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Thema: Marken bestimmen Dänemark
Victoria8749 Am: 06.10.2014 00:15:01 Gelesen: 5180# 1 @  
Marke bestimmen: Dänemark oder Österreich ?

Hallo, liebe Sammlerfreunde,

ich habe diese Marke bekommen und kann sie einfach nicht bestimmen, wer kann mir helfen? Schon mal DANKE sage.

Gruß Volker


 
LK Am: 06.10.2014 00:55:35 Gelesen: 5170# 2 @  
@ Victoria8749 [#1]

Hallo Volker,

das ist Dänemark Mi 2. Wenn sie echt ist, eine seltene Marke der Europäischen Klassik.

An deinem Scan leider nicht zu beurteilen, gut wäre 600 dpi ohne Veränderung der Farbe durch Bildbearbeitung.

Die Marke ist im Orginal blau und hat Unterdrucklinien.



Gruß

LK
 
Victoria8749 Am: 06.10.2014 09:20:53 Gelesen: 5132# 3 @  
@ LK [#2]

Hallo LK,

vielen Dank für Deine schnelle Hilfe, die Marke ist blau, hoffe nur, dass sie auch echt ist!

Schönen Tag noch!

Gruß Volker
 
0nickyet Am: 06.10.2014 10:27:23 Gelesen: 5113# 4 @  
Da wäre ich auf den ersten Blick sehr skeptisch:

- Der Mittelbalken des 'E' von Frimarke ist viel dicker als in der Abbildung des Originals.
- Der obere Balken des 'K' von KGL ist viel fetter.
- Der Bogen links unten an der '2' hat einen zu starken Winkel.
- Im Original hat das Posthorn innen eine sauber gewundene, durchgängige Linie, die Marken oben nicht.
- Die Ornamente sind an verschiedenen Stellen zwar ähnlich, aber dennoch unterschiedlich.

Wenn die Marke nicht von einer anderen Platte stammt, die genau diese Kennzeichen aufweist, wäre ich pessimistisch.
 
LK Am: 06.10.2014 11:27:06 Gelesen: 5089# 5 @  
@ 0nickyet [#4]

Hallo,

deshalb habe ich ja um einen besseren Scan gebeten.

Aber deine Erkenntnisse können auch drucktechnisch bedingt sein.

Nach Michel ist es eine Mi 2 - nach Facit eine 1.

In beiden Katalogen werden 2 Auflagen katalogisiert I und II (Platte).

I Unterdruck im Stichtiefdruck (bessere Marke)
II Unterdruck im Buchdruck

Des weiteren Unterscheidung nach Bogenfeldern und Typen.

Es ist also vieles möglich und die letzte Entscheidung trifft der zuständige Prüfer.

Gruß

LK
 
Victoria8749 Am: 06.10.2014 11:30:37 Gelesen: 5087# 6 @  
@ 0nickyet [#4]

Hallo,

vielen Dank für Deine ausführlichen Anmerkungen. Ich habe gelernt, immer pessimistisch bei Briefmarken zu sein (sonst eigentlich nicht meine Art) und mußte feststellen, dass jede Marke, die im Wert über den Durchschnitt liegt, gefälscht wird.

Schönen Tag noch, Gruß Volker
 
10Parale Am: 30.11.2025 18:53:52 Gelesen: 151# 7 @  
Dänische Briefmarken sind ja in der Regel nicht so schwer zu bestimmen. Habe ich hier eine Nr. 1 ? (Scan 600 dpi) Für mich spricht nichts dagegen, Faserpapier und gute Ränder hat sich auch.

Dazu noch eine Frage, gibt es Abstempelungen aus dieser Zeit (3-Ring) von den Faröer Inseln? Dieser Stempel ist nicht zu dechiffrieren, aber es gab da einen Hinweis vom Verkäufer auf Faröer Inseln.

Von der Michel Nr. 1 gibt es ja auch mehrere Unterarten, wie ich ausmachen konnte, kennt jemand die Unterschiede?

