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Thema: Schweiz Dauerserie Stehende Helvetia
Das Thema hat 159 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 31.07.2015 22:51:02 Gelesen: 61426# 135 @  
@ Gernesammler [#134]

Hallo Rainer,

danke für's Zeigen!

Längere Zeit ist unter dieser Rubrik nichts mehr Neues dazu gekommen; das wollen wir ändern. Anbei ein Beleg, der dank dem inliegenden Beleg noch verständlicher wird. Der Reihe nach:



Obwohl ich seit vielen Jahren immer wieder alte Schriften zu lesen versuche, habe ich oft Schwierigkeiten, das Geschriebene zweifelsfrei zu entziffern. Machen wir hier den Versuch.

Der Brief wurde von der Abteilung Strassenaufsicht des Kantons Zürich (3. Kreis) gesandt an die "Gemeindegutsverwaltung (in) Aeugst". Genau genommen ist es ein Nachnahme Brief über CHF 23.65 (oder: "frs. 23.65" (= Francs Suisses)). Schwieriger war für mich das Lesen des Vermerkes links unten, aber ich denke, ich habe es geschafft: "Rechnung für Kies" steht da (wohl).

Auf dem inliegenden Formular steht: "Hiermit beziehe ich Nachnahme für bezogenen Kies aus der ??-grube am Albis: 43 m (hoch 3) a fr. 0.55 = frs. 23.65 u(nd)bescheinige Ihnen hiermit den Empfang. Achtungsvoll Denzler"

Der Strassenaufseher hat also 43 Qubikmeter Kies à 55 Rappen zum Jahresende 1887 abgerechnet. Dieser wurde vermutlich hauptsächlich im Winter verstreut (Winterdienst), um die verschneiten Strassen rutschfester zu machen. Zum Warenbetrag kamen noch 40 Rappen Porto/Bezugsspesen hinzu, sodass der Empfänger CHF 24.05 zu bezahlen hatte, wie übergross mit blauem Stift vermerkt wurde.

Frankiert ist der Brief mit 20 Rp. Stehender Helvetia und 2 x 10 Rappen "Zifferzeichnung". Vom Datum her müssten es die Nummern Zumstein 66 A + 61 A (Michel 58 XA + 54 X) sein. Die Anzahl der Zähne stimmt auch (14 Zähne vertikal), die Marken "Zifferzeichnung" haben Faserpapier (kein "Weisses Papier" also).

Liebe Grüsse
Heinz
 
stampmix Am: 01.08.2015 11:38:34 Gelesen: 61387# 136 @  
@ Heinz 7 [#135]

Hallo Heinz,

diese "Innereien" in alten Briefen können einen ganz schön beschäftigen.

Ich darf zur Grube noch ergänzen, daß die 43 cbm Kies aus der Staatsgrube am Albis kamen. Nicht unterlassen möchte ich zudem den Hinweis, daß Herr Denzler nicht Achtungsvoll, sondern in guter Schweizer Tradition Achtungsvollst verblieben ist.

mit bestem Gruß
stampmix
 
Heinz 7 Am: 02.08.2015 00:32:51 Gelesen: 61340# 137 @  
@ stampmix [#136]

Super! Ich danke für die Korrekturen! Jetzt scheint der Text komplett: "Staatsgrube"! Jawohl! (ich habe lange gegrübelt). "Achtungsvollst" - richtig!

Freundliche Grüsse

Heinz
 
SH-Sammler Am: 01.09.2015 21:40:29 Gelesen: 60172# 138 @  
@ Heinz 7 [#135]
@ Gernesammler [#134]

Hallo Sammlerfreunde,

der Sommer ist am Ausklingen, wir nehmen wiedermal die Briefmarkenalben hervor und stöbern drin herum ... :-)

Ein meines Erachtens schöner Beleg mit 2 Steh. Helvetia's 67A mit einem super schön dokumentierten Laufweg. Seht selbst.



Schleitheim (Kanton Schaffhausen) nach Italien

Hier die Rückseite



Mich erfreut dieser Beleg immer wieder aufs Neue.

Viele Grüsse

SH-Sammler Hanspeter
 
Heinz 7 Am: 01.09.2015 22:58:50 Gelesen: 60166# 139 @  
@ SH-Sammler [#138]

Hallo Hanspeter,

dieser Brief ist in der Tat ein sehr schöner Beleg. Gratuliere!

