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Thema: (?) (30) Grossbritannien: Poststreik 1971
Das Thema hat 33 Beiträge:
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alois4070 Am: 20.03.2011 11:25:20 Gelesen: 26354# 9 @  
Hallo Manfred,

vielen Dank für die schnelle Info und den Hinweis zu den Internas des Beleges.

Gruß
Ernst
 
asmodeus Am: 20.03.2011 16:27:17 Gelesen: 26320# 10 @  
Muß meinem Vorschreiber widerspechen: Wert eher 1-2 Euro. Diese Belege gibt es massenhaft.
 
Kalmimaxiss Am: 21.03.2011 08:31:39 Gelesen: 26289# 11 @  
dietbeck Am: 02.04.2011 18:06:25 Gelesen: 26180# 12 @  
Ist kein Postkriegsbeleg, sondern wie schon erwähnt ein Beleg des Poststreiks in GB von 1971. Wird aber immer wieder fälschlicherweise als Postkrieg angeboten.
 
doktorstamp Am: 02.04.2011 18:18:19 Gelesen: 26177# 13 @  
Zu jener Zeit sprangen Firmen wie Pilze aus denm Boden. Auch die Pfadfinder waren daran beteilgt. Meist bedienten sie nur den Ortsverkehr, weiteres unterblieb das Postmonopol, was kurze Zeit danach in einigen Bereichen erhoben wurde.

Es gibt eine Auflistungen der Marken, auch Literatur dazu. Davon habe ich gar nichts.

http://aolsearch.aol.co.uk/aol/search?s_it=topsearchbox.search&v_t=na&q=post+strike+1971+GB&rp=

Die Suchergebisse bei AOL zum Thema Post Strike. Selbstverständlich sind Englisch Kenntnisse erforderlich.

mfG

Nigel
 
Marcel Am: 27.12.2011 17:20:57 Gelesen: 24257# 14 @  
An die Experten unter Euch - habe hier einen Beleg bekommen der eine "Private Notausgabe" zur Zeit des britischen Poststreiks 1971 zeigen soll. Wer kann nähere Angaben zu dieser Marke machen - wäre prima.

viele Grüße Marcel


 
Kalmimaxiss Am: 27.12.2011 19:17:13 Gelesen: 24225# 15 @  
Marcel Am: 27.12.2011 20:09:10 Gelesen: 24216# 16 @  
@ Kalmimaxiss [#15]

Danke für den Link.

Gruß Marcel
 
Baber Am: 18.07.2013 14:28:24 Gelesen: 21050# 17 @  
Im Juni Heft des Journal of the Rhodesian Study Circle erschien von einem Zeitzeugen vor Ort verfasster Artikel (Tony Hawken: 1971 Malawi Overprint – U.K. Postal Strike) mit interessanten Details zu der Ausgabe von Malawi (Michel-Nr. 143), die als Zusatzfraktur zusammen mit dem roten Aufkleber S.A.D.S. für die private Auslieferung von Luftpostsendungen nach Großbritannien während des Poststreikes 1971 diente. Nach seiner Schilderung wurde dieser Überdruckwert von Montag, den 8.2.1971 bis Freitag den 12.2.1971 an nur wenigen Postämtern in Malawi verkauft. Am 9.2. wurden 600 und 11.2 1971 nochmals 1800 Sendungen produziert“ mit 9d Frankatur der Vogelserie auf Aerogrammen bzw. 1/6 auf Briefen und an eine Adresse in London verschickt.

Am Montag dem 15.2.1971 erfolgte die Umstellung auf Dezimalwährung. Der Überdruckwert wurde von den Postämtern zurückgezogen. Ein findiger Händler aus Großbritannien kaufte einen Teil des Bestandes auf und „produzierte“ eine größere Menge von Aerogrammen, die alle das Datum 1.3.1971 ausweisen und mit dem 8t Wert der Münzserie (Michel Nr. 145) frankiert sind. Adressiert sind sie an Alan Grant oder John Bing in Southampton oder London. Solche Belege werden häufig in den bekannten Internet-Plattformen angeboten.



Echter Bedarfsbrief vom 12.2.1971



"Gemachter" Beleg vom 1.3.1971

Auf Grund dieser Schilderung von Tony Hawken kann man recht gut echte Bedarfspost von philatelistisch produzierten Belegen unterscheiden.

Gruß
Baber
 
Rore Am: 21.09.2013 15:47:36 Gelesen: 20731# 18 @  
Mir liegen 2 Sachen hier vor, gibt es dazu einen Katalog oder Auflistung?

Gruß
Rore




 
doktorstamp Am: 21.09.2013 17:38:39 Gelesen: 20705# 19 @  
@ Rore [#18]

Der Streik dauerte vom 20.1. 71 bis 8.3.71.

Es gibt oder besser gab einen Katalog zu den Streikausgaben.

