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Thema: Altdeutschland Preussen: Eingehende Briefe
Das Thema hat 50 Beiträge:
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Magdeburger Am: 19.05.2015 01:59:25 Gelesen: 17050# 26 @  
Lieber Bayern Klassisch,

durch den Stempel Halle -> Eisenach ist klar, dass der Brief von Berlin nach Köthen -> Halle -> Erfurt -> Cassel -> Frankfurt/Main -> Heidelberg gelaufen sein wird und nicht über Hof.

Bevor ich eventuell im Laufe des Tages auf die Ersparnis zurückkomme (zumindestens bis zur badisch/schweizer Grenze) habe ich noch eine Frage:

Meines Wissens war 1 Thaler = 3,70 französische Franc, was dann 105 rheinische Kreuzer entspricht. Bin ich hier falsch informiert?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 19.05.2015 06:12:21 Gelesen: 17044# 27 @  
@ Magdeburger [#26]

Lieber Ulf,

mit der Leitung hast du natürlich Recht - ich war im Jahr der ieg-maps verrutscht.

Es waren ja Schweizer Franken und 1 Franken galt 30 Kreuzer rheinisch.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 19.05.2015 11:06:56 Gelesen: 17021# 28 @  
@ bayern klassisch [#27]

Lieber Bayern Klassisch,

bei der Währung fragte ich deshalb nach, weil beim Wechsel "per Paris" angegeben wurde und somit französische Franc mir plausibel erschien. Ich mache folgendes jetzt - ich rechne es bis zur badisch/schweizer Grenze für beide Währungen aus.

Nach dem der Laufweg geklärt ist, unterstellen wir jetzt, dass der einschlossene Brief von Warschau nach Basel lief und auch der Zeitpunkt identisch war. Damit ergibt sich eine russische Taxe - für den DÖPV, auch hier jetzt jedes Postgebiet einzeln, Preussen - Thurn und Taxis - Baden und schlußendlich Schweiz.

Für den DÖPV ist bei der Fahrpost, dazu gehört nun mal ein Wertbrief, nicht so einfach, da hier nicht der DÖPV als gemeinsames Gebiet angesehen wurde. Dies gilt auch für die Währungsreduktionen, also 3 Sgr. entsprechen nicht mehr 9 Kreuzer wie bei der Briefpost, sondern 10,5 Kreuzer. Hier ist auch nur der rheinische Kreuzer von Interesse, so dass ich im folgenden das wort "rheinisch" nicht mehr vor Kreuzer setze.

Kurz jetzt zu den Währungen:

100 schw. Franken = 50 Gulden
24,5 Gulden = 14 Thaler
1 Thaler = 93 Kopeken
3,70 fr. Franc = 1 Thaler

600 schw. Franken = 300 Gulden = 171 Thaler 12 Sgr 10 Pfennige = 159 Rubel 43 Kopeken

600 franz. Franc = 162 Thaler 4 Sgr 10 Pfennige = 283 Gulden 47 Kreuzer = 150 Rubel 81 Kopeken

Für die Beförderungstaxe des Wertbriefes galt für alle beteiligten Posthoheiten des DÖPV der Maximaltarif von 3 Sgr. bzw. 11 Kreuzer.

Die Werttaxe berechnet sich je 2 Kreuzer je 100 Gulden bis bis 50 Meilen und 2 Sgr. je 100 Thaler bei über 50 Meilen. Daraus folgt, dass für die Guldengebiete Baden und Taxis jeweils 6 Kreuzer und für Preussen 4 Sgr. = 14 Kreuzer.

Damit ergibt sich als Taxe für die Gesamtstrecke schweizer/badische Grenze bis polnisch/preussischer Grenze folgende Aufstellung:

Baden : 11 Kreuzer Brief + 6 Kreuzer Werttaxe = 17 Kreuzer
Taxis ist identisch Baden, also nochmals 17 Kreuzer
Preussen 3 Sgr. = 11 Kreuzer für den Brief und 4 Sgr. = 14 Kreuzer Werttaxe = 25 Kreuzer
Gesamt : 59 Kreuzer

Für die Strecke von Warschau bis zur polnisch/preussischen Grenze fiel für den Brief 10 Kopeken = 3 1/4 Sgr = 12 Kreuzer an. Die Werttaxe betrug 1 Kopeke je angefangen Rubel, also entweder 160 Kopeken = 51 3/4 Sgr. = 182 Kreuzer (bei 600 schweizer Franken) oder 151 Kopeken = 48 3/4 Sgr. = 171 Kreuzer (bei 600 franz. Franc)

In Summe sind es also 194 Kreuzer bzw. 183 Kreuzer für diesen Anteil.

