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Thema: Frankreich: Gestempelte Marken und Belege bis 1900 (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 225 Beiträge:
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Briefuhu Am: 24.10.2024 17:41:49 Gelesen: 32776# 201 @  
@ Koban [#200]

Vielen Dank für die Berichtigung.

Schönen Gruß
Sepp
 
10Parale Am: 25.08.2025 19:51:49 Gelesen: 20845# 202 @  
@ volkimal [#198]

Interessant dürfte der Begriff "BORDEREAU" im Vordruck sein, der auf eine Art Warenbegleitpapier für einen Art Sammeltransport oder Sammelgeschäft (könnte auch Versicherung sein) schließen lässt. "Sous ce pli vous trouverez ...600 Francs (handschriftlich) en ...1 (handschriftlich) valeur..."...heißt "Unter diesem Umschlag finden sie 600 Francs in einem Wert".

Es ist tatsächlich nicht einfach, es fehlen die Hintergrunddaten zu diesem Beleg.

Das hat mich jetzt animiert, einen weiteren Beleg aus Frankreich zu zeigen. Der mit 50 Centimes (40 Centimes + 10 Centimes TypI) freigemachte Beleg lief am 2. Dezember 1859 von Lyon über Marseille (3. Dezember Abstempelung) "par vapeur-poste", sprich mit Dampfschiff nach Konstantinopel im Osmanischen Reich (Türkei), wo er rs. mit einem AK versehen wurde.

Beim Absender musste ich ebenfalls etwas forschen, fand aber bald heraus, dass es sich um einen großen und berühmten, weltweit agierenden Seidenhändler aus Lyon namens ARLES-DUFOUR handelte. Es begeistert mich stets, mit welcher Präzision, Genauigkeit und Schönheit das Innenleben dieser Briefe gestaltet ist. Wir finden beim Aufschlagen 2 Seiten mit detaillierten Aufstellungen über die Preisentwicklung der Seide in verschiedenen Handelszonen zwischen 1858 und 1859. Excel ist doch langweilig gegenüber diesen Aufstellungen aus der Frühzeit des Welthandels. Da wurden noch gerade Linien gezogen und herrlich geometrisch eingeteilt, alles von Hand und mit feinster, klarer Schrift.

Die Menschen lebten noch mit ihrem Geschäft, oder wie soll man es ausdrücken.

Meiner Ansicht nach stammt die Unterschrift auf der Eröffnungsseite vom Firmengründer selbst, F rançois Barthélemy Arlès-Dufour (3 June 1797 – 21 January 1872) (1)

(1) https://en.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Barth%C3%A9lemy_Arl%C3%A8s-Dufour




 
10Parale Am: 10.01.2026 16:25:56 Gelesen: 13360# 203 @  
@ forum,

ein mit 50 Centimes (2 x 25 Cts.) freigemachtes Einschreiben von NANCIS SEINE-ET-MARNE, abgeschlagen am 10. August 1879 nach Suhr in die Schweiz.
Schöner Laufweg über ca. 950 Kilometer.

PARIS À BELFORT 10.AOUT 79

AARAU 11.VIII 79
AMBULANT 11.VIII 79 No. 36
SUHR 11. VIII 79
 

Die beiden Allegorie-Marken dürften Yvert & Tellier No. 91 sein (noir sur laque rouge), im Oktober 1878 herausgegeben.

Liebe Grüße

10Parale


 

Koban Am: 10.01.2026 17:25:13 Gelesen: 13351# 204 @  
@ 10Parale [#203]

YT 91 (Mi 74) ist korrekt.

Gruß,
Koban
 
Spezi56 Am: 23.01.2026 09:09:46 Gelesen: 12640# 205 @  
Hier ein Brief mit mi51 Typ III und unbekanntem Plattenfehler


 
Spezi56 Am: 23.01.2026 09:29:32 Gelesen: 12637# 206 @  
@ Koban [#190]

Hier noch ein Brief mit der gesuchten Mi51 Typ II


 
Lars Boettger Am: 23.01.2026 10:12:45 Gelesen: 12628# 207 @  
@ Spezi56 [#205]

Wenn Du den weißen Fleck links vom Kopfbild meinst - könnte das nicht ein Fremdkörper auf der Druckplatte gewesen sein, der irgendwann einmal abgefallen ist?

Beste Grüße!

Lars
 
Spezi56 Am: 23.01.2026 13:02:13 Gelesen: 12604# 208 @  
@ Cantus [#113]


 
Spezi56 Am: 23.01.2026 18:10:36 Gelesen: 12555# 209 @  
@ Pepe [#125]

Hier meine gesammelten Werke zum Thema "Verzähnung" der Ausgabe Napoleon II von 1862 - 1871


 
Spezi56 Am: 23.01.2026 18:24:41 Gelesen: 12551# 210 @  
@ Lars Boettger [#207]

Möglich Lars, wie werden den solche Sachen bewertet?
 
