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Thema: Schweiz Dauerserie Stehende Helvetia
Das Thema hat 212 Beiträge:
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SH-Sammler Am: 27.07.2022 07:21:39 Gelesen: 27378# 188 @  
@ Stefan [#186]

Hallo Stefan,

die erste Etikette ist mit einer 40 Rappen Mi 68A (Ausgabe von Okt. 1904) und einer 57Y frankiert.

Nun zu Deiner Frage betr eingeschriebene Drucksachen.

Hier ein Auszug zu den Bestimmungen (aus dem Büchlein „Zack“, Posttaxen Band 2, Ausland)



Bei den Drucksachen wurde unterschieden zwischen Geschäftspapieren, Drucksachen, Warenmuster sowie Gemischtsendungen. Die Taxen und Gewichtsstufen sind nicht immer gleich.

Gehen wir davon aus, dass es keine Warenmuster, keine Gemischtsendung war. Drucksachen konnten, wie alle anderen „Briefpostgegenstände“, eingeschrieben werden. Die Einschreibegebühr dafür betrug 25 Rappen. Allerdings mussten mindestens 20 gleiche Exemplare aufgegeben werden, was hier sicher nicht der Fall sein dürfte. Somit wurde die Taxe anhand der Kategorie Geschäftspapiere berechnet.

Die Taxe für Geschäftspapiere betrug 25 Rappen bis 250g, danach 5 Rappen pro 50 weitere Gramm. Auf dem Anhänger, nach Abzug der Einschreibegebühr sind also noch 30 Rappen für den Gewichtszuschlag. Das sind 250 g plus 1 mal 50 g, die Drucksache war also zwischen 250 bis 300 g schwer.

Beim zweiten Anhänger sind die Zähnungen der Marken zu schwach erkennbar. Da muss ich mich Deiner Ansicht anschliessen und die Ausgabe anhand des Datums eingrenzen. Es könnten allerdings auch noch die Marken mit Prägezeichen „Kreuz im Oval“ sein. Aber „nur“ um der Neugier willen wirst Du die Marken nicht ablösen…

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
jahlert Am: 27.07.2022 13:35:55 Gelesen: 27340# 189 @  
@ SH-Sammler [#188]

Lieber Hanspeter,

handelt es sich denn nicht bei einem Kofferanhänger um einen 'Bedarfsbeleg'?

Freundliche Grüsse aus dem Sauerland von Jürgen
 
SH-Sammler Am: 27.07.2022 15:50:31 Gelesen: 27317# 190 @  
@ jahlert [#189]

Hallo Jürgen,

klar sind das Bedarfsbelege. Der obere Anhänger wurde aber (zusammen mit einem Kleinpaket bis 300 g) als Drucksache versandt.

Habe ich etwas falsch geschrieben? Etwas, das anders interpretiert werden kann?

Auch Grüsse aus der Hitze

Hanspeter
 
jahlert Am: 27.07.2022 16:09:48 Gelesen: 27307# 191 @  
@ SH-Sammler [#190]

Hallo Hanspeter,

wenn ich in den Katalog sehe, käme ich doch nicht auf die Idee, z.B. eine Zumstein-Nr. 90 A (Michel-Nr. 78 C) von einem Beleg abzulösen.

Diese Kofferanhänger aus der 1. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sind meines Erachtens stark unterschätzte Bedarfsbelege.

Beste Grüsse, Jürgen
 
Stefan Am: 30.07.2022 10:54:32 Gelesen: 27107# 192 @  
@ SH-Sammler [#188]
@ jahlert [#187]

Ich danke euch für eure Infos. Demnach könnte der erste "Kofferanhänger" (nach Marburg) tatsächlich als Einschreiben gelaufen sein (ich vermisse einen Einschreibeaufkleber o.ä.). Ich wwerde keine der Briefmarken ablösen um ein mögliches Wasserzeichen festzustellen. Von solch einer Vorgehensweise halte ich nichts, wenn es nicht unbedingt sein muss. :)

Diese Kofferanhänger aus der 1. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sind meines Erachtens stark unterschätzte Bedarfsbelege.

