Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege
Das Thema hat 260 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10   11  oder alle Beiträge zeigen
 
10Parale Am: 09.09.2025 22:38:06 Gelesen: 11034# 236 @  
Auf dieser einfachen P 27 wurde ein 2-zeiliger Stempel des französischen Konsulats in Galatz in Rumänien abgeschlagen. Ich bin total begeistert, denn diesen Stempel des Konsulats sehe ich zum ersten Mal.

Abgeschlagen am 30. September 1896 in Galati lief diese wunderschöne Ganzsache in feinster französischer Sprache verfasst nach Zürich, wo sie am 3. Oktober eintraf.

Liebe Grüße

10Parale


 
JanClauss Am: 10.09.2025 08:47:46 Gelesen: 10998# 237 @  
@ Briefuhu [#235]

Jeder soll und kann ja sammeln, was er will. Gott sei Dank gibt es bei uns keine Instanz, die mir bestimmtes Sammeln vorschreibt!

Aber der schöne Sammlerbrief aus Trinidad hat aus meiner Sicht nichts mit dem Thema zu tun, denn er ist weder Botschafts- noch Diplomaten- oder Konsularpost. Absender und/oder Empfänger ist/sind Philatelist/en, und man hatte einfachheitshalber (und wahrscheinlich versehentlich?) einen Konsulatsvordruckumschlag für eine nette und mit 200 Cent womöglich überfrankierte Reko-Sammlerpost verwendet.

Wäre es Konsularpost gewesen, hätten auch die Österreicher, wie weltweit alle Konsulate in den 1980-er Jahren, Freistempel verwendet.

Gehört in eine neue Rubrik namens "Trinidad & Tobago - Belege".

Dabei fände ich interessant, dass der Name des Aufgabeortes (Port of Spain) aus keinem der auf Vorder- oder Rückseite abgeschlagenen Stempel, auch nicht aus dem Reko-Zettel, hervorgeht.
 
hubtheissen Am: 10.09.2025 11:58:01 Gelesen: 10978# 238 @  
@ JanClauss [#237]

Hallo,

ich finde Deine Aussagen nicht so schlüssig. Der Brief ist auf einem Postamt in unmittelbarer Nachbarschaft des Konsulates aufgegeben worden und stammt damit voraussichtlich vom Konsulat (s. Absenderstempel) - was auch immer der Anlass gewesen sein mag. Ob der Absender Philatelist war, kann ich aus dem Brief jedenfalls nicht schliessen.

Die Aussage, dass in den 1980-er Jahren in allen Konsulaten nur noch Freistempel verwendet wurden, scheint mir auch nicht gesichert. Ich hatte vor 3 Jahren einen großen Posten Botschaft- und Konsulatsbrief bekommen, die an die Fa. Daimler in Stuttgart gerichtet waren und Bedarfsbriefe sind. Zumindest bis zum Ende der 70er-Jahre waren die meisten mit Marken freigemacht.

Gruß

Hubert
 
JanClauss Am: 12.09.2025 12:30:27 Gelesen: 10782# 239 @  
@ hubtheissen [#238]

Das mit den 1970er Jahren mag ja stimmen, ab den 1980er Jahren halte ich dies für relativ unwahrscheinlich.

Und wenn Du einmal Deinen Posten Daimlerbriefe durchsiehst, wirst Du kaum einen finden, der mit 7 Marken (davon 6 verschiedenen) freigemacht wurde. So viel Zeit hat man normalerweise auch auf Konsulaten nicht, wenn man seinen Job ernst nimmt.

Für mich ist es nach wie vor ein wunderschöner Trinidad-Brief, für T&T-Sammler allerdings sicherlich nicht Bedarf, und damit auch nicht "konsularrelevant". Den rückseitigen Stempel hat der philatelistische Absender draufgedrückt, damit dies alles offizieller aussieht.
 
Martin de Matin Am: 12.09.2025 22:03:27 Gelesen: 10715# 240 @  
Ich zeige einen Brief mit sechs verschiedenen Marken (mit insgesamt 23 Marken).

