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Thema: Postzustellungsaufträge und Postzustellungsurkunden Belege
Das Thema hat 138 Beiträge:
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Stefan Am: 13.07.2020 20:13:20 Gelesen: 34639# 114 @  
@ Journalist [#113]

nun aber auch noch an alle zuerst ein Scan aus der aktuellen Wirtschaftswoche Nr. 29 Seite 54 über den insolventen Privatpostdienstleister "Direktexpress" aus Ulm.

Damit dein Beitrag nicht so belegenackig bleibt, nachfolgend ein Exemplar, welches bei Direkt Express (aus 89081 Ulm) durchlief. Es handelt sich um den Versandumschlag für einen verschlossenen Postzustellungsauftrag. Der Versandumschlag selbst wurde nicht zugeklebt, d.h. die nassklebende Briefumschlagklappe lässt sich problemlos zur Seite klappen.



Bei dem Absender des eigentlichen Postzustellungsauftrages handelt es sich um eine Behörde aus 56723 Mayen.

Gruß
Pete
 
Journalist Am: 22.09.2020 11:05:13 Gelesen: 32343# 115 @  
@ Journalist [#113]
@ Pete [#114]

Hallo an alle,

war obige Firma eventuell mit "Jurex" in irgend einer Form verbunden ?

siehe auch folgender Beleg als Beispiel:



Gesucht werden auf alle Fälle Infos zu Jurex - jeder Hinweis egal wie groß hilft, danke

viele Grüße Jürgen
 
nagel.d Am: 25.09.2020 20:50:38 Gelesen: 32244# 116 @  
@ Journalist [#113]

Derzeit kenn ich das Dillemma zu gut, da meine Dienststelle momentan strikt trennen muss.

Die normale Post ohne Einschreiben und PZA (Postzustellungsaufträge) gehen an einen Privaten "Postdienstleister"; dieser frankiert diese und übergibt sie der Deutschen Post zum weiteren Transport und zur Zustellung.

Einschreiben und PZA müssen wir zur Deutschen Post an den Schalter bringen bzw. durch die Deutsche Post abholen lassen. Dies geschieht mittels Einlieferungslisten. Das Kuriosum jetzt die Aufträge für die PZA kann ich morgens bei Abholung unserer Postfachsendungen nicht am dortigen Schalter einliefern. Dazu muss ich 2 Stunden später an den normalen Schalter und mich in der Reihe anstellen.

Weiterhin kann interne Dienstpost über die Verteilung des privaten laufen. Und zur Krönung kommt eine Behindertenwerkstatt, die die Pakete abholt und diese dann bei DHL einliefert.

Das ganze wegen der Mehrwertsteuer.
 
Journalist Am: 26.09.2020 10:15:03 Gelesen: 32206# 117 @  
@ nagel.d [#116]

Hallo Nagel.d,

danke für die Schilderung eines Betroffenen aus der Praxis der Umsetzung.

Nun aber auch noch an alle,

beim Sortieren von PZA habe ich folgende Sendung gefunden:



Von vorne sieht alles nach einer normalen Sendung aus - hinten befindet sich aber ein weiterer Aufkleber, den ich derzeit nicht zuordnen kann:



Die Sendung wurde also entweder von der Privatpost .... ? an die gelbe Post übergeben und mit einem AFS von .... ? freigemacht

oder die Sendung sollte anfangs mit der Privatpost verschickt werden und wurde dann doch vom Absender selbst über die gelbe Post frankiert ?

Wer kann hier zum Aufkleber und zum Besitzer der Freistempelmaschine sachdienliche Hinweise geben ?

