Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (76) Deutschland: Nachgebühr bestimmen
Das Thema hat 76 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
mausbach1 Am: 01.11.2017 08:47:38 Gelesen: 15459# 52 @  
@ Journalist [#51]

Hallo Jürgen,

das ist so auch heute noch gängige Praxis, zumindest bei den mir bekannten Behörden - und das sind einige: Kommunale, sowie Landes- und Bundesbehörden. :-)

Beste Grüße
Claus
 
alemannia Am: 01.11.2017 10:16:54 Gelesen: 15448# 53 @  
@ Journalist [#51]

Hallo zusammen,
hallo Jürgen,

Postordnung vom 30. Januar 1929, mit Änderungen beibehalten bis 31.7.1964:

§ 51 Zahlung der Gebühren

V ... Bundes- oder Landesbehörden können nach der Annahme und dem Öffnen einer Sendung die darauf haftenden Gebühren vom Absender durch die Postanstalten einziehen lassen; dazu bedarf es bei Postkarten und Paketen eines schriftlichen Antrages, bei anderen Sendungen genügt die Rückgabe der Umschläge.


Gruß

Guntram
 
iholymoses Am: 01.11.2017 11:01:13 Gelesen: 15432# 54 @  
Hallo,

anbei ein DDR-Beleg, wo die Nachgebühr meiner Meinung nach falsch berechnet wurde. Der T-Stempel sagt 10 Pf fehlen auf die notwendigen 35 Pf. Auslandsporto (die BRD war ja Ausland), aber die Karte ist mit 20 Pf. fankiert (Mi.-Nr. 1820) - leider gnadenlos durchlocht. 20 + 10 ergibt aber nicht 35, oder hat jemand eine andere Erklärung?

Danke und Gruß,
R. Störiko


 
Baber Am: 01.11.2017 11:52:11 Gelesen: 15422# 55 @  
@ iholymoses [#54]

Die Auslandspostkarte der DDR kostete 25 Pfg, es fehlten also 5 Pfg, die wurden bis 31.12.1975 verdoppelt, daher die 10 für fehlendes Porto. Im Nenner des Bruches steht immer das Porto für einen Auslandsbrief (35 Pfg) ganz gleich ob sich um eine Postkarte oder einen Brief handelt.

Gruß
Bernd
 
Journalist Am: 01.11.2017 12:20:53 Gelesen: 15410# 56 @  
@ alemannia [#53]

Hallo Guntram,

danke für die schnelle und präzise Antwort.

@ mausbach1 [#52]

Hallo Claus,

zeige doch mal so einen Beleg aus der aktuellen Zeit - und zum zweiten wie wäre denn dann hier die Rechtspraxis, da der Passus ja laut Guntram nur bis 31.7.64 beibehalten worden war ?

Viele Grüße Jürgen
 
alemannia Am: 01.11.2017 12:26:45 Gelesen: 15407# 57 @  
@ Journalist [#56]

Da bin ich falsch verstanden worden.

Der Beleg ist ja aus 1962.

Was ab 1.8.1964 Praxis war, kann ich nicht sagen.

Ab 1.8.1964 gab es eine neue Postordnung, deren Inhalt mir aber nicht zur Verfügung steht.
 
Journalist Am: 01.11.2017 13:31:50 Gelesen: 15388# 58 @  
@ alemannia [#57]

Hallo Guntram,

ja ich habe Dich schon richtig verstanden, der Beleg ist aus dem Jahr 1962 und laut Deinen Infos war das zumindest bis zum 31.7.1964 zulässig.

Was dann danach passiert ist, ist noch zu klären - da aber Claus (Mausbach1) gemailt hatte, daß es hier auch noch aus späterer Zeit bzw. sogar heute noch solche Belege geben soll, wäre natürlich die Frage - wurde die Regelung nach dem 1.8.1964 weiter übernommen ?

viele Grüße Jürgen
 
Uwe Seif Am: 01.11.2017 16:27:17 Gelesen: 15360# 59 @  
@ Journalist [#58]

Hallo Jürgen,

irgendwo habe ich einen Beleg aus den 80iger Jahren an ein Finanzamt. Die Regelung müsste also nach Einführung der neuen Postordnung in den 60iger Jahren weiterhin gegolten haben.

