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Thema: Absenderfreistempel mit Motiven
Das Thema hat 317 Beiträge:
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Altmerker Am: 03.11.2020 15:32:49 Gelesen: 20952# 293 @  
@ T1000er [#112]

Ich habe hier keinen Hauptstadt-Abschlag, sondern den Absenderfreistempel der kleinsten deutschen Landeskirche, wie man sagt. Die Kreuze sind hier das vielsagende Motiv.

Gruß
Uwe


 
skribent Am: 21.11.2020 18:22:59 Gelesen: 19369# 294 @  
Guten Abend,

beim Wühlen in einem kleinen Nachlasskarton sind mir einige normale und mit Fenster versehene DIN-lang-Umschläge aufgefallen, die ich vorstellen möchte.

Gehrden im Calenberger Land verwendet seit fast 30 Jahren den gleichen Werbeteil im AFS, jedoch mit kleinen Unterschieden.

Immer gleich ist die Abbildung des Gehrdener Stadtwappens und der Werbespruch: GEHRDEN - eine lebendige Kleinstadt mit vielen Vorzügen!



Diese 2 AFS weisen der Nutzungszeit entsprechend einige Unterschiede auf, aber die Umschläge wurden im Rathaus von Gehrden gefertigt und frankiert.



Diese 2 AFS weisen auch den Werbeteil von Gehrden auf, der Tagesstempel ist aber von Osnabrück.

Gehrden grenzt an Wennigsen (mein Wohnort) und Wennigsen hat auch ein kleines Gegenstück in der Nähe von Osnabrück. Aber das ist Spekulation um die Ecke!
Mein ehemaliger Phila-Vereins-Vorsitzende hat zu der Zeit (1990er Jahre) im Gehrdener Rathaus gearbeitet und erinnerte sich, dass sämtliche Post, die nicht amtlich bzw. eilig war, wurde nach Osnabrück zu einem Unternehmen gekarrt, von wo aus die weiteren Schritte getätigt wurden.

BWL habe ich nicht studiert, meine trotzdem, dass die Vorgehensweise keinen Sinn machen konnte. In Gehrden war das Postamt schräg gegenüber dem Rathaus angesiedelt.

Wo und an welcher Stelle ist denn nun die Ersparnis zu verzeichnen gewesen? Gab es bei der Post für das "kleine" Unternehmen Mengenrabatt?

Gab es so etwas in anderen Kommunen auch?

MfG >Franz<
 
volkimal Am: 21.11.2020 19:33:21 Gelesen: 19360# 295 @  
@ skribent [#294]

Hallo Franz,

es gibt eine ganze Reihe Ortswerbeklischees, die zusammen mit einem Osnabrücker Ortsstempel vorkommen. Hier ein Beispiel mit dem Werbeteil aus Lüdinghausen.



Lüdinghausen liegt ca. 80 km von Osnabrück entfernt. Die Stempel haben, wenn ich mich richtig erinnere, etwas mit dem Finanzamt zu tun. Ich kenne denselben Fall auch aus meinem Wohnort Olfen. Dort habe ich mit Sicherheit noch den kompletten Umschlag. Ich müsste ihn einmal heraussuchen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 22.11.2020 10:15:29 Gelesen: 19277# 296 @  
Hallo zusammen,

ich habe die beiden Umschläge gefunden.

Werbeklischee: Olfen, Tagesstempel: Osnabrück 12



An den Umschlägen ist nicht zu erkennen, von wem die Briefe kamen. Zum Glück habe ich aber notiert, was der Inhalt war.

Mit diesen Umschlägen wurden jedes Jahr die Lohnsteuerkarten verschickt.

Ich weiß allerdings nicht, ob alle Lohnsteuerkarten aus einem bestimmten Gebiet von Osnabrück aus verschickt wurden oder ob das jeder Ort oder jede Finanzverwaltung selbst festlegen konnte. Kann einer von Euch etwas dazu sagen?

