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Thema: Antarktis
Das Thema hat 45 Beiträge:
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Mondorff Am: 11.07.2017 18:57:10 Gelesen: 10421# 21 @  
Beleg von einer US-Antarctic-Station mit Stempeln vom 22. Juni 1975 und vom 2. November 1975:



Rückseitig angebrachter Ankunftstempel/Maschinenstempel U.S. Postal Service NY vom 26. November 1975.

Schönen Gruß
DiDi
 
Fips002 Am: 12.07.2017 12:20:31 Gelesen: 10391# 22 @  
Die GANOVEX (German Antarctic North Victoria Land Expedition) war die erste selbständige deutsche Land-Expedition in der Antarktis seit über 40 Jahren.
Die geologische Erforschung von Nord-Victoria-Land wurde in Hinblick auf geologische Zusammenhänge mit Süd-Australien durchgeführt. Für die Expedition wurde das Schiff "Schepelsturm" von der Deutschen Dampfschifffahrtsgesellschaft "Hansa" in Bremen gechartert.

Die BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) organisierte für ihre Expedition GANOVEX einen philatelistischen Dienst. Es konnten zwei Briefe an die BGR eingesandt werden.

Ich zeige einen Brief aus Timaru/Neuseeland vom 6.12.1979 und einen Brief mit deutscher Frankatur als Paquebot-Beleg am 26.februar 1980 in Timaru aufgegeben.
Post gibt es von Timaru 6.12.79, 26.2.80 und 28.2.80. Von der neuseeländischen Antarktisstation "Scott Base" vom 24.12.1979, 26.12.79 und 07.02.80, sowie von der amerikanischen Station "McMurdo" (US Navy 96692) 27.12.79, 28.12.79 und 29.12.79; auch von Hannover am 20.3.1980.



Gruß Dieter
 
Ron Alexander Am: 12.07.2017 15:22:53 Gelesen: 10375# 23 @  
Und noch ein Beleg, von der FS.Polarstern nach Longyear. Befördert mit Helicopter D-HAST vom Typ AS-355E:


 
Fips002 Am: 12.07.2017 15:54:17 Gelesen: 10370# 24 @  
@ Ron Alexander [#23]

Hallo Ron Alexander,

Du zeigst Belege von der "Polarstern" vom Arktis-Einsatz.

Longearbyen, früher Advent-Bay, ist die Hauptstadt von Spitzbergen.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 13.07.2017 18:54:13 Gelesen: 10324# 25 @  
Ich zeige einen Brief mit Stempel Courtenay Place 18.11.1981.

Zur Fortsetzung der Expedition CANOVEX 1979/80 richtete die BGR eine zweite Expedition in das Nord-Victoria-Land aus. Die 3 Tonnen Gesteinsproben der ersten Expedition konnten nicht beweisen, dass einst der Superkontinent Godwana mit dem heutigen Kontinent Australien und Antarktika verbunden gewesen waren. Das Expeditionsziel lautete: Geologische, petrologische und geochemische Untersuchungen im zentralen und nördlichen Teil des Nord-Victoria-Landes.

Gechartert wurde das MS "Gotland II", welches beim Aufbau der Georg-von-Neumayer-Station eingesetzt war. Neben den 13 deutschen Wissenschaftlern nahmen je 1 neuseeländischen und australischer Wissenschaftler, ein kanadisches Hubschrauberteam und 16 Besatzungsmitglieder der "Gotland II" teil.

Am 17.12.1981 machte "Gotland II" am Schelfeis der Yule-Bucht fest. Von den kanadischen Piloten wurde sofort die Ausrüstung zur 100 km entfernten Lillie-Marleen-Hütte ausgeflogen. Driftente Packeisschollen drückten das Schiff gegen das Schelfeis und beschädigten es stark. Die "Gotland II" musste aufgegeben werden. Mit wertvollen wissenschaftliche Ausrüstung ging sie am 18.12.1981 unter.

Polarpostsammler konnten wieder 2 Belege aufgeben.

Post ist bekannt von Durham House, Wellington und Courtenay Place/Neuseeland, von Scott Base und von der McMurdo-Station.