Viele Grüße
Uwe Seif
 
mausbach1 Am: 01.11.2017 17:23:00 Gelesen: 15340# 60 @  
@ Journalist [#56]

Hallo Jürgen,

Belege habe ich keine, doch praktiziert z.B. "meine" Stadtverwaltung diese Vorgehensweise bis heute. Auch "mein" Finanzamt, sowie meiner alter Arbeitgeber verfahren so. Belege konnte ich, aus verständlichen Gründen, nie bekommen.

Schöne Grüße
Claus
 
volkimal Am: 01.11.2017 17:43:26 Gelesen: 15331# 61 @  
Hallo zusammen,

habe gerade einmal nachgesehen. Ich habe zwei solcher Belege - sie sind aus den Jahren 1952 und 1960.
Den ersten Brief könnt ihr im beim Thema "Zurück und nachgeschickt" sehen:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=47135

Hier der neuere:



Beim Finanzamt in Dortmund-Süd kam es wohl sehr häufig vor, dass unterfrankierte Briefe ankamen. Für den Fall hat man extra einen Stempel angeschafft: "Inhalt entnommen. / Gebühr trägt Absender. / Finanzamt Dortmund-Süd". Der Brief war schwerer als 20 g Das Porto betrug somit 40 Pfg. Als Nachgebühr hat man wohl 1960 das 1,5-fache des Portofehlbetrages gerechnet.

Viele Grüße
Volkmar
 
Christoph 1 Am: 01.11.2017 18:14:44 Gelesen: 15324# 62 @  
@ volkimal [#61]

Hallo,

im Thema "Zurück und nachgeschickt" hatte ich ebenfalls mal einen solchen Beleg gezeigt. Von März 1956:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=137537

Gruß
Christoph
 
18609 Am: 01.11.2017 18:23:10 Gelesen: 15315# 63 @  
Hallo,

ich finde die Praxis sehr komisch, als die Post noch staatlich war, war das ja ok. Was war wenn der Absender nicht gezahlt hat, also ich hätte das nicht, weil der Inhalt angekommen ist und bearbeitet wird? Ich glaube nicht, dass dies heute noch von der Post so durchgeführt wird, ich bin 28 Jahre bei der Post und habe davon noch nie etwas gehört.

Grüße
18609
 
Christoph 1 Am: 05.11.2017 12:18:53 Gelesen: 15186# 64 @  
@ Christoph 1 [#62]

Hallo,

da ich jetzt noch einen zweiten, ähnlichen Beleg vom gleichen Absender gefunden habe, zeige ich hier doch nochmal beide:

Zunächst der Beleg, den ich bereits im anderen Thema vorgestellt habe:



Und hier der zweite Beleg, diesmal an ein Finanzamt. Bei dem absendenden Notar scheint dieses Vorgehen der unterfrankierten Versendung wohl Methode gewesen zu sein?



Warum ich hier beide Belege nochmal zeige: Beide haben diesen roten Kreisstempel mit dem A, der ja offenbar im Zusammenhang mit der Nachgebühr steht. Kann jemand diesen Stempel erklären?

Gruß,
Christoph
 
18609 Am: 17.12.2017 20:10:28 Gelesen: 14417# 65 @  
Hallo,

ich habe mal wieder einen Brief der mir Rätsel aufgibt.

Der Brief ist nach meiner Meinung portogerecht:

40 Pf. Eilboten
20 Pf. Ortsverkehr 3 Gewichtsstufe

Der Brief ist vom 10.6.36 und hat auch diverse Bearbeitungsstempel rückseitig.

Ist diese 9 vielleicht keine Nachgebühr, sonst wären es ja 6 fehlende Pfennige?



Gruß
18609
 
Totalo-Flauti Am: 08.07.2018 11:03:03 Gelesen: 9557# 66 @  
Lieber Torsten,

sollten Deine Zweifel noch nicht ausgeräumt sein, stimme ich Dir zu, das die "9" keine Nachgebühr darstellt. Zumal Belege regelmäßig mit entsprechenden Nachgebühr-Stempel malträtiert wurden. Ich kann allerdings nur Belege aus Leipzig zeigen. Diese Stempel gab es aber bestimmt auch in jedem kleinen Postamt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.




 
London-Dieter Am: 21.08.2019 23:08:26 Gelesen: 4389# 67 @  
Eine Paketkarte mit Zurück-Vermerken wegen Annahmeverweigerung.

Grund waren scheinbar die zu entrichtenden "Lagergebühren".





Leider ist der aufgeklebte Zettel nicht mehr ganz vollständig.

