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Thema: Arbeitsgemeinschaften: Wie können Auflösungen verhindert werden ?
Richard Am: 02.06.2014 09:21:30 Gelesen: 12806# 1 @  
Während der Briefmarkenmesse Anfang Mai in Essen wurde die Arbeitsgemeinschaft Malta aufgelöst, obwohl Mitglieder bereit waren, für einen neuen Vorstand zu kandidieren und die Auflösung zu verhindern.

Die Arge Malta [1] wurde erst im Jahre 2002 in Essen gegründet, bis zuletzt erschienen zu den Sammelgebieten Malta und Malteser Orden drei Rundbriefe jährlich.

Eine Mailanfrage an die drei auf der Internetseite genannten Vorstände nach den Gründen der Auflösung blieb ohne Antwort. Gerüchteweise soll der Vorsitzende die Auflösung gewollt haben, nachdem seine für Rundbriefe zuständige Ehefrau gestorben sein soll. Der in Essen genannte Grund der Auflösung soll "Überalterung" gewesen sein.

Aufgefallen ist mir aber auch, daß von Öffentlichkeitsarbeit außerhalb der eigenen Mitglieder nahezu nichts zu spüren war. Auch auf den Philaseiten wurden die Angebote für Arbeitsgemeinschaften nicht angenommen - die Arge war schlichtweg unsichtbar. Dabei ist das Sammelgebiet durchaus beliebt, von den Philaseiten Mitgliedern sind etwa 35 Sammler des Gebietes Malta.

Daher meine Frage: Wie können künftige Auflösungen verhindert werden ?

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://www.arge-malta.de
 
austriatony Am: 02.06.2014 12:57:55 Gelesen: 12743# 2 @  
Lieber Richard,

für mich ist dieser Vorgang etwas verwunderlich. Die Auflösung eines rechtsfähigen Vereins kann nur die Mitgliederversammlung beschließen. Zum Zweck der Auflösung muss eigens zu diesem Zweck eine Mitgliederversammlung einberufen werden. Ebenso muss der Grund der Auflösung in der Einladung vermerkt sein.

Meines Erachtens ist hier nicht nach Satzung und BGB verfahren worden. Deshalb kann ein Mitglied beim zuständigen Registergericht Beschwerde einlegen und die Nichtigkeit der Beschlüsse beantragen.

Es grüßt
Bernd
 
Soliver Am: 02.06.2014 13:01:32 Gelesen: 12738# 3 @  
Das sehe ich ähnlich wie Bernd.

Zusätzlich gibt es ja die Möglichkeit für kleine Argen sich als Untergruppe bei größeren anzuschließen. Dies wäre in diesem Fall evt. auch von Interesse.

Gruß Oliver
 
drmoeller_neuss Am: 02.06.2014 13:59:32 Gelesen: 12708# 4 @  
@ austriatony [#2]

Ist die Arge Malta überhaupt ein eingetragener Verein (e.V.) gewesen? Wenn sich Sammler "privat" unter dem Dach des BDPh zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenschliessen, sind sie deswegen noch lange kein Verein im rechtlichen Sinne.

Bernds Aussage trifft nur auf eingetragene Vereine zu. Die jeweilige Vereinssatzung legt die Details fest, wie eine Mitgliederversammlung einzuberufen ist bzw. über die Auflösung des Vereines entschieden werden kann. Das BGB gibt nur den groben Rahmen für die Vereinsstruktur vor.

Auf der anderen Seite: Wenn nur der Vorstand unwillig ist, könnten die restlichen Mitglieder der Arge doch einfach weitermachen und einen neuen Vorstand wählen? Oder war der Vorstand der Alleinunterhalter und Bespasser und die restliche Truppe sah ihre Verpflichtungen mit der pünktlichen Zahlung des Jahresbeitrags als erfüllt an?

Und was lernen wir aus dieser Geschichte: Jeder Verein und jede Vereinigung von Menschen steht und fällt mit ihrer Führung. Bei Briefmarkenvereinen ist es nicht anders. Werde ich beim ersten Besuch schon an der Tür abgefangen, und mir "eingestanden", dass man eigentlich gar nicht mehr aktiv sammelt, und nur noch auf den Treffen die Sammlung auflösen möchte, sieht man mich genau einmal: das erste und das letzte Mal.
 
austriatony Am: 02.06.2014 17:00:14 Gelesen: 12645# 5 @  
@ drmoeller_neuss [#4]

Die Arge Malta ist laut ihrer Internetseite ein eingetragener Verein. Ich selber arbeite in einigen Vereinen im Vorstand und weiß, welche Arbeit es bedeutet. Zum Glück sind "meine" Vereine" pflegeleicht.

Es grüßt
Bernd
 
22028 Am: 02.06.2014 19:15:24 Gelesen: 12595# 6 @  
Da wird es in Zukunft noch einige weitere ARGEn geben, die sich auflösen. Ich bin Mitglied bei mehreren wo die ARGEn praktisch nur der "Zeitvertreib" von zwei bis drei einzelnen engagierten Sammler sind obwohl die teilweise Mitgliederzahlen von über 100 haben. Schade dass sich kaum ein Mitglied in die ARGEN aktiv einbringt.
 
KaraBenNemsi Am: 02.06.2014 20:45:47 Gelesen: 12550# 7 @  
@ drmoeller_neuss [#4]

Hallo Ulrich,

kleine, aber nicht unwichtige Korrekturen:

1. Der BDPh vergibt die Anerkennung als Arbeitsgemeinschaft nur an Vereine im rechtlichen Sinne - sowohl an eingetragene als auch an nicht eingetragene.

2. Auch der nicht eingetragene Verein hat eine Satzung (ohne Satzung kein Verein) und darin steht in aller Regel, dass allein die Mitgliederversammlung über die Auflösung beschließt. Bernds Aussage trifft also sowohl für eingetragene als auch für nicht eingetragene Vereine zu.

Ohnehin ist der nicht eingetragene Verein seit mehr als 10 Jahren durch die Rechtsprechung in vielen Punkten dem eingetragenen Verein gleichgestellt. Man geht heute wohl ganz überwiegend davon aus, dass auch der nicht eingetragene Verein (teil-)rechtsfähig ist.

