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Thema: Marken ablösen
Das Thema hat 56 Beiträge:
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dr.vision Am: 19.05.2015 13:34:30 Gelesen: 24101# 32 @  
@ Bernd BS [#31]

Moin Bernd,

irgendwo in diesem Forum ist diese Thematik schon einmal behandelt und erklärt worden. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass es an der Ausrichtung der Papierfasern liegt, bin mir aber nicht sicher.

Besten Gruß von der Ostsee
Ralf
 
Bernd BS Am: 19.05.2015 14:17:53 Gelesen: 24079# 33 @  
@ dr.vision [#32]

Hallo Ralf,

dass die Laufrichtung der Papierbahn für die Richtungsunterschiede beim Einrollen verantwortlich ist, ist mir bekannt. Unbekannt ist mir allerdings, warum gerade bei dieser Serie das Verhalten so extrem ist; zeitnah herausgekommene Marken zeigen keine oder kaum Neigung zum Rollen.

Gruß
Bernd
 
chuck193 Am: 19.05.2015 20:25:37 Gelesen: 23992# 34 @  
@ dr.vision [#32]

Hallo Ralf,

ich nehme an, dass Du richtig liegst mit entweder den Fasern, oder Riffelung.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Klaus K. Am: 20.05.2015 08:53:24 Gelesen: 23926# 35 @  
Seit einigen Jahren benutze ich eine Trockenpresse und bin sehr zufrieden damit. Vorher hatte ich die Marken in lauwarmen Wasser abgelöst, zum Trocknen auf Küchenkrepp gelegt und wenn sie trocken waren, in ein dickes Buch gelegt, dieses noch mit anderen Büchern beschwert und so 2 Tage gepresst. Ich hatte immer schöne glatte Marken als Resultat.
 
Rore Am: 20.05.2015 16:12:41 Gelesen: 23859# 36 @  
Meine Marken Wasche ich dann werden diese mit der Bildseite auf Zeitungspapier gelegt und wenn diese fast trocken sind in ein Einsteckbuch und beschwert.So sind die Marken schön glatt.

Gruß
Rore

[Beiträge [#29] bis [#36] redaktionell verschoben. Tipp: In der Suche "Marken ablösen eingeben, dann gibt es noch viel mehr Informationen dazu.]
 
M.P.D. Am: 17.03.2020 22:05:46 Gelesen: 3452# 37 @  
Ist es denn grundsätzlich ein Problem, wenn die Marken in einem Album verklebt sind?
 
Lars Boettger Am: 18.03.2020 13:13:21 Gelesen: 3397# 38 @  
@ M.P.D.

Salut Mike,

ein Tipp: Wenn die Marken mit Falz befestigt sind, dann nehme ein dünnes Messer und schneide den Falz durch. Ungebrauchte Marken kannst Du so belassen, bei Marken mit Stempel empfehle ich danach ein Bad in lauwarmen Wasser. Danach kannst Du die Marken trocknen und pressen.

Wenn ein anderer Kleber verwendet wurde: Marke ausschneiden und im lauwarmen Wasser baden, bis sich die Marke ohne stärkeren Zug vom Papier trennt. Wenn nicht, dann hast Du Pech. Bevor die Marken Schaden erleiden, würde ich sie im Album belassen.

Falls ich jetzt wie ein Besserwisser klinge, das ist keine Absicht. Ich kann nur schwer abschätzen, ob Du ein erfahrener Sammler bist oder eher ein Beginner.

Beste Grüße!

Lars
 
M.P.D. Am: 18.03.2020 13:22:54 Gelesen: 3393# 39 @  
Nein, das klingt gar nicht besserwisserisch und ich bin für jeden Tip dankbar. Ich bin absoluter Anfänger und versuche im Moment mich in das extrem umfangreiche, komplexe Thema ein wenig einzuarbeiten.

