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Thema: Antarktis
Das Thema hat 118 Beiträge:
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Fips002 Am: 04.05.2021 20:06:56 Gelesen: 52650# 94 @  
Brief aus Nowolasarewskaja 29.1.1983 von der 17. DDR Antarktis Gruppe nach Erfurt und aus Molodeschnaja 24.3.1983 nach Dresden.

Während der 27. sowjetischen Antarktisexpedition 1981-1983 wurden von er 17. DDR-Gruppe Messungen des Magnetfeldes in der Schirmacher Oase durchgeführt.

Frank Habendorf war für das Ionosphärenprogramm verantwortlich und nahm auch an der Messfahrt auf dem Inlandeis teil.

Zwei Expeditionsnebenstempel wurden verwendet. Von mir wurde wieder ein Nebenstempel für die Expedition 1981-1983 entworfen und von der Akademie in Potsdam der DDR-Expedition für ihre Post aus der Antarktis übergeben.



Dieter
 
Fips002 Am: 30.05.2021 21:20:21 Gelesen: 51816# 95 @  
Telegramm und Brief von der 16.DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe an der 26.sowjetischen Expedition.

In der sowjetischen Antarktis Station Nowolasarewskaja forschten 6 DDR Forscher. Der Brief wurde am o5.01.1981 in der Station Molodeschnaja gestempelt und war nach Leningrad gerichtet, Ankunft nach Rückkehr des Expedition Schiffes Kapitän Markow am 20.06.1981 in Leningrad.



Telegramm vom Forscher Harry Prippernau aus Nowolasarewskaja nach Lindenberg an Dr. Hartwig Gernandt, Aerologisches Observatorium. Dr.Gernandt war Leiter der 11.DDR-Antarktisgruppe.



Die 16. Gruppe fuhr mit dem Motorschiff "KAPITÄN MARKOW" in die Antarktis. Schwerpunkt der Expedition waren wiederum geomagnetische Feldmessungen, wobei die lokalen Messungen der 25. Sowjetischen Antarktis Expedition wiederholt wurden.

Dieter
 
Fips002 Am: 13.06.2021 17:13:24 Gelesen: 51252# 96 @  
Telegramm aus Dresden an den Meteorologen Jochen England in der sowjetischen Antarktisstation "MIRNY" vom 20.April 1962.

Drei Wissenschaftler der 3. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe nahmen an der 7. Sowjetischen Antarktis Expedition 1961 - 1963 teil. Sie reisten zusammen mit ihren sowjetischen Kollegen an Bord der "Kooperazija" zur Antarktis und erreichten am 01.01.1962 die sowjetische Hauptstation "MIRNY".

Joachim England nahm seinen Dienst als Meteorologe im Wetterbüro "MIRNY" auf.

Während der Reise durch den Atlantik führten die sowjetischen Forscher an Bord der "Kooperazia Meeresforschungen durch. Joachim England beteiligte sich daran als Wolkenfotograf.



Dieter
 
skribent Am: 18.06.2021 14:14:24 Gelesen: 51136# 97 @  
Guten Tag,

2009 jährte sich der Antarktisvertrag zum 50. Mal.

Das Dokument trat am 1. Dezember 1959 nach seiner Ratifizierung durch 12 Staaten in Kraft. Hauptzweck des Vertrags ist die friedliche Erforschung der Antarktis im Interesse der gesamten Menschheit, er sieht die Freiheit der wissenschaftlichen Forschung vor und fördert die internationale Zusammenarbeit.



Russland - Mi.-Nr.: 1611 vom 30. November 2009 zum Anlass "50 Jahre Antarktisvertrag", entwertet mit Ersttagsstempel vom gleichen Tag im Postamt 101000 MOSKAU

Abgebildet auf dem Sonderwertzeichen sind die Attribute der russischen Antarktisforschung: das Geländefahrzeug Kahrkivchanka-2, eine meteorologische Sonde, eine Solarbatterie, eine automatische meteorologische Station, vor dem Hintergrund der Antarktisumrisse (wie beim Ersttagsstempel) und der Flagge der Russischen Föderation.

