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Thema: Donau Dampfschiffahrts Gesellschaft
Das Thema hat 57 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 10.01.2015 00:10:41 Gelesen: 41642# 8 @  
@ togall [#39]

Hallo Togal,

Hurt/Kelly behandelten 1950 die D.D.S.G. ausführlich, und beschrieben dabei ab Seite 58 auch diese Marken.

"Special Purpose (Non-postal) Adhesive Stamps".

Es wurden gelistet und gezeigt:

I. Fiscal Stamps
II. Insurance Stamps
III. Bill of Lading Stamps
IV. Package Additional Payment Stamps
V. Package Ticket Additional Payment Stamps
VI. Package Control Stamps

Anbei (andere) zwei Beispiele:



Die zwei gezeigten Marken gehören zur Gruppe IV. (vgl. Fig. 135) und



zur Gruppe VI. (ähnlich wie Fig. 137)

Kalabalük heisst übrigens offenbar "Gepäck" auf türkisch; diese Marken wurden also für die türkische Kundschaft geschaffen.

Deine Marken gehören zur Gruppe II. "Insurance Stamps" mit Inschrift auf deutsch und ungarisch.

Ich finde diese Bezeichnungen wesentlich zutreffender als die Bezeichnung "SOUVENIER-MARKEN". Hat Ferchenbauer das wirklich so gesagt? - Das wäre für mich unverständlich. Die Marken wurden für betriebliche Zwecke verwendet.

Auch Deine Versicherungsmarken hatten also durchaus einen Verwendungszweck und sind absolut sammelwürdig. Hurt/Kelly nennen 5 Werte der Ausgabe 1894 (Fig. 131 auf Plate 8); bis auf die 5 Kreuzer Marke ist Dein Satz also komplett und schön. Gratuliere!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
DL8AAM Am: 10.01.2015 02:57:48 Gelesen: 41632# 9 @  
@ Heinz 7 [#8]

Ich finde diese Bezeichnungen wesentlich zutreffender als die Bezeichnung "SOUVENIER-MARKEN". Hat Ferchenbauer das wirklich so gesagt? - Das wäre für mich unverständlich.

Heinz,

vielen Dank für Deine interessanten Informationen, leider ist der Zugang zu Deiner Literatur heutzutage hier nicht 'alltäglich'. Glückwunsch zu Deiner Bibliothek!

Leider ist so eine Aussage (wenn sie stimmen sollte, wobei die Angabe von robweiss [#40] nach einem wörtlichen Zitat aussieht) für den deutschen "Sprachsammlerraum" seinerzeit üblich gewesen. Für viele unserer hiesigen Altforderen wurde die "Fiskalphilatelie" (und deren Randgebiete) damals nicht als philatelitisch genug (falls überhaupt) angesehen, um sich ausführlicher damit zu beschäftigen. Dann wird so etwas eben als "Souvenirmarke" verunglimpft bzw. es wurde als "philatelistisch wertlos" abgetan. Wer so etwas in seinen Sammlungen hatte, diskreditierte sich hinsichtlich höherer Weihen. Ganz im Gegensatz zum 'anglophonen Raum'. Da findet man fiscals meist sogar in den 'ganz offiziellen Briefmarkenkatalogen'.

Leider fristet die Fiskalphilatelie bei uns noch immer den Status eines Krümels vom Gnadenbrot. Kaum ein "ernsthafter" Sammler traut sich hier in Deutschland, "Steuerbanderolen von Zigarettenschachteln" in sein Album zu stecken, geschweige denn mit stolz geschwellter Brust auszustellen? ;-)

Bitte mehr zum Thema DDSG, es verspricht sehr sehr interessant werden zu können, aber nicht als "Souvenirmarken"! Je länger ich darüber nachdenke, sind das sogar Vorläufer von Privatpostmarken, einige zumindest davon.