Ich denke, die Reihenfolge der Stempel ist wie folgt:

1) Schleitheim 17.11.1888 (auf den Marken)
2) Schaffhausen 17.11.1888 (östlich)
3) ambulant Bahnpoststempel Schweiz 17.11.1888
4) ambulant, anderer Bahnpoststempel Schweiz 17.11.1888
5) Bahnpoststempel "Chiasso - Milano" (18.11.)
6) Bologna (18.11.88)
7) Pieve di Cento (Ankunftsstempel) 18.11.1888

Es ist leider nicht die Regel, dass der Postweg so sauber dokumentiert ist. Umso mehr freuen wir uns, wenn das so lückenlos vorhanden ist!

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Gernesammler Am: 06.09.2015 20:08:49 Gelesen: 59977# 140 @  
@ SH-Sammler [#138]

Hallo Hanspeter,

kann ich mich nur anschliessen ein toller Beleg.

Gruß Rainer
 
10Parale Am: 26.09.2015 15:14:18 Gelesen: 59535# 141 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#1]

Eine 5 Rappen Postkarte wurde zusätzlich mit einer 20 Rappen stehenden Helvetia auf den Weg gebracht von VEVEY nach St. Gingolph - 1900.



In Luzern frankierte der Absender eine CHARGE Brieflein mit einer 20 Rappen (Zumstein 66a) nach Wolhusen - 1885.

Die Erklärung des Portos und der Einzelheiten überlasse ich den Spezialisten, denn wie sagte Sokrates: "Ich weiß, dass ich nichts weiß".

Liebe Grüße

10Parale


 
jahlert Am: 26.09.2015 16:18:34 Gelesen: 59526# 142 @  
@ 10Parale [#141]

Die Postkarte wurde für eine Nachnahme verwendet. Vielleicht steht die Rechnung dazu auf der Rückseite. Als Zuschlagstaxe finde ich -.20 Fr. (in 1862 bis 1884) bei einem Nachnahmebetrag von 11.20 Fr. Gebührenerhöhungen wurden erst später erfunden. ;-)

Gruß Jürgen
 
ziffer-freak Am: 27.09.2015 08:51:10 Gelesen: 59459# 143 @  
@ 10Parale [#141]

Die Aufschlüsselung der Tarife ist für deine beiden Belege relativ einfach!

Karte: 5 Rp. Inlandtarif für eine Postkarte, plus 20 Rp. Nachnahmetarif (10 Rp. Grundtarif bis 10 Fr., danach nochmals 10 Rp. pro weitere angefangene 10 Fr.)

Brief: 10 Rp. Inlandtarif für einen Brief, plus 10 Rp. Einschreibetarif

Gruss Andy
 
Gernesammler Am: 09.10.2015 20:16:44 Gelesen: 59103# 144 @  
Hallo Sammlerfreunde,

hier mal die letzten Ergebnisse eines Flohmarktbesuchs, da standen etliche stehende Damen einsam am Stand und warteten nur darauf mitgenommen zu werden.
Das sind nur einige von ihnen, bestimmt wurden alle nach dem Zumstein Katalog.

Gruß Rainer




 
Heinz 7 Am: 29.10.2015 00:04:50 Gelesen: 58628# 145 @  
@ Gernesammler [#144]

Einige schöne Stücke hast Du da ergattert!

Ich zeige Euch heute ein Briefchen von 1907:



1882 erschienen die ersten Briefmarken dieser Ausgabe "Stehende Helvetia". Sie hatten eine Gültigkeitsdauer bis Ende 1924. Die Ausgabe wurde (zusammen mit der Ausgabe "Kreuz und Wertziffer") jedoch 1907/1914/1908 abgelöst durch die Ausgaben "Tellknabe", "Tellbrustbild" und "Helvetia mit Schwert".

Diese Marke wird katalogisiert als Zumstein Nr. 93 A (Michel Nr. 81 C), also eine der letzten dieser Reihe. Sehr schön gestempelt, nebenan ein zweiter Stab-Stempel "AFFOLTERN a/A." (= am Albis). Es handelt sich um einen korrekt frankierten Auslandbrief.