Ich würde den Brief als echten Bedarfsbrief bezeichnen. Der Luftpostbrief (Leinenbrief) mit einem Gewicht von 380 Gramm wurde am 3.9.1940 von der Deutschen Botschaft in Santiago (Chile) an das Auswärtige Amt in Berlin (Ankunftsstempel vom 13.9.1940) geschickt. Rückseitig befinden sich drei Siegel mit der Inschrift "Deutsche Botschaft in Santiago". Zur Frankatur wurden Marken für insgesamt 837,30 Pesos (dabei 18 mal der Höchstwert von 50 Pesos der Luftpostausgabe von 1934) verwendet. Vorne wurde ein Stempel "VIA CONDOR-L.A.T.I." angebracht. L.A.T.I. steht für die italienische Fluglinie Linee Aeree Transcontinentali Italiane.

Obwohl der Brief Mängel wie links etwas verkürzt unten gelocht und Büge hat (unten ist er nicht beschnitten sondern konnte auf Grund seiner Grösse von mehr als DIN A4 nicht komplett eingescannt werden) konnte ich ihm nicht widerstehen, da man einen schwereren Luftpostbrief aus dieser Zeit aus Chile bestimmt nicht leicht finden wird.



Gruss
Martin

https://en.wikipedia.org/wiki/LATI_(airline)
 
JanClauss Am: 13.09.2025 09:27:06 Gelesen: 10671# 241 @  
Ein Traumbrief für jeden Posthistoriker.

Die leichten Beschädigungen sind format- und transportbedingt sowie umso sammelwürdiger, denn echter als echt geht nicht.

Wir alle wissen, dass Diplomatenpost zwar normalerweise nicht per Landes-, sondern per Kurierpost versandt wird, aber die arme Deutsche Botschaft hatte 1940 in jener Woche wahrscheinlich keinen Kurier zur Verfügung und wich auf die Landespost aus.

Das einzige, was ein bisschen verwundert, ist, dass ein derart schwerer und versiegelter Brief mit sicherlich wichtigem Inhalt nicht als Reko- oder Wertbrief versandt wurde, aber das kann auch Absicht gewesen sein. In Südamerika werden zwar noch heute wegen unzuverlässigen Postsystems überproportional viele Briefe als Reko verschickt, und da wundert es ein bisschen, dass dies hier nicht der Fall war. Aber vielleicht hat der Botschaftsfahrer den Brief direkt am Flughafenpostamt abgeliefert?
 
Martin de Matin Am: 13.09.2025 10:04:04 Gelesen: 10665# 242 @  
@ Martin de Matin [#240]
@ JanClauss [#241]

Mit meinem Brief wurde noch ein weiterer Brief von der Botschaft in Santiago ans Auswärtige Amt in Berlin angeboten. Dieser wurde "nur" mit 200,20 Pesos frankiert und am 18.6.1940 gestempelt (Ankunft 29.6.1940). Er ist auch nur als Luftpostbrief aufgegeben worden. Ich habe mich natürlich für den schwereren Brief entschieden.

Gruss
Martin
 
fogerty Am: 13.09.2025 10:38:05 Gelesen: 10653# 243 @  
Ein Brief der Österreichischen Botschaft in Warschau an die Kurverwaltung in Meran am 13.7.1965:



Grüße
Ivo
 
Reini46 Am: 15.09.2025 17:34:04 Gelesen: 10394# 244 @  
Hallo,



Eingeschriebene Drucksache des Vicekonsulats der Tschechslovakischen Republik in Graz vom 30,9.1921.

Der Empfänger der Karte wurde aufgefordert, am 10.10.21 zwecks Assentierung beim Vicekonsulat zu erscheinen.

Drucksache 80 Heller Einschreiben 5 Kronen.

Grüße
Reini46
 
JanClauss Am: 15.09.2025 21:16:00 Gelesen: 10360# 245 @  
@ fogerty [#243]

Interessant bei Deinem polnischen Beleg nach Italien/Südtirol ist auch, dass dort die Bezeichnung "Wlochy" steht:

Polnisch ist meines Wissens die einzige Sprache Europas, die das Wort Italien/Italy/Italie usw. nicht kennt, sondern "Wlochy" sagt. Wlochy bedeutet "Italien", und Wloch bedeutet Wohlstand!

