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Thema: Tansania: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 158 Beiträge:
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saeckingen Am: 05.06.2020 18:30:24 Gelesen: 30906# 134 @  
Als zweites noch ein Brief, der die Auflösung der Ostafrikanischen Gemeinschaft 1977 dokumentiert.



Es handelt sich um einen Brief mit Mehrfachfrankatur des 40c Wertes der Dauerserie Schmetterlinge, der am 2.7.1977 von Nzega/Tansania nach Nairobi/Kenia lief. Empfänger war eine Versicherungsgesellschaft.

Obwohl es sich nur um einen kleinformatigen gewöhnlichen Brief handelt, wurde der Umschlag für eine Zollkontrolle geöffnet und mit einem Verschlussstreifen der East Africa Post and Telecommunication Corporation verschlossen und mit einem Stempel des Zolls in Dar-es-Salaam versehen. Der Streifen trägt die Inschrift Customs Examination - opened in East Africa. Er stammt also noch aus dem gemeinsamen Bestand, der in Kenia, Tansania und Uganda verwendet wurde - vermutlich war es nie angedacht, dass er auch auf Post innerhalb dieser Gebiete Verwendung finden wird. Vermutlich wurde nach Geld gesucht.
 
saeckingen Am: 15.06.2020 10:43:45 Gelesen: 30806# 135 @  
Postkarte per Luftpost von Dar-es-Salaam/ Tansania nach Kismaio/ Somalia.



Gestempelt Dar-es-Salaam 28.3.76 und Ankunftstempel Kismaio 5.4.76. Frankiert mit je einem Wert zu 60c und 70c der Schmetterlingsdauerserie von 1973 um das Luftpostporto von 1/30 zu erreichen.

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Afrika: Echt gelaufene innerafrikanische Belege"]
 
saeckingen Am: 15.06.2020 10:47:53 Gelesen: 30814# 136 @  
Luftpostbrief aus Musoma/Tansania nach Braunschweig. Frankiert mit 8/- Tansania Mi. Nr. 410 vom 27.7.87.



Gestempelt Braunschweig 1 Nachträglich entwertet -Unterscheidungsbuchstaben bg vom 3.9.87.

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachträglich entwertet"]
 
saeckingen Am: 15.06.2020 11:10:38 Gelesen: 30810# 137 @  
Luftpostbrief von Dar-es-Salaam/ Tansania nach Kigali/ Ruanda.



Gestempelt mit Maschinenstempal Dar-es-Salaam 12.11.71, rückseitig Ankunftstempel Kigali 27.11.71 und Abgangstempel Kigali 30.11.71. Mit Hinweistempel INCONNU / ONBEKEND (unbekannt) und RETOUR A L'ENVOYEUR (zurück an Absender). Interessant ist die Zweisprachigkeit Fränzosisch/Flämisch des unbekannt Stempels - ein Erbe aus der belgischen Kolonialzeit.

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Zurück und nachgeschickt"]
 
saeckingen Am: 24.06.2020 10:57:06 Gelesen: 30680# 138 @  
Luftpostbrief von Morogoro 11.3.1993 an die BBC in London.



Das Besondere an dem Stück ist der T(axe) -Stempel auf dem unterfrankierten Brief. Es handelt sich dabei um einen deutschen Stempel der als Standard in der Ausstattung an alle Postämter in Deutsch Ostafrika geliefert wurde. Im Reichsgebiet und in den anderen Kolonien wurden identische T(axe)-Stempel verwendet. Diese Stempel wurden - im Gegensatz zu den Ortsstempeln - in vielen Orten nach der Besetzung weiterverwendet, oft auch noch nach der Unabhängigkeit. Der Abschlag auf dem gezeigten Brief ist bisher der späteste der mir untergekommen ist. Das Postamt in Morogoro wurde am 25.1.1904 eröffnet - der Stempel wurde hier also fast 90 Jahre später immer noch verwendet.

Grüße
Harald
 
drmoeller_neuss Am: 24.06.2020 11:25:02 Gelesen: 30675# 139 @  
@ saeckingen [#138]

Es mag sein, dass der T-Stempel der originale aus der deutschen Kolonialzeit ist.

Aber dieser Brief hat keine weiteren Tax-Vermerke, die zu einer ordentlichen Nachporto-Erhebung notwendig sind. Woher soll die Post im Vereinigten Königreich den Fehlbetrag aus Tansania kennen? Es wurde auch keine Nachgebühr eingezogen (in Großbritannien durch Portomarken bzw. Freistempelaufdrucke).

