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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 320 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 01.11.2016 21:17:19 Gelesen: 159979# 71 @  
@ Maler [#69]

Hallo,

Du hast zwar grundsätzlich Recht mit Deinen Äußerungen, aber es gibt auch PWZ mit Stalin, Mao und weiteren "schlimmen" Staatsoberhäuptern, wo soll man anfangen mit dem "nicht mehr zeigen", auch den Gröfaz gibt es hier im Forum auf PWZ und auf Stempeln.

Und - das Zeigen des Hakenkreuzes ist gerade im philatelistischen Bereich nicht verboten !

mit Sammlergruß
Werner
 
merkuria Am: 01.11.2016 22:49:41 Gelesen: 159961# 72 @  
@ Maler [#69]

Ziel dieses Threads war und ist es nicht, hier die guten und die bösen Feldherren auszuloten! Ich habe diesen Thread dazu eröffnet, die unzähligen Militärführer die wir weltweit auf Briefmarken finden können, einmal ganz unpolitisch näher vorzustellen. Es soll hier auch keine Glorifizierung dieser Militärs stattfinden, sondern sachliche Informationen zu den einzelnen Personen gegeben werden.

Untenstehend die Übersichtstabellen der schon erschienen Militärs. Wie Sie sehen können, sind hier alle ehemaligen "Kriegsparteien" in ausgeglichenem Masse vertreten. Wieso Sie als bekennender Pazifist diesen Thread überhaupt konsultieren, kann ich nicht nachvollziehen. Noch weniger kann ich Ihre abschätzigen Titulationen von Mist und Dreck für diese Beiträge verstehen.



In diesem Sinne
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 01.11.2016 23:08:59 Gelesen: 159954# 73 @  
@ merkuria [#29]

Hier der Gegenspieler

Mao Zedong oder Mao Tse-tung (* 26. Dezember 1893 in Shaoshan; † 9. September 1976 in Peking) war als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (1943–1976), als Vorsitzender der Zentralen Volksregierung (1949–1954) sowie als Staatspräsident der Volksrepublik China (1954–1959) der führende Politiker der Volksrepublik China im 20. Jahrhundert. Die politische Bewegung des Maoismus ist nach ihm benannt.

Dass sich die Kommunisten im langen Chinesischen Bürgerkrieg (1927–1949) letztlich gegen die Kuomintang durchsetzten, verdanken sie wesentlich dem Langen Marsch, bei dem Mao 1934/35 die geschlagenen Truppenreste nach Nordwestchina führte. In Shaanxi gründete Mao mit russischer Unterstützung eine Sowjetrepublik. Nach 1945 wendete er in Zentralchina erfolgreich eine Guerillataktik an.

MiNr 226



Er wird als bedeutender Revolutionär, militärischer Stratege und politischer Anführer nach wie vor geehrt. Unter anderem ist er auf chinesischen Banknoten und an prominenter Stelle am Tor des Himmlischen Friedens abgebildet, wo er am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik China proklamiert hatte.

Ungeachtet der nach wie vor um seine Person geführten Kontroversen gilt Mao als einer der einflussreichsten Politiker der Geschichte und wurde 1998 vom Time Magazine als einer der 100 wichtigsten Menschen des 20. Jahrhunderts dargestellt.

MfG Jürgen -wajdz-

http://www.planet-wissen.de/geschichte/diktatoren/mao_zedong_gnadenloser_machtmensch/index.html
 
wajdz Am: 03.11.2016 12:31:14 Gelesen: 159875# 74 @  
Jugoslawien entstand als Staat erst nach dem 1. Weltkrieg und blieb es bis 1980 unter seinem legendären Führer Tito.

Josip Broz Tito (* 7. Mai 1892 als Josip Broz in Kumrovec, Österreich-Ungarn; † 4. Mai 1980 in Ljubljana, Jugoslawien) war ein jugoslawischer kommunistischer Politiker und Generalsekretär des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens.

Als Marschall führte Tito im Zweiten Weltkrieg die kommunistischen Partisanen im Kampf gegen die deutschen und italienischen Besatzer Jugoslawiens, die faschistischen Ustascha und die königstreuen Tschetniks.



Nach dem Krieg wurde er zunächst Ministerpräsident (1945–53) und schließlich Staatspräsident (1953–80) seines Landes; ein Amt, das er bis zu seinem Tod bekleidete. Er verfolgte eine von der Sowjetunion unabhängige Politik und galt seit den 1950er Jahren als einer der führenden Staatsmänner der Bewegung der Blockfreien Staaten. Um ihn wurde ein intensiver Personenkult betrieben.