Die Auktionsfirma Bridger & Kay, existiert heute noch, hat während des Streiks eigene Marken verausgabt. [1]

Diese Webseite führt zu anderen Links. [2]

Diese Webseite hat einiges hierzu [3], allerdings sind die Angaben teils mit Vorsicht zu geniessen.

Bei Ebay werden solche Sachen häufig angeboten.

Unter; Strike, Strike 1971, Strike mail, Strike post, Postal strike, local strike mail issues, wird man fündig.

Von einem Ebay Anbieter wird ein Katalog der Ausgaben offeriert. [4]



mfG

Nigel

[1] http://www.rockhamptonstampclub.com/loads/strike.pdf
[2] http://www.stampshows.com/local-post.html
[3] http://www.stampboards.com/viewtopic.php?f=29&t=26930&start=100
[4] http://www.ebay.com/itm/Rosen-Catalogue-of-British-Postal-Strike-Mails-Reprint-/261287158336?
 
Baber Am: 24.06.2014 15:00:13 Gelesen: 19636# 20 @  
Ein moderner "Überroller"

Gewöhnlich werden in der deutschen Philatelie als "Überroller" Poststücke aus den letzten Tagen des 3. Reiches bezeichnet, die in den Postämtern der von den Alliierten besetzten Städte lagerten und erst nach Ende des Krieges mit der alten Hiltermarken-Frankatur noch zugestellt wurden.

Während des Poststreiks in England vom 20.1. - 8.3.1971 durften private Zusteller ankommende Post gegen eine Zusatzgebühr zustellen. Diese Erlaubnis erlosch sofort mit Ende des Poststreiks am 8.3.1971. Post, die noch bei den privaten Zustellern lagerte, musste der Royal Mail übergeben werden, die sie dann zum Ortsporto zustellte.

Der obere Brief vom 22. 2.1971 ist so ein Brief aus Rhodesien mit der 50c Zusatzgebühr für die private Zustellung Emergency Mail Service.

Der untere Brief von Ende Februar 1971 von Rhodesien nach England lagerte am 8.3.1971 wohl noch beim privaten Zusteller. Die ursprügliche Frankatur wurde überklebt und von der Royal Mail mit 3d Ortsporto am 18.3.71 zugestellt. Man könnte diesen Brief aus modernen Überroller bezeichnen.



Gruß
Baber
 
Baber Am: 06.05.2015 11:23:26 Gelesen: 18598# 21 @  
Zum Poststreik 1971 sieht man immer nur Belege mit Adressen nach England. Wie funktionierte es aber, wenn Postkunden in England eine Sendung ins Ausland abschicken wollten?

Gruß
Baber
 
Pete Am: 06.05.2015 12:21:40 Gelesen: 18582# 22 @  
@ Baber [#21]

Zum Poststreik 1971 sieht man immer nur Belege mit Adressen nach England. Wie funktionierte es aber, wenn Postkunden in England eine Sendung ins Ausland abschicken wollten?

Schau mal in die Beiträge [#24] und [#25]. Dort werden auch Auslandssendungen gezeigt. ;-) Die Auslandssendungen wurden über Belgien und Frankreich in das UPU-Netzwerk eingespeist. Ich kann allerdings nicht sagen, ob die Belege auch tatsächlich gelaufen sind.

Gruß
Pete
 
Baber Am: 06.05.2015 15:35:51 Gelesen: 18556# 23 @  
@ Pete [#22]

Hallo Pete,

Danke für den Hinweis. Die Belege schauen alle ein wenig zu "sauber" aus, aber immerhin sie sind ein Zeitbeleg. Für meine Rhodesiensammlung suche ich immer noch Belege, die während des Poststreiks von England nach Rhodesien gelaufen sind, habe aber bisher keine gefunden (Ebay/Delcampe).

Gruß
Baber
 
philapit Am: 07.05.2015 18:07:19 Gelesen: 18807# 24 @  
Hallo Sammlerfreunde,

um was handelt es sich? Habe schon Kataloge gewälzt und nichts gefunden. Wer kann helfen?

Sage schon mal Danke!



philapit
 
infla-alec Am: 07.05.2015 22:17:17 Gelesen: 18696# 25 @  
@ philapit [#24]

Die Marken haben etwas zum tun mit dem Poststreik Grossbritannien 1971 ?
 
Altmerker Am: 07.05.2015 22:22:04 Gelesen: 18694# 26 @  
@ infla-alec [#25]

Denke ich auch. Habe kürzlich für über 10 Pfund einen Bogen davon gesehen. Es sollen Streikmarken sein, sozusagen Ersatz für die Royale Post.

Gruß
Uwe

8in einer alten Sammlerkiste habe ich 2 Drucke von Deutsches Reich Blockes gefunden. Es handelt sich um leicht gelblichen Karton mit Gummierung. Wer hat sow etas schon mal gesehen? Woher stammen solche Machwerke ?

