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Thema: Japan: Kriegsgefangenenpost
Das Thema hat 97 Beiträge:
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Dudley Am: 21.07.2018 19:43:01 Gelesen: 10653# 73 @  
@ Dudley [#72]



Die chinesischen Schriftzeichen wurden wie oben angegeben übersetzt. Demnach ist der Stempel auf der Karte kein Zensurstempel, sondern ein Erinnerungsstempel für Touristen vom berühmten Schloss Fukuoka, Najima Chikuzen, das von Wasser umgeben ist.

Hier die Kartenvorderseite:



Gruß Gerhard
 
ligneN Am: 24.07.2018 14:10:19 Gelesen: 10555# 74 @  
@ Dudley [#73]

War unterwegs. Aber hat ja alles geklappt, nichts zu ergänzen.
 
Dudley Am: 10.11.2018 15:27:13 Gelesen: 8111# 75 @  
@ Dudley [#73]

Liebe Philaseiten-Freunde,

hier ist ein besonderes Schmankerl der japanischen Gefangenenpost:



Ansichtskarte von San Francisco aus Braunschweig vom 16.06.1915 über Paris a Erquelines in Frankreich gestempelt am 21.07.1915 und Helsingfors in Schweden gestempelt am 02.08.1915. Ankunft in Japan am 15.09.1915. Beförderungsdauer: 3 Monate!

Transitpost durch Russland findet man selten, Stempel der russischen Postzensurstelle in PETROGRAD zeigt den langen transsibirischen Weg der Karte bis nach Japan.



Über die Auslandspost-Überwachungsstelle in Karlsruhe wurde fast sämtliche Post an deutsche Kriegsgefangene in französischem Gewahrsam geleitet. Die Karte kam als Irrläufer dann über Schweden und Russland nach Japan!



Seltener russischer Zensurstempel von PETROGRAD auf transsibirischer Post. Deutsche Transit-Post durch das im Krieg mit Deutschland stehende Russland ist sehr selten!

Vom 22.-24.11.2018 werde ich mein in Sindelfingen mit GOLD bewertetes Exponat "Der Krieg um Tsingtau und die Gefangenschaft danach in Japan (1914-1920)" auf der Rang 1 - Ausstellung in Fellbach bei Stuttgart, in der Alten Kelter, 70734 Fellbach, Untertürkheimer Str. 33, zeigen.

Vielleicht hat jemand Lust zu kommen?

Es grüßt Euch
Gerhard
 
volkimal Am: 10.11.2018 16:48:32 Gelesen: 8098# 76 @  
@ Dudley [#75]

Hallo Gerhard,

mich würde die Sammlung schon interessieren, aber es ist mir einfach zu weit weg vom Münsterland. Vielleicht bietet sich ja einmal eine andere Gelegenheit.

Wenn Du in der Poststempelgilde bist, konntest Du im Heft 252 ein Kapitel aus meiner Sammlung "Familiengeschichte und Philatelie" lesen. Es war die Geschichte von Victor John (Matsuyama und Bando). Ich hatte bis zum letzten Jahr eine Karte von ihm, dann bekam ich 7 weitere dazu geschenkt.

Viele Grüße
Volkmar
 
Dudley Am: 31.01.2019 17:48:29 Gelesen: 5991# 77 @  


Benötige Unterstützung bei der Übersetzung des beigefügten Paketausschnitts aus dem japanischen Lager Osaka mit Lagersiegel und HAN.

Danke und Gruß
Gerhard
 
Dudley Am: 04.02.2019 23:25:03 Gelesen: 5739# 78 @  
Hier kommt was ganz besonderes.

Rüfer - Rungas schreiben auf Seite 78 (Lager Shizuoka):



Hier ist der zweite bekannte Beleg mit diesem Lagersiegel:



Mir fehlt nur noch die Übersetzung zu diesem einmaligen Stück, wer kann mir helfen?