Gruß Dieter
 
Ron Alexander Am: 14.07.2017 16:55:09 Gelesen: 10290# 26 @  
CCCP
10 Jahre Station Wostok in der Antarktis
Leningrad Postamt

Auf dem Brief befindet sich Michel-Nummer 3182


 
Fips002 Am: 03.08.2017 21:13:58 Gelesen: 10081# 27 @  
Brief von Christchurch 29.Januar 1968 nach Blenheim/Neuseeland, freigemacht mit 3 c Marke von Ross Dependency.

Von der US-Navy wurde von Oktober 1965 bis Februar 1972 die amerikanische Forschungs- und Wetter Station BROCKTON in den Sommermonaten betrieben.

Die Station befand sich im Zentrum des Ross Ice Shelf auf 80°01´S und 178°02´W.

Der runde schwarze GENERAL OPERATION DEEPFREEZE CACHET und der Zweizeiler BROCKTON STATION/ANTARCTICA kam auf der Station zum Einsatz.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 23.08.2017 18:11:04 Gelesen: 9688# 28 @  
Ich zeige zwei Briefe von der US-Marineflugstaffel VXE-6.

Die US-Marineflugstaffel VXE-6 Antarctic Development Squadron Six war vom 17.Januar 1955 bis zum 17.Februar 1999 im Einsatz. Ihre Aufgabe war insbesondere die Versorgung der US-Stationen in der Antarktis. Ihre Flugrouten waren: Christchurch-McMurdo, McMurdo-South Pole, McMurdo-Byrd Station, McMurdo-Siple und McMurdo-Dome C.

Im Februar 1999 machte die letzte Transportmaschine (Herkules C-130) der Antarktis-Versorgungsstaffel VXE-6 ihren letzten Flug von Christchurch über McMurdo zum Südpol und zurück. Die US-Marineflieger haben sich aus der Antarktis verabschiedet und die Luftwaffe hat ihre Aufgaben voll übernommen.



Brief von der Antarktisstation McMurdo zur Station Siple und Byrd. Die Byrd Station der USA in Westantarktika wurde 2004/05 aufgegeben. Die Siple Station wurde 1973 gegründet.



Brief von der Station McMurdo zur Südpol Station. Die McMurdo Station hatte die Bezeichnung FPO 96692 MCM Antarctica.

Gruß Dieter
 
Altmerker Am: 24.08.2017 14:31:30 Gelesen: 9659# 29 @  


Ein Beleg vom Arbeitskreis Polarpost aus Erfurt noch aus DDR-Zeit, mir gefiel der feine Stempel immer, weil er so etwas von Reisen um die ganze Welt ausdrückte.

Gruß
Uwe
 
Fips002 Am: 27.08.2017 17:55:20 Gelesen: 9614# 30 @  
Ich zeige ein Radiogramm/Telegramm aus meiner Sammlung an den Leiter der 1.DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 5.Sowjetischen Antarktis Expedition (1959/1961).

Dieses Radiogramm ist das Einzige bekannte Telegramm an die Expeditionsgruppe. Im Buch von Gerhard Trögel - Deutsche Demokratische Republik in der Antarktis- ist dieses Radiogramm auf Seite 15 abgebildet.

Bis zum Aufbau eines eigenen Forschungslabors nahmen Wissenschaftler und Techniker ab 1959 an den sowjetischen Antarktisexpeditionen teil.

Postalische Verbindungen mit der Heimat gab es kaum und folglich sind auch nur wenige Poststücke bekanntgeworden. Sammlerpost wurde erst ab 1965 zugelassen.

Im November 1959 reisten Dr. Skeib und die beiden Aerologen Kolbig und Popp mit dem Polarschiff "Kooperazija" in die Antarktis.



Polarschiff "Kooperazija"



Radiogramm/Telegramm von Potsdam an Dr. Skeib, Antarktis, Station Mirny.

Die Hauptaufgabe der 1.DDR-Expeditionsgruppe war die Untersuchung des Strahlenhaushaltes der antarktischen Inland Eisfläche. In der meteorologischen Station von Mirny brach in der Nacht vom 2. auf dem 3. August 1960, während eines Schneesturmes, ein Feuer aus. Acht Forscher, darunter auch der deutsche Aerologe Christian Popp, kamen ums Leben.