Vor Probleme stellt mich im Moment der Umfang der Marken und dass ich noch nicht weiß, worauf genau ich zu achten habe, um eben bsplw. eingeklebte Marken nicht zu beschädigen (egal ob von Wert oder nicht). Habe da noch viel zu recherchieren.

Gruß Mike
 
Lars Boettger Am: 18.03.2020 17:06:31 Gelesen: 3365# 40 @  
@ M.P.D. [#39]

Hi Mike,

entwertete (gestempelte) Marken sind bezüglich der Behandlung normalerweise etwas einfacher, da man nicht auf die Gummierung achten muss. Ungebrauchte Marken muss man etwas vorsichtiger handhaben, um die rückseitige Gummierung nicht noch mehr zu beschädigen. Wasser ist in solchen Fällen keine Option, die Entfernung vom Papier muss mechanisch erfolgen.

Gestempelte Marken sind in der Regel gegen Wassereinsatz unempfindlich. Man kann sie gut lange wässern. Allerdings muss man aufpassen - je länger Marken im Wasser lagen, je empfindlicher wird das Markenpapier. Goldene Regel: Sobald man auch nur leicht am Trägerpapier oder Falz "ziepen" muss, dann ist das der Gummi, der Papier bzw. Falz verbindet, noch nicht weit genug gelöst.

Mein Rat - probiere es mal mit ein paar Marken aus. Die Erfahrung zeigt Dir recht schnell, was funktioniert und was nicht. Ein Tipp: Bitte die ersten Erfahrungen nicht mit DDR-Marken bzw. selbstklebenden Marken sammeln. Teilweise ist die Gummierung der Marken sensationell gut und man hat dann kaputte Marken, die man direkt wegschmeissen kann.

Beste Grüße!

Lars
 
bovi11 Am: 18.03.2020 17:12:44 Gelesen: 3361# 41 @  
@ M.P.D. [#39]
@ Lars Böttger [#38]

ein Tipp: Wenn die Marken mit Falz befestigt sind, dann nehme ein dünnes Messer und schneide den Falz durch. Ungebrauchte Marken kannst Du so belassen, bei Marken mit Stempel empfehle ich danach ein Bad in lauwarmen Wasser. Danach kannst Du die Marken trocknen und pressen.

"Pressen" mit Gefühl und unter Beachtung, welche Marken man trocknet. Preßt man nämlich Marken mit Prägungen (z.B. Helgoland oder auch Deutsches Reich, Brustschildmarken) zu stark, verschwindet die Prägung oder wird jedenfalls mehr oder weniger deutlich schwächer. Das wirkt sich auf den Wert der Marken aus.
 
M.P.D. Am: 18.03.2020 17:55:35 Gelesen: 3351# 42 @  
Ich danke euch sehr für die Tipps.

Finde es bemerkenswert, wie einem hier geholfen wird und muss wirklich sagen, obwohl ich keinerlei Erfahrung habe finde ich das Thema mittlerweile sehr spannend.

Wünsche euch gute Gesundheit und einen schönen Abend.

Gruß
Mike

[Beiträge [#37] bis [#42] redaktionell verschoben aus dem Thema "Altdeutschland Helgoland: Marken bestimmen"]
 
Swender Am: 13.04.2020 12:31:35 Gelesen: 3230# 43 @  
Briefmarken retten/Briefmarken USA

Guten Tag!

Hat jemand eine Empfehlung, wie ich diese Briefmarken ablösen kann, ohne diese zu zerstören. Sie sind z.T. mit kleinen Pflasterstreifen verklebt.

M.f.G.
Gerhard




 
marlborobert Am: 13.04.2020 12:37:55 Gelesen: 3225# 44 @  
Da fast alle Marken gestempelt sind, am besten alle Blätter in einen großen Schüssel mit Wasser einlegen. Spätestens nach einer halben Stunde sind die Marken bereits gelöst oder lassen sich sehr leicht lösen.

Danach auf Küchenrolle legen und zuletzt Trockenpresse oder passendes Buch zu trocknen und glatt zu kriegen.
 