Danke und Gruß
Gerhard
 
ligneN Am: 21.02.2019 21:39:20 Gelesen: 5314# 79 @  
@ Dudley [#77]

Von rechts,

Zeile 1 "Tokyo Akasaka Omotemachi 3-15
Zeile 2 Herr Landgraf
Zeile 4 Bücher 3 Bände
in rot in () "Büchersendung"

u.l. Oita Kgf.lager Name "Kiulborn", vermutlich Kühlborn?
 
ligneN Am: 21.02.2019 21:53:01 Gelesen: 5310# 80 @  
@ Dudley [#77]

Die beiden Stempel links bedeuten

v. r. "Paket" und "Einschreiben"

Die blaue Beschriftung ist lediglich die Transkription der Landgraf-Adresse.

Rechts ist ein amtlicher Paketaufkleber "Form 2" mit Stempel Shizuoka 7.6.18 (18. Juni 1918).

Die Paketnummer ist "39", das angegebene Gewicht wohl 50? momme (ca. 180?g).

Auf der Rückseite ist der Titel des enthaltenen Buches vermerkt.
 
Dudley Am: 24.02.2019 09:57:29 Gelesen: 5203# 81 @  
@ ligneN [#80]

Danke für ihre Hilfe, diesen einmaligen Paketausschnitt kann ich jetzt gebührend beschreiben.

Beste Grüße
Gerhard
 
Dudley Am: 27.02.2019 19:40:03 Gelesen: 5113# 82 @  
@ ligneN [#80]

Dank Ihrer prächtigen Unterstützung bei der Übersetzung der Schriftzeichen auf Belegen, die ich im Exponat verwendet habe, konnte ich dieses Sammelgebiet der Kriegsgefangenenpost Japan bei verschiedenen Ausstellungen im Jahre 2018 bekannt machen. U. a. in Sindelfingen (Rang 3) bekam ich Gold, in Fellbach (Rang 1) Gross-Vermeil. Somit ist die Ausstellung für Essen 2021 (Weltausstellung) qualifiziert.

Was mich dabei in 2018 überraschte ist die Tatsache: Auch für die meisten Juroren ist dieses Sammelgebiet Neuland. Dennoch lernt man immer wieder dazu und erhält nützliche Tipps.

Danke und Gruß
Gerhard
 
ligneN Am: 28.02.2019 20:53:18 Gelesen: 5072# 83 @  
@ Dudley [#82]

Daumen hoch und noch viele Ausstellungserfolge.
 
volkimal Am: 03.03.2019 11:08:28 Gelesen: 4927# 84 @  
Hallo zusammen,



Emil Gaul hat diese Karte am 02.03.1919 an meinen Großvater geschrieben. Mein Großvater war damals Pfarrer in Gransee und schrieb an alle 75 Männer au seinem Pfarrbezirk, die in Kriegsgefangenschaft waren. Emil Gaul befand sich in japanischer Kriegsgefangenschaft im Lager Kurume. Er stammte aus Rauschendorf, ca. 3 km nordwestlich von Gransee [1].

Zu den Stempeln auf dem Brief: Der violette Stempel kommt von der Lagerzensur, der rote Stempel ist ein Leitvermerk nach Deutschland. Das Datum im schwarzen Tagesstempel ist so gut wie nicht zu erkennen. Vermutlich ist das Stempeldatum der 3.3. Taishō 8 = 03.03.1919.

Viele Grüße
Volkmar

[1] Auf der Seite http://www.tsingtau.info/ sind ca. 6.000 Kurzbiografien. Die meisten von Soldaten in japanischer Kriegsgefangenschaft.
 
volkimal Am: 04.06.2019 13:36:15 Gelesen: 3696# 85 @  
Hallo zusammen,

nachdem ich beim Thema "Belege aus der eigenen Familiengeschichte" über Victor John berichtet habe, will ich es auch hier tun.