Ich habe gerade einmal die Datenbank durchgesehen. Dort sind noch einige weitere Orte zu finden:

Hameln: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/332683
Halle (Saale): https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/123652
Wittenberg: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/312790
Halberstadt: https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/192284 und https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/192272

Viele Grüße
Volkmar
 
skribent Am: 22.11.2020 12:29:38 Gelesen: 19260# 297 @  
Guten Morgen,

Volkmar, Du hast so gut wie Recht, denn in diesen Briefumschlägen wurden die Jahresbescheide für Steuern und Abgaben verschickt.



(Dies ist der komplette Umschlag)

Jetzt hatte ich Jemanden an der Strippe, der im Gehrdener Steueramt lange Jahre gearbeitet hat.

Die Jahresbescheide für Steuern und Abgaben wurden im Gehrdener Steueramt erstellt, dann im Rechenzentrum des Landkreises Hannover gedruckt und an die kreisangehörigen Kommunen übersandt. Das war für die Kommunen ein enormer Aufwand, weil es vor allem in den kleinen Städten und Gemeinden kaum eine eigene Poststelle gab. Die Menge an Bescheiden wurde von den Sachbearbeitenden gefalzt, eingetütet und in das Pförtnerzimmer getragen, in dem in den überwiegenden Fällen die Poststelle verwaltet wurde.

Zur Deckung dieser Marktlücke spezialisierten sich auf den Versand der Massenbescheide einige Firmen, die entsprechende Angebote an die Kommunen unterbreiteten.

Für Gehrden bekam den Zuschlag die Fa. Pannhausen mit Sitz in Osnabrück. Die Bescheide wurden durch die Firma vom Landkreis Hannover abgeholt, später in großen Kartons nach Osnabrück geschickt, dort gefalzt, kuvertiert und frankiert bei der dortigen Post aufgeliefert. Selbstverständlich fand das Werbeklischee der Stadt Gehrden Verwendung - die zuständige Post lag aber nun einmal in der Stadt Osnabrück.

Der besagte Herr im Gehrdener Steueramt konnte weiterhin ausführen, dass Anfang des neuen Jahrtausend nur noch eine CD mit den gesamten Steuerdaten nach Osnabrück geschickt wurde und die Jahresbescheide erst dort gedruckt wurden. So verfuhr man bis 2015 - dann ging der "Herr" in Pension.

MfG >Franz<
 
Cantus Am: 21.01.2021 18:55:23 Gelesen: 12976# 298 @  


Bei der damaligen Firma Ernst Wirts tippe ich auf eine Molkerei, heute existiert in Hannover auch eine Firma mit diesem Namen, aber als chemisch-pharmazeutisches Laboratorium [1]. Weitere Informationen habe ich nicht finden können.

Viele Grüße
Ingo

[1] https://www.northdata.com/Chemisches+pharm.+Laboratorium+Ernst+Wirts+KG,+Hannover/HRA+13413
 
Cantus Am: 31.01.2021 02:46:35 Gelesen: 12112# 299 @  
Heute habe ich einen Absenderfreistempel der Dornier-Werke [1] vom 19.2.1965 aus Friedrichshafen am Bodensee.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier-Werke#Nachkriegszeit
 
DL8AAM Am: 31.01.2021 08:45:27 Gelesen: 12073# 300 @  
@ skribent [#297]

gefalzt, kuvertiert und frankiert bei der dortigen Post aufgeliefert.

... und später wurde selbst der Druck der "Papiere" - aus Konstengründen - ausgelagert. Mit Deinen Gehrden-Belegen hast Du den Beginn des Geschäftsbereichs "Lettershop" (oder auch der "outgesourcten InHaus"-Poststellen) abgebildet. Heutzutage haben viele Gerätebetreiber (=Posteinlieferer) mit dem, im Kundenklischee zugedruckten Absender, wenig bis nichts mehr (direkt) zu tun außer das sie diesen Teil des Versands, als externe Dienstleistung, für diese ausführen und das erschwert uns die korrekte Anprache des Gerätebetreibers Das ist aber ganz normal.