Gesamt ergibt sich somit bei 600 schweizer Franken 59 + 194 = 253 Kreuzer (4 Gulden 13 Kreuzer) bzw. bei 600 franz. Franc 59 + 183 = 242 Kreuzer (4 Gulden 2 Kreuzer)

Eine Angabe für den schweizer Teil kann ich leider nicht machen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

P.S. Ich hoffe, es verdaut sich einigermaßen gut!
 
bayern klassisch Am: 19.05.2015 11:50:37 Gelesen: 17013# 29 @  
@ Magdeburger [#28]

Lieber Magdeburger,

ganz, ganz herzlichen Dank für diese Fleißarbeit, die außer dir keiner hätte bewältigen können.

Leider kenne ich keine Schweizer - Fahrposttaxen, aber über 4 Gulden bis zur Schweizergrenze waren eine Menge Geld und die Ersparnis gegenüber den auf dem Brief notierten 50 Rappen war schon extrem.

Ich werde den Brief an Michael schenken, der uns hier auch immer hilft, wenn es um Russland und/oder Preußen geht.

Den Nächsten, den ich in dieser Art mit Fahrpostrelevanz finde, werde ich dir vermachen, das hast du dir verdient.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 19.05.2015 12:41:25 Gelesen: 17007# 30 @  
@ bayern klassisch [#29]

Lieber Bayern Klassisch,

einen ählichen Brief, du kennst ihn ja, kann ich auch noch einfügen:



Am 9. März 1863 in Warschau geschrieben, einen Tag später aufgegeben, lief dieser Portobrief an die Gebrüder Köhne & Boeckelmann in Klein Ottersleben. Klein Ottersleben wurde von Sudenburg aus versorgt - Sudenburg war durch die Omnibusverbindung mit Magdeburg verbunden. 6 Sgr. Gesamtporto mußte bezahlt werden, war hier hälftig geteilt wurde.

Der Inhalt zeigt auch hier die Besonderheit, dass ein Wechsel eingelegt war:



Dank deiner Hilfe konnte der Inhalt vollständig entschlüsselt werden, welcher nun folgt:

In ergebener Beantwortung Ihres werthen vom 2ten l.(aufenden Monats) womit ich Rechnung über an die ZuckerFabrik Oryszrw vermittelst d(er) Herren S. Kurnitzky & Co(mpagny) in Thorn versandte (Zeichen - Paket) # 53 - 82. 30 Sack Rübsammen ? 30 ? 66 ? Nr. 30 Cent empfing / überreiche ich Ihnen einliegend dem Betrag mit Reichsthaler 378 .(Sgr.) 22. (Pfennige) 6 14 Tage dato von Sam(zek) Ant(on) Fraenkel auf F. Mart(in). Magnus in Berlin wodurch diesen Gegenstand auszugleichen bitte. Ich hoffe daß dieser Saame unversehrt an seinen Be-stimmungs Ort gelangen wird.

Portoersparnis:

Laut Angabe war ein Wechsel von 378 Reichsthaler 22 Sgr. 6 Pfennige enthalten. Dies müßte zuerst in Rubel umgerechnet werden und entspricht 352,24 Rubel (1 Thaler = 93 Kopeken).

Laut Vertrag war die Wertgebühr bei einer Summe zwischen 300 bis 600 Rubel auf 3 Rubel festgelegt. Dies wieder in Thaler umgerechnet ergibt 3 Thaler 4 Sgr. Das Porto für den Brief betrug 10 Kopeken = 3 Sgr.

Innerhalb Preussen war die Wertgebühr 2 Sgr. je angefangene 100 Thaler und somit hier 8 Sgr. Bei Wertbriefen galt das normale Briefporto von 3 Sgr. Somit ergibt sich insgesamt 3 Thaler 18 Sgr. Ersparnis.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 19.05.2015 12:56:46 Gelesen: 17000# 31 @  
@ Magdeburger [#30]

Lieber Magdeburger,

ein Traum, damals wie heute. Wunderbar!