Koban Am: 23.01.2026 21:33:37 Gelesen: 12529# 211 @  
@ Spezi56 [#210]

Um ein bekanntes Feldmerkmal/Plattenfehler handelt es sich wahrscheinlich nicht. Zumindest konnte ich (auf die Schnelle) nichts finden.

Derartige Briefe werden, je nach Erhaltung (einzeln, ohne Besonderheiten), um 1-2 Euro gehandelt. Der "Fehler" wertet den Brief nur geringfügig auf.

Gruß,
Koban
 
Lars Boettger Am: 24.01.2026 00:13:23 Gelesen: 12510# 212 @  
@ Spezi56 [#209]

Bei den "teilweise ungezähnten Marken" wurde m.E. die vorhandene Zähnung weggeschnitten. Die Marken sind kammgezähnt. Da kann es nur den von Dir weiter unten gezeigten versetzen Kammschlag geben.

@ Spezi56 [#210]

Hier schließe ich mich weitgehend der Meinung von Koban [#211] an. Man kann so einen Fehler aber ohne weiteres mit einer entsprechenden Erklärung in einem Exponat zeigen. Wenn man so etwas haben will ist man als Sammler gerne bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Beste Grüsse!

Lars
 
Spezi56 Am: 24.01.2026 06:28:21 Gelesen: 12496# 213 @  
Danke für eure Einschätzung. Ich habe noch eine andere Frage. Viele 40 Centimes Marken der ersten Periode haben bräunliche Verfärbungen (siehe Beispiel), ist das vom Druck oder ist diese Farbe extrem anfällig auf äussere Einflüsse?


 
Martin de Matin Am: 24.01.2026 07:27:02 Gelesen: 12486# 214 @  
@ Spezi56 [#213]

Es sieht sehr nach Bleisulfidschaden aus. Das Blei in der Druckfarbe reagiert mit Schwefel zu Bleisulfid. Die Farbe der Marke kann dadurch bis ganzflächig dunkelbraun sich verändern. Es sind auch öfters metalisch glänzende Stellen auf der Marke zu sehen. Diese Veränderung kann durch Umwelteinflüsse geschehen oder, was viel warscheinlicher ist, durch das Unterbringen der Marken in Alben mit Kunststofffolien, wobei die Unterbringung in Klemmtaschen aus Polystyrol als sicher gilt. Bei mir wurden auch einigen Marken dadurch beschädigt, da sie in Einsteckbücher mit Folienstreifen oder auf Blättern die vollständig aus Kunststoff bestehen untergebracht waren.

Dazu kann man hier mehr unter anderen in den folgenden Themen lesen.

-Bleisulfidschäden: Die Folienproblematik in der Philatelie
-Peter Feuser: 2000–2020 Zwanzig Jahre Bleisulfidskandal

Gruss
Martin

https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=292&CP=0&F=1
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=14168&CP=0&F=1
 
Spezi56 Am: 24.01.2026 09:09:29 Gelesen: 12457# 215 @  
Danke für die Erläuterungen. Das Phänomen scheint sich auf die Farbe Orange der ersten Periode zu konzentrieren. Es sind nur einzelne Marken davon betroffen, müssten bei unsachgemässer Lagerung nicht wesentlich mehr davon betroffen sein? Könnte diese chemische Reaktion nicht auch auf die Desinfektion durch die Post erfolgen? Cholera o.ä. war ja in der ersten Periode noch nicht ganz vom Tisch.

En liebe Gruess Peter
 
Lars Boettger Am: 24.01.2026 10:05:49 Gelesen: 12446# 216 @  
@ Spezi56 [#215]

Es sind nur einzelne Marken davon betroffen, müssten bei unsachgemässer Lagerung nicht wesentlich mehr davon betroffen sein? Könnte diese chemische Reaktion nicht auch auf die Desinfektion durch die Post erfolgen?

Hallo Peter,

klare Aussage: Nein! Du kannst das gerne selber testen, indem Du die Marken mit Essig bespritzt. Es würde mich sehr wundern, wenn sich dadurch eine Marke in der oben gezeigten Art und Weise ändert. Essigspritzer könnten durchaus zu Verfärbungen führen, die aber dann ein anderes Muster aufweisen.

Mir sind leider keine umfangreichen Testreihen der orangen Farbe bei klassischen Marken aus Frankreich bekannt. Testreihen mit klassischen US-amerikanischen Farben legen nahe, dass die Farbzusammensetzung sich je nach Auflagen teilweise verändert hat. Wenn bei der Farbzusammensetzung Bleiweiss vorhanden war, dann kann das schwarze Bleisulfid entstehen.

