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Thema: Schweiz Dauerserie Strubel Ausgabe 1854 ff
Das Thema hat 222 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 01.04.2019 19:19:45 Gelesen: 8875# 198 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#197]

Hallo Kevin,

danke fürs Zeigen dieser Seltenheit - klassische Halbierungen sind das Salz in der Suppe, so auch hier.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.04.2019 19:39:00 Gelesen: 8870# 199 @  
@ bayern klassisch [#198]

So sehe ich das auch. Wenn mein Geld mal reicht irgendwann, werde ich auch Ausschau nach einer schönen Halbierung halten. Bei Bayern bekommt man ja einen Kleinwagen für das Geld, bei der Schweiz eher ein E-Bike. :D

Post/-bzw. tarifgeschichtlich ist dieser Beleg übrigens ebenfalls sehr interessant. Wir sehen den Postablagestempel von Valens, von dort hätte der Brief mit 10 Rappen frankiert werden müssen (außerhalb des Lokalrayons, etwa 15 km Entfernung). Das übergeordnete Postamt war jedoch (Bad) Ragaz, welches wiederum im Lokalrayon lag und demnach eine Frankatur von 5 Rappen nach sich zog.

Liebe Grüße

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 16.07.2019 21:24:29 Gelesen: 6265# 200 @  
Guten Abend zusammen,

derzeit wird auf eBay folgender Brief angeboten, an dem man sehr gut zeigen kann, dass ein voreiliger Kauf/ein voreiliges Gebot manchmal ein Schuss in den Ofen sein kann:





eBay 233285677333

Auf den ersten Blick zu erkennen ist ein Nachnahme-Brief mit der Summe 1.70 Franken, der mit 15 Rappen frankiert wurde. Schaut man sich jedoch mal die Rechnung des Postbeamten an fällt dem aufmerksamen Sammler doch sofort etwas auf:

Der Nachnahmebetrag betrug "1.50 Franken" und das Porto "20 Rappen", sodass insgesamt ein Betrag von 1.70 vom Empfänger erhoben wurde. Dieser Betrag wurde sowohl unter die Rechnung als auch mit Rötel vorderseitig vermerkt. Diese Rechnung war auch richtig.

Der Brief wurde von Délemont (Delsberg) über Moutier nach Sorvilier (Kanton Bern) versendet. Die Entfernung betrug etwa 20 km, demnach mussten laut Tarif vom 01.01.1852 10 Rappen für einen einfachen Brief der 1. Gewichtsstufe in den 2.Briefkreis (2-10 Wegstunden = 9,6 bis 48 km) frankiert werden. Hinzu kamen 10 Rappen für die Nachnahmegebühr bis 10 Franken, nach Adam Riese also 20 Rappen.

Verklebt wurden jedoch nur 15 Rappen, es handelt sich jedoch nicht etwa um eine Unterfrankatur, sondern die Marke gehört schlichtweg nicht auf den Brief. Ein weiteres eindeutiges Indiz ist der Stempelübergang, der kaum vorhanden ist und rechts unten vermutlich nachgemalt wurde.

Ich habe dem Verkäufer, bei dem ich selbst öfters einkaufe und der jedem spezialisierten Sammler ein Begriff sein sollte, mal eine Nachricht geschrieben, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

LG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.07.2019 14:05:56 Gelesen: 6048# 201 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#200]

Kleines Update: Ich habe immer noch keine Antwort erhalten und der angebotene Brief steht bei 40 € mittlerweile. Vom Bauchgefühl her würde ich schätzen, dass der Endpreis bei etwa 70-80 € liegen wird.

Ich finde es schade, dass der Verkäufer den Artikel nicht herausnimmt, obwohl die Anzeichen auf eine Verfälschung doch so offensichtlich sind. Leider sind nicht nur bei den Käufern, sondern meistens auch bei den Verkäufern die Dollarzeichen im Vordergrund.

LG

Kevin

[Redaktionelle Ergänzung: Anbieter Premium-Philatelie GmbH, Reimond Eitzert, Lembecker Str. 73, 46286 Dorsten]
 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.07.2019 10:58:05 Gelesen: 5919# 202 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#201]

Guten Morgen,

ich hatte am späten Sonntag Abend (kurz vor Auktionsende) doch noch die folgende Nachricht erhalten:

"Guten Tag!