Beste Grüße
Thomas
 
Heinz 7 Am: 10.01.2015 12:14:30 Gelesen: 41596# 10 @  
@ DL8AAM [#9]

Hallo Thomas,

danke für Deinen Zuspruch. Mein Zugang zur Literatur ist in erster Linie darum so gross, weil ich selbst eine Bibliothek mit weit mehr als 1000 philatelistischen Büchern aufgebaut habe. Daneben unterhalten wir Philatelie-Freunde auch eine Bibliothek und fördern Literatur - ein Thema, das zur Zeit ja auch in Deutschland hohe Wellen wirft (siehe: Kürzung der Mittel für Bibliotheken). Es wäre schön, wenn viele Sammler die Literatur mehr schätzen und unterstützen würden!

"Fremde Länder - fremde Sitten" sage ich nun zum Thema: Was gehört in eine philatelistische Sammlung, und was nicht? Die (Welt-) Kataloge zeigen da deutliche Unterschiede, auf die wir gerne etwas eingehen könnten (Richard: neues Thema?). Es ist doch so: das, was im Katalog drin steht und bewertet ist, hat einen ungleich höheren Stellenwert, als das, was nur in (anderen) Spezialkatlogen aufgelistet wird.

ES STEHT JEDEM SAMMLER FREI, genau DAS zu sammeln, was er mag.

WENN er dann allerdings in einem Wettbewerb ausstellen will, muss er sich an die Reglemente halten (und auch an die Meinung der Juroren). Es kommt oft vor, dass Spezialsammler Material zeigen, das ungeeignet ist, oder (böse gesagt:) nur die Rahmen vollstopft, um die WIRKLICHEN Kernstücke nicht zeigen zu müssen (weil man sie nicht hat). Werden solche Sammler dann von den Juroren mit relativ tiefen Bewertungen bedacht, ist der Aussteller oft frustriert und unglücklich. Ein Ausweg besteht natürlich bei den vielen Möglichkeiten, die Sammlung ohne Bewertung zu zeigen. Wettbewerbs-Ausstellungen sind unglaublich schwierig zu bewerten (im Sinne von: fairer Ausgleich, weltweit); es gibt nur wenig Philatelisten, die das gut können. Aber auch das ist ein "unendliches Thema".

Kommen wir zurück zu Deiner Frage, was man denn "mit stolz geschwellter Brust" zeigen darf. Ein USA-Sammler wird das vermutlich anders sehen, als ein Deutschland-Sammler. In den angelsächsichen Ländern werden z.B. "Proofs & essays" viel grössere Anerkennung bekommen, als bei uns. Oder "Postal stationery" (Ganzsachen) sind mancherorts auch wichtiger als in anderen, ganz zu schweigen von "Revenues". Die Amerikaner fanden für diese Kategorien einen simplen Namen: viele nennen sie: "Back of the book stamps". Damit sind die Marken gemeint, die in den Katalogen hinten gelistet werden. Das kann wieder von Land zu Land verschieden sein.

Es gibt sogar Meinungen, die die Flugpost-Marken als "bob-stamps" bezeichnen! Diese Kategorie hat sich wohl von allen Kategorien am besten etabliert und werden an Wettbewerbsausstellungen gleichrangig bewertet wie klassische Briefmarken und Postgeschichtliche Sammlungen.

Anbei liste ich eine gute Übersicht auf, was "bob-stamps" sein können: (nach: "Back of the Book - Lee's illustrated stamp Listopedia")

a) Airmails
b) Booklets
c) Duck Stamps
d) Essays
e) Newspaper Stamps
f) Postage Dues
g) Postal Stationery
h) Revenues
i) Semi-Postal stamps (z.B. "charity stamps")

Die Notopfer-Berlin Zuschlagsmarke gehört zu den bob-stamps. "Duck stamps" sind in den USA unglaublich beliebt, hier drei Beispiele



Das sind (meines Wissens) Marken, die abgegeben wurden, wenn man eine Jagd-Zulassung kaufte. Solche "Duck stamps" können durchaus ihren Preis haben, die letzte wird zur Zeit angeboten bei ebay für ca. US$ 250 (?).