Gute Nacht
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.12.2015 22:39:20 Gelesen: 57581# 146 @  
@ Heinz 7 [#145]

Wir haben hier schon viele schöne "Stehende" gesehen. Wir wissen auch, dass es ein paar ganz seltene Stücke gibt. Ich kann heute eine zeigen, wenn auch nicht ein Eigenbestand (leider), sondern eine Abbildung aus einer Händlerinserat.



Diese Marke, Zumstein Nr. 97 B ist "wahnsinnig" selten, es soll davon nur fünf Stück geben! (Michel 91 C). Normalerweise hat diese Marke (Faserpapier!) die Zähnung 11.5:12 = 14 Vertikalzähne, diese aber hat Zähnung 11.5:11 = 13 Vertikalzähne.

Gemäss Inserat wurde diese Marke seit 1998 nie mehr angeboten. Sie hat einen Katalogwert von CHF 26'000.

Es kann sich also lohnen, seine Bestände einmal genauer anzusehen. Solche Zähnungs-Seltenheiten schlummern manchmal jahrzehntelang unerkannt in grösseren Sammlungen.

Guten Wochenstart morgen
Heinz
 
10Parale Am: 27.02.2016 22:39:31 Gelesen: 55068# 147 @  
@ forum [#1]

Am 26.III.1891 mit Zumstein Nr. 67A frankierter Brief von Basel nach Yokohama (Japan). 25 Rappen genügten. Gut auszumachen, dass der Brief über Brindisi (Italien) lief und dann wohl von dort seinen Weg nach Japan nahm. Rückseitig unklare, aber dennoch erkennbare Stempel on Brindisi und Yokohama in Japan.

Ich bin begeistert von alten nationenübergreifenden Briefen. Gerade in dieser schwierigen weltpolitischen Phase, in der Nationen daran denken, überall Zäune und neue Mauern zu erbauen, sind sie ein Beleg für die freie, zugängliche Welt, wie sie ursprünglich vom Schöpfer wohl für die Menschheit gedacht war.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 06.03.2016 00:19:15 Gelesen: 54691# 148 @  
@ Heinz 7 [#146]



Bei dieser Marke entdeckte ich keine Fasern im Papier, also ist es keine (Zumstein) Nummer 97 (Michel 91), sondern eine Nummer 89 (Michel 77).

Mit 14 Vertikalzähnen ist auch die "Feinzuteilung" möglich: Zumstein 89 B = Michel 77 A.

Also: sieht gleich aus, wie 97 B (in Beitrag Nr. [#146]), ist aber keine Grossrarität. Hier als Frankatur auf einem Nachnahmebeleg. Ob es sich nun um eine Bunt- oder eine Mischfrankatur handelt, dazu gibt es verschiedene Meinungen: werden die Ausgaben "Kreuzziffer" und "Stehende Helvetia" als EINE Ausgabe betrachtet (0.02 - 0.15 = Ziffer, 0.20 - 3.00 = Stehende Helvetia), dann ist es eine Buntfrankatur; werden sie als zwei Ausgaben betrachtet, ist es eine Mischfrankatur.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 09.05.2016 23:29:57 Gelesen: 51771# 149 @  
Die 20 Rappen-Marke war der kleinste Wert dieser Ausgabe. Die Wertstufen CHF 0.02 - 0.15 (zwei Rappen bis 15 Rappen) wurde abgedeckt durch die Ausgabe Kreuz & Wertziffer, für die Werte CHF 0.20 - 3.00 diente die Stehende Helvetia. Sie war 42 Jahre lang im Einsatz.

Anbei ein schöner Beleg von Hottingen nach Hedingen, 25. Januar 1889.



Rückseitig der Ankunftsstempel "HEDINGEN 26 I 89"

Heinz
 
SH-Sammler Am: 26.05.2016 21:02:46 Gelesen: 50919# 150 @  
@ 10Parale [#147]
@ Heinz 7

Hallo,

nach dem Yokohama - Brief von "10Parale" zeige ich einen weiteren Asien Beleg. Seht selbst:

,

Eingeschriebener Brief von Schaffhausen über Singapore nach Palembang Sumatra (damals Niederlaendisch Indien, heute Indonesien).

Taxe: Doppelte Taxe für R-Brief in einen UPU Mitgliedstaat = 50 Rappen, gestempelt am 11.VIII.1904. Der Leitweg ist erst ab Singapore nachvollziehbar. Evtl. steht der Bleistiftvermerk "Voil Russel" für den Namen eines Schiffes.

