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Thema: (?) (101) Belgien: Postbelege (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 120 Beiträge:
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dr.vision Am: 13.01.2018 11:25:49 Gelesen: 9765# 96 @  
@ Belgiensammler [#88]

Moin Karl,

ich habe Deine Frage mal nach Belgien weitergeleitet. Mal sehen, was der Kollege dazu sagt.

@ jmh67 [#95]

Moin Jan-Martin,

so habe ich mir das auch erklärt. Danke.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 13.01.2018 11:28:49 Gelesen: 9763# 97 @  
Moin zusammen,

zurück in die Zukunft? Nein, nicht wirklich!

Ich möchte heute eine Drucksachenkarte zeigen, die am 10. Dezember 1902 ihren Weg von Antwerpen in das russische St. Petersburg antrat. So weit, so gut.

Der Ankunftstempel zeigt aber den 30. November 1902 als Datum. Die Erklärung hat Volkmar (volkimal) in dem Thread „Die unterschiedlichen Kalender" gegeben [1].

In Russland wurde zu dieser Zeit der julianische Kalender verwendet, in Belgien war es der gregorianische. Wie aus dem oben erwähnten Beitrag gelernt, muss man zu dem julianischen Datum 13 Tage addieren, so dass man dann in diesem Fall auf den 13. Dezember kommt. Eine Laufzeit von 3 Tagen also! Die portorichtige Frankatur erfolgte mit einer Mi.Nr. 53.



Beste Grüße von der Ostsee und allen ein ruhiges Wochenende
Ralf

[1] http://www.philaseiten.de/beitrag/94964
 
dr.vision Am: 14.01.2018 10:04:19 Gelesen: 9640# 98 @  
Moin zusammen,

heute geht es mal wieder über den großen Teich.

Eine Ansichtskarte, abgestempelt am 27. August 1907 in Forchies-la-Marche, lief nach Ottawa in Kanada, wo sie am 3. September ankam. In dem Text sucht der Absender einen Tauschpartner für Ansichtskarten und Briefmarken. Forchies-la-Marche ist heute ein Stadtteil von Fontaine-l’Évêque in der wallonischen Provinz Hainaut.



Beste Grüße von der Ostsee und einen ruhigen Sonntag
Ralf
 
dr.vision Am: 29.01.2018 13:02:01 Gelesen: 7699# 99 @  
Moin zusammen,

ich möchte heute ein kleines Brieflein zeigen, welches am 2. Januar 1888 von Jodoigne an den Bahnbediensteten Monsieur Sourbeck im Bahnhof von Ramleh in Ägypten gesandt wurde. Ramleh ist heute ein Stadtteil von Alexandria. Vom dortigen Bahnhof gehen sechs Linien ab, unter anderem auch die sogenannte Bacos-Linie, die nach Sidi Bishr führt. [1]

Leider ist der Inhalt nicht mehr vorhanden. Weitere Stempel sind nicht vorhanden. Die Verschlussklappe fehlt, vielleicht war ja dort der Ankunftstempel abgeschlagen. Die portogerechte Frankatur wurde mit einer Mi.Nr. 44 erbracht.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://books.google.de/books?id=t6YxBgAAQBAJ&pg=PT487&lpg=PT487&dq=Bacos-Ramleh&source=bl&ots=wFKv6tITvL&sig=XQPZ1aWl61elE3yTiLKvo3Jiv38&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiZsOGWjP3YAhXIKFAKHawiDAIQ6AEIODAF#v=onepage&q=Bacos-Ramleh&f=false
 
dr.vision Am: 01.02.2018 08:47:42 Gelesen: 7190# 100 @  
Moin zusammen,

heute möchte ich einen nicht alltäglichen Anhänger einer Sendung "echantillon sans valeur" (Muster ohne Wert) von Aalst/Alost nach Amsterdam zeigen. Die Lieferung wog 450 Gramm und die portogerechte Frankatur wurde mit 3 x Mi.Nr. 172 und je 1 x Mi.Nr. 215 und 228 erbracht. Alle Marken zeigen die Firmenlochung "FFR" des Absenders und wurden am 25.4.1929 entwertet.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 03.02.2018 19:13:53 Gelesen: 6755# 101 @  
Moin zusammen,

zurück in die Zukunft (Teil 2).

