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Thema: Moderne Feldpost
Das Thema hat 49 Beiträge:
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dr.vision Am: 15.08.2015 16:22:58 Gelesen: 22077# 25 @  
Moin zusammen,

ich habe eine Frage an die Feldpostexperten hier im Forum.

Mir liegen zwei Bedarfsfeldpostbriefe aus der Familienpost vor. Beide sind im Rahmen der ISAF in Afghanistan aufgegeben worden. Sie tragen beide keinerlei Nebestempel. Einer ist gestempelt mit Feldpost / a / 6435, der andere mit Feldpost / a / 6434. Der Absender saß in Kunduz.





Nun schreibt unser Mitstreiter Heinrich3 in der Stempeldatenbank unter http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/92928, daß die PLZ 6434 der Tagesstempel beim FP Amt Fayzabad gewesen sei (was an dem auf seinem Brief befindlichen Nebenstempel erkennbar ist).

Kann jemand bestätigen, daß die Post von Kunduz zunächst nach Fayzabad gebracht wurde und dort gestempelt wurde?

Danke für eine Antwort und beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
filunski Am: 15.08.2015 17:40:58 Gelesen: 22063# 26 @  
@ dr.vision [#25]

Hallo Ralf,

ich kann dir bestätigen, dass der Stempel 6434 UB a beim FP Amt in Feyzabad im Einsatz war (2005 bis Okt. 2012).

Der Stempel 6435 UB a war beim FP Amt in Kunduz eingesetzt (2009 bis 2013).

In Kunduz aufgegebene Post wurde normalerweise auch dort, in Kunduz gestempelt. Wieso der erste Brief in Feyzabad gestempelt wurde kann ich dir nicht sagen, vielleicht kann dir der Absender etwas dazu mitteilen, oder der Brief wurde in Feyzabad erst aufgegeben. Dass die Post aus Kunduz erst zum Abstempeln nach Feyzabad gebracht wurde halte ich für wenig wahrscheinlich.

Beste Grüße,
Peter
 
dr.vision Am: 15.08.2015 17:44:39 Gelesen: 22061# 27 @  
@ filunski [#26]

Moin Peter,

danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich den Herrn Schwiegersohn in spe mal zu dem Thema befragen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
DL8AAM Am: 05.10.2015 21:02:10 Gelesen: 21700# 28 @  
Beim gerade frisch hier eingetrudelten Handbuch "Zur Lokalisierung der Feldpost-Nummern (Secteur Postal - S.P.) der französischen Streitkräfte in Deutschland 1945-2010" von Hans-Dieter Lutz (Juni 2015) wurde mir als Gimmick ein 'innerdeutscher' französischer Feldpostbrief von 1988 beigelegt, nett. ;-)



Brief vom Absender Ministère de l'Économie et des Finances - Trésor Public (Schatzamt), Paierie Particulière (Sonderzahlstelle) Freiburg an einen französischen Militärangehörigen stationiert in Freiburg. Der Absenderstandort ist hier an der Feldpostnummer SP (Secteur Postal) "69032/A", der Empfängerstandort an der SP "69616/D" erkennbar. Diese Secteur Postal sind jeweils einer individuellen militärischen Einheit/Entität zugeordnet.

Frankatur per Eindruck "FRANCHISE POSTALE Article D 79 du code des PTT" (was wohl für eine "portofreie staatliche Dienstsache" steht), entwertet mit dem stummen (Feldpost-) Maschinenstempel POSTE AUX ARMEES * vom 17.08.1988. Vermutlich wurde diese im BPM 511 (Bureau Postale Militaire, d.h. Feldpostamt) in Freiburg abgeschlagen?



Gruß
Thomas
 
Fips002 Am: 09.06.2016 21:31:25 Gelesen: 19218# 29 @  
Heute eine Karte vom Einsatz der Bundeswehr im Kosovo mit Stempel Feldpost, 24.1.05



Gruß Dieter
 
Sennahoj Am: 11.06.2016 19:13:23 Gelesen: 19174# 30 @  
Hallo zusammen,

von mir heute ein Feldpostbrief, 1998 gelaufen innerhalb Deutschlands von der Ramstein Air Base (US-Luftwaffenstützpunkt) [1] in die Gemeinde Maikammer [2]. Absender war der damalige Kommander der United States Air Force in Europa, General John P. Jumper [3], Empfänger der Bürgermeister von Maikammer.

