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Thema: Philartes Kunsteditionen
Gerd Am: 14.06.2014 17:09:56 Gelesen: 4112# 1 @  
Bitte um Eure Hilfe

Wie könnte man diesen Druck mit Briefmarke und Sonderstempel bezeichnen? Katalogisiert ist das Stück doch nicht? Ich dachte schon an Eerstaagsblätter oder Maximumkarten. Bin mir aber nicht sicher, was wie die richtige Bezeichnung lautet.

Wünsche allen ein schönes Wochenende.

Gerd


 
Cantus Am: 14.06.2014 20:41:37 Gelesen: 4056# 2 @  
Möglicherweise könnte man das ein "Gedenk- oder Erinnerungsblatt" nennen.

Viele Grüße
Ingo
 
gründi Am: 14.06.2014 20:45:40 Gelesen: 4052# 3 @  
Es könnte sich auch um ein Künstler-Ersttagsblatt handeln, da ja unten eine Unterschrift abgedruckt ist bzw. unterschrieben wurde?
 
stampmix Am: 14.06.2014 20:50:14 Gelesen: 4047# 4 @  
Die Unterschrift ist von der Briefmarken-Entwerferin Antonia Graschberger. Ersttag war allerdings der 8.1.1991.
 
wajdz Am: 14.06.2014 21:12:28 Gelesen: 4032# 5 @  
Die Puristen werden dieses Stück unter "Kartonphilatelie" einordnen. Ich nenne so etwas "Sonderstempelbeleg" und damit bekommt es einen Platz im Thema "Brandenburger Tor" und, wenn es die Original-Unterschrift der Künstlerin ist, hat es auch noch eine kulturellen Wert. Denn Briefmarken und die dazu entworfenen Sonderstempel sind immer noch angewandte Grafik und in den meisten Fällen damit auch kleine Kunstwerke, also des Aufhebens wert. Ich hätte jedenfalls Platz dafür. :-)

MfG wajdz
 
T1000er Am: 14.06.2014 21:39:38 Gelesen: 4022# 6 @  
@ Gerd [#1]

Es handelt sich hier um Briefmarkengraphiken. Ich glaube R.Borek hat sowas auch mal in seinem Angebot gehabt. Ein ähnliches Angebot findest Du auch auf folgender Seite von Philartes-Kunsteditionen. http://www.philartes.de/

Gruß,
T1000er
 
Gerd Am: 15.06.2014 15:20:17 Gelesen: 3934# 7 @  
Vielen Dank an alle, die mir geholfen haben.
 
Richard Am: 18.06.2014 09:30:32 Gelesen: 3834# 8 @  
@ wajdz [#5]

Denn Briefmarken und die dazu entworfenen Sonderstempel sind immer noch angewandte Grafik und in den meisten Fällen damit auch kleine Kunstwerke, also des Aufhebens wert.

Hallo wajdz,

da sollten wir unterscheiden zwischen kulturellem Wert und finanziellem Wert.

Philartes zeigt auf seiner Seite eine Reihe von Presseberichten aus der Zeit Anfang der 80-er Jahre. Aus diesen gehen die "Subscriptionspreise" von 90 bis 180 DM pro Blatt hervor, andere Beiträge nennen abweichende, aber immer ähnlich hohe Kosten:

http://www.philartes.de/sites/historie/pop-up.asp?image=../../images/historie/b0000_bild_13-5-83_pop_01.

Auf Ebay lässt sich gut erkennen, daß die derzeitigen Handelspreise meistens bei 1 Euro zu finden sind:

http://www.ebay.de/sch/Briefmarken-/260/i.html?_from=R40&_nkw=philartes&LH_Complete=1&LH_Sold=1&rt=nc

In diesem Los (Achtung, Link wird bald verschwinden)

http://www.ebay.de/itm/Postphilatelie-27-Graphiken-Edition-5000-5-Graphiken-Philartes-KP-uber-2-000DM-/400692168283?pt=Briefmarke&hash=item5d4b1d465b

wurde angeboten

Postphilatelie 27 Graphiken Edition 5000 + 5 Graphiken Edition Philartes, ehemaliger Kaufpreis war über 2.000 DM / Jahrgang 1999 (3 Stück ohne Kassette) + Jahrgänge 2000 bis 2003 je 6 Stück in 4 Kassetten. / Edition Philartes 5 Stück lose. Alles vom Künstler handsigniert / Die wenigen Fotos zeigen beispielhaft die Sammlung / ca. 4,3 kg

Der Verkaufspreis lag bei 51,55 Euro, rund 100 DM oder 5 % des Kaufpreises.

Verdient haben daran alle, die mit der Konzeption, Gestaltung, dem Druck und vor allem dem Vertrieb solcher Editionen beschäftigt waren, zudem die Rechteinhaber, die Agenturen, die Zeitschriften für Farbinserate, Transportunternehmen und viele mehr.

Wir dürfen solche Angebote der Karton-Philatelie, so schön sie sein mögen, nicht mit einer auch nur einigermaßen stabilen Wertanlage vergleichen, ähnlich wie Angebote von Vignetten, Ersttagsblättern, Telefonkarten, Numisbriefen ohne Münzen und vielem mehr.

Wer Freude an solchen Grafiken und Angeboten hat, kann sich jetzt eine Sammlung fast zum Nulltarif aufbauen.

Schöne Grüsse, Richard
 
wajdz Am: 18.06.2014 15:25:30 Gelesen: 3785# 9 @  
@ Richard [#8]

Mein Beitrag zu diesem Thread ging von der Frage aus, „..wie könnte man diesen Druck bezeichnen?. Diese Frage habe ich mit dem Begriff „Kartonphilatelie“ beantwortet. Ich habe meine Meinung zum kulturellen Wert dieses Blattes geäußert, denn ich bin der Ansicht, von mir ja auch begründet, daß dieser Druck zum Wegwerfen zu schade ist. Deshalb ordne ich sowas unter dem Begriff „Stempelbeleg“ ein, da ich für meine Person nicht die Absicht habe, ausstellungsreif zu sammeln. Und trotzdem würde ich mich über dieses Blatt freuen, da es auf jeden Fall zum Thema „Brandenburger Tor“ passt. Mit der Originalunterschrift des Künstlers hat das eben auch nicht jeder.

Das alle diese Erzeugnisse nur entstehen, um den Umsatz der Erzeuger zu steigern, ist mir natürlich klar und insoweit stimme ich Deinen Ausführungen vollinhaltlich zu.

Wie mit dem Kauf für 7 Mio € der Guianamarke 1c heute erst wieder bewiesen wurde, ist alles so viel wert, wie jemand bereit ist, dafür zu zahlen.



MfG wajdz
 
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