Vielen Dank fürs Zeigen und auch bei deiner Granate war die Ersparnis ja ganz enorm.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 31.07.2015 08:50:42 Gelesen: 16555# 32 @  
Liebe Sammelfreunde,

mal ein Brief vom 10.07.1861 aus Hannover an die Herrn Wiegmann & Brinkman in Magdeburg



Die Laufzeit war unter 24 Stunden, denn er wurde schon im 1. Bestellgang zugestellt wie die Siegelseite zeigt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 31.07.2015 14:14:46 Gelesen: 16534# 33 @  
Liebe Freunde,

der hier ist von etwas weiter her:



Geschrieben in St. Petersburg am 16.7.1850 = 4.7.1850 des julianischen Kalenders, lief er unfrankiert "P(er) Dampfboot Via Lübeck" über Berlin (21.7.) nach Nürnberg an die Firma Birkner & Hartmann.

Russland verzichtete auf einen Taxansatz und bekam, wenn ich nicht irre, 10 Silberkopeken = 3 1/4 Silbergroschen von Preußen vergütet.

Preußen addierte diese 3 1/4 Sgr. zum ganz frühen Postvereinssatz von 3 Sgr., der aber nur mit 9 Kreuzer angesetzt werden durfte, zu total 6 1/4 Sgr..

Jedoch waren 3 1/4 Sgr. fremdes Porto immer paritativ zu reduzieren und waren 12 Kreuzer wert! Somit hätten wir eigentlich einen Portobrief über 21 Kr. vor uns, wenn nicht jemand einen Fehler begangen und die 6 1/4 Sgr. nur in 20 Kr. reduziert hätte.

Erst mit dem 13.4.1852 reduzierte sich die russische Gebühr auf 3 Sgr., während die 3 Sgr. für Preußen als Vereinsaufgabepost erhielten und Portobriefe von da ab nur tatsächlich 20 Kr. kosteten.

Es ist zu vermuten, dass Preußen den einen Kreuzer bzw. den Viertelgroschen später von Bayern zurück forderte und Bayern diesen beim Empfänger nacherheben musste. Diesen Frankodefekt hätte ich jetzt noch gerne ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 16.08.2015 17:31:33 Gelesen: 16253# 34 @  
Liebe Sammelfreunde,

aus dem Königreich Württemberg hatte ich in [#10] schon einmal einen Beleg vorgestellt. In der Zwischenzeit konnte ich einen weiteren vom 30.12.1852 aus Hall nach Magdeburg bekommen. Er ist tarifgerecht mit einer 9 Kreuzer-Marke frankiert.



Gelaufen ist er im Transit durch die Königreiche Bayern und Sachsen zum Ziel, wie auch die Siegelseite zeigt. Die Ankunft war erst im Folgejahr - am 01.01.1853.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.11.2015 12:37:47 Gelesen: 15510# 35 @  
Liebe Sammelfreunde,

wir hatten hier schon lange nichts mehr. Eine Briefhülle aus Pilsen flog bei mir heute ein:



Aufgegeben wurde er an einem 12.04. und lief nach Buckau - Magdeburg. Buckau ist ein Vorort von Magdeburg und es bestand schon eine ständige Omnibusverbindung zwischen Magdeburg und Buckau. Die Briefhülle dürfte etwa ab 1864 sein.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 26.11.2015 14:22:28 Gelesen: 15278# 36 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute hatte ich mal wieder Post, so dass ich hier wieder was beitragen kann:



Am 27.02.1848 wurde in Prag dieser Brief aufgegeben und war schon am 28.02. in Magdeburg wie die Siegelseite zeigt. Vorderseitig wurde der L1 "AUS OESTERREICH" in Magdeburg abgeschlagen und die Reise ging an bekannter Adresse in Cöln.

12 Kreuzer C.M. war die Gemeinschaftstaxe zwischen Preussen und Österreich und 6 Kreuzer C.M. wurde als Transitzuschlag für Sendungen aus Böhmen fällig. Insgesamt 18 Kreuzer C.M. = 6 1/2 Sgr. mußte vom Empfänger am 02.03. bezahlt werden.



