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Thema: (?) (17) Deutschland: Briefkastenstempel auf Briefen und Karten
Magdeburger Am: 28.11.2015 20:07:53 Gelesen: 17446# 1 @  
Liebe Sammelfreunde,

Briefe und Karten, welche in Briefkästen eingeworfen worden gibt es sicher eine Menge, aber welche, die auch entsprechende Stempel haben, wahrscheinlich nicht.

Dazu mal nachfolgenden Beleg:



Am 06.11.1925 wurde dieser Brief in Magdeburg "im Briefkasten vorgefunden", welcher auch noch eingeschrieben ist. Der Zettel wurde im Hauptpostamt angebracht.

Interessant ist noch, dass der Rückumschlag den Empfänger siegelseitig ausweist, was möglicherweise daraus schliessen läßt, dass er im Vorfeld mitgesendet wurde.

Eventuell sagt noch jemand was zu den 40 Pfennig, welche frankiert worden (20 Pfennig für den Brief bis 100 Gramm + 20 Pfennig Reko?)

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 28.11.2015 20:17:31 Gelesen: 17441# 2 @  
Hallo Ulf,

der Brief mit dem zusätzlichen Stempel sieht doch prima aus. Was die Frankatur betrifft, das Porto für den einfachen Brief bis 20g betrug 10 Pfg. und die Einschreibgebühr 30 Pfg.

Ich werde mal in meinen Beständen suchen, irgendwo geistert da auch noch was rum.

Grüßle
Mümmel
 
Magdeburger Am: 28.11.2015 20:45:36 Gelesen: 17424# 3 @  
@ muemmel [#2]

Hallo Harald,

danke für die Portoklärung.

Liebe Sammelfreunde,

eine Postkarte mit identischem Stempel wie in [#1] habe ich noch:



Am 28.05.1906 wurde im bayrischen Herrsching die Karte nach Magdeburg gesendet.

Möglicherweise, wurde die Karte dem "falschen Empfänger" gegeben und von ihm am 30.05. in den Briefasten geworfen und laut Notiz am 31.05. vom "richtigen" Empfänger erhalten. Ist somit auch eine nette Weiterleitung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 28.11.2015 21:15:22 Gelesen: 17412# 4 @  
Hallo,

hier ist er:



Gelaufen am 2.12.23 von München nach Ludwigslust. Das Porto schlug mit 10 Rentenpfg. zu Buche und die Eilzustellung im Ortsbezirk mit 30 Rentenpfg. Frankiert mit 2 Marken der MiNr. 341W und dem Nebenstempel "Aus dem Briefkasten" versehen.

Schöne Grüße
Mümmel
 
Totalo-Flauti Am: 28.11.2015 21:44:21 Gelesen: 17404# 5 @  
Liebe Sammlerfreunde,

zwar hat der folgende Beleg nicht die direkte Ansprache "Aus dem Briefkasten", ich denke aber, dass er da auch herausgefischt wurde. Das Porto setzt sich aus 48 Pfennig für den Fernbrief bis 250 g und 60 Pfennig für das Einschreiben. Ich kann allerdings nicht sagen, welches Postamt (Gössnitz oder Leipzig C1) den Stempel benutzte.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
Magdeburger Am: 04.12.2015 18:05:46 Gelesen: 17299# 6 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein weiterer Stempel:



Wahrscheinlich am 14.10.1866, möglich ist auch 1867 in Hannover im Briefkasten geworfen und nach Magdeburg gesendet. Die Ganzsache sieht nicht toll aus, aber mit 3 Sgr. war hier eine Überfrankierung von 1 Sgr. gegeben. Möglicherweise hatte der Absender nichts anderes.

Das BK im Stempel steht für Briefkasten.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Totalo-Flauti Am: 19.03.2016 12:06:41 Gelesen: 16902# 7 @  
Liebe Sammlerfreunde,

hier ein Portobrief aus Leipzig vom 9.Nov.1863 nach Himmlisch Heer (Silber- und Erzstollen auch Dorothea-Stolln) bei Buchholz (heute Annaberg-Buchholz i.Erzg.). Es wurde ein R2 "Aus dem Briefkasten" abgeschlagen. Lt. eines Meilenanzeigers für den Taxzeitraum von 1841 bis 1867 betrug die Entfernung Leipzig - Annaberg 13 Meilen. Somit wurde der Brief in der zweiten Entfernungsstufe bis 15 Meilen mit einer Brieftaxe von einem Neugroschen (blauer Strich) taxiert und vom Empfänger gefordert worden.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Sachsendreier53 Am: 15.07.2016 13:09:57 Gelesen: 16499# 8 @  
Zwei Ansichtskarten vom Collmberg bei Oschatz / Sachsen mit Briefkastenstempel:



gestempelt in OSCHATZ am 16.6.1899 nach Röderau / Sa.