[Beiträge [#24] bis [#26] redaktionell in das Streikthema verschoben]
 
Heidelberg Collector Am: 05.07.2015 12:19:18 Gelesen: 17783# 27 @  
Hallo Zusammen,

hier noch drei Belege zum Thema:



Ein Stempelbeleg aus Chelsea (25.01.1971) - scheint eher häufiger zu sein



"Emergency Strike Post" in die Schweiz über die Niederlande. In England am 15.02.1971 gestempelt, in den Niederlanden (Amsterdam) am 16.02 weitergelietet per Einschreiben in die Schweiz (Versoix).



Plymouth nach London, versandt am 17.02.1971 - angekommen am 25. Februar 1971

Bei diesem Gebiet kenne ich mich nicht aus und bin mal gespannt, was Ihr dazu zu sagen habt.

Beste Sammlergrüße aus dem heißen Süden,

Yoska
 
Michael Mallien Am: 31.10.2017 19:52:30 Gelesen: 9875# 28 @  
Zu dem Poststreik von 1971 sind mir zwei Belege in die Hände gefallen. Der Streik wurde offensichtlich auch dazu benutzt Belege zu produzieren und den philatelistischen Markt damit zu bedienen.

FDC vom 26.1.1971 Helicopter Mail.



Beleg vom 14.2.1971 Europa Mail.



Viele Grüße
Michael
 
Seku Am: 27.09.2018 19:45:41 Gelesen: 3961# 29 @  
Als Eisenbahn-Motiv-Sammler kam ich zu diesem Beleg



Hier erfährt man mehr:

http://www.paperheritage.co.uk/articles/Strike/Strike1971.html
 
Baber Am: 23.01.2019 10:04:58 Gelesen: 2418# 30 @  
Zum Thema ist schon viel geschrieben worden, trotzdem habe ich bisher noch nicht herausfinden können, wie der Weg der ankommenden Postsendungen zu den privaten Zustellern war und wie diese zu ihrem Geld gekommen sind, denn bezahlt hatte die Zusatzgebühr ja der Absender mit Briefmarken seiner Postverwaltung.

Nehmen wir als Beispiel diesen echten Bedarfsbrief vom 17.2.1971 von Blantyre/Malawi nach London. Zusätlich zur normalen Briefgebühr von 1s/6d zahlte der Absender 3 Schilling für die private Zustellung in London.



Meine Fragen sind nun:

Wo war der Übergabepunkt dieser Briefsendung an den privaten Zusteller?

Wie kam der private Zusteller zu den 3 Schilling, die der Absender ja bei seiner Postverwaltung in Malawi vorausbezahlt hatte?

Gruß
Bernd
 
Baber Am: 15.08.2019 08:12:49 Gelesen: 276# 31 @  
[#30]

Wo war der Übergabepunkt für ankommenden Briefsendungen aus dem Ausland?

Wie kam der private Zusteller zu den 3 Schilling, die der Absender ja bei seiner Postverwaltung in Malawi vorausbezahlt hatte?


Trotz mehrfacher Kontaktaufnahme mit englischen Sammlerkollegen bin in mit diesen Fragen noch keinen Schritt weitergekommen.

Moderene Postgeschichte ist anscheinend für die meisten uninteressant. So wird unser Hobby langsam aussterben.

Gruß
Bernd
 
BeNeLuxFux Am: 15.08.2019 18:06:03 Gelesen: 196# 32 @  
Hallo,

ich denke, dass beim privaten Postdienstleister einfach die verbrauchten Marken abgerechnet wurden. Wenn es also beispielsweise 100 Bögen gab und am Ende des Streiks waren davon nur noch 50 übrig, der private Zusteller eben die verbrauchten 50 bezahlt bekam.

Der Übergabepunkt war dann wohl einfach in den belgischen oder französischen Fährhäfen in Richtung Großbritannien, oder einfach am Flughafen.

Ich kann zwei Belege zeigen, die jeweils in Belgien für den Weitertransport (einmal innerhalb Belgiens, einmal in die Schweiz) frankiert wurden. Warum nicht also auch umgekehrt in bspw. Brüssel die Briefe einsammeln und via Ostende und Dover auf die Insel bringen?

Grüße,
Stefan


 
Baber Am: 16.08.2019 08:23:33 Gelesen: 135# 33 @  
@ BeNeLuxFux [#32]

Hallo,

bei abgehender Post von Großbritannien ist mir das klar. Der Versender bezahlte den privaten Dienstleister und dieser brachte die Sendungen über den Kanal, wo sie in Holland oder Belgien in das Postnetz eingeschleust wurden.

Aber wie war verhielt es sich mit Sendungen nach Großbritannien? Wo kamen diese an und wer bezahlte den privaten Zusteller in GB?

Die Briefe haben haben ja nur die Empfängeranschrift in GB und die private Zustellgebühr wurde mit zusätzlichen regulären Briefmarken der Postverwaltung des Absenderlandes (Rhodesien, Malawi) vorausbezahlt.

Gruß
Bernd
 

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