Die heutige Ansichtskarte wurde als Drucksache für ihren Weg nach Kreta am 17. September 1904 in Peruwelz gestempelt. Der Ankunftstempel in Castelli Kissamo [1] lautet auf den 11. September.

Wie bereits weiter oben in Beitrag [#97] beschrieben, wurde auch in Griechenland zu dieser Zeit der julianische Kalender verwendet, so dass man vom gregorianischen Datum 13 Tage subtrahieren muss. Damit kommt man auf eine Laufzeit 7 Tagen.

Weiterhin interessant ist der Beförderungsstempel des Postschiffes von Italien nach Xania (Chania) [2] auf Kreta.



Die Karte wurde portorichtig mit 1 x Mi.Nr. 50 und einem senkrechten Pärchen der Mi.Nr. 60 frankiert.

Falls jemand zu dem Schiffspoststempel mehr sagen kann, würde ich mich freuen.

Allen noch ein ruhiges Restwochenende
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kissamos
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Chania
 
dr.vision Am: 04.02.2018 13:19:06 Gelesen: 6615# 102 @  
Moin zusammen,

springen wir mal schnell nach Asien.

Heute zeige ich eine Ansichtskarte, datiert vom 8. Dezember 1909, von Jumet nach Tegal (niederländisch Indien). Tegal ist eine Stadt im Norden der Insel Java. [1] Niederländisch Indien war in weiten Bereichen der unter niederländischer Herrschaft stehende Vorläufer der heutigen Republik Indonesien. [2]



Die portogerechte Frankatur wurde mit der Mi.Nr. 71 erbracht, die die Firmenlochung „M&P L" trägt. Die Ansichtsseite zeigt das königliche Brüsseler Opernhaus.

Beste Grüße von der verschneiten Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Tegal
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndisch-Indien
 
zockerpeppi Am: 17.02.2018 17:08:27 Gelesen: 6002# 103 @  
Nur kurz über die Grenze!

10 c Ganzsache mit Zusatzfrankatur:



Vielsalm 16 SEPT 1895 nach Diekirch in Luxemburg, Ankunft am 17.9. Die Strecke zwischen beiden Büros liegt ausserhalb der 30 km Zone und somit fiel 20 c Porto an.

Lulu
 
dr.vision Am: 26.02.2018 10:11:54 Gelesen: 5743# 104 @  
Moin zusammen,

ich beschäftige mich ja in der letzten Zeit mit den Auslandsdestinationen. Diese Karte konnte ich mir nicht entgehen lassen. Die vielen Stempel und die Geschichte dazu wollten entschlüsselt werden.

Am 14.11.1898 wurde die Karte in St. Nicolas abgesandt. Der Empfänger war in Bonthuin [1] auf Celebes (Sulawesi) [2] unbekannt und so landete sie am 18.2.1899 wieder beim Absender.













Jetzt aber mal der Reihe nach:

1. Abgangsstempel St. Nicolas am 14.11.1898
2. Niederländisch Indien Agent Singapore (Schiffspoststempel der Niederländischen Ostindien Kompanie) [3] am 10.12.1898
3. Surabaya (Java) [4] am 15.12.1898
4. Veltevreden (Weltefreden) [5] am 22.12.1898
5. Makassar [6] am 27.12.1898
6. Veltevreden (Weltefreden) am 1.1.1899
7. Surabaya (Java) am 3.1.1899
8. Makassar am 9.1.1899
9. Rückankunft St. Nicolas am 18.2.1899

Der Text der Karte ist ja deutlich lesbar, aber die Sprache kam mir doch sehr fremd vor. Deshalb fragte ich im Thread „Alte Belege: Wer kann das lesen“ nach und bekam auch prompt eine Antwort von meinem Namensvetter Ralf (buzones). Die Sprache heißt Volapük und ist, wie Esperanto, eine Kunstsprache, die zu dieser Zeit relativ verbreitet war. Die Internetrecherche war, wiederum durch Tipps von Ralf und Volkmar (volkimal), erfolgreich. Der Leiter der internationalen Volapük-Bewegung war sofort bereit, mir den Text zu übersetzen.

Auszug aus seiner Antwort:
Hier der Text auf der Bildseite:

St. Nicolas, 13. November 1898

"Hochgeschätzter Herr,
Korrespondenz ist ein Mittel, ein Volapükist zu bleiben. Das ist der Grund, dass ich Ihnen dies schreibe. Was ist Ihrer Meinung nach das beste Mittel, Volapük zu verbreiten? Antworten Sie mir, geschätzter Herr, und sagen Sie mir bitte, ob Sie wünschen, dass ich Ihnen noch eine oder zwei Karten schreibe.