Mein Beitrag wird lang und länger - aber so ist Philatelie - es ufert immer weiter aus. Fängt man einmal damit an, kommt man nicht mehr los davon. ;-)

Herzliche Grüsse
Heinz
 
bignell Am: 10.01.2015 13:13:41 Gelesen: 41589# 11 @  
@ Heinz 7 [#10]

Hallo Heinz,

danke für die Infos, da war einiges dabei, das ich nicht wusste, z.B. die Duck-Stamps. Man lernt ja nie aus.

Lg, harald
 
bignell Am: 10.01.2015 16:43:37 Gelesen: 41556# 12 @  
@ 10Parale [#5]

Hallo 10Parale,

hier zum Vergleich ein Brief mit einer 10 Kreuzer 1869 nach Braila, Stempel der Agentur T. Magurelle:



Wenn Du das Aussehen des Stempels mit Deinem Orsova vergleichst, verstehst Du vielleicht, warum ich Zweifel habe. Auch die Zähnung rechts ist zu schön für die DDSG-Ausgabe.

Lg, harald
 
10Parale Am: 10.01.2015 20:55:53 Gelesen: 41531# 13 @  
@ bignell [#12]
@ Heinz 7 [#7]

Vielen Dank für diese Erörterungen. Hat mich wie immer nicht in Ruhe gelassen und ich musste meine Literatur anstrengen. Ja, die Literatur, wenn es kein Geld mehr gibt für philatelistische Bibliotheken so wie in Hamburg, wo 27.000,-- Euro fehlen und eine Bibliothekarin um Ihre Job bangen muss, dann gute Nacht.

Quelle "INDRUMAR AL FILATELISTULUI" (zu deutsch: Einführung in die Philatelie) "Bucuresci 1980" Filiala A.F.R. von Silviu Grigoras Präsident A.F.R.

Hier die bildlichen Darstellungen der Stempel von Orsova "Tchilinghirian genannt: Fig. 818, Seite 478 (Austrian Post Offices Abroad, part 6, 1966)"
und dessen von der Agentur T. Magurelle.

Eure Zweifel haben sich wohl bestätigt. Orsova ist geradlinig geschrieben, nicht so gebogen wie bei meinem Stempel. Wegwerfen oder als möglicher gefälschter Stempel "archivieren"? - was würdet ihr so tun?

Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 10.01.2015 21:20:54 Gelesen: 41526# 14 @  
@ 10Parale [#13]

Hallo 10Parale,

auf keinen Fall wegwerfen, aufheben und bei Gelegenheit (Messe?) einem Spezialisten zeigen. Ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass es irgendeine Notmassnahme war, weil der Stempel noch nicht fertiggestellt war und der Agenturbeauftragte hat in der Zwischenzeit den Stempel gezeichnet.

Lg, harald
 
10Parale Am: 11.01.2015 17:51:16 Gelesen: 41474# 15 @  
@ bignell [#14]

Ja, ich werde den Beleg bewahren. Hier ein Beleg mit einer Buntfrankatur aus späteren Jahren, ein mit 64 Lei freigemachter Eilbrief von Galati an die D.D.S.G.- Hauptverwaltung in Wien, datiert vom 8. März 1941 (Trotz dem Zusatz Express dauerte die Beförderung 9 Tage, was nicht zuletzt an der Zensur lag, die in jener Zeit wohl üblich war). Ankunft in Wien erst am 17.III.41.

Die Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft wurde am 13. März 1829 in Wien gegründet und besaß in Ihre Blütezeit mehr als 200 Dampfer, es wurden aber auch Güter transportiert.

Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 11.01.2015 18:51:06 Gelesen: 41465# 16 @  
Ich zeige hier noch zwei weitere DDSG-Briefe:

17 Kreuzer mit Stempel Piquet (vermutlich auch eine Agentur, ein Ort mit diesem Namen ist mir nicht bekannt) nach Braihia (damit wird wohl Braila gemeint sein):



Und ein Brief mit einer unentwerteten 10 Kreuzer, beschädigt und Registerbug nach Giurgevo (heute Giurgiu):



Wenn man die Marken betrachtet, sieht man dass links und rechts ein deutlicher Abstand zwischen dem Oval und der Zähnung besteht, deshalb und aufgrund der ausgabeuntypischen sauberen Zähnung glaube ich, dass die Marke aus Beitrag [#5] rechts nachgezähnt ist.

