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Thema: (?) (810-811/817) Aptierte Stempel
Das Thema hat 822 Beiträge:
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rostigeschiene Am: 14.05.2013 14:17:34 Gelesen: 326114# 98 @  
Vielleicht hatte Neuspremberg noch keinen eigenen Poststempel und man hat einen von Neusalza-Spremberg aus diesem Grund aptiert?

Werner
 
volkimal Am: 14.05.2013 16:47:47 Gelesen: 326097# 99 @  
@ rostigeschiene [#98]

Hallo Werner,

wie kommst Du auf diese Idee? Alle Belege (ich habe noch nicht alles gezeigt) kommen aus Neusalza-Spremberg. Kann eigentlich einer von euch den Stempel zeigen, bevor die Postgebietsleitzahl hinzugefügt worden ist?

Viele Grüße
Volkmar
 
Pommes Am: 14.05.2013 20:52:36 Gelesen: 326063# 100 @  
@ volkimal [#95]

Hallo Volkmar

Erkennt ihr jetzt auch noch etwas anderes?

Kann es sein, dass hinter dem Ortsnamen ein "OL" stand? Stempel kann ich hierzu leider nicht zeigen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
volkimal Am: 14.05.2013 21:30:13 Gelesen: 326058# 101 @  
@ Pommes [#100]

Hallo Thomas,

knapp daneben ist auch vorbei - nein, dass ist auch nicht die Lösung. Mal sehen, wer es herausbekommt.

Ich wünsche euch einen schönen Abend
Volkmar
 
Marcel Am: 14.05.2013 21:55:05 Gelesen: 326051# 102 @  
@ volkimal [#95]

Hallo Volkmar, da versuche ich auch mal mein Glück.

Der UB b war bestimmt ursprünglich ein h für Sac h sen.

Gruß Marcel
 
volkimal Am: 15.05.2013 13:17:30 Gelesen: 325989# 103 @  
@ Marcel [#102]

Hallo Marcel,

eine nette Idee, aber leider auch nicht die Lösung. Hier noch einmal die beiden Stempel im direkten Vergleich:



Ich hoffe es tröstet Euch - ich war lange Zeit genauso blind!

Volkmar
 
Lothar Schrapp Am: 15.05.2013 19:44:16 Gelesen: 325964# 104 @  
@ volkimal [#103]

Eine ganz verrückte Idee von mir:

Könnte es sein, dass die Postleitzahl zunächst irrtümlich auf der rechten Seite angebracht wurde, dann aber wieder entfernt und deshalb an der Stelle noch Spuren zu sehen sind?

Freundl. Grüße
Lothar Schrapp
 
volkimal Am: 15.05.2013 20:32:53 Gelesen: 325949# 105 @  
@ Lothar Schrapp [#104]

Hallo Lothar,

ich muss Dich leider enttäuschen. Auch das ist es nicht.

Volkmar
 
Marcel Am: 15.05.2013 20:35:42 Gelesen: 325947# 106 @  
@ volkimal [#105]

Hallo Volkmar,

dann ich nochmal. Kann es sein das es eine Beschädigung an der oberen Linie im Steg gab, die nachträglich ausgebessert wurde, da die Linien nicht durchgehend parallel verlaufen?

Gruß Marcel
 
volkimal Am: 15.05.2013 20:58:09 Gelesen: 325935# 107 @  
@ Marcel [#106]

Hallo Marcel,

Du liegst leider schon wieder daneben. Es "freut" mich aber, dass Ihr alle demselben Irrtum unterliegt, dem ich zuerst auch unterlag.

Volkmar
 
Marcel Am: 15.05.2013 21:06:29 Gelesen: 325933# 108 @  
@ volkimal [#107]

Also dann habe ich nur noch ein Merkmal was mir aufgefallen ist, wenn es das nicht ist, muß ich passen.

Vom Unterscheidungsbuchstaben b geht im linken Stempel die Senkrechte bis fast an den inneren Kreis im rechten scheint davon etwas weggenommen zu sein.

Gruß Marcel
 
volkimal Am: 15.05.2013 21:13:45 Gelesen: 325927# 109 @  
@ Marcel [#108]

Hallo Marcel,

dann musst Du leider passen.

Übrigens: Man sieht immer nur das, was man sehen will. Manchmal muss man einfach umgekehrt denken!

Volkmar
 
jahlert Am: 15.05.2013 21:23:25 Gelesen: 325922# 110 @  
Eigentlich ist es doch viel zu einfach:

Erst kommt der Stempel aus 1954 - dann wird die PLZ entfernt - und dann sieht er so aus wie abgebildet (aus 1959)

Und damit ist der 59er aptiert.

Jürgen
 
volkimal Am: 15.05.2013 21:34:46 Gelesen: 325917# 111 @  
@ jahlert [#110]

Gratuliere! Du hast es gelöst!

Mir fehlt leider die erste Phase des Stempel (ohne Postgebietsleitzahl). Dann wird der Stempel aptiert und die (10) hinzugefügt = Stempel von 1954. Entsprechend der Verfügungen aus den Jahren 1954 bzw. 1956 mussten die Postgebietsleitzahlen in der DDR entfernt werden. Der Stempel wird also ein zweites mal aptiert und der Stempel sieht wieder so aus wie ursprünglich.