Der Text auf dem FDC und dem SSt. lautet: Der Antarktisvertrag ist 50 Jahre alt.

Zur 60. Wiederkehr hat die Post Russlands kein Sonderpostwertzeichen verausgabt.

MfG >Franz<
 
Fips002 Am: 30.06.2021 20:58:20 Gelesen: 50729# 98 @  
"Georg Forster" Stationsstempel

Von der "Georg Forster" Station existieren vier verschiedene Typen. Davon waren zwei Stempel Typ 1 und Typ 2 auf der Station im Einsatz. Die anderen Exemplare befanden sich beim "Ministerium für Post- und Fernmeldewesen der DDR" in Berlin.

In den "Verfügungen und Mitteilungen" des MPF der DDR Nr.11 vom 18.11.1987 wurde angekündigt, dass mit dem Stationsstempel keine Gefälligkeitsstempelungen durchgeführt werden. Es wurden aber trotzdem die Typen 3 und 4 in Berlin eingesetzt.

Diese Briefe blieben solange in Berlin bis die Expeditionspost aus der Antarktis mit den Typen 1 und 2 zurückkam. Es sollte der Anschein erweckt werden, diese Briefe wurden in der Antarktis gestempelt.

Nach der Wiedervereinigung wurden die Typen 1 und 2 nicht mehr verwendet, sondern nur noch die aptierten Typen 3 und 4 als Typen 5 und 6 in der Antarktis.



Akademie brief mit Staionsstempel von der Eröffnung der Station, sowie Nebenstempel der Expedition und vom Funker Dr.Volker Strecke.

Merkmale Typ 1- Abstand zwischen Rand und "g" 1 mm, Kragenfalte endet vor der Kragenecke.



Das offiziell als Zweite Antarktisexpedition der DDR bezeichnete Unternehmen war die bis dahin umfangreichste deutsche Präsenz in der Schirmacher-Oase. An ihr beteiligten sich 15 Wissenschaftler und Techniker.

Merkmale Typ 2 - Abstand zwischen Rand und "ANTARKTISSTATION" 2 mm, der Fuß von "g" geht in den Rand über, Kragenfalte endet vor der Kragenecke.



Stempel Typ 3 von der feierlichen Eröffnung der Station am 1. Mei 1988 um 13 Uhr. Gefälligkeitsstempel in Berlin.

Merkmale - Abstand zwischen Rand und ANTARKTISSTATION 1,5 mm, Abstand zwischen Rand und "g" 1,4 mm, Kragenfalte geht über die Kragenecke hinaus.



1.Besuch des Polarforschungsschiffes des AWI-Wilhelmshaven in der "Georg Forster" Station. Der Brief wurde mit dem Stationsstempel eine Stunde nach Wiedervereinigung abgestempelt.

Mit der Bezeichnung "DDR" ist der Gefälligkeitsstempel Typ 4.

Die Typen 3 und 4 wurden aptiert und nach der Wiedervereinigung als Typen 5 und 6 in der Station verwendet.

Dieter
 
Fips002 Am: 10.07.2021 19:30:24 Gelesen: 50340# 99 @  
Brief von der US-Marineflugstaffel VXE-6, geflogen am 21.November 1977 von der amerikanischen Antarktis Station Mc.MURDO zur Station SIPLE.

Der letzte Flug wurde im Februar 1999 mit der Transportmaschine Herkules C-130 der Antarktis Versorgungsstaffel VXE-6 durchgeführt.

Diese Flüge werden nur noch von der Luftwaffe übernommen.



Dieter
 
Fips002 Am: 07.10.2021 17:10:59 Gelesen: 48038# 100 @  
3. DDR-Antarktisexpedition 1990-1991



Sonderbrief mit Stationsstempel vom 26.05.1990 und Besuchsnebenstempel des Forschungsschiffes "Polarstern".



