein langer Umweg vermieden werden konnte)?

In Turin gibt (gab) es eine Via Ospedale (= Spitalstrasse), sodass ich annehme, dass das die Wohnadresse von Herrn Negri war (Hausnummer 11).

Ein schönes Briefchen, finde ich!

Heinz
 
Gernesammler Am: 28.03.2015 20:01:53 Gelesen: 264262# 385 @  
Hallo Sammlerfreunde,

hier ein Nachnahmebrief von 1857 über 2,60 Franken von Bern nach Frutigen im gleichen Kanton frankiert mit einer Marke zu 30 Rappen (Zumstein Nr.33).
Leider kann ich den Text nicht so richtig deuten, da könnte ich etwas Hilfe gebrauchen.

Gruß Rainer


 
jahlert Am: 28.03.2015 20:37:15 Gelesen: 264254# 386 @  
@ Gernesammler [#385]

Hallo Rainer,

auf dem ersten Puzzlesteinchen steht bzgl. der Anschrift:

'Herrn Gemeinderathspräsident...??? .. Adelboden'

Gruß Jürgen
 
Gernesammler Am: 30.03.2015 15:16:03 Gelesen: 264182# 387 @  
@ jahlert [#386]

Hallo Jürgen,

Danke für die schnelle Antwort zur Anschrift, Adelboden ist eine kleine Gemeinde im Kreis Frutigen. Vielleicht kann noch jemand etwas dazu beitragen, damit ich das gute Stück mit einem vernünftigen Text auf eine Seite bringen kann.

Gruß Rainer
 
jahlert Am: 31.03.2015 16:50:57 Gelesen: 264140# 388 @  
@ Gernesammler [#385]

Hier ist das 2. Steinchen für die Rückseite:

"habe noch an Gemeind geschrieben daß in ...??ben aber ohne Erfolg Schmid"
(aber alles ohne Gewehr ;-))

Gruß Jürgen
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.04.2015 18:01:14 Gelesen: 263805# 389 @  
@ Heinz 7 [#384]

Hallo Heinz,

ich finde es ebenso beeindruckend wie du, dass dieses Thema eine so große Resonanz aufweist. :)!

Ich möchte euch gerne eine neue Errungenschaft vorstellen:



Aufgegeben wurde der Brief am 13.Juni 1881 in Aarau und wurde adressiert nach Bremgarten, wo er noch am selbigen Tag ankam, siehe siegelseiten Ankuftsstempel.
Frankiert wurde dieser portogerecht mit 40 Rappen, die sich wie folgt zusammensetzten:

Laut dem Tarif vom 01.09.1876 ein Brief der 3. Gewichtsstufe, d.h. über 250g, im Fernrayon, für den 30 Rappen zu verkleben waren. Da es sich noch dazu um eine Nachnahme handelt, mussten, laut dem Tarif vom 01.08.1862, noch zusätzlich 10 Rappen für die Nachnahme-Gebühr verklebt werden, welche bei 7.90 Franken lag.

Wenn man das Porti von 30 Rappen und die Nachnahme/gebühr addiert, erhält man 8.20 Franken, die der Postbeamte vorderseitig mit Bläuel notierte. Zusätzlich wurden noch 70 Rappen notiert, welche aber keinen Einfluss auf die Taxierung hatten (vielleicht kann jemand entziffern wofür diese angedacht waren).

Verklebt wurde ein waagerechtes Paar der Zumstein 38, 10 Rappen rot, und Zumstein 32, 20 Rappen gelblichorange.

Entwertet wurden die Marken mustergültig mit dem eingefassten Stempel "AARAU,13.Juni.81,FAHRP.AUFG". Kann mir hier jemand etwas Näheres zu dem Stempel sagen, denn ich habe einen solchen vorher noch nicht beobachten können :whistling: !

Ich glaube, dass ein Brief der 3. GS als Nachnahem-Brief im Fernrayon verhältnismäßig selten ist (ich habe zumindest noch keinen vorher gesehen)!

Liebe Grüße

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 18.04.2015 18:15:37 Gelesen: 263702# 390 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#389]

Guten Abend,

kann mir keiner etwas zum Aufgabestempel sagen?