Komisch finde ich, dass der Brief mit Großbritannien Mi. Nr. 1160 frankiert wurde, obwohl Ramstein ein US-Stützpunkt ist. Die Marke wurde mit einem Feldpoststempel "Fieldpost Office" entwertet. Schlecht zu erkennen ist auf der Abbildung, dass die Marke vorher schon mal verklebt wurde und auf dem Feldposbrief die ausgeschnittene Marke nochmal verwendet wurde. Weiterhin wurde ein Nebenstempel "BRITISH FIELD POST ERMÄSSIGTE GEBÜHR" angebracht.



Ich finde, alles in allem ein nicht alltägliches Stück.

Gruß
Johannes

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein_Air_Base
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Maikammer
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/John_P._Jumper
 
DL8AAM Am: 11.06.2016 21:52:42 Gelesen: 19163# 31 @  
@ Sennahoj [#30]

Komisch finde ich, dass der Brief mit Großbritannien Mi. Nr. 1160 frankiert wurde, obwohl Ramstein ein US-Stützpunkt ist.

Nur ganz kurz, die "Absendereinheit" war das HQ AIRCENT (Headquarter Allied Air Forces Central Europe). Das war keine US-amerikanische Entität, sondern war eine multinationale NATO-Kommandobehörde, bestehend aus einem international besetzten Stab. Dort waren etliche NATO-Länder (u.a. auch das Vereinigte Königreich) mit "Verbindungsbüros" vertreten. In Deinem Fall wurde die dortige britische Feldpost genutzt. Welche der dort vertretenen Mitgliedsnationen eigene Feldposten betrieben hsaben, kann ich nicht sagen, ggf. hat ja auch das BFPO für verschiedene (alle?) Teilnehmer den Feldpostdienst gestellt? Die heutige Nachfolgebehörde (seit 2013) ist das Allied Air Command Ramstein, kurz AIRCOM.

Gruß
Thomas

https://de.wikipedia.org/wiki/Allied_Air_Command_Ramstein
 
Sennahoj Am: 11.06.2016 22:28:58 Gelesen: 19160# 32 @  
Hallo Thomas,

vielen Dank für die Aufklärung.

Gruß
Johannes
 
Fips002 Am: 09.02.2017 11:17:10 Gelesen: 16074# 33 @  
Einsatz der Fregatte Rheinland Pfalz 2004 am Horn von Afrika/Golf von Aden.

"Enduring Freedom" wurde nach den Anschlägen vom 11.September 2001 gestartet.

Brief von einem Besatzungsangehörigen der Fregatte Rheinland Pfalz.



Gruß Dieter
 
Marcel Am: 19.06.2017 20:37:16 Gelesen: 13890# 34 @  
Letzte Woche erhielt ich von meiner Tante diese Karte - aufgegeben zum Thüringentag am 10.06.2017 in Apolda.



schöne Grüße
Marcel
 
Ron Alexander Am: 18.07.2017 17:25:18 Gelesen: 13402# 35 @  
Zum Thema moderne Feldpost, ein Feldpostbeleg zur Heeresübung 1984.



Grüße,
Ron
 
eifelsammler Am: 18.07.2017 17:59:10 Gelesen: 13395# 36 @  
Hallo Ron!

Das Feldpostamt 72 UB "aa" war beim Nachschubbatallion 10 in Günzburg stationiert.

Gruß

Carsten
 
Ron Alexander Am: 18.07.2017 20:43:56 Gelesen: 13369# 37 @  
@ eifelsammler [#36]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Info!

Habe folgenden Brief noch in meiner Sammlung. Von einem Offizier erhalten, er meinte das diese schon für die Soldaten vorbereitet waren zum Versand per Feldpost.

Einen Feldpostbeleg an sich habe ich damit leider nicht. :(


 
eifelsammler Am: 18.07.2017 20:59:47 Gelesen: 13365# 38 @  
Hallo Ron!

Der Offizier hat Dir da vermutlich aus Unwissenheit etwas falsches erzählt.