Die Trauerbriefhülle vom 25.12. aus Zniam lief nach Paderborn, möglicherweise im Jahre 1844 zeigt ebenfalls den Transit über Magdeburg.

Die Taxierung ist identisch, jedoch wurde der Transitzuschag von 10 Kreuzer in 6 Kreuzer C.M. korrigiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 22.03.2016 11:28:48 Gelesen: 13897# 37 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute flog bei mir dieser Beleg ein:



Beleg vom 22.12.184 aus Lemgo nach Magdeburg über Lage - Herford (weiter Minden - Hannover - Magdeburg) gelaufen. 3 Sgr. waren erforderlich, was auch mit einer Marke frankiert wurde.

Der Ausgabestempel zeigt die 5. und somit letzte Tour an.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 14.04.2016 09:41:09 Gelesen: 13546# 38 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal etwas aus Sachsen nach Magdeburg:



Am 29.11.1861 in Plauen aufgegeben ging es per Eisenbahn bis Leipzig und danach weiter bis Magdeburg. Die Firma Sommermeyer war in Neustadt ansässig und hier ist auf der Siegelseite der Ausgabestempel mit der Tournummer 6 verwendet worden. Dieser sowie auch die Tournummer 7 waren für die Landbriefträger vorgesehen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
DERMZ Am: 26.06.2016 13:59:34 Gelesen: 12830# 39 @  
Guten Sonntag,

ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob ich jetzt den richtigen Themenkreis getroffen habe, aber ich versuche mich mal - man wird mir sicher zu verstehen geben, wenn ich falsch liege.

Bei der Durchsicht vieler Belege ist mir heute dieser in die Hände gekommen. Allerdings ist es nur die Briefhülle, der Inhalt ist im Laufe der letzten 150 Jahre irgendwo verlustig gegangen, Schade - allerdings nicht zu ändern.



Im November 1862 ging der Brief in Livorno, Italien auf Reisen und wurde wohl am 3. Dezember 1862 in Erfurt zugestellt. Dabei hat er viele Stationen durchlaufen, einige sind leider nicht mehr erkennbar/entzifferbar.

Hier mal die Wegfolge, wie ich sie vermute:

27. November 1862 Livorno

und

29. November 1862 Genova



1. Dezember Luzern / Schiffsbureau (wer kann etwas zum Schiffsbureau beitragen?)



1./2. Dezember Transit-Stempel nach Deutschland (?)



3. Dezember Ankunft/Bestellstempel Erfurt



Dazu noch 2 Stempel die nicht entzifferbar sind, hier nur der Vollständigkeit halber:



Unter dem Ankunfts/Bestellstempel findet sich noch mit Rötelstift die Ziffer "9", wofür steht diese?

Es tut mir leid, aber ich habe mich noch nie richtig mit Postwegen im 19. Jahrhundert beschäftigt, wenn ich aber so ein wenig mitlese, es muss ein spannendes Thema sein. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie der Brief damals über diese Distanzen transportiert wurde.

Vielleicht bekomme ich ja ein paar Antworten.

Schönen Sonntag wünscht Olaf
 
bayern klassisch Am: 26.06.2016 15:05:11 Gelesen: 12816# 40 @  
@ DERMZ [#39]

Hallo Olaf,

ein toller Brief!

Die 9 waren 9 Kreuzer, die Baden als Vereinsaufgabepost von Italien bekam. Bitte nicht "Deutschland" schreiben bei solchen Auslandsbriefen, weil es - postalisch wie politisch - kein "Deutschland" gab.

Die Frankoteilung von 60 Centesimi = 18 Kreuzer war: 10 C. für Italien, 20 C. für die Schweiz und 30 C. für Baden. Preußen ging leer aus.

Er könnte über Verbano (Lage Maggiore) gelaufen sein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 26.06.2016 20:30:15 Gelesen: 12795# 41 @  
@ bayern klassisch [#40]
@ DERMZ

Hallo Olaf und Ralph,

der Brief könnte über Verbano (Lage Maggiore) gelaufen sein.