Sie werden sich sehr freuen*
Ihr ergebenster Diener,
Alf. de Cock, Lehrer, Knaptandstr. 16."

* Das klingt etwas seltsam. Vielleicht wollte der Verfasser hier statt ,ofredol' eigentlich ,ofredob' schreiben. In seiner Handschrift unterscheiden sich ,l' und ,b' nur wenig. Das würde dann heißen: „Ich werde mich sehr freuen”.

Auf der Anschriftsseite findet man einen Volapük-Stempelaufdruck vom
Volapük-Verein
St. Nicolas, Hofstraat 52, Belgien:
"Blesir Valadü Pöfüd" = Freude in Erwartung des Nutzens.


Mehrere Tage Recherche, aber es hat sich gelohnt. Und der nette Herr ist gerne bereit, weitere Übersetzungen zu tätigen. Wenn ihr also etwas in Volapük habt, schickt es mir. Meine Daten sind hinterlegt.

Beste Grüße von der völlig verschneiten Ostsee
Ralf

[1] d=IcVSAAAAcAAJ&pg=PA226&lpg=PA226&dq=Bonthuin&source=bl&ots=gaUwjRLDvZ&sig=jgsH9LLSZYLTOZlPw7HOW4CqGws&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjlwbvZ8L7ZAhUFDewKHW52BzAQ6AEIZjAJ#v=onepage&q=Bonthuin&f=false (niederländisch)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Sulawesi
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Niederl%C3%A4ndische_Ostindien-Kompanie
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Surabaya
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Weltevreden
 
volkimal Am: 26.02.2018 10:19:51 Gelesen: 5739# 105 @  
@ dr.vision [#104]

Hallo Ralf,

eine sehr schöne Karte - danke fürs Zeigen.

Ja, bei solchen Belegen macht es Spaß, sie zu erforschen.

Viele Grüße aus dem sonnigen aber sehr kalten Münsterland
Volkmar
 
dr.vision Am: 26.02.2018 15:59:53 Gelesen: 5720# 106 @  
Moin zusammen,

ja, Volkmar, da hast Du Recht. Und weil so schön ist, schiebe ich direkt noch einen weiteren Beleg nach.

War die Mama, die Ihren Kindern am 5.1.1903 diese Ansichtskarte nach Guatemala schickte, blauäugig, oder hatte sie keine genaue Adresse? Man weiß es nicht, aber es gab - und gibt immer noch - wohl nur eine Finca Estanzuela. Diese ist heute eine Weinkellerei und liegt ca. 27 Kilometer nordöstlich von Guatemala-Stadt entfernt im Verwaltungsbezirk San José del Golfo. [1]











der Reihe nach:

1. Abgang Liege (Lüttich) am 5.1.1903
2. Transitstempel New Orleans am 21.1.1903
3. Ankunftstempel Guatemala-Stadt am 29.1.1903 (Enero = Januar)
4. erneuter Ankunftstempel Guatemala-Stadt am 11.2.1903
5. ??? am 14.3.1903
6. ??? am 22.3.1903
7. erneuter Ankunftstempel Guatemala-Stadt am 26.3.1903

Nach mehreren Zustellversuchen hat es dann wohl beim dritten Mal geklappt. Die Stempel mit ??? sind für mich leider nicht entzifferbar. Ich lese rechts oben nur „postal 03". Kann mir ein netter Mitleser vielleicht den spanischen Teil übersetzen? Insbesondere die zweite Zeile. Ich lese „Finca Estanzuela no (nein) / ??? / y no la esta (gibt es da nicht) / La Oficina (das Büro). Danke im Voraus.

Beste Grüße von der weiterhin völlig verschneiten Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/San_Jos%C3%A9_del_Golfo
 
buzones Am: 26.02.2018 16:41:09 Gelesen: 5708# 107 @  
Hallo Ralf,

ein gualtemaltekischer Postler hat links unten notiert:

Finca Estanzuela no
hay en esta jurisdicción
y no en esta(?) [durchgestrichen]
La Oficina

Auf Deutsch:

Eine Finca Estanzuela gibt es in diesem Amts-/Verwaltungsbezirk nicht
[und nicht in dieser]
Das Amt


In den beiden ???-Stempeln steht oben OFICINA POSTAL DE (= Postamt von); Ortsname leider auch für mich nicht lesbar.