Urlaubsbedingt konnte ich Ihre email leider erst heute lesen.

Vielen Dank für Ihre Mitteilung! Leider kann ich die Auktion gem. ebay Regeln nicht mehr vorzeitig beenden.

Der Käufer wird natürlich entsprechend informiert.

Leider kann es bei der Vielzahl der angebotenen Belege trotz sorgfältigster Handhabung passieren, dass einmal ein solcher Beleg durchrutscht. Da wir aber ein 4-wöchiges Rückgaberecht einräumen, hat jeder Käufer aureichend Zeit, den Beleg sorgfältig selber zu begutachten und ggflls zurück zu geben.

Beste Grüsse
Reimond Eitzert"


Liebe Grüße

Kevin
 
bayern klassisch Am: 23.07.2019 16:02:15 Gelesen: 5887# 203 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#202]

Hallo Kevin,

na, dann ist es ja eigentlich kein Problem - entweder der zukünftige Käufer wird auf die Problematik hingewiesen und tritt vom Kauf zurück oder, und das habe ich öfter erlebt, als man glauben könnte, "man" nimmt das hin und besteht auf Lieferung des Briefes.

Schön, dass du uns die Problematik dieses Briefes nahegelegt hast.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 29.07.2019 21:19:01 Gelesen: 5603# 204 @  
@ Heinz 7 [#4]

Wie ich früh schon sagte, ist die "Strubel" Ausgabe eine der beliebtesten Marken bei Schweiz-Sammlern. Man könnte die "Sitzende Helvetia ungezähnt" als "ältere Schwester" der ebenfalls ungemein beliebten Marke "Sitzende Helvetia gezähnt" bezeichnen.

Auch bei uns auf Philaseiten finden diese Marken viel Beachtung. Soeben hat Kevin den 200. Beitrag dazu geschrieben; bei der "Sitzenden gezähnt" sind wir sogar bei Beitrag 600 angelangt!

Ich zeige anbei eine Abrechnung "Armensteuerbezug für das Jahr 1861". Darin werden abgerechnet:

Steuern.
2 %o auf 900 Franken = Frkn. 1. Rpn. 80
auf den Bürger (2) = 2.80
auf die Haushaltung (1) = 1.40
Summa = Frkn. 6.--

Es wurde angewiesen, dass dieser Betrag an die Armengutsverwaltung Stallikon zu zahlen sei.



Der Brief wurde adressiert nach Hegi bei Winterthur und frankiert mit 25 Rappen, darum lautet die Nachnahme wie folgt:

(handschriftlich oben links vermerkt):
Nachnahme 6 Fr. (= also 6 Franken)
Postgebühr 25
____________
Fr. 6.25.

Dieser Betrag sollte von der Post eingezogen werden; der rote Vermerk "6.25" (mit Rötel) hebt dies klar hervor.

Die Rechnung wurde erstellt in Wettschweil und dort auch zur Post gebracht. Die Marken wurden vorschriftsgemäss entwertet mit gleich drei Stempelabschlägen:

WETSCHWEIL.

Auf der Rückseite finden wir Durchgangsstempel "ZÜRICH" und Winterthur (23. SEPT 61)

Den Namen konnte ich noch nicht zweifelsfrei ermitteln (lesen).

Ein schöner Beleg und ein Dokument zur Sozial-Geschichte in der Schweiz.

Heinz
 
SH-Sammler Am: 30.07.2019 04:58:44 Gelesen: 5588# 205 @  
@ Heinz 7 [#204]

Hallo Heinz,

nettes Brieflein, das Du uns heute zeigst. Dein Ämtler Sammelgebiet ist sicher sehr interessant. Glücklich der Sammler, der aus den Dörfern und kleinen Weilern des Säuliamtes so schöne Briefe findet.

Zur Adresse muss ich raten, der Brief könnte jedoch an Herrn Kaspar Bauer(n) Erben in Armengutverwaltung Hegi gerichtet sein.

