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Thema: Moderne Feldpost
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Pete Am: 22.12.2014 11:50:15 Gelesen: 21415# 17 @  
Da ich kein passenderes Thema finden konnte, erscheint der Beleg hier. Nachfolgend eine C6-Sendung (Feldpost) der kanadischen Armee aus 52511 Geilenkirchen bei Aachen nach Bochum vom 17.12.2008, adressiert an einen gewerblichen tätigen Empfänger in Bochum:



Die Sendung trägt den Handstempel "Canadian Forces / Ermässigte Gebühr" und die zur Frankatur verklebte Briefmarke aus Kanada wurde mittels Handstempel "CFPO-BPFO 5053" (?) entwertet. Mich irritiert auf der Briefumschlagrückseite die in Deutschland bei der DPAG unübliche rückseitige Codierung unten sowie die Angabe "DE27M":



Kann es sein, dass der Brief (absichtlich oder irrtümlich) nicht direkt an die Deutsche Post AG (Bsp. Briefzentrum 52 in Aachen) gegeben wurde sondern einen Umweg über Kanada nach Deutschland nahm?

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 22.12.2014 16:23:09 Gelesen: 21390# 18 @  
@ Pete [#17]

Briefumschlagrückseite die in Deutschland bei der DPAG unübliche rückseitige Codierung unten sowie die Angabe "DE27M"

Dafür ist das eine typische rückseitige Kodierzeile der kanadischen Post. ;-) D.h. Dein Brief durchlief also eindeutig erst ein kanadisches Briefzentrum bevor die DPAG die Sendung erhielt (und ich glaube nicht, dass die kanadischen Feldpostler so eines auf deutschen Boden betreiben, hi).

Hier ein paar aktuellere Beispiele aus meiner Sammlung:





Leider kann ich keine Angabe zu den rechten Kennungen bzw. Dein "DE27M" machen, da ich mich damit noch nicht näher beschäftigt habe. Alle drei Beispiele stammen zumindest von Sendungen aus Halifax, B3J 3A1 nach Deutschland und tragen eine zusätzliche Tintenstrahl'entwertung' (über den Absenderfreistempel aus B3H 1N6) vom "Mail Processing Plant" (Briefzentrum) in Halifax, B3K 1T0.



Also verweist der rückseitige Kode nicht auf die Postleitzahl des bearbeitenden Briefzentrums... Vielleicht weiss aber einer unserer Kanadaspezialisten mehr dazu und man kann hierüber das entsprechende MPP irgendwie bestimmen?

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 22.12.2014 19:25:33 Gelesen: 21361# 19 @  
@ DL8AAM [#18]

Dafür ist das eine typische rückseitige Kodierzeile der kanadischen Post. ;-) D.h. Dein Brief durchlief also eindeutig erst ein kanadisches Briefzentrum bevor die DPAG die Sendung erhielt (und ich glaube nicht, dass die kanadischen Feldpostler so eines auf deutschen Boden betreiben...hi).

Danke für die Info. Ich hatte geahnt, dass der Brief einen Umweg über Kanada genommen hat (wieso auch immer). Die Laufzeit der Sendung lässt entsprechend grüßen.

Anstelle der Route Geilenkirchen -> Briefzentrum (DPAG) in Aachen -> Briefzentrum Dortmund -> Zustelldepot (Bochum?) -> Zustellung in Bochum hat/hätte der Brief den Weg Geilenkirchen -> ein oder mehrere Briefzentren in Kanada (eventuell vorab noch weitere Zwischenstationen innerhalb der kanadischen Armee?) -> Internatonales Briefzentrum (DPAG) in Frankfurt/Main -> Briefzentrum Dortmund usw. genommen.

Gruß
Pete
 
asmodeus Am: 22.12.2014 21:01:21 Gelesen: 21342# 20 @  
Bei der britischen Feldpost läuft es anders. Im Post Office bzw. Feldpostamt werden die Briefe an die Deutsche Post übergeben und dann ausgeliefert. In der Regel läuft ein Brief/Postkarte 2-3 Tage. Also kein Laufweg über Großbritannien. Ich denke, daß es bei der kanadischen Armee so ähnlich abläuft.
 