Anfang der 90er Jahre habe ich, Gertrud John (genannt Trude), die Tochter von Edmund und Helene Stein besucht. Sie hat mir vieles über ihren Mann Victor John und die damalige Zeit erzählt. Die kursiv gedruckten Teile stammen aus diesem Bericht von Trude John. Inzwischen habe ich einige sehr interessante Belege an Edmund Stein bzw. von seinem Schwiegersohn Victor John bekommen. Dafür muss ich vor allem den beiden Enkeltöchtern von Victor John vielmals danken.
Victor John, ging von Heilbronn aus, wo seine Eltern lebten, im Jahre 1911 für die deutsche Firma Ferd. Bornemann & Co nach Hongkong und hatte dort ein interessantes, angenehmes Leben. 1914, als der 1. Weltkrieg ausbrach, machte er sich wie viele Deutsche sofort auf den Weg nach Tsingtau. Dort meldete er sich als Kriegsfreiwilliger.

Die Unteroffiziere in der Festung Tsingtau schliffen die Kriegsfreiwilligen tüchtig, so dass sich Victor sehr bald "auf Vorposten" meldete. Das war ein mit wenigen Soldaten besetzter Bunker, ein Blockhaus an der Küste unter einem Erdnussfeld. Die Japaner beschossen den Bunker zunächst vom Chinesischen Meer aus. Als die Japaner den Posten nach erbittertem Widerstand erobert hatten, wunderten sie sich, wie wenige Soldaten einen solchen Widerstand leisten konnten.


Das Foto zeigt Victor John in seiner Heimatstadt Heilbronn einige Zeit bevor er von dort aus nach Hongkong ging.



Diese Fotokarte der Besatzung des Schulschiffs SMS Hertha hat Lothar John an seinen Bruder Victor nach Hongkong geschickt. Lothar steht in der oberen Reihe als dritter von rechts. Leider war die Karte in ein Fotoalbum eingeklebt und ließ sich nicht unbeschädigt heraustrennen. Lothar John kam mit seiner Truppe Anfang 1915 an die Flandrische Küste, wo ihn am 18. Oktober 1917 als Oberleutnant und Batterieführer eine feindliche Granate bei Westende-Bad tödlich traf.

Victor John wurde nach der Gefangennahme nach Japan gebracht. Er kam zunächst nach Matsuyama, einem kleinen engen Lager, wo es ihnen nicht gut ging. In der damals 38.000 Einwohner zählenden Stadt Matsuyama befanden sich drei getrennte Lager mit zusammen ca. 400 Insassen. Sie wurden am 12.11.1914 eröffnet. Die Gefangenen bekamen die Nummern ab 2766. In welchem der drei Lager Victor John war, ist mir nicht bekannt. Er hatte die Gefangenen Nr. 2940.



Die Postkarte trägt oben rechts den kleinen roten Namensstempel „Motomiya“. Mit diesem Stempel übernimmt der Zensurbeamte die Verantwortung für deren unverfänglichen Inhalt. Auf der rechten Seite sind nebeneinander zwei orange Stempel abgeschlagen. Der Ellipsenstempel (links) ist ein Zensurstempel, der rechte Stempel bedeutet Kriegsgefangenenpost. Solche Einzelstempel gab es in allen schon 1914 gegründeten Lagern. Zusätzlich ist auf der Karte ein roter Stempel „Service des prisonniers de guerre“. Diesen Stempel erhielten fast alle ausgehenden Postsachen, soweit es keine amtlichen Vordrucke waren. Das handschriftliche Zeichen links von der Anschrift bedeutet Deutschland.
Victor John hat diese japanische Ansichtskarte an seine Schwester Anne-Marie John in Berlin geschickt.





Der orange Namensstempel in der Mitte ist diesmal kaum zu erkennen. Ab August 1915 wurden die bis dahin gebräuchlichen handschriftlichen Postleitvermerke von einer Menge verschiedener Postleitstempel abgelöst. Der violette Rechteckstempel bedeutet „Deutschland“. Der Ortsstempel aus Matsuyama (松山) trägt das Datum 4.12.5. Der Stempel zeigt die Jahreszahl "4" nach dem Gengō-System. In Japan beginnt die Jahreszählung mit jedem Tenno neu. In diesem Fall entspricht die 4 dem 4-ten Jahr der Taisho –Zeit (Tenno Yoshihito). Man muss zu der japanischen Jahreszahl 1911 Jahre addieren. Der Stempel kommt also aus dem Jahr 1915. Tag und Monat stimmen immer mit unserem Kalender überein.