;-)
Thomas
 
Seku Am: 31.01.2021 13:11:09 Gelesen: 12035# 301 @  
@ Cantus [#299]

Hallo Ingo,

schönen Dank, Du zeigst uns eine Do-28 A/B [1] - eine Weiterentwicklung der Do-27

Wer noch mehr wissen will, der sehe mal hier [2]

Habt einen schönen Sonntag

Günther

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_Do_28#Dornier_Do_28_A/B
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=5263&F=1&CP=0&full=1 # 1012 und 1013
 
wajdz Am: 31.01.2021 22:51:52 Gelesen: 11966# 302 @  
Absender: Bundesministerium für Wirtschaft -Außenstelle Berlin-



Freistempel (50) BERLIN 1080 · 29.10.90 · Werbung für den Tag der Deutschen Einheit

Inzwischen „Bundesministerium für Wirtschaft und Energie“, eine oberste Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Es hat jetzt seinen Hauptsitz bzw. ersten Dienstsitz in Berlin, seinen zweiten Dienstsitz in der Bundesstadt Bonn.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 05.02.2021 17:17:46 Gelesen: 11456# 303 @  
FRANKIT vom 09.05.08 mit der Nr 3D030005B9 und vermutlich, da leerer Fensterumschlag, Werbung des Absenders, die S-Bahn Berlin GmbH, mit Abbildung Triebwagen der S-Bahnbaureihe 481, codiert.



Übrigens, so neu ist die blaue Stempelfarbe gar nicht.

MfG Jürgen -wajdz-

https://sbahn.berlin/das-unternehmen/fahrzeugpark/
 
skribent Am: 22.02.2021 14:24:29 Gelesen: 9736# 304 @  
Guten Tag,

die "Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover Aktiengesellschaft" kurz ÜSTRA genannt, wird als Aktiengesellschft in diesen Tagen 100 Jahre alt.



1921 wurde aus der Straßenbahn Hannover AG die ÜSTRA Hannover AG. Und obwohl der Energiesektor, die Überlandwerke schon 1929 an die HASTRA abgegeben wurden, blieb der Name ÜSTRA bestehen. Bis heute, denn befragt, wie man denn zur Arbeit käme, lautet die Antwort nicht "mit den Öffis, oder Stadt- bzw. U-Bahn" sondern "mit der ÜSTRA".

Aber Hannovers Straßenbahn ist deswegen nicht erst 100 Jahre alt. Pferdeomnibusse und ähnliches außer acht lassend, gibt es eine Straßenbahn (zuerst mit Pferdekraft bewegt) in Hannover seit 1872 - also kann im nächsten Jahr wieder Sekt kaltgestellt werden

MfG >Franz<
 
skribent Am: 26.02.2021 16:36:22 Gelesen: 9371# 305 @  
Guten Tag,

den AFS der Gemeinde Wennigsen, der "Erholung und Ruhe" verspricht, gibt es in der Stempelbank schon, jedoch nicht mit dem Zusatz Drucksache"



MfG >Franz<
 
Cantus Am: 22.03.2021 02:33:55 Gelesen: 6641# 306 @  
Messer aus Solingen, das ist allgemein bekannt. Hier nun aber Werbung der Werkzeugfabrik Schmachtenberg & Türck für Stahlrollbandmaße, zu sehen mit Datum vom 4.1.1948.



Viele Grüße
Ingo
 
skribent Am: 06.04.2021 08:51:55 Gelesen: 5441# 307 @  
Guten Morgen,

habe wieder einmal ein paar ASF gefunden, die in der Stempelkartei, Rubrik "Wennigsen" noch keine Aufnahme gefunden haben.

Hier zur freien Verwendung:



2x Mess- und Wiegetechnik und ihre weltweit genutzten Erzeugnisse und
1x Wennigser Pumpenfabrik.

Die WEPU exitiert schon mindestens 50 Jahre nicht mehr und die M&W hat gegen Ende 2019 die Tore geschlossen. Der Inhaber fand keinen "Nachfolger".

MfG >Franz<
 
Parachana Am: 06.04.2021 09:05:16 Gelesen: 5434# 308 @  
Guten Morgen,

habe hier einen Absenderfreistempel aus Dörzbach. Werde versuchen ihn in die Stempeldatenbank einzugeben.



Leider wird dann einiges an Angaben fehlen, da ich mit AFS keine Erfahrung habe. Sorry für die Arbeit.

MfG
Uwe
 
skribent Am: 06.04.2021 09:31:03 Gelesen: 5429# 309 @  
Guten Morgen,

hier noch einmal Wennigsen!