Bei anderen Sammelgebieten dürften Kofferanhänger als Beleg selten bis extrem selten sein.

Gruß
Stefan
 
Gernesammler Am: 04.08.2022 15:50:24 Gelesen: 26834# 193 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Viererblock der 1 Franken Marke, Zumstein 71 Ac gestempelt Neumünster am 15.7.1889

Gruß Rainer


 
SH-Sammler Am: 11.08.2022 08:49:06 Gelesen: 26565# 194 @  
@ Gernesammler [#175]

Hallo Rainer,

Du hast im Beitrag [#175] noch die Frage nach dem Namen des Empfängers offen.

Gib bei Google "Nachname Klele" ein. Du findest Informationen dazu, auch wenn dieser Name für unsere deutschen Ohren etwas fremd klingt.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
Gernesammler Am: 04.03.2023 16:24:56 Gelesen: 15488# 195 @  
Hallo Sammlerfreunde,

um das Thema mal wieder aus dem Winterschlaf zu holen, hier ein Brief vom 15.1.1903 aus Genf spediert an Monsieur de Kunowsky der zu der Zeit in Peking weilte, dort kam der Brief am 23.2.1903 zur Ausgabe.

Für das Franko nahm man eine Zumstein Nr.73 Eb zu 25 Rappen stehende Helvetia, da China im Jahr 1877 dem Weltpostverein (UPU) beigetreten war reichten diese 25 Rappen aus.

Gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten von Geneve Succ Bourg de Four, dies ist ein Platz im Herzen der Altstadt Genf, auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Peking ** Deutsche Post.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 09.03.2023 20:01:45 Gelesen: 15451# 196 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Internes Einzugsmandat vom 4.11.1907 von Basel nach Zürich, für das Franko verklebte man eine Zumstein 96 Aa zu 30 Rappen stehende Helvetia mit Wasserzeichen und Faserpapier und 14er Zähnung.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 10.03.2023 10:03:09 Gelesen: 15430# 197 @  
@ Gernesammler [#196]

Hallo Rainer,

wunderschön. Ja, wenn man nicht Bayern sammeln würde, kämen mir mit Österreich und der Schweiz gleich 2 andere Sammelgebiete in den Sinn.

Meine lieben Freunde Robert Bäuml und Robert Fürbeth haben mal vor Jahren erstklassige Sekundärliteratur (unter Zuhilfenahme von Primärliteratur) über die Schweizer Vordrucke geschaffen. Solltest du daran interessiert sein, so lass es mich bitte wissen, ich würde dann mein Möglichstes tun.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Gernesammler Am: 10.03.2023 16:07:06 Gelesen: 15382# 198 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben ins Ausland, nach Ungarn, der Brief wurde portogerecht mit 25 Rappen für den Brief und 25 Rappen für die Einschreibgebühr versandt. Verklebt wurden hier 2x 2 Rappen, 2x 3 Rappen, 1x 5 Rappen und 1x 10 Rappen aus der Ziffernserie und für die Einschreibgebühr 1x 25 Rappen stehende Helvetia, Zumstein 87Aa, der letzten Ausgabe der stehenden Helvetia mit Kontrollzeichen.

Abgestempelt wurde der Brief am 29.12.1906 in Röschenz, Bezirk Laufen im Baseler Land und wurde dann spediert nach Verbanja in Ungarn. Da der Brief nicht zustellbar war, verklebte man die Marke dafür und der Brief ging retour nach Röschenz.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 13.03.2023 19:45:56 Gelesen: 15359# 199 @  
Hallo Sammlerfreunde,

um das Thema hoch zu halten, hier ein Viererblock der 3 Franken Marke Zumstein 72 Ab abgestempelt in Zürich 12 / Neumünster.

Die 3 Franken Marke der 72 A hat eine 14-er Zähnung und war im Gebrauch laut Zumstein von 1891-1901.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 19.03.2023 17:15:54 Gelesen: 15337# 200 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Lieferschein für ein Paket über 1,4 Kilo vom 21.10.1898 aus Zürich von der Firma A.Finsler im Meiershof an Jenny Hard in Vorarlberg Bregenz, dort kam das Paket am 22.10.1898 an.