Vom Lago Maggiore (Langensee, Locarno) ging der Brief über den Gotthard zum Vierwaldstättersee. Dort per Schiff nach Luzern. Von daher kommt der Stempel "Schiffsbureau Luzern". Eine Eisenbahnverbindung Luzern - Gotthard gab es damals noch nicht. Dafür ging es ab Luzern weiter mit der Eisenbahn über Olten nach Basel. Im Austauschbureau Basel zu Baden kam der Stempel "Schweiz über Baden" drauf.

Das war der Postweg im Bereich der Schweiz. EINE Frage stellt sich mir noch: War das Austauschbureau in Basel etwa im Badischen Bahnhof in Basel untergebracht?

Vielleicht wissen die BADEN - Sammler genaueres darüber.

Schönen Sonntag noch wünscht

Hanspeter
 
DERMZ Am: 26.06.2016 21:49:32 Gelesen: 12782# 42 @  
@ bayern klassisch [#40]
@ SH-Sammler [#41]

Danke Ralf und Danke Hanspeter,

wo ich doch so gar keine Ahnung von der Materie habe, entschuldigt bitte den faux-pas, ich werde in Zukunft Baden schreiben, wohne ich doch als Hesse inzwischen in Baden.

Ich danke Euch für die Entschlüsselung der "Reiseroute" und die vielen Erklärungen. Da verbirgt sich doch viel viel mehr hinter, als ich auf den ersten Blick dachte.

Es wäre natürlich schön, wenn noch weitere Informationen dazu kämen, aber das bisherige ist schon sehr sehr viel.

Vielen vielen Dank und eine gute Zeit

Olaf
 
Magdeburger Am: 07.11.2016 15:55:00 Gelesen: 11430# 43 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir mal wieder hier etwas:



Am 16.05.1858 ging es von Wien nach Nordhausen und für einen einfach schweren Postvereinsbrief über 20 Meilen tarifgerecht mit 9 Kreuzer freigemacht.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 14.04.2018 16:17:13 Gelesen: 5371# 44 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal etwas aus Frankreich:



Aufgegeben in Maubeuge am 29.03.1862 lief er nach Buckau, heute ein Stadtteil von Magdeburg, wo er am 31.03. ankam. Siegelseitig sind noch zwei Bahnpoststempel und der Eingang in Aachen. Vorderseitig ist der Taxstempel 5 Sgr. zu sehen, was der Empfänger zahlen mußte.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 14.04.2018 16:21:31 Gelesen: 5370# 45 @  
@ Magdeburger [#44]

Lieber Magdeburger,

schöner Brief - wo kam der 5 Sgr. Stempel auf den Brief?

Man hat ja zusätzlich noch mit 5 Silbergroschen nachtaxiert, wohl, weil man dem Stempel nicht traute.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 14.04.2018 16:25:41 Gelesen: 5367# 46 @  
@ bayern klassisch [#45]

Lieber Bayern Klassisch,

wie ich woanders gelesen habe, wurde der Stempel in Paris abgeschlagen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 14.04.2018 16:39:53 Gelesen: 5360# 47 @  
@ Magdeburger [#46]

Lieber Magdeburger,

vielen Dank für die Aufklärung - sieht von der Farbe auch so aus.

Bei schweren Briefen gab es dann 10 oder 15 Silbergroschen - Stempel?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 14.04.2018 16:58:15 Gelesen: 5352# 48 @  
@ bayern klassisch [#47]

Bei schweren Briefen gab es dann 10 oder 15 Silbergroschen - Stempel?

Lieber Bayern Klassisch,

habe ich noch nie (bewusst) gesehen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 14.04.2018 17:05:56 Gelesen: 5346# 49 @  
@ Magdeburger [#48]

Dann müssen wir mal Ausschau halten, damit die Seite komplett wird.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 11.01.2019 13:09:44 Gelesen: 1480# 50 @  
Liebe Sammelfreunde,

letztes Wochenende konnte ich zwei nette Belege aus gleicher Korrespondes bekommen.

Beide Briefe stammen aus Braunschweig und liefen nach Groß-Wanzleben. Beide liefen im Jahre 1835 im Abstand von knapp einem Monat.

Vorderseitig sind 2 Ggr. und 4 Sgr. Gesamtporto notiert.



Siegelseitig ist jeweils der Eingang in Magdeburg zu sehen. Von Magdeburg lief eine Fußpost die 1 1/4 Meilen nach Wanzleben.



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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