Viele Grüße

Carsten
 
KaraBenNemsi Am: 02.06.2014 21:15:08 Gelesen: 12530# 8 @  
@ Richard [#1]

Lieber Richard,

grundsätzlich finde ich es nicht schlimm, wenn sich gelegentlich mal eine Arge auflöst. Argen kommen und gehen. In der Auflösung kann auch die Chance zu einem Neustart liegen. Wenn es genug Interessenten für ein Thema gibt, wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit eben einfach an anderer Stelle ein neuer Kern von Sammlern und Forschern dieses oder jenes Gebiets zusammenfinden.

Ansonsten gilt das, was für alle Vereine gilt: Bestehen in einer Arge Probleme, die innerhalb der Arge nicht gelöst werden können (manchmal wirkt auch schon ein neuer Vorstand Wunder ;-)), bietet es sich an, den Blick im Rund der Argen schweifen zu lassen:

- Wie schon Soliver [#3] schrieb, kann sich eine Arge einer anderen anschließen und dort eine Untergruppe oder ähnliches bilden. Es gibt sowohl bei den thematischen als auch bei den Länderargen diverse Kombinationsmöglichkeiten.

- Argen können auch auf gleicher Augenhöhe fusionieren, gern auch mehr als zwei.

Von beiden Möglichkeiten wurde schon Gebrauch gemacht. Auch aktuell laufen einige Zusammenschlüsse von Argen.

Letztlich kommt es immer darauf an, ein paar Aktive zu haben, die gern gemeinsam zu einem Thema weitermachen wollen. Gibt es solche Leute nicht, schläft das Ganze halt irgendwann ein.

Möglichkeiten gibt es viele. Es muss nur jemand da sein, der/die das Heft des Handelns ergreift, nicht an Posten und Pöstchen klebt, auf andere zugeht (z.B. auch mal bei anderen Argen fragt: "Wie habt Ihr das eigentlich gemacht?") usw.

Was konkret die Arge Malta angeht, kann man als Außenstehender ohnehin nicht beurteilen, ob die Auflösung satzungsgemäß gelaufen ist. Auf Gerüchte sollte man nicht allzu viel geben. Falls die Auflösung nicht korrekt lief, besteht die Arge noch und es ist Sache der Vereinsmitglieder das untereinander auszumachen (ggf. mit externer Hilfe).

Viele Grüße

Carsten
 
DL8AAM Am: 02.06.2014 21:39:56 Gelesen: 12522# 9 @  
Hinsichtlich der Arge Malta kann man wirklich nur hoffen, dass als eine "letzte Zuckung" der Verantwortliche die Rundbriefe in elektronischer Form irgendwo ins Netz stellt. Diese Rundbriefe sind doch sicherlich sowieso mit dem PC erstellt worden, d.h. ein PDF ist daraus in minutenschnelle "exportiert". Geld verdienen kann man ja jetzt nicht mehr damit, nun wäre es aber wichtig das gesammelte Wissen aus diesen Veröffentlichungen für die Nachwelt zu sichern bzw. dieser weiterhin verfügbar zu machen. Ansonsten sind die ca. 30-40 Exemplare (je Ausgabe) der Mitglieder auch irgendwann mal "verschwunden" und das Wissen ist verloren, gone for ever (...)

Das gilt übrigens nicht nur für diese eine spezielle Arge.

Thomas
 
KaraBenNemsi Am: 02.06.2014 22:02:16 Gelesen: 12507# 10 @  
@ DL8AAM [#9]

Hallo Thomas,

die Rundbriefe aller Argen sind standardmäßig in den größten deutschen philatelistischen Bibliotheken vorhanden und natürlich auch als Pflichtexemplare in der Deutschen Nationalbibliothek. Für die Nachwelt sind sie also auf jeden Fall gesichert.

Viele Grüße

Carsten
 
filunski Am: 03.06.2014 10:02:33 Gelesen: 12410# 11 @  
Hallo zusammen,

die Frage ist ja, "wie können Auflösungen verhindert werden ?".

Meiner Erfahrung nach mit Argen und Vereinen stehen und fallen deren Existenz und Gelingen mit dem jeweiligen Vorstand, insbesondere dem 1. Vorsitzenden. In fast allen diesen Vereinen gibt es eine große Masse passiver Mitglieder, die sich damit begnügen ihre Beiträge zu bezahlen und ansonsten nur auf die Vereinspublikationen (Rundbriefe etc.) warten. Ist ja auch in Ordnung solange der Vorstand und noch einige mehr vielleicht ihre Arbeit machen. Lässt dieser Vorstand aber einmal nach, weil er vielleicht schon zu alt geworden ist, keine Zeit mehr hat oder einfach nicht mehr will, dann leidet der gesamte Verein/Arge darunter und im schlimmsten Fall droht die Auflösung. Gelingt es aber dem Vorsitzenden, mit Hilfe seines Vorstandes, viele Mitglieder zu mobilisieren blüht und gedeiht auch der gesamte Verein.

Dies gilt ganz besonders für philatelistische Argen, Arbeitsgemeinschaften, das kommt von Arbeit. Genau dort liegt auch "der Hund begraben", in der Arbeit. Diese muss getan werden, und auf je mehr Schultern sie verteilt werden kann, umso besser funktioniert es und auch ein Vorstand der durch die zahlreiche Mitarbeit der anderen Mitglieder entlastet wird, funktioniert länger und besser, als eine Arge bei der nur drei Mann aus dem Vorstand alles stemmen müssen. Große Vereine tun sich da natürlich leichter, aber auch bei Kleineren funktioniert das Prinzip genauso. :-)

Beste Grüße,
Peter
 
Robson Am: 08.06.2014 15:29:49 Gelesen: 12265# 12 @  
Ich bin selber dabei, eine neue ARGE (Australien) zu gründen, da ich in einem Verein auch die Erfahrung gemacht habe, dass 60-80% der Mitglieder passiv sind und z.T. selbst der Vorstand nicht mehr das jeweilige Gebiet sammelt. Ich habe nichts gegen Freizeitvereine, die die Kommunikation unter Freunden organisiert betreiben. Eine Philatelistische Arge soll aber auch eine Arbeitsgemeinschaft sein. Daher werde ich von jedem (!) Mitglied eine gewisse Mitarbeit im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten einfordern. Jeder kann über Ausstellungen oder Auktionen beschreiben, über Neuerscheinungen oder interessante Bücher etc.

