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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 320 Beiträge:
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wajdz Am: 25.09.2016 20:35:18 Gelesen: 161644# 46 @  
[#45]

Keine 30 Jahre später übernimmt wieder ein amerikanischer General eine entscheidende Rolle auf dem europäischen Kriegsschauplatz, Dwight David „Ike“ Eisenhower (* 14. Oktober 1890, † 28. März 1969)

MiNr 1032 II aus MH



Am 24. Dezember 1943 wurde er zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Nordwesteuropa (Supreme Commander Allied Expeditionary Force) ernannt. Als solcher leitete er die wichtigste alliierte Militäraktion im Jahr 1944: die Landung der alliierten Truppen in der Normandie (Operation Overlord) im Juni 1944. Am 20. Dezember 1944 wurde er zum General of the Army ernannt und wehrte die deutsche Ardennenoffensive ab, wobei er Spannungen mit Frankreich wegen der Abwehr einer zweiten deutschen Offensive in Kauf nahm.
Der Oberbefehlshaber bei seinen Truppen



Im Anschluss an die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht wurde Eisenhower zum Militärgouverneur über die US-Besatzungszone (siehe Alliierter Kontrollrat) und zum Oberbefehlshaber über die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland ernannt, deren Hauptquartier sich im I.G.-Farben-Haus in Frankfurt am Main befand. Von 1953 bis 1961 war er der 34. Präsident der Vereinigten Staaten.

MfG Jürgen -wajdz-

https://de.wikipedia.org/wiki/Dwight_D._Eisenhower
 
merkuria Am: 26.09.2016 09:26:19 Gelesen: 161616# 47 @  
Der heute vorgestellte vietnamesische General Võ Nguyên Giáp ist uns aus dem französischen Indochinakrieg sowie dem Widerstandskrieg gegen die USA bekannt. Er war der militärische Führer der Việt-Minh-Truppen von Hồ Chí Minh und später Oberbefehlshaber der Volksarmee Nordvietnams. Giáp galt aufgrund seiner taktischen und strategischen Brillanz als der „Napoleon Asiens“. Sein wohl berühmtester Sieg errang er in der Schlacht um Điện Biên Phủ, wo die französischen Truppen vernichtend geschlagen wurden, was für Frankreich das Ende der Kolonialherrschaft in Vietnam bedeutete. Giáp starb im biblischen Alter von 102 Jahren am 4. Oktober 2013 in Hanoi.



Als Person wurde General Giáp in Vietnam noch nicht philatelistisch geehrt, hingegen war sein Sieg von Điện Biên Phủ anlässlich des 30. Jahrestages dieser Schlacht am 7. Mai 1984 Hintergrund für eine vietnamesische Sonderausgabe (Mi Nr. 1451/Block 27). Gezeigt wird der Schlachtplan sowie eine Bild von Giáp, das ihn rechts von Hồ Chí Minh bei der Besprechung der Schlacht zeigt. Der hier vorgestellte Block wurde von Giáp am 22. Dezember 2004 eigenhändig autographiert!



Am 10. Dezember 2013 verausgabte Uruguay eine Sonderausgabe anlässlich des 20-jährigen Bestehens von diplomatischen Beziehungen zu Vietnam. Gezeigt wird nebst den Nationalflaggen beider Länder ein Portrait von Giáp.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B5_Nguy%C3%AAn_Gi%C3%A1p
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_%C4%90i%E1%BB%87n_Bi%C3%AAn_Ph%E1%BB%A7
 
wajdz Am: 27.09.2016 19:09:43 Gelesen: 161546# 48 @  
Neben US General J. W. Stilwell #42 spielte Claire Lee Chennault (1890-1958) eine wichtige Rolle. Er wurde in Commerce, Texas geboren und verbrachte seine Kindheit in Louisana, studierte an der Louisiana State University und wurde Schuldirektor .In der Armee diente er ab 1917. Zwei Jahre später beendete er seine Ausbildung als Flieger



Chennault diente drei Jahre in Hawaii und wurde Kampfpiloten-Ausbilder. Im Jahr 1935. war er gezwungen, wegen seiner Schwerhörigkeit in den Ruhestand zu gehen. Bald nach seiner Pensionierung wurde er Berater für die chinesische Regierung und organisierte US-Flugzeuge, Piloten und Mechaniker für die nationalchinesische Luftwaffe für den Kampf gegen die japanische Invasion.