Das Problem war, dass ich die Stempel automatisch falsch herum sortiert hatte.

Viele Grüße
Volkmar
 
Pommes Am: 16.05.2013 00:11:29 Gelesen: 325875# 112 @  
@ volkimal [#109]

Man sieht immer nur das, was man sehen will.

Erwischt, manchmal denkt man viel zu kompliziert und übersieht das Offensichtliche. Man muss aber auch sagen, dass Deine Fragestellung das provoziert hat; danke dafür! Es öffnet die Augen und "macht den Geist etwas freier".

Schönes "Quiz" - hat mir viel Spaß gemacht, hier mitzulesen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
volkimal Am: 16.05.2013 17:45:58 Gelesen: 325796# 113 @  
@ Pommes [#112]

Hallo Thomas,

mir hat es auch großen Spaß gemacht! Natürlich habe ich Euch mit den Fragen etwas verwirren wollen. Allerdings glaube ich, dass die größte Verwirrung dadurch zustande kam, dass ich die beiden Stempel in der falschen Reihenfolge vorgestellt habe.

Im Beitrag [#99] habe ich gefragt: Kann eigentlich einer von euch den Stempel zeigen, bevor die Postgebietsleitzahl hinzugefügt worden ist?

Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass einer von Euch nach diesem Satz die Lösung erkannt hätte.

Jetzt aber noch die restlichen Stempel bzw. Belege aus Neusalza-Spremberg:





Wie ihr seht, gab es zusätzlich zu dem Stempel mit der aptierten (vorgesetzten) Postgebietsleitzahl einen neu angeschafften Stempel mit der "(10)", der später ebenfalls aptiert wurde. Der Vollständigkeit halber auch noch der Stempel mit der vierstelligen PLZ. Jetzt kann ich die Stempel endlich auch in die Datenbank einstellen.

Viele Grüße
Volkmar
 
AhdenAirport Am: 16.05.2013 23:09:55 Gelesen: 325759# 114 @  
@ volkimal [#89]

Nettes Rätsel. ;)

Aus Berlin kann ich was ähnliches zeigen: Berlin NW 7 bb, zunächst verwendet von 1939 - 1944.



1944 wurde die Leitkreiszahl (1) angefügt und der Schriftbogen damit asymetrisch. So wurde der Stempel von 1944 - 1946 verwendet.



Irgendwann (bereits 1946?) wurde die Leitkreiszahl wieder entfernt, aber dabei blieb die linke Klammer stehen. Der Stempel sah dann bis 1949 so aus:



Grüße aus Berlin,
Jörg
 
volkimal Am: 17.05.2013 14:32:54 Gelesen: 325701# 115 @  
@ joey [#114]

Hallo Jörg,

ein sehr schönes Beispiel - vor allem die einzelne Klammer ist sehr ungewöhnlich. Aber weshalb hat man die Postgebietsleitzahl schon so früh aptiert? Bei dem zweiten Stempel fehlt die rechte Klammer der "(1)". Fehlte diese immer oder gibt es auch Abschläge mit der rechten Klammer? Kann es evtl. auch sein, dass die Qualität der aptierten Postgebietsleitzahl so schlecht war, dass sie einfach ausgebrochen ist?

In der DDR mussten die Postgebietsleitzahlen entsprechend der Verfügungen aus den Jahren 1954 bzw. 1956 entfernt werden. Frage an die Berlin-Spzialisten: Wie war das in Ostberlin bzw. in Westberlin?

Viele Grüße
Volkmar
 
jahlert Am: 17.05.2013 17:57:23 Gelesen: 325684# 116 @  
Hallo Volkmar,

gehört der Aspekt, den ich im Beitrag [#96] angesprochen hatte, zum Thema 'Aptierte Stempel'?

Ich habe mal verschiedene 'Berlin 11-Stempel' herausgesucht, die das Datum im gleichen Zeitraum unterschiedlich darstellen.

Jürgen
 
volkimal Am: 17.05.2013 18:48:46 Gelesen: 325670# 117 @  
@ jahlert [#116]

Hallo Jürgen!

Laut Fremdwörterbuch (Duden) bedeutet Aptieren in der Briefmarkenkunde "einen Stempel den neuen Erfordernissen anzupassen, um ihn weiterhin benutzen zu können".

Insofern würde ich einen Punkt hinter der Jahreszahl (Beitrag [#95] bzw. [#96]) nicht zu den Aptierungen rechnen. Ein weiteres Beispiel:



Bei dem linken Stempel aus Selm sind die Zahlen in Antiqua, beim rechten Stempel in Grotesk. Welchen Grund gab es, die Ziffern auszuwechseln? Ist das eine Aptierung?