Dienstbrief des VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme mit Stationsstempel 01.01.1990, signiert vom Kameramann Joachim Roth.

Es wurden Dreharbeiten für einen Fernsehfilm über die deutsche Station "Georg Forster" in der Schirmacher Oase durchgeführt.

Dieter
 
Fips002 Am: 19.12.2021 11:47:24 Gelesen: 46362# 101 @  
Aus meinem Ausstellungsobjekt zeige ich das Original Telegramm vom 19. Juli 1963 aus der Sowjetischen Antarktis Station Mirny, über Moskau Radio, vom Meteorologen Manfred Butterberg an Joachim England in Dresden. Joachim England war Teilnehmer an der 3. DDR-Antarktisgruppe 1961 bis 1963 in der sowjetischen Hauptstation Mirny.

An der 4. DDR-Antarktis-Expeditionsgruppe bei der 8. SAE (1962 - 1964) nahmen 4 deutsche Forscher teil, die am 27.11.1962, gemeinsam mit sowjetischen und tschechischen Forschern an Bord des Passagierschiffes "Estonia" zur Station Mirny fuhren.

Die Meteorologen Butterberg und Nitschke beteiligten sich am sowjetischen Meteorologen Programm in Mirny.

Die Wissenschaftler Günter Leonhardt und Dr. Joachim Liebert forschten in den Stationen Mirny, Molodeschnaja und Wostok.

Die Marken zeigen die Station Mirny und das Expeditionsschiff "Ob".



Dieter
 
Fips002 Am: 15.01.2022 21:41:25 Gelesen: 45559# 102 @  
Brief vom Forschungsschiff "Polarstern" vom 12.o3.2013 zur deutschen Antarktisstation "Neumayer III".

Die "Polarstern" gehört zu den bestausgestatteten Forschungseisbrechern der Welt. Das Forschungsschiff ist unverzichtbar zur Versorgung der deutschen Überwinterungsstation "Neumayer III" in der Antarktis.

An den Überwinterungen nehmen 9 Wissenschaftler teil.

In diesem Jahr läuft die "Polarstern" voraussichtlich die Antarktisstation in der ATKA BUCHT um den 23. März 2022 an.

Der Stempel der Polarstern kam ab 17.11.2003 zum Einsatz. Bei diesem Stempel handelt es sich um den alten Stempel 1029-PS 009, aus dem der Jubiläumshinweis "20 Jahre" entfernt wurde.





Dieter
 
Fips002 Am: 21.01.2022 19:16:43 Gelesen: 45363# 103 @  
Brief vom Geleitschiff U.S.S. DURANT am 01.November 1962 nach Düsseldorf.

Das Geleitschiff nahm an der Operation DEEPFREEZE in der Saison 1962/63 teil.

Der Nebenstempel wurde in schwarz, blau, violett und rot abgeschlagen.

An dieser Operation nahmen die Eisbrecher U.S.S. EDISTO, U.S.S. ATKA, U.S.S. GLACIER, U.S.S. STATEN ISLAND, U.S.C.G.C. EASTWIND,
die Frachtschiffe U.S.S. ARNEB, U.S.N.S JOHN T.TOWLE, U.S.N.S MIRFAK und U.SW.N.S. PUT.JOSEPH F.MERREL, das Tankschiff U.S.N.S. SHATTAHOOCHEE, die Geleitschiffe U.S.S. FORSTER, U.S.S. DURANT und als Reserveschiff U.S.N.S. ELTANIN teil.

Außer dem Nebenstempel Operation Deep Freeze kamen noch sieben Bild Nebenstempel und vier Zeilenstempel zum Einsatz.

Der Nebenstempel (Cachet) mit Inschrift unten UNITED STATES NAVY/SEAPOWER SUPPORTS SCIENCE ( US Marine/Seestreitkräfte helfen der Wissenschaft) wurde ab 1957/58 verwendet.

USS DURANT war ein Zerstörer Eskorte in der United States Navy, der kurz in der United States Coast Guard diente.