Martin de Matin Am: 13.04.2020 13:39:56 Gelesen: 3193# 45 @  
@ Swender [#43]

Bei Marken die mit Plastikstreifen (z.B. Tesafilm) angeklebt sind wäre ich sehr vorsichtig wenn man Wasser verwender. Man könnte versuchen den Klebestreifen mit Benzin (nur aus der Apotheke) zu lösen. Bei Schonfalz kann man die Marke vom Klebestreifen ohne Wasser entfernen (vorsichtig abziehen) aber es müssen noch die Reste des Klebers aus der Marke entfernt werden. Bei der 2. Marke in der 2. Reihe des Zweiten Blattes ist wohl einer der beiden oben genannten Arten zum Ankleben verwendet worden (siehe bräunlicher Fleck in der Mitte), aber es sind offensichtlich noch weitere Marken so befestigt worden.

Gruss
Martin
 
Swender Am: 13.04.2020 15:07:58 Gelesen: 3154# 46 @  
Danke, für eure Antwort!

Wie gesagt, mit Pflaster geklebt. Ich werde es bei Bedarf mit Benzin probieren. Bin mir nur nicht sicher, was das Benzin mit dem Plastikkleber ausrichten kann.

Es ist eine ganze Sammlung von Marken, welche in dieser Weise verklebt sind. Z.B. französische, belgische und britische Kolonien.

Werde mein Bestes geben.

Zusätzlich noch ein Beispiel:



Gruß
Gerhard
 
achim11-76 Am: 13.04.2020 16:43:00 Gelesen: 3113# 47 @  
Ich hatte als Teenager mal ein ähnliches Problem. Und zwar waren es auch USA Marken (aus einem Souvenir Shop), dort waren die gestempelten Marken auch grossflächig verklebt, allerdings sah die Unterlage so aus wie eine Einsteckalbumseite mit Pergaminstreifen, die auf der Oberfläche gummiert waren und wo die Marken aufgeklebt waren.

Ein anderes Problem hatte ich mit gefälligkeitsgestempelten DDR Marken, auch so ein Gebinde mit verstärktem Karton. Dort hat man dann einfach die vorhande Gummierung etwas angefeuchtet und alles auf den Karton geklebt, damit die Marken nicht verrutschen. Beides wurde in einen grossen Topf mit kochendem Wasser geworfen (DDR Gummierungen sind unter Umständen sehr hartnäckig) und das hat es dann abgelöst.
 
bovi11 Am: 13.04.2020 16:57:42 Gelesen: 3101# 48 @  
@ achim11-76 [#47]

Vor kochendem Wasser kann ich nur warnen.

So wird Papierbrei für die Papierproduktion hergestellt.
 
Lars Boettger Am: 13.04.2020 17:02:25 Gelesen: 3095# 49 @  
@ Swender [#43]

Hallo Gerhard,

ich würde folgendermaßen vorgehen:

Wie marlborobert [#44] es schon sagt, das Blatt komplett in lauwarmes Wasser legen und warten (Hinweise von bovi11 [#48] ernst nehmen - handwarm und nicht kochend, das schadet den Marken nur). Mit etwas Geduld und keinesfalls mit Gewalt die Marken von der Befestigung und dem Papier trennen.

Wenn das nicht funktioniert, den Versuch mit Wundbenzin aus der Apotheke starten (Hinweis von Martin de Matin [#45]).

Wenn das nicht klappt, die Marken in den Papierkorb werfen. Ich habe auf den Blättern nichts teures gesehen, der finanzielle Verlust hält sich in Grenzen.

Beste Sammlergrüße!