Beim Lesen lerne ich auch immer noch dazu, manchmal gehts manchmal nicht.

Liebe Grüsse

Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 30.07.2019 06:17:26 Gelesen: 5587# 206 @  
@ SH-Sammler [#205]

Guten Morgen Hanspeter,

du hast alles richtig transkribiert. Klasse!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 30.07.2019 09:37:24 Gelesen: 5570# 207 @  
@ SH-Sammler [#205]

Lieber Hanspeter,

das "Bauern Erben" habe ich auch vermutet, aber den "Kaspar" konnte ich nicht finden.

Danke!

Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 01.08.2019 10:19:28 Gelesen: 5433# 208 @  
@ Heinz 7 [#204]

Hallo Heinz,

schöner Beleg, gefällt mir sehr gut!

Wie üblich die tarifliche Ergänzung:

15 Rappen für einen Brief bis zu 1/2 Loth im 3. Briefkreis (bis 48 km) + 10 Rappen für die Nachnahmegebühr bis 10 Franken, ad summa 25 Rappen. Interessant ist, dass die Entfernung zwischen Wettschweil (heute Wettswil am Albis) und Hegi nur minimal über 48 km liegt.

Liebe Grüße,

Kevin
 
Heinz 7 Am: 01.08.2019 11:21:22 Gelesen: 5427# 209 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#208]

Toll, Kevin, wie Du "immer" jeden Altschweiz-Brief prüfst auf korrekte Frankierung. Reife Leistung!

Herzliche Grüsse

Heinz
 
SH-Sammler Am: 01.08.2019 17:55:37 Gelesen: 5367# 210 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#208]
@ Heinz 7 [#209]

Hallo Sammlerfreunde,

ein kleiner, hübsch anzuschauender Brief ist mir über den Weg gelaufen. Allerdings gibt es hier eine Unklarheit, welche ich versuche, zu erklären.
Aber erst einmal Bild und Beschreibung:

,

Brieflein mit Strubel 22 D (neu 22 B3, mit schwarzem Seidenfaden) vom 27. Nov. 1857, geschrieben von einer Frau an ihren Bruder J. Wildberger, Kaufmann, zum Rotenstein, in Schaffhausen. Rückseitig abgeschlagen ist der Distributionsstempel D.1 vom 28.11, ein Stempel, welcher noch aus der Zeit der Thurn & Taxis Post stammt.

Taxierung: 5 Rappen für einen einfachen Brief im Briefkreis 1 (bis 9,6 km resp. 2 Wegstunden).

Wir wissen, dass die Taxen bis 1862 abhängig waren von der Distanz “entlang der Fahrstrasse”. Die Distanz von Neunkirch nach Schaffhausen war in schnurgerader Linie 10.1 km, also mehr als dem Briefkreis 1 zugestanden wurde. Eine Falschtaxierung kann ich jedoch ausschliessen. Ich kenne 5 solche Briefe mit der 5 Rappen Taxe.

Nur wenigen Leuten ist bekannt, dass die Postablage in Neunkirch damals ausserhalb des Kleinstädtchens lag. Das ergab eine Wegverkürzung in Richtung Schaffhausen um ca. 300 Meter. Wenn man das Schaffhauser Postamt an die äussere Stadtmauer verlegt, sind es aber immer noch genau 9.6 km in gerader Linie. Die Fahrstrasse ist nicht unbedingt kurvenreich, aber so gerade war sie auch wieder nicht. Ich gehe davon aus, dass man hier ein Auge zugedrückt hat oder aber man hat die Zeit von 2 (Weg)-Stunden als Basis zur Taxberechnung genommen. Auf jeden Fall hatte man, um 5 Rappen zu sparen, die Distanz sehr spitz gerechnet

meint SH-Sammler
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.10.2019 21:24:12 Gelesen: 2783# 211 @  
Hallo zusammen,

ich konnte neulich eine sehr schöne Drucksache ersteigern, die ich euch nicht vorenthalten möchte:



Aufgegeben wurde diese am 02.01.1863 in Basel und wurde adressiert nach Delemont (Delsberg).