Die DURANT wurde am 03.August 1943 in Dienst gestellt, Stillgelegt im Juni 1964 und am 1.September 1974 zum verschrotten verkauft.



Dieter
 
Fips002 Am: 09.02.2022 18:46:47 Gelesen: 44612# 104 @  
Sonderbrief mit Stationsstempel der sowjetischen Station Bellingshausen vom 03.02.1991, Nebenstempel der 36. Sowjetischen Antarktisstation, Signum der Biologen und des Stationsleiters von Bellingshausen.

Im Herbst 1990 reiste die letzte Antarktisexpedition der DDR in die Antarktis, dabei ist eine Biologengruppe. Diese führte in der Sommersaison 1990-91 auf King-George-Island Benthosforschung (Forschung der Tier- und Pflanzenwelt des Meeresbodens) durch.



Dieter
 
Fips002 Am: 16.04.2022 18:32:47 Gelesen: 42534# 105 @  
Zwei frühe Briefe von der Teilnahme von DDR-Gruppen an sowjetischen Antarktisexpeditionen.





2.DDR-Antarktisgruppe bei der 6. sowjetischen Antarktisexpedition 1960-62.

Brief von Dr.Glode aus der sowjetischen Station Mirny. Der Brief wurde auf der australischen Station Davis am 25.Januar 1961 aufgegeben und nach Kühlungsborn befördert.

Dr. Glöde bediente sich bei den Ionosphärenuntersuchungen der Methode des Funkwellenempfangs im Lang- und Mittelwellenbereichs. Dr. Glöde orientierte sich vor allem auf die Erkundung der tiefen Ionosphäre.





3. DDR-Antarktisgruppe bei der 7. sowjetischen Antarktisexpedition 1961-1963.
Brief von Dr. England aus der sowjetischen Station Mirny 19.4.1963 an einem amerikanischen Forscher nach Bryan/Texas.

Dr. England befasste sich mit Wiederholungsmessungen der Eisbewegung in Mirny.

Auf dem Brief sind weitere Stempel von den sowjetische Stationen Molodeschnaja und Komsomolskaja.

Dieter
 
Fips002 Am: 30.05.2022 18:47:20 Gelesen: 40873# 106 @  
Eine Seite aus meinem Exponat "Die Antarktisforschung der DDR".



Dieter
 
Fips002 Am: 18.07.2022 19:01:46 Gelesen: 39333# 107 @  
Ich zeige zwei Blätter aus meiner Sammlung "Antarktisforschung der DDR" von der sowjetischen Antarktis Station Bellingshausen.



Dieter
 
Fips002 Am: 31.08.2022 19:42:58 Gelesen: 38074# 108 @  
Zur zweiten Antarktisexpedition verließ das Forschungsschiff "Polarstern" Bremerhaven am 21.September 1983 und kam am 06.4.1984 wieder in Bremerhaven an.

Diese Antarktis-Expedition war für verschiedene Arbeitsprogramme in fünf Fahrtabschnitten unterteilt.

Ich zeige einen Brief von dem 3. Fahrtabschnitt.

Am 22.11.1983 verließ die "Polarstern" Punta Arenas/Chile, war am 02. und 03. 12. 1983 in der polnischen Antarktis-Station Arctowski, am ß9.12.1983 in Signy, am 25.12.1983 und 26.12.1983 in Ushuaia/Argentinien und war am 26.12.1983 wieder in Punta Arenas.

Das Arbeitsprogramm umfasste: Ozeanographische Untersuchungen, meeresbiologische Untersuchungen, sedimentologische und geophysikalische Arbeiten, Untersuchungen zur Paläoozeanographie und Klimageschichte des Quartärs im Weddelmeer und in der Bransfield-Straße. Geologengruppen arbeiteten mit Helikopterunterstützung auf der Livingston-Insel, King-George-Insel, Gibbs-Insel, Signy-Insel und Elephant-Insel.

