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Thema: Schweiz Dauerserie Tellknabe
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 15.04.2015 20:05:20 Gelesen: 14634# 17 @  
@ Beitrag [#12]

Die Nummer 137 (Zumstein; Michel Nr. 137 x) wurde 1917 herausgegeben, bereits 3 Jahre später, 1920, wurde ein grösserer Teil ihrer Auflage mit einem neuen Wertaufdruck überdruckt: zweieinhalb statt 3 Rappen! So entstand die "Aufbrauchsausgabe Zumstein Nr. 146, Michel Nr. 156".

Anbei zeige ich einen Dreissigerbogen dieser Marke.



Wer wissen will, warum diese Marke in diesem ungewöhnlichen Bogenformat herausgegeben wurde, soll das Thema "Schweiz Markenheftchen und ihre Herstellung" konsultieren.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
hajo22 Am: 15.04.2015 21:57:49 Gelesen: 14615# 18 @  
2x5 Rp. Tellknabe auf einer Feldpost-Ansichtskarte nach München. Absender ist ein schweizer Oberleutnant, der auf seine Leute bei der Grenzpatrouille auf der Ansichtsseite der Karte u.a. hinweist. Handschriftlich vermerkt: "Graubünden, 11.Okt.1915".

Die Marken (10 Rp. Auslandsporto) sind mit dem Stempel "Bataillon 82 Feldpost" (ohne Tagesdatum) entwertet. Als ganz normale Auslandskarte gelaufen. Der Hinweis "Feldpost" gibt hier keine Portobefreiung. Briefträgerstempel in München, vermutlich nicht zensierte Karte.





VG, hajo22
 
Heinz 7 Am: 24.04.2015 21:45:54 Gelesen: 14539# 19 @  
@ hajo22 [#18]

Hallo Hajo,

in Kriegszeiten war es üblich, dass die Schweizer Feldpost Stempel verwendete, wo weder Ort noch Datum der Abstempelung erkennbar waren.

Feldpost-Korrespondenz war grundsätzlich portobefreit, ausser, es waren spezielle Sachen (Einschreiben, Eilsendungen, etc.). Auch Auslandpost war, verständlicherweise, nicht vorgesehen. Darum mussten auf die Karte nach München 10 Rappen frankiert werden.

Eine hübsche Karte, finde ich!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 28.04.2015 13:36:44 Gelesen: 14482# 20 @  
@ Gernesammler [#15]

Hier kann man getrost den Satz erwähnen "wenn der Vater mit dem Sohne"

Den Gross-Familien-Ausflug von Heinz7 (#16) 3 x Vater Tell, 7 x Sohn Walter kann ich hier nicht übertreffen, aber ein Ausflug nach Milano von 1 x Vater Tell und 3 x Sohn Walter, Abgangsort Milano, kann ich anbieten.

Beim Lesen des Stempeldatums habe ich so meine Schwierigkeiten, aus den drei Zahlen 19, 14 und VI kann ich kein vernünftiges Datum basteln, weil
lt. Zumstein Katalog die Marke zu 2 Cts. mit dem roten Aufdruck zu 5 Cts. (Zumstein Nr. 147 - Aufbrauchserie) im Jahr 1921 erschien. Vielleicht weiss jemand weiter.

Liebe Grüsse

10Parale


 
jmh67 Am: 28.04.2015 14:29:29 Gelesen: 14470# 21 @  
@ 10Parale [#20]

Als Stempeldatum lese ich den 14. VI. 1921, 19-20 Uhr. Die Jahreszahl ist schlecht abgedruckt, aber zusammen mit dem Erscheinungsjahr der Marken ergibt das Sinn.

-jmh
 
hajo22 Am: 28.04.2015 14:47:46 Gelesen: 14466# 22 @  
@ Heinz 7 [#19]

In Kriegszeiten kein Ort, kein Datum für Feldpost im Stempel? Galt das nur für den 1. Weltkrieg?

Denn bei dieser Militärsache lese ich: "Thun-Kaserne, 15.4.1942.

Frage hat hier eigentlich nichts zu suchen, aber für mich interessehalber.



VG, hajo22
 
jahlert Am: 28.04.2015 23:57:37 Gelesen: 14432# 23 @  
@ 10Parale [#20]

Liebe Eidgenossen,

hier ist nochmals Walterli im 'Kreise der Familie'.