Das violette Dienstsiegel unter dem Ortsstempel aus Matsuyama ist leider kaum zu erkennen. Da die Postkarte nach Shanghai ging, trägt sie den Postleitstempel „China“. Es ist die einzige erhaltene Foto-Ansichtskarte von Victor John. Er steht links und ist durch ein Kreuz gekennzeichnet. Die beiden Männer mit der Armbinde „G“ gehören zum japanischen Personal im Lager Matsuyama. Die Karte geht an Herrn Binder, den Chef von Victor John in Hongkong.

Am 09.04.1917 wurde das Lager Matsuyama aufgelöst. Die Gefangenen wurden in das große Lager Bando überführt. Victor John hatte damit Glück, denn in Bando war ein großes Lager, das auch neutralen Kommissionen vorgeführt wurde. Da die Firmen ihre Angestellten unterstützten, hatten diese auch Geld und konnten ihren Neigungen nachgehen. Manche legten Gärten an, andere kochten und luden ihre Freunde ein, Victor trieb Sprachen, manche machten Musik oder malten. Ich las einmal einen Artikel, wie Beethoven nach Japan gekommen ist. Da wurden die Konzerte in Bando aufgeführt. Obwohl es verboten war, gingen einige Gefangene im Meer schwimmen. Wenn sie erwischt wurden, kamen sie dafür einige Tage in den Bau. Im Lager hieß das immer "Er ist in den Süden verreist'. Aber bei allem hatten sie nicht die Freiheit und sehnten sich nach Hause. Nur wenige Karten waren erlaubt.



Neben dem Poststempel vom 02.02.1918 trägt diese Karte ein großes rotes Siegel (Ellipse) und den roten Leitstempel „Deutschland“ (rechts) der ursprünglich im Lager Tokushima eingesetzt wurde. Nach der Ankunft in Deutschland durchlief die Karte auch noch die Postüberwachungsstelle in Cöln-Deutz.

Berühmt wurde Bando durch zwei überaus leistungsfähige Lagerdruckereien, die Zeitungen, Bücher, Postkarten, Programme, die Lagerpostmarken, das Lagergeld und später die Bordzeitung auf dem Heimkehrerschiff „Hofuku Maru“ herstellte. Auch alle fünf Postkarten aus Bando, die ich hier zeigen kann stammen aus der Lagerdruckerei. Insgesamt gibt es aus den Lagerdruckereien in Bando 65 verschiedene Bild- und 10 Fotopostkarten.





Vom 8. – 18. März 1918 fand eine Ausstellung „Bildkunst und Handwerk“ im Lager Bando statt. Die Ausstellungs-objekte fanden bei den über 10.000 japanischen Besuchern reißenden Absatz. Hierbei gelangten 7 verschiedene, in den Lagerdruckereien hergestellte farbige Bildpostkarten und ferner 6 verschiedene Fotopostkarten mit Festtagsstempel der Ausstellung zur Ausgabe. Dieses ist eine der Postkarten. Der Festtagsstempel (oben links) ist leider nicht sehr gut zu erkennen.





Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges am 11.11.1918 mussten die Gefangenen das Weihnachtsfest 1918 weiterhin im Lager verbringen. Auch diese schöne Weihnachtskarte stammt aus der Steindruckerei im Lager Bando. Für das Lager war das Postamt in Tokushima-Bando (徳島-坂東) zuständig. Die Zeichen sind im Stempel von rechts nach links zu lesen. Unten ist die Uhrzeitangabe 后 0 – 3. Das Zeichen 后 steht für nachmittags.

Neben dem großen Siegel und dem Leitstempel trägt diese Karte an Victors Schwester den britischen oder amerikanischen Zensurstempel „P.C.“ im Kreis.



