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Thema: (?) (128) Belgien: Postbelege (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 141 Beiträge:
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dr.vision Am: 11.05.2018 10:52:45 Gelesen: 28166# 117 @  
Moin zusammen,

Dr. Siegfried Ascher (* 22. Juni 1877 in Berlin, † 22. Februar 1962 in Haifa), war ein deutscher Architekt und ein bedeutender Ganzsachen-Philatelist. Sein philatelistisches Hauptwerk ist der „Große Ganzsachen-Katalog", der bis heute ein international wichtiges Standardwerk ist. 1939 musste er in das damalige Palästina emigrieren, wobei der Hauptteil seiner großen Ganzsachensammlung verloren ging. In Israel war er dann maßgeblich an der Gründung des dortigen Philatelistenverbands beteiligt. [1]

Dr. Ascher unterhielt weitläufige Kontakte zu Ganzsachen Sammlern weltweit um seinen Katalog bestücken zu können. So auch in diesem Fall, wo er von der „SOCIÉTÉ BELGE DE COLLECTIONNEURS D’ENTIERS POSTEAUX" einen Brief erhielt. Dieser Verein ist heute als SBEP bekannt. [2]

Seit dem 1.5.1927 betrug das Porto für einen Auslandsbrief bis 20 Gramm 1,75 Francs. Dieser Brief ist mit 1,95 Francs, also 20 Centimes zuviel, überfrankiert. Da 1929 keine neuen Ganzsachen auf den Markt kamen, kann über den Inhalt nur spekuliert werden. Die Adresse wurde von Berlin W8 auf Weissensee geändert, doch dort war Dr. Ascher laut rückseitigem handschriftlichen Vermerk nicht wohnhaft und der Brief wurde dann doch in W8 zugestellt. Der Brief ist sehr fleckig und ich musste den Kontrast und die Helligkeit der Bilder manipulieren. Trotzdem ein interessantes Stück deutscher Ganzsachen Philatelie, wie ich meine.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Ascher
[2] http://users.telenet.be/sbep/
 
dr.vision Am: 13.05.2018 12:41:04 Gelesen: 28083# 118 @  
Moin zusammen,

heute zeige ich eine Ansichtskarte, die am 20. April 1902 von Brüssel(Nord) nach Tunis (Tunesien) gesandt wurde. Die portorichtige Frankatur besteht aus 1 x 1 Centime (grau) Mi.Nr. 50, 2 x 2 Centimes (lilabraun) Mi.Nr. 60 und 1 x 5 Centimes (grün) Mi.Nr. 52. Alle Marken haben ihr Sonntagsanhängsel.

Die Absenderin, Frau Alice Schulz, hatte wohl offensichtlich bereits Kontakt mit dem Adressaten, da sie ihn, einen Korporal der 14. Kompanie, bittet, in Zukunft die Postkarten nicht mehr mit dem Begriff „Drucksache" zu versehen, da die belgische Post bei den bisher versendeten Karten eine Nachgebühr erhoben hat. Er hatte wohl jedes Mal einen Text dazu geschrieben.



Einen ruhigen Restsonntag und beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Setubal Am: 13.05.2018 13:22:32 Gelesen: 28079# 119 @  
Hallo ins Forum,

dann zeige ich hier mal einen Brief, der nach Mons in Belgien gelaufen ist.

Am 21.08. 1855 in Pernambuco, Brasilien, geschrieben.

Mit dem Steamer "Great Western" (Royal Mail Steam Ship Comp) nach Southampton gelaufen. Dann über London nach Belgien.



Rolf- Dieter
 
dr.vision Am: 25.05.2018 14:10:32 Gelesen: 27494# 120 @  
Moin zusammen,

am 7. Oktober 1883 sandte die Firma Gebrüder Leman aus St. Ghislain diesen Brief mit einem Angebot in das 23 Kilometer entfernte Valenciennes in Frankreich. Statt des normalen Auslandsportos von 25 Centimes kam hier der Grenztarif (bis 30 Kilometer) von 15 Centimes zum Tragen. Der Brief erreichte noch am gleichen Tag den Empfänger.