Gruß Dieter
 
wajdz Am: 30.11.2017 18:25:39 Gelesen: 8540# 31 @  
@ Fips002 [#30]

In Vorbereitung des Internationalen Geophysikalischen Jahres führte die Sowjetunion 1955-1956 ihre erste Antarktis-Expedition durch. Am 30.11. 1955 verließ das Dieselelektroschiff „OB“ mit der ersten Epeditionsgruppe den Hafen von Kaliningrad. Zwei Wochen später, am 15.12.1955, folgte das zweite Schiff, das Dieselelektroschiff „LENA“

Die 1956 eröffnete russische Mirny-Station (russisch Мирный für „friedlich“) ist eine Forschungsstation an der zur Davissee angrenzenden Küste des ostantarktischen Königin-Marie-Lands. Sie liegt auf dem Mabus Point, dient als Hauptbasis für die 1.400 km im Inland positionierte Wostok-Station. Die Zwischenstation „Komsomolsk“ wurde inzwischen aufgegeben.

MiNr 1891



Die Verhältnisse, unter denen die russischen Forscher nach dem Ende der SU arbeiten, werden in einem GEO- Artikel aus dem Jahr 2004 geschildert [1].

MfG Jürgen -wajdz-

[1] http://www.geo.de/natur/10446-rtkl-antarktis-der-treck-der-verwegenen
 
bignell Am: 30.11.2017 18:37:07 Gelesen: 8536# 32 @  
@ Fips002 [#30]

Hallo Dieter,

hübsch finde ich bei dem Radiogramm, dass man erkennen kann, dass es von jemand getippt wurde, dessen "Mutterschrift" kyrillisch ist, es wurde mehrfach p statt r gesetzt (kyrillisch P = lateinisch R).

Lg, harald
 
Fips002 Am: 01.12.2017 18:42:35 Gelesen: 8458# 33 @  
@ bignell [#32]

Hallo Harald,

Du hast es richtig erkannt. Das lateinische -r- in kyrillisch -p-, wurde von einem sowjetischen Funker in der Radiostation Mirny gesetzt.

Alle Telegramme aus der DDR in die Antarktis liefen über das Vermittlungspostamt Moskau 727 von- und nach Mirny.

Die weitaus häufiger benutzte Verbindung mit der Heimat erfolgte über die Radiostation von Mirny. Wenn es die Wetterlage zuließ, wurde über Kurzwelle Kontakt mit Moskau aufgenommen. In Mirny erfolgte die Aufzeichnung durch sowjetische Funker auf Radiogramm Formularen, die besonders für die Verwendung in der Antarktisstation Mirny gedruckt wurden.

Gruß Dieter
 
wajdz Am: 01.12.2017 18:48:46 Gelesen: 8454# 34 @  
@ wajdz [#31]

Zum Internationalen Geophysikalischen Jahr 1959 aus einer 3 Werte-Serie die MiNr 2260 mit einer Forschungsstation vor der Antarktiskarte.

MiNr 2260



MfG Jürgen -wajdz-
 
Fips002 Am: 05.12.2017 19:09:29 Gelesen: 8396# 35 @  
Heute von mir drei Briefe von der Antarktisstation "Georg Forster" der DDR. Da die Antarktisforschungen der ehemaligen DDR vielen unbekannt war, stelle ich diese Aktivitäten kurz vor.

Seit 1959 nahmen Wissenschaftler und Techniker aus der DDR an den sowjetischen Antarktisexpeditionen teil. Die eigenständigen wissenschaftlichen Aufgabenstellungen der DDR-Gruppen innerhalb der sowjetischen Antarktisexpeditionen (SAE) wurden in enger Abstimmung mit dem Komitee für Antarktisforschung und dem Arktischen und Antarktischen Forschungsinstitut der UdSSR durchgeführt. Bis 1977 konnten zusätzlich eigene wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt werden. Mit der Errichtung des DDR-Forschungslabors 1977 in der Nähe der sowjetischen Station Nowolasarewskaja wurden Arbeiten im Auftrag der Akademie der Wissenschaften der DDR durchgeführt. Die Forschungen in der Schirmacher-Oase bezogen sich hauptsächlich auf glaziologische, atmosphärische und mineralogiasche Untersuchungen. Seit 1979 wurden in Nowolasarewskaja geomagnetische und in der Nähe der sowjetischen Station Bellingshausen umfangreiche biologische Forschungen an Vögeln und Robben durchgeführt. Mit Wirkung vom 1.Juli 1987 wandelte die Akademie der Wissenschaften der DDR ihr Basislaboratorium in der Schirmacher-Oase in eine selbständige Forschungsstation der DDR um. Die Station erhielt den Namen "Georg Forster". Ein eigener Stationsstempel kam zum Einsatz.