Fips002 Am: 10.02.2015 21:02:39 Gelesen: 21127# 21 @  
Von mir eine Feldpost Karte vom Unterstützungsverband Somalia, Feldpost Stempel 19.01.94 nach Deutschland.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 18.02.2015 16:31:01 Gelesen: 21058# 22 @  
Das Versorgungskommando 600 in Flensburg führte im Oktober 1989 in Schleswig-Holstein die Versorgungsübung "Holsatia 89" durch. 6800 Soldaten beteiligten sich an dieser Übung vom 02.10. bis 11.10.1989.

Es gab zwei Feldpoststellen und zwei Feldpostämter. Die Deutsche Bundespost stellte 20 000 bedruckte Feldpostkarten und 2000 bedruckte Briefumschläge her und stellte sie der Truppe zur Verfügung. 28 Feldpostsoldaten wurden zu dieser Übung eingesetzt. Nachstehend ein Wertbrief von der Feldpostleitstelle Ladelung und ein Vorgebinde Zettel vom Auswechselpostamt Fp 2260 Niebul.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 22.02.2015 16:33:22 Gelesen: 20993# 23 @  
Heute zwei Briefe vom Einsatz im Kosovo.



Gruß Dieter
 
Heidelberg Collector Am: 06.04.2015 20:12:15 Gelesen: 20818# 24 @  
Hallo Zusammen,

anbei ein Feldpost-Beleg von der Heeresübung "Fränkischer Schild" 1986:



17.09.1986, Großbrief/Päckchen als Einschreiben gelaufen!

Beste Sammlergrüße,

Yoska
 
dr.vision Am: 15.08.2015 16:22:58 Gelesen: 20099# 25 @  
Moin zusammen,

ich habe eine Frage an die Feldpostexperten hier im Forum.

Mir liegen zwei Bedarfsfeldpostbriefe aus der Familienpost vor. Beide sind im Rahmen der ISAF in Afghanistan aufgegeben worden. Sie tragen beide keinerlei Nebestempel. Einer ist gestempelt mit Feldpost / a / 6435, der andere mit Feldpost / a / 6434. Der Absender saß in Kunduz.





Nun schreibt unser Mitstreiter Heinrich3 in der Stempeldatenbank unter http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/92928, daß die PLZ 6434 der Tagesstempel beim FP Amt Fayzabad gewesen sei (was an dem auf seinem Brief befindlichen Nebenstempel erkennbar ist).

Kann jemand bestätigen, daß die Post von Kunduz zunächst nach Fayzabad gebracht wurde und dort gestempelt wurde?

Danke für eine Antwort und beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
filunski Am: 15.08.2015 17:40:58 Gelesen: 20085# 26 @  
@ dr.vision [#25]

Hallo Ralf,

ich kann dir bestätigen, dass der Stempel 6434 UB a beim FP Amt in Feyzabad im Einsatz war (2005 bis Okt. 2012).

Der Stempel 6435 UB a war beim FP Amt in Kunduz eingesetzt (2009 bis 2013).

In Kunduz aufgegebene Post wurde normalerweise auch dort, in Kunduz gestempelt. Wieso der erste Brief in Feyzabad gestempelt wurde kann ich dir nicht sagen, vielleicht kann dir der Absender etwas dazu mitteilen, oder der Brief wurde in Feyzabad erst aufgegeben. Dass die Post aus Kunduz erst zum Abstempeln nach Feyzabad gebracht wurde halte ich für wenig wahrscheinlich.

