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Thema: Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege
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omega_man Am: 14.03.2026 20:45:00 Gelesen: 11504# 263 @  
Hallo,

da sind heute gleich 2 Belege aufgetaucht.

Einfacher Brief der Botschaft Kenias (Vorder- und Rückseite)



Einfacher Brief der deutschen Botschaft in Malaysia. Da der erste AFS des Auswärtigen Amtes daneben lag, wurde ein zweiter, interessanterweise jedoch in anderer Optik, abgeschlagen.



Gruß

Dierk
 
Reini46 Am: 27.03.2026 15:40:46 Gelesen: 10594# 264 @  
Hallo,



Brief des Deutschen Konsulats in Patras vom 20.5.39 an den Konsul in Wien im Grand Hotel.

Grüße

Reini46
 
Fips002 Am: 28.03.2026 18:55:27 Gelesen: 8003# 265 @  
Brief aus dem Kaiserlich Deutsches Consulat in Nicaragua, Managua 28. November 1904, nach Berlin.



Dieter
 
Fips002 Am: 28.03.2026 18:55:27 Gelesen: 8003# 266 @  
Brief aus dem Kaiserlich Deutsches Consulat in Nicaragua, Managua 28. November 1904, nach Berlin.



Dieter
 
Bessie Am: 20.04.2026 11:32:13 Gelesen: 8448# 267 @  
Konsulatspost Uruguay von Hamburg nach Montevideo 1940



Am 13. 7. 1940 schickte das Hamburger Konsulat von Uruguay einen eingeschriebenen Luftpostbrief in die Heimat nach Montevideo. Hitler hatte 1939 den Zweiten Weltkrieg losgetreten. Die USA waren einstweilen noch neutral mit deutlichen Sympathien für die Westalliierten, an die sie Waffen und andere Versorgungsgüter lieferte und prächtig verdiente. Die Weltpolitik hatte Folgen für den zivilen Luftverkehr.

Dem Konsulat standen zwei Transportwege über den Atlantik zur Verfügung: entweder ab Lissabon über den Nordatlantik nach New York und dann weiter nach Süden oder über Rom und Westafrika über den Südatlantik nach Brasilien und weiter. Die Nordroute flog die amerikanische PanAm. Mit ihr hätte der Brief 55+30+25 = 110 Pf. gekostet. Die Südroute, die wegen des Krieges von der Lufthansa/Condor auf die LATI des faschistischen Italien übergegangen war, kostete deutlich mehr: 155+30+25 = 205 Pf. Das Konsulat entschied sich für die LATI. War das Höflichkeit gegenüber dem Gastland oder Sympathie für den Nationalsozialismus? Ich vermute sowohl als auch.
 
Regis Am: 20.04.2026 13:40:26 Gelesen: 8433# 268 @  
@ Bessie [#267]

Sympathie im Postverkehr kommt nicht vor. Der Brief über New York hätte gekostet: 25 + 30 + 95 = 1,50; wäre am 20.7.40 in N.Y. gewesen.

So ging er ab 18.7. Rom - Sevilla - Villa Cisneros - Sal ( Cap Verde); 20.7. Sal - Natal - Recife; 21.7. mit Condor Recife - Rio de Janeiro.; Danach bis 23.7. Montevideo;

Mithin die schnellere Verbindung mit Umgehung der Bermuda-Zensur;

Ein schöner Beleg Regis
 
Bessie Am: 20.04.2026 22:32:19 Gelesen: 8398# 269 @  
@ Regis [#268]

Danke für die Zuschrift! Aber ich muss widersprechen.7

1. Politik im Briefverkehr ist nie zu beweisen, aber oft zu vermuten. Wenn die DDR-Sondermarke von 1953 zum Gedenken an Stalins Todestag 3x auf einen Luftpostbrief in die USA geklebt wurde, dann hat sich der Absender etwas dabei gedacht. Er wusste auf jeden Fall von der von der Blockade Berlins und der von McCarthy zusätzlich aufgeheizten Stimmung. Wenn DR-Sonderstempel zum „Anschluss“ Österreichs mit auffällig frankierten Briefen an Auslandsdeutsche in aller Welt geschickt wurden, war das bestimmt kein Zufall. Und wenn ein Deutscher seinen Brief nach New York lieber teuer mit der LATI über Brasilien anstatt erheblich billiger und schneller über Lissabon mit der PanAm fliegen ließ, war das auch eine politische Entscheidung. Ich habe dazu in den Philaseiten unter „Luftpost nach Nordamerika 1940 – 1941“ geschrieben.

