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Thema: Belege Grossbritannien nach Deutschland
Das Thema hat 38 Beiträge:
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DL8AAM Am: 25.03.2017 17:05:27 Gelesen: 5064# 14 @  
@ Max78 [#13]

Ich kenne sowas unter dem Begriff "census (diamond) mark". Diese stammten (alle?) von Universal "Stempelmaschinen" und dienten zur Bestätigung der Erfassung der gezählten Postsendungen (meist) im Oktober seit den 1930 bis in die 1980er. Da Deiner ebenfalls aus dem Oktober stammt, tippe ich, dass das ebenfalls "soetwas" ist; siehe u.a.

http://www.meterfranking.co.uk/part2section13.pdf

Gruß
Thomas
 
Max78 Am: 25.03.2017 17:12:23 Gelesen: 5061# 15 @  
@ DL8AAM [#14]

Hallo Thomas,

herzlichen Dank für die hilfreiche Info. Verstehe ich es richtig, dass diese "census marks" eventuell belegen, dass 1 x im Jahr (Oktober) eine Zählung der Sendungen durchgeführt wurde, um eine Statistik zu erheben?

mit Grüßen Max
 
DL8AAM Am: 25.03.2017 17:16:49 Gelesen: 5057# 16 @  
@ Max78 [#15]

Jou, das ist korrekt. ;-)

Thomas
 
Cantus Am: 25.03.2017 19:22:56 Gelesen: 5043# 17 @  
@ 10Parale [#10]

Hallo 10Parale,

ich habe diesen Beitrag eben erst entdeckt, da ich so nicht sammle. Bei mir sind Ganzsachen wie dieser Einschreibeumschlag Teil der Ganzsachensammlung, Belege wie der von Max78 gezeigte Brief Teil der Briefesammlung.

Der von dir hochgeladene Einschreibeumschlag wird bei Michel als EU 12 Aa geführt. Er kam 1886 in Gebrauch. Es gibt diesen Umsschlag in sechs verschiedenen Formatgrößen, dein Exemplar dürfte das kleinste und zugleich am häufigsten gebrauchte Format F sein.

Die Unterteilung A (bei EU 12 Aa) bedeutet, dass diese Ganzsache die Außenmaße von etwa 134 x 83 mm besitzt, die weitere Unterteilung a bedeutet, dass in den Kreisen unten im Wertstempel 5 Punkte sind; bei Variante b wären es 9 Punkte.

Da es mehrere Ausgaben von Einschreibeumschlägen mit einem derartigen Wertstempel gibt, besteht ein weiteres wesentliches Merkmal zur Bestimmung dieser Ganzsache in Form und Inhalt des rückseitigen Textaufdruckes. Der rückseitige Textaufdruck ist im Übrigen auch bei allen anderen älteren Ganzsachenumschlägen von Großbritannien als besonderes Merkmal zu berücksichtigen, da bereits geringe Änderungen im Text oder Schriftbild eine andere Katalogzuordnung bedeuten.

Anders als von dir angegeben befindet sich der Wertstempel des Einschreibeumschlages nicht auf der Umschlagrückseite, sondern er wurde - wie auch bei allen anderen alten Einschreibeumschlägen von Großbritannien - auf der Umschlagklappe aufgedruckt. Wenn die Faltung des Umschlages nun so ist, dass die Umschlagklappe nach hinten umgeklappt und so festgeklebt wird, um den Briefumschlag zu verschließen, dann ist bei gebrauchten und noch verschlossenen Einschreibeumschlägen der Wertstempel rückseitig zu sehen, bei späteren Ausgaben wird die Umschlagklsppe nach vorne umgeschlagen mit der Folge, dass dann bei gebrauchten Exemplaren der Wertstempel vorderseitig zu sehen ist. Ich werde mal ein wenig nachschauen, vielleicht habe ich noch ein ungebrauchtes Exemplar des EU 12 Aa, um das zu verdeutlichen.

Viele Grüße
Ingo
 
Manne Am: 26.03.2017 10:03:46 Gelesen: 5005# 18 @  
Hallo,

ein Brief vom 18.10.1965 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim als Feldpost.