MiNr 1283



Nach Titos Tod zerfiel Jugoslawien, indem vielerorts Autonomiebestrebungen aufflammten, die sich zu Kämpfen und richtigen Kriegen entwickelten, nach und nach in seine Einzelstaaten, die sich alle selbstständig machten. Im Jahre 2006 trennte sich die Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro. Damit war die Bezeichnung "Jugoslawien" endgültig von der Landkarte verschwunden. Der ehemalige Vielvölkerstaat ist noch lange nicht zur Ruhe gekommen.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 04.11.2016 09:04:19 Gelesen: 159853# 75 @  
Am 1. Mai 1940 verausgabte die französische Post eine Wohltätigkeitsausgabe für das Kriegshilfswerk mit einer Abbildung des französischen Marschalls Josef Joffre (Mi Nr. 467).



Joffre [1] war erst 18 Jahre alt, als er als Pionieroffizier in Ausbildung am Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 teilnahm. 1886 war er in Indochina zur Bekämpfung von Aufständischen im Einsatz, 1894 liess er die Eisenbahnlinie zwischen dem Senegal und dem Sudan erbauen. 1905 als Divisionsgeneral nach Frankreich zurückgekehrt, widmete er sich hier dem Ausbau strategisch wichtiger Eisenbahnlinien und Fernstraßen, um im Verteidigungsfall eine hohe Mobilität der Armee zu erreichen. 1911 avancierte er zum Chef des Generalstabes. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges gelang es Joffre als Befehlshaber der französischen Armee, den deutschen Vormarsch in der Schlacht an der Marne zu stoppen. Nach den für Frankreich nicht erfolgreichen Schlachten des Jahres 1916 bei Verdun und an der Somme wurde er am 3. Dezember 1916 als Befehlshaber abgelöst und zum Marschall von Frankreich ernannt. 1917 übernahm er militärdiplomatische Aufgaben in den USA.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Joffre
 
Heinrich3 Am: 04.11.2016 18:32:09 Gelesen: 159835# 76 @  
Hallo Jacques,

könntest Du bitte in Deiner Aufstellung

1. zum Marschall Laudon noch die Vornamen ergänzen:

Gideon Ernst (Freiherr von Laudon)

2. auch wenn es für uns ungewohnt ist, bei den 2 Chinesen die Vornamen umsetzen:

VN Kai-Chek FN Tschiang sowie VN Ze-Dong (oder Tse-Tung) und FN Mao

Ein schönes Wochenende wünscht
Heinrich
 
merkuria Am: 04.11.2016 23:04:05 Gelesen: 159824# 77 @  
@ Heinrich3 [#76]

Hallo Heinrich,

besten Dank für die Hinweise. Den Namen von Laudon habe ich in der Liste ergänzt (wird erst bei der nächsten Revision sichtbar, da ich auf alte Beiträge nicht mehr zurückgreifen kann). Was die beiden Chinesen anbelangt, so habe ich mir das auch überlegt. Ich bin aber von der umgekehrten Schreibweise abgekommen, da ich befürchte, dass keiner so nach dem Namen sucht! Ich denke bei den zwei Exoten kann man die uns geläufige Schreibweise so belassen.

An dieser Stelle auch vielen Dank für Deine guten Beiträge in diesem Thread.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 05.11.2016 22:00:24 Gelesen: 159793# 78 @  
John Barry (* 25. März 1745 im County Wexford, Irland; † 13. September 1803 in Philadelphia) war ein irisch-amerikanischer Marineoffizier der Kontinentalarmee und später der United States Navy. Oft wird er als Vater der amerikanischen Marine bezeichnet für seine Funktion als erster Oberbefehlshaber der United States Navy.

Irland Minr 126



Barry arbeitete sich in der Handelsschifffahrt vom Kabinenjunge bis zu seinem ersten Kommando auf dem Schoner Barbadoes hoch, der auf einer Route zwischen Philadelphia und den Westindischen Inseln segelte. Das letzte Schiff, das Barry vor der Revolution für die Handelsmarine führte, war das 200-Tonnen-Schiff Black Prince im Besitz eines wichtigen Handelshauses in Philadelphia.
Mit Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges wurde Barry beauftragt, die Ausrüstung der ersten Schiffe der Kontinentalmarine in Philadelphia zu überwachen. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde Barry am 14. März 1776 zum Marine-Kapitän befördert und auf der Brigantine USS Lexington eingesetzt, mit der er sein erstes Seegefecht gegen den britischen Sloop Edward gewann.