Lg, harald
 
10Parale Am: 12.01.2015 19:43:32 Gelesen: 41422# 17 @  
@ bignell [#16]

Der Ort Piquet ist auch bekannt unter den beiden Namen BEKET oder BECHET (auf alten Karten auch als BEKATU). Es liegt südwestlich von Bukarest im Kreis Dolju, ein Storchennest mit wenigen Einwohnern. Von Piquet gibt es 5 bekannte Stempelvarianten der D.D.S.G, die ich wesentlich in einer Abbildung aus dem in #13 genannten Buch hier präsentiere. Dr. Gmach präzisiert diese Stempel in seinem kürzlich erschienenen Meisterwerk "Österreichische und ungarische Posteinrichtungen in den Donaufürstentümern" PiquDDSG1; PiquDDSG1.4; PiquDDSG2; PiquDDSG3 und 4; PiquDDSG5 und beschreibt sie dort ausführlich.

Bei deinem Beleg handelt es sich höchstwahrscheinlich um den Stempel PiquDDSG1 mit dem danebenstehenden Datumeinkreisstempel (Durchmesser 18mm) mit der Bezeichnung PiquDDSG1,4.

Bemerkenswert bei diesem Stempel übrigens die fehlerhafte Schreibweise D.D.G.S statt D.D.S.G....


Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 12.01.2015 20:09:55 Gelesen: 41416# 18 @  
@ 10Parale [#17]

Hallo 10Parale,

vielen Dank für Deine Infos. Ich hab bei dem Stempel "AGENTIE D??S PIQUET" gelesen - das erklärt auch warum hier am Ende des zweiten Wortes ein S steht und kein G, die mittleren Buchstaben sind unleserlich am Stempelabschlag.

Lg, harald
 
Heinz 7 Am: 12.01.2015 23:47:39 Gelesen: 41401# 19 @  
@ bignell [#16]

Hallo Kollegen,

10 Parale hat Euch bereits über den Stempel Piquet informiert. Anbei noch eine hübsche Briefvorderseite nach Braila, mit dem schönen Stempel Tchilinghirian fig. 784



Ein Wort noch zu den Zähnungen dieser vier Marken: sie sind nur ganz selten wirklich gut gezähnt, meistens weisen sie Mängel auf. Man muss da etwas Konzessionen machen, bei den Qualitätsansprüchen. Die Marke auf meinem Brief als Beispiel ist nicht etwa "unterdurchschnittlich" in der Zähnung.

Ich schlage vor, Richard benennt das Thema um in "Donau Dampfschiffahrtsgesellschaft" oder "D.D.S.G." und wir lassen das Gebiet einmal weit offen, für Briefmarken, Stempel u.s.w. In Beitrag [#8] habe ich gezeigt, was darunter auch besprochen/gezeigt werden könnte. Das wäre sicher ein vielfältiges, spannendes Thema. Einverstanden? "Souvenier Marken" sind die Marken in Beitrag 1 ja keine, und ausserdem schreibt man "Souvenir" nicht mit "ie".

Liebe Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 15.01.2015 21:52:31 Gelesen: 41345# 20 @  
@ Heinz 7 [#8]

Hier noch ein paar Beispiele für Gruppe VI, "Package Control Stamps" - immerhin mit Zähnung. Besonders schön auf Deiner abgebildeten Gepäckkontrollmarke finde ich den Stempel von Galatz. Meine Beispiele sind alle ohne wirksamen Stempel.

Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 22.01.2015 18:24:12 Gelesen: 41226# 21 @  
@ Donau-Freunde,

ein weiterer Stempel einer DDSG-Agentie zeige ich auf diesem Briefstück. Es ist die Agentie Oltenitza. Lt. Dr. Gmach bzw. lt. Norbert Blistyar war dieser Stempel OltDDSG1 schon in vorphilatelistischer Zeit in Gebrauch und wurde bis zur Beendigung des Postdienstes am 30. März 1875 verwendet.