Gruß
Manne


 
10Parale Am: 21.04.2017 19:20:18 Gelesen: 4775# 19 @  
@ doktorstamp [#1]

Hier ein aktueller Brief als Einwurfeinschreiben von Bath nach Deutschland. Schöne Marken aus der Serie "150 Jahre Kinderbuch" mit Motiven von "Alice in Wonderland" und aus dem Jahr 2013 der Höchstwert aus der Serie "Jane Austen", Michel Nr. 3412.

Die Entzifferung der Labels (auch rückseitig) überlasse ich den dafür geeigneten Scannern.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 21.06.2019 20:46:40 Gelesen: 603# 20 @  
@ 10Parale [#19]

Obwohl England gerade von Rumänien mit 4:2 in der U21 Europameisterschaft besiegt wurde, ist dieser Brief aus London wohl unschlagbar.

32 Marken wurden aufgeklebt, alle zeigen die Queen. Insgesamt wurde eine Portowert von von 5,13 £ mit Briefmarken freigemacht.

Na gut, die Stempel sind schlecht, sie geben kaum Informationen, da hätten die Briten das gute alte Malteserkreuz behalten können.

So macht Philatelie Spaß.

Liebe Grüße

10Parale


 
GSFreak Am: 21.06.2019 22:53:25 Gelesen: 586# 21 @  
@ 10Parale [#20]

Von der Anzahl der Marken ("nur" 14 Stück) kann mein Beleg (Einschreiben) nicht mithalten, aber der Portowert ist 10,36 £. Absender ist "unser" doktorstamp. Aufgegeben am 29.11.2012 im Postamt Coltsfoot Drive in Horsham (West Sussex). "Coltsfoot" bedeutet übrigens "Huflattich".



Gruß Ulrich
 
10Parale Am: 29.06.2019 15:36:06 Gelesen: 511# 22 @  
@ GSFreak [#21]

Ein wunderschöner Beleg mit einem gut leserlichen Stempel, was bei Großbritannien leider nicht immer der Fall ist. Der Preis scheint mir hoch, ist es doch eine Drucksache (Einschreiben)! Was hätte der Brief als Nicht-Drucksache gekostet?

Langsam beginnt mein Herz bei solchen Belegen immer mehr für das Mutterland der Philatelie zu schlagen. Begründen kann ich dieses mit diesem aktuellen Brief mit einem Portowert von 160,5 Pence.

Die Marken stammen zumeist aus dem Jahr 1987/88 - bei der Bestimmung der Queen-Marken tue ich mich noch schwer!

Endlich mal ein schöner Stempel, der in den Briefkasten flattert. Man ist ja mittlerweile dankbar, wenn Marken unbeschädigt ankommen. Wenn der Stempel dann noch passt, hat das ja fast schon raren Charakter.

Abgeschlagen 2 x in DELAPRÉ NORTHAMPTON am am 27. Juli 2019.

Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 01.07.2019 20:41:40 Gelesen: 484# 23 @  
Liebe Freunde,

kann mir jemand den Absender dieses Briefes anhand des Siegels bestimmen?



3.8.1865 London HW, Nebenstempel Aus England per Aachen, rückseitig Ankunftsstempel Gotha und schwarzes Siegel mit Löwe und Einhorn, dem englischen Wappen, unten Schrift P.R.?.V. PURSE



Vielen Dank,
harald
 
Martin de Matin Am: 01.07.2019 22:41:16 Gelesen: 469# 24 @  
@ bignell [#23]

Es ist nicht das englische Wappen, sondern das Wappen des Vereinigten Königreichs von Grossbritanien und Irland in der Regierungsversion, mit Löwe links, Einhorn rechts, in der Mitte viergeteiltes Wappen (für England ,Schottland und Irland) darüber eine Krone und unten im geschwungenen Band das Motto "DIEU ET MON DROIT". Für wenn genau die untere Inschrift steht bin ich noch am suchen.

Zur unteren Inschrift kann ich noch nichts sagen, ich dachte erst das zweite Wort würde purge heissen und der letzten zwei Buchstaben des ersten Worts wäre ein "TY". Bei der Suche nach Dr.Behm bin ich auf einem Buchauschnitt über David Livingston gestossen. In diesem Zusammenhang wird ein Dr. Behm in Gotha erwähnt; zeitlich würde dies ja passen.