gestempelt in OSCHATZ am 23.7.1900 nach Dresden

Rechteckstempel - Briefkastenstempel Postbriefkasten COLLMBERG;

Die Deutsche Reichspost verwendete diese Stempel für Briefe und Karten, die aus Briefkästen entlegener Ausflugsziele stammten. Diese Stempel hatten eine rechteckige Form mit zweizeiliger Inschrift "Postbriefkasten / (Standort des Briefkastens). Der Zweck dieser Hinweisstempel bestand darin, die von den üblichen Briefkastenleerungen abweichenden Zeiträume (solche Briefkästen wurden manchmal wöchentlich nur zweimal geleert) zu begründen. Die Briefkastenstempel mussten neben der Frankatur abgeschlagen werden.

mit Sammlergruß,
Claus
 
heku49 Am: 14.04.2017 21:12:51 Gelesen: 15510# 9 @  
Hallo,

ich habe hier eine Karte vom 19.6.1940 von Dortmund nach Luxemburg. Im Anschriftenteil befindet sich der Stempel "Aus dem Briefkasten" und es befindet sich ein Zensurstempel auf der Karte.

Wurde die Zensur durchgeführt weil die Karte aus dem Briefkasten kam oder weil sie nach Luxemburg ging?

Vorab vielen Dank
Gruß Helmut


 
muemmel Am: 14.04.2017 21:22:14 Gelesen: 15502# 10 @  
@ heku49 [#9]

Hallo Helmut,

die Zensur wurde wegen der Destination ins Ausland durchgeführt.

Gruß
Mümmel
 
heku49 Am: 14.04.2017 21:24:11 Gelesen: 15499# 11 @  
@ muemmel [#10]

Vielen Dank, Mümmel.

Gruß Helmut
 
klinhopf Am: 14.04.2017 22:30:17 Gelesen: 15486# 12 @  
@ Sachsendreier53 [#8]

Aber Hallo, die Vorderseite der beiden Karten ist identisch ! Text somit bei der oberen falsch !
 
bovi11 Am: 15.04.2017 01:39:56 Gelesen: 15468# 13 @  
Aus dem Briefkasten

Kornelimünster (bei Aachen)


 
bovi11 Am: 16.04.2017 14:37:12 Gelesen: 15405# 14 @  
Der Briefkasten befindet sich unter dem Fenster vor der Einstiegstür


 
JohannesM Am: 16.04.2017 18:07:06 Gelesen: 15387# 15 @  
Da möchte ich einige Stempel aus dem Harz beisteuern:

1. Roßtrappe









Beste Grüße
Eckhard
 
JohannesM Am: 17.04.2017 12:41:08 Gelesen: 15346# 16 @  
2. Hexentanzplatz (gegenüber der Roßtrappe)



3. Hotel Waldkater (zwischen Roßtrappe und Hexentanzplatz unten im Tal, jetzt Jugendherberge)



4. Steinerne Renne (Oberlauf der Holtemme bei Wernigerode)





Beste Grüße
Eckhard
 
GSFreak Am: 04.06.2017 13:38:55 Gelesen: 15043# 17 @  
Einen schönen Pfingstsonntag,

hier ein interessanter Beleg 1935 aus Berlin:

Auf der Vorderseite findet sich ein Stempel "Aus dem Briefkasten". Absender ist die Gärtner Krankenkasse in Dahlem. Der Brief war ein Frl. Ingeborg Holtz in der Wilhelmstr. 18 in Berlin-Friedenau gerichtet. Abgangsstempel Berlin NW 7 UB d am 24.01.1935.

Am 29.01. notiert der Briefträger auf der Rückseite: "Empf unbek, Holtz Wilhelmstr 8 will nicht Empf sein" (Wilhelmstr.8 war einige Häuser weiter als die Hausnummer 18). Das Postamt Berlin-Friedenau setzte dann noch einen zweizeiligen Stempel "Nicht ermittelt P.A. Bln-Friedenau" auf der Rückseite und einen "Zurück"-Stempel auf der Vorderseite hinzu. Auf der Vorderseite wurde dann die alte Adresse durchgestrichen und handschriftlich das Datum "29/1" sowie die neue Destination "Dahlem" ergänzt.