Die American Volunteer Group (auch Flying Tigers) war eine US-amerikanische Fliegerstaffel, die aus Freiwilligen bestand. Sie wurde 1941 in Kunming (China) vom damaligen Captain Claire Lee Chennault gegründet. Vorbild dieser Staffel war die erste amerikanische Freiwilligen-Fliegerstaffel in fremden Diensten, die im Ersten Weltkrieg – vor dem Kriegseintritt der USA – für Frankreich fliegende Escadrille La Fayette.

Der Name „Flying Tigers“ entstammt dem chinesischen Kommentar zur Verteidigung von Kunming gegen japanische Bomber und wurde bald offiziell akzeptiert. Die P-40 Tomahawk IIB trugen als Einheitskennzeichen einen springenden Tiger, während sie als „Nose Art“ ein weit aufgerissenes Haifischmaul verwendeten, was später von zahlreichen anderen Staffeln kopiert wurde

P40N



Nachdem die Vereinigten Staaten in den Krieg eingetreten war, wurde Chennault vom US Army Air Corps zum Kommandeur im China- Burma Bereich ernannt.

Er beendete den aktiven Dienst im Jahr 1945 und kehrte nach China zurück, um den zivilen Luftverkehr zu organisieren. Er wurde am 18. Juli 1958 zum Generalleutnant befördert, neun Tage vor seinem Tod in New Orleans.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 28.09.2016 17:24:35 Gelesen: 161507# 49 @  
@ merkuria [#47]

Der direkte Gegenspieler des vietnamesischen Generals Võ Nguyên Giáp war William Childs Westmoreland (* 26. März 1914; † 18. Juli 2005) Kommandierender General des Military Assistance Command, Vietnam und damit Oberbefehlshaber der US-Truppen im Vietnamkrieg zwischen 1964 und 1968. Er hat es bisher nicht auf eine Briefmarke geschafft. Wenn man den verheerenden Ausgang des Vietnamkrieges für die US-Amerikaner betrachtet, auch kein Wunder.

Truppeninspektion



Dafür aber sein Präsident Lyndon B. Johnson, politisch und als oberster Kriegsherr und damit als sein Vorgesetzter verantwortlich, für viele Amerikaner bis heute entweder der Schlächter von Vietnam oder Kämpfer für die Bürgerrechte?

Ab 1965 griffen die USA verstärkt in den Vietnamkrieg ein. Das Ergebnis war der viertblutigste Krieg der amerikanischen Geschichte.

Doch auch dafür steht die Präsidentschaft Johnsons:

Das Bürgerrechts-Gesetz von 1964 erklärte die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen für illegal. Es verbesserte die Lage der Afro-Amerikaner. Bei der Unterzeichnung des Gesetzes reichte Johnson den Federhalter an den Bürgerrechtler Martin Luther King weiter und gab ihm die Hand.

MiNr 1118



1969 endete Johnsons Amtszeit als Präsident. Er hatte auf eine erneute Kandidatur verzichtet. 1973 starb Johnson an einem Herzinfarkt.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 30.09.2016 17:16:28 Gelesen: 161455# 50 @  
George Washington (* 22. Februar 1732; † 14. Dezember 1799) war von 1789 bis 1797 der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Er war einer der Gründerväter der USA und leitete als Vorsitzender die verfassunggebende Philadelphia Convention im Jahr 1787. Während seiner Präsidentschaft traf Washington wegweisende Entscheidungen, die die Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika als republikanische Demokratie bis heute prägen. Er wirkte vor allem auf eine gegenüber den Einzelstaaten und dem Kongress handlungsfähige Zentralgewalt hin und bildete das neu geschaffene Amt bewusst aus, indem er Präzedenzfälle schuf.