Das Paket musste an der Schweizer zur Österreichischen Grenze vom Zoll abgefertigt werden und erhielt dort den Stempel vom Hauptzollamt Bregenz, auch wurde ein Zollabfertigungsschein aufgeklebt und die Gebühren für den Zoll, den Träger und der Nachnahme von total 2 Gulden 24 Kreuzer notiert.

Für das Paket waren gesamt 4 Franken 10 Rappen für die Spedierung nach Vorarlberg zu zahlen.

Für das Franko nahm man 2x Zumstein Nr.70 D stehende Helvetia zu je 50 Rappen (13 Zähne) und eine Zumstein 61 Kreuz und Wertziffer zu 10 Rappen.

Gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten von Zürich 5 (Predigerplatz) sowie dem Rostachteckstempel von Bregenz.

Es wurde der Schein von Zürich mit der Manualnummer 329 verklebt sowie der Nachnahme Klebezettel und erwähnter Zollabferigungsschein.

Auch ist von der Firma Finsler ein sehr gut erhaltenes Siegel auf dem Beleg.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 25.03.2023 19:52:56 Gelesen: 15303# 201 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Abschnitt einer Begleit-Adresse vom 10.10.1907 aus Zürich spediert nach London, leider gibt es keine weiteren Hinweise um was es sich handelte, nur das die Ware einen Wert hatte und dafür der Klebezettel für den deklarierten Wert der angegeben werden musste verklebt wurde.

Für das Franko nahm man Marken der stehenden Helvetia, hier die 25 Rappen Zumstein Nr.93A mit 13 Zähnen weißes Papier und Wasserzeichen, die 50 Rappen Zumstein Nr.90C mit 14 Zähnen weißes Papier und Wasserzeichen sowie einer Retusche im Schriftband und der 1 Franken Zumstein Nr.91C weißes Papier und Wasserzeichen.

Gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel mit Gittersegment oben und unten von Zürich 2 Fil.Seidengasse.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 30.03.2023 19:37:34 Gelesen: 15279# 202 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 8.10.1907 aus Genf von Herrn R.Chapireau spediert an A.Kats in Parys O.R.C. ( District: Orange River Colony) in Südafrika [1], dort kam der Brief am 31.10.1907 zur Ausgabe.

Für das Franko verklebte man eine Zumstein 93A mit Wasserzeichen, weißem Papier und 13 Zähnen, gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten sowie Zierstücken von Geneve Plainpalais sowie auf der Rückseite mit dem Zweikreisstempel von Parys O.R.C.

Auf der Rückseite ist der Absender vermerkt, hat dieser seinen Brief "Poste Restante" also Postlagernd aufgegeben?

Gruß Rainer



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Parys_(S%C3%BCdafrika)
 
bayern klassisch Am: 30.03.2023 20:42:04 Gelesen: 15275# 203 @  
@ Gernesammler [#202]

Hallo Rainer,

der Absender nannte sich hinten und wollte nicht haben, dass, wenn der Brief oder andere Post an ihn (zurück) läuft, diese ihm privat zugestellt würde.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
alsa Am: 03.05.2023 18:43:39 Gelesen: 14183# 204 @  
Schweiz Freimarke Stehende Helvetia



Hallo,

ich bin kein Schweizspezialist und hätte von euch gerne eure Meinung zu dieser Marke gewusst. Aus meinem Schweizkatalog gefunden: Nr.64; Zähnung ist 11 3/4; Kontrollzeichen vermutlich 1Y.

Um welche Marke handelt es sich nach dem Stempeldatum? Ist auf der Rückseite eine Signatur?

Danke für eure Hilfe
 
10Parale Am: 03.05.2023 19:17:36 Gelesen: 14172# 205 @  
@ alsa [#204]

ich bin auch kein Schweiz-Spezialist, aber auf Grund des Stempels von Basel vom 2.III.00 tippe ich schwer auf die Michel Nr. 64 A, die 1968 mit 20 DM bewertet wurde.