Beste Grüße
Jürgen
 
Heinz 7 Am: 29.04.2015 09:17:42 Gelesen: 14415# 24 @  
@ jahlert [#23]

Lieber Jürgen,

pass auf! Die Frau von Tell war Hedwig. Helvetia war da wohl eine andere. Wir wollen da keine Eheprobleme heraufbeschwören!

:-)

Heinz

(Die gute Hedwig wurde meines Wissens nie auf einer Briefmarke verewigt).
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 21:45:44 Gelesen: 14365# 25 @  
@ Beitrag [#16]

Hallo Freunde,

als Nachtrag zu Beitrag 16 ein ähnlicher Beleg: auch wieder von Bela Sekula, Luzern, diesmal sogar mit 10 Tellknaben (plus 2 x Vater Tell) als schöne 12-Marken-Einheit: UNZERTEILTE zwei Markenheftchenblätter, aus MH-(Kehrdruck-) Bogen von 1929.



Und das Ganze noch von vorne:



Sekula war berühmt für seine Briefe mit der Frankatur auf der Rückseite.

Liebe Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 21:50:09 Gelesen: 14364# 26 @  
@ hajo22 [#22]

Hallo Hajo,

doch, auch im zweiten Weltkrieg gab es viele Militärstempel, aus denen man weder Ort noch Zeit erkannte. Diese wurden aber (offenbar) nicht durchgängig eingesetzt (auf aller Post mit Militär-Bezug), sondern dieser Stempel "THUN KASERNE" war (wohl) ein ziviler Stempel, kein Militär-Stempel.

Ich bin zwar kein Spezialist für dieses Gebiet, aber vermutlich stimmt meine Auskunft.

Heinz
 
jahlert Am: 03.05.2015 22:14:26 Gelesen: 14357# 27 @  
@ Heinz 7 [#26]

Hallo Heinz, hallo Hajo,

die Auskunft stimmt und die Spezialisten sind die Autoren der 'Poststellenchronik Schweiz (1849 - 2013)', Karl Gebert und Hansjörg Vogt.

Thun Kaserne Eidg. Militärschulen (ab 01.05.1908) auf Seite 231 der Chronik

Beste Grüße
Jürgen
 
Heinz 7 Am: 18.05.2015 23:06:03 Gelesen: 14281# 28 @  
@ jahlert [#27]

Danke Jürgen. Ja, das Buch von Gebert hilft weiter!

Anbei noch ein Brief mit einem Viererblock der Nummer 170 (Zumstein). Zwar keine Weltrarität, aber einen gestempelten Viererblock findet man auch nicht alle Tage.



(vgl. auch: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=106533 )

Heinz
 
Heinz 7 Am: 31.07.2015 21:53:22 Gelesen: 13796# 29 @  
@ jahlert

Hallo Kollegen,

die Briefmarke mit dem Tellknaben ist ja meistens nicht wirklich selten; im Gegenteil. Von der Ausgabe 5 Rappen rotorange (Zumstein Nr. 152, Michel Nr. 162 x) gibt es eine Auflage von immerhin 160 Millionen Stück. Die Marke war eine Menschen-Generation lang kursgültig (1921 Ausgabe - Ende 1942).



Dieses Brieflein gefällt mir besonders, weil es vom Grand Hotel Brunnen hergestellt bzw. in Umlauf gebracht wurde. Schon damals wusste man, dass die Berge um den Vierwaldstättersee den Besuchern der Innerschweiz gefallen. Frühe Werbung also, auch mit einer "billigen" Briefmarke. Der Brief wurde im Mai 1924 auf die Reise geschickt.

Herzliche Grüsse

Heinz
 
jahlert Am: 02.10.2015 21:43:12 Gelesen: 13213# 30 @  
@ Heinz 7 [#24]

Die beiden Herren dachten oft an Hedwig, lieber Heinz:



Wenn der Vater Wilhelm mit dem Sohne Walter über ein Geschenk für Mutter Hedwig grübelte, dann kam ihnen Schaffhausen in den Sinn. So entstand der erste Reinfall!