Wenn ich es richtig erkennen kann ist eine Briefmarke aufgeklebt und nicht gedruckt. Daher handelt es sich meines Erachtens nach um einen extra für das Jubiläum hergestellten Umschlag der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim. Diese waren nicht für eine Feldpostübung hergestellt, sondern zu Werbe/ -Informationszwecken.

Die Bundeswehr hat zwar für ihre Feldpostübungen extra Umschläge herstellen lassen, dies ist hier aber nicht der Fall. Ein Feldpostbezug ist daher nicht herzustellen.

Viele Grüße

Carsten
 
Ron Alexander Am: 19.07.2017 08:32:58 Gelesen: 13337# 39 @  
@ eifelsammler [#38]

Hallo Carsten,

danke für die Info, hatte ich mir fast gedacht, aber wollte dem bekannten da auch nicht wiedersprechen. :) Habe sie entsprechend umsortiert.

Danke und Gruß,
Ron
 
DL8AAM Am: 31.12.2018 02:35:22 Gelesen: 2769# 40 @  
Heute ist mir bei einer kleinen Entrümpelung ein "echter" Bedarfs-Feldpostbrief der Bundeswehr aus dem Kosovo in die Fänge geraten und konnte ihn vor der Veraltpapierisierung retten. ;-)



731 FELDPOST j vom 15.02.2001

Laut [1] wurde dieser Stempel mit dem UB j vom Feldpostamt "Prizren/Airfield" geführt; Zeitraum: 26.08.1999 - Januar 2005. Absender ist ein Soldat mit der Adresse "FüGrp vLog Basis / KOS, Feldpost, 64298 Darmstadt".



Gruß
Thomas

[1] http://www.bw-feldpost-portal.de/Einsaetze/Uebungen-mit-Feldpostversorgung/KFOR-1999-heute
 
Fips002 Am: 11.02.2019 15:38:14 Gelesen: 2195# 41 @  
Einschreib-Brief von der Feldpostleitstelle 11 der Versorgungsübung HOLSATIA `89, 09.10.1989, nach Itzehoe. Zu dieser Versorgungsübung siehe [#22].





Dieter
 
spain01 Am: 23.05.2019 23:07:47 Gelesen: 1197# 42 @  
Feldpoststempel 6700

Hallo Allerseits,

ich hatte kürzlich Herrn H-D Schlegel folgende Marke zur Prüfung vorgelegt. Dabei ging es mir um die Prüfung des Plattenfehlers MiNr. 1477 I und II im senkrechten 4er-Streifen mit Feldpoststempel 6700:



Herr Schlegel wollte den Stempel wegen Unsicherheit nicht prüfen.

Darüber möchte ich mich nicht negativ äußern, sondern diesen Stempel wie gezeigt als absolut authentisch darlegen.

Begründung: Ich war in meiner letzten Verwendung bei der Bundeswehr (bis Ende Nov. 1996) bei der Logistikbrigade 3 in Germersheim als Leiter der dortigen Poststelle eingesetzt. In diese Zeit fiel auch der Kosovo-Einsatz der Bundeswehr und die gesamte Logistik lief über unsere Brigade - und somit auch über meine Poststelle. Zeitweilig wurde hier, örtlich allerdings getrennt, auch ein Feldpostamt eingesetzt, das ein hauptamtlicher Postbeamter, der Unteroffizier der Reserve war, leitete. Somit durfte er einen offiziellen Poststempel einsetzen. Gemeinsam haben wir auch per Lkw Feldpost zur Luftverfrachtung nach Landsberg/Lech mit Ziel Kosovo transportiert (wo er auch herstammte).

Durch den guten Kontakt konnte ich einige Briefmarken mit dem zu dieser Zeit offiziell eingesetzten Stempel "Feldpost 6700" gestempelt bekommen.

Somit kann ich die Authentizität des Feldpoststempels 6700 bestätigen.

Gruß
Michael
 
filunski Am: 23.05.2019 23:32:39 Gelesen: 1189# 43 @  
Hallo Michael,

interessante Begebenheit!

Da ich mich auch gerne mit den FP Stempeln der BW befasse gefällt mir deine kurze Schilderung der Umstände sehr gut. Jeder der sich mit diesen Stempeln und der FP der BW ein wenig befasst und in das Thema einliest, wird an der Echtheit dieser Abstempelung keine Zweifel haben. Abgesehen davon ist dein persönliches Erlebnis dazu und damit als Echtheitsbeweis sowieso unschlagbar.