Liebe Grüße

10Parale


 
Martin de Matin Am: 30.11.2025 20:41:44 Gelesen: 121# 8 @  
@ 10Parale [#7]

Die Marke ist eine MiNr.1. Bei MiNr.1 ist die Wertangabe in Buchstaben geschrieben (FIRE), bei den späteren Ausgaben ist die Wertangabe in Zahlen.

Bei dem Stempel den Faröer Inseln zuzuordnen, habe ich starke Zweifel. Im AFA-Katalog werden zwei Nummernstempel den Faröer Inseln zugeordnet:

- 238 Thorshavn
- 284 Trangisvaag

Wenn ich mir dein Stück betrachte dann würde ich eher eine 122 erkennen; dann wäre die Marke in Schleswig Holstein gebraucht.



Gruss
Martin
 
ostsee63 Am: 01.12.2025 21:20:11 Gelesen: 78# 9 @  
@ 10Parale [#7]

Die Marke ist wunderbar zentrisch geschnitten mit allen Rändern! --> Top + 100 % --> leider schwacher Stempel -50%

@ Martin de Matin [#8]

Mit der Stempelidentifizierung gehe ich soweit mit, das es kein Stempel der Färöer ist. Ob es eine 122 = Lütjenburg ist kann vermutet werden und passt auch zur Marke selbst, denn den Stempel gab es ab Juli 1853. Diese Datum kann mitnutzen zur Bestimmung der Marke selbst.


Richard hat mich gebeten einige Merkmale der Dänemark Nummer 1 zu beschreiben. Damit hat er mich in ein echtes Dilemma gestürzt, denn auf welcher Basis das erfolgt bleibt mir überlassen.

In jedem Katalog steht klar das die "FIRE R.B.S." am 1.April 1851 an die Postschalter kam.

Auch klar ist das es zwei grundlegende Typen gibt:

Grundtype I (FERSLEW) ab dem 1. April 1851

No 1 (AFA) oder No 1 I (Michel) mit dem Unterdruck als Kupferdruck (AFA) oder Stich-Tiefdruck genannt im Michel. rund 3,8 Millionen Exemplare mit dem Wasserzeichen 1 in der Farbe "braun"

Die Entwertung erfolgte nach Dienstvorschrift per stummen Stempel - Kreisstempel in verschiedenen Ausführungen.

ab dem März 1852 kam die Grundtype II (THIELE I) dazu

No 1 Ia rotbraun (AFA) oder No 1 IIa rotbraun (Michel) mit dem Unterdruck als Buchdruckausführung in einem hellem orangebraun (beim AFA) im AFA ist eine Auflage von rund 3,9 Millionen Exemplare angegeben

Ab Oktober 1852 wurden schrittweise die Nummernstempel eingeführt --> auf der No 1 (Grundtyp I) sind sie selten zu finden.

ab 1853 kam der II. Druck (THIELE II) mit dem Unterdruck in Buchdruckausführung dazu

No 1 IIa schwarzbraun (AFA) ohne Erwähnung im Michel
No 1 IIb dunkelrotbraun (AFA) ohne Erwähnung im Michel
der Unterdruck bei beiden Farben ist in einem deutlichem / kräftigen goldorange
die gemeinsame Auflage beträgt fast vier Millionen

ab 1854 kam der III. Druck (THIELE III) mit dem Unterdruck in Buchdruckausführung an die Postschalter

No 1 IIIa braun (alle Töne) (AFA)
No 1 IIIb goldbraun (AFA) No 1IIb gelblichbraun (Michel)
No 1 IIIc graubraun (AFA)
No 1 IIId olivbraun (AFA)
No 1 IIIe Kastanienbraun (AFA) No 1IIc Kastanienbraun (Michel)
No 1 IIIf Nussbraun (AFA)
 

Der Unterdruck ist in einem schwachen orangebraun gehalten

So, genug der Farbenlehre --> es ist eigentlich ganz einfach, wenn man die Profis bei der FG Nordische Staaten fragt.

Hier gibt es Sammler mit viel Vergleichsmaterial und die Erklärung, wie unterscheidet man die Unterdrucke?

Beste Grüße aus dem Norden
 

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