Jedes Mitglied soll vom ersten Tag an ein Mitarbeiter in der Arbeitsgemeinschaft sein.

Gerne verzichte ich auf viele passive aber zahlende Mitglieder.

Wenn ein Verein auf der Generierung eines Nutzens für alle von allen ausgerichtet ist, wird er auch dauerhaft Bestand haben.
 
Lars Boettger Am: 08.06.2014 15:56:52 Gelesen: 12245# 13 @  
@ Robson [#12]

Dein Anspruch ist hoch, zu hoch. Ich freue mich über jedes Mitglied in der ArGe BELUX. Egal ob sie nur passiv sind und das Heft und die darin enthaltenen Informationen beziehen oder ob sie mitarbeiten. Dein Anspruch schliesst Sammler aus, die von euren Erkenntnissen profitieren könnten. Das finde ich persönlich nicht gut.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Wolffi Am: 08.06.2014 16:06:51 Gelesen: 12238# 14 @  
Danke, Lars, damit ich nicht weiter überlegen muss, ob ich mich in die Nesseln setze. :-)

Wenn ich mir so vorstelle, wie viele Mitglieder es in den Argen gibt oder in dieser geben mag, und dann mal 80 %, die nichts tun können oder mögen, davon abziehe, dann könnte es von der Mitgliederzahl sehr einsam werden.

Selbst bin ich neu in der Arge SH, weil es ein neues Sammelgebiet für mich ist, und wenn die mich nicht aufgenommen hätten, weil ich bei 60-70 Stunden Arbeitszeit pro Woche keine Zeit habe, mich dort einzubringen, dann fände ich das ganz schön selbstherrlich.

Bis denne
Wolfgang
 
Robson Am: 08.06.2014 18:34:37 Gelesen: 12187# 15 @  
Hallo Wolfgang, hallo Lars,

zunächst einmal bin ich absolut begeistert von den engagierten und offenen Reaktionen. Mit in die Nesseln setzen hat konstruktive Kritik nie etwas zu tun. Ich bin neu im Vereinsleben und somit wahrscheinlich noch zu "romantisch" und ich polarisiere oft mit meinen Äußerungen.

Ich möchten niemanden ausschließen. Die Vereinsmitteilungen (nicht der interne Teil) wird im Internet ohne Zugangs-Beschränkung erscheinen. D.h. sogar Sammler, die gar nicht in der ARGE bzw. im Verein sind, können ohne Kosten davon profitieren.

Ansonsten ist mein Ansatz der, dass der Vorstand eines Vereins Dienstleister gegenüber den Mitgliedern ist und nicht alleinherrlich die Richtungskompetenz besitzt.

Das Grundprinzip einer Dienstleistung besteht darin, dass der Kunde an der Leistungserstellung beteiligt ist. Man sollte seinen Kopf auch nicht einfach beim Friseur abgeben, sondern sagen was man will, dort sitzen bleiben und rechtzeitig korrigierend eingreifen.

Ich möchte den Verein nicht an den Mitgliedern vorbei führen sondern möglichst viele mitnehmen.

Mitarbeit bedeutet nicht, dass jeder in jedem Quartal einen 20-seitigen Fachartikel schreibt oder eine Ausstellung organisiert. Mitarbeit kann auch schon sein, dass man mitteilt, für welche Gebiete man sich interessiert, damit andere in eine Tauschaktivität einsteigen könnten. Jeder Sammler geht auch mal auf Auktionen oder sieht sich Kataloge und Ergebnisse an, ggf. auch nur bei eBay. Warum kann man dort nicht eine "Kompetenz-Patenschaft" übernehmen und einmal im Quartal eine halbe Seite schreiben, was es in dem Gebiet, was einen sowieso interessiert, an interessanten Angeboten/Verkäufen gegeben hat.

Oft findet man Marken oder Stempel, die man nicht zuordnen kann. Jede Fragestellung und jede Antwort ist für mich ein Teil der Mitarbeit.

Ein Verein soll die Mitglieder vereinen und eine Forschungs- und Arbeitsgemeinschaft sollte in einer Gemeinschaft arbeiten und forschen.

Nicht mehr und nicht weniger ist mein Ansatz.

Natürlich müsste ich keinen neuen Verein gründen, wenn dies allgemein gelebte Praxis wäre. Aber man darf doch noch Träume habe.

Viele der "alten Hasen" werden mich jetzt mitleidig als naiv belächeln. Bevor ich eine entsprechende Illusion aufgebe, bin ich bereit mir eine blutige Stirn zu holen.

In diesem Sinne bitte auch ehrlich um weitere Kommentare und Hinweise. Ich kann es gebrauchen.

Robson
 
Magdeburger Am: 08.06.2014 19:01:40 Gelesen: 12167# 16 @  
@ Robson [#15]

Hallo Robson,

ich bin in der Bundesarbeitsgemeinschaft Preussen und die dort in den Rundbrief Schreibenden sind gefühlte 10 Prozent, eher weniger. Ich denke, dass dies für viele Argen zutrifft. Eine Steigerung wäre wünschenswert.

Allerdings sollten nicht zu viele Fragen nach "exotischen" Orten und deren Stempel aufkommen, da dann das Problem der Langweiligkeit, Desinteresse usw. aufkommt. Gefragt sind immer Fachartikel. Hier können sich u.U. Diskussionen ergeben.