Beste Grüße
Jürgen
 
10Parale Am: 06.11.2017 23:04:57 Gelesen: 5863# 31 @  
@ jahlert [#30]

Wenn der Vater Wilhelm mit dem Sohne Walter über ein Geschenk für Mutter Hedwig grübelte, dann kam ihnen Schaffhausen in den Sinn. So entstand der erste Reinfall!

Ein Wortspiel? Da zeig ich doch grad mal spontan eine alte farbige Litho aus dem Jahr 1901. Da sieht man Vater Wilhelm mit dem Knaben zusammen am Vierwaldstätter See.

"Erzählen wird man von dem Schützen Tell
so lang die Berge stehn auf ihrem Grunde"


Abgeschlagen in WORB am 11.01.1901. Am gleichen Tag in Interlaken angekommen. Interessant ist jedoch die schöne Litho.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 06.11.2017 23:36:31 Gelesen: 5854# 32 @  
@ 10Parale [#31]

Wunderbare Karte!

Gratuliere!

Heinz
 
10Parale Am: 07.11.2017 22:18:07 Gelesen: 5792# 33 @  
@ Heinz 7 [#32]

Danke Heinz. Die Schweiz hat einiges zu bieten an wunderschönen Geschichten und Motiven.

Diese Ganzsache (Bundesfeier-Postkarte) mit dem Tellknaben zu 5 Rappen wurde mit einem weiteren Tellknaben zu 5 Rappen am 27.XI.1921 in Zürich abgeschlagen.

Die Karte zeigt links den Gründer des Roten Kreuzes, Henri Dunant mit Rauschebart und rückseitig eine Frau in einem roten Gewand und einem grauen Umhang, worin sich 3 Kinder verstecken. Das rote Kreuz ist weiss und die Frau blickt nach rechts. Sehr allegorisch.

Liebe Grüße

10Parale


 
hajo22 Am: 07.11.2017 22:43:13 Gelesen: 5785# 34 @  
@ 10Parale [#33]

und rückseitig eine Frau in einem roten Gewand und einem grauen Umhang, worin sich 3 Kinder verstecken. Das rote Kreuz ist weiss und die Frau blickt nach rechts. Sehr allegorisch.

Die Frau zeigt die Helvetia.

hajo22
 
Heinz 7 Am: 07.11.2017 23:19:08 Gelesen: 5779# 35 @  
@ 10Parale [#33]

Den Tellknaben trifft man auf Briefen der Jahre 1907-1942 unzählige Male an.

Es könnte sein, dass ich diesen schönen Beleg schon in einem anderen Thema gezeigt habe, vielleicht freut Ihr euch dennoch darüber:



50 Rappen auf Chargé-Brief 1917 von Bern nach Schweden hätte man natürlich auch mit weniger Marken frankieren können. Hier treffen wir u.a. auf zehnmal die 3 Rappen-Tellknabe-Marke.

Hübsch, finde ich.

Liebe Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.11.2017 20:50:41 Gelesen: 5646# 36 @  
@ 10 Parale

Lieber Freund,

beim Thema "Tell" schreibst Du, dass Du das Basler Rathaus magst. Darum MUSS ich Dir heute die beiliegende Postkarte zeigen:



Das Basler Rathaus, in Farbe, wie gewünscht. Auf einer Postkarte von 1909. Frankiert mit Tellknaben, Zumstein Nr. 101 + 102 (2 x) von 1907 und Nr. 117 von 1909.

Drei Marken kleben auf der Bildseite, eine klebt auf der Adress-Seite. Und diese zeigt uns, wohin die Postkarte ging.



Dir, als Rumäniensammler, muss ich nicht erklären, warum ich diese Karte sehr gerne habe! Interessant ist auch der Text der Karte (philatelistischer Inhalt).

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 10.02.2018 12:58:35 Gelesen: 3541# 37 @  
Unser schönes Thema „Schweiz Dauerserie Tellknabe“ (13.11.2017) hat seit fast drei Monaten keinen neuen Beitrag mehr gesehen. Ich bin darum froh, anbei eine echte Seltenheit zeigen zu können.

Die meisten Marken dieser langen Serie "Tellknabe" hatten ja Grossauflagen, und auch Einheiten (wie z.B. Viererblocks) findet der Sammler auch heute noch recht einfach. Wenn jedoch der Viererblock gestempelt sein soll, wird das Ganze schwieriger.