Akademiebrief mit Stationsstempel von der Eröffnung der Station am 01.5.1988, sowie Nebenstempel der Expedition und vom Amadeurfunker Dr. Volker Strecke, Teilnehmer der Expedition



Expeditionsbrief mit Stationsstempel von der letzten Stunde der DDR am 02.10.1988-24 Uhr.

Forschungen wurden u.a. zur Aeroldichte durchgeführt. Leiter der Station während der 3.Antarktisexpedition der DDR war Dr. Schlosser.



Der Brief wurde mit dem Stationsstempel eine Stunde nach der Wiedervereinigung, 03.10.1988-01 Uhr, abgestempelt. Die Bezeichnung "DDR" erscheint nicht mehr im Stempel, aber noch im Nebenstempel. Cachet vom 1. Besuch des Polarforschungsschiffes des AWI-Wilhelmshaven in der "Georg Forster" Station.

Zur Wiedervereinigungsfeier nahmen Forscher der sowjetischen Station Nowolasarewskaja und der indischen Station "MAITRI" teil. Verbindung mit dem Frauenteam der "Georg v. Neumeyer" Station erfolgte über Funk.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 19.12.2017 21:20:56 Gelesen: 8139# 36 @  
Heute wieder zwei Belege aus meinem Exponat zur DDR-Antarktisforschung.

Ich zeige ein Originaltelegramm vom DDR-Wissenschaftler Dr.Peter Glöde aus der sowjetischen Antarktisstation Mirny, 31.3.1961, über Moskau Radio an seine Angehörigen nach Kühlungsborn, Ostseebad.

Der Brief wurde als Erstflug einer IL-!8 am 15.12.1961 von Moskau zur Antarktisstation Mirny geflogen.

Die 2. Antarktisgruppe der DDR, bei der 6. Sowjetischen Antarktis Expedition (1960 - 1962), bestand aus 3 Forschern: Dr. Peter Glöde, Stephan Klemm und Otto Schulze.

Neben den wissenschaftlichen Arbeiten in der Station Mirny, gehörte die Errichtung der neuen Antarktisstation Nowolasarewskaja und der Bau zweier Landebahnen in Mirny für den 1. Direktflug Moskau nach Mirny am 15.Dezember 1961.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 09.01.2018 20:54:54 Gelesen: 7465# 37 @  
Brief vom Biologen Mathias Kelch aus der sowjetischen Antarktisstation Bellingshausen.

Beim Besuch des amerikanischen Forschungsschiffes "HERO" in Bellingshausen wurde der Brief mitgegeben, In Hanover/USA am 17.12.1983 gestempelt und nach Berlin befördert.

Mathias Kelch nahm in der Sommersaison in Bellingshausen während der 18. DDR-Gruppe am Biologenprogramm, Erfassung der Brutkolonien und der Registrierung der Riesensturmvögel, teil.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 22.01.2018 20:40:11 Gelesen: 6925# 38 @  
7. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 14. Sowjetischen Antarktis Expedition 1968-1970.

Die Physiker der 7. DDR-Antarktis Expeditionsgruppe Dr. Driescher, Diederich und Messerschmidt, fuhren mit MS "Professor Subow" an die Packeisgrenze und von dort mit MS "Ob" nach Mirny.

Während der langsamen Fahrt des Motorschiffes "Ob" durch das Packeis wurde mit den Entladearbeiten begonnen.

Am 5.1.1969 trafen die deutschen Forscher in der sowjetischen Station Mirny ein. Die drei Physiker nahmen ihre Arbeiten auf und überwinterten auch dort.

Klaus Diederich stürzte am 17.7.1969 an einer Eisbarriere ab und starb an inneren Verletzungen.



Radiogramm von Potsdam nach Mirny



Anfang Januar 1970 wurden die deutschen Wissenschaftler mit einer "AN-2" von Mirny zur MS "Professor Wiese" geflogen und traten die Heimreise an.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 25.01.2018 19:51:37 Gelesen: 6581# 39 @  
Heute zeige ich einen Brief von der 19. japanischen Antarktisexpedition (JARE 19) 1977 - 1978.