Liebe Grüße

10Parale
 
Gernesammler Am: 03.05.2023 19:48:17 Gelesen: 14162# 206 @  
@ alsa [#204]

Hallo Alsa,

es ist wie schon gesagt die Mi.Nr.64 A oder Zumstein Nr.72 Ab olivbraun, 14 Zähne, nach einer Signatur sieht das für mich nicht aus.

In dem Thema findest Du mehr dazu

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=6547&CP=0&F=1

Gruß Rainer

[Beiträge 204 bis 206 redaktionell aus dem Thema "Schweiz Freimarke Stehende Helvetia" in dieses verschoben]
 
alsa Am: 04.05.2023 19:17:29 Gelesen: 14103# 207 @  
Vielen Dank für eure Infos.
 
Gernesammler Am: 05.05.2023 20:17:43 Gelesen: 14026# 208 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Einschreiben vom 27.12.1904 von Johann Camper aus Zürich, soediert nach Zug an Herrn Bölsterle am Phototechnischen Institut, dort kam der Brief am gleichen Tag zur Ausgabe.

Für das Franko nahm man eine Zumstein Nr.66Ed oder Mi.Nr.58YD zu 20 Rappen, gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten von Zürich 16 Wiedikon.

Zur Kenntlichmachung des Einschreibens wurde der Klebezettel von Zürich 16 Wiedikon mit der Manualnummer 809 verklebt und Charge handschriftlich ausgewiesen.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 10.05.2023 20:09:54 Gelesen: 13766# 209 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 12.10.1898 aus Genf, spediert an Dr.Hermann Hobein in Göttingen, dieser studierte dort klassischen Philologie und Germanistik.

Für das Franko nahm man je zwei Marken der Kreuz und Wertziffer, Zumstein Nr.60 zu 5 Rappen und Nr.61 zu 10 Rappen sowie eine Zumstein Nr.66 D stehende Helvetia 13 Zähne (Mi.Nr.52, 54 und 58 YC). Diese 50 Rappen waren die Gebühr für den Brief in der 2.Gewichtsstufe, Tarif vom 1.7.1875, Brief bis 15 Gramm 25 Rappen, je weitere 15 Gramm nochmals 25 Rappen.

Gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten von Geneve / Plainpalais dies war eine Gemeinde im Kanton Genf, diese wurde 1930 nach Genf eingemeindet.

Gruß Rainer


 
Gernesammler Am: 17.06.2023 17:30:29 Gelesen: 12052# 210 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 11.3.1907 aus Zürich spediert an Professor Heinrich Laible in Rothenburg ob der Tauber, dort kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe und wurde am 13.3.1907 als empfangen oben links gekennzeichnet.

Professor Heinrich Laible war ein anerkannter Rothenburger Judaist, erlebte von 1852-1929 [1].

Für das Franko nahm man eine Marke der stehenden Helvetia, Zumstein 93A oder Mi.Nr.81C zu 25 Rappen, gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten sowie Zierstücken, auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Rothenburg leider etwas unleserlich (Helbig 30b).

Gruß Rainer



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Studien

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]
 
Gernesammler Am: 30.08.2023 20:13:12 Gelesen: 8567# 211 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 26.2.1893 aus Clarens im Kanton Waadt, spediert an Fräulein Julie Drandt in Whnbach bei Hungen in der Provinz Hessen, hier kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe.



Für das Franko nahm man eine Zumstein Nr.67 C oder Mi.Nr.59XC zu 25 Rappen, gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten von Clarens, sowie auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Hungen.

Die Helvetia ist an der Hand am Speer retouchiert worden.



Gruß Rainer
 
Gernesammler Am: 30.09.2023 18:40:45 Gelesen: 6711# 212 @  
Hallo Sammlerfreunde,

es ist vielleicht nicht die schönste Marke, aber ich war zufrieden das ich die als Lückenfüller bekommen konnte.

Es ist die stehende Helvetia zu 40 Rappen, Zumstein 69 B oder Mi.Nr. 61 XB mit der 11-er Zähnung.

Gruß Rainer


 

Das Thema hat 212 Beiträge:
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