Tolles Stück. Danke für's zeigen! :-D

Beste Philagrüße
Ralf
 
dr.vision Am: 26.02.2018 19:28:47 Gelesen: 5688# 108 @  
@ buzones [#107]

Moin Ralf,

danke für die Übersetzung und die Entzifferung der Stempelinschrift.

Beste Grüße von der Ostsee (brrrrrrr)
Ralf
 
dr.vision Am: 23.03.2018 17:30:03 Gelesen: 5050# 109 @  
Moin zusammen,

heute möchte ich eine eher unspektakuläre Ansichtskarte zeigen, die am 28.1.1910 von Antwerpen nach Lourenço Marques in Mosambik geschickt wurde. Lourenço Marques hieß die Hauptstadt dieses Landes bis 1975, danach bis 1976 Cam Phumo und seitdem Maputo. [1]

Der Absender, Herr Alfons Bruynseels, entpuppt sich bei der Recherche als einer der größten Ansichtskarten Sammler seiner Zeit. Er wurde am 1.8.1880 geboren und verstarb am 21.10.1950. Er war nicht nur ein bekannter Landschaftsarchtekt, sondern hatte neben seiner Arbeit auch noch Zeit, verschiedene Sprachen zu lernen. Die flämische Sprache lag ihm sehr am Herzen und er ermunterte seine Zeitgenossen dazu, sie auch zu verwenden. 1912 wurde ihm von den beiden Vereinigungen „Cosmopolit“ (Nürnberg) und „Globus“ (Berlin) während der Internationalen Postkartenausstellung in Nürnberg das Ehrenkreuz und die Ehrenmitgliedschaft verliehen. [2]



Als professioneller Sammler und Händler hatte er sogar einen kleinen Stempel „Zegel / op rug“ (Marken umseitig). Die Frankatur besteht aus 1 x Mi.Nr. 78 und 2 x 79. Eigentlich müsste die Farbe der Nr. 78 grau sein, aber es liegen wohl Oxidationsschäden vor, so dass sie hier grün aussieht.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Louren%C3%A7o_Marques
[2] http://www.dbnl.org/tekst/_nee003191401_01/_nee003191401_01_0151.php (niederländisch)
 
Belgiensammler Am: 23.03.2018 21:37:28 Gelesen: 5034# 110 @  
Hallo Belgier, guten Abend.

Habe gerade Kontakt mit Zensurpost und möchte Euch hier auch einen interessanten Brief vorstellen. Bei diesem Zensurbrief sind die sogenannten Indikationsstreifen deutlich sichtbar. Damit wurde nach geheimen Texten gesucht.



Es freut mich, dass hier so viel Aktivität herrscht. Offenbar gibt es mehr Belgiensammler als vermutet. Ich bin ja ein einsamer Insulaner in Bayern direkt an der Grenze zu Österreich.

Karl
 
zockerpeppi Am: 23.03.2018 23:04:09 Gelesen: 5030# 111 @  
@ Belgiensammler [#110]

Warum auch nicht! Nicht alle können Bayern, Preußen, TT oder Bund sammeln (hihihi).

Von mir ein Einschreiben mit AR (avis de réception), das dem Empfänger wohl nicht genehm war:



Frankiert gesamt 70 c: 20 c für den einfachen Brief bis 15 g über 30 KM + 25 c fürs Einschreiben + 25 c für den AR. Aufgegeben in Bruxelles am 3 MAI 1905.
R-Zettel Belgique Bruxelles n° 376 plus ein AR Stempel. Adressiert an den Gärtner Nicolas Dumonceau in Bascharage Luxemburg.

Mehrere Vermerke der Post; in blau Boitier 31+ retour, in schwarz retour und voir au dos und schlussendlich Bascharage und Grand-Duché de Luxembourg gestrichen. Auf der Rückseite ein Vermerk des Briefträgers -> Refusé au facteur + Unterschrift.