Von diesen 17 Kr. Briefkontrollmarken gibt es zwei verschiedene Zähnungsvarianten weit gezähnt 9 1/2 und eng gezähnt 12. Die hier abgebildete Marke ist meiner Ansicht nach die weit gezähnte, seltenere Marke. Beide Marken sind in der Zeit zwischen dem 1.5.66 und dem 10.12.1867 anzutreffen, wobei die weit gezähnte Marke noch ein engeres Zeitfenster aufweist.

Da Briefporto betrug zu jener Zeit 17 Kr. für alle Stationen entlang der unteren Donau zwischen Orsova und Sulina. Auf Protest von Kaufleuten wurde die Taxe später auf 10 Kr. gesenkt.

Norbert Blistyar bewertet diese Briefkontrollmarken in seinem Werk "Die Österreichische Post in den Donaufürstentümern und der Dobrudscha" (zweisprachig - deutsch - rumänisch) einzeln mit 80,-- bzw. 100,-- Euro (Zähnung) und auf Brief mit einem Ansatz von über 400,-- Euro.

Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 22.01.2015 18:46:02 Gelesen: 41220# 22 @  
@ 10Parale [#21]

Hallo 10Parale,

Bewertung lt Dr Ferchenbauer Handbuch 2000:

ohne Gummi mit Falz gebraucht Briefstück Brief
17 KR LZ12 200 1500 120 160 475
17 KR LZ9.5 80 550 150 200 600
10 KR blasslila 60 400 225 300 1000
10 KR grün Type I 20 115 60 90 300
10 KR grün Type II 25 120 400 550 1750
10 KR rot 100 650 500 700 1700
 


Preise in €

Die Unterscheidungskriterien zwischen Type I und II bei der grünen 10 KR zähle ich nicht alle auf, Haupterkennungsmerkmal abgeflachte Köpfe aller Buchstaben f. Type II gibt es nur bei der 10 KR grün.

Lg, harald
 

Heinz 7 Am: 22.01.2015 21:35:03 Gelesen: 41191# 23 @  
@ bignell [#22]

Hallo Harald,

die Bewertung erstaunt vor allem für die starken Unterschiede "ohne Gummi" und "mit Falz". Wenn Preise mit dem Faktor 4.8 bis 7.5 höher liegen, wenn die Marken Gummi haben, oder nicht, dann ist das eine gefährliche "Einladung" an "Restauratoren", da ein bisschen "nachzuhelfen".

Auch für Briefe variieren die Preise sehr stark, je nach Erhaltung. Die meisten Marken sind schlecht gezähnt, viele Briefe sind beschädigt, sodass wirklich SCHÖNE Briefe markant herausragen und dann meistens auch ihren Preis haben, während Briefe minderer Qualität oft schon recht günstig gekauft werden können. Anbei ein schöner Brief von Calafat nach Braila.



Die Marke ist gezähnt 12 (im Gegensatz zu den Briefen in Beitrag 19 + 21, die gezähnt sind 9 1/2). Eine Besonderheit ist noch das verkehrt eingesetzte Datum (Monat oben).

Grüsse
Heinz
 
bignell Am: 22.01.2015 23:24:38 Gelesen: 41176# 24 @  
@ Heinz 7 [#23]

Hallo Heinz,

diese "Einladung" gibt es bei DDSG sowieso, Neudrucke sind billig (KW/CV zwischen 5 und 12 Euro) - damit ist auch schnell ein Briefchen um KW 1000+ gebastelt. Allgemein werten altösterreichische Marken mit Gummi deutlich mehr als solche ohne - was Schwachsinn ist, da Verletzungen der Marke durch Gummibrüche keine Seltenheit sind und so mancher der Meinung ist, es wäre besser ungebrauchte Marken zu waschen um das zu verhindern.

Lg, h.
 
Fips002 Am: 24.01.2015 21:21:47 Gelesen: 41138# 25 @  
Von mir ein Briefstück mit Mi.Nr.3, 10 Kreuzer. Stempel CZERNAVODA.