Lars
 
achim11-76 Am: 13.04.2020 19:01:15 Gelesen: 3044# 50 @  
@ bovi11 [#48]

Na die Marken wurden ja nicht stundenlang gekocht - nur so lange bis sich die Gummierung gelöst hat. :)

Wenn man mal DDR Marken abgelöst hat, weiss wovon ich rede bei hartnäckiger Gummierung. :)
 
Lars Boettger Am: 13.04.2020 19:32:01 Gelesen: 3015# 51 @  
@ achim11-76 [#50]

Ja, die DDR-Gummierung war hartnäckig. Aber mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl konnte man die Marken und die Gummierung trennen, ohne zu so drastischen Maßnahmen zu greifen.

Beste Grüße!

Lars
 
achim11-76 Am: 13.04.2020 19:38:08 Gelesen: 3007# 52 @  
Auch wenn man heute keine DDR Marken mehr ablöst - jetzt bin ich neugierig. :)
 
jmh67 Am: 13.04.2020 21:47:44 Gelesen: 2967# 53 @  
@ achim11-76 [#52]

Warmes Wasser (40 - 50 Grad Celsius) reicht normalerweise, um den Latexgummi zu lösen. Bei Ansichtskartenkarton ist es bisweilen hilfreich, das Papier zu "spalten", d. h. die obere Schicht auf der Bildseite abzuziehen, damit der Rest gut durchfeuchten kann.

-jmh
 
marlborobert Am: 14.04.2020 11:36:17 Gelesen: 2903# 54 @  
Manche klassischen Marken Österreichs (sicher auch von anderen Ländern) haben so einen hartnäckigen Gummi, dass man es nie loswerden kann.

Manche habe ich zuerst 3-4 mal im lauwarmen, dann mit Spülmittel, dann mit fast kochendem Wasser nicht loswerden können. Obwohl ich jedes Mal etwas mit den Fingern nachgeholfen und ein bißchen Gummi wegbringen konnte.

Und wenn man am Ende glaubt, jetzt ist es soweit und die Marke auf Küchentuch legt, dann klebt die Marke so fest wie am ersten Tag. ;)

Diesen Gummi (an dessen speziellen Namen kann ich mich jetzt nicht erinnern; soll aber auch Knochenleim beinhalten) fand ich meistens bei den Zeitungsmarken 1858/1860, wobei die Erstgenannten haben ziemlich hohen Katalogwert und kosteten mir bisher insgesamt schon den berühmten Porsche. ;)
 
philaspass Am: 14.04.2020 13:55:17 Gelesen: 2873# 55 @  
Ein Problem mit dem Gummi habe ich beim Ablösen der Marken im Wasserbad nicht. Aber es tut sich ein anderes Problem auf, nämlich das das bei meinem Sammelgebiet (Russland / UdSSR) viele Marken wasserempfindliche oder sogar wasserlösliche Farben haben (wird im Katalog sogar bei einigen Marken darauf hingewiesen).

Ich versuche daher die Marken im Wasserbad nur von der Unterseite zu befeuchten, also nicht zu tunken. Klappt nicht immer zu 100%, aber so kann ich vermeiden, dass es zu erheblichen Verwaschungen oder zu Farbveränderungen kommt. Nach dem Ablösen in ein Trockenbuch (oder wer noch hat) zwischen Löschpapier. Meine bisher besten Erfahrungen.

Mit Gruß auf weiterhin gute Gesundheit
Philaspass (Karl - Heinz)
 
abrixas Am: 14.04.2020 15:01:08 Gelesen: 2828# 56 @  
@ philaspass [#55]

Du schreibst, dass Du kein Problem mit dem Gummi hast, aber beim Ablösen der Marken viele Marken wasserempfindliche oder sogar wasserlösliche Farben haben.

Dumme Frage: Warum sammelst Du das Gebiet? Ich glaube zu erkennen, dass Dir diese Marken gefallen. Mir ging es als Jugendlicher ähnlich, und nachdem ich genügend Frust und Erfahrungen gesammelt habe, bin ich auf andere spannende Gebiete ohne Reue umgestiegen.

Ich würde mir an Deiner Stelle ein anderes Gebiet und Land suchen, und das Sammeln dieser Papierchen beenden.
 

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