Am 14.02.1919 schickte Victor John diesen Ostergruß an seine Schwester in Berlin. Man sieht, dass ein Paket mit Ostereiern zerbrochen ist und die Ratten sich über den Inhalt hermachen. Einer der deutschen Gefangenen zeigt das Malheur dem japanischen Bewacher – erkennbar an der Armbinde.



Am selben Tag gab Victor auch noch eine Karte an seine Eltern auf - der Vater hieß ebenfalls Victor. Wie man an dem Motiv der Postkarte sieht, sitzen die Insassen des Lagers auf den gepackten Koffern und warten nur darauf entlassen zu werden.

In Bando ging es Victor John sehr gut und er sagte immer, dass er keine Familie und keine Kinder habe. Er habe Zeit und es könnten ruhig erst die anderen nach Deutschland zurückkehren. Dennoch war er beim allerersten Heimtransport mit dabei. Anfang 1920 war die lange Kriegsgefangenschaft zu Ende und das Schiff Hofuku Maru brachte ihn mit dem ersten Transport nach Wilhelmshafen.

Es hat aber noch 5 ½ Monate gedauert, bis das Schiff mit 944 Heimkehrern am 30.07.1919 von Kobe aus in See stach. Während der Fahrt gab die mitgereiste Druckerei 6 Bordzeitungen heraus. Am 24. Februar traf die Hofuku Maru (= Reichtum und Glück) schließlich in Wilhelmshaven ein.



Am 26. Februar 1920 wird Victor John in Wilhelmshaven aus dem Militärdienst entlassen. Am 4. März meldet er sich in Berlin. Vom Hilfsausschuss für die Kriegsgefangenenheimkehrer erhält er am 23. März 300 Mark bar ausgezahlt. Schließlich heißt es am 3. April aus Berlin-Schöneberg „Anmeldung hat erfolgt“.



Am 16. September 1920 wird dem Seesoldaten im III Seebataillon in Tsingtau Victor John schließlich noch das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.

Das war's
Viele Grüße
Volkmar
 
Dudley Am: 12.06.2019 20:42:40 Gelesen: 3577# 86 @  
Volkmar, Gratulation zu diesem ausführlichen Bericht über Zustände in den Gefangenenlagern.

Aus Matsuyama kann ich hier eine Karte zeigen, die am 8.12.1915 in ein deutsches Gefangenenlager nach England geschickt wurde. Eine äußerst seltene Destination.

Leider ist die Karte nicht von Victor John.

Der Absender Fritz Brinkhaus wurde ebenfalls im April 1917 von Matsuyama nach Bando verlegt.



Danke Volkmar und beste Grüße
Gerhard
 
Dudley Am: 21.08.2019 11:11:01 Gelesen: 2482# 87 @  
Heute habe ich eine Frage zu dem auf der Karte gezeigten chinesischen handschriftlichen Vermerk:

Was sagt dieser aus?



Es handelt sich hier um eine Postkarte aus dem Interniertenlager Wan-Schou-Sze in der Nähe von Peking von Herrn Fridor Dora, Besatzungsmitglied des österreichischen Kreuzers „S.M.S. Kaiserin Elisabeth“, die am 21.12.1919 an Max Luttermann nach Kirin in die Mandschurei geschickt wurde.
 
Dudley Am: 22.08.2019 17:17:46 Gelesen: 2409# 88 @  
Noch eine Bitte hätte ich zu folgendem Beleg:

Wer kann mir die japanischen Schriftzeichen in rot, rechts, übersetzen?

Im voraus besten Dank und Gruß
Gerhard


 
ligneN Am: 23.08.2019 12:33:01 Gelesen: 2378# 89 @  
@ Dudley [#87]

Vermutlich Transkription des Empfängernamens.
 
ligneN Am: 23.08.2019 12:35:23 Gelesen: 2377# 90 @  
@ Dudley [#88]

Chiba Präfektur
Tsudanuma
?verzögert oder ?nachsenden

Auf dem Gelände von Tsudanuma war das Lager Narashino.
 
Dudley Am: 24.08.2019 17:38:28 Gelesen: 2325# 91 @  
Danke für die schnelle Übersetzung, ligneN.