Beste Grüsse!

Lars
 
Spezi56 Am: 24.01.2026 11:38:58 Gelesen: 12432# 217 @  
@ Fips002 [#152]

Wie dieser Brief seinen Bestimmungsort finden konnte ist mir schleierhaft.

En liebe Gruess Peter


 
Spezi56 Am: 24.01.2026 12:37:50 Gelesen: 12428# 218 @  
Adressat: Nelson Management, New York

So grob nach den Abstempelungen ging der Brief von Bordeaux 21.Juni 1860, Bordeaux nach Paris 21. Juni 1860, erreicht Calais am 22.Juni 1860, geht von dort nach England und dann nach New York.
 
Spezi56 Am: 25.01.2026 09:08:01 Gelesen: 12343# 219 @  
@ Koban [#191]

Mi44a mit einem seltsamen Aufdruck auf der Rückseite.

Gruss Peter


 
Kunz Thomas Am: 25.01.2026 11:50:36 Gelesen: 12325# 220 @  
Diese Art von Firmen-Aufdrucken gibt es in verschiedenen Varianten. Vielleicht eine Art von Vorläufer von Firmenlochung. Deine wird auch in frz. Katalogen erwähnt. Siehe Bild. Dazu noch 2 Marken aus meiner Sammlung.

Grüße Thomas.


 
Koban Am: 25.01.2026 18:49:14 Gelesen: 12281# 221 @  
@ Spezi56 [#219]

Es handelt sich um Mi 55 (gezähnt, dicke Ziffern), nicht Mi 44 (ungezähnt).

Bei dieser Marke (Mi 55) befindet sich der Aufdruck der Firma Langer et Cie auf der Gummierung. (Bei allen anderen vorkommenden Werten unter der Gummierung.) Es gibt 10 verschiedene Aufdrucktypen. Diese Aufdrucke sind häufig gefälscht.

@ Kunz Thomas [#220]

Beim Bild der Rückseiten sind die Marken vertauscht, was mich zuerst irritiert hat.

Dieser Aufdrucktyp (Rs. d. rechten Marke) erfolgte unter bzw. vor der Gummierung. Der Nummernstempel (1)076 (linke Marke) gehört zu Colmar, passt daher zum rückseitigen Aufdruck .

Der linke, rückseitige Aufdrucktyp erfolgte auf der Gummierung, und ist daher i.d.R. höchstens fragmentarisch erhalten.

Auch diese Aufdrucke sind stark fälschungsgefährdet.

[Angaben gemäss Catalogue Spécialisé des Timbres de France, Tome 1, Seite 234, (1975)]

Die Beiträge ab #219 würden auch gut in das Thema: Ein schöner Rücken kann auch entzücken - die Rückseite der Briefmarke passen.

Gruß,
Koban
 
Eilean Am: 03.03.2026 00:38:03 Gelesen: 9261# 222 @  




Ein Beleg nach Paris aus März 1853, die Stempel kann ich kaum lesen, ggf. le Havre. Wofür die 25 auf der Vorderseite ist, weiß ich nicht.

Da ich kein Französisch kann, kann ich leider auch nicht sagen, was man sich da schreibt.
 
Lars Boettger Am: 03.03.2026 12:18:06 Gelesen: 9183# 223 @  
@ Eilean [#222]

Die "25" auf der Vorderseite war das Inlandsporto, dass der Empfänger zu zahlen hatte. Auf dem Durchgangsstempel auf der Rückseite lese ich "LIGNE DU HAVRE". Der Abgangsstempel könnten von ROUEN sein, dann würde auch der Durchgangsstempel halbwegs passen.

Beste Grüße!

Lars
 
Gernesammler Am: 05.07.2026 17:00:10 Gelesen: 950# 224 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 23.7.1868 von Tulles & Blondes, A.Chamberlin aus Paris, spediert an Monsieur May in Brüssel, dort kam der Brief am Folgetag zur Ausgabe.

Für das Franko nahm man eine Mi.Nr.27 zu 10 Centimes und eine Mi.Nr.28 zu 20 Centimes beide Kaiser Napoleon III., gestempelt wurde mit Sternroststempel mit der Nr.1 und dem Zweikreisstempel von Paris, sowie dem PD Stempel bezahlt bis Empfänger.

Auf der Rückseite der Grenzübergangsstempel Zweikreisstempel France/Midi I (van der Linden 1322), dem Zweikreisstempel Bruxelles und dem Briefträgerstempel 10.

Gruß Rainer




 
Reini46 Am: 06.07.2026 09:50:46 Gelesen: 891# 225 @  
Hallo,



Brief aus Paris 1873 an Monsieur Silas bei der französischen Botschaft in Wien.

Grüße
Reini46
 

Das Thema hat 225 Beiträge:
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