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Thema: Absenderfreistempel mit Motiven
Das Thema hat 297 Beiträge:
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mausbach1 Am: 17.12.2019 16:54:45 Gelesen: 20971# 273 @  
Ein Gruß aus Duisburg:


 
mausbach1 Am: 17.12.2019 17:03:35 Gelesen: 20967# 274 @  
Wein


 
Cantus Am: 10.01.2020 02:15:25 Gelesen: 19274# 275 @  
Die Maschinenfabrik und Eisengießerei Hummel aus Heitersheim ist dieselbe Firma, die zu einem späteren Zeitpunkt die bekannten Hummel-Traktoren gebaut hat. Die Geschichte der Firma kann man besonders gut hier [1] nachlesen.

Ich zeige einen Absenderfreistempel vom 12.8.1939, mit dem die Firma noch mit der Herstellung von Pumpen und Schrotmühlen wirbt.



Viele Grüße
Ingo

[1] http://www.fahrzeugseiten.de/Hersteller/Hummel/hummel.html
 
Cantus Am: 20.02.2020 02:50:07 Gelesen: 16567# 276 @  
Am 14.5.1986 verschickte die Firma A.Stapelmann KG aus Düsseldorf einen Brief mit Absenderfreistempel, in dem ein Sportwagen abgebildet ist. Heute firmiert in Düsseldorf eine Anton Stapelmann KG als Immobilienmakler, ob die Personen aber übereinstimmen ist mir nicht bekannt.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 10.04.2020 23:33:36 Gelesen: 14050# 277 @  
Ich habe nachgeforscht, aber heute gibt es in Königslutter keine Spezialfabrik mehr, die sich der Stuhlherstellung widmen würde. So bleibt heute nur noch ein interessanter Stempel aus Königslutter, verwendet am 1.6.1942.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 01.06.2020 02:34:32 Gelesen: 11300# 278 @  
Heute ein Stempel vom 19.3.1984 eines Autohändlers aus Pattensen, einer Kleinstadt aus der Region Hannover.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 03.06.2020 02:31:25 Gelesen: 11191# 279 @  
@ Cantus [#267]

Ich zeige heute nochmals einen Stempel aus Ronnenberg. Die Firma "Anlagenbau für Bädertechnik GmbH" existiert auch heute noch und hat sich besonders auf Schwimmbäder konzentriert; einige Beispiele werden auf der Website der Firma vorgestellt [1].



Stempel vom 18.6.1979

Viele Grüße
Ingo

[1] https://www.afb-han.de/de/Startseite.htm
 
Cantus Am: 20.06.2020 12:47:15 Gelesen: 10577# 280 @  
Das Unternehmen Merckle [1] wurde nach der Enteignung nach dem Zweiten Weltkrieg im schwäbischen Blaubeuren von Ludwig Merckle neu gegründet. 1967 übernahm sein Sohn Adolf Merckle die Geschäftsführung und gründete 1973 das Unternehmen Ratiopharm, zunächst als Tochtergesellschaft der Merckle GmbH.

2004 wurde die Merckle Biotec GmbH für biopharmazeutische Wirkstoffe als Tochterunternehmen gegründet. 2005 wurden die Originalpräparate der Merckle GmbH wie Dolobene und Mirfulan an die Recordati Pharma GmbH verkauft.

Von 2005 bis 2010 agierte das Unternehmen als Teil der Ratiopharm-Gruppe. Seit 2010 gehört es zusammen mit Ratiopharm zu Teva Pharmaceutical Industries [1].

Neben Bepanthen und Hametum ist Mirfulan-Salbe der dritte Eckpfeiler, der nicht in unserem Haushalt fehlen darf. Dazu ein Stempel aus Blaubeuren vom 15.11.1993.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Merckle
 
BeNeLuxFux Am: 05.07.2020 13:28:44 Gelesen: 10174# 281 @  
Die Überlandwerk Nord-Hannover AG war ein regionales Stromversorgungsunternehmen, was 1998 mit der EWE fusionierte und seitdem ein Teil der EWE ist. Auf dem Freistempel aus dem Jahr 1961 wird für die Möglichkeit der "Elektrizität in jedem Gerät" geworben, was damals wohl ein echtes Heilsversprechen war.