Saint-Ghislain ist eine Gemeinde in der belgischen Provinz Hennegau. Sie gilt als die inoffizielle Hauptstadt der Borinage, einer vom Steinkohleabbau geprägten Industrielandschaft am Ufer des Flusses Haine. [1]

Valenciennes ist eine französische Stadt im Département Nord in der Region Hauts-de-France. [2]

Bei der Frankatur handelt es sich um die Mi.Nr. 25 (5 Centimes) und 27 (10 Centimes).



Beste Grüße von der sommerlichen Ostsee
Ralf

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Ghislain
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Valenciennes
 
hajo22 Am: 23.06.2018 18:33:18 Gelesen: 24532# 121 @  
2 Einschreibbriefe aus dem Jahr 1935 von Brüssel in die Schweiz.

Ich nehme an, der Absender war Briefmarkenhändler oder -sammler.

Beide Briefe sind sehr akkurat mit 3,50 bfrs. frankiert und haben ein "Gesicht".



hajo22

[Redaktionelle Hinweise: Auktionshaus aus Belgien, siehe https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=169714 / C. Obrecht vermutlich philatelistischer Autor, siehe https://philatelisten-bern.ch/bibliothek/kataloge-ch-fl/ ]
 
zockerpeppi Am: 06.07.2018 21:03:38 Gelesen: 23736# 122 @  
Belgien ist etwas abgerutscht, deshalb mal wieder ein Beitrag. Ich habe für heute ein Einschreiben ausgesucht:



Ein kleiner Umschlag im Format einer Visitenkarte aus Arlon nach Fingig nahe der belgisch-luxemburgischen Grenze. Der Adressat Hubert Nicolas sans profession (ohne Beschäftigung). Der Absender J.M.E. Lejeune war Gerichtsvollzieher in Arlon.

Portogerecht frankiert zu 30c: 10c für den Grenzrayontarif innerhalb von 30km plus 20c fürs Einschreiben. Tagesstempel Arlon vom 18 August 72, der Rautenstempel von Arlon mit der Nummer 16 sowie ein Kastenstempel recommandé, ein PD als Zeichen dass das Porto bis zum Empfänger bezahlt war. In blau ein Vermerk retour und oben links noch ein Vermerk voir au dos.

Die Rückseite ist leider etwas entstellt, die Siegel sind nicht mehr vorhanden und man sieht Spuren von Falz. Zwei Stempel LUXEMBOURG Stempel wurden abgeschlagen der erste am 19 August bei der Ankunft auf Arlon und der zweite am 21 August auf dem Rückweg aus Fingig. Oben kann man dann auch schön den Grund für die Rücksendung erkennen: Inconnu à Fingig, le facteur (Unbekannt in Fingig, der Briefträger) + Unterschrift Molitor wie mir scheint.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
zockerpeppi Am: 03.08.2018 21:21:15 Gelesen: 22274# 123 @  
Belgien driftet ab!

Wertbrief ab Liège nach Zürich in der Schweiz



Gewicht 29 gr, zweite Gewichtsstufe, Wert: 300 Fr

Stempel Liège vom 26 DECE 04 18-19 + ein Kastenstempel ASSURÉ. Auf der Rückseite waren einmal drei Stempel: gut erhaltener Bahnpoststempel STRASSBURG(ELS)-LUXEMBURG BAHNPOST ZUG 10 27/12 04, ein Stationsstempel vom 27 DECE welcher eigentlich nicht mehr zuzuordnen ist. Ich habe das Stempelbuch durchforstet, es kommt nur eine Station in Frage -> Namur. Keine andere Station endet mit dem Buchstaben R. Und da wäre von ein BRIEFTRGR Stempel wohl von Zürich.

Das Porto berechne ich wie folgt:

25c für den einfachen Brief bis 15 gr + 25 c für die höhere Gewichtsstufe + 25 c Einschreibegebühr + 15 c für den Wertbrief je 300 Franken für Destinationen welche ein Land im Transit erfordern. In unserem Falle eigentlich zwei Luxemburg und Frankreich und somit wäre die Gebühr 25 c gewesen, außer ich interpretiere falsch.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
OJH Am: 05.08.2018 12:57:30 Gelesen: 22183# 124 @  
Bei Durchsicht meiner Belege habe ich eine Nachnahme-Paketkarte entdeckt mit dem Einlieferungsort KORTRIJK BAGAGE vom 15.IV 1992; Beförderungsgebühr in Briefmarken verklebt. Das Paket wurde über das Auswechslungsamt HERBESTHAL geleitet. Im Köln 2 laut Poststempel am 20.4.1992 eingegangen.