3 AFS von den Pyro-Werken, die 1943 nach Wennigsen verlegt wurden, weil sie in Hannover ausgebombt waren.

Untergebracht wurde das Unternehmen, das feinmechanische und optische Messgeräte produzierte (so z.B. optische Temperaturmessgeräte), in einer Gaststätte die über 2 große Säle verfügte. Das Pyrowerk war auch ein kriegswichtiger Produktionsbetrieb, denn er stellt für die Rakete A4 (V2) Aluminiumrohhre her in die Quecksilber-Neigungsschalter eingebaut wurden (Fluglagesensor).

Nach dem Krieg verschwanden die übriggebliebenen Alu-Rohre auf wundersame Weise, um in vielen Gärten als Wäscheleinenständer zu dienen.

Im Sommer 1956 zogen die Pyro-Werke mit ca. 90 Beschäftigten wieder um nach Hannover.



MfG >Franz<
 
ginonadgolm Am: 06.04.2021 10:53:42 Gelesen: 5418# 310 @  
Guten Morgen,

eine interessante Geschichte, aber wo ist die Motivabbildung in den Absendefreistempeln?

Da bist Du wohl in die falsche Rubrik geraten.

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
T1000er Am: 30.04.2021 21:00:21 Gelesen: 2276# 311 @  
Wenn einen in Hamburg etwas auf auf die Palme bringt ...

... dann sicherlich das hier!



Palme, Kokosnüsse, Sonne, Meer und Strand.

Schöne Grüße,
Thomas
 
Cantus Am: 01.05.2021 00:31:57 Gelesen: 2242# 312 @  
Von mir vier Stempel, alle mit Bezug auf den Flugbetrieb ab Frankfurt am Main.





Viele Grüße
Ingo
 
mausbach1 Am: 04.05.2021 10:10:36 Gelesen: 1794# 313 @  
AFS Niederlande



Amsterdam 06.VIII.64



Andelst 20.VII.73

Viel Spaß!
Claus
 
mausbach1 Am: 05.05.2021 10:37:27 Gelesen: 1626# 314 @  
Brüggen am Niederrhein



Holzbrücke über den Mühlengraben

Stein



u.a. Alte Holzbrücke ü.d. Rednitz

Viel Spaß!
Claus
 
mausbach1 Am: 06.05.2021 10:10:59 Gelesen: 1471# 315 @  
Brücke



"Eine bewährte Brücke zwischen Medizin und Pharmazie"

79041 Freiburg

Viel Spaß und Freude!
Claus
 
mausbach1 Am: 07.05.2021 09:18:04 Gelesen: 1315# 316 @  
Berlin



"Grumach´s EINKAUFSBUCH hilft Spesen sparen risikolos und billig einkaufen!"

Baden-Baden



Lkw (Gliederzug) auf Brücke und auf Güterzug - Firma Mollath

Viel Spaß!
Claus
 
mausbach1 Am: 09.05.2021 09:49:53 Gelesen: 985# 317 @  
Gabelstapler

Gabelstapler oder Hubstapler gehören zu den Flurförderzeugen und dienen dem innerbetrieblichen Warenumschlag und Transport. Im Gegensatz etwa zu einfachen Hubwagen haben sie einen eigenen Antrieb und ein Hubgerüst, um Stapel zu bilden oder Lagerregale zu bedienen.



Der erste Gabelstapler wurde von Mitarbeitern des Unternehmers Eugene Clark im Jahre 1924 entwickelt. Aus dieser Erfindung heraus entstand die Clark Material Handling Company, die noch heute existiert.[2][3] Heute wird ein Großteil der Gabelstapler in Asien gefertigt, wobei bestehende Qualitätsstandards durch die Verwendung europäischer und japanischer Bauteile (Nissan- oder Cummins-Motoren, Okamura-Getriebe, Iskra-Hydraulik, Hoesch-Profile, ZF-Getriebe, Metalrota-Rollen, Steuerungen von Curtis Instruments) eingehalten werden.[1]

Glückauf!
Claus

[1]https://de.wikipedia.org/wiki/Gabelstapler
 

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