Ist schon ziemlich irre oder nicht?
 
Briefuhu Am: 16.09.2025 13:05:46 Gelesen: 10286# 246 @  
R-Brief vom 30.12.1971 von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Belgrad nach Bielefeld, freigemacht mit einem Absenderfreistempel des Auswärtigen Amtes in Bonn über 130 Pfennige.



Schönen Gruß
Sepp
 
Reini46 Am: 07.10.2025 10:45:40 Gelesen: 9227# 247 @  
Hallo,



Brief vom 20.8.1935 von Teheran an die österreichische Gesandtschaft in Ankara. Absenderin ist die österreichische Gesandtschaft in Persien.

Als Leitweg wird via Baghdad angegeben, frankiert ist der Brief u.a. mit dem Höchstwert der Freimarkenausgabe 1935.

Der Brief kam am 29.8.35 in Ankara an. Der Brief ist nicht beschnitten.

Grüße
Reini46
 
Regis Am: 07.10.2025 15:35:26 Gelesen: 9206# 248 @  
@ Reini46 [#247]

der Zustand des Briefes ist verblüffend gut. Nach der Frankatur 5,10 Rial muss er zwischen 81 und 100 Gramm gewogen haben. Gebühr 1,50 R + 4 x 0,90 R.

Regis
 
Totalo-Flauti Am: 31.10.2025 11:01:43 Gelesen: 7624# 249 @  
Liebe Sammlerfreunde,

das Leipziger Generalkonsulat von Polen sendete per Nachnahme für 71,00 Mark eine standesamtliche Urkunde am 29.10.1992 nach Dresden. Der Brief kostete 1,00 Mark und die Nachnahmegebühr schlug mit 3,00 Mark zu Buche. Die insgesamt vier Mark wurden mit 8 mal der MiNr.1304 dargestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
inflamicha Am: 03.11.2025 22:12:03 Gelesen: 7420# 250 @  
Guten Abend,

passt auch in diese Rubrik:



Die portopflichtige Dienstsache von der Deutschen Gesandtschaft in Brüssel reiste per Kurierpost nach Berlin. Am 7.10.1920 (PP 5) wurde der Brief in der Kurierstelle von Berlin W 8 bearbeitet, auch ein Dienstsiegel des Auswärtigen Amtes wurde abgeschlagen. Die Sendung wurde als Ortsbrief der Empfängerin in Berlin W 10 zugestellt, die auch die 50 Pfg. Nachporto zu entrichten hatte- offensichtlich lag die Sendung im Interesse der Empfängerin. In der PP 5 wurde bei Dienstbriefen nur der einfache Fehlbetrag (= 40 Pfg.) + ein Zuschlag von 10 Pfg. nacherhoben.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 04.11.2025 21:00:36 Gelesen: 7306# 251 @  
Guten Abend,

im Gegensatz zum gestrigen Beleg wurde dieser hier als portofreie Reichsdienstsache befördert:



Der Brief vom Deutschen Konsulat in New Orleans kam nach US-Zensur und Beförderung durch Kurier am 8.9.1919 (PP 3) in Berlin W 8 Kurierstelle an. Bevor der Brief nach mit der Post Dresden weitergeleitet wurde, erhielt er wiederum das Dienstsiegel des Auswärtigen Amtes- hier auch nötig, um die Berechtigung der portofreien Beförderung als Reichsdienstsache nachzuweisen.

Gruß Michael
 
fogerty Am: 08.11.2025 22:26:31 Gelesen: 7078# 252 @  
@ JanClauss [#245]

Danke, hatte das jetzt ganz übersehen, obwohl ich diesen Begriff schon kannte.