Die >Zeit< schreibt: Es ist die Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 1776, als die kleine Rebellenarmee des freien Amerikas unter Führung George Washingtons als Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, die schon am Ende scheint, zum Gegenangriff übergeht. Beherzt sammelt sie sich auf ihrem Rückzug von New York in Richtung Philadelphia, setzt über den halb vereisten Delaware und greift noch am selben 26. Dezember das Städtchen Trenton an, wo die Verfolger, Hessische Söldner, einquartiert liegen. Die Überrumpelung gelingt, Washingtons Armee besetzt Trenton – und ihr Siegeszug beginnt, der fünf Jahre später mit dem vollkommenen Triumph über Englands Truppen in Yorktown enden wird.

Block 14



Der außerordentliche Erfolg des relativ kleinen Gefechtes stellte den Kampfgeist und die Moral der amerikanischen Seite wieder her. Erstmals war es gelungen, reguläre europäische Einheiten zu überwinden, welche in den Monaten zuvor von Sieg zu Sieg geeilt waren. In der folgenden Woche siegte die amerikanische Streitmacht auch in der Schlacht von Princeton, was den preußischen König Friedrich den Großen dazu veranlasste, Washingtons Erfolge in dieser Zeit als die brillantesten in der Militärgeschichte zu bezeichnen.
Washington wurde zur Zweihundertjahrfeier der Vereinigten Staaten am 11. Oktober 1976 postum „für die Vergangenheit und die Gegenwart“ der höchste Dienstgrad eines General of the Armies of the United States verliehen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 30.09.2016 18:18:25 Gelesen: 161445# 51 @  
@ wajdz [#49]

Hallo Jürgen,

was die Amis nicht auf Briefmarken schaffen, schafft dafür der afrikanische Staat Guinea!



Ausgegeben 2015 anlässlich des 40. Jahrestages vom Ende des Vietnamkrieges.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinrich3 Am: 14.10.2016 08:34:23 Gelesen: 161307# 52 @  
Hallo an alle,

der deutsche Philatelist beschränkt sich meist auf das Sammeln von Marken deutschsprachiger Länder.

Also wundere ich mich, daß z.B. Paul von Hindenburg noch nicht hier erwähnt ist. Oder wie wäre es mit dem „Wüstenfuchs“ Rommel (gibt es von ihm eine Marke?) ? Der GröFaZ war wohl gar nicht erfolgreich?

Auch hier bekannte Ausländer fehlen mir noch. z.B. Napoleon Bonaparte oder der Partner von Prinz Eugen, dem Herzog von Marlboro. Wie wäre es mit Gustav II Adolf von Schweden?

Schönes Wochenende wünscht
Heinrich
 
wajdz Am: 14.10.2016 18:31:39 Gelesen: 161286# 53 @  
@ Heinrich3 [#52]

Lieber Freund,

Motiv zum Thema suchen, scannen, Text recherchieren, formulieren und den Beitrag in den Thread stellen. So einfach ist das. ;-)

Bald beginnt wieder die fünfte Jahreszeit.

Das animiert zur Beschäftigung mit Johann Graf von Werth, genannt Jan von Werth und auch Jean de Werth, (* 1591 in Büttgen, seit 1975 Teil der Stadt Kaarst; † 12. September 1652 auf Schloss Benatek) stammte aus einfachen Verhältnissen und wurde einer der bekanntesten deutschen Reitergeneräle im Dreißigjährigen Krieg, den er von der Schlacht am Weißen Berg 1620 bis zur Schlacht bei Dachau 1648 miterlebt und seit den 1630er Jahren als Heerführer, zunächst auf spanischer bzw. kurkölnischer, dann auf bayerischer, zuletzt auf kaiserlicher Seite auch bedeutend mitgeprägt hat. Seine aktive Laufbahn beendete Johann von Werth im Jahr 1650. Er zog sich auf das von ihm um einen zweistöckigen Flügelbau erweiterte Schloss im böhmischen Benatek zurück, wo er nach kurzer Krankheit am 12. September 1652 vermutlich an Blutvergiftung starb.

