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Thema: Deutsches Reich Luftfeldpost: Porto bestimmen
Rassy Am: 06.01.2016 17:54:00 Gelesen: 6416# 1 @  
Luftfeldpostbrief Mischfrankatur

Hallo,

warum wurde der Brief zusätzlich mit 5 Pfg frankiert?

es grüßt Rassy


 
HWS-NRW Am: 06.01.2016 19:26:24 Gelesen: 6383# 2 @  
Hallo,

ich finde diese "Zusatzfrankatur" fragwürdig, ein anderes Porto (bis auf die Einlieferung in einen Straßenbahn-Briefkasten, das hätte eine Zusatzgebühr von 5 Pfenngen notwendig gemacht) fällt mir leider nicht ein.

Da der Brief auch noch von Hamburg aus abging, wäre das eine mögliche Variante, aber es fehlt m.E. dann der passende Abgangsstempel, siehe als Beispiel der hier vorgelegten Beleg.



Beste Grüße

Werner
 
Rassy Am: 07.01.2016 13:17:23 Gelesen: 6332# 3 @  
Hallo Werner,

nein, HH-Strassenbahn/Eilbrief ist es in der Tat nicht. Trotzdem glaube ich, daß dieses Porto einen Grund haben muß, denn auch im Michel Briefe Katalog gibt es einen Preis für "Mischfrankatur". Nur aus welchem Grund?

Vielleicht weiß ja jemand mehr darüber?

es grüßt Rassy


 
HWS-NRW Am: 07.01.2016 14:40:53 Gelesen: 6304# 4 @  
@ Rassy [#3]

Hallo,

es gab auch "normale" Sendungen (also nicht Eilboten), aber den mir bekannten Stempeln der Straßenbahnpost ist der auf dem Brief abgeschlagene nicht dabei.

Gruß Werner
 
Rassy Am: 07.01.2016 17:01:17 Gelesen: 6288# 5 @  
Also, ich hab's rausgekriegt! Es ist doch immer wieder schön, wenn man feststellt, daß nicht "rumgoogeln" die Lösung bringt, sondern die eigenen abgehefteten Unterlagen. So ist also dieses Thema 3mal in der "Philatelie" von 2002 behandelt worden. Beim Extra 5 Pfg Porto handelt es sich um einen "zivilen" Luftpostzuschlag, um den Brief möglichst schnell an die zuständige Feldpostversandstelle zu befördern. Ich habe da wohl eine kleine Rarität in meinem eigenen Bestand gefunden.

Ich habe mal 3 Abschnitte gescannt; die vollständigen Artikel befinden sich in der "Philatelie".

es grüßt Rassy


 
HWS-NRW Am: 16.02.2016 12:56:21 Gelesen: 6002# 6 @  
@ Rassy [#5]

Einfach nur "KLASSE".

Werner
 
Arrows Am: 25.01.2017 11:14:20 Gelesen: 5005# 7 @  
Deutscher Luftfeldpostdienst Osten

Zur Beschleunigung der deutschen Nachrichtenfeldpost mit der Ostfront wurde im April 1942 ein Luftfeldpostdienst mit einer eigenen Luftfeldpoststaffel eingerichtet. Um das Sendungsaufkommen dem eingeschränkten Transportraum anzupassen, wurden Zulassungsmarken für Luftfeldpostsendungen herausgegeben. Zugelassen waren private Postkarten und Briefe bis 10 Gramm sowie dienstliche Sendungen bis 20 Gramm.

1. Periode: Beginn 18.4.1942 – 31.5.1943

Jeder Empfangsberechtigte an der Ostfront erhielt monatlich 4 Marken, 2 für Briefe Front -> Heimat, 2 für Briefe Heimat -> Front. Für Briefe, Faltbriefe und Postkarten war eine Marke erforderlich.



Brieftaxe Schweiz-Ausland bis 20g = 30 Rp. (1.10.1924 – 28.2.1948) plus Luftpostzuschlagstaxe für je 20g = 20 Rp. (1.3.1942 – 28.2.1948)

2. Periode: Beginn 1.6.1943 bis zur Einstellung des Luftfeldpostdienstes Osten am 24.7.1944

Jeder Empfangsberechtigte erhielt nun monatlich 8 Marken. Für Karten und Faltbriefe bis 5 Gramm waren eine, für Briefe bis 10 Gramm je zwei Marken erforderlich.



Brieftaxe Schweiz-Ausland bis 20g = 30 Rp. (1.10.1924 – 28.2.1948)

Hat jemand eine Erklärung für die unterschiedlichen Taxen dieser Belege? Beim zweiten Beleg wäre anhand der Auslandtaxe von 30 Rp. - ohne Luftpostzuschlag - eine Beförderung per Bahn zu vermuten, was mir aber bei der Verwendung der beiden Luftfeldpostmarken nicht logisch erscheint. Auf "normalen" Luftpostbelegen wurden die blauen Balkenstempel verwendet, um die Bezahlung der Luftpostzuschlagstaxe resp. die Beförderung des Briefes zu dokumentieren.

Gruss, Arrows
 
hajo22 Am: 25.01.2017 14:13:59 Gelesen: 4980# 8 @  
@ Arrows [#7]

Diese Luftfeldpostmarken (Abb. Ju 52) sind ausschließlich militärische Zulassungsmarken, sie haben mit Briefmarken für eine Luftpostbeförderung im eigentlichen Sinne nichts zu tun. Im Übrigen bestand kein Anspruch auf eine Luftpostbeförderung. Entscheidend waren immer die Transportkapazitäten. Die Frontsoldaten wurden möglichst vorrangig bedient.

VG hajo22
 
10Parale Am: 17.10.2017 23:18:26 Gelesen: 4024# 9 @  
Die JU 52 sehe ich mindestens 1 x im Jahr über die Dächer meiner Stadt fliegen. Umso mehr gefällt mir diese Marke, weniger die Umstände und die Zeit, in der sie ihre Existenz fristete.

Aus Rassy´s Scan in [#3] eines Kataloges geht hervor, dass es diese Marke in 2 Varianten gibt, (A) normale Zähnung 13 1/4 :14 und (B) sägezahnartige Zähnung.

Kann mir jemand einmal ein Vergleichsstück (B) zeigen, da ich glaube, alle hier gezeigten Marken der guten alten Tante JU, - meiner inbegriffen -, zeigen die Variante (A).

Danke mal.

Liebe Grüße

10Parale


 
hajo22 Am: 18.10.2017 10:03:02 Gelesen: 3995# 10 @  
@ 10Parale [#9]



Die Zick-Zack-Zähnung der Luftfeldpostmarke "B" dürfte am waagrechten Paar gut erkennbar sein.

Brief Heimat - Front von 1944.

hajo22
 
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