Frankogerecht frankiert mit 2 Rappen für eine Drucksache der 1. Gewichtsstufe (bis 15 g) laut Tarif vom 01.08.1862 bis zum 31.08.1871.

Die 2 Rappen der Strubel-Serie ist, mal abgesehen von der 1 Franken, die seltenste aller Strubelis, was nicht weiter verwunderlich ist, da diese bloß 1 Jahr gültig gewesen ist, nämlich vom 01.07.1862 bis zum 31.07.1863. Die Auflage betrug lediglich 400.000 Exemplare, was verglichen mit den Nachfolgewerten, der 2 Rappen Sitzenden Helvetia gezähnt von 1862 mit einer Auflage von 45.000.0000 und der von 1874 mit einer Auflage von 80.000.000 Exemplaren, doch sehr überschaubar ist.

In dieser Qualität mit fast allseitig weißen Rändern findet man eine solche Drucksache nur selten. Mir wurde von einem Sammlerfreund, nachdem ich ihn über meinen Erwerb informiert habe, berichtet, dass solche Stücke regelmäßig mit dem dreifachen Zuschlag verkauft werden, als für den ich sie erwerben konnte.

Liebe Grüße,

Kevin
 
bayern klassisch Am: 13.10.2019 21:34:33 Gelesen: 2780# 212 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#211]

Hallo Kevin,

sehr schönes und seltenes Stück - Glückwunsch zu dieser Pretiose!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.10.2019 22:08:34 Gelesen: 2773# 213 @  
@ bayern klassisch [#212]

Hallo Ralph,

danke für die Blumen. :)

Richtig selten wäre eine Drucksache aus der vorherigen Periode, da dies nur 30 Tage möglich gewesen ist, ich bin mir sicher unser Freund hat so eine. :D

LG

Kevin
 
bayern klassisch Am: 14.10.2019 09:40:00 Gelesen: 2743# 214 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#213]

Der hat sowieso alles bis noch mehr! :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 09.12.2019 20:05:56 Gelesen: 1342# 215 @  
Ralph hat mich gebeten, ein paar Top-Schweiz-Lose der Erivan-Auktion vorzustellen. Gerne werde ich, sofern es die Zeit erlaubt, diesem Wunsch nachkommen.

Anbei zeige ich Los 7038 aus der 1. Schweiz-Auktion.



Dieser Brief von 1856 von Winterthur nach Manila (heute Philippinen, damals: Teil von Spanien) wurde frankiert mit der Ausgabe Sitzende Helvetia ungezähnt 1854/62 ("Strubel"-Ausgabe). CHF 1.05 wurden benötigt, doch die Frankatur reichte nicht. Der Forwarding Agent Rautenberg, Schmidt & Co. in Singapur ergänzte die indische Marke "India 1854: 4 Annas" und beförderte den Brief weiter.

Das Auktionslos wird sehr ausführlich besprochen, mit all den posthistorischen Fragestellungen. Den Interessierten empfehle ich das Studium der Losbeschreibung. Der Brief wird verglichen mit einem ähnlichen Brief aus demselben Jahr 1856, der aber unterschiedlich behandelt wurde.

Der hier gezeigte Brief wurde am 7.12.2019 zu nur CHF 10'000 ausgerufen. Am Auktionstag entzündete sich jedoch eine heftige Bieterschlacht, und der Brief wurde erst bei CHF 130'000 zugeschlagen.

Einen Kommentar zum Preis möchte ich nicht abgeben. Aber mit diesem Preis gehört dieser Brief zu einem der teuersten Strubel-Briefe aller Zeiten.

Es war dies das vierthöchste Ergebnis des 1. Teils Schweiz Erivan Haub.

Heinz
 
22028 Am: 09.12.2019 20:13:34 Gelesen: 1339# 216 @  
@ Heinz 7 [#215]

Ich denke mal dass bei dem Preis die Inder mit im Spiel waren.
 
briefmarkenwirbler24 Am: 09.12.2019 20:49:42 Gelesen: 1332# 217 @  
@ Heinz 7 [#215]

Hallo Heinz,

wenn ich nicht durch diesen Thread darauf aufmerksam gemacht worden wäre, hätte ich gar nicht mitbekommen, dass die 1. Schweiz Auktion aus der Erivan-Sammlung stattgefunden hätte. Komme momentan, wie man vielleicht an meinen schwindenden Beiträge feststellen kann, überhaupt nicht dazu mich der Philatelie zu widmen.