Beste Grüße,
Peter
 
dr.vision Am: 15.08.2015 17:44:39 Gelesen: 20083# 27 @  
@ filunski [#26]

Moin Peter,

danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich den Herrn Schwiegersohn in spe mal zu dem Thema befragen.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
DL8AAM Am: 05.10.2015 21:02:10 Gelesen: 19722# 28 @  
Beim gerade frisch hier eingetrudelten Handbuch "Zur Lokalisierung der Feldpost-Nummern (Secteur Postal - S.P.) der französischen Streitkräfte in Deutschland 1945-2010" von Hans-Dieter Lutz (Juni 2015) wurde mir als Gimmick ein 'innerdeutscher' französischer Feldpostbrief von 1988 beigelegt, nett. ;-)



Brief vom Absender Ministère de l'Économie et des Finances - Trésor Public (Schatzamt), Paierie Particulière (Sonderzahlstelle) Freiburg an einen französischen Militärangehörigen stationiert in Freiburg. Der Absenderstandort ist hier an der Feldpostnummer SP (Secteur Postal) "69032/A", der Empfängerstandort an der SP "69616/D" erkennbar. Diese Secteur Postal sind jeweils einer individuellen militärischen Einheit/Entität zugeordnet.

Frankatur per Eindruck "FRANCHISE POSTALE Article D 79 du code des PTT" (was wohl für eine "portofreie staatliche Dienstsache" steht), entwertet mit dem stummen (Feldpost-) Maschinenstempel POSTE AUX ARMEES * vom 17.08.1988. Vermutlich wurde diese im BPM 511 (Bureau Postale Militaire, d.h. Feldpostamt) in Freiburg abgeschlagen?



Gruß
Thomas
 
Fips002 Am: 09.06.2016 21:31:25 Gelesen: 17240# 29 @  
Heute eine Karte vom Einsatz der Bundeswehr im Kosovo mit Stempel Feldpost, 24.1.05



Gruß Dieter
 
Sennahoj Am: 11.06.2016 19:13:23 Gelesen: 17196# 30 @  
Hallo zusammen,

von mir heute ein Feldpostbrief, 1998 gelaufen innerhalb Deutschlands von der Ramstein Air Base (US-Luftwaffenstützpunkt) [1] in die Gemeinde Maikammer [2]. Absender war der damalige Kommander der United States Air Force in Europa, General John P. Jumper [3], Empfänger der Bürgermeister von Maikammer.

Komisch finde ich, dass der Brief mit Großbritannien Mi. Nr. 1160 frankiert wurde, obwohl Ramstein ein US-Stützpunkt ist. Die Marke wurde mit einem Feldpoststempel "Fieldpost Office" entwertet. Schlecht zu erkennen ist auf der Abbildung, dass die Marke vorher schon mal verklebt wurde und auf dem Feldposbrief die ausgeschnittene Marke nochmal verwendet wurde. Weiterhin wurde ein Nebenstempel "BRITISH FIELD POST ERMÄSSIGTE GEBÜHR" angebracht.



Ich finde, alles in allem ein nicht alltägliches Stück.

Gruß
Johannes

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ramstein_Air_Base
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Maikammer
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/John_P._Jumper
 
DL8AAM Am: 11.06.2016 21:52:42 Gelesen: 17185# 31 @  
@ Sennahoj [#30]

Komisch finde ich, dass der Brief mit Großbritannien Mi. Nr. 1160 frankiert wurde, obwohl Ramstein ein US-Stützpunkt ist.

Nur ganz kurz, die "Absendereinheit" war das HQ AIRCENT (Headquarter Allied Air Forces Central Europe). Das war keine US-amerikanische Entität, sondern war eine multinationale NATO-Kommandobehörde, bestehend aus einem international besetzten Stab. Dort waren etliche NATO-Länder (u.a. auch das Vereinigte Königreich) mit "Verbindungsbüros" vertreten. In Deinem Fall wurde die dortige britische Feldpost genutzt. Welche der dort vertretenen Mitgliedsnationen eigene Feldposten betrieben hsaben, kann ich nicht sagen, ggf. hat ja auch das BFPO für verschiedene (alle?) Teilnehmer den Feldpostdienst gestellt? Die heutige Nachfolgebehörde (seit 2013) ist das Allied Air Command Ramstein, kurz AIRCOM.

Gruß
Thomas

https://de.wikipedia.org/wiki/Allied_Air_Command_Ramstein
 
Sennahoj Am: 11.06.2016 22:28:58 Gelesen: 17182# 32 @  
Hallo Thomas,

vielen Dank für die Aufklärung.