MiNr 1904



Sein Andenken wird in Ehren gehalten vom Reiter-Korps „Jan von Werth“ 1925 e.V,. einer Karnevalsgesellschaft in Köln. Sie ist als Ordentliche Gesellschaft Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval. Das Reiter-Korps ist eines von neun „Traditionskorps“ des Kölner Karnevals.

Ein wechselvolles Leben, ausreichend für einen Mehrteiler im Fernsehen, wie man hier nachlesen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_Werth
 
merkuria Am: 17.10.2016 08:53:08 Gelesen: 161222# 54 @  
@ Heinrich3 [#52]

Dein Wunsch war mir Befehl: Heute möchte ich Generalfeldmarschall Erwin Rommel [1] vorstellen. Tatsächlich existiert eine Briefmarke des „Wüstenfuchses“: Am 17. Juli 2014 verausgabte die afrikanische Republik Tschad (oder besser gesagt, deren Agentur) eine Sonderausgabe zum Thema „Persönlichkeiten des 2. Weltkrieges“. Ob diese Briefmarken- und Blockausgaben je einen Postschalter im Tschad gesehen haben, wage ich zu bezweifeln! Auf jeden Fall macht es diese Ausgabe aber möglich, die wichtigsten deutschen Militärführer des 2. Weltkrieges zu dokumentieren.



Erwin Rommel ist eine tragische Figur, die alle nur möglichen Höhen und Tiefen einer Militärkarriere durchlebt hat. Erst wurde er durch die nationalsozialistische Propaganda gezielt zum „Mythos Rommel“ stilisiert, später wurde er nach seiner Kritik an der deutschen Militärstrategie gegen Kriegsende vom selben Dienstherren zum Selbstmord gezwungen. Insgesamt sind Rommels Einstellung zum Nationalsozialismus sowie sein Verhältnis zur Widerstandsgruppe vom 20. Juli 1944 sehr umstritten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Rommel
 
Heinrich3 Am: 17.10.2016 21:03:59 Gelesen: 161193# 55 @  
Heute eine Person aus dem 15. Jahrhundert, bei der man zuerst einmal an ganz etwas anderes denkt; deren Geschichte inspirierte Bram Stoker zu dessen Dracula-Roman von 1897:

Vlad III. Drăculea (* um 1431 wahrscheinlich in Schäßburg (rumänisch Sighișoara); † um die Jahreswende 1476/77 bei Bukarest) [1]. Er war 1448, 1456–1462 und 1476 Woiwode des Fürstentums Walachei (jetzt ein Teil Rumäniens). Sein Beiname Drăculea (deutsch „Der Sohn des Drachen“ ) leitet sich vermutlich von der Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. Dracul im Drachenorden Kaiser Sigismunds ab.

Er besiegte 1462 und 1476 osmanische Heere, kämpfte aber in seinem Lande selbst um die Herrschaft und ließ Hunderte, evtl. Tausende seiner Gegner grausam töten.

Die Marke Mi. Nr. 3331 Rumäniens erschien zu seinem 500. Todestag.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_III._Dr%C4%83culea#Geisel_des_Osmanischen_Reiches
 


merkuria Am: 19.10.2016 09:33:55 Gelesen: 161156# 56 @  
Die am 17. Juli 2014 verausgabte Sonderausgabe der Republik Tschad ermöglicht es uns auch, die Person des deutschen Grossadmirals Karl Dönitz [1] philatelistisch zu dokumentieren.



Dönitz war deutscher Marineoffizier (ab Januar 1943 Großadmiral), enger Gefolgsmann von Adolf Hitler und von diesem zum letzten Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs sowie zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht ernannt. Dönitz hatte sich 1946 an den Nürnberger Prozessen zu verantworten, wo er zu 10 Jahren Haft verurteilt wurde.

Militärisch wird Döniz oft der Vorwurf gemacht, den von ihm befohlenen U-Boot-Krieg nicht frühzeitig beendet zu haben. Dies hatte zur Konsequenz, dass von den rund 41.000 deutschen U-Boot-Fahrern bis Kriegsende fast 26.000 im Einsatz starben.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_D%C3%B6nitz
 
wajdz Am: 20.10.2016 21:56:59 Gelesen: 161117# 57 @  
Georgios Karaiskakis (, * 1782 in Skoulikaria; † 4. Mai 1827 in Athen) war ein General des Griechischen Unabhängigkeitskriegs, der bis heute in Griechenland als Nationalheld geehrt wird.