Schon jetzt danke für entsprechende Teilinfos - viele Grüße

Jürgen
 
Stefan Am: 26.09.2020 10:20:12 Gelesen: 32201# 118 @  
@ Journalist [#117]

Die Sendung wurde also entweder von der Privatpost .... ? an die gelbe Post übergeben und mit einem AFS von .... ? freigemacht

UPOC beginnend mit 010074 = MZZ Briefdienst aus Halle/Saale [1][2] ;-)

Gruß
Pete

[1] https://www.mzz-briefdienst.de/
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=6603&CP=0&page=0
 
volkimal Am: 17.02.2021 15:47:12 Gelesen: 25433# 119 @  
Hallo zusammen,

ein Umschlag für 11 Postzustellungsaufträge vom Oberkreisdirektor des Kreises Minden-Lübbecke an das Postamt in Minden:



Am 24.9.1990 war pro Postzustellungsauftrag ein Porto von 6,- DM erforderlich. Das Gesamtporto wurde mittels eines Absenderfreistempels über 66,- DM beglichen.

Viele Grüße
Volkmar
 
nagel.d Am: 17.02.2021 17:57:01 Gelesen: 25391# 120 @  
@ Journalist [#117]

Der abgebildete Umschlag ist nur der Umschlag mit dem der Brief an den Betroffenen ans Briefzentrum/Zustellpostamt versandt wird, und das eventuell nicht über den Privatanbieter.

Der Label kann durchaus von einem privaten örtlichen Postdienstleister sein.
 
Ichschonwieder Am: 17.02.2021 18:17:43 Gelesen: 25382# 121 @  
Hallo Jürgen,

das hatte doch Pete schon geschrieben, das Label ist vom MZZ Briefdienst, 01 0074. Der Werbeteil in der FR ist auch vom MZZ Briefdienst, hatte MZZ auch schon in der alten Maschinen für die Weitergabe an die DP. Die Stadt Lutherstadt Wittenberg ist bereits seit 2009 Kunde vom MZZ Briefdienst.

VG Klaus Peter
 
Briefuhu Am: 07.05.2021 18:56:06 Gelesen: 21836# 122 @  
Hier ein Infinnations-Dokument vom 01.10.1863 aus Berlin. Soweit ich das Dokument lesen konnte dürfte sich es hier um einen Vorläufer der Postzustellungsurkunde handeln.



Vielleicht kann ja jemand dazu etwas schreiben.

Schönen Gruß
Sepp
 
epem7081 Am: 08.05.2021 18:42:11 Gelesen: 21757# 123 @  
@ Briefuhu [#122]

Hallo Sepp,

mit Deiner Vermutung liegst Du richtig. Hier die Erläuterung zum Post-Insinuations-Dokument:

Post-Insinuations-Dokumente, später auch Post-Behändigungs-Scheine genannt, wurden im 19. Jahrhundert bei besonders wichtigen Postsendungen verwendet, um den Empfang der Sendungen nachweisen zu können. Insbesondere bei Sendungen des Gerichts oder beim Versenden wichtiger Urkunden, wurde das Post-Insinuations-Dokument gewählt. Das Wort Insinuation kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet in etwa die 'Eingabe eines Schriftstückes an das Gericht'. Die heutige Entsprechung ist die Postzustellungsurkunde bzw. der Postzustellungsauftrag.
Sammelbereich: Briefmarken
[1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://www.sammlerwissen.de/sammlerglossar-post_insinuations_dokument-64.php
 
Briefuhu Am: 08.05.2021 21:13:33 Gelesen: 21732# 124 @  
@ epem7081 [#123]

Hallo Edwin,

vielen Dank für Deine Erklärungen.

Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 29.10.2021 19:51:02 Gelesen: 14160# 125 @  
Hier ein Postauftrag vom 04.04.1951 als R-Brief von Stockheim nach Kelkheim von der Firma Hermann Rothhaupt, frankiert mit Absenderfreistempel 90 Pfennige. Auf der Rückseite Stempel vom 06.04.1951 von Frankfurt und Kelkheim.



Schönen Gruß
Sepp
 
Araneus Am: 31.10.2021 18:30:18 Gelesen: 14032# 126 @  
Ich möchte heute einen Absenderfreistempelabdruck des Polizeipräsidiums Potsdam vom 13.07.1995 vorstellen, der den Zusatz " Zustellurkunde" trägt:



Maschinentyp: Francotyp-Postalia “EFS3000/NEF300”

Schöne Grüße
Franz-Josef
 
Journalist Am: 31.10.2021 19:30:48 Gelesen: 14010# 127 @  
@ Briefuhu [#125]

Hallo Sepp,

ein schöner Beleg - das passt auch gut zu Kelkheim, das früher mal auch als Möbelstadt bekannt war - hier waren früher einmal einige Holzverarbeitungsbetriebe. Einer davon hat eventuell bei der gezeigten Firma Furniere bestellt und vielleicht dann nicht gezahlt.