2. Meine Portoangaben entnahm ich dem unlängst erschienenem Nachschlagewerk von Paul-Jürgen Hueske: Luftpostzuschläge nach Amerika. 2022 (Neues Hb. 59)
 
Regis Am: 21.04.2026 11:27:45 Gelesen: 8248# 270 @  
@ Bessie [#269]

Mir ist die Position von Uruguay zu den sog. Achsenmächten nicht so klar.

Aber zu den Gebühren: Luftpost über New York (F.A.M. 18)
55 Pf / 5 Gramm . = Cuba; Puerto Rico; Dominikanische Republik; Mexico; Haiti;
65 Pf. / 5 Gramm = Panama; Costa Rica;
60 Pf. / 5 Gramm = Guatemala; Honduras; Nicaragua; El Salvador;
85 Pf. / 5 Gramm = Ecuador; Suriname; Columbien; Curacao; Peru;
95 Pf. / 5 Gramm = Argentinien; Paraguay Uruguay; Bolivien; Brasilien; Chile;

Dies galt bis 7. Dezember 1941; Danach gab es Einschränkungen und andere Gebühren. Der Postververkehr mit Argentinien blieb bestehen;

Vielleicht nützt es so. Regis
 
Bessie Am: 22.04.2026 17:19:58 Gelesen: 8057# 271 @  
[#270]

Hallo Regis

mein Brief wurde am 13.7.1940 abgeschickt. An diesem Tag kostete das Porto nach Uruguay entweder 150 Rpf. mit LATI oder 95 Rpf. über New York mit PanAm dazu jeweils 25+30 Rpf

Am gleichen Tag in die USA Zuschlag 40 Rpf., mit LATI erst ab Oktober möglich für 215 Rpf. Zuschlag.

Alle Angaben nach Hueske, der die Amtsblätter auswertete.

Gruß von Bessie (früher Sentawau und wauwau)
 
Bessie Am: 25.04.2026 11:35:24 Gelesen: 7618# 272 @  
Deutsche Botschaft in Paraguay 1935

Der Brief wurde am 3.7.1935 in Asuncion der Post übergeben und erreichte Hamburg am 15.7. Den Südatlantik überquerte er an Bord eines Flugzeuges der Aer France, wie der Pariser Durchgangsstempel beweist. Lufthansa und Aer France hatten ab 1.7.1935 eine Zusammenarbeit vereinbart. Dieser Brief könnte vom „Erstflug“ dieser Einigung stammen. Die verhältnismäßig lange Flugzeit erkläre ich mir aus der abgelegenen Lage Asuncions im Innern des Kontinentes.


 
Regis Am: 30.04.2026 16:47:11 Gelesen: 7124# 273 @  
Passend zur politischen Lage:

Nach dem Sturz der Regierung genoss der Schah auch militärische Unterstützung der USA.

Ein Brief der U.S. Oprerations Mission in Teheran mit Botschaftskurier befördert.



mit Hinweis This article originally mailed / in country indicated by postage
Aufgabe: WASHINGTON / DEC 23 / 1 AM / 1954 / D.C. // 8
 
Regis Am: 03.05.2026 16:50:42 Gelesen: 6624# 274 @  
Ecuador Dezember 1941

Ein Brief, Absender Legacion Americana in Quito wird mit Kurier nach Washington gebracht.

Frankatur: 16 Centavos + 6 Cent. + 2x 5 Cent. + 4 x 2 Cent. = 40 Centavos



Aufgabe: WASHINGTON, D.C. / DEC 17 / 6-PM / 1941 + Werbeeinsatz für US Staatsanleihen
 
Briefuhu Am: 14.05.2026 09:34:18 Gelesen: 5852# 275 @  
Luftpostbrief vom 16.01.1967 vom Deutschen Konsulat in Willemstadt, Curacao, Niedeländische Antillen. Frankiert wurde mit Michel Nr. 156, 76 und 73, gesamt 35 Cent.



Schönen Gruß
Sepp
 
Regis Am: 14.05.2026 18:32:31 Gelesen: 5801# 276 @  
Brief der US-Botschaft in Bern, Schweiz.