Grüße, Stefan


 
skribent Am: 18.07.2020 12:40:19 Gelesen: 9639# 282 @  
Guten Tag,

sehr viele Sammler des Motivs "Schienenverkehr" haben in ihrer Sammlung auch ASF des Unternehmens ERSTA (Ernst Starke) eingeordnet. Dieses Unternehmen begann 1720 mit dem Handel von Eisen-, Holz- und Haushaltswaren. 1829 verlegte die Firma sich auf die Herstellung von Putz- und Pflegemitteln, sowie von Zünd- und Streichhölzern. 1879 wurde die Produktionspalette um die Herstellung von Schmirgelpapier und Schmirgelleinen erweitert.



Das zeigt auch der ASF vom 22. Februar 1934 im Werbeteil und dazu die Abbildung einer 1B-Dampflokomotive als Medaillon.



Der 5 Jahre später angebrachte AFS vom 4. Juni 1939 ist derselben wie vor, aber der blaue 2-Zeiler "Geschäftspapiere" weist daraufhin, dass der Brief an einen Kriegswaffen produzierenden Betrieb ging.



Zum Kriegsende gehörte die Fa. ERSTA, MELLE auch zu den kriegswichtigen Betrieben. Der AFS war verändert, denn der Wertstempel war nun ein liegendes und kein stehendes Rechteck mehr, der Datumsstempel war ein Zweikreisstegstempel geworden und der Absender-/Werbeteil war komprimiert und das Gründungsjahr von 1879 in 1829 geändert worden. Dadurch wurde das Lokomotiv-Medaillon etwas gestaucht.



Mehr als ein halbes Jahrhundert später war aus Starke/Melle eine GmbH & Co. KG. geworden, der Tagesstempel war verändert in einen Kreisstempel mit Stegsegment oben, die PLZ war 5-stellig geworden und Melle lag nun im Wiehengebirge. Das Erscheinungsbild des AFS hatte sich völlig verändert, denn neben dem Medaillon gab es nun noch ein Logo "MATADOR".



Der letzte vorliegende AFS stammt vom 20. Juni 2013, bei dem sich außer der Farbe (blau gegen rot) und einem entfernten "E" bei SCHLEIFMITTELWERK(E) nichts geändert hatte. Und die Lokomotive hatte auch die letzten 85 Jahre überstanden.

Aber ich wusste noch immer nicht, warum es die Lokomotive auf dem AFS gab. bis ich eine alte Vertreterkarte des Unternehmens fand.



Da stand nachzulesen, dass die Produktpalette der Schmirgelfabrikate unter dem Namen LOKOMOTIVE angeboten und verkauft wurden.

MfG >Franz<
 
PaulT Am: 03.08.2020 12:19:42 Gelesen: 8693# 283 @  
@ Cantus [#212]

Lieber Ingo,

weiß nicht, ob Du schon Antwort zur Frage nach der Firma KAPAG in Groß-Särchen hast. Bin zufällig auf Deine Frage gestoßen, weil ich in der vorigen Woche einen Wikipedia-Artikel zu dieser Firma angelegt habe, siehe [1].

Wäre natürlich noch begeistert, wenn Du mir ein gut aufgelöstes Bild vom Freistempel schicken könntest. Noch besser wäre es, wenn Du mir erlauben würdest, es bei Wiki-Commons hochzuladen (kannst Du natürlich auch selbst machen).

Herzliche Grüße,

Gunther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kartonpapierfabriken_Gro%C3%9F_S%C3%A4rchen

(Kartonpapierfabriken Groß Särchen)
 
Cantus Am: 01.09.2020 10:34:19 Gelesen: 6843# 284 @  
@ PaulT [#283]

Hallo Paul,

wenn du eine Mailadresse veröffentlichst oder mir zumailst, schicke ich dir die beiden Bilder zu. Was du mit dem Stempel machst, ist mir egal, du kannst ihn also nach Belieben formatieren und auch bei Wiki hochladen.

Ich wurde selber schon vereinzelt aufgefordert, einen Artikel zu schreiben, allerdings im Bereich der klassischen Musik, aber die Vielfalt eines solchen Artikels geht über meine Möglichkeiten.