Wichtig erscheint mir in dem Zusammenhang, dass möglichst die Rundbriefe in Farbe erscheinen. Da scheinen die "Preussen" jedoch weit entfernt zu liegen. So schreibe ich bspw. auch nicht ganz so viel, da es dann einfach an der Darstellung mangelt. Ich muß alles beschreiben, was nur meine u.U. falsche Interpretation ist. Hier gilt wirklich, ein Bild sagt mehr aus und ein anderer sieht es eben anders.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
zockerpeppi Am: 09.06.2014 00:09:39 Gelesen: 12100# 17 @  
Nicht so einfach, die Sache mit den Argen. Robson sieht das noch aus einer rosaroten Brille. Magdeburger scheint noch Glück zu haben in seiner Arge wenn eine Diskussion aufkommt. 90% der Mitglieder lesen nur (wenn überhaupt) und steuern nur wenig bei. Deshalb sind die Beiträge meist einseitig und die Sammelgebiete nicht breit genug gefächert als dass es für jedes Mitglied etwas Interessantes zu entdecken gäbe. Ich möchte aber unbedingt hervorheben dass es nicht jedem liegt große Studien zu machen, großartige Artikel zu schreiben oder Vorträge zu halten.

Auch ich bin irgendwann in eine Arge (Belux) eingetreten. Als aktiv würde ich mich nicht bezeichnen. Das Heft habe ich anfangs nur kurz durch geblättert. Mittlerweile lese ich alle Beiträge im Rundbrief, schon allein aus Respekt für die Bemühungen der Sammlerkollegen. Es hat etwas länger gedauert bis auch ich meinen ersten bescheidenen Beitrag eingereicht habe. Ob er den Mitgliedern gefallen hat? Keine Ahnung! Heute reiche ich öfters Artikel ein, könnte aber nicht behaupten ob darauf hin eine Diskussion aufkommt oder ob es positive/negative Rückmeldungen gibt. Die meisten Mitglieder kenne ich überhaupt nicht und habe bis auf einige wenige auch keinen persönlichen Kontakt. Wie also kann es da zu einem Zusammenhalt kommen?

Mein persönlicher Fazit:

Argen sind nur so gut wie ihre Mitglieder und sie leben/fallen mit ihrem inneren Zirkel.

Lulu
 
Briefmarkentor Am: 09.06.2014 09:47:56 Gelesen: 12020# 18 @  
Auch die ARGEN leiden unter den größten "Problemen" unseres Hobbys, der unendlichen Individualität, wie man dieses betreiben kann, sowie der Geheimniskrämerei um Wissen. Zwar sammelt man das gemeinsame Gebiet, dieses aber unter vollkommen verschiedenen Gesichtspunkten. Als Beispiel mögen hier Farben, Plattenfehler und Verwendungszeiträume dienen. Wird nur zu einem dieser Themen Wissen veröffentlicht, schalten die anderen beiden Interessengruppen irgendwann ab. Würden die anderen beiden Gruppen aber auch veröffentlichen, fänden sich vielleicht wieder gemeinsame Schnittstellen. Die Quote der Willigen kennen wir aber alle.

Und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit dem Gedanke spiele, aus zwei ARGEN auszutreten. Einfach, weil sich subjektiv mit Themen befasst wird, die nicht meine sind.

Viele Grüsse

Marko
 
Lars Boettger Am: 09.06.2014 10:45:53 Gelesen: 11996# 19 @  
@ Briefmarkentor [#18]

Hallo Marko,

Deinen Beitrag verstehe ich nicht. "Geheimniskrämerei um Wissen" - was soll das heissen? Es geht doch in ArGen darum, a) gemeinsam Wissen zu erarbeiten und b) in den Mitteilungen sie den zahlenden Mitgliedern zugänglich zu machen. Ob man dann das Wissen tatsächlich aufnimmt, ist die nächste Sache. Und wenn man möchte, dann kann man seine Themen behandelt sehen. Man muss nur etwas veröffentlichen!

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Briefmarkentor Am: 09.06.2014 12:28:50 Gelesen: 11954# 20 @  
@ Lars Boettger [#19]

Hallo Lars,

wir sind uns hier sicher alle einig, das vielleicht zehn Prozent der Mitglieder in den ARGEN, aber auch in den Foren und Vereinen wirklich mitarbeiten. Haben die restlichen neunzig Prozent kein Wissen auf ihrem Gebiet? Ich schreibe regelmäßig in Rundbriefen. Wenn du die aktuelle Philatelie durchblätterst, wirst du meinen Namen auch wieder unter den Veröffentlichungen der ARGEN finden. Dabei stelle ich Fakten vor und stelle Fragen zu offenen Punkten. Die Reaktionen kannst du dir sicher denken. Diese geht gegen Null, und nicht nur bei mir. Um so erstaunlicher ist es, wenn ARGE-Mitglieder dann auf Treffen unwissentlich Material zu gestellten Fragen mitbringen. Daraus könnte man zwei Schlüsse ziehen. Entweder werden Artikel oder ganze Rundbriefe nicht gelesen, oder man will anderen vorhandenes Wissen nicht weitergeben.

Viele Grüsse

Marko
 
Lars Boettger Am: 09.06.2014 12:50:27 Gelesen: 11938# 21 @  
@ Briefmarkentor [#20]

Hallo Marko,

oft genug erhält man auf Artikel kein Feedback. Oder wenn, dann Wochen oder Monate später. Aber wenn ich einen Artikel schreibe, dann habe ich mich im Vorfeld bei meinen Sammlerfreunden über das Thema erkundigt und gebe dann den gleichen Mitgliedern der Artikel zum Korrekturlesen. Da werden schon im vorne herein viele Fragen und Punkte angesprochen und beantwortet. Andererseits denke ich mir, dass ich die Arbeit nicht ganz umsonst mache. Ich konnte in der Vergangenheit schon sehr oft auf alte Arbeiten zurückgreifen, wenn es um Fragen zu Fälschungen oder ähnlichem ging.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Richard Am: 10.06.2014 09:27:58 Gelesen: 11826# 22 @  
@ Robson [#12]

Daher werde ich von jedem (!) Mitglied eine gewisse Mitarbeit im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten einfordern. Jeder kann über Ausstellungen oder Auktionen beschreiben, über Neuerscheinungen oder interessante Bücher etc.

Hallo Robson,

das würde bei mir bedeuten, daß ich mit sofortiger Wirkung bei der Arbeitsgemeinschaft Vorausentwertungen, bei Infla Berlin und bei der Poststempelgilde auszutreten hätte. Die Arbeit mit den aktuell 3.595 Philaseiten Mitgliedern [1], die täglich zu leisten ist, läßt mir für zusätzliche Beiträge in den Publikationen der Arbeitsgemeinschaften keine Luft.