Diesen Brief halte ich für eine Spielerei. Die Person hat am Stempeln mit dem alten Gerät viel Spass gehabt, so dass sie den Stempel gleich zweimal aufgedrückt hat. Eine Nachgebühr wurde damit nicht erhoben.

Oder der T-Stempel hatte eine andere Funktion, zum Beispiel bestimmte Briefe zu kennzeichnen.
 
Baber Am: 24.06.2020 15:05:02 Gelesen: 30662# 140 @  
@ Pete [#130]

Das Porto von 60 Cent könnte stimmen. Es müsste ungefähr dem Postkartenporto entsprechen. 1968 hat die britische Post und wahrscheinlich auch die Commonwealth-Länder statt Briefe und Drucksachen 1st Class und 2nd Class Mail eingeführt. Die 2nd Class Mail wurde langsamer befördert und war daher billiger. Ob ein 2nd Class Brief unverschlossen sein musste (wie früher eine Drucksache), kann ich nicht sagen.

Gruß
Bernd
 
saeckingen Am: 24.06.2020 17:46:45 Gelesen: 30646# 141 @  
@ drmoeller_neuss [#139]

Das ist bei den ostafrikanischen Sammlegebiten nicht selten. Ich habe viele Belege, die bezüglich des Nachportos nicht korrekt behandelt wurden und nur ein T aufweisen und die dann entsprechend im Ausland nicht mit Nachporto belegt werden konnten.

Dieser Brief ist keine Spielerei. Er stammt aus einem größeren Posten von Post an die BBC und ist im Vergleich zu anderen Belegen aus der Zeit auch deutlich unterfrankiert. Weitere Belege aus diesem Posten aus Ende 1992 und Anfang 1993 sind mit 80/- und 100/- frankiert. Es waren aber auch Belege mit noch geringerer Frankatur und ganz ohne Frankatur enthalten, die ohne jede Taxierung gelaufen sind.
 
BeNeLuxFux Am: 08.07.2020 19:24:42 Gelesen: 30374# 142 @  
Postkarte aus Daressalam nach Karlsruhe vom 13.05.1978. Frankiert ist die Karte mit 1/30.

Grüße, Stefan


 
Baber Am: 13.09.2020 09:23:06 Gelesen: 27895# 143 @  
Luftpostbrief vom 30.4.1969 von Mwanza am Victoria See in die USA



Mischfrankatur Tanzania 1,50sh + 1,00sh KUT, Gesamtfrankatur 2,50sh

Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 21.10.2020 20:06:16 Gelesen: 26598# 144 @  
Postkarte aus Tansania in den 1960er Jahren versendet in die Niederlande und frei gemacht mit einer Marke Kenias zu 70 Cent.

Leider gibt der Stempel kaum etwas her, um noch mehr aussagen zu können.



Viele Grüße
Michael
 
saeckingen Am: 22.10.2020 07:38:22 Gelesen: 26561# 145 @  
@ Michael Mallien [#144]

Leider gibt der Stempel kaum etwas her, um noch mehr aussagen zu können.

Die Karte wurde am 21. Oktober um 14:15 Uhr in Arusha gestempelt. Nur das Jahr fehlt leider.

Grüße
Harald
 
Michael Mallien Am: 22.10.2020 08:14:50 Gelesen: 26557# 146 @  
@ saeckingen [#145]

Hallo Harald,

danke für die Interpretation. Ich hatte mir nicht die Mühe gemacht nach einem passenden Ort zu suchen beginnend mit "AR" und einem fragwürdigen 3. Buchstaben. Meistens funktioniert es ganz gut, wenn mit einem besseren Abschlag des gleichen Stempels verglichen werden kann.

Interessant ist die Deutung des Stempelmonats "Oktober". Du hast recht; der obere Teil des ersten Buchstabens von "Oct" reicht völlig zur Identifizierung des Monats, denn es kommt kein anderer Monat infrage.

Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 09.11.2020 02:30:04 Gelesen: 25822# 147 @  
Aerogramm von Moshi nach Deutschland



Frankiert mit 1 Shilling (2x 10 c Eröffnung Erdfunkstelle Mwenge 1979, 2x 40 c Historia ya Stampu 1980), entwertet per Handstempel MOSHI TANZANIA vom 07.11.1980.