Viele Grüße
Ingo
 
mausbach1 Am: 02.09.2020 08:54:21 Gelesen: 6786# 285 @  
Verschiedenes...



Als ihr Urgroßvater Herrmann Schiffmann 1926 das Unternehmen unter dem Namen Mitteldeutsche Reklame in Magdeburg gründete, spielten elektronische Werbeformen freilich noch keine Rolle. Aber Litfaßsäulen und Straßenbahnen ließen sich bereits damals als Werbeträger einsetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog das Unternehmen nach Oldenburg, und 1954 verlegte die Kommunale Außenwerbung Schiffmann, wie sie dann hieß, ihren Sitz nach Freiburg, nachdem sie die Werberechte der Stadt erhalten hatte.



Der Provinzialverband der Provinz Westfalen war ein kommunaler Provinzialverband für die preußische Provinz Westfalen. Seine Selbstverwaltungsbefugnisse gründeten sich in der Provinzialordnung vom 1. August 1886.

Seine Aufgaben waren unter anderem Landarmenwesen, Fürsorgeanstalten für Blinde, Taubstumme und Geisteskranke, Bau und Unterhaltung der Staatsstraßen, Förderung von Kunst und Wissenschaft sowie des Bibliothekswesens und Unterhaltung von Denkmälern.



Das Holstentor ( Holstein-Tor) ist ein Stadttor, das die Altstadt der Hansestadt Lübeck nach Westen begrenzt. Es ist das Wahrzeichen der Stadt. Seit 1950 befindet sich in den Räumen des Holstentores das Stadtgeschichtliche Museum von Lübeck.



VEB SCHWERMASCHINENBAU - Verlade- und Transportanlagen

Glückauf!
Claus
 
skribent Am: 19.09.2020 12:25:17 Gelesen: 5634# 286 @  
Guten Tag,

ein schöner Absenderfreistempel von Reutlingen vom 24.8.1949. Von den 6 verschiedenen Stempeln (keine SSt.) ist dieser der schönste.



List war mit seinen Plänen, Deutschland mit der Eisenbahn zu vernetzen, der Zeit voraus. Aber das Grundgerüst der Schienenwege in Deutschland trägt immer noch seine Handschrift.



Dass ein Albumhersteller den Brief als Drucksache an einen Briefmarkenhändler geschickt hat, ist nicht unbedingt von Bedeutung.

Vielleicht bekam diesen Brief des AFS wegen ein angestellter Sammler bei Richard Nickel - oder er selbst?

MfG >Franz<
 
T1000er Am: 20.09.2020 11:08:18 Gelesen: 5608# 287 @  
@ skribent [#286]

Toller Beleg, den Du da zeigst, aber die Benennung als Absenderfreistempel stimmt nicht. Es handelt sich um einen Postfreistempel mit Werbeklischee. Der Ortsstempel trägt neben dem Unterscheidungsbuchstaben "c" auch eine Uhrzeitangabe "-12" Uhr.

Schöne Grüße,
Thomas
 
skribent Am: 20.09.2020 11:47:40 Gelesen: 5603# 288 @  
@ T1000er [#287]

Hallo Thomas,

O-Ton meiner Oma: "Man wird alt wie 'ne Kuh und lernt immer noch dazu".

Vielen Dank für den hilfreichen Hinweis!

MfG >Franz<
 
volkimal Am: 24.09.2020 11:54:26 Gelesen: 5494# 289 @  
Hallo zusammen,

ein Absenderfreistempel aus Ägypten mit einer ungewöhnlichen Form des Ortsstempels aus Helwan:



Leider kann ich kein Arabisch, so dass ich nicht weiß, wer der Absender ist. Das Bild erinnert mich an eine Patronenhülse oder Rakete, kann aber auch etwas ganz anderes sein. Wer weiß, was es darstellt?

Viele Grüße
Volkmar
 
skribent Am: 04.10.2020 10:53:49 Gelesen: 4917# 290 @  
Guten Morgen,

als die Urlaubsgestaltung in Deutschland noch ein wenig bescheidener ausfiel, gab es in Freudenstadt ein Unternehmen namens APFELFAHRT, das individuelle Reisen mit Sonderzügen quer durch Deutschland anbot. Teilweise wurden dabei auch Schiffs- und Flugreisen einbezogen.