Ich betreibe jetzt seit knapp 15 Jahren Internetforen, dabei bis Ende 2012 auch kostenpflichtige kommerzielle Foren, und wäre nie auf die Idee gekommen, alle Mitglieder, die sich kostenpflichtig angemeldet haben und damit die Finanzierung sichern, zu regelmäßig geschriebenen Beiträgen zu verdonnern und ansonsten den Rauswurf anzukündigen.

Schöne Grüsse, Richard

[1] Davon gut 500 oder knapp 15 %, die im Jahresverlauf Beiträge schreiben.
 
JoshSGD Am: 10.06.2014 14:52:29 Gelesen: 11756# 23 @  
@ Robson [#12]

Hallo Manfred,

dein Engagement mit der Gründung einer ARGE Australien ist löblich, aber ich finde, du gehst da etwas hart heran. Nun kenne ich mich mit Australien nicht aus, nehme aber an, das es auch dort eine große Vielfalt gibt. Wie eben in jedem Gebiet.

Nun ist es doch aber so, das es Sammler gibt, die der ARGE beitreten, um erstmal "reinzukommen", die Vielfalt des Gebietes kennenzulernen, von den "alten Hasen" lernen wollen und MÜSSEN. So geht es mir als Mitglied von INFLA Berlin. Ich bin seit Beginn meiner Mitgliedschaft immer bei den Regionaltreffen in Leipzig und muss sagen, am Anfang hätte ich noch gar nichts für die Inflaberichte schreiben können, weil mir schlicht und ergreifend Wissen und einige Feinheiten fehlen. Mit jedem Mal lerne ich dazu, sei es im persönlichen Gespräch mit anderen Sammlern oder Prüfern oder einfach nur die Lektüre der Literatur.

So langsam traue ich mich aber auch heran, einige Artikel zu verfassen. Es mangelt derzeit aber noch einfach an der Zeit aufgrund von Umzug, Kinderbetreuung und Wiedereinstieg in das Arbeitsleben. Ich würde es nun schon seltsam finden, wenn eine Führungsperson auf mich zu käme und von mir Artikel verlangen würde. Nichtsdestotrotz werde ich so langsam beginnen, einige Artikel zu verfassen, auch wenn diese nicht das Interesse einiger der 1000 Mitglieder von INFLA Berlin wecken werden.

Gruß
Josh
 
Robson Am: 10.04.2016 20:12:15 Gelesen: 10594# 24 @  
Hallo Josh,

Du hast absolut Recht und all die anderen natürlich auch.

Uns gibt es jetzt seit September 2014 und gerade gestern wurde die 4 Ausgabe unserer Zeitschrift "The Australian Philatelist" veröffentlicht. Jede dieser Ausgaben hat ca. 80 Seiten Fachartikel. Für den üblichen internen und aktuellen Teil haben wir noch unseren email-Rundbrief "Die Buschtrommel", von der inzwischen schon die 19. Auflage raus ist.

In Summe ergaben sich somit über 400 Seiten, von denen keine 10 Seiten von anderen Mitgliedern kamen.

Inzwischen habe ich es wirklich eingesehen, dass dies eine völlig normale und übliche Verhaltensweise ist. Wir haben ein sehr niedriges Durchschnittsalter, weil die meisten noch berufstätig sind. Dann ist Philatelie eben eine schöne Nebensache aber halt nur eine Nebensache.

Natürlich fände ich es schöner, wenn die Artikel die Interessen-Lage aller widerspiegeln würden und nicht nur einseitig meine eigene. Erzwingen kann man dies nicht.

Gerade in einem derart kleinen Verein, wie dem unseren, stellt sich immer die Frage nach dem Aufwand/Nutzen-Verhältnis.

Ich habe daher ein neues Konzept der "Wieder-Verwertbarkeit" von Artikeln (Know-How-Recyling) eingeführt.

So habe ich mir die Genehmigung von anderen Vereinen besorgt, die Artikel veröffentlicht hatten, die auch in unser Gebiet passen, diese zu veröffentlichen. Und zwar auf internationaler Ebene.

Im Gegenzug - man will ja nichts geschenkt - habe ich für andere interessante Artikel von mir übersetzt oder sogar neu geschrieben.

Ich gehe jetzt sogar noch einen Schritt weiter und bereite Kooperationen von Vereinen auf internationaler Ebene vor, da das Vereinssterben keine Deutsche Erfindung und Sondersituation ist.

Von beiden Aktionen bin ich inzwischen mehr überzeugt, als davon, Druck auf die Mitglieder auszuüben.

Man lernt halt dazu.

Beste Grüße

Manfred
 
22028 Am: 10.04.2016 20:31:32 Gelesen: 10568# 25 @  
@ Robson [#24]

Diese Wiederverwertung machen mehrere Arbeitsgemeinschaften, auch meine Artikel verwerte ich des Öfteren mehrmals, schon um einen größeren Leserkreis zu finden, bei vielen Artikeln überschneiden sich die Gebiete, so dass sie dann auch Problemlos in die Hefte verschiedener ARGE's passen.

Leider ist es nach wie vor so dass die Mitteilungsblätter der ARGEn, trotz hoher Mitgliederzahlen, nur von wenigen engagierten Sammlern erstellt werden, insofern ein Abbild der gesamten organisierten Philatelie.
 
Cantus Am: 28.12.2019 21:29:37 Gelesen: 5355# 26 @  
Hallo allerseits,

ich möchte dieses Thema mal wieder nach vorne holen, aber nicht deshalb, weil sich die ARGEn, wo ich Mitglied bin, in Auflösung befänden, sondern weil auch ich meine Artikel meist in verschiedenen Publikationen unterbringe, da es zwar immer noch eine deutliche Mitgliederzahl in den ARGEn gibt, die meisten dieser Mitglieder aber für die Veröffentlichungen der ARGEn keine Artikel verfassen. Ich finde das schade, denn es sollten in den ARGEn doch nicht nur Katalogabstreicher sein, soondern Sammler, die sich mit ihrem fachbezogenen Sammelgut immer wieder beschäftigen und auseinandersetzen, anders macht doch eine ARGE-Mitgliedschaft keinen Sinn. Es gibt auch kein Sammelgebiet innerhalb der Philatelie, das so abwegig wäre, dass es sonst niemanden geben könnte, der möglicherweise auch daran Interesse hätte.