Grüße
Ivo
 
Totalo-Flauti Am: 29.11.2025 22:33:47 Gelesen: 5899# 253 @  
Liebe Sammlerfreunde,

am 23.12.2005 sandte das Generalkonsulat der USA in Leipzig einen Brief nach Halle a.Saale. Das Konsulat verwandte einen Absenderfreistempel. Die Maschine ist von Frankotyp-Postalia. Der Brief fand im Briefzentrum 04 trotzdem den Weg durch die Stempelmaschine.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
Reini46 Am: 11.02.2026 17:21:09 Gelesen: 2454# 254 @  
Hallo,



Brief vom 11.12.1935 aus Wien nach Nepal an die Britische Botschaft.

Rückseitig befindet sich der Rohrpoststempel des Telegraphenamts Wien 1 sowie der Stempel von Raxaul 2.12.35. Raxaul liegt an der Grenze zwischen Indien und Nepal. Desweiteren ein Stempel Governors Camp 24.12.35 mit einem Text im Stempel den ich nicht zuordnen kann. Auch den Stempel beginnend mit RA .. 23.12.35 kann ich nicht bestimmen.

Der Brief dürfte in Nepal nicht zustellbar gewesen sein und ging dann an das Government House in ... ?

Brief 60 Groschen Luftpostzuschlag weiter als Kalkutta 70 Groschen je 5 Gramm.

Grüße

Reini46

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Flugpost aus Österreich bis 1945"]
 
ChristianSperber Am: 11.02.2026 19:40:37 Gelesen: 2437# 255 @  
@ Reini46 [#254]

Hallo,

dies ist ein privater Brief an die Ehefrau des britischen Gesandten Bail ey, in der Anschrift fehlerhaft geschrieben Baily.

Zur Rückseite: ich sehe 2 Stempel Raxaul vom 22. bzw. 23.12.35. Dely steht für Delivery. Ich vermute, dass der Brief bereits von dort nachgesandt wurde, weil ein Ankunftstempel aus Nepal fehlt. Im Ankunftstempel des Governor's Camp lese ich unten Bengal, was zu Calcutta passt.

Wir Philatelisten können Herrn Bailey dankbar sein, dass er seine Korrespondenz aus Jahrzehnten aufbewahrt und später über die Firma Robson Lowe dem Markt zur Verfügung gestellt hat.

Grüße
Christian
 
phornung Am: 12.02.2026 02:08:45 Gelesen: 2390# 256 @  
Der Absender ist auch ganz interessant, der britisch-österreichische Künstler Phöbus Tuttnauer.

http://www.katharinehousegallery.co.uk/art/336--
 
merkuria Am: 12.02.2026 08:52:26 Gelesen: 2354# 257 @  
Brief bis 20g von Schaffhausen nach Liverpool/Grossbritannien, Aufgabe am 25. Februar 1932.



Frankatur gemäss Gebührenverordnung vom 01.10.1924 – 29.02.1948 (Briefgebühr):

Brief Ausland bis 20g ......... = 30 Rappen

Portogerechte Frankatur: Schweiz 3x Mi Nr. 247 (30 Rappen)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz: Pro Juventute Marken auf gelaufenen Belegen"]
 
Reini46 Am: 12.02.2026 15:57:15 Gelesen: 2299# 258 @  
@ ChristianSperber [#255]

Hallo Christian,

danke für die Information

Grüße
Reini46
 
Reini46 Am: 12.02.2026 16:40:38 Gelesen: 2287# 259 @  
@ phornung [#256]

Hallo.

auch da danke ich für die Information.

Reini46
 
Michael Mallien Am: 12.03.2026 11:29:17 Gelesen: 9# 260 @  
Zwei Belege aus Tunesien von unterschiedlichen Botschaften nach Stuttgart-Untertürkheim kann ich heute zeigen.

1. Brief der amerikanischen US-Botschaft vom 11.2.1969 mit Stempel TUNIS CARTHAGE, freigemacht mit 85 Milliemes.



2. Brief der libanesischen Botschaft vom 30.7.1969 mit Stempel TUNIS REPUBLIQUE, ebenfalls freigemacht mit 85 Milliemes.



Viele Grüße
Michael
 

Das Thema hat 260 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10   11  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

783402 808 12.03.26 09:58HWS-NRW
137781 126 11.03.26 16:03Reini46
660641 771 26.02.26 15:18epem7081
40104 61 07.11.25 17:22Briefuhu


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.