Unter [#4] habe ich einen Brief vom vierten Fahrtabschnitt und Ankunft der "Polarstern" in Bremerhaven gezeigt.



Dieter
 
Fips002 Am: 26.09.2022 17:25:55 Gelesen: 37259# 109 @  
Karte von King Edward Point, South Georgia 26.11.1988 nach Barr/Frankreich. Freigemacht ist die Karte mit Mi.Nr. 78 und 90 Falkland Islands Dependencies. Nebenstempel von der Forschungsstation und vom Forschungsschiff R.R.S. "John Biscoe".



Dieter
 
Briefuhu Am: 21.10.2022 15:07:49 Gelesen: 36494# 110 @  
Brief von der US Navy Naval Antartic MC Murdoc Station vom 01.03.1972 nach Yorktown Heights, frankiert mit der Antarctismarke vom 23.06.1971 im Wert von 8 Cent. Auffällig ist der Stempel "Soiled in Post Office by having Furnace trouble" was soviel heisst wie im Postamt verschmutzt durch Probleme mit dem Ofen.



Schönen Gruß
Sepp
 
Fips002 Am: 22.10.2022 13:12:52 Gelesen: 36417# 111 @  
Urania Studienreise "Antarktis 1996" mit dem Forschungsschiff MS "World Discoverer". Besuch der chilenischen Antarktisstation "Presidente Gabriel Gonzalez Videla" und der argentinischen Antarktisstation "Almirante Brown".Die Frankatur wurde am 07.Januar 1996 in Port Stanley, Falkland Islands entwertet.



Dieter
 
filunski Am: 14.04.2023 12:05:11 Gelesen: 30742# 112 @  
Hallo zusammen,

Bedarfspost aus der Antarktis und den subantarktischen Inseln ist ja doch eher selten.

Umso mehr habe ich mich über die folgende Karte gefreut die mal nur etwas über zwei Monate lief bis sie bei mir im Briefkasten ankam:



Aufgegeben in der Postbaracke am King Edwards Point, South Giorgia, am 16.01.2023, von meiner Schwester die sich auf einer Kreuzfahrt in die Antarktis befand.

Sie fuhr mit der MV Sea Spirit, hier der Bordstempel:



MV SEA SPIRIT / ANTARCTIC EXPEDITION CRUISE vom 27.Jan. 2023 (Ausschiffungsdatum).

Ein Schiffspostamt oder Postaufgabemöglichkeit an Bord gab es nicht mehr, aber meine Schwester bekam wenigstens, auf von mir initiierte Nachfrage hin, alle verfügbaren Bordstempel blank abgeschlagen. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
epem7081 Am: 14.09.2023 16:41:54 Gelesen: 26909# 113 @  
Hallo zusammen,

zum Jubiläum 100 Jahre Deutsche Antarktisforschung wurde unter anderem dieser Ersttagsbrief vom 8.11.2001 veröffentlicht. Der Gelegenheitsstempel aus Bonn trifft hier auf das Forschungsschiff Gauss {MiNr 2229) Die weitere Abbildung auf dem FDC zeigt das Schiff von schräg vorn und enthält den Hinweis: Die Gauß 1901 [1] 100 Jahre Südpolarforschung.

Rückseitig enthält der Beleg als "Zeitzeichen" die Information: Der letzte deutsche echtgelaufene Ersttagsbrief mit DM-Briefmarke!



Die erste Gauß war eine Barkentine, die der Erforschung der Antarktis diente und von 1901 bis 1903 während der deutschen Gauß-Expedition unter Erich von Drygalski eingesetzt wurde.[1]

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gauß_(Schiff,_1901)
 
Polarpost040 Am: 19.11.2024 22:56:17 Gelesen: 18226# 114 @  
Diese Woche erreichten mich zwei schöne Polarpostbelege aus der Antarktis. Sie wurden am 27.2.2024 und am 8.4.2024 im Postamt Vlaeberg in Kapstadt aufgegeben und brauchten sieben bis acht Monate bis nach Hamburg. Dies liegt an der kritischen Situation der Post in Südafrika, die praktisch pleite ist. Fluggesellschaften weigern sich Post nach Europa zu befördern, solange alte Rechnungen nicht bezahlt wurden. Dann lagert die Post in Johannesburg über Monate.