Natürlich wird es viele Sammler geben, die nur die Briefmarken eines bestimmten Landes oder eines einzelnen Motivthemas sammeln und glauben, dass dazu bereits alles veröffentlicht worden ist, was auch für Andere wichtig erscheint. Diesem Problem sehe ich mich auch immer wieder gegenüber, allerdings bin ich flexibel genug, um Nischen zu finden, innerhalb derer man noch allerlei Neues finden und beschreiben kann. Niemand sollte Angst haben, dass das, was er/sie zu sagen hat, von Anderen als überholt angesehen oder lächerlich gemacht wird. Natürlich gibt es Großmäuler, die meinen, dass nur dass erstrebenswerte Philatelie wäre, was so begehrt und teuer ist, dass es nur über große Aktionshäuser gehandelt wird, aber da hört man einfach nicht hin. Nicht jeder kann große Summen für's Hobby aufwenden und wer z.B. mit einer kleinen Rente auskommen muss, kann dennoch in seinem persönlichen Interessensgebiet ein großer Sammler sein.

Der Sinn des Sammeln besteht nach meiner Auffassung aus dem Suchen, dem Forschen, dem Finden und dem Austausch mit anderen Sammlern, sei es ein Marken- oder Belegetausch, seien es fachliche Informationen. Auch persönliche Kontakte können daraus entstehen, man muss sich und sein Sammelgebiet nur erst einmal öffentlich machen.

Viele Grüße
Ingo
 
wheilmann Am: 29.12.2019 10:09:24 Gelesen: 5264# 27 @  
Hallo Ingo,

für mich ist dein letzter Satz sehr wichtig. Ohne Internet geht gar nichts mehr!

Wer heute zu einem Thema mehr wissen möchte, sucht am PC bzw. Smartphone unter Google nach Fachaufsätzen. Ich suche nach kleinen Einführungen zum Thema und, wenn ich weitere Informationen haben möchte, lade ich mir den ganzen Fachaufsatz herunter, ggf. auch gegen Gebühr.

Ich habe meinen Bücherschrank geleert, jedoch zuvor alles Wichtige eingescannt und jederzeit am PC abrufbar.

Fachaufsätze zu div. Themen in einem Heftchen gebündelt, ist für mich nicht mehr zeitgemäß.

Briefmarken-, Ganzsachen-Sammeln usw. alles am PC möglich, Programme dazu gibt es reichlich, oder man erstellt es selbst am PC.

Vereins-, ARGE-Zeitschriften sollten die personenbezogenen Informationen in einem nur für die Mitglieder im Internet aufrufbarem Bereich zum Download bereithalten.

Gruß Wolfgang
 
Detlev0405 Am: 29.12.2019 11:45:03 Gelesen: 5212# 28 @  
@ Cantus [#26]

Hallo Ingo,

Du legst wunderbar den Finger in die Wunde - nein es müssen keine Sammlungen sein, die von Raritäten nur so strotzen und auf Weltausstellungen prämiert werden. Manchmal reicht es auch, sich mit alltäglichem zu beschäftigen, um das Interesse und die Aufmerksamkeit anderer zu wecken.

Ich habe mich der alltäglichen Bedarfsluftpost der Tschechoslowakei bis 1939 verschrieben, eigentlich vom Hören her ein Allerweltthema für viele. Und ein Thema, was mit kleinem Einkommen durchaus bestreitbar ist (bis auf ganz wenige Ausnahmen). Das schöne - ich muss nicht alles aufnehmen, weil ich keine Vollständigkeit anstreben muss. Im Gegensatz dazu die Sammlungen zu den Erstflügen, Zeppelinanschlussflügen oder Schleuderflügen bis 1939. Hier ist ein Zwang zur Vollständigkeit schon vorgegeben.

So konnte ich in lockerer Art und Weise mir ein Thema erschließen, das mittlerweile sehr spannend geworden ist. Dank Richards moralischer Unterstützung habe ich mich dann auch getraut, meine Gedanken zu den Belegen hier in einem Thread zu veröffentlichen.

Es war der Mut der ARGE Tschechoslowakei, mal neue Wege zu gehen. Ich bin kein Mitglied in einer nationalen Vereinigung von Sammlern noch Mitglied der ARGE (was ja nach den Satzungen eh nicht gehen würde). Und trotzdem haben sie meine Artikelserie und die der sich im Thread mit verewigten Mitglieder von Philaseiten zur Hand genommen, redaktionell bearbeitet (mit einem Topergebnis meiner Meinung nach) und in den Forschungsberichten der ARGE veröffentlicht (wird in mehreren Beiträgen erfolgen).

Und richtig Ingo - der Austausch mit anderen Sammlern belebt die eigene Aktivität und sogar die Ergebnisse der eigenen Erkenntnisse. So war in meinem jüngsten Beitrag [1] zu einem kleinen Brief aus Bolivien eine Reaktion meines Lehrers Wolfgang = saintex [2], in dessen Folge sich der unscheinbare Brief zu einer historischen Sensation entpuppte. Ein Brief der 1. Militärmission der Tschechoslowakei, abgesandt vom Chef der Mission General Placek. Das nenne ich Teamwork.

Ja die ARGE müssen wohl auch unkonventionelle Wege gehen, um die Aufmerksamkeit ihrer Mitglieder zu wecken. Auch bei der Themenwahl. So finde ich zum Beispiel keine Auskünfte über den Verbleib der rein tschechoslowakischen Stempel nach der deutschen Besetzung 1939 (deutsch - tschechoslowakische Stempel wurden oft/meist aptiert), besonders der Verbleib der Luftpoststempel.