Viele Grüße Jürgen
 
StefanM Am: 01.11.2021 07:52:07 Gelesen: 13948# 128 @  
@ Journalist [#113]

Soweit ich gesehen habe kosten PZA immer noch 4,11 Euro. Wenn die MwSt zu Unrecht erhoben wird, gäbe es doch bestimmt Gerichtsverfahren dagegen?
 
Journalist Am: 01.11.2021 15:19:53 Gelesen: 13905# 129 @  
@ StefanM [#128]

Hallo Stefan und an alle,

ja deine Frage ist berechtigt, aber hinter den Kulissen tut sich etwas. Das Bundesfinanzministerium hat hier bezüglich der Umsatzsteuer für PZA mit Datum vom 28.9.2021 mitgeteilt, das sich hier doch etwas ändert, hier wurde bei Abschnitt 4.11b.1 im Absatz 2 nach Nummer 5 ein neuer ergänzender Absatz mit Nummer 6 angefügt.

Dies muss nun schrittweise in die Praxis umgesetzt werden, die Software und die bisherigen Regelungen bei der Post müssen geändert werden, dies dürfte aber nicht von heute auf morgen gehen, ich vermute, das die Änderung zum 1. Januar 2022 in Kraft treten wird.

Weitere Recherchen dazu bei der Post laufen noch.

Viele Grüße Jürgen
 
Nachtreter Am: 01.11.2021 16:46:11 Gelesen: 13886# 130 @  
@ Briefuhu [#125]

Handelt es sich hierbei nicht viel eher um einen sog. Postprotestauftrag? Dieser wäre mit einem Postzustellungsauftrag nicht annähernd zu vergleichen!

Viele Grüße

Nachtreter
 
Ichschonwieder Am: 16.11.2021 21:56:22 Gelesen: 13287# 131 @  
Versandumschlag in grau für 2 Postzustellungsaufträge mit Marken in Doppelnominale. 10 x 220 (Pfenning) bzw. 10 x 1,12 €. Das Datum im Stempel kann ich leider nicht genau erkennen. Eventuell 12.02.2001.



VG Klaus Peter
 
Briefuhu Am: 16.11.2021 22:20:52 Gelesen: 13280# 132 @  
@ Nachtreter [#130]

Tut mir leid, dass ich heute erst antworte, hab es aber erst jetzt gelesen. Du könntest schon recht haben, dass das für die Post so eine Art Inkassogeschäft war und kein Postzustellungsauftrag.

Schönen Gruß
Sepp
 
Christoph 1 Am: 27.11.2021 14:38:16 Gelesen: 12759# 133 @  
@ Ichschonwieder [#131]

Hallo Klaus-Peter,

das Entgelt für einen Postzustellungsauftrag betrug bis 31.12.2001 DM 11,--. Ab 1.1.2002 (Einführung Euro) kostete das dann 5,62 €.

Daraus ergibt sich, dass der von Dir gezeigte PZA-Umschlag vom Februar 2001 sein muss (Stempeldatum 12.2.2001), denn nur dann ergibt sich eine portorichtige Frankierung von 22,- DM. Das Jahr 2001 ist zwar im Stempel nicht eindeutig erkennbar, aber vor 2001 kann es nicht sein, weil die frankierte Mi-Nr. 2158 ja erst im Januar 2001 erschienen ist. Und nach 2001 kann es auch nicht sein, weil im Februar 2002 bereits ein Porto von 11,24 € nötig gewesen wäre - die hier frankierten 11,20 € hätten nicht mehr ausgereicht. Ob aber möglicherweise dieser geringe Unterschied für eine gewisse Übergangszeit noch toleriert wurde, kann ich nicht sagen. Die Jahreszahl im Stempel sieht aber eher nach einer 1 aus als nach einer 2. Und alles ab 2003 ist aufgrund des Portos definitiv nicht möglich.