Vielleicht passt der Beleg in Deine Sammlung ?

Grüsse
OJH
 
briefmarkenwirbler24 Am: 27.09.2019 15:37:03 Gelesen: 9357# 125 @  
Hallo zusammen,

heute gibt es mal wieder einen neuen Brief von mir, dieses Mal aus Belgien, was wir bisher noch nicht gesehen haben.

Aufgegeben wurde der Brief am 03.11.1873 vom "Ctte (Commitee) Delille & J. Moerenhut" in Gand (flämisch für Gent) und wurde adressiert an die "Messieurs H. et F. Duval, successeurs [Nachfolger] de Dubied Père et Fils [Vater und Sohn]" in Couvet.

Die verklebten 30 Centimes waren laut Tarifperiode vom 01.07.1869 bis zum 30.06.1875 portogerecht für einen einfachen Brief der 1. Gewichtsstufe (bis 15 g). Weiß jemand ob der Brief zu der Zeit schon über Frankreich lief oder noch über das Deutsche Reich?

Siegelseitig sehen wir den Transitstempel von Neuchâtel (05.11) und den Ankunftsstempel von Couvet (ebenfalls 05.11.). Den Grenzübergangsstempel kann ich nur fragmentarisch erkennen, kann mir hier vielleicht jemand behilflich sein?

Beim Absender handelt es sich um ein Spirituosengeschäft und beim Empfänger um eine urige Absinthbrauerei (gegründet um 1800 von "Dubied & Söhne"), die bereits zu der Zeit der nächsten Generation übergegangen ist (wie man auch der Adresszeile entnehmen kann).

Im Inhalt geht es darum, dass man eben von dieser Brauerei in Couvet 100 Liter Absinth zzgl. der Etiketten bestellen möchte in der wie üblich hervorragenden Qualität.

Wer mehr über die Hintergrundgeschichte der Brauerei erfahren möchte, der folge diesen Links:

https://www.spirituosentheke.de/absinth-info/geschichte.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Henri_Edouard_Dubied

Liebe Grüße,

Kevin




 
Franz88 Am: 21.04.2020 16:50:58 Gelesen: 4074# 126 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Auslandsbrief von Gent nach Wohlen (Schweiz). Der Brief wurde am 10.8.1960 in Gent aufgegeben.Ich vermute, der Brief ist überfrankiert (18 Marken wurden verklebt).

Liebe Grüße
Franz


 
Gerhard Am: 21.04.2020 16:54:51 Gelesen: 4071# 127 @  
@ Franz88 [#126]

Soweit ich informiert bin, betrug das Auslandsbriefporto damls 5,- BF; somit ist die "Überfrankatur mir 5 Centimes noch im akzeptablen Rahmen, der Brief gefällt mir gut, die sehr gelungene Zeichnung Wappernlöwe in mehrfarbiger Frankatur; schön!

MphG
Gerhard
 
Baber Am: 21.04.2020 17:03:05 Gelesen: 4067# 128 @  
Dieser Einschreibebrief gelaufen 2002 von St. Amandsberg nach München, frankiert mit 6 x 34 Bfr kommt mir auch überfrankiert vor:



Gruß
Bernd
 
Franz88 Am: 21.04.2020 17:14:24 Gelesen: 4066# 129 @  
@ Gerhard [#127]

Hallo Gerhard,

vielen Dank für deine Info. Die Frankatur fast richtig. Super!

Liebe Grüße
Franz
 
Lars Boettger Am: 21.04.2020 17:31:14 Gelesen: 4062# 130 @  
Ich hoffe, ich habe den folgenden Brief nicht schon irgendwo vorgestellt. Die Frankatur von 50 Centimes wurde mit vier Briefmarken zu 10 Centimes und dem Wertzeichen der Ganzsache von ebenfalls 10 Centimes dargestellt. UPU-Auslandsporto der ersten Gewichtsstufe beträgt 25 Centimes, die Gebühr für das Einschreiben ebenfalls 25 Centimes. Am 28. Mai 1900 wurde der Brief in Bruges (Brügge) an den Kataloghersteller Hugo Michel in Apolda aufgegeben.