Die "Internationale Organisation Apfelpfeil" mietete von der DB Reisezugwagen aber auch ganze Züge. Um 1976 hatte das Geschäft ein Volumen erreicht, dass das Unternehmen gebrauchte TEE-Wagen der DB kaufte. Im Laufe der Zeit änderte sich aber der Geschmack, seinen Urlaub zu verbringen, gewaltig. Charterflug- und Schiffsreisen pauschaler Art lösten die vollanimierten Apfelfahrten ab und das Unternehmen IOA musste 1979 Insolvenz anmelden und den Betrieb einstellen.

Modelleisenbahner konnten damals von Märklin aber auch von Minitrix Reisezugwagen in den Firmenfarben und mit deren Werbung kaufen.

MfG >Franz<
 
skribent Am: 09.10.2020 15:48:36 Gelesen: 4434# 291 @  
Guten Tag,

jeder Berufszweig wird durch die Genossenschaft vertreten in der er Mitglied ist. Infolgedessen gibt es auch eine Berufsgenossenschaft der Straßen-, U-Bahnen und Eisenbahnen.

In diesem Fall ansässig in 2000 Hamburg 36, Fontenay 1 a.



Der Geschäftsbrief stammt vom 10.3.1966

Im Werbefeld abgebildet eine Szene mit Fußgängern und einem Automobil an einem Zebrastreifen mit dem Slogan: "Achtgeben - länger leben!

Soweit so gut, aber die Berufsgenossenschaft vertritt weder die große Gruppe der Autofahrer bzw. deren Herstellerunternehmen noch die der Fußgänger, sondern die Straßenbahn-, U-Bahn- und Eisenbahn-Gesellschaften.

Dafür ist der AFS aber sauber aufgerollt.

MfG >Franz<
 
Manne Am: 18.10.2020 12:46:09 Gelesen: 3569# 292 @  
Hallo,

aus Konstanz ein Freistempel vom 31.03.1939 der einen Adler zeigt.



Das Kuvert mit Werbung, etwas größer als DIN A4.



Gruß
Manne
 
Altmerker Am: 03.11.2020 15:32:49 Gelesen: 2394# 293 @  
@ T1000er [#112]

Ich habe hier keinen Hauptstadt-Abschlag, sondern den Absenderfreistempel der kleinsten deutschen Landeskirche, wie man sagt. Die Kreuze sind hier das vielsagende Motiv.

Gruß
Uwe


 
skribent Am: 21.11.2020 18:22:59 Gelesen: 811# 294 @  
Guten Abend,

beim Wühlen in einem kleinen Nachlasskarton sind mir einige normale und mit Fenster versehene DIN-lang-Umschläge aufgefallen, die ich vorstellen möchte.

Gehrden im Calenberger Land verwendet seit fast 30 Jahren den gleichen Werbeteil im AFS, jedoch mit kleinen Unterschieden.

Immer gleich ist die Abbildung des Gehrdener Stadtwappens und der Werbespruch: GEHRDEN - eine lebendige Kleinstadt mit vielen Vorzügen!



Diese 2 AFS weisen der Nutzungszeit entsprechend einige Unterschiede auf, aber die Umschläge wurden im Rathaus von Gehrden gefertigt und frankiert.



Diese 2 AFS weisen auch den Werbeteil von Gehrden auf, der Tagesstempel ist aber von Osnabrück.

Gehrden grenzt an Wennigsen (mein Wohnort) und Wennigsen hat auch ein kleines Gegenstück in der Nähe von Osnabrück. Aber das ist Spekulation um die Ecke!
Mein ehemaliger Phila-Vereins-Vorsitzende hat zu der Zeit (1990er Jahre) im Gehrdener Rathaus gearbeitet und erinnerte sich, dass sämtliche Post, die nicht amtlich bzw. eilig war, wurde nach Osnabrück zu einem Unternehmen gekarrt, von wo aus die weiteren Schritte getätigt wurden.

BWL habe ich nicht studiert, meine trotzdem, dass die Vorgehensweise keinen Sinn machen konnte. In Gehrden war das Postamt schräg gegenüber dem Rathaus angesiedelt.