Nun zu den Briefen:

Der Brief vom 27. Februar 2024 wurde Ende 2023 in Kapstadt/ Südafrika dem hier beheimateten, eisbrechenden Versorgungsschiff S.A. Agulhas mitgegeben, damit er auf der südafrikanischen, wissenschaftlichen Forschungsstation SANAE im Dronning Maud Land der Antarktis abgestempelt wird. Früherr besaß die Station eine Poststelle, jetzt lässt sich Post von dort nur mit Absender-/Nebenstempeln (Cachets) belegen. Im Stempel steht SANAE 63. Das ist die Abkürzung für die 63. South African National Antarctic Expedition. Oben drüber befindet sich ein altbekannter Stempel des Versorgungsschiffes mit handschriftlichem Eintrag "61" zur 61. Fahrt in die Antarktis, wobei drei Fahrten pro Jahr stattfinden: nach SANAE, Marion Island und Gough Island (teilweise auch zu anderen subpolaren Inseln). Nach Rückkehr in Kapstadt wurde die Post dem Postamt Vlaeberg übergeben, welches nach Schließung des Postamtes "Waterfront" dem Hafen am nächsten liegt.



Der zweite Brief mit Stempeldatum 8. April 2024 wurde ebenfalls Ende 2023 in Kapstadt dem russischen Eisbrecher m/v Vasiliy Golovnin mitgegeben. Das Schiff wurde von der indischen Regierung gechartert, um die indischen Antarktisstationen MAITRI und BHARATI zu versorgen. Das Schiff startete zunächst im Hafen von Goa/ Indien, um dort mit Versorgungsgütern für die Antarktisstationen beladen zu werden. Dann ging es nach Kapstadt zum letzten Auftanken und Aufnehmen von Wissenschaftlern, bevor es zum Dronning Maud Land in die Antarktis ging. Es gibt ein antarktisches Flugnetzwerk von Kapstadt ins Dronning Maud Land (DROMLAN), über das weitere Wissenschaftler später per Flugzeug zur Station gebracht wurden.



Vom Schiff ist vorderseitig ein Zweizeilen-Stempel in blauer Farbe abgeschlagen worden. Oben links wurde der offizielle Poststempel von MAITRI am 25. Jan. 2024 abgeschlagen. Die Poststelle untersteht dem Postamt in Goa (North Goa), was unten im Stempel vermerkt ist. Es ist die 43. Indische Antarktisexpedition, was aus zwei Stempeln hervorgeht. Einige weitere Stationsstempel finden wir auf der Vorder- und Rückseite. Auch dieser Eisbrecher fuhr über Kapstadt zurück, wo die Post aufgegeben wurde. Die Post hätte auch mit indischen Briefmarken frankiert werden können und wäre dann deutlich später, erst nach Ende der Expedition, in Goa zur Post gegeben worden. Der Weg über Kapstadt war vermeintlich schneller, aber durch die Situation mit der südafrikanischen Post hat keiner mit solch außergewöhnlichen Laufzeiten gerechnet.
 
Fips002 Am: 22.12.2024 21:45:57 Gelesen: 17596# 115 @  
Brief vom großen Reinemachen in der ehemaligen DDR-Antarktisstation "Georg Forster" von 1994 - 1996.

Brief von der russischen Antarktisstation Nowolasarewskaja 20.11.1996 nach St.Petersburg.

In ökologischen Fragen war ihnen die sowjetische bzw. russische Seite kein Partner.

Die Sowjetischen Antarktisexpeditionen, auf deren Logistik die DDR angewiesen war, beluden ihre heimkehrenden Schiffe nicht mit Schrott und Müll.