Liebe Grüße

Kevin
 
Heinz 7 Am: 18.04.2015 19:53:39 Gelesen: 263683# 391 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#390]

Der gute, "alte" Kevin! Immer ein bisschen ungeduldig! ;-)

Du zeigst uns da ein schönes Stück, mit einem sehr schönen Stempel. Der ist den meisten Sammlern auch nicht unbedingt geläufig, weil diese Art von Schweiz-Stempel sind nicht sehr populär.

Auch ich muss mich da durch das Stempelwerk durchkämpfen, um den Stempel zu finden. Ich nehme Dich einmal mit "auf die Reise".

Das Stempelwerk Andres / Emmenegger wurde bekanntlich ergänzt von Alfred Müller / Anton Lipp und 1969 neu herausgegeben. Es wurde (in mehreren Lieferungen) herausgegeben vom Verband Schweiz. Philatelisten-Vereine mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der Philatelie, in total 8 Bänden (Loseblatt). Das waren schöne Zeiten; die Philatelie stand in der Vollpracht seiner Blüte. Die Schweizer Briefmarken-Zeitung platzte fast aus den Nähten, so viele Händler (Profi und Hobby-) platzierten ihre Inserate. Und eine Ländersammlung "Schweiz 1945-1970" oder "Bund komplett" war damals noch eine wertvolle Sache... "Kapitalanlage" schreibe ich nicht gerne... Aber das ist eine andere Geschichte...

Das "Grosse Handbuch der Abstempelungen auf Schweizer Marken 1843-1907" kennt folgende Einteilung:

I. Stumme Stempel: Gruppe 1 - 10
II. Sprechende Stempel
II.A. Stempel, die weder Ort noch Zeit angeben: Gr. 11 - 26
II.B. Stempel, welche den Ort angeben, aber keine Zeit: Gr. 27 - 73 L
II.C. Stempel, welche die Zeit angeben, aber nicht den Ort: Gr. 74 - 82
II.D. Stempel, welche Ort und Zeit angeben: Gr. 83 - 151
III. Anhang: Gr. 152 - 174

Dein Stempel ist also in Abschnitt II.D. zu finden

II.D.A. Bewegliche Postämter: Gr. 83 - 88 C
II.D.B. Stabile Postämter: Gr. 89 A - 151

Ist ein Fahrpost-Stempel "beweglich" oder "stabil"? Lustige Frage, vielleicht, aber unter "Bewegliche Postämter" verstanden die Autoren

1. Bahnpoststempel: Gr. 83 A - 86 F
2. Schiffspoststempel: Gr. 87 + 88 C.

Wir müssen also in der anderen Abteilung weitersuchen, der mengenmässig grössten: II.D.B.

A. Ohne Einfassung: Gr. 89 - 90
B. Mit einseitiger Einfassung (unterstrichen): Gr. 91 - 92
C. Mit dreiseitiger Einfassung: Gr. 93
D. Mit vierseitiger Einfassung (= Kastenstempel): Gr. 94 - 99
E. mit runder Einfassung (Einkreisstempel): Gr. 100 - 119
F. Zweikreisstempel: Gr. 120 - 134
G. Hufeisenstempel: Gr. 135
H. Dreikreisstempel: Gr. 136
I. Zweikreisstempel mit Brücke: Gr. 137 - 150

Dein Stempel passt also in die Gruppe II.D.B.D.

"AARAU - Datum - FAHRP. AUFG." im Kästchen gehört zur Gruppe 99, Neue Nummer 1 (alte: 3938); siehe brauner Ordner IV. Er ist auch abgebildet (fig. 2055) (grüner Ordner III).

Freundliche Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 19.04.2015 12:17:10 Gelesen: 263615# 392 @  
@ Heinz 7 [#391]

Hallo Heinz,

recht herzlichen Dank für diese "schöne Reise" in vergangene Zeiten und durch des Stempelhandbuch. Nun habe ich zumindest mal eine grobe Übersicht in welche Formen man die Stempel einteilt und kann den Brief nun beschreiben.

