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Thema: Deutsches Reich Infla Bewertung von Einzel- und Mehrfachfrankaturen
Das Thema hat 47 Beiträge:
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inflamicha Am: 24.03.2016 20:15:46 Gelesen: 9984# 23 @  
@ kauli [#22]

Hallo Dieter,

wir sprechen hier über Einzelfrankaturen mit 5 Mark-Marken (Mi 238 und 258), da ist die eine 5 Pfennig-Einzelfrankatur aus der PP 5 schon lange Geschichte gewesen.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 24.03.2016 23:43:14 Gelesen: 9954# 24 @  
Guten Abend in die Runde,

die Bewertung von Einzel- und Mehrfachfrankaturen auf Belegen der Inflationszeit ist eine nicht triviale Angelegenheit. Exemplarisch zeige ich hier zwei Belege mit Einzelfrankaturen (EF) der MiNr. 321, welche extrem selten sind, da tarifrichtige EF mit dieser Marke in der Portoperiode (PP) 22 vom 1. bis 4. November 1923 nur auf Zeitungssachen (ZS) möglich waren.

In dieser PP betrug die Gebühr für für eine ZS 25 Millionen Mark für die Nachlieferung einer Zeitung. Für jedes weitere nachzuliefernde Exemplar fielen ebenfalls diese 25 Millionen Mark an.

1. Zeitungssache zur Nachbestellung von zwei Exemplaren der "Frankfurter Zeitung" vom 3.11.1923, frankiert mit einer Marke der MiNr. 321 AP.



Dieser Beleg wurde 1996 (Damals ohne Michelbewertung) für 15.300 DM einschl. aller Zuschläge auf einer Auktion verkauft. Im Michel-Briefe-Katalog 2003 wurden dafür 10.000 Euro angesetzt.

Im Übrigen ist dies bis heute der einzig bekannte Beleg dieser Art.

Quelle: INFLA-Bericht 224

2. Zeitungssache zur Nachbestellung von zwei Exemplaren wiederum der "Frankfurter Zeitung" und ebenfalls vom 3.11.1923. Frankiert wurde hier mit einer Marke der MiNr. 321 BP.



Im Michel-Briefe-Katalog ebenfalls mit 10.000 Euro notiert. Allerdings sind mit dieser Frankatur bisher zwei Belege bekannt.

Quelle: INFLA-Bericht 225

Nun kann man trefflich darüber streiten, ob die Michelbewertungen zutreffend sind. Belege mit 321 AP gibt es deutlich mehr als solche mit 321 BP und in diesem Fall könnte man die Bewertung aufgrund der vorhandenen bekannten Exemplare als gerechtfertigt ansehen. Betrachtet man hingegen die
Relation der Mehrfachfrankatur (MeF) der 321 AP und 321 BP von 6,– zu 35,– Euro, könnte man auch zu anderen Schlüssen kommen.

Bei diesen beiden Belegen handelt es natürlich um ganz große Raritäten der Infla-Philatelie. Aber wie sieht es denn bei anderen Belegen aus?

Als Beispiel nenne ich einmal die Verwendung der MiNr. 318 AP für einen einfachen Fernbrief bis 29g in EF und MeF. In der PP 21 betrug das Porto 10 Millionen Mark, als EF häufig zu finden und bei Michel mit 3,– Euro bewertet. In der PP 22 bedurfte es dann zehn solcher Marken, Katalogwert für die MeF 4,– Euro plus 8 Einzelmarken je 1,70 Euro ergibt 17,60 Euro. In der PP 23 betrug das Porto dann 1 Milliarde Mark und für die Frankatur musste ein ganzer Bogen verklebt werden, Katalogwert für die MeF 4,– Euro plus 98 Einzelmarken je 1,70 Euro = 170,60 Euro. Zugegebenermaßen sind Briefe mit kompletten Bogen recht selten, aber es gibt sie.

Noch interessanter wird es aber bei der Bewertung von MeF Drucksachen, Orts- und Fernbriefen ab der 3. Gewichtstufe, denn solche muss man lange suchen.

Nach meiner Meinung sind einheitliche Bewertungskriterien nicht möglich, letztendlich ist es nur eine Frage, wieviel jemand bereit ist, für diesen oder jenen Beleg auszugeben.

Vorosterliche Grüße
Mümmel
 
Pete Am: 25.03.2016 00:08:56 Gelesen: 9947# 25 @  
@ 2huhu [#18]

Gibt es ein Register, in dem solche Raritäten erfasst werden?