Ich hatte selbst während meiner aktiven Dienstzeit bei der Luftwaffe ähnliche Erlebnisse. Während des ersten Auslandsfeldpost-Einsatzes der Bundeswehr, dies war die FP Übung "Gelbe Schwinge" 1993, war ich beim TaktAusbKdoLw in Decimomannu/Sardinien stationiert und das "FP-Amt" war direkt neben meinem damaligen Büro eingerichtet. So hatte ich jeden Tag von früh bis spät direkten Kontakt mit den "Feldpostlern" und brachte auch so manchen Beleg auf die Reise. Ob die heute alle geprüft werden würden (ich habe auch noch irgendwo ein paar nicht gelaufene, Gefälligkeits-gestempelte Umschläge) steht in den Sternen. Interessiert mich aber auch nicht weiter, da ich ja genau weiß, wie sie zustande kamen. ;-)

Beispiele für solche "BW-FP-Gefälligkeitsstempel" dürfte es aus fast allen FP Einsätzen geben.

Viele Grüße,
Peter
 
spain01 Am: 23.05.2019 23:45:52 Gelesen: 1186# 44 @  
Hallo Peter,

von ein paar Heeresübungen Ende der 80er Jahre, z. B. "Flinker Igel" habe ich auch noch ein paar echt gelaufene Belege.

Gruß
Michael
 
filunski Am: 24.05.2019 22:20:08 Gelesen: 1124# 45 @  
@ spain01 [#42]

Hallo Michael,

habe nach langer Suche die folgende Marke aus Afghanistan wieder gefunden (Einzelmarke mit Gummierung, "Gefälligkeits-gestempelt" - in Afghanistan, in Mazar-e-Sharif!):



Kann mir gut vorstellen, dass es hier bei einer Vorlage zur Prüfung auch Probleme geben dürfte! ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 06.07.2019 16:12:02 Gelesen: 586# 46 @  
Hallo zusammen,

von Uwe Seif (Poststempelgilde) erhielt ich die Kopie dieses Feldpoststempels:



Der Stempel soll so hergestellt und nicht aptiert worden sein. Wer kann etwas zu dem Stempel sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Journalist Am: 06.07.2019 18:10:32 Gelesen: 570# 47 @  
Hallo Volkmar,

es handelt sich hier um Manöverpost - Feldpost der NVA - seit wann und weitere Details kenne ich zwar nicht, ich kann hier aber zwei echt gelaufene Feldpostbelege aus dem Jahr 1980 zeigen - zuerst eine Postkarte mit interessanten ergänzenden Inhalt:



Der Stempel ist hier etwas durchwachsen abgeschlagen, das Datum müsste der 11.9.1980 sein - hier scheint allerdings die hintere Nummer mehr oder weniger geblockt zu sein. Dies zeigt auch der nächste Feldpostbrief beim dem der Stempel ausnahmsweise mal sehr sauber abgeschlagen war:



Dazu noch mal als Ausschnitt der entsprechende Stempel:



Weitere Infos wirst Du also von Feldpostexperten der NVA finden, die sicherlich wissen von wann bis wann und wo diese Stempel genutzt wurden.

Viele Grüße Jürgen
 
filunski Am: 06.07.2019 22:23:27 Gelesen: 548# 48 @  
@ volkimal [#46]
@ Journalist [#47]

Lieber Volkmar,

Jürgen hat völlig Recht, das sind typische Feldpoststempel der NVA.

Dein Stempel, UB gw, war zugewiesen (erkenntlich an den UB) der Feldpostbasis 5 des Armeekommandos in Güstrow.

Dein Stempel hier stammt vom Einsatz bei einer Übung mit Feldposteinsatz im Raum Lieberose vom 27.2. bis 22.3.1979. [1]

Viele Grüße,
Peter

[1] Armin Blase, Feldpoststempel der bewaffneten Kräfte der DDR
 
volkimal Am: 07.07.2019 07:32:25 Gelesen: 521# 49 @  
@ filunski [#48]
@ Journalist [#47]

Hallo Jürgen und Peter,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Irgendwie waren mir diese Stempel bisher nicht aufgefallen.

Viele Grüße
Volkmar
 

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