Zur Umgehung der deutschen, bzw. italienischen Zensur mit Kurier nach Lissabon gebracht.

Brief 10 Gramm - Gebühr: Brief 1,75 Escudos; Clipperflug 2x 3 Escudos; Luftpost in USA 1 Escudo;
Einschreiben 2 EscudosSumme 10,75 Escudos; Frankatur: 1,75 Escudos + 9 x 1 Escudo;
Aufgabe: Lissabon 24. Oktober 1941; R-Stempel: Lissabon Nr. 32962;



Befördert mit Flug 450 Atlantic-Clipper 31.10. ab Lissabon Ankunft New York 2. 11. 41; Zustellung Portland, Oregon 4. November v1941;
 
Reini46 Am: 03.06.2026 09:38:13 Gelesen: 3541# 277 @  
Hallo,



Brief des amerikanischen Konsulats Mailand vom 18.4.77 aus dem Vatikan nach Österreich.

Grüße

Reini46
 
T1000er Am: 03.06.2026 12:55:46 Gelesen: 3510# 278 @  
@ omega_man [#263]

Da der erste AFS des Auswärtigen Amtes daneben lag, wurde ein zweiter, interessanterweise jedoch in anderer Optik, abgeschlagen.

Hallo,

die andere Optik läßt sich leicht erklären. Der erste Freistempelabschlag stammt von einer Francotyp Maschine. Der zweite Abschlag wurde mit einer Postalia Maschine aufgebracht.

Schöne Grüße,
Thomas
 
Michael Mallien Am: 06.06.2026 11:33:26 Gelesen: 3280# 279 @  
Eilbrief der bundesdeutschen Botschaft in Bangui, Zentralafrikanische Republik vom 5.4.66 nach Prummern.



Viele Grüße
Michael
 
HWS-NRW Am: 06.06.2026 15:20:14 Gelesen: 3256# 280 @  
Hallo in die Runde.

Ich hoffe, dieser Beleg passt auch.



Die Bayerische Staatskanzlei in MÜNCHEN versandte im Januar 1995 eine Einschreib-Sendung in das Generalkonsulat der Republik Österreich, ob es um eine Einladung zum Neujahrsempfang der bayerischen Regierung ging, lässt sich nicht erforschen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Bessie Am: 18.06.2026 17:39:44 Gelesen: 2498# 281 @  
US-Botschaft in England, Schweizer Konsulat in USA

Der zuerst gezeigte Brief ist im November 1941, also lange vor Kriegseintritt der USA, an einen Leutnant und Mitglied des amerikanischen signal corps in der amerikanischen Botschaft in England gerichtet. Zensur der USA.

Den zweite Brief schrieb ein anscheinend jüdischer Absender in Great Missenden (Dorf in England) am 26.? 1944 an eine Frau Gunzberger (?) im Schweizer Konsulat in New Orleans/USA. Zensur der USA.




 
ChristianSperber Am: 18.06.2026 21:49:11 Gelesen: 2452# 282 @  
@ Bessie [#281]

Hallo Bessie,

dies sind jeweils britische Zensurverschlussstreifen.

Gruß

Christian
 
Bessie Am: 19.06.2026 21:29:13 Gelesen: 2322# 283 @  
@ ChristianSperber [#282]

Danke für die wichtige Korrektur!

Bessie
 
Fips002 Am: 06.07.2026 13:45:54 Gelesen: 1198# 284 @  
Brief vom Deutschen Konsulat in San Cristobal, Venezuela, 12.November 1915 nach Berlin.





Dieter
 
wuerttemberger Am: 06.07.2026 14:01:52 Gelesen: 1193# 285 @  
@ Fips002 [#284]

Zwei Fakten sprechen gegen das Jahr 1915

1. Kaiserlich in der Siegelmarke ist gestrichen
2. fehlende Zensur

Kann man die Stempel noch ein wenig vergrößern?
 
Fips002 Am: 06.07.2026 17:07:34 Gelesen: 1176# 286 @  
@ wuerttemberger [#285]

Hier der Stempel.


 
wuerttemberger Am: 07.07.2026 08:43:00 Gelesen: 1104# 287 @  
@ Fips002 [#286]

Ich lese 22. Nov. 19
 

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