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Thema: Marken bestimmen: Rumänien Portomarken
blizzi Am: 18.01.2016 10:04:31 Gelesen: 5938# 1 @  
Deutsche Besetzung I oder normale rumänische Marke ?

Moin,

kann mir jemand helfen, diese Marke zu bestimmen?

Danke blizzi


 
Kontrollratjunkie Am: 18.01.2016 10:39:50 Gelesen: 5922# 2 @  
Das ist keine Marke der Deutschen Besetzung im I. Weltkrieg für Rumänien. Für die dortigen Ausgaben wurden nur Bani-Werte für die Überdrucke herangezogen. Der Überdruck erfolgte in roter Farbe.

Die Marke sollte im Osteuropa-Katalog zu finden sein. Es sei denn, es handelt sich um eine Gebührenmarke / Fiskalmarke, worauf die Inschrift hinweist.

Gruß
KJ
 
HWS-NRW Am: 18.01.2016 13:30:40 Gelesen: 5881# 3 @  
@ blizzi [#1]

Hallo,

wie schon mein "Vorgänger" richtig schreibt, es ist eine Gebührenmarke (Fiskalmarke) das steht auch auf der Marke unten; Taxa de Plata =
Gebührenzahlung ! Also kein rumänisches Postwertzeichen.

Gruß
Werner
 
blizzi Am: 18.01.2016 13:57:28 Gelesen: 5870# 4 @  
@ HWS-NRW [#3]

Hallo Werner,

danke für Deine Antwort. Dass es keine Briefmarke ist, war mir sonnenklar. Meine Frage zielt dahin, ob diese Fiskalmarke im Michel verzeichnet ist? Unter Deutsche Besetzung 1. usw.

Danke Blizzi
 
nor 42 Am: 18.01.2016 18:37:23 Gelesen: 5833# 5 @  
Das ist keine Fiskal Marke, sondern eine Portomarke die im Michel unter Nummer 59 x oder 59 y oder 59 z, je nach Papierart, aufgelistet ist. Dazu kommt dann noch Mi 68 auf Papier mit Wz. Alle diese Marken erschienen nach 1920 und haben daher mit der Deutschen Besetzung WK I nichts zu tun. Als Portomarken werden sie auch gesammelt.

Nor 42
 
Heinz 7 Am: 19.01.2016 21:43:51 Gelesen: 5774# 6 @  
@ blizzi [#1]

Hallo blizzi,

Nor hat bereits die korrekte Antwort gegeben. Ich möchte anbei noch etwas "Anschauungsmaterial" beisteuern.

Portomarken (Rumänien: "Taxa de Plata") wurden von der Post angebracht, wenn der Absender die Postsendung ungenügend frankiert hat. Der Empfänger der Sendung musste dann (in der Regel) in den sauren Apfel beissen und die fehlenden Taxen bezahlen. Viele Postverwaltungen erhoben nicht nur den fehlenden Betrag, sondern erhoben gleichzeitig eine Strafgebühr; oft, indem die Taxe kurzerhand verdoppelt wurde.



Dieser nette Kartenbrief (dazu siehe Thema: Ganzsachen Rumänien) wurde 1898 von Sascut nach Focsani versandt. Wie hoch die korrekte Frankatur hätte sein sollen, kann ich ohne Weiteres nicht sagen, vielleicht hilft uns hier ebenfalls Nor weiter? Im vorliegenden Fall erhob die Post satte 20 Bani Zusatz-Portokosten. Ich vermute, die Frankatur hätte 15 Bani sein sollen, die fehlenden 10 Bani wurden von der Post verdoppelt und als Nachporto vom Empfänger erhoben.

Diese Portomarke ist mehr als 20 Jahre älter als Deine Portomarke. Ich vermute, es ist die Nummer Michel P 21. Die Unterscheidung zur P 15 ist aber schwierig, besonders auf Brief oder Ganzsache.

Freundliche Grüsse -Heinz
 
Richard Am: 20.01.2016 09:39:25 Gelesen: 5744# 7 @  
@ nor 42 [#5]

Vielen Dank, Nor.

@ blizzi [#4]

Ich habe nur den Michel Südosteuropa 2007/2008. Die Portomarke ist auf Seite 813 zu finden, auf grauem (x) und weissem (y) Papier ** 10 Cent und o 20 Cent. Auf grünlichem (z) Papier ** 70 und o 30 Cent.

Schöne Grüsse, Richard
 
10Parale Am: 08.03.2023 22:12:14 Gelesen: 1229# 8 @  
@ Heinz 7 [#6]

Wie hoch die korrekte Frankatur hätte sein sollen, kann ich ohne Weiteres nicht sagen, ...

Ich sehe bei Calin Marinescu Band (Vol.) I auf Seite 128 Hinweise, dass das Porto von 15 Bani durchaus korrekt sein könnte. (Tabelle 58). Wir haben ja schon gelernt, dass Kartenbriefe gleich taxiert wurden wie normale Briefe. Eine wunderschöne Nachporto-Marke zeigst du uns da im Jahr 2016.

Gibt es über das zu erhebende Nachporto Literatur oder wo finde ich Hinweise im o.g. Buch von Marinescu?

Im Scan präsentiere ich mal einen kleinen Sammlungsaufbau von Portomarken, wobei mir die 60 Bani Marke mit dem zarten Stempel von BUZEU (25. Januar 1882) besonders gefällt. Auch die 30 Bani Marke der 2. Ausgabe zeigt einen wunderschönen Stempel von Jassy.

Bei den grünen Marken (auf weißem Papier, gelblichen Papier) und den smaragdgrünen Ausgaben wird es schon schwieriger mit der Bestimmung. Zudem gibt es auch Zähnungsunterschiede.

Interessant auch die 25 Bani rot TAXA FACTAGIU, was soviel wie Fabriksteuer bedeutet.

Liebe Grüße

10Parale


 
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