Es folgt ein Patchwork an Stempeln:

Durchgangsstempel Luxembourg-Gare vom 4-5
Ankunftsstempel Bascharage vom 4 5
Durchgangsstempel Petange am 6/5
Stationsstempel LIEGE (GUILLEMINS) vom 7 MAI

Ab Liege (Lüttich) gelangt der Beleg nach Brüssel:
Bruxelles (Reception) 7 MAI 3-4
3Bruxelles3 7 MAI 9-10
3Bruxelles3 8 MAI 6-8
3Bruxelles3 8 MAI 7-8

beste Sammlergrüße
Lulu
 
dr.vision Am: 07.04.2018 12:25:17 Gelesen: 4647# 112 @  
@ zockerpeppi

Sehr schöner Beleg. Wenn Du so etwas noch einmal findest, denk bitte an mich. Und danke für den Brief.

@ alle

Moin zusammen,

ich bleibe in der Karibik und möchte heute eine als Drucksache verschickte Postkarte von Brüssel nach Santo Domingo zeigen. Sie wurde am 10. März 1902 entwertet und erreichte ihr Ziel am 1. April. Links oben ist die Route über New York angegeben, auf welcher die Poststücke in verschlossenen Säcken transportiert wurden. Daher gibt es auch keine Durchgangsstempel, nur einen glasklaren Ankunftstempel.



Santo Domingo, eigentlich Santo Domingo de Guzmán, ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik.[1] Sie war seit 1496 von Europäern besiedelt, wurde aber offiziell erst 1498 von Christoph Kolumbus’ Bruder Bartolomeo an der Mündung des Flusses Ozama gegründet und ist somit die älteste von Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt. Sie hieß zunächst La Nueva Isabela. 1502 wurde sie wegen eines Hurricans und einer Ameisenplage vom damaligen Statthalter der Insel, Nicolás de Ovando, am Westufer des Flusses Ozama neu gegründet und erhielt den heutigen Namen.

In Deutschland wurde Santo Domingo weit vor der heutigen Fernreisewelle durch das gleichnamige Lied von Wanda Jackson [2] aus dem Jahr 1965 bekannt. Wer es sich noch einmal anhören möchte, schaut bitte hier.[3]

Beste Grüße von der sonnigen Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Santo_Domingo
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wanda_Jackson
[3] https://www.youtube.com/watch?v=Bij0Q6AjpnM
 
dr.vision Am: 20.04.2018 13:04:42 Gelesen: 4232# 113 @  
Moin zusammen,

1910, 13 Jahre nach der ersten Weltausstellung in Brüssel, fand dort vom 23. April bis 1. November bereits die Zweite statt [1]. Von dort schickte ein Messebesucher eine etwas ungewöhnliche „Erinnerung" nach Apolda. Es handelt sich um einen 13 Zentimeter großen, zweidimensionalen Teddybär mit einer speziell für diese Ausstellung hergestellten Anhänger. Das Porto galt mit 10 Centimes wahrscheinlich für eine Warensendung ins Ausland.

Die Ausstellungsfläche betrug 88 Hektar und es wurden 13 Millionen Besucher gezählt. 29.000 Aussteller aus 26 Ländern waren angereist. Aber trotz der hohen Besucherzahl schloss die Messe mit einem Verlust von 250.000 Belgischen Franken.




Ich versuche noch, den Text auf dem Anhänger zu entziffern.

Beste Grüße von der sonnigen Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCssel_International_%E2%80%93_1910
 
zockerpeppi Am: 20.04.2018 21:27:37 Gelesen: 4172# 114 @  
@ dr.vision [#113]

Sind die Miniaturansichtskarten noch vorhanden? Normalerweise müsste der Teddy eine kleine aufklappbare Tasche besitzen. Ich habe letztes Jahr auch so einen Teddy für eine Jugendsammlung gekauft mit Tasche und Karten. Unser Teddy ging in die USA. Wie es scheint habe ich keinen Scan gemacht. Schade.

Lulu
 
dr.vision Am: 20.04.2018 21:33:08 Gelesen: 4169# 115 @  
@ zockerpeppi [#114]

Salü Lulu,

leider ist weder eine Tasche, noch sind Miniaturkarten dabei. Schade.