Gruß Dieter
 
Heinz 7 Am: 25.01.2015 14:10:28 Gelesen: 41105# 26 @  
@ bignell [#22]

Die 10 Kreuzer Marke blasslila schön auf einem Brief zu finden, ist deutlich schwieriger, als eine Nr. 1 oder eine Nummer 3. Am 6. Mai 1868 (julianischer Kalender) brachte Fratelli Dobrovich aus Galatz diesen Geschäftsbrief zum Versand und wählte als Versandart die DDSG Schiffspost. Am selben Tag (18. V. = gregorianischer Kalender) wurde die Marke sauber gestempelt. Gemäss handschriftlicher Notiz kam der Brief am 8. Mai 1868 an.



Diese Marke hatte auch die rauhe Zähnung 9.5, darum haben fast alle Marken mehr oder weniger "Zahnprobleme". Wer darüber verächtlich die Nase rümpft, soll ein besseres Stück suchen und finden.

Heinz
 
bignell Am: 25.01.2015 14:25:58 Gelesen: 41100# 27 @  
@ Heinz 7 [#26]

Hallo Heinz,

gratuliere, ein sehr schöner und seltener Brief.

Bezüglich der Zähnung: Saubere gleichmässige Zähnung findet man nur bei den Neudrucken, Originale gelten durchaus als vollwertig mit rauher Zähnung.

Lg, harald
 
Jürgen Witkowski Am: 09.02.2015 22:05:55 Gelesen: 40872# 28 @  
@ 10Parale

Beim Stöbern in einer älteren Österreich-Sammlung fand ich drei Marken der D.D.S.G.

Bei der linken Marke handelt es sich, wenn ich den ANK Österreich Spezial richtig interpretiere, um eine Fälschung von Neudruck Type II. Dort sind als Merkmale angegeben, dass das "f" oben gebogen ist und sein Mittelstrich nur einseitig ist.

Die mittlere Marke gehört wohl zu dem Satz Versicherungsmarken, der in [#39] gezeigt wird.

Die rechte Marke kann ich nicht zuordnen. Sie ähnelt der mittleren Marke, hat allerdings die Währungsangabe Heller / Filler und ein etwas größeres Format.

Ich denke, sie gehört zu einer anderen Ausgabe.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
bignell Am: 09.02.2015 22:25:36 Gelesen: 40862# 29 @  
@ Concordia CA [#28]

Hallo Jürgen,

die Inschrift und Währung (Filler) der rechten Marke sind ungarisch. Habe ich aber auch noch nicht gesehen.

Lg, harald
 
bignell Am: 09.02.2015 22:36:01 Gelesen: 40858# 30 @  
@ Concordia CA [#28]

Hallo Jürgen,

hab mal schnell im Ferchenbauer nachgeschlagen:



Hier ist die 100 Filler auch abgebildet, scheint eine Serie gewesen zu sein. Und die linke könnte eine Neudruck-Probe sein.

Lg, harald
 
Jürgen Witkowski Am: 09.02.2015 22:40:21 Gelesen: 40856# 31 @  
@ bignell [#30]

Das nenne ich Service! Vielen Dank für die rasche Klärung.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
10Parale Am: 09.12.2015 20:50:57 Gelesen: 38951# 32 @  
Ein Beleg zu diesem Thema:

Ein mit 20 Lei (2 x Rumänien Michel Nr. 319 - 10 Lei 50 Jahre Unabhängigkeit) portogerecht freigemachtes Einschreiben vom Ausland über Bahnpost, vermutlich Bahnpoststempel BRESLAU - BEUTHEN von Galati nach Passau (Bayern).

Im Michel Online Katalog fand ich den Hinweis, dass dieser am 1. August 1927 herausgegebene Satz (Briefmarke) nur bis zum 28. August 1927 gültig war. Insofern ist eine solch späte Auslandsverwendung mit diesen Marken eher selten anzutreffen.

Rückseitig ein schöner Ankunftsstempel von Passau (Bayern) vom 15. August 1927. Bayern klassisch wird´s hoffentlich freuen.

Liebe Grüße

10Parale


 

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