Ich habe leider kein anderes Bild von dem Brief, aber soweit ich es überblicken konnte auf die Schnelle, hat dieser markenlose Zierumschlag aus Genf von 1844 die wohl beachtlichste Preissteigerung erzielt, von 500 € auf sage und schreibe 20.000 €.

Wie man wohl auf den ersten Blick sehen kann, ist das natürlich ein absolutes Liebhaberstück, von dem es wohl kaum ein zweites geben wird.

LG

Kevin


 
bayern klassisch Am: 09.12.2019 20:54:46 Gelesen: 1329# 218 @  
Liebe Freunde,

angesichts solch wunderbarer Briefe, ob Destination, oder bloße Schönheit, könnte man noch zum Schweiz - Sammler werden.

Das sind ganz herrliche Stücke, die das Herz eines jeden Sammlers erfreuen und ich hoffe, dass wir noch viele weitere Stücke dieser Qualität und Seltenheit hier bewundern dürfen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
matze1958 Am: 13.12.2019 17:43:14 Gelesen: 1249# 219 @  
Hallo zusammen,

auf dem Bild seht ihr eine Strubel Drucksache ohne Angabe eines Adressaten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Drucksache nicht beschnitten ist. Kann es sein, dass dem Briefträger einfach eine Anzahl von Drucksachen mitgegeben wurde, mit dem Auftrag sie in seinem Zustellbezirk zu nach Gutdünken an Haushalte zu verteilen?

Danke für eure Antwort.

Viele Grüße,
Matze


 
bayern klassisch Am: 13.12.2019 18:03:22 Gelesen: 1245# 220 @  
@ matze1958 [#219]

Hallo Matze,

das ist eine nicht zeitgerechte Annahme - im richtigen Leben des 19. Jahrhunderts war eine Schleife mit der Adresse der Drucksache übergestülpt worden, die der geneigte Leser natürlich nach Posteingang schnell entsorgt hatte, daher ist sie heute längst nicht mehr da.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
matze1958 Am: 14.12.2019 14:21:59 Gelesen: 1221# 221 @  
Super, danke für den Hinweis.

Hier gleich das nächste Rätsel. Im Bild seht ihr einen Brief, der in Eclepens geschrieben wurde, also gerade mal 6 km nördlich vom Zielort Cossonnay entfernt. Die Frankatur von 5 Rp. für zwei Wegstunden würde hier also auch gut passen.

Aber warum trägt der Brief einen Ortsstempel von La Barraz? La Barraz liegt etwa 35 km südwestlich von Cossonay; ein seltsamer Umweg, auch wären dann ja 10 Rp. fällig gewesen. Der Brief ist handgeschrieben, also auch keine Drucksache. Bin gespannt auf eure Meinung.

Und was meint Ihr zum Strubel? 22A2 oder eher 22A3?

Viele Grüße, Matze




 
SH-Sammler Am: 14.12.2019 15:36:43 Gelesen: 1210# 222 @  
@ matze1958 [#221]

Hallo Matze,

der Leitstempel ist von LA SARRAZ. Die Distanz "entlang der Poststrasse" ist dann nur noch ca. 8 km. Von daher ist die Frankatur also in Ordnung.

Mit der Marke A2 oder A3 liegst Du primär schon mal richtig. Im Strubelbuch von Urs Hermann, DEM Strubelspezialisten, steht geschrieben, dass der Druck bei der A2 deckend ist. Bei der A3, welche in grösseren Zeitabständen gedruckt wurde, schreibt Hermann folgendes: Nur bei schwachem Farbauftrag erscheint ein poröses Druckbild. Da Deine Marke eher etwas porös scheint, tendiere ich zu einer 22A3, also eine Marke aus der 3. Münchner Druckperiode.

Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 

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