Stempel Badbergen vom 28.11.42 (Landkreis Osnabrück) nach Berlin-Wilmersdorf.

Weiss jemand etwas zu den postseitig erhobenen "Lagergebühren"?
 
bovi11 Am: 22.08.2019 07:44:13 Gelesen: 4379# 68 @  
@ London-Dieter [#67]

Lagern Pakete aus Gründen, die die Post nicht zu vertreten hat, so ist für Abholerpakete vom 3. Werktag nach dem Eingang des Pakets, bei zuzustellenden Paketen ab dem 1. Werktag nach dem ersten Zustellversuch an bis zum Tage vor Aushändigung eine tägliche Lagergebühr, unter Berücksichtigung einer Höchstgebühr, zu zahlen.

03.1931
täglich 10 Pfennig
Höchstsatz 200 Pfennig

03.1946
täglich 20 Pfennig
Höchstsatz 400 Pfennig

01.09.1948
täglich 15 Pfennig
Höchstsatz 300 Pfennig

01.07.1954
täglich 20 Pfennig
Höchstsatz 400 Pfennig

Seit 1963 wird die Gebühr nicht mehr erhoben.

Quelle: Postbuch 1945-1992 von Werner Steven - Seite 36
 
1 Pf Am: 15.06.2020 18:27:25 Gelesen: 1656# 69 @  
Warum wurden hier nur 9 Pf Nachgebühr erhoben ?



Der Brief lief im doch von München nach Berlin, also im Fernverkehr. Aufgegeben am 1.10.57. Damit wären doch bis 20 gr 20 Pf fällig.

9 Pf wären doch bis 20 gr im Ortsverkehr fällig. Oder ?

Schon mal DANKE sagt 1 Pf
 
Fips002 Am: 03.07.2020 19:48:02 Gelesen: 1548# 70 @  
Unfrankierter Brief von Sondershausen, 16.9.1949 nach Erfurt. Als Nachgebühr waren 36 Pfennig zu bezahlen.

Der Absender ist ein Anwärter der Grenzpolizei Lehrbereitschaft Sondershausen (Zonengrenze).



Dieter
 
bovi11 Am: 03.07.2020 20:26:52 Gelesen: 1533# 71 @  
@ 1 Pf [#69]

Meine Erklärung:

7 Pfennig Drucksachengebühr

6 Pfennig fehlen
3 Pfennig Strafzuschlag

= 9 Pfennig
 
Fips002 Am: 04.09.2020 20:11:27 Gelesen: 697# 72 @  
Feldpostbrief von Landsberg, Warthe 28.7.1942 nach Zittau, Sachsen.

Für diesen Feldpostbrief wurden 18 Pfg. Nachgebühr erhoben wegen fehlen des Dienststempels. Feldpostbriefe wurden nur gebührenfrei mit Dienststempel befördert.



Dieter
 
karrottil Am: 06.09.2020 20:16:35 Gelesen: 663# 73 @  
Hallo,

Brief bis 20 g innerhalb Marburg/Lahn, abgestempelt am 25.12.46.



Die beiden AM-Post Freimarken waren seit dem 31.10.46 ungültig. Die Nachgebühr beträgt 9 Pf, aber warum?

Kann mir jemand die Nachgebühr erklären?

Mit vielen Dank im voraus

Karsten
 
Christoph 1 Am: 06.09.2020 21:37:56 Gelesen: 648# 74 @  
@ karrottil [#73]

Hallo Karsten,

meine Vermutung: Es war eine Drucksache. Die hätte eigentlich 6 Pfennig gekostet. Dazu kamen dann noch 3 Pfennig Zustellgebühr (Strafporto).

Gruß, Christoph
 
karrottil Am: 06.09.2020 22:57:30 Gelesen: 633# 75 @  
@ Christoph 1 [#74]

Hallo Christoph,

danke für deine Erklärung. So wird es wohl gewesen sein.

Grüße
Karsten
 
Fips002 Am: 16.09.2020 18:03:51 Gelesen: 524# 76 @  
Ganzsachen Postkarte P 12 von Herbronn (Neckar)10.2.1955 nach Nortorf. Ab 01.01.1955 waren die Ausgaben Posthorn ungültig und somit 15 Pf. Nachgebühr.

Welche Bedeutung hat der Buchstabe B im Stempel Nachgebühr ?



Dieter
 

Das Thema hat 76 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3   4  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.