Liebe Grüße

Kevin
 
deCoppet Am: 23.04.2015 01:08:02 Gelesen: 263404# 393 @  
This text is on a letter from 1865 - I sure would like to know what it says.


 
jmh67 Am: 23.04.2015 10:47:40 Gelesen: 263372# 394 @  
@ deCoppet [#393]

Rough translation:

If you do not wish to purchase this work, we ask you to return this consignment immediately by post in the same wrapper with the note "Not accepted".
 
deCoppet Am: 23.04.2015 20:17:24 Gelesen: 263313# 395 @  
@ jmh67

Thank you. That is what I thought in general terms. You have made it more specific.

That will join my Refusé exhibit once I receive the item. This link is to the 80 page exhibit, but I have recently completed expanding it to 112 pages. I will be uploading the new new exhibit in the near future. It will be the same link.

http://www.rogerheath.com/#refused-mail
 
briefmarkenwirbler24 Am: 02.05.2015 19:52:34 Gelesen: 262826# 396 @  
Guten Abend,

dieses kleine Schmankerl (die Betonung liegt auf klein --> 77x85 mm) habe ich vor einigen Tagen erhalten:



Aufgegeben wurde das Briefchen am 21.08.1872 in Sumiswald und wurde adressiert ans Pfarramt in Höchstetten, wo er bereits einen Tag später ankam.

Es handelt sich um ein Nachnahme-Streifband, das portogerecht mit 20 Rappen (Zumstein 32 b) frankiert wurde.

Die Taxierung setzt sich zusammen aus 10 Rappen für die Nachnahme-Gebühr (1.40 Franken Nachnahme) und, laut Tarif vom 01.09.1871 bis zum 01.09.1876, 10 Rappen für einen Brief der 1.Gewichtsstufe im Fernrayon. Der Nachnahmebetrag wurde vom Postbeamten mit Bläuel vorderseitig notiert.

Nachnahme-Streifbänder sind meines Wissens ziemlich selten und bei diesem Briefchen passt alles fürs Auge:

Mustergültiger Stempelabschlag, farbfrische Marke und die Farbe dieser und die Bläuelnotierung passen auch schön zusammen ^^ !

Liebe Grüße

Kevin
 
remstal Am: 03.05.2015 16:34:11 Gelesen: 262752# 397 @  
Hallo Kevin,

ein Streifband deutet m.E.eher auf eine Drucksache hin, sie müsste dann zur 3. Gewichtsstufe gehört haben (250 - 500 g ).

herzliche Grüße Anton
 
briefmarkenwirbler24 Am: 03.05.2015 17:08:30 Gelesen: 262741# 398 @  
@ remstal [#397]

Hallo Anton,

den Drucksachentarif hatte ich auch schon im Hinterkopf gehabt, allerdings habe ich nicht gedacht, dass man Streifbänder hierzu zählt.

Also dann eine Drucksache der 3. Gewichtsstufe als Nachnahme-Streifband gelaufen, das ist doch sicherlich in der Form selten, oder?

Liebe Grüße

Kevin :)
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 21:54:09 Gelesen: 262711# 399 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#396] und [#398]

Lieber Kevin,

das ist sicher eine schöne und recht seltene Frankatur. Streifbänder wurden wenig gesammelt, sie sind sicher seltener als normale Briefe.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 22:07:40 Gelesen: 262707# 400 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#396]

Lieber Kevin,

Du zeigst uns eine schöne 20-Rappen-Frankatur. Als Beitrag Nr. 400 will ich Dir "Danke" sagen für dieses schöne Thema "Sitzende Helvetia", das AUCH in Deutschland offenbar viele Freunde hat.



Dieser schöne Brief wurde vor 150 Jahre auf die Reise geschickt. Die Firma Jakob Stehli in Lunnern war der Sender, die Postannahme erfolgte in Obfelden (Lunnern hatte keine eigene Poststelle). Vermutlich noch am gleichen Tag lief der Brief weiter nach "AFFOLTERN a/A" (das heisst "am Albis") und erhielt einen Durchgangsstempel "9 JUNI". Zum Glück blieb es nicht dabei, sondern auch "LUZERN" brachte einen Durchgangsstempel an "10 JUN 65", und wir erkennen die Jahreszahl. Ein dritter Durchgangsstempel "ZELL 11 JUN 65" wurde angebracht, und der Brief wurde in Ufhusen (Kanton Luzern) ausgeliefert. Ufhusen war vermutlich auch zu klein, um eine eigene Poststelle zu haben.