Als Waise wuchs er in einem Kloster auf. Wegen seiner dunklen Hautfarbe als „Zigeuner“ bekannt, wurde er in jungen Jahren Klephte (Rebellen im Freiheitskampf der Griechen gegen die osmanische Herrschaft) und stieg in der Klephtenorganisation bald zum ’’protopalikaro’’ oder Leutnant auf.

Mit 15 Jahren wurde er von den Truppen Ali Paschas gefangen genommen. Beeindruckt von seinem Mut, seiner Intelligenz und seiner Kampfkraft ließ ihn Ali Pascha frei und vertraute ihn seinen persönlichen Leibwächtern an. Er diente Ali Pascha einige Jahre als Leibwächter, bis er dessen Gunst verlor und in die Berge floh, um das Leben als Klephte weiterzuführen. Er unterstützte Ioannis Kapodistrias, der das erste griechische Staatsoberhaupt wurde.

Im Jahre 1826 wurde er zum Oberkommandierenden der griechischen Streitkräfte in Zentralgriechenland (Roumeli) ernannt. Er arbeitete nicht effektiv mit den anderen Anführern der Befreiungsbewegung und den ausländischen Sympathisanten zusammen, errang aber militärische Erfolge gegen die Ottomanen.

MiNr 1491



Seinen berühmtesten – und im Hinblick auf andernorts erlittene Niederlagen besonders wertvollen – Sieg errang er bei Arachova, wo seine Armee eine Streitmacht türkischer und albanischer Truppen unter Mustafa Bey und Kehagia Bey bezwang. 1827 beteiligte sich Karaiskakis an dem vergeblichen Versuch, die Belagerung Athens zu brechen. Er fiel am 23. April 1827.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 21.10.2016 09:38:45 Gelesen: 161097# 58 @  
Und nochmals ist es die am 17. Juli 2014 verausgabte Sonderausgabe der Republik Tschad, welche es uns ermöglicht, die Person des deutschen Generalfeldmarschalls Wilhelm Keitel [1] philatelistisch zu belegen.



Keitel war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1940 Generalfeldmarschall) und von 1938 bis 1945 Chef des Oberkommandos der Wehrmacht. Keitel sah in dieser Funktion seine Hauptaufgabe darin, Hitlers Entscheidungen bedingungslos zu unterstützen oder ihm zuzuarbeiten. Von seinen Kameraden wurde Keitel als „Ja-Sager“ bezeichnet, was schlussendlich auch zu einigen Anklagepunkten an den Nürnberger Prozessen beitrug. Keitel war der einzige hohe Wehrmachtsoffizier, der an diesen Prozessen mit der Todesstrafe abgeurteilt wurde.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Keitel
 
wajdz Am: 22.10.2016 00:13:09 Gelesen: 161067# 59 @  


Er glaubte fest daran, der Sohn des Gottes Zeus zu sein. Er hatte neben seinem Kurzschwert auch die Sagen von Troja unter seinem Kissen. In seinen zahlreichen Schlachten bewies er sein außerordentliches Gespür für taktische Kriegsführung und besiegte schließlich die Supermacht Persien. Sein Ziel war es, die griechische Zivilisation bis ans "Ende der Welt" auszuweiten und mit anderen Kulturen zu verschmelzen. Sein Heer legte über 18.000 Kilometer zurück, bis es schließlich Indien erreichte und den großen Herrscher zur Umkehr zwang. Unzählige Legenden berichten von diesem erstaunlichen Feldherrn, Alexander dem Großen. (Zitat Antje Leser)

Alexander der Große bzw. Alexander III. von Makedonien (* 20. Juli 356 v. Chr. † 10. Juni 323 v. Chr. in Babylon) war von 336 v. Chr. bis zu seinem Tod König von Makedonien und Hegemon des Korinthischen Bundes.