Gruß
Johannes
 
Fips002 Am: 09.02.2017 11:17:10 Gelesen: 14096# 33 @  
Einsatz der Fregatte Rheinland Pfalz 2004 am Horn von Afrika/Golf von Aden.

"Enduring Freedom" wurde nach den Anschlägen vom 11.September 2001 gestartet.

Brief von einem Besatzungsangehörigen der Fregatte Rheinland Pfalz.



Gruß Dieter
 
Marcel Am: 19.06.2017 20:37:16 Gelesen: 11912# 34 @  
Letzte Woche erhielt ich von meiner Tante diese Karte - aufgegeben zum Thüringentag am 10.06.2017 in Apolda.



schöne Grüße
Marcel
 
Ron Alexander Am: 18.07.2017 17:25:18 Gelesen: 11424# 35 @  
Zum Thema moderne Feldpost, ein Feldpostbeleg zur Heeresübung 1984.



Grüße,
Ron
 
eifelsammler Am: 18.07.2017 17:59:10 Gelesen: 11417# 36 @  
Hallo Ron!

Das Feldpostamt 72 UB "aa" war beim Nachschubbatallion 10 in Günzburg stationiert.

Gruß

Carsten
 
Ron Alexander Am: 18.07.2017 20:43:56 Gelesen: 11391# 37 @  
@ eifelsammler [#36]

Hallo Carsten,

vielen Dank für die Info!

Habe folgenden Brief noch in meiner Sammlung. Von einem Offizier erhalten, er meinte das diese schon für die Soldaten vorbereitet waren zum Versand per Feldpost.

Einen Feldpostbeleg an sich habe ich damit leider nicht. :(


 
eifelsammler Am: 18.07.2017 20:59:47 Gelesen: 11387# 38 @  
Hallo Ron!

Der Offizier hat Dir da vermutlich aus Unwissenheit etwas falsches erzählt.

Wenn ich es richtig erkennen kann ist eine Briefmarke aufgeklebt und nicht gedruckt. Daher handelt es sich meines Erachtens nach um einen extra für das Jubiläum hergestellten Umschlag der 10. Panzerdivision in Veitshöchheim. Diese waren nicht für eine Feldpostübung hergestellt, sondern zu Werbe/ -Informationszwecken.

Die Bundeswehr hat zwar für ihre Feldpostübungen extra Umschläge herstellen lassen, dies ist hier aber nicht der Fall. Ein Feldpostbezug ist daher nicht herzustellen.

Viele Grüße

Carsten
 
Ron Alexander Am: 19.07.2017 08:32:58 Gelesen: 11359# 39 @  
@ eifelsammler [#38]

Hallo Carsten,

danke für die Info, hatte ich mir fast gedacht, aber wollte dem bekannten da auch nicht wiedersprechen. :) Habe sie entsprechend umsortiert.

Danke und Gruß,
Ron
 
DL8AAM Am: 31.12.2018 02:35:22 Gelesen: 791# 40 @  
Heute ist mir bei einer kleinen Entrümpelung ein "echter" Bedarfs-Feldpostbrief der Bundeswehr aus dem Kosovo in die Fänge geraten und konnte ihn vor der Veraltpapierisierung retten. ;-)



731 FELDPOST j vom 15.02.2001

Laut [1] wurde dieser Stempel mit dem UB j vom Feldpostamt "Prizren/Airfield" geführt; Zeitraum: 26.08.1999 - Januar 2005. Absender ist ein Soldat mit der Adresse "FüGrp vLog Basis / KOS, Feldpost, 64298 Darmstadt".



Gruß
Thomas

[1] http://www.bw-feldpost-portal.de/Einsaetze/Uebungen-mit-Feldpostversorgung/KFOR-1999-heute
 
Fips002 Am: 11.02.2019 15:38:14 Gelesen: 217# 41 @  
Einschreib-Brief von der Feldpostleitstelle 11 der Versorgungsübung HOLSATIA `89, 09.10.1989, nach Itzehoe. Zu dieser Versorgungsübung siehe [#22].





Dieter
 

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