Herzliche Grüsse
(zum "Jubliäum")
Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 22:41:09 Gelesen: 262702# 401 @  
@ Heinz 7 [#400]

Eine Karte zeigt uns was folgt:

Lunnern - Obfelden - Affoltern liegen alle nahe beieinander. Dann verlief der Postweg nach Süden, passierte Luzern, um dann weiter in den Westen zu reisen, nach Sursee und weiter nach Westen. Zell ist nach ca. 70 Kilometer erreicht, und Ufhusen ist ein Nachbardorf davon.



"Viamichelin.de" sei Dank für diese übersichtliche Karte!

Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 07.05.2015 19:23:16 Gelesen: 262411# 402 @  
@ Heinz 7 [#400]

Hallo Heinz,

erst jetzt kommt meine verspätete Antwort.

Ich danke Dir für die noch genauere Klassifizierung meines Nachnahme-Streifbandes und bin ebenfalls sehr froh darüber, dass dieses Thema nun schon über 400 Beiträge aufweist.

Du zeigst uns ebenfalls einen tollen Brief (ich habe leider noch keinen mit Stabstempel, bin aber stets auf der Suche danach) der 2. Gewichtsstufe im Fernverkehr, laut Tarif vom 01.07.1862 bis zum 01.09.1871. :D

Ich werde meine Sammlung "Der Postverkehr in und mit der Schweiz von 1839-1886" in Mainz ausstellen. Meine Anmeldung des Exponats ist bereits unterwegs. Die Sammlung wird vorerst 3 Rahmen umfassen (sollten eigentlich 4 Rahmen werden, aber anfänglich reichen drei auch schon aus) und in der Jugendklasse auf Rang 3 (als Erstaussteller) ausgestellt werden, wenn jetzt nichts mir schief läuft. Wie der Name schon sagt wird die Sammlung unter dem Thema Postgeschichte zu betrachten sein und umfasst den Inlandsverkehr, Auslandsdestinationen und Incoming-Mail.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken an alle die mir auf "meinem Weg" geholfen haben! Besonderer Dank gebührt Dir Heinz für deine Geduld mit mir (bezüglich meiner Ungeduld) und deine stetige Hilfe, besonders am Anfang und natürlich Ralph, alias bayern klassisch, ohne dich hätte ich wahrscheinlich immense Probleme gehabt, meine Beschreibungen zu verfassen und wäre um den einen oder anderen Beleg ärmer :), schön, dass es euch gibt!

Aber auch bei allen anderen, die mir geholfen haben, möchte ich mich bedanken! Auch an Richard und sein Team, ohne deren Aufwand es dieses Forum gar nicht geben würde, ich hoffe, dass ihr noch lange Jahre diese Seite am Leben behaltet!

Liebe Grüße

Kevin
 
Heinz 7 Am: 08.05.2015 22:21:48 Gelesen: 262198# 403 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#402]

Lieber Kevin,

ich bin schwer beeindruckt. Wenn Du jetzt bereits bei solchen Ausstellungen mit eigenen Exponaten mitmachen kannst, dann steht Dir die Welt der Philatelie wirklich ganz weit offen. Du bist ja noch so jung!

Danke für Deine Anerkennung und Deinen Dank. Solche Worte hört man selten, und es macht mich fast ein wenig verlegen. Ich freue mich natürlich darüber und sage einfach: Geteilte Freude ist doppelte Freude! Wenn Du also begeistert bist über einen Beitrag, dann macht das auch dem Schreiber viel Freude, und dasselbe gilt auch umgekehrt: Wenn man sieht, dass es geschätzt wird, dann schreibt man auch gerne einen Beitrag. Lesen, lernen, sammeln, tauschen, zeigen, fragen, staunen, sich mitfreuen - das ist Philatelie, wie sie Spass macht!