Der Stempel wurde nach dem Krieg zunächst unverändert weiterverwendet (1.8.45) Später wurde der Adler aptiert. Das Entfernen des Adlers nach dem Krieg (als nationalsozialistisches Symbol) ist eindeutig eine Aptierung. Aber jetzt wird es kompliziert:



Bei diesem Absenderfreistempel wurden im Wertrahmen die obere Inschrift und das Posthorn ausgewechselt, um ihn den neuen Erfordernissen anzupassen. Die Wertziffern sind die alten geblieben. Nach der obigen Definition wäre auch das eine Aptierung. Damit tue ich mich allerdings schwer, denn was ist, wenn der komplette Wertrahmen ausgetauscht wird - ist auch das eine Aptierung?

Es fehlt eine klare Definition dazu, was eine Aptierung ist und was nicht. Wer kann dabei weiterhelfen?

Viele Grüße
Volkmar
 
drmoeller_neuss Am: 19.05.2013 11:32:29 Gelesen: 325576# 118 @  
@ volkimal [#117]

Es fehlt eine klare Definition dazu, was eine Aptierung ist und was nicht. Wer kann dabei weiterhelfen?

Laut Fremdwörterbuch (Duden) bedeutet Aptieren in der Briefmarkenkunde "einen Stempel den neuen Erfordernissen anzupassen, um ihn weiterhin benutzen zu können".

Ich würde diese Definition erweitern: "einen Stempel den neuen Erfordernissen durch mechanische Bearbeitung anzupassen, um ihn weiterhin benutzen zu können".

"Selm" ist kein aptierter Stempel, da die Steckzahlen einfach nur ausgetauscht wurden, und keine mechanische Bearbeitung am Stempel erfolgte.

Ebenfalls ist ein kompletter Austausches eines Clichés keine Aptierung. Das trifft für "Stuttgart 7" zu. Hier wurde der komplette Wertrahmen ausgetauscht.
 
volkimal Am: 19.05.2013 11:48:03 Gelesen: 325571# 119 @  
@ drmoeller_neuss [#118]

Hallo,

endlich eine Antwort auf meine Frage. Die Erweiterung "durch mechanische Bearbeitung" finde ich nicht schlecht. Damit würde der Austausch kompletter Teile eines Absenderfreistempels ausscheiden - egal ob es der Ortsstempel, das Werbeklischee oder der Wertrahmen ist.

Du schreibst "Das trifft für Stuttgart 7 zu. Hier wurde der komplette Wertrahmen ausgetauscht."

Da bin ich mir [#117] immer noch nicht sicher. Vergleich bitte einmal die Wertziffern:



Nach meiner Meinung sind die Wertziffern bei beiden Stempeln identisch. Hat man da einen neuen Wertrahmen benutzt und die alten Ziffern in diesen eingebaut?

Volkmar
 
AhdenAirport Am: 19.05.2013 16:54:59 Gelesen: 325549# 120 @  
@ volkimal [#115]

Hallo Volkmar,

die rechte Klammer der zugefügten Leitkreiszahl war wohl vorhanden, ich hatte nur keinen besseren Abschlag zur Hand. Die linke Abbildung stammt aus dem Handbuch von Herrn Schröter, die rechte hier von den philaseiten, ich weiß aber nicht mehr, welches Thema.



Ob die Leitkreiszahl nun willentlich oder durch Beschädigung verschwunden ist, lässt sich wohl nicht mehr klären. Hier ein weiterer Abschlag vom Oktober 1947.



In West-Berlin tauchen die ersten Stempel mit entfernten Leitkreiszahlen Anfang Mai 1962 auf.

Grüße aus Berlin,
Jörg
 
Stempelfreund Am: 15.06.2013 11:05:50 Gelesen: 324625# 121 @  
Heute ein Beispiel einer Nachkriegsaptierung aus Dömitz.

Im Stempel vom September 1947 ist die Ortsangabe noch FESTUNG DÖMITZ im März 1948 fehlt FESTUNG.


 
volkimal Am: 15.06.2013 11:14:49 Gelesen: 324624# 122 @  
Hallo zusammen,

auf dieser Postkarte von Tante Friedburg an meinen Großvater ist ein aptierter Stempel aus Hameln:



Dank des Internets ist es mir vor kurzem gelungen, den Originalstempel zu finden. Es handelt sich um den Erntedank-Stempel aus Bückeberg bei Hameln:



Wenn man die Bilder der Stempel übereinanderlegt, so stimmt der Schriftzug "HAMELN" exakt überein. Man hat also die Worte "BÜCKEBERG b" und "ERNTEDANKTAG" entfernt. Dafür wurde die Postamtsnummer "2" nachträglich eingesetzt. Man erkennt es auch daran, dass die "2" größer als das Wort "HAMELN" ist.

Auf dem Bückeberg fand von 1933 bis 1937 das Reichserntedankfest statt. Siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Reichserntedankfest. Dazu gab es jedes Jahr entsprechende Gelegenheitsstempel. Nach Bochmann kam der Zweikreisstegsempel 1936 und 1937 mit 10 verschiedenenen Unterscheidungsbuchstaben vor. Dabei war auch der aptierte Stempel mit dem "d".

Viele Grüße
Volkmar
 

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