Jetzt kann man sich fragen, ob das "Bedarf" ist oder ob der Brief unter philatelistischer Beeinflussung litt. Für mich dokumentiert er gut die Internationalität von philatelistischen Katalogherstellern und der Philatelie im allgemeinen. Eine andere Frage wäre, ob ich ihn in ein Exponat packen würde - wahrscheinlich nicht.

Beste Grüße!

Lars


 
Baber Am: 22.04.2020 10:48:03 Gelesen: 3988# 131 @  
@ Lars Boettger [#130]

Hallo Lars,

auf was bezieht sich der untere Aufdruck auf den Brief: Diese Inschrift (oder Aufschrift) kann gestrichen werden?

Gruß
Bernd
 
Lars Boettger Am: 22.04.2020 11:54:28 Gelesen: 3977# 132 @  
@ Baber [#131]

Hallo Bernd,

der Vermerk bezieht sich auf die Sonntagszustellung (siehe Absatz unter dem Wertstempel). Der Absender konnte innerhalb Belgiens entscheiden, ob die Sendung am Sonntag zugestellt werden sollte.

Beste Grüße!

Lars
 
MichaelS Am: 22.04.2020 11:59:33 Gelesen: 3977# 133 @  
@ Baber [#131]

Hallo Bernd,

der Vermerk bezieht sich auf den Zusatz unter dem Wertstempel der Ganzsache:

" Ne pas livre le dimanche
Niet bestellen op zondag
"

Diesen Anhängsel gibt es unter vielen Marken Belgiens in dieser Zeit.

Schönen Gruß,
Michael
 
Baber Am: 22.04.2020 12:51:48 Gelesen: 3970# 134 @  
@ MichaelS [#133]
@ Lars Boettger [#132]

Hallo Lars und Michael,

danke für die Aufklärung. Wenn ich genauer hingeschaut hätte, wäre die Frage überflüssig gewesen. Aber manchmal hat man Scheuklappen auf. Ich habe einen Vermerk auf dem Umschlag gesucht und nicht beim Wertstempel.

Kann von euch jemand etwas über die Portorichtigkeit meines Beleges [#128] sagen?

Gruß
Bernd
 
MichaelS Am: 22.04.2020 15:56:08 Gelesen: 3951# 135 @  
@ Baber [#128]

Hallo Bernd,

ich habe einmal "De Posttarieven van Belgie sinds 1879" gewälzt.

6*34 Fr = 204 Fr, was 5,06 € nach offiziellem Umrechnungskurs entspricht. Seit dem 18.11.2002 betrug der Tarif für einen Brief nach Deutschland in der 2. Gewichtsklasse 1,08 €. Dazu kommt die Einschreibegebühr von 3,72 €. Zusammen sind dies 4,80 €, d.h. der Brief ist überfrankiert.

Schönen Gruß,
Michael
 
longdoz Am: 12.06.2020 01:00:29 Gelesen: 2603# 136 @  
@ dr.vision [#58]

Hallo,

da muss ich eine Korrektur anbringen: Bruxelles Central kann auf keinen Fall Brüssel Hauptbahnhof heissen, und zwar aus folgenden Gründen:

1. einen Bahnhof dieses Namens gibt es zwar jetzt, aber damals nicht.

2. Bruxelles Central/Brussel Centraal ist nicht der Hauptbahnhof von Brüssel, und der Name bedeutet eher Brüssel Stadtmitte, da der Bahnhof im Zentrum liegt.

3. Es gibt auch heute keinen Bahnhof in Brüssel, der den Namen Hauptbahnhof trägt. Derjenige, der als Hauptbahnhof funktioniert, ist der Südbahnhof (Bruxelles Midi/Brussel Zuid).

4. Nach allem, was ich bisher von belgischen Bahnpoststempeln gesehen habe, ist der, den du zeigst, keiner. Die Inschrift muss also etwas anderes bedeuten. Da kann ich aber leider keinen Hinweis geben.