Der Verein Infla-Berlin e.V. führt(e) ein derartiges Seltenheitsregister (Marken und Belege). Vor Jahrzehnten war es Usus, dass die geprüften Stücke einen entsprechenden Vermerk erhielten. Irgendwo in der Literatur zur Vereinsgeschichte wird dies auch vermerkt sein bzw. meine, dies in einem der Rundschreiben der vergangenen 10-12 Jahre gelesen zu haben.

Gruß
Pete
 
JoshSGD Am: 25.03.2016 08:50:59 Gelesen: 9931# 26 @  
Hallo Holger,

deine Initiative ist löblich und es ist mehr als umfangreich, was du dir da vorgenommen hast, eigentlich schon eine wissenschaftliche Arbeit. Aber jeder wissenschaftlichen Arbeit sollte ein tiefgehendes Quellenstudium vorangehen, denn da wäre dir auch das “Seltenheitsverzeichnis“ begegnet, auch viele Beispielbelege u.a. zur Rhein-Ruhr-Ausgabe etc. Die Infla-Berichte sind ebenfalls eine ergiebige Quelle. Ich denke, dass du ohne dem Studium ständig neue Baustellen öffnest und an Grenzen kommst, die eigentlich als solche nicht existieren und damit viel an Effizienz einbüßt.

Gruß
Josh
 
muemmel Am: 25.03.2016 12:31:07 Gelesen: 9889# 27 @  
Guten Morgen,

das von Pete erwähnte Seltenheitsverzeichnis von INFLA-Berlin hat es tatsächlich gegeben. Es wurden jedoch nicht automatische alle Seltenheiten in dieses Verzeichnis übernommen. Dies geschah gegen eine geringe Gebühr nur auf Antrag des Sammlers.

Die Unterlagen gingen im Februar 1945 bei einem Bombenangriff auf Berlin vollständig verloren, so dass heute lediglich noch in Sammlerhand befindliche Belege "überlebten".

Als INFLA-Berlin nach dem Krieg als Verein wieder zugelassen war, gab es Versuche, ein neues Seltenheitsverzeichnis zu erstellen, die aber letztlich im Sande verliefen.

Schöne Grüße
Mümmel
 
2huhu Am: 25.03.2016 14:12:03 Gelesen: 9872# 28 @  
Hallo,

vielen Dank für die vielen Hinweise. Ich habe doch gerade erst angefangen Belege zu registrieren. Trotzdem komme ich "schon" auf fast 2400 verschiedene Frankaturkombinationen. Das ist doch mal ein netter Grundstock. Ich werde diesen jetzt Stück für Stück ausbauen. Dazu gehört auch die Ergänzung aus anderen Quellen z. B. Seltenheitsregister (das mir natürlich nicht unbekannt ist).

Bei dieser Erfassung gehe ich wissenschaftlich und methodisch vor. Eine Quelle nach der anderen wird ausgewertet, bzw. manche andere Quelle wie z. Z. Auktionsplattformen im Internet bedürfen einer regelmäßigen Beobachtung. Es ist unmöglich, alle Belege zu bewerten. Dazu gibt es zu viele Belege nur als Einzelstück. Mir geht es nur darum, die häufiger vorkommenden EF und MeF zu bewerten. Das dürfte schon genug Arbeit sein. Ich gehe davon aus, dass es hier noch die eine oder andere Überraschung was die Seltenheit eines Beleges oder Frankatur angeht geben wird.

Eine Bewertung von Belegen von denen weniger als ca. 5 Stück bekannt sind, habe und hatte ich nie vor. Hierfür werden Liebhaberpreise bezahlt und dabei wird es auch bleiben.

Grüßle

Holger
 
2huhu Am: 27.03.2016 16:25:21 Gelesen: 9802# 29 @  
@ mümmel [#24]

Hallo,

vielen Dank für den interessanten Beitrag. Die beiden Belege mit den EFs der 50 Millionen habe ich bereits erfasst.



Von der 10 Millonen Mi. 318 habe ich bisher folgende Belege erfasst. Laut Michel wurde diese Marke am 19.10.1923 verausgabt. Es müsste also auch Belege mit ihr aus der 20. Periode existieren. Kann das jemand bestätigen, bzw. einen entsprechenden Beleg hier zeigen?



Als weiteres Beispiel möchte ich eine Übersicht mit den mir bisher bekannten Frankaturen der 5-Mark-Marken zeigen. Es gibt noch einige Lücken. Meldungen über Lückenfüller sind ausdrücklich erwünscht.