Frage: Warum wurden die Briefmarken durchkreuzt (oder betraf diese Durchkreuzung nur das alte Datum in den Poststempeln?) und wo/warum wurde eigentlich der Stempel "Aus dem Briefkasten" angebracht?



Gruß Ulrich
 
Totalo-Flauti Am: 23.07.2017 18:24:01 Gelesen: 14643# 18 @  
Liebe Sammlerfreunde,

folgende Ansichtskarte aus Jena (Wenigenjena ist ein Stadtteil) wurde am 03.03.1905 auf den Weg geschickt. Erstaunlich ist, das die Karte erst am 06.03. (Ausgabestempel K1 L 13 Ub n n) scheinbar das erste mal ausgetragen wurde. Der zweite Anlauf war am 07.03. (Kreisgitterstempel Leipzig 13 Ub h h als Aufgabestempel). Hier wurde der Brief vom vermeintlichen Empfänger vorher wieder in den Briefkasten geworfen. In der Zeit vom 07.03. bis 13.03. wurde dann wohl der Empfänger ermittelt. Die endgültige Zustellung schien dann wohl am 13.03. (Kreisgitterstempel Leipzig 13 Ub m m ebenfalls als Aufgabestempel) geglückt zu sein.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Faluti.


 
JohannesM Am: 07.12.2017 23:28:01 Gelesen: 13791# 19 @  
Von mir heute ein Stempel "Postbriefkasten ROTHENBURG" vom 20.8.1899.

Auch damals schon eine Ruine am Nordwest-Rand des Kyffhäusergebirges. Aus übriggebliebenen Baumaterial des Kyffhäuser-Denkmals wurde um 1900 eine Ausflugsgaststätte errichtet, dieser verdankt wohl auch der Postbriefkasten seine Existenz.



Beste Grüße
Eckhard
 
Fips002 Am: 09.12.2017 17:35:58 Gelesen: 13743# 20 @  
Brief mit Postzustellungsurkunde vom Präsidium der Volkspolizei 102 Berlin, 27,7.1983, Abteilung Finanzen/Vollstreckungsstelle.

Zugestellt ist der Brief am 28.Juli 1983- Durch Hausbriefkasten.



Gruß Dieter
 
Sachsendreier53 Am: 15.01.2018 10:31:57 Gelesen: 12911# 21 @  
@ klinhopf [#12]- [#8]:

Berichtigung zur Ansichtskarte; (richtige Anschriftenseite)



gestempelt in OSCHATZ am 16.6.1899 nach Röderau / Sa.

mit Sammlergruß,
Claus
 
Totalo-Flauti Am: 16.02.2019 11:32:52 Gelesen: 9281# 22 @  
Liebe Sammlerfreunde,

"Aus dem Briefkasten" kommt dieses Orts-Einschreiben vom 27.09.1915 aus Leipzig. der Empfänger musste noch die fehlenden 5 Pfennige berappen. Der Absender hatte 5 Pfennige (5 Pfennig Ortsbrief bis 20 g, 20 Pfennig Einschreiben)zu wenig verklebt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
JohannesM Am: 13.07.2021 21:25:33 Gelesen: 5448# 23 @  
Auch Bäder hatten einen Postbriefkasten, vermutlich nur saisonweise, hier von der abgesoffenen Kohlengrube "Anna", die ab 1883 als Badeanstalt genutzt wurde.



Beste Grüße
Eckhard
 
Totalo-Flauti Am: 27.08.2021 10:20:18 Gelesen: 5061# 24 @  
Liebe Sammlerfreunde,

zwei Einschreiben aus Leipzig an den Braunschweiger Lotterieeinnehmer Wilhelm Basilius zum einen vom 20.05.1896 und zum anderen vom 19.10.1902. Beide Briefe wurden in den Briefkasten eingelegt und bei der Briefbearbeitung als Einschreiben erkannt und entsprechend weiterbearbeitet. Als Kennzeichnung gab es den zweizeiligen Rahmenstempel "Aus dem / Briefkasten". Der Brief aus 1996 bekam anstelle eines R-Zettels ein Rötelkreuz auf die Vorderseite.

Warum der Brief von 1902 zusätzlich mit 5 Pfennigen frankiert wurde ist mir ein Rätsel. Der ein fache Brief kostete ja nur 10 Pfennig und die Einschreibegebühr weitere 20 Pfennig.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.



 
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