Viele Grüße
Detlev

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11159&CP=3&F=1 [#159]
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=11159&CP=3&F=1 [#160]
 
nagel.d Am: 29.12.2019 14:02:03 Gelesen: 5171# 29 @  
Hallo Ingo,

du legst deinen Finger in die Wunde und triffst damit ins Schwarze. Aber heute im Zeitalter von Internet und Smartphones sollte man mehr auf die moderne Technik setzen, das hast du auch schön gesagt. Denn nur so kann man etwas dem Mitgliederschwund entgegensetzen, denn die jungen Leute stellen sich nicht mehr regalweise Literatur an die Wand - die Jugend von heute liest alles im Internet, Smartphone oder Tablet nach. Und dafür sollten die Verantwortlichen ein Ohr haben.

Mal abgesehen was momentan einige Verantwortliche an anderer Stelle tun.
 
22028 Am: 29.12.2019 15:47:36 Gelesen: 5109# 30 @  
Nur alles ins Internet zu stellen das ist auch kein Allheilmittel.

Wichtig ist das Sammler Mitglieder bei ARGEn werden, nur so kann man die Auflösung verhindern. Sonst gibt es irgendwann keine ARGEn mehr die etwas ins Internet stellen können, aber die Umsonstfraktion sieht das leider nicht so.
 
guy69 Am: 29.12.2019 15:49:54 Gelesen: 5109# 31 @  
Hallo Ingo,

du legst deinen Finger in die Wunde und triffst damit ins Schwarze. Genau diesen Ansatzpunkt übers Internet, neue Wege zu gehen und Wissen preiszugeben, um Mitglieder zu werben und zu halten ist vor 20 Jahren verpasst worden. Die Ideen lagen damals auf dem Tisch !

Aber noch ist es nicht zu spät. Die Tür steht noch einen Millimeter auf. Anstatt irgendwelche Kommissionen einzurichten ist es an der Zeit zu handeln.

Danke Harald
 
DL8AAM Am: 29.12.2019 15:49:55 Gelesen: 5109# 32 @  
@ wheilmann [#27]

Vereins-, ARGE-Zeitschriften sollten die personenbezogenen Informationen in einem nur für die Mitglieder im Internet aufrufbarem Bereich zum Download bereithalten.

Dass so etwas auch öffentlich "für Nichtmitglieder" geht, beweisen immer wieder die Middle East Philatelic'er mit ihren Bulletin, dass online jeden frei zum Download zur Verfügung steht, mehrfach im Jahr erscheint und zwar qualitativ mit sehr guten Fachartikeln. Ich sammel "so etwas" zwar nicht, doch ich freue mich immer wieder auf die nächste Ausgabe, die ich fast immer komplett durchlese und mich sehr "viel neues gelert" hat.

So etwas hat auch einen riesigen, nicht zu unterschätzenden Werbecharakter. Und ich glaube nicht, dass wenn jede ARGE seine Bulletins frei ins Netz stellen würde, diese einen großen finanziellen Nachteil hätten. Wer sich für ihre Bereiche nicht intensiv beschäftigt, aber die Artikel interessiert liest, würde eh nicht eintreten, und die die sich mitarbeitend mit dem ARGE-Thema beschäftigen, werden auch so eintreten. Und vielleicht kann man ja einen bisher uninteressierten "Zufalls-"-Mitleser ja doch interessieren - vielleicht sogar bisherige Nichtphilatelisten. Und ein weiterer Vorteil wäre, dass das mühsam zusammengetragene Wissen zum "Allgemeingut" für die Zukunft wird.

Diese Eigenbrödlerei einiger "Forscher" und ARGE konnte ich noch nie verstehen. ARGEs mit Beiträgen haben früher absolut Sinn gemacht, als man noch zwingend auf gedruckte und postalisch verschickte Bulletins zur Kommunikation angewiesen war, als notwendiger "Kostenersatz". Heute braucht man doch nur noch "eine handvoll Dollar" für die "Verwaltungskosten". "Meine ARGE" stellt ab 2020 auch auf 'nur noch online' Bulletins um und geht mit dem Beitrag deshalb spürbar runter. Ich glaube schon, dass wenn ARGEs öffentlich sichtbar sind, man auch neue Interessenten erreichen wird.

Gruß
Thomas
 
Altmerker Am: 29.12.2019 18:41:17 Gelesen: 5045# 33 @  
@ DL8AAM [#32]

Diese Eigenbrödlerei einiger "Forscher" und ARGE konnte ich noch nie verstehen.

Ich auch nicht!

Wer meint, in der eigenen Suppe schwimmen zu müssen oder zu können, der soll das tun. Dass das klappt, dafür gibt es sogar zahlreiche Beispiele im BDPh. Nur ob das nachhaltig ist, bezweifele ich, denn wenn die Gurus mal die Feder gelegt haben, sieht es bitter aus.

Was verheerender ist, sind die Selbstdarsteller. Notfalls übernehmen die mal einen Beitrag, der aus der Forschung anderer Motivgruppen und ARGEn stammt, aber müssen ihn erst einmal verschlimmbessern, um wenigstens ihr Kürzel mit unter den Text setzen zu können. Aber wer den Namen Pulitzer buchstabieren kann, schreibt noch lange nicht wie der amerikanische Kollege.

Ich muss gestehen, ich verstehe meine Motivgruppe als eine Andockstation eines Phila-Netzwerkes. Gerade weil sich Papier&Druck eben durch viele Themen zieht. Die Erfahrungen sind vorwiegend positiv, aber es gibt ARGEn, die angebotene digitale Text-Zusendungen schlichtweg ablehnen, weil sie schon genug Druckerzeugnisse rumstehen haben.

Agrarphilatelie sieht Texte über Fleischerzeitung, Molkerei-Papier etc. als willkommene Bereicherung, die Essener ARGE Ruhr mit "Wertzeichen" ist ein kommunikativer Partner, mit dem man gerne arbeitet. Dazu kommen die Technik-Spezialisten, selbst die Danziger haben uns schon den Nachdruck erlaubt. Uns gelang, dass wir zwischen R-Zettel-Sammler und unserem Presse-Zweig der Motivgruppe einen tollen Beitragsbogen schlagen konnten. Der "Zeitungstransport in der Straßenbahn" in unserem SWK-Heft wurde plötzlich für die Bahner interessant.