Grüßle

Holger
 
muemmel Am: 27.03.2016 18:24:49 Gelesen: 9783# 30 @  
@ 2huhu [#29]

Servus Holger,

was die MiNr. 318 AP betrifft, ist bislang das früheste Verwendungsdatum der 16.10.1923. In meinem Michel DSK 2012 steht das auch so drin. Leider ist es so, dass Onkel Michel nicht in der Lage ist, die entsprechenden Daten auch in den Briefe-Katalog zu übernehmen. Vor zwei Jahren hatte ich das bei der Redaktion angemahnt, ob es zwischenzeitlich umgesetzt worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis, mein Briefe-Katalog ist von 2005/06.

Und ja, ich habe in meiner Registratur Bilder von diesem Beleg, wobei ich erst noch ermitteln muss, woher diese stammen, bevor ich sie hier zeigen kann. Im Übrigen handelt es sich um einen R-Brief mit 4 Marken der 314 AP.

Schönen Gruß
Mümmel
 
2huhu Am: 27.03.2016 19:26:38 Gelesen: 9767# 31 @  
Hallo Mümmel,

in meinem Michel DSK 2014 steht bei der 318 AP das Datum 19.10.1923, und bei 318 BP der 26.10.1923.

Gibt es eine Übersicht mit alle bekannten Frühdaten der Inflamarken? Besonders interessieren mich die der Dientsmarken, hier ist der Michel sehr sparsam mit Daten.

Grüßle

Holger
 
Pete Am: 28.03.2016 10:22:19 Gelesen: 9723# 32 @  
@ 2huhu [#31]

Gibt es eine Übersicht mit alle bekannten Frühdaten der Inflamarken? Besonders interessieren mich die der Dientsmarken (hier ist der Michel sehr sparsam mit Daten).

Generell lesenswert und auch für deine Fragestellung durchaus hilfreich:

"Kohl-Briefmarken-Handbuch (Nachdruck), Deutsches Reich 1872-1925, Deutsche Kriegsmarken 1914-1918"

Das Original erschien in verschiedenen Auflagen in den 1920er Jahren, der Nachdruck kam 1954 heraus und wurde generell überarbeitet, d.h. zwischenzeitlich neu hinzugekommene Informationen als zusätzliche Fußnote in den Nachdruck aufgenommen. Das Buch ist laut über Google einsehbaren Angeboten (ebay/delcampe) antiquarisch für 20-25 Euro + Porto/Versand zu bekommen.

Als Info am Rande: Die Fortsetzung des Kohl-Handbuches (Deutsches Reich ab 1926) findet sich in Büchlein mit den Nummern B0; B1; B2; B3 und B4 der ArGe "Neues Handbuch der Briefmarkenkunde e.V." [1].

Mir ist keine aktuellere Zusammenstellung der Markenausgabedaten (kompakt in einem Band) bekannt; eventuell erschien in einem der Rundbriefe von Infla-Berlin eine aktuellere Übersicht?

Innerhalb der Buchreihe von Infla-Berlin e.V. erscheinen seit einigen Jahren sukzessive Bücher [2] mit vielen Detailinformationen zu einzelnen Markenausgaben aus der Inflation, wobei hier sicherlich zukünftig weitere Bücher veröffentlicht werden. Bisher erschienen die nachfolgenden Bände:

51: "Deutsche Inflation 1916-1923 Mi 98-118"
51-2: "Deutsche Inflation 1916-1923 Mi 119-128"
51-3: "Deutsche Inflation 1916-1923 Mi 129-138"
51-4: "Deutsche Inflation 1916-1923 / Die Dienstmarken der Bayernabschiedsausgabe des Deutschen Reiches D34-D51"
66-1: "Deutsche Inflation 1916-1923 / Die Germania-Ausgaben der Inflationszeit ab Mi.-Nr. 140 / Teil 1: Einführung"
66-2: "Deutsche Inflation 1916-1923 / Die Germania-Ausgaben der Inflationszeit ab Mi.-Nr. 140 / Teil 2: Marken und Belege Mi.-Nr. 140 bis 149"
66-3: "Deutsche Inflation 1916-1923 / Die Germania-Ausgaben der Inflationszeit ab Mi.-Nr. 140 / Teil 3: Marken und Belege Mi.-Nr. 150 - 157 und Mi.-Nr. 197 - 198".