Gruss
Martin
 
bignell Am: 01.07.2019 22:52:53 Gelesen: 464# 25 @  
@ Martin de Matin [#24]

Hallo Martin,

Du hast natürlich recht, britisches Wappen, nicht englisches. Bei der Schrift unten denke ich es wird sich um die Abkürzung irgendeiner Regierungsstelle handeln. Sicher bin ich mir nur bei folgenden Buchstaben: P???? ?UR?E. Der erste Buchstabe des zweiten Worten könnte ein P oder auch ein D sein, der vierte ein S oder G.

Vielen Dank,
harald
 
mljpk Am: 02.07.2019 10:48:03 Gelesen: 444# 26 @  
Hallo liebe Sammlerfreunde,

ich lese "Privy Purse", sozusagen die Privatschatulle der britischen Monarchen aus dem sie einen Teil ihres Auskommens verwalten. Die Krongutsverwaltung unter dieser Bezeichnung gibt es wohl noch heute.

Beste Sammlergrüsse
Jens
 
bignell Am: 02.07.2019 17:21:45 Gelesen: 424# 27 @  
@ mljpk [#26]

Hallo Jens,

das wird die Erklärung sein.

Vielen Dank,
harald
 
wajdz Am: 02.07.2019 19:06:52 Gelesen: 412# 28 @  
Nach so viel beeindruckend frankierten Belegen aus dem guten „Old England“ hier ein Beispiel, das es auch viel nüchterner zugehen kann.

Ist das nun noch eine Briefmarke, eine ATM oder ein gestaltetes Label? Auf Thermopapier und wie lange wird es lesbar sein? Und mit umgerechnet 1,78 € (1,6 £) für einen 50g Kompakt-Brief noch über den 1,70 €, die von der Deutschen Post seit dem 1. Juli verlangt werden.



Die „Woche der Streitkräfte“, die in diesem Jahr von Montag, 24. Juni bis Sonntag, 30. Juni 2019 stattfindet, beginnt mit dem Anbringen von Flaggen an Gebäuden und berühmten Sehenswürdigkeiten im ganzen Land, Vorträgen und Veranstaltungen. Sie ist der Anlaß für diesem Werbestempel •Salut Our Forces•, der speziell am 26. Juni den „Tag der Reservisten“ und die damit zusammenhängenden Organisationen würdigt. Codiert in England und in Deutschland

MfG Jürgen -wajdz-
 
doktorstamp Am: 02.07.2019 19:54:14 Gelesen: 403# 29 @  
@ bignell [#23]

Der Siegel unten heißt PRIVY PURSE.

Folglich aus dem Königshaus Englands. Es gibt auch das Amt KEEPER OF THE PRIVY PURSE. Wer dieses Amt inne hat amtiert als Schatzmeister zum Königshaus
bzw. zum Regent. Es wird heutzutage anders gehandhabt. Verwaltet wird das Einkommen der Königin sowie ihre Ausgaben privat sowie staatlich.

mfG

Nigel
 
bignell Am: 02.07.2019 20:18:12 Gelesen: 400# 30 @  
@ doktorstamp [#29]

Hallo Nigel,

vielen Dank für Deine Informationen. Kann ich davon ausgehen, dass das Schatzmeisteramt viel Postverkehr hatte und somit das Siegel nicht sehr selten war?

Lg, harald
 
doktorstamp Am: 02.07.2019 20:43:06 Gelesen: 394# 31 @  
@ bignell [#30]

Das Siegel in sich bildet keine Seltenheit, dennoch ist es keineswegs häufig auf Auslands Post zu treffen.

mfG

Nigel
 
Mondorff Am: 03.07.2019 13:32:44 Gelesen: 369# 32 @  
Wenn ich richtig übersetzt habe, handelt es sich bei diesem Beleg um die Sendung eines Schwamm-Händlers.

Druck und Frankatur passen so gut zusammen.



Brief vom 29. April 1905 ab London W 2 nach St. Johann, heute ein Stadtteil von Saarbrücken.

Ankunftstempel ST. JOHANN / * (SAAR) 1 f schon vom 30.4.1905!

Der Name des Empfängers in der Anschrift wurde versteckt.