Die Expedition verließ Tokio im November 1977 mit dem Eisbrecher "Fuji" und kam Ende Dezember 1977 in der Station Showa an. Die Rückkehr nach Tokio erfolgte am 28. April 1979.

An dieser Expedition nahmen 40 Teilnehmer teil.

Wie schon bei den vorherigen Expeditionen, wurden wieder Tests mit Forschungs-Raketen durchgeführt. Ebenfalls war eine Gruppe von Meteoritensuchern unterwegs. Entwertet wurden die Marken auf dem Brief mit dem Zweikreisstempel mit japanischen Randinschrift: Auf der Showa Base, unten Uhrzeit, in der Mitte Datum nach japanischer Zeitrechnung Jahr-Monat-Tag.

Datum: 53.1.1. = 1.1.78.

Des weiteren wurde der Nebenstempel (Cachets) der Expedition abgeschlagen. Im unteren Bogen des kleinen Stempel befindet sich eine Uhrzeitangabe. Es sind 4 verschiedene Uhrzeiten einstellbar: 0-8, 8-12, 12-18 und 18-24.

Egal ist es zu welcher Tageszeit die Post in der Antarktis gestempelt wurde, da die gesamte Post erst in Tokio in den Postverkehr kam. Die Post liegt bis zur Rückfahrt auf der Station oder auf dem Eisbrecher.





Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 04.02.2018 18:33:23 Gelesen: 5646# 40 @  
Ich zeige einen Beleg von der 8. indischen Antarktisexpedition 1988-1989. Am 29.11.1988 startete die Expedition mit 100 Wissenschaftlern und 80 Militärangehörige an Bord des Charterschiffes "Thuleland" in Richtung Antarktis.

Die Hauptaufgabe war der Aufbau der neuen Station Maitri. An den wissenschaftlichen Arbeiten in der Station Dakshin Gangotri beteiligten sich Wissenschaftler des National Geophysical Institute, des Indian Institute of Geomagnetism, des National Institute of Oceanograhy, des Indian Meteoroloical Institute sowie der University in Hyderabad.

Die 1. Indische Antarktisexpedition startete von der Öffentlichkeit unbemerkt 1982, unter dem Codenamen "Operation Gangotri" mit dem norwegischen Polarschiff "Polarsirkel".

Die Station "Dakshin Gangotri" wurde im Südwinter 1990 geschlossen.



Karte mit zwei Nebenstempel der Expedition und Stationsstempel Dakshin Gangotri 26.1.1989.



Station Maitri in der Nähe der russischen Station Nowolasarewskaja



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 18.02.2018 10:46:56 Gelesen: 5175# 41 @  


Forschungsschiff "Ob" Sowjetische Stationen Raupenschleppfahrzeug "Charkowtschanka"



13.05.1972 Telegramm von Artur Zielke aus der sowjetischen Station Molodejnaja, über Moskau Radio, nach Dresden. 8. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 17. Sowjetischen Antarktis Expedition (1971 - 1973). Nach zweijähriger Pause beteiligten sich wieder sieben deutsche Forscher an den Antarktisexpeditionen der Sowjetunion. Artur Zielke nahm vom 08.04.1972 bis 09.05.1972 an der Schlittenreise teil. Es wurden Vermessungsstrecken auf dem Inlandeis festgelegt, um das Fließen der Eisdecke zu ergründen.
 
Fips002 Am: 10.03.2018 14:15:07 Gelesen: 4912# 42 @  
Brief mit Stempel von der australischen Antarktisstation MAWSON vom 01.März 1985 mit Nebenstempel der Station und Nebenstempel von der Jungfernreise des deutschen Motorschiffes "ICEBIRD".

Das Schiff wurde in der ersten Oktoberhälfte 1984 in Dienst gestellt und von der australischen Regierung für ein halbes Jahr gechartert.

In der Saison 1984/85 setzte Australien zur Versorgung seiner drei Stationen MAWSON, DAVIS und CASEY und für MARQUARIE das damals modernste Spezialschiff MS "ICEBIRD" (Eisvogel) ein.



Die "Icebird" ist ein Schiff mit sehr großer Lecksicherheit, daher auch für Personentransporte geeignet, Länge 109 m Breite 18,90 m.



Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 05.05.2018 20:36:11 Gelesen: 4122# 43 @  
Ich zeige ein Brief aus der sowjetischen Antarktisstation Bellingshausen.



Adeliepinguin - Zügelpinguin - Eselpinguin

Im Bereich der Station Bellingshausen kommen drei Pinguinarten vor. jedes Nest wird registriert.



Brief mit Stationsstempel vom 20.03.1989 und Nebenstempel mit Hinweis auf das biologische Programm. Der Brief wurde vom Biologen Jan Naumann signiert. Seit Beginn ihrer Forschungstätigkeit im Jahre 1979 haben DDR-Biologen die Pinguinkolonien auf der Insel Ardley beobachtet. Jährlich wurde zur Brutzeit eine Totalzählung aller Brutpaare vorgenommen.

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 25.05.2018 21:36:42 Gelesen: 3665# 44 @  
Zwei Briefe von dem Luftentwicklungs-Geschwader Sechs - Antarctic Development Squadron Six. Sie wurde am 17. Januar 1955 als Air Development Squadron Six (VX-6) gegründet. Die Mission bestand darin, Operationen zur Unterstützung der Operation Deep Freeze durchzuführen. Am 1. Januar 1969 wurde das Geschwader umbenannt in Antarctic Development Squadron Six (VXE-6). Von der amerikanischen Antarktisstation McMurdo unternahm sie Langstrecken Erkundungsflüge. Das Geschwader transportierte auch Menschen und Materialien, z.B. für den Bau der Little America Base, der ersten Südpolstation.

Zur Unterstützung der Operation Deep Freeze wurden vom Geschwader verschiedene Flugzeuge eingesetzt, wie die Lockheed LC-130 Hercules. Die mit Ski ausgerüstete LC-130 Hercules, mit großer Reichweite und hoher Belastbarkeit während der Operatioen Deep Freeze, wurde ab 1961 eingesetzt. Die Operation Deep Freeze 1999 war die letzte Einsatzsaison von VXE-6 zur Unterstützung der United States Antarctic Programme.

Nach Abschluss der Sommerarbeiten in der Amundsen-Scott Südpolstation kehrten die letzten drei LC-130 R Hercules von VXE-6 zur Naval Station Point Mugu, Kalifornien zurück. Das Geschwader wurde am 1. April 1999 aufgelöst.



Flug von der Station McMurdo zur Siple- und Byrd-Station am 18. November 1978 mit Hercules LC-130. Entwertet wurde die Marke mit Stempel U.S. NAVY, FPO (Fleet Post Office) 96692 MCM (McMurdo) ANTARCTICA/ 21 November 1978



Flug von McMurdo zur Südpolstation am 12. Januar 1984 mit LC-130

Gruß Dieter
 
Fips002 Am: 06.06.2018 20:58:52 Gelesen: 2012# 45 @  
11 DDR-Wissenschaftler nahmen als 15. DDR-Antarktisgruppe bei der 25. sowjetischen Antarktisexpedition von 1979 bis 1981 teil. In der Basisstation Nowolasarewskaja überwinterten 5 Wissenschaftler. 6 Wissenschaftler forschten in der Sommersaison in den sowjetischen Stationen "Druschnaja", "Mirny", "Nowolazarewskaja", "Molodeschnaja" und in "Bellingshausen".

Die Überwinterer der 15. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe reisten im antarktischen Herbst 1981 mit MS "Kapitän Markow" von Kap Ostry über Molodeschnaja, Kapstadt und Las Palmas nach Rostock.



Telegramm vom Wissenschaftler Hans-Jürgen Fischer, von der Überwinterungsgruppe, aus der Basisstation Nowolasarewskaja , über Moskau nach Waltershausen. Gerichtet ist das Telegramm an Dr. Hartwig Gernandt. Dr. Gernandt forschte in der Sommersaison in den Stationen Mirny, Molodeschnaja und Nowolasarewskaja.



Sonderbrief mit Stationsstempel der Basisstation Nowolasarewskaja vom 11.11.1980 und Nebenstempel von der Überwinterungsgruppe. Der Brief ist signiert von den 5 Wissenschaftlern.

Die Geomagnetiker konnten mit neuentwickelten DDR-Geräten die drei Komponenten des Erdmagnetfeldes (Nord-, Ost- Vertikalkomponente) in Nowolasarewskaja messen.

Dieter
 

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