Gruß
Pete

[1] http://www.neues-handbuch.de/files/01-INTERNET-NHB-Lieferliste-A-B-S-Reihe-02_03_2013.pdf
[2] http://infla-berlin.de/11_Buecher/Buecher.php
 
2huhu Am: 12.06.2016 14:21:05 Gelesen: 9208# 33 @  
Hallo,

nach längerer Pause mal wieder ein Beitrag von mir zu diesem Thema.

Einige Marken des Deutschen Reichs gibt es mit Wasserzeichen Rauten und Waffeln (z. B. # 158 - 176 und # 177 - 196). In den meisten Angeboten, die ich zu sehen bekomme, wird darauf kein Bezug genommen. Der Beleg wird ohne Angabe des Wasserzeichens oder er wird als "günstigere" Variante angeboten. In meiner Sammlung unterscheide ich zwischen den beiden Wasserzeichen.

Mich würde interessieren, wie das andere Sammler handhaben.

Grüßle
Holger Reichert
 
JoshSGD Am: 12.06.2016 17:44:59 Gelesen: 9183# 34 @  
@ 2huhu [#33]

Hallo Holger,

ich denke, jeder des Wasserzeichenserkennen mächtig ist, wird feststellen, um welches Wasserzeichen es sich handelt. Und wenn keine Angabe erfolgt, sollte man immer davon ausgehen, das es sich um das "günstigere" handelt. Und so schwierig ist das Erkennen eines Wasserzeichens auf Beleg auch nicht.

Für mich spielt das Wasserzeichen nur eine Rolle, wenn es unterschiedliche gibt. Ansonsten ist es nicht relevant.

Gruß
Josh
 
2huhu Am: 14.06.2016 20:53:45 Gelesen: 9134# 35 @  
@ josh

Hallo,

vielen Dank für deinen Kommentar.

Mich interessiert natürlich aber auch, ob andere Infla-Sammler zwischen den beiden Wasserzeichen unterscheiden oder ob nicht. Es wäre nett, wenn noch ein "paar" Sammler eine (kurze) Meinungsäußerung hier kund tun könnten.

Grüßle
Holger Reichert
 
Michael D Am: 14.06.2016 22:03:57 Gelesen: 9124# 36 @  
@ 2huhu [#35]

Ja, sicher unterscheide ich zwischen den beiden Wasserzeichen.

Gruß
Michael
 
2huhu Am: 15.07.2016 19:59:10 Gelesen: 8837# 37 @  
Hallo,

nach längerer Zeit mal wieder ein Beitrag von mir zu diesem Thema. Meine Forschungsarbeit schreitet voran; ich konnte mittlerweile über 3100 portogerechte EF und MeF´s registrieren. Auf der einen Seite füllen sich immer mehr Lücken bei den Standardbelegen, auf der anderen Seite kommen immer neue teils sehr "exotische" Versendungsarten dazu.

Offene Fragen gibt es natürlich auch noch einige wie zum Beispiel:



(# 214) Laut Michel gibt es von dieser Marke Einzelfrankaturen (Ausgabedatum: Juli 1922). Das einzigst war mir dazu einfällt, sind Inlands-Drucksachen 21-50 g und Orts-Postkarten jeweils um 5 Pfennig überfrankiert. Natürlich wäre auch eine Blindenschriftsendung 3,5-4 kg möglich.

Grüßle
Holger Reichert
 
erron Am: 16.07.2016 00:46:49 Gelesen: 8812# 38 @  
@ 2huhu [#37]

Blindensendung in der PP 8 wäre korrekt. Theoretisch als portogerechte EF wäre noch möglich: Auslandsdrucksache bis 50 Gramm und Drucksachenkarten in der PP 7.

Aber diese drei Verwendungsmöglichkeiten sind so selten wie karierte Maiglöckchen. Deshalb ist im Michel ja der Platzhalter -.- aufgeführt.

mfg

erron
 
2huhu Am: 16.07.2016 14:24:24 Gelesen: 8749# 39 @  
@ erron [#38]

Hallo erron,

laut Michel ist diese Marke im Juli 1922 erschienen. Das wäre in der PP 8. Eine Verwendung in PP 7 wäre nur möglich, wenn diese Angabe falsch ist. Gibt es in der Fachliteratur Angaben über das früheste bekannte Verwendungsdatum für diese Marke bzw. für alle Marken dieser Ausgabe?

Grüßle
Holger Reichert
 
erron Am: 16.07.2016 19:39:19 Gelesen: 8720# 40 @  
@ 2huhu [#39]

Von dieser Flugpostserie ist kein genaues Ausgabedatum bekannt. Denkbar wäre ein Ausgabedatum Ende Juni 1922, was anhand eines Beleges mit einer 3 Mark Marke dargestellt ist. Der Beleg wurde aktuell geprüft von Weinbuch mit Einwandfrei Infla Berlin.

