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Thema: Alliierte Besetzung: Farbabweichungen und Verfärbungen
WUArtist Am: 22.06.2014 17:32:26 Gelesen: 8475# 1 @  
Hallo Spezialisten,

kann bei diesem guten 2-Farben-Stück jemand weiterhelfen? Leider nicht mein Fachgebiet.

Grüße von WUArtist



MiNr. 34B
 
Rainer HH Am: 22.06.2014 17:37:24 Gelesen: 8469# 2 @  
@ WUArtist [#8]

Auch hier handelt es sich um eine Verfärbung der Marke, mit grosser Wahrscheinlichkeit durch Sonneneinwirkung. Auch wenn der Stempel echt wäre (kann ich leider nicht sicher beurteilen) wohl eher ein Fall für die runde Ablage.

Gruß Rainer
 
franzi2005 Am: 04.07.2014 21:09:17 Gelesen: 8383# 3 @  
Hallo liebe Experten,

ich habe den "Michel-Deutschland-Spezial 2010" jetzt schon zig Mal nach diesen beiden Marken durchsucht. Leider habe ich sie nicht gefunden. Wer kann mir helfen ?

Schon jetzt "besten Dank"
Horst Berg


 
muemmel Am: 04.07.2014 21:19:38 Gelesen: 8380# 4 @  
@ franzi2005 [#10]

Hallo Horst,

die beiden oberen Marken der senkrechten Paare haben ein intensives Sonnenbad genossen und sind aufgrund dessen ausgebleicht.

Schönen Gruß
Mümmel
 
franzi2005 Am: 04.07.2014 21:23:20 Gelesen: 8378# 5 @  
Danke, da konnte ich ja lange suchen. Papierkorb - oder als Rarität bei eBay verscheuern?

Horst Berg
 
Richard Am: 05.07.2014 12:48:35 Gelesen: 8331# 6 @  
@ franzi2005 [#12]

oder als Rarität bei eBay verscheuern?

Hallo Horst,

falls das ernst gemeint war: Verkaufen kannst Du nur mit falschen Angaben, also in die Abteilung Kurioses ins Album oder gleich entsorgen.

Schöne Grüsse, Richard
 
franzi2005 Am: 05.07.2014 13:57:28 Gelesen: 8322# 7 @  
Hallo Richard,

ist schon entsorgt - war als Jux gemeint.

Gruß
Horst
 
Henry Am: 27.06.2016 11:20:50 Gelesen: 7934# 8 @  
Aliierte Besetzung Gemeinschaftsausgabe 1946 - MiNr. 916 - Farbabart

In einer mir zur Begutachtung vorgelegten Sammlung habe ich diesen Zusammendruck gefunden.



Er wirft bei mir die Frage auf, wie die hellere Marke zustandegekommen sein mag. Einen Lichteinfluss schließe ich aus, da das Papier keinerlei Unterschiede aufweist, auch nicht unter der UV-Lampe. Auch eine chemische Verfärbung schließe ich demzufolge aus. Bei beiden Veränderungen müssten m.E. Verfärbungen des Papiers erkennbar sein, da ja nur partielle Teile des Zusammendruckes betroffen sein könnten. Im MICHEL-Spezial ist von einer Fehlfarbe der Mi-Nr. 916 nichts zu lesen. Die angeführten möglichen Gründe für Farbvarianten bei den Mi-Nrn. 916-937 erscheinen mir hier nicht zutreffend, da zu stark abweichend empfunden. Wer kann hierzu etwas sagen? Danke schon mal im voraus.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Lars Boettger Am: 27.06.2016 16:59:50 Gelesen: 7891# 9 @  
@ Henry [#8]

Mein Rat: Wenn Du noch eine andere 6 Pfg.-Marke hast, dann lege Sie einfach für 4-6 Wochen in die Sonne (hinter einem Fenster / ohne Vorhang). Ist sie nach der Zeit noch unverändert, dann würde ich Licht ausschliessen. Vorher nicht.

Beste Grüsse!

Lars
 
stampOmaniac Am: 27.06.2016 17:31:39 Gelesen: 7879# 10 @  
@ Henry

Wie Lars schon richtig vermutet, hat hier jemand ein wenig rumgespielt. Eine Marke abgedeckt und ab in die Sonne.