Von der Aufbrauchsausgabe Zumstein Nr. 181 (=Michel Nr. 240) von 1930 (5 Rappen-Aufdruck auf 7.5 Rappen-Marke) gibt es relativ wenige. Ein gestempelter Viererblock wird denn auch im Händlerkatalog mit immerhin CHF 90 bewertet.

Viererblocks wirken einfach immer schön, finde ich.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 28.02.2018 22:13:48 Gelesen: 3326# 38 @  
@ Heinz 7 [#37]

Ich habe im letzten Beitrag einen seltenen Viererblock (gestempelt) zeigen können. Ungebraucht sind die meisten Tellknaben auch in Viererblock noch einigermassen leicht zu finden.



Doch einen Eckrand-Viererblock hat auch nicht jeder.

Es handelt sich um die Zumstein Nummer 171 (Michel Nr. 202x); Ausgabejahr war 1927.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 18.03.2018 15:19:10 Gelesen: 3140# 39 @  
Liebe Freunde des kleinen Knaben Tell!

Dass wir einen Tellknaben einer Aufbrauchsausgabe finden ist nichts Ungewöhnliches. In der langen Verwendungszeit dieser Marke stellte man fest, dass gewisse Auflagen zu hoch waren; Portoänderungen haben da sicher eine Rolle gespielt.

1911 wurde die 2 Rappen Marke gelboliv (Type 3) herausgegeben, Zumstein Nr. 123 III, Michel 111.III
1918 wurde die 7 1/2 Rappen Marke grau (Type 2) herausgegeben, Zumstein Nr. 138 II, Michel 138xII
1927 wurde die 7 1/2 Rappen Marke grün auf sämisch herausgegeben, Zumstein Nr. 171, Michel 202x.

Für diese drei Marken bestand offenbar zu wenig Bedarf, und also wurden sie überdruckt mit neuen Wertstufen. Das war in der Schweiz eher selten, wir kennen nur wenige solche Aufbrauchsausgaben.

123 III wurde 1921 überdruckt = Zumstein Nr. 147 (Michel 157)
138 II wurde ebenfalls bereits 1921 überdruckt = Zumstein Nr. 148 II (Michel 158.II)
171 wurde 1930 überdruckt = Zumstein Nr. 181 (Michel 240)

Dass wir nun alle drei 5-Rappen-Aufbrauchsausgaben Tellknabe auf EINEM Beleg finden, ist nun wirklich die grosse Ausnahme! Gestempelt ist diese Rarität mit "BREMGARTEN; 28.XII.32"



Neuerwerbung 18.3.2018! Auch kleine Dinge können Freude machen!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 23.03.2018 22:01:04 Gelesen: 3076# 40 @  
@ Heinz 7 [#39]

Per 1.2.1915 erhöhte die Schweizer Post das Porto für Drucksachen von 2 auf 3 Rappen. 3 Rappen-Briefmarken gab es aber schon lange in der Schweiz (seit 1862). 1915 wurden, erstmals in der Schweiz, 4 bestehende Marken mit neuen Werten überdruckt. Alle 4 Marken haben ein anderes Motiv:

- Tellknabe: 2 Rp. überdruckt mit "1"
- Helvetia Brustbild II: 12 Rp. überdruckt mit "13"
- Tell Brustbild: 12 Rp. überdruckt mit "13"
- Helvetia mit Schwert: 70 Rp. überdruckt mit "80".

Die Schweiz hatte damit 1915 zum ersten Mal eine 1 Rappen-Marke, die in der Regel als Ergänzungsfrankatur diente.



Anbei Zumstein Nr. 132 (Michel Nr. 124), die in einer Grossauflage hergestellt wurde (Auflage: 11.5 Mio. Stück). Im Thema "Schweiz Dauerserie Tell Brustbild" habe ich die gleichzeitg erschienene Marke Zumstein 134 gezeigt.

Heinz
 
remstal Am: 24.03.2018 19:07:36 Gelesen: 3050# 41 @  
Passend zu der aktuell gezeigten Marke Zst. 132 hier ein Brief 1915 nach Deutschland mit einem 5er Streifen. Freigemacht insgesamt mit nur 10 Rappen, trotzdem portogerecht, da ein Brief im Grenzrayon vorliegt! Interessant auch der Kastenstempel R, vermutlich ein Registraturstempel des Empfängers.

mfG remstal


 

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