Schönen Gruß
DiDi
 
jmh67 Am: 03.07.2019 19:50:41 Gelesen: 349# 33 @  
@ wajdz [#28]

Das ist ein Schalterfreimachungslabel, also eine Art Postfreistempel, wenn man so will, das nicht noch einmal gestempelt werden muss. Ähnliche Rollen spielen bei uns die Frankit-Label. Man bezeichnet es auch nach der verwendeten Software als Horizon-Label. Das Design ist schon das dritte nach den weißen Aufklebern und den ganzflächig goldfarbenen mit dem Bild der Königin.

Jedenfalls kannst du beides, Label wie auch Maschinenstempel, in die Datenbank einstellen, wenn du magst.

-jmh
 
Martin de Matin Am: 07.07.2019 14:03:17 Gelesen: 303# 34 @  
Ich zeige hier einen Brief der zwar nicht ursprünglich in Grossbritannien, sondern in den USA aufgegeben wurde und in London nach Köln ins Domhotel nachgesendet wurde. Der Brief wurde am 4. Mai 1906 in New York abgestempelt und ist mit einem relativ hohen Porto on 65 cent frankiert. Am 14.5.1906 wurden in Grossbritanien zwei Marken der Eduardausgabe mit zusammen 2Pence dazugeklebt und mit einem Einschreibestempel entwertet. Ich vermute,das der Stemtel "R" im oval britischer Herkunft ist. Der Brief kam einen Tag später in Köln an, welches der Ankunftsstempel belegt.

Wurden die britischen Marken als Einschreibegebühr verwendet? Aus der US-Postseite kann ich kein Einschreiben erkennen. Vielleicht kann mir jemand etwas dazu sagen.



Gruss
Martin
 
doktorstamp Am: 08.07.2019 11:12:11 Gelesen: 273# 35 @  
@ Martin de Matin [#34]

Es ist davon auszugehen, dass der Nachsender die 2 d. für das Einschreiben, entrichtet hat, um auf Nummer sicher zu gehen.

Bei uns hat es immer nur Übergabeeinschreiben gegeben. Das Kreuz in Blaustift ist beiderseits auch nachträglich gemacht worden. Das Wahrzeichen eines britischen Einschreibens. Das R im Oval, ob aus Grossbritannien selbst oder aus Gebieten des Commonwealths war einheitlich.

mfG

Nigel
 
Martin de Matin Am: 08.07.2019 17:45:15 Gelesen: 227# 36 @  
@ Martin de Matin [#34]
@ doktorstamp [#35]

Vielen Dank für die Bestätigung meiner Vermutung.

Gruss
Martin
 
10Parale Am: 10.07.2019 20:15:28 Gelesen: 180# 37 @  
@ Martin de Matin [#34]

Wer war der Nachsender deines Briefes? Der Empfänger in London? Und hätte der Empfänger den Brief auch ohne "auf Nummer sicher zu gehen" (siehe doktorstamp) weiterleiten können?

Ich zeige hier wieder mal eine wunderschöne Mischfrankatur auf einem Großbrief, schön bunt, im Frankaturwert von 4 £ 90.

Alles garantiert stempelfrei! Gelaufen von Potters Bar (Stadt nahe London) nach Südbaden, Gewicht 108 Gramm.

Liebe Grüße

10Parale

Was bedeutet das W1 auf der Marke mit Eckrand (60 P). ?


 
Martin de Matin Am: 10.07.2019 20:57:05 Gelesen: 171# 38 @  
@ Martin de Matin [#34]
@ 10Parale [#37]

Auf der vorderseitig durchstrichenen Anschrift steht Bolling and Lowe in London und rückseitig ist ein ovaler violetter Firmenstempel von Bolling & Lowe London. Der Empfänger Henry Lund hat vermutlich für Bolling & Lowe gearbeitet und war wohl in Köln geschäftlich unterwegs.

Man hätte den Brief nicht zum Domhotel geschickt wenn man nicht wüsste, das er dort sich länger aufhalten würde. Wenn man ein bischen sucht, findet man heraus, das die Firma war ein Eisen- und Stahlhändler war. Als Telegrammadresse wird dort auch "BIRD" London angegeben; wodurch sich auch die Firmenlochung erklärt.

Gruss
Martin
 

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