Das wirkt bei der 916 ohne Zweifel. Eventuell hat hier vor der "Lichtbehandlung" noch jemand mit einer Chemikalie etwas nachgeholfen. Denn die Ausbleichung, die man übrigens sogar im Scan bereits am Stempel erkennt, ist schon erheblich.

Gleiches funktioniert übrigens ebensogut bereits bei der Deutsches Reich Hitlerkopf 6 Pfg.

Eine solche Manipulation durch Licht, läßt sich mit den richtigen Prüfgeräten aber problemlos auch am Papier selbst erkennen. Selbst wenn der visuelle Eindruck erst einmal unscheinbar sein sollte.

Viele Grüße,
Bernhard
 
Henry Am: 28.06.2016 10:22:05 Gelesen: 7834# 11 @  
@ Lars Boettger [#9]
@ stampOmaniac [#10]

Hallo Lars und Bernhard,

danke für eure Meinungen.

Natürlich meine ich nicht unbedingt, eine große Rarität gefunden zu haben. Und natürlich denke auch ich immer zunächst an eine manipulative Veränderung entsprechend eurer Meinungen. Aber - Ich denke, dass bei einer so starken Veränderung durch Licht auch am Papier eine Veränderung sogar mit bloßem Auge erkennbar sein müsste. Das Papier müsste doch spröder werden? Dies ist aber nicht der Fall. Oder geht es wirklich ohne Erkennung einer Papierveränderung? Mit welchem Prüfgerät kann ich das feststellen, wenn nicht mit UV-Licht?

Eine Ausbleichung des Stempels kann ich am Original auch nicht erkennen. Diese müsste dann doch sicher auch viel deutlicher ausfallen oder etwa nicht?
Sind chemische Manipulationen tatsächlich so anwendbar, dass sie keine Spuren unter UV-Licht hinterlassen?

Mit welchen Prüfmethoden ist das überprüfbar?

Den von Lars vorgeschlagenen Test mit weiter Marke kann ich (werde ich auch) machen. Da wir derzeit aber auch reichlich Sonnenmangel haben, dauert das dann entsprechend länger. Vielleicht gibt es aber auch Methoden für einen schnelleren Nachweis?

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Kontrollratjunkie Am: 28.06.2016 10:57:41 Gelesen: 7818# 12 @  
@ Henry [#11]

Möchte mich der Meinung von Bernhard anschließen. Die Farben der 6 Pf Ziffernausgabe sind nicht alle stabil. Gerade bei dieser Marke kommen verhältnismäßig oft optische Veränderungen bei der Farbe vor. Die Beeinträchtigung bei deinem Beispiel ist zugegebenermaßen extrem, aber durch heftige UV-Bestrahlung auch innerhalb kurzer Zeit vorstellbar. M.E. reicht ein relativ kurzes intensives Sonnenbad aus, bei dem dann die Stempelfarbe nicht so sehr verblasst.

Wenn Du ein Mikroskop hast, sollte man anhand der veränderten Farbpigmente erkennen können, ob diese Annahme zutrifft.

Gruß
KJ
 
Baber Am: 28.06.2016 11:24:58 Gelesen: 7804# 13 @  
Hallo,

ich habe eine ähnliche Fababart von der 3 Pfg AM-Post und tippe hier auch auf Verfärbung durch Lichteinwirkung.



Gruß
Baber
 
Lars Boettger Am: 29.06.2016 10:06:25 Gelesen: 7739# 14 @  
@ Henry [#11]

Je nach Empfindlichkeit der Farbe dauert das "Sonnenbad" nicht so lange, dass man eine Veränderung am Papier feststellen muss. Die Marke ist 70 Jahre alt, das Papier ist auf beiden Marken gleichmässig gealtert. Da macht dann eine intensivere Sonneneinstrahlung auf einer Marke nichts bzw. vergleichsweise wenig aus.

In solchen Fallen denke ich immmer "einfach". In der Regel trifft das auch zu. Ich hatte einen ähnlichen Fall im letzten Jahr, als mir eine Marke aus der Dauerserie "Jean" von Luxemburg vorgelegt wurde. Ein Vergleichsstück lag im letzten Sommer einen Monat vor meinem Fenster (Südostrichtung). Und nach der Zeit war aus einem hellen Rot ein sattes Orange geworden.

Beste Grüsse!

Lars
 
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