MfG Jürgen -wajdz-

Der ganze Artikel: https://www.helles-koepfchen.de/artikel/3402.html
 
merkuria Am: 23.10.2016 09:51:40 Gelesen: 161012# 60 @  
Und nochmals ist es die am 17. Juli 2014 verausgabte Sonderausgabe der Republik Tschad, welche es uns ermöglicht, die Person des deutschen Generaloberst Heinz Guderian [1] philatelistisch zu belegen.



Guderian war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1940 Generaloberst), Kommandeur großer Panzerverbände und in der Endphase des Zweiten Weltkrieges zeitweilig Chef des Generalstabes des Heeres. Guderian gilt, was das deutsche Heer anbelangt, als Erfinder der Panzertruppe als selbständige Truppengattung und war auch maßgeblich an der Entwicklung deutscher Panzer beteiligt. Nach einem Streit mit Hitler über die Lage an den Fronten wurde er am 28. März 1945 beurlaubt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Guderian
 
Heinrich3 Am: 23.10.2016 14:37:27 Gelesen: 160997# 61 @  
Napoléon Bonaparte ist 1769 als 2. von 8 Kindern seiner Mutter Letitia Ramolino und Carlo Maria Buonaparte geboren. In Folge der französischen Revolution von 1789 konnte er seine Talente als Menschenführer und Militärstratege sehr erfolgreich einsetzen. Er wurde 1799 Konsul der französischen Republik und 1804 Kaiser der Franzosen. Er führte viele Neuerungen ein, von denen einige noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts galten, z.B. der Code Civil .Durch seine militärischen Erfolge war ganz Mitteleuropa vorübergehend in seiner Hand, doch die Widerstände wuchsen. 1814 mußte er abdanken und wurde auf die Insel Elba verbannt.



Nach einer kurzen neuerlichen Regierung im Jahre 1815 (März bis Juni) wurde er auf Betreiben Großbritanniens auf die Insel St. Helena im Südatlantik verbannt, wo er am 5. Mai 1821 starb.

Auf Marken von Frankreich ist er nur auf der Mi. Nr. 914 gut erkenntlich abgebildet. So ist er z.B. auf der M.Nr. 1023 nur als kleiner Mensch in der Mitte.
 
wajdz Am: 23.10.2016 19:22:50 Gelesen: 160982# 62 @  
@ Heinrich3 [#52]

Und hier ein Beitrag zu Paul von Hindenburg



MfG Jürgen -wajdz
 
merkuria Am: 25.10.2016 15:20:54 Gelesen: 160942# 63 @  
Und nochmals ist es die am 17. Juli 2014 verausgabte Sonderausgabe der Republik Tschad, welche es uns ermöglicht, die Person des deutschen Generalfeldmarschalls Fritz Erich von Lewinski, genannt von Manstein [1] philatelistisch zu belegen.



Von Manstein war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1942 Generalfeldmarschall) und während des Zweiten Weltkrieges Armee- und Heeresgruppen-Oberbefehlshaber. Im August 1945 wurde er von den Briten inhaftiert und 1949 als Kriegsverbrecher abgeurteilt. Nach seiner Haftentlassung 1953 war er als einziger ehemaliger Feldmarschall bis 1960 inoffizieller Berater für die neu aufgestellte Bundeswehr. Dabei hatte er einen gewissen Einfluss auf deren spätere Gliederung und Organisationsform. So hatte er die Abkehr von Regimentern und stattdessen den Aufbau von Brigaden als kleinste operative Verbände vorgeschlagen.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_von_Manstein
 
merkuria Am: 28.10.2016 09:33:43 Gelesen: 160848# 64 @  
Abschliessend nochmals die am 17. Juli 2014 verausgabte Sonderausgabe der Republik Tschad, welche es uns ermöglicht, die Person des deutschen Generalfeldmarschalls Hermann Göring [1] philatelistisch zu belegen.