Leider ist der Regimentsarzt schon weitergereist, siehe Stempel "Vertrokken / parti" (holländisch / französisch) plus handschriftlicher Vermerk "Harbin, Manchourye" (heute China). Rückseitig sieht man, dass der Brief von Palembang zurück nach Singapore ging und weitergeleitet über Hong Kong lief.

Anscheinend war der Adressat in Harbin nicht auffindbar, auf dem Brief ist wiederum handschriftlich "Return" vermerkt. Nach fast 4 Monaten kehrte der Brief am 2.XII.1904 an seinen Ausgangsort Schaffhausen zurück.

So, das war ein Ausflug in die halbe Welt, der Geographielehrer lässt grüssen.

Wünsche Euch einen schönen Abend

Hanspeter
 
Gernesammler Am: 07.09.2016 19:52:29 Gelesen: 47208# 151 @  
Hallo Sammlerfreunde,

diesen Postanhänger von 1902 habe ich vor kurzem bekommen, dieser war wahrscheinlich an einem Geldsack mit einem Inhalt von 10000 Schweizer Franken befestigt. Dieser Sack wog 50 Kg und wurde versendet aus Olten nach Solothurn zur Kantonalbank.

Für die Frankatur verwendete man die 1 und 3 Franken Marke der stehenden Helvetia (Zumstein Nr.71 E und 72 Da sowie einer 64 B 15 Centimes Kreuz und Wertziffer.

Gruß Rainer


 
Heinz 7 Am: 25.02.2018 14:01:12 Gelesen: 22081# 152 @  
@ SH-Sammler [#150]

Ein sehr schöner Beleg, Hanspeter!

(und eine sehr späte Reaktion auf Deinen Beitrag!)

Dass die Stehende Helvetia nicht in Vergessenheit gerät, dafür sorgt nun auch das eher kleine Auktionshaus "Cuche" (Chézard-Saint-Martin / Schweiz). Diese Firma bringt nämlich im März ein sensationelles Angebot an grossen Einheiten der Dauerserie: "Stehenden Helvetia". Die Auktion findet in Neuchatel statt.



In 119 Losen wird eine unglaubliche Sammlung dieser beliebten Marke angeboten: alles ungebrauchte Einheiten; dutzende von Halbbogen sind dabei.

Das nötige "Kleingeld" vorausgesetzt kann man hier eine Sammlung zusammenkaufen, die kaum mehr Wünsche offenlässt!

Heinz
 
SH-Sammler Am: 26.02.2018 05:38:01 Gelesen: 22015# 153 @  
@ Heinz 7 [#152]

Hallo Heinz,

schön, dass Du den Faden wieder aufgenommen hast.

So möchte auch ich wieder etwas beitragen und zeige einen Charge-Brief ins Ausland.

,

Luzern, 10. Aug. 1905 nach Luino, Italien, aufgegeben um 10 Uhr vormittags.

Verwendete Briefmarken: 66E und 68D.

Die Brieftaxe betrug 25 Rappen plus Einschreibtaxe 25 Rappen = total 50 Rp.

Rückseitig findet sich ein schwacher (wahrscheinlich italienischer) Bahnstempel FERROV…ia.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 01.03.2018 09:31:38 Gelesen: 21847# 154 @  
Hallo alle,

bei Philaseiten läuft was. Es vergehen keine 2 Tage, ist ein Beitrag schon wieder auf Seite 2, und somit aus dem Sichtfeld der Sammler verschwunden. Daher mein nächster Beitrag zu diesem schönen Thema, um die Präsenz der Schweizer Briefmarken und Belege etwas hervorzuheben.

Als nächstes zeige ich ein Nachnahme-Streifband, welches für den Versand eines Druckerzeugnisses nach Deutschland verwendet wurde.



Schaffhausen nach Eberfingen im Wutachtal. Mit der Nachnahme wurde der Beitrag von Fr. 1.20 eingefordert. Dazu kommt das Porto für die Fahrpost von Fr. 1.10. Der Gesamtbetrag wurde im Austauschbüro in Waldshut umgerechnet zu 1 Mark 88 Pfennig.