Beste Grüße
Thomas
 
Ichschonwieder Am: 21.07.2021 12:16:36 Gelesen: 15400# 148 @  
Urlaubsgrüße nach Deutschland



VG Klaus Peter
 
saeckingen Am: 24.10.2021 10:39:10 Gelesen: 12387# 149 @  
Heute kann ich als Neuzugang zu meiner Sammlung etwas zeigen, was ich noch nie zuvor irgendwo im Angebot gesehen habe. Es handelt sich um einen Rückschein für ein Einschreiben von Mtwara/Tansania nach Indien. Die Rückscheingebühr von 100/- wurde auf dem Schein verklebt und am 13.10.1993 im Mtwara entwertet.



Da es keinerlei Vermerke aus Indien gibt, wurde der Rückschein bei der Zustellung wohl übersehen und nicht zurückgeschickt oder das ganze Einschreiben ging als unzustellbar zurück.

Grüße
Harald
 
Baber Am: 19.11.2021 11:23:11 Gelesen: 11563# 150 @  
Ein Brief von der Insel Pemba an die Medical Tribune in Wiesbaden, gelaufen 1970



mit durchgestrichenem Airmail und Tax-Stempel. Eine mögliche Erklärung: Der Brief war als Luftpostbrief mit 40 Cent unterfrankiert, 60 Cent wurden dazufrankiert, was aber nur für einen Seepostbrief zu 1 Schilling reichte.

Oder andere Möglichkeit: Er war mit 1 Shilling statt mit 1,50 Shilling frankiert, daher der Tax-Vermerk. Da ein Luftpostbrief nicht unterfrankiert auf den Weg gehen konnte, wurde er als Seepostbrief befördert und Tax-Vermerk und Luftpost gestrichen.

Gruß
Bernd
 
Briefuhu Am: 30.03.2022 18:42:21 Gelesen: 6480# 151 @  
1986 erschien in Tanzania eine Serie von Marken "Insect of Tanzania", darunter auch die Marke mit der Biene. Hier auf einem Luftpostbrief von Babati nach Dortmund



Schönen Gruß
Sepp

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Bienen auf Briefmarken"]
 
Michael Mallien Am: 05.04.2022 20:47:32 Gelesen: 6251# 152 @  
Brief aus Bumbuli vom 15.6.2001 nach Welzheim, frei gemacht mit insgesamt 600 Shilling. Die Bedeutung der rückseitigen Nummer 67-2285 ist mir nicht bekannt.



Vorderseitig der Stempel BUMBULI / 15.06.2001 / TANZANIA
Rückseitig ein Durchgangsstempel SONI / A / 15.06.01 / TANZANIA



Die Orte liegen etwa 25 km voneinander entfernt.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 24.04.2022 11:28:38 Gelesen: 5214# 153 @  
Brief aus den 1980er Jahren nach Berlin (DDR), frankiert mit der MiNr. 206 zu 1 Shilling.

Leider gibt der Stempel kaum etwas her. Das Erscheinungsdatum der Marke war der 25.8.1982, also wird der Brief in der Zeit von 1982-1990 gelaufen sein.



Der T-Stempel 160/200 besagt einen Fehlbetrag von 160 Cent, also hätte der Brief mit 2,60 Shilling frankiert werden müssen.

Das Nachporto, sofern es denn eingezogen worden wäre, hätte 160/200 x 35 = 28 Pfennig betragen.

Viele Grüße
Michael
 
Stefan Am: 24.04.2022 11:55:26 Gelesen: 5209# 154 @  
@ Michael Mallien [#153]

Der T-Stempel 160/200 besagt einen Fehlbetrag von 160 Cent, also hätte der Brief mit 2,60 Shilling frankiert werden müssen.

Das Nachporto, sofern es denn eingezogen worden wäre, hätte 160/200 x 35 = 28 Pfennig betragen.


Ich frage mich, ob die Postverwaltung in Tansania bezüglich der Portostufen einen Unterschied zwischen einem sozialistischen Bruderstaat und dem sonstigen Ausland außerhalb des eigenen Kontinents gemacht hat. ;-)

Da kein weiterer Vermerk vorhanden ist, nehme ich an, dass die Sendung auf dem kostengünstigeren Landweg (also nicht per Luftpost) gelaufen ist.

Gruß
Stefan
 
saeckingen Am: 25.04.2022 08:42:02 Gelesen: 5139# 155 @  
Der Brief ist um 100 Cent (nicht 160 Cent) unterfrankiert - der gewöhnliche Brief (ohne Luftpost) hat zu der Zeit wie im Nenner des Tax-Bruches zu erkennen 2/- betragen.

Es gab in Tansania keine politische Gliederung der Portostufen, nur eine geographische. Ein Brief in die DDR hat immer das gleiche gekostet wie einer in die Bundesrepublik.