Göring nahm am Hitlerputsch teil und trug maßgeblich zum Aufstieg der NSDAP bei. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten blieb Göring als ehemaliger Kampfflieger des ersten Weltkrieges, stets mit der Luftwaffe verbunden. Ab Mai 1935 wurde er zum Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe ernannt. Im Juli 1940 – nach dem schnellen Ende des Westfeldzuges – ernannte Hitler Göring zum Reichsmarschall. Als Chef der Luftwaffe geriet Göring wegen der Niederlage bei der Luftschlacht um England (Mitte 1940 bis Anfang 1941), der beginnenden verheerenden Bombardierung des Reichsgebiets durch die Alliierten sowie des Scheiterns einer Luftbrücke bei der Schlacht von Stalingrad (Ende 1942) jedoch in Misskredit.

Göring war einer der 24 angeklagten Hauptkriegsverbrecher an den Nürnberger Prozessen. Er wurde am 1. Oktober 1946 in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt. Durch Suizid entzog er sich der Vollstreckung dieses Urteils.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_G%C3%B6ring
 
wajdz Am: 28.10.2016 22:42:27 Gelesen: 160807# 65 @  
Nachdem wir nun hoffentlich die Höllenhunde des untergegangenen III. Reichs hinter uns haben, nun zu einem preußischen Militär, der es unter Friedrich II. bis zum Hauptmann in einer Sonderklasse zum Erlernen der Kriegskunst brachte.

Friedrich Wilhelm Ludolf Gerhard Augustin von Steuben, auch bekannt als Baron Steuben (* 17. September 1730 in Magdeburg, Herzogtum Magdeburg; † 28. November 1794 in Utica, New York im heutigen Oneida County) war ein preußischer Offizier und US-amerikanischer General. Er reorganisierte die Kontinentalarmee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Im Anschluss an die Unterzeichnung des Friedensvertrages in Paris im Jahre 1783 schied Steuben mit allen militärischen Ehren aus dem aktiven Dienst aus.

USA MiNr 330



Berlin MiNr 628



Bund MiNr 1766



MfG Jürgen -wajdz-

http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2011/03/Unabhaengigkeitskrieg

http://www.magazinusa.com/us/info/show.aspx?unit=geschichte&doc=66&dsc=US_Geschichte_Friedrich_Wilhelm_von_Steuben
 
merkuria Am: 01.11.2016 15:22:23 Gelesen: 160742# 66 @  
Am 4. Juni 1954 ehrte die französische Post Marschall de Lattre mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 1002).



Jean Joseph-Marie Gabriel de Lattre de Tassigny [1] war ein französischer General und Oberkommandierender der 1. französischen Armee, welche am Ende des Zweiten Weltkriegs Südwestdeutschland eroberte. De Lattre repräsentierte Frankreich bei der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. Später vertrat er Frankreich im Alliierten Kontrollrat in Berlin. Vom Oktober 1948 bis Dezember 1950 war er Oberbefehlshaber aller NATO-Streitkräfte in Westeuropa.

De Lattre wurde 1950 bis 1952 Hochkommissar und Oberbefehlshaber des französischen Expeditionskorps in Indochina und stellte die nationale vietnamesische Armee auf. Tief getroffen durch den Tod seines Sohnes Bernard im Indochinakrieg und an Krebs erkrankt, kehrte er 1952 nach Frankreich zurück.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_de_Lattre_de_Tassigny
 
Maler Am: 01.11.2016 17:48:54 Gelesen: 160710# 67 @  
@ merkuria [#64] und an den Chefadministrator.

Also ich weiß jetzt nicht, warum die Republik Tschad Briefmarken mit deutschen Kriegsverbrechern herausbringt.

Aber das so ein Mist hier dann auch noch gezeigt werden darf, finde ich ungeheuerlich.

Ich lege hiermit Beschwerde ein und möchte das dieser Dreck sofort gelöscht wird.

Günther, der Maler und Pazifist
 
wajdz Am: 01.11.2016 19:29:26 Gelesen: 160688# 68 @  
@ Maler [#67]

Warum bringt der Tschad solche Themen auf Briefmarken heraus? Weil es im Tschad nicht strafbar ist und man damit Geld machen kann.