Gruß Gerhard
 
Schmidtkutzhof Am: 25.08.2019 10:47:35 Gelesen: 2303# 92 @  
@ Dudley [#87]

Guten Morgen,

ein Besatzungsmitglied dieses Namens habe ich noch nirgendwo gefunden. Welche Quelle? Ich gehe davon aus, dass der Absender zur k.u.k. Gesandschaftswache gehörte. Das Jahr "19" lese ich als "18".

Viele Grüße
 
Dudley Am: 19.09.2019 13:16:53 Gelesen: 1764# 93 @  
@ Schmidtkutzhof [#92]

Vermutlich haben Sie beidesmal recht, auch mir liegt keine Namensliste der Internierten in Wan-Schou-Sze vor.

Aus der Literatur weiss ich, dass im Lager Hsi-yuan in erster Linie Besatzungsmitglieder des österreichischen Kreuzers „S.M.S. Kaiserin Elisabeth“, die Gesandschaftswachen von Peking und Tientsin und das Sanitätspersonal von Tsingtau untergebracht waren. Das Lager Hsi-yuan wurde nach Ausbruch von Typhus Anfang 1918 geschlossen und die Gefangenen nach Wan-Schou-Sze verlegt.
 
Dudley Am: 06.10.2019 22:19:46 Gelesen: 1491# 94 @  
@ Dudley [#79]

Die Rang 2 Ausstellung für Sindelfingen ist fertiggestellt. Mein Prachtbeleg des Exponates sieht wie folgt aus:



Insgesamt sind es 7 Rahmen.

Wer Lust hat, einfach die Ausstellung MAMA 2019 bei der Sindelfinger Briefmarkenbörse vom 24.10. - 26.10.2019 besuchen.

Ich werde an allen 3 Tagen dort sein.

Gruß Gerhard
 
Schmidtkutzhof Am: 07.10.2019 12:05:37 Gelesen: 1460# 95 @  
@ Dudley [#94]

Guten Morgen,

interessant ist dieser Beleg auch, weil Seitz gerade den ovalen Lagerstempel ausführlich diskutiert (S. 21 f.). Er weist darauf hin, dass die Nachzeichnung bei Rüfer/Rungas (S. 78) verkleinert ist und gibt »eine Nachzeichnung in Originalgröße von einem Paketausschnitt« wieder; die Spekulationen (»Innendienststempel«? »Russisch-japanischer Krieg«?) hält er für irrig.

Gleichwohl ist es seltsam, dass er den Stempel im Shizuoka-Teil seines Buches nicht aufführt.
 
Dudley Am: 21.10.2019 12:20:29 Gelesen: 1142# 96 @  
Guten Tag an die Sammler der Gefangenenpost Japan,

Richard fragte mich gestern, ob ich meine Rang 2 - Ausstellung von Sindelfingen (24.10.-26.10.2019) nicht bei Philaseiten unter "Virtuelles Album" ablegen könnte. Das habe ich getan und ihr könnt darin 7 Rahmen (84 Seiten) finden.

Der Titel lautet: Der Krieg um Tsingtau im Herbst 1914 und die Gefangenschaft danach in Japan (1914 - 1920). [1]

Schaut einfach mal rein. Für Rückmeldungen bedanke ich mich.

Beste Grüße Gerhard

[1] https://www.philaseiten.de/album/zeige/290
 
Zanomann Am: 29.10.2019 15:34:59 Gelesen: 889# 97 @  
Stelle hier einen weiteren Beleg Kriegsgefangenen - Post aus Japan vor, dieser wurde im Lager Oita im April 1918 geschrieben, mit schönen klaren Stempelabschlägen.

Das Lager Oita war mit das kleinste Gefangenenlager im ersten Weltkrieg in Japan.

•Oita, zwei Teillager für Offiziere und Mannschaften (Matrosen-Artillerie), eröffnet 4. Dez. 1914 mit 141 Mann, Höchstbelegung 210. Verlegung nach Narashino am 4. Aug. 1918.


 

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