Wo und an welcher Stelle ist denn nun die Ersparnis zu verzeichnen gewesen? Gab es bei der Post für das "kleine" Unternehmen Mengenrabatt?

Gab es so etwas in anderen Kommunen auch?

MfG >Franz<
 
volkimal Am: 21.11.2020 19:33:21 Gelesen: 802# 295 @  
@ skribent [#294]

Hallo Franz,

es gibt eine ganze Reihe Ortswerbeklischees, die zusammen mit einem Osnabrücker Ortsstempel vorkommen. Hier ein Beispiel mit dem Werbeteil aus Lüdinghausen.



Lüdinghausen liegt ca. 80 km von Osnabrück entfernt. Die Stempel haben, wenn ich mich richtig erinnere, etwas mit dem Finanzamt zu tun. Ich kenne denselben Fall auch aus meinem Wohnort Olfen. Dort habe ich mit Sicherheit noch den kompletten Umschlag. Ich müsste ihn einmal heraussuchen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 22.11.2020 10:15:29 Gelesen: 719# 296 @  
Hallo zusammen,

ich habe die beiden Umschläge gefunden.

Werbeklischee: Olfen, Tagesstempel: Osnabrück 12



An den Umschlägen ist nicht zu erkennen, von wem die Briefe kamen. Zum Glück habe ich aber notiert, was der Inhalt war.

Mit diesen Umschlägen wurden jedes Jahr die Lohnsteuerkarten verschickt.

Ich weiß allerdings nicht, ob alle Lohnsteuerkarten aus einem bestimmten Gebiet von Osnabrück aus verschickt wurden oder ob das jeder Ort oder jede Finanzverwaltung selbst festlegen konnte. Kann einer von Euch etwas dazu sagen?

Ich habe gerade einmal die Datenbank durchgesehen. Dort sind noch einige weitere Orte zu finden:

Hameln: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/332683
Halle (Saale): https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/123652
Wittenberg: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/312790
Halberstadt: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/192284 und https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/192272

Viele Grüße
Volkmar
 
skribent Am: 22.11.2020 12:29:38 Gelesen: 702# 297 @  
Guten Morgen,

Volkmar, Du hast so gut wie Recht, denn in diesen Briefumschlägen wurden die Jahresbescheide für Steuern und Abgaben verschickt.



(Dies ist der komplette Umschlag)

Jetzt hatte ich Jemanden an der Strippe, der im Gehrdener Steueramt lange Jahre gearbeitet hat.

Die Jahresbescheide für Steuern und Abgaben wurden im Gehrdener Steueramt erstellt, dann im Rechenzentrum des Landkreises Hannover gedruckt und an die kreisangehörigen Kommunen übersandt. Das war für die Kommunen ein enormer Aufwand, weil es vor allem in den kleinen Städten und Gemeinden kaum eine eigene Poststelle gab. Die Menge an Bescheiden wurde von den Sachbearbeitenden gefalzt, eingetütet und in das Pförtnerzimmer getragen, in dem in den überwiegenden Fällen die Poststelle verwaltet wurde.

Zur Deckung dieser Marktlücke spezialisierten sich auf den Versand der Massenbescheide einige Firmen, die entsprechende Angebote an die Kommunen unterbreiteten.

Für Gehrden bekam den Zuschlag die Fa. Pannhausen mit Sitz in Osnabrück. Die Bescheide wurden durch die Firma vom Landkreis Hannover abgeholt, später in großen Kartons nach Osnabrück geschickt, dort gefalzt, kuvertiert und frankiert bei der dortigen Post aufgeliefert. Selbstverständlich fand das Werbeklischee der Stadt Gehrden Verwendung - die zuständige Post lag aber nun einmal in der Stadt Osnabrück.

Der besagte Herr im Gehrdener Steueramt konnte weiterhin ausführen, dass Anfang des neuen Jahrtausend nur noch eine CD mit den gesamten Steuerdaten nach Osnabrück geschickt wurde und die Jahresbescheide erst dort gedruckt wurden. So verfuhr man bis 2015 - dann ging der "Herr" in Pension.

MfG >Franz<
 

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