Doch das Ausgangsthema hieß Auflösen. Ist das für uns Sammler bei rund 170 (?) ARGEn und Gruppen so schlimm? Nur für die staubtrockenen Statistiker. Denn man kann sich ja, wenn sich neue Knoten in Netze bilden, in neuer Konstellation zusammenschließen. Das weitet den Blick und macht Sinn!

Meint
Uwe
 
wheilmann Am: 29.12.2019 19:58:02 Gelesen: 5005# 34 @  
Hallo Thomas, hallo Uwe,

eine schöne Seite - zig Themen, nur mein Thema nicht dabei -, super gemacht, ansprechend, einfach mal reinschauen - unter Thema die grauen Stichwörter anklicken:

http://www.vpha.de/index.php/component/content/article?id=161&jjj=1577636706882

So stelle ich mir die Veröffentlichungen der ARGEn / Vereine / Gilden im Internet vor, einfach Klasse!

Gruß Wolfgang
 
DL8AAM Am: 29.12.2019 20:49:10 Gelesen: 4976# 35 @  
@ wheilmann [#34]

So stelle ich mir die Veröffentlichungen der ARGEn / Vereine / Gilden im Internet vor, einfach Klasse!

Und so stelle ich mir das vor. ;-)

http://www.zobbel.de/mepb/mepbulletin.htm

Da habe ich in den letzte 4 Jahren wirklich sehr viel Neues gelesen und gelernt, auch wenn ich - wie geschrieben - nichts davon selbst beackere, d.h. ich wäre sowieso niemals in eine entsprechende ARGE aus diesem Dunstkreis eingetreten. Außer neue interessierte Leser gab es hier nichts zu verlieren. Nur pure Werbung für das Hobby und "deren" Sparte ;-)

Und auf das Thema zurückzukommen, vielleicht sollten sich kleinere (thematisch ähnliche) ARGEs zusammenschliessen, zumindest hinsichtlich ihres Magazins und dann "öffentlich" wirklich sichtbar sein, auch inhaltlich. So kann man neue Interessenten an "ihr" Thema heranführen. Und wichtig ist doch wohl nicht, dass ARGEs und OVs als organisatorische Entität überleben, sondern als "aktive Interessengruppen", als Aushängeschild für ihr Hobby. Und, ob egal "wie" man das dann organisiert, die zwei-drei aktiven "Köpfe" braucht man sowieso in jeden Fall.

Thomas
 
22028 Am: 29.12.2019 21:21:38 Gelesen: 4952# 36 @  
@ DL8AAM [#35]

Tobias ist aber auch in einer ganzen Reihe von ARGE's Mitglied und auch aktiv dort tätig.

Er macht die Zeitschrift mit viel Herzblut und ich vermute Du weißt das, bin ich einer der regelmäßigen Autoren dort. Ich glaube es gab bisher nur eine Ausgabe ohne einen Artikel von mir, teilweise sind sogar 2 oder 3 Artikel von mir drin.

Hier mache ich übrigens auch den Philaseiten Werbung für ihn bzw. für sein Bulletin.

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=125287
 
Cantus Am: 30.12.2019 02:38:05 Gelesen: 4888# 37 @  
@ Detlev0405 [#28]

Hallo Detlev,

wende dich doch mal an unseren Sammlerfreund Wachauer, der sammelt die Hradschin-Ausgabe. Vielleicht kann er dir bei deiner Stempelsuche weiterhelfen.

Viele Grüße
Ingo
 
Richard Am: 30.12.2019 12:51:40 Gelesen: 4826# 38 @  
Bitte beim Thema bleiben, dieses lautet:

Arbeitsgemeinschaften: Wie können Auflösungen verhindert werden ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Koban Am: 30.12.2019 15:20:54 Gelesen: 4767# 39 @  
Als erste Maßnahme würde ich auch Anfragen von Nichtmitgliedern beantworten. Leider scheint das nicht selbstverständlich. Von der Arge Frankreich zum Beispiel habe ich noch nie eine Antwort auf eine Frage erhalten.

Koban
 
22028 Am: 30.12.2019 16:02:58 Gelesen: 4740# 40 @  
@ Koban [#39]

Meine Erfahrung ist die, dass man Anfragen nicht nur an eine Email Adresse der ARGE (sofern mehrere genannt werden) senden sollte, sondern an alle. Im allgemeinen antwortet dann schon jemand, aber auch die ARGEn habe das Problem, dass die meisten Aktiven schon recht betagt sind und nicht dauernd am PC kleben oder auch noch ein Leben neben der Philatelie haben. Manchmal hilft auch ein Anruf.
 
alemannia Am: 30.12.2019 16:37:10 Gelesen: 4719# 41 @  
@ 22028 [#40]

Hallo,

naja,eine Anfrage an alle internetpräsenten Mail-Adressen der Arge zu senden, halte ich nicht für wirklich sinnvoll.

Was soll das bringen, nur dass Jemand antwortet?

Meine Erfahrung ist, dass meine spezielle Anfrage durch den jeweiligen Vorsitzenden bzw. RB-Redakteur an den richtigen "Arge-Spezialisten" weitergeleitet, und diese dann auch beantwortet wurde. Da habe ich nur positive Erfahrungen gemacht.

Fakt ist doch, dass es auch innerhalb der Argen "Spezialisten" gibt, die, ob internetzugehörig oder nicht, argespezifisch enormes Fachwissen haben. Dieses Wissen zu vermitteln und zu bewahren dürfte doch eigentlich das Ziel sein, egal auf welcher Kommunikationsebene.

findet
Guntram
 
Cantus Am: 31.12.2019 01:55:57 Gelesen: 4633# 42 @  
@ Koban [#39]

Hallo Koban,

die ARGE Frankreich hat eine eigene Website. Dort findest du unter der Überschrift "Vorstand" auch den Namen und die Adresse mit Telefonnummer des 1. Vorsitzenden. Rufe ihn an (abends) oder schreibe einen Brief (keine Masil!), ich bin absolut sicher, dass er antworten wird.

Du kannst dich auch gerne auf mich berufen.

Viele Grüße
Ingo
 
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