Alles blieb in der Antarktis. Mit der Zeit hatten sich in der Umgebung von Nowolasarewskaja und der Forster Station zahlreiche Müllhalden angehäuft.

Nach langen, hartnäckigen Verhandlungen des AWI (Dr. Heinz Kohnen) mit der Russischen Antarktisexpedition, einem Strukturbereich des Arktischen und Antarktischen Forschungsinstituts in St. Petersburg, kam ein Vertrag zustande, der die im Ökologie-Programm zu erbringenden Leistungen beider Seiten festgelegt wurde.

Bis zuletzt, noch unter den Teilnehmern der GEOMAUT-EXPEDITION, wurde darüber diskutiert, ob der vollständige Abriss der Station "Georg Forster" sinnvoll sei.

Die endgültige Entscheidung "Forster" noch als Sommerbasis nicht mehr zu erhalten, fiel im Herbst 1995.

Die letzten Altlasten sowie die übriggebliebenen Wohncontainer der Forster Station hat der norwegische Eisbrecher POLAR QUEEN im Südsommer 1996 an Bord genommen, der zu diesem Zweck und für eine seismische Meeresexpedition gechartert worden war.

Geht man heute durch die Oase, ist nichts mehr davon zu sehen. Nur an einem Felshang wurde ein Schild angebracht, auf dem zu lesen ist, dass sich an diesem Ort die Station "Georg Forster" befand.

Die östliche Schirmacher Oase präsentiert sich annähernd wieder in ihrem ursprünglichen natürlichen Zustand.



Dieter
 
Polarpost040 Am: 23.12.2024 22:52:28 Gelesen: 17564# 116 @  
@ Fips002 [#115]

Die DDR- Antarktis-Forschungsstation wurde 1976 gegründet und erhielt erst 1987 den Namen "Georg Forster".

Anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung wird es 2026 von der Deutschen Post ein Sonderpostwertzeichen "50 Jahre Antarktisstation Georg Forster" geben, mit dem man seine Sammlung zu deutschen Polaraktivitâten gut ergänzen kann.
 
Fips002 Am: 08.04.2025 19:51:01 Gelesen: 15774# 117 @  
03.November 1964, Karte vom Frachtschiff WYANDOT Nach Mauren, Lichtenstein.

An der OPERATION DEEPFREEZE 1964/65 der USA waren 5 Eisbrecher, 3 Frachtschiffe, 1 Caqsoline Tanker, 1 Escort S und 1 Reserve Schiff im Einsatz.



Dieter
 
Fips002 Am: 05.07.2026 18:39:51 Gelesen: 439# 118 @  
Ich zeige einen Brief von der OPERATION HIGHJUMP 1946/47 von der U.S.S. MOUNT OLYMPUS.

Es ist die größte Expedition, die jemals Antarktika aufgesucht hat.

Außer dass das Interesse seitens der USA in Antarktika demonstriert werden sollte, umfassten die hauptsächlichsten Ziele der Expedition die luftphotographische Aufnahme Teile der antarktischen Küste sowie bestimmte Gebiete im Inneren des Kontinents.

Die HIGHJUMP-Unternehmungen wurden durch den Flottenverband 68 (Task Groups) aufgeteilt.

CENTRAL GROUP mit U.S.S. MOUNT OLYMPUS als Flaggschiff, zwei Frachtschiffen, ein U-Boot und zwei Eisbrecher.

WESTERN GROUP mit ein Zerstörer, Wasserflugzeug Mutterschiff und ein Treibstofftanker.

EASTERN GROUP mit ein Wasserflugzeug-Mutterschiff, ein Zerstörer und ein Tanker.

Insgesamt begleiteten 26 Flugzeuge den Flottenverband 68 nach Antarktika.

Die Briefe vom 10.Januar gehören zu den häufigsten Polarpostbelegen die es heutzutage gibt.

Kein Polarpostsammler sollte Schwierigkeiten haben mindesten einen HIGHJUMP-Beleg für seine Ankarktis-Sammlung aufzustöbern.





Dieter
 

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