Ich wünsche Dir für die Ausstellung alles Gute. Lass Dich nicht entmutigen, wenn etwas schiefgehen sollte, das gehört dazu und sollte Dich nicht abschrecken.

Anbei noch ein Bild einer beeindruckenden Einheit Sitzende Helvetia:



Ich habe beim Papier keine Fasern entdeckt, sodass es Zumstein Nr. 36 (Michel Nr. 28) ist. 18 Schweizer Franken war 1862 ein sehr grosser Geldbetrag. Und "goldige" Marken gibt es auch nicht viele.

Freundliche Grüsse Heinz
 
SH-Sammler Am: 16.08.2015 21:07:53 Gelesen: 256819# 404 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#402]

Hallo Kevin, hallo Sammlerfreunde,

ich bin relativ neu hier und möchte mit 2-3 Beiträgen dieses schöne Thema wieder beleben. Nachdem Jungsammler Kevin seine Ausstellungssammlung zusammengestellt hat, kommt erfahrungsgemäss das Ergänzen der Sammlung mit "besseren" oder "besonderen" Belegen. Auch wenn finanziell die teuren Belege noch nicht drin liegen kann mit offenen Augen der eine oder andere besondere Beleg gefunden werden. Ich möchte Jungsammler Kevin in diesem Sinne ermuntern.

Hier zeige ich einen Ortsbrief mit Drucksachenporto 2 Rappen von Wiesendangen (bei Winterthur, ZH). Ortsbriefe aus kleinen Gemeinden sind nicht häufig, da man die Schriftstücke den Empfängern zwecks Einsparung des Portos meist direkt überbrachte.



Ortsbrief WIESENDANGEN, 8. Jan. 1877, frankiert mit Zumstein Nr. 37 / Mi 29. Keine Vermerke auf der Rückseite.

SH-Sammler
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.08.2015 11:14:50 Gelesen: 256624# 405 @  
@ SH-Sammler [#404]

Guten Morgen,

nachdem ich seit langer, langer Zeit nichts mehr geschrieben habe und sozusagen für den ein oder anderen schon als spurlos verschwunden bzw. der Philatelie abhanden gekommen galt, möchte ich mich mal wieder zu Wort melden.

Ich habe einfach mal eine Pause eingelegt hier im Forum, war aber alles andere als untätig in der Philatelie. ;)

Bei deiner Drucksache greift der Tarif vom 01.09.1876 bis zum 01.01.1915, bei dem diese, im Gegensatz zum vorherigen Tarif (ab 01.09.1871), 10 g mehr wiegen durfte um mit 2 Rappen freigemacht werden zu dürfen.

Dann möchte ich langsam mal wieder anfangen selbst Belege vorzustellen und entsprechend zu beschreiben :).

Ich fange dann mal mit einem Belegpaar, wie ich es bezeichne, an:





Der erste Beleg wurde am 17.12. geschrieben und erst vier Tage später, am 21.12.1875, in Bremgarten verschickt. Adressiert wurde der Brief nach Tägerig, wo er bereits am nächsten Tag ankam. Verklebt wurden 5 Rappen für einen einfachen Ortsbrief (Tarif vom 01.09.1871-01.09.1876) und 20 Rappen für die Nachnahme-Gebühr von 11 Franken (pro 10 Franken = 10 Rappen), sodass wir auf die Endsumme von 25 Rappen kommen. Der Absender war die Gerichtskanzlei Bremgarten.





Der zweite Beleg wurde geschrieben am 04.12. und aufgegeben am 06.12.1869 in Bremgarten, angekommen ist dieser am darauffolgenden Tag in Diessenhofen. Es liegt auch hier eine portogerechte Frankatur vor, die sich in 20 Rappen für die Nachnahme-Gebühr und, laut dem Tarif vom 01.07.1862 bis zum 01.09.1871, 10 Rappen für einen Brief der 1.Gewichtsstufe außerhalb des Lokalrayons aufteilt. Im Gegensatz zum vorherigen Brief, notierte man den Gesamtbetrag mit Rotstift.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand den Inhalt der beiden Briefe deuten könnte, bei einem Brief der Gerichtskanzlei sicherlich spannend!

Mit freundlichen Grüßen

Kevin
 

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