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=94148#M3434

http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=484&id=550

Siehe auch bei Infla Berichte Folge 260 aus Dezember 2015.

http://www.infla-berlin.de/07_Berichte/ab2001.php

mfg

erron
 
2huhu Am: 17.07.2016 00:29:10 Gelesen: 8690# 41 @  
@ erron [#40]

Hallo,

vielen Dank für die Links. Nur weil die Marke zu 3 Mark schon im Juni verausgabt worden ist, heisst das noch lange nicht, dass auch die anderen Nennwerte schon im Juni an die Postschalter gelangt sind. Ich werde diese Marken mal im Auge behalten. Wenn es eine entsprechende Einzelfrankatur wirklich gibt, dann wird diese irgend wann mal auf einer Auktion auftauchen.

Dass nicht alle Angaben im Michel auf dem neusten Stand sind, finde ich schade. An dieser Stelle einen schönen Gruß nach Unterschleißheim!

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 18.08.2016 23:27:05 Gelesen: 8330# 42 @  
Hallo,

Ersttagsbriefe aus dem Deutschen Reich sind im Michel-Spezial von 1924 bis 1945 erfasst und bewertet. Die Katalogpreise sind teilweise ganz schön üppig. Für die Marken der Inflationszeit gibt es keine Bewertung. Einschränkend muss man dazu sagen, dass nicht bei allen Marken es offizielle Ausgabedaten gibt.



Beispiel für einen Ersttagsbrief vom 24.08.1923.

Gibt es in der Fachliteratur eine Bewertung für Ersttagsbriefe?

Sind für Belege aus der Hochinflation überhaupt hohe Zuschläge gerechtfertigt? Die Briefmarken sind an die Schalter ausgeliefert und sofort verwendet worden.

Grüßle
Holger Reichert
 
HWS-NRW Am: 19.08.2016 00:05:51 Gelesen: 8323# 43 @  
@ 2huhu [#42]

Also ich finde gerade Bedarfsbriefe der Inflationszeit bzw. der Hochinflation, die an einem "ersten Verwendungstag" gelaufen sind, hoch interessant, faszinierend und denke, daß der ernsthafte Sammler dafür gerne auch einen höheren Preis als im MICHEL gelistet zahlen wird.

mit Sammlergruß
Werner
 
2huhu Am: 11.03.2018 13:59:27 Gelesen: 1291# 44 @  
Hallo,

es ist an der Zeit dieses Thema mal wieder zu beleben. Ich bin fleissig am Forschen und Registrieren und habe bis heute über 4100 Einzel- und Mehrfachfrankaturen erfasst.

Von 4 Marken habe ich leider bisher noch keine einzige Frankatur zu Gesicht bekommen.



#211 #263 #264 und #D 83.

Ich hoffe, dass mir jemand da weiter helfen kann.

Grüßle
Holger Reichert
 
inflamicha Am: 11.03.2018 15:50:52 Gelesen: 1264# 45 @  
Hallo Holger,

die 4 Marken wirst du als Einzelfrankatur wohl nicht finden, zumindest nicht ohne Nachportoerhebung (und dann ist es ja keine richtige Einzelfrankatur). Du wirst keine einzige Portostufe finden, die bei Erscheinen der jeweiligen Marke eine EF ermöglicht hätte. Zur D 83 ist ein passender Beitrag im letzten Infla-Bericht. Diese Marke wurde demnach zu spät an die Dienststellen verteilt als dass man eine einzelne Marke portodeckend hätte verwenden können.

Gruß Michael
 
2huhu Am: 12.03.2018 19:15:27 Gelesen: 1233# 46 @  
@ inflamicha [#45]

Hallo,

dass es von diesen Marken keine Einzelfrankaturen gibt war mir klar. Nur, wie sieht es mit Mehrfachfrankaturen aus? Ist in dem Bericht über die D 83 auch ein Frühdatum genannt? Werden Mehrfachfrankaturen vorgestellt?

Grüßle
Holger Reichert
 
inflamicha Am: 12.03.2018 19:53:09 Gelesen: 1225# 47 @  
@ 2huhu [#46]

Hallo Holger,

sie werden als vorhanden erwähnt, aber sind äußerst selten. Gezeigt werden dagegen 2 Mischfrankaturen mit normalen Freimarken, die etwas häufiger zu finden sind.

Gruß Michael
 

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