Grüße
Harald
 
Stefan Am: 04.06.2022 22:44:47 Gelesen: 2910# 156 @  
Auf dem heutigen Philaseiten-Treff [1] in Essen-Steele hatte ein Sammlerkollege einen Posten Belege aus Ostafrika mitgebracht und für einen adäquaten finanziellen Betrag zum Verkauf angeboten. Dieser Posten enthielt einige interessante Belege. Nachfolgend ein Exemplar aus diesem Fundus:



Inlandssendung aus ??? ("...NGURU...A") vom 13.10.1993 nach Dar-es-Salaam, Ankunft am 22.10.1993

Der Empfänger dieser Sendung ist in diesem Thema bereits wohlbekannt für Inlandssendungen - die britische BBC, Niederlassung in Dar. Vor einigen Jahren wurde ein Posten Belege à 2,00 Euro/Stück, adressiert an verschiedene BBC-Niederlassungen in verschiedenen afrikanischen Staaten, von einem britischen Händler auf der Briefmarkenmesse in Essen verkauft - ein gefundenes Fressen für gelaufene Inlandsbelege afrikanischer Staaten aus dem Bedarf. Die Belege gingen seinerzeit quasi weg wie warme Semmeln. Ich war an zwei Messetagen dort um die Belegekartons umzugraben und seinerzeit relativ viel Geld dazulassen; den Kauf bereue ich bis heute nicht. Hierbei handelte es sich bereits um die Reste (wobei "Reste" bei der Qualität des angebotenen Materials relativ war) von einer zuvor in London stattgefundenen Briefmarkenmesse. Auch die weiterhin offene Frage zum Nachdruck (lokale Nachauflage) oder Fälschung zum Schaden der Post aus Guinea [2] stammt aus diesem Posten BBC-Belege.

In diesem Fall wurden zwei Exemplare der Mi-Nr. A381 = gesamt Porto von 20 Shilling, frankiert. Gemäß den Angaben im Michel Ostafrika-Katalog (Ausgabe 2014) wurde der Großteil der Auflage durch einen Wasserschaden vernichtet. So wie es aussieht und auch andere (lose) Exemplare aus anderen Quellen belegen, wurden Restbestände Jahre später zeitverzögert an die Postschalter in Tansania zum Aufbrauch gegeben. Die nachträglich für das Jahr 1986 (1987) eingeschobene Katalognummer im Michel-Katalog deutet explizit auf eine nachträgliche Katalogisierung hin.

Gruß
Stefan

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5765&CP=0&F=1
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=6681&CP=0&F=1
 
Michael Mallien Am: 04.06.2022 23:48:54 Gelesen: 2901# 157 @  
@ Stefan [#156]

Gemäß den Angaben im Michel Ostafrika-Katalog (Ausgabe 2014) wurde der Großteil der Auflage durch einen Wasserschaden vernichtet.

Hallo Stefan,

nur ein Hinweis: Die Ausführungen im Michel-Katalog von 2014 sind im Ostafrika-Katalog 2021/2022 unverändert.

Ich gratuliere zu diesem, auf den ersten Blick unscheinbaren Beleg!

Viele Grüße
Michael
 
Stefan Am: 05.06.2022 10:54:06 Gelesen: 2885# 158 @  
@ Michael Mallien [#157]

Ich gratuliere zu diesem, auf den ersten Blick unscheinbaren Beleg!

Danke :-)

Der Belegeposten enthielt noch ein paar weitere kleine Leckerlis wie die zwei nachfolgenden Beispiele:



Sendung vom Bischof aus Iringa nach Aachen vom 19.06.1988

Zur Frankatur wurden zwei Briefmarken vernwedet, Gesamtnominale zu 12 Shilling. Als Besonderheit wurde jeweils eine Briefmarke (Mi-Nr. 344) und eine Dienstmarke (Mi-Nr. 40) verklebt.



Sendung aus Mtwara (laut Absenderangabe) nach Villingen-Schwennigen

Leider ist das Stempeldatum nicht lesbar. Zur Frankatur wurden fünf Briefmarken der Mi-Nr. 310 verwendet, Gesamt ein Porto von 25 Shilling. Postfrisch ist diese Ausgabe Massenware in Briefmarkenalben (lose oder als Kleinbogen per acht Briefmarken), gleiches gilt für die dazugehörende Blockausgabe (dito auch verzähnt oder ungezähnt als seinerzeit absichtlich produzierte Makulatur in der Druckerei). Gestempelt wird es dagegen etwas schwieriger, etwas zu finden.

Gruß
Stefan
 

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