Noch einen schönen Abend
Ralf
 
zockerpeppi Am: 20.04.2018 21:35:47 Gelesen: 4167# 116 @  
Lieber Ralf,

ich habe doch einen Scan auf meinem PC gefunden:



Lulu
 
dr.vision Am: 11.05.2018 10:52:45 Gelesen: 3598# 117 @  
Moin zusammen,

Dr. Siegfried Ascher (* 22. Juni 1877 in Berlin, † 22. Februar 1962 in Haifa), war ein deutscher Architekt und ein bedeutender Ganzsachen-Philatelist. Sein philatelistisches Hauptwerk ist der „Große Ganzsachen-Katalog", der bis heute ein international wichtiges Standardwerk ist. 1939 musste er in das damalige Palästina emigrieren, wobei der Hauptteil seiner großen Ganzsachensammlung verloren ging. In Israel war er dann maßgeblich an der Gründung des dortigen Philatelistenverbands beteiligt. [1]

Dr. Ascher unterhielt weitläufige Kontakte zu Ganzsachen Sammlern weltweit um seinen Katalog bestücken zu können. So auch in diesem Fall, wo er von der „SOCIÉTÉ BELGE DE COLLECTIONNEURS D’ENTIERS POSTEAUX" einen Brief erhielt. Dieser Verein ist heute als SBEP bekannt. [2]

Seit dem 1.5.1927 betrug das Porto für einen Auslandsbrief bis 20 Gramm 1,75 Francs. Dieser Brief ist mit 1,95 Francs, also 20 Centimes zuviel, überfrankiert. Da 1929 keine neuen Ganzsachen auf den Markt kamen, kann über den Inhalt nur spekuliert werden. Die Adresse wurde von Berlin W8 auf Weissensee geändert, doch dort war Dr. Ascher laut rückseitigem handschriftlichen Vermerk nicht wohnhaft und der Brief wurde dann doch in W8 zugestellt. Der Brief ist sehr fleckig und ich musste den Kontrast und die Helligkeit der Bilder manipulieren. Trotzdem ein interessantes Stück deutscher Ganzsachen Philatelie, wie ich meine.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Ascher
[2] http://users.telenet.be/sbep/
 
dr.vision Am: 13.05.2018 12:41:04 Gelesen: 3515# 118 @  
Moin zusammen,

heute zeige ich eine Ansichtskarte, die am 20. April 1902 von Brüssel(Nord) nach Tunis (Tunesien) gesandt wurde. Die portorichtige Frankatur besteht aus 1 x 1 Centime (grau) Mi.Nr. 50, 2 x 2 Centimes (lilabraun) Mi.Nr. 60 und 1 x 5 Centimes (grün) Mi.Nr. 52. Alle Marken haben ihr Sonntagsanhängsel.

Die Absenderin, Frau Alice Schulz, hatte wohl offensichtlich bereits Kontakt mit dem Adressaten, da sie ihn, einen Korporal der 14. Kompanie, bittet, in Zukunft die Postkarten nicht mehr mit dem Begriff „Drucksache" zu versehen, da die belgische Post bei den bisher versendeten Karten eine Nachgebühr erhoben hat. Er hatte wohl jedes Mal einen Text dazu geschrieben.



Einen ruhigen Restsonntag und beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Setubal Am: 13.05.2018 13:22:32 Gelesen: 3511# 119 @  
Hallo ins Forum,

dann zeige ich hier mal einen Brief, der nach Mons in Belgien gelaufen ist.

Am 21.08. 1855 in Pernambuco, Brasilien, geschrieben.

Mit dem Steamer "Great Western" (Royal Mail Steam Ship Comp) nach Southampton gelaufen. Dann über London nach Belgien.



Rolf- Dieter
 
dr.vision Am: 25.05.2018 14:10:32 Gelesen: 2926# 120 @  
Moin zusammen,

am 7. Oktober 1883 sandte die Firma Gebrüder Leman aus St. Ghislain diesen Brief mit einem Angebot in das 23 Kilometer entfernte Valenciennes in Frankreich. Statt des normalen Auslandsportos von 25 Centimes kam hier der Grenztarif (bis 30 Kilometer) von 15 Centimes zum Tragen. Der Brief erreichte noch am gleichen Tag den Empfänger.

Saint-Ghislain ist eine Gemeinde in der belgischen Provinz Hennegau. Sie gilt als die inoffizielle Hauptstadt der Borinage, einer vom Steinkohleabbau geprägten Industrielandschaft am Ufer des Flusses Haine. [1]

Valenciennes ist eine französische Stadt im Département Nord in der Region Hauts-de-France. [2]

Bei der Frankatur handelt es sich um die Mi.Nr. 25 (5 Centimes) und 27 (10 Centimes).



Beste Grüße von der sommerlichen Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Ghislain
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Valenciennes
 

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