Gruß
Christoph
 
Journalist Am: 27.11.2021 18:54:34 Gelesen: 12718# 134 @  
@ Ichschonwieder [#131]
@ Christoph 1 [#133]

Hallo Christoph und an alle,

der Brief ist bzw. wäre auch im Februar 2002 aus meiner Sicht portogerecht frankiert, den es kommt hier darauf an, wie ich die DM in die Euro umrechne

a) rechne ich jeweils die einzelne Briefmarke und runde

b) oder rechne ich jeweils die Gesamtsumme in DM und rechne dann um und runde

> dies ergibt einen feinen aber entsprechenden Unterschied.

1 DM = 0,51129 Euro

1 Euro = 1,95583 DM

Rechne ich nun die 22 DM in Euro um so erhalte ich 11,24 Euro - also genau die Summe die auch laut Entgelten zu zahlen wäre,

würde ich hier aber die Einzelwerte umrechnen und runden dann käme ich natürlich nur auf 11,20 Euro -> würde ich nun diese Summe zurück in DM rechnen, wären es plötzlich nur noch 21,90 DM - die Briefmarken hätten also in der Summe 10 Pfennig verloren :-) - wer hat sich nun diese Summe eingesteckt. :-)

Daher ist zu jener Zeit die Prüfung des richtigen Portos schon etwas verzwickt.

Viele Grüße Jürgen
 
Christoph 1 Am: 28.11.2021 00:30:39 Gelesen: 12675# 135 @  
@ Journalist [#134]

Danke, Jürgen, für die interessanten Informationen!

Wieder was gelernt.

Hier noch zur Auflockerung ein Umschlag, der mal 7 PZA enthielt und dementsprechend mit einem Entgelt von 77,- DM freigemacht wurde.



Gruß
Christoph
 
Ichschonwieder Am: 10.03.2022 11:22:16 Gelesen: 7551# 136 @  
Äußerer Umschlag für den Versand von Postzustellungsauftrag(aufträge), in diesem Fall 1.

Der Auftrag für den Kunden Agentur für Arbeit 29320 Hermannsburg konnte durch die Citipost Celle nicht selbst erbracht werden, deshalb Übergabe an die DP AG. Versanddatum 11.09.2009.



VG Klaus Peter
 
epem7081 Am: 24.07.2022 23:01:44 Gelesen: 842# 137 @  
Hallo zusammen,

zu den eher ungewöhnlichen Stücken aus dem Erwerb größerer Belegeposten gehört dieses Postformular der österreichischen Post in der Anmutung einer "Postzustelungsurkunde mit Rückschein", auch wenn dieser Begriff nicht ausdrücklich auftaucht.

Am 29.7. 1928 wurde in DEUTSCH LANDSBERG / b eine offenbar wichtige Postsendung an einen Sägewerksbesitzer in Stainz geschickt und deren Ankunft bzw. Übergabe unterschriftlich bestätigt und postalisch am 29.V.1928 dokumentiert: STAINZ / * b *. Die Rückseite ist übrigens unbedruckt.




Die Perforationslinie an der oberen Kante des Belegs legt die Vermutung nahe, dass hier ein Gegenstück zur weiteren Dokumentation angebracht war. Kann Jemand einen vergleichbaren kompletten Beleg ins Forum einbringen?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
HWS-NRW Am: 25.07.2022 11:24:55 Gelesen: 774# 138 @  
Hallo und einen guten Morgen,

beim Philaseiten-Treffen am letzten Samstag habe ich ein paar nette Belege bekommen, die ich zwar nicht unbedingt sammle, aber postgeschichtlich super finde.







Für unsere Blumen-Experten schöne Belege, aber auch der letzte gefällt mir optisch gesehen sehr, hier war wohl ein Philatelist am Werk.

mit Sammlergruß
Werner
 

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