Gruss Mats (longdoz)
 
longdoz Am: 12.06.2020 01:24:10 Gelesen: 2602# 137 @  
@ Belgiensammler [#88]

Hallo Belgiensammler,

Baarle-Hertog ist eine belgische Exklave im niederländischen Staatsgebiet, und der Ort war nicht besetzt, denn die Niederlande waren neutral und man hat sie auch nicht, wie zwanzig Jahre später, am Krieg beteiligt. Wegen dieses Dorfs wollte man wohl keinen Ärger mit den Niederlanden riskieren.

Vielleicht ist das die Erklärung?

Gruss Mats
(longdoz)

Dieser Beitrag wurde am 12.6 um 7.50 Uhr geändert

https://nl.wikipedia.org/wiki/Enclavegeschiedenis_van_Baarle (niederländisch)
 
BeNeLuxFux Am: 13.06.2020 11:36:17 Gelesen: 2571# 138 @  
@ longdoz [#136]

Als Bureau Central wurde das Haus der Hauptpost und der Telegraphenbüros in der Brüsseler Stadtmitte am Place de la Monnaie bezeichnet [1], wobei das Telegraphenbüro den Namen Bruxelles Central bekam, während die Postamt als Bruxelles 1 bezeichnet wurde.[2]

Da dies auch nicht weit entfernt von Ixelles liegt, kann ich mir vorstellen, dass der Eilbrief über eben das Bureau Central lief und dort, warum auch immer, mit einem Stempel des Telegraphenamtes versehen wurde. Vielleicht war das auch eine Art Universalstempel im Haus, der eben nur auf das Bureau Central hinwies, unabhängig davon, ob tatsächlich im Postamt sortiert, oder im Telegraphenbüro telegrafiert wurde.

Grüße, Stefan

[1] https://archives.bruxelles.be/almanach/watch/AC/AC_1897/AC_1897_INTRO%20INTEID#page/29
[2] https://www.academiebelgium.be/wp-content/uploads/2019/02/Belgie_Les-griffes-TRAM_.pdf
 
longdoz Am: 14.06.2020 23:07:07 Gelesen: 2557# 139 @  
@ BeNeLuxFux [#138]

Danke Stefan,

das ist interessant, die Quellen kannte ich noch nicht.

Gruss
Mats
 
dr.vision Am: 15.06.2020 13:19:50 Gelesen: 2531# 140 @  
@ longdoz [#136]
@ BeNeLuxFux [#138]

Moin zusammen,

ihr habt ja beide recht. Damals vor vier Jahren war ich noch nicht so weit im Thema Belgien drin und habe einfach mal "Central" als "Hauptbahnhof" hergenommen. Danke für die Korrekturen.

Express-Sendungen wurden oft, soweit möglich, mit dem achteckigen Stempel eines Telegraphenamtes versehen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Lars Boettger Am: 29.06.2020 08:07:25 Gelesen: 2240# 141 @  
Der unten gezeigte Brief wurde mit 20 Cents frankiert. Zwischen Luxemburg und Belgien gab es eine Sondervereinbarung, ähnlich wie mit dem Deutschen Reich, welche niedrigere Tarife als den UPU-Satz zuliess. Das war nach der UPU-Konvention gestattet.

Entwertet wurden die Marken mit dem Einkreisstempel des Postamts Antwerpen-Bahnhof. Der Brief sollte in das kleine Dorf Hovelange [1] in Luxemburg gehen. Der Postbeamte hatte aber die Adresse nur flüchtig gelesen und den Brief nach Havelange in Belgien geleitet [2]. In Havelange erhielt der Brief den handschriftlichen Vermerk "Grand duché a Luxembourg und das ursprüngliche "G. D.de Luxembourg" wurde ebenfalls unterstrichen. Rückseitig ist der belgische Ankunftsstempel von Havelange abeschlagen.

Ich habe den Brief wegen der Weiterleitung gekauft. So eine Verwechselung des Ortsnamens gibt es zwischen dem Deutschen Reich und Luxemburg deutlich häufiger. Briefe aus oder nach Belgien wurden oft in die Provinz Luxemburg fehlgeleitet, weniger, weil die Ortsnamen fast gleich waren.

Beste Grüße!

Lars



[1] https://fr.wikipedia.org/wiki/Hovelange
[2] https://www.havelange.be/
 

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