Man könnte meinen, dass Eberfingen im Grenzrayon liegt. Nur wurde der Grenzrayon zwischen den deutschen Staaten und der Schweiz Mitte 1883 für die Fahrpost abgeschafft. Statt 80 Rappen Taxe wie früher musste 1.10 bezahlt werden. Dass die 10-er Marke abgeschnitten ist, hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Marke teilweise auf die Druckschrift geklebt und beim Öffnen abgerissen wurde.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 05.03.2018 05:29:13 Gelesen: 21684# 155 @  
Hallo alle,

heute ein etwas besserer Brief, eine Ganzsache „Tüblibrief“ 25 Rappen mit Zusatz-Mischfrankatur:



Zürich, 24. V. 1894 nach New York, aufgegeben um 8 Uhr abends.

Verwendete Briefmarken: 69C und 61(B).

Die Brieftaxe ins Vereins-Ausland betrug 75 Rappen für normale Briefe bis 15g. Rückseitig ist nur noch ein kleiner Teil eines Ankunftstempels zu sehen

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 07.03.2018 07:10:03 Gelesen: 21642# 156 @  
Hallo,

hier eine weitere, noch schönere Ganzsache „Tüblibrief“ 25 Rappen mit Zusatzfrankatur aus der zweisprachigen Stadt Biel / Bienne im Kanton Bern.



Bienne, 28. III. 1894 nach Bremen, Ortsstempel noch ohne Zeitangabe.
Eingeschriebener und versiegelter Wertbrief / Begleitbrief zu Paket mit Inhalt gem. „Inhalts Erklg.“

Verwendete Briefmarken: 67C und 71C.

Der Brief (mit Paket) lief mit der Fahrpost über Frankfurt nach Bremen, wo er nach 2 Tagen ankam. Die normale Brieftaxe wäre 25 Rappen. Dann kommen jedoch noch die Zuschläge für das Einschreiben = 25 Rappen und den Wertbrief (= 10 Rp / 300 Fr...) = 50 Rappen dazu. Zu allerletzt ist noch der Fahrpostzuschlag fällig. Da heisst es, mit Datum ab 01. Juli 1893: Pakete bis max. 5kg Gewicht, vom und nach dem Ausland = 50 Rappen. Somit sind wir bei der Gesamttaxe von 1.50 Fr. wie auf dem Brief ausgewiesen.

Für die Interpretation des eingefassten Rechteckstempels A1 Decl. bitte ich die Deutschlandspezialisten, mich diesbezüglich zu „erhellen“. Sie können sicher weitergehende Informationen dazu aufzeigen.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
10Parale Am: 20.05.2018 15:45:54 Gelesen: 18560# 157 @  
@ SH-Sammler [#156]

Hier 2 Belege aus der Schweiz mit jeweils einer stehenden Helvetia zu 25 Rappen, wie sie uns briefmarkenwirbler in [#109] in den verschiedenen Farbkomponenten vorgestellt hat.

Solche Belege finden sich noch recht oft in Wühlkisten und auf dem Flohmarkt. Interessant ist hier die Destination. Der Brief geht in die französische Kolonie Algerien, einmal der von Basel nach Aumale im département Alger, einmal von Langenbruck nach Souk-Ahras im département Constantine (rückseiiger Stempel).

Mit dem 3. Beleg verlasse ich dieses Thema, jedoch nicht ohne Absicht.

Während der Schweizer Absender am 9.IV.1902 für diesen kleinen Brief 25 Rappen zu zahlen hatte, musste der englische Absender in London an die gleiche Destination in Aumale am 27. Januar 1902 2 1/2 Pence entrichten (Grossbritannien Michel Nr. 89). Hier kann man einen Portovergleich wagen.

Liebe Grüße

10Parale




 
Heinz 7 Am: 21.05.2018 15:02:21 Gelesen: 18488# 158 @  
Eine 40 Rappen-Marke, Zumstein 76 F, mit dem passenden Stempel zu finden (Heimatsammlung), ist auch keine Selbverständlichkeit.



Ich freue mich, diese Marke zu den anderen dazustellen zu können!

Heinz
 
philaworld Am: 06.01.2019 03:18:31 Gelesen: 5045# 159 @  
@ Kanalsauger [#32]

Hallo,

hier handelt es sich um den Stemple Colombier /NE im Kanton Neuchatel. Passt auf jedenfalls genau zu den Abstempelungen aus meiner Heimatsammlung Colombier /NE. Colombier im Katnon Waadt heisst meistens Colombier s. Morges. Abstempelungen von Colombier sur Morges sind selten, während Colombier Neuchatel häufiger zu finden ist.


 

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