Warum diese Elaborate hier gezeigt werden? Weil auch das nicht strafbar und von der Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Der Teufel (Deutschland feiert 500 Jahre Reformation) ist nun mal in der Welt und ihn weg zu wünschen hilft wenig.

Noch eine Bemerkung zum Pazifismus: Ein edles Streben. Es berechtigt aber auch nicht dazu, anderen eine Meinung vorzuschreiben.

Und zum Thema folgenden Beitrag, zwei deutschen Offizieren gewidmet, die in ihrer Wirkungszeit Konsequenzen gezogen haben. Im Gegensatz zu vielen ihrer Zeitgenossen, die bis zum bitteren Ende mitgemacht haben.

MiNr 432 und 438 aus Block3



Ludwig August Theodor Beck (* 29. Juni 1880 in Wiesbaden-Biebrich; † 21. Juli 1944 in Berlin-Tiergarten) war ein deutscher Heeresoffizier (seit 1938 Generaloberst), der sich am versuchten Staatsstreich vom 20. Juli 1944 gegen Adolf Hitler beteiligte.

http://www.militarypolice.de/2003/07/generaloberst-ludwig-beck-ein-soldatenleben-zwischen-pflichterfuellung-und-widerstand/

Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg (* 15. November 1907 in Jettingen, Königreich Bayern; † 20. oder 21. Juli 1944 in Berlin) war als Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres ein Offizier der deutschen Wehrmacht und während des Zweiten Weltkrieges eine der zentralen Persönlichkeiten des militärischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus im Deutschen Reich.

https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article118142520/Warum-Stauffenberg-ein-deutscher-Held-ist.html

MfG Jürgen -wajdz-
 
Maler Am: 01.11.2016 20:33:44 Gelesen: 160673# 69 @  
@ wajdz [#68]

Nun ja Herr Dziemballa, was im Tschad strafbar ist oder nicht soll nicht unsere Sorge sein. Und das irgendwelche Agenturen mit Papierschnipseln, denn mehr sind diese Bildchen nicht, immer noch Geld verdienen ist ja die Sache der Käufer. Einen Wert hat dieser Quatsch bestimmt nicht.

Was mich erschreckt hat ist das nicht nur der Göring gezeigt wurde, sondern davor wurden ja noch andere dieser Verbrecher angehimmelt. Rommel lassen wir mal aussen vor, der mußte sich selbst töten.

Und was macht die Administration wenn jemand eine Marke mit dem Gröfaz zeigt? Das Zeigen des Hakenkreuzes ist in Deutschland immer noch verboten.

Günther, der Maler
 
Heinrich3 Am: 01.11.2016 20:49:11 Gelesen: 160667# 70 @  


Philippe Pétain [1]

Aufgrund seiner Abwehrerfolge in der Schlacht um Verdun während des Ersten Weltkriegs avancierte Pétain zum gefeierten Nationalhelden („Held von Verdun“) und wurde 1917 Oberbefehlshaber der französischen Armee. Die Verehrung für ihn ist in etwa zu vergleichen mit der deutschen für Hindenburg („Sieger von Tannenberg“).

Als Marschall von Frankreich und Generalinspekteur der Armee prägte Pétain die Verteidigungsdoktrin seines Landes in der Zwischenkriegszeit entscheidend mit.

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und der französischen Niederlage übernahm er von 1940 bis 1944 als autoritärer Chef de l’État (Staatschef) die Führung des mit dem nationalsozialistischen Deutschen Reich kollaborierenden, aber nicht besetzten Teils von Frankreich mit der Hauptstadt Vichy („Vichy-Regime“).

Wegen dieser Zusammenarbeit wurde er 1945 zum Tode verurteilt, jedoch wurde das Urteil auf lebenslange Haft abgemildert.

In der Haft auf der Île d’Yeu starb er auch.

Philatelistisch ist er leicht zu belegen:

Die Marken sind Mi. Nr. 514, 525, 521 (aus der Serie Mi. Nrn. 512-531), 579, 505, 508 (Aufdruck auf Nr. 504), 589-593 (590 bis 592 mit dem neuen Wahlspruch "Arbeit, Familie, Vaterland") und 619.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Philippe_P%C3%A9tain
 

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