Das letzte Seegefecht der Kontinentalmarine im Unabhängigkeitskrieg führte Barry auf der USS Alliance vor Cape Canaveral. Es gelang ihm die eskortierte USS Duc de Lauzun gegen die britische Fregatte HMS Sybil zu verteidigen, so dass sie mit der Fracht von 72.000 spanischen Silberdollar entkommen konnte.
Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde die Kontinentalmarine aufgelöst. Barry fuhr 1787 bis 1789 für die Handelsmarine mit dem Handelsschiff Asia in den Orient und nach China, von wo er Porzellan und Elfenbein zurück brachte, dass sich gut an die luxushungrige Bevölkerung von Philadelphia der Nachkriegsjahre verkaufen ließ.

Auf Grund der zunehmenden Spannungen mit Frankreich in den 1790er Jahren baute George Washington die Marine wieder auf. Barry wurde am 4. Juni 1794 vom US Kongress zum ersten Oberbefehlshaber der US Navy befördert. Er überwachte den Bau der ersten Schiffe für die US Navy, darunter auch sein Flaggschiff, die USS United States. Barry führte die Flotte der Navy im amerikanisch-französischen Quasi-Krieg. Der Abschluss der Laufbahn war die Position als Leiter des Marinestützpunkt auf Guadeloupe von 1798 bis 1801. In dieser Zeit regte er auch die Schaffung eines vom United States Secretary of War unabhängigen United States Department of the Navy an, sowie die Schaffung von staatlichen Kriegsmarine-Werften.

Fregate U.S.S. United States auf MiNr 396



Die United States war eine der drei großen Fregatten mit 44 Kanonen, die der Kongress gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Auftrag gab. Sie wurde im Mai 1797 vom Stapel gelassen und war bedeutend schwerer als ihr Schwesterschiff, die Constitution. Das imposante Kriegsschiff verfügte über exzellente Segeleigenschaften und versah eine harte Dienstzeit bei der US Navy. Während des Krieges in 1812 kaperte sie die britische Fregatte Macedonian. Während ihrer weiteren Marinelaufbahn wurde sie mehrfach umgebaut und modifiziert. In den Kriegswirren des amerikanischen Bürgerkriegs wurde die United States schließlich von Unions-Seeleuten in Norfolk bei der Aufgabe des Hafens von Norfolk selbst versenkt. Im Jahre 1866 wurde sie schließlich abgewrackt.



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 07.11.2016 09:31:42 Gelesen: 159748# 79 @  
Am 1. Mai 1940 verausgabte die französische Post eine Wohltätigkeitsausgabe für das Kriegshilfswerk mit einer Abbildung des französischen Marschalls Ferdinand Foch (Mi Nr. 468).



Im Ersten Weltkrieg befehligte Foch [1] die 9. Armee und wurde im Oktober zum Stellvertreter des Oberkommandierenden Joffre an der Nordfront ernannt, wo er die Zusammenarbeit mit den verbündeten Briten koordinierte. Durch die blutigen Misserfolge der Schlachten im Artois 1915 und an der Somme 1916 fiel Foch beim französischen Oberkommando vorübergehend in Ungnade. 1917 rehabilitiert, folgte er Philippe Pétain als Generalstabschef nach. Am 6. August 1918 wurde er zum Marschall von Frankreich ernannt und koordinierte als solcher die Angriffe der Verbündeten in der Hunderttageoffensive, welche den Krieg beendete. Ihm wurde die besondere Ehre zuteil, die Unterzeichnung des Waffenstillstandes durch die deutsche Republik entgegenzunehmen. Im Laufe seiner militärischen Karriere wurde Foch zum Marschall dreier europäischer Nationen ernannt, sein Heimatland Frankreich sowie Großbritannien und Polen verliehen ihm diesen höchsten militärischen Titel.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Foch
 
wajdz Am: 07.11.2016 18:44:45 Gelesen: 159694# 80 @  
Man muß keine Millionenheere befehligen, um der Nachwelt in Erinnerung zu bleiben. Und oft verschwindet die Person mit allen ihren menschlichen Schwächen hinter dem Mythos, der durch ihre Taten entstanden ist Andreas Hofer (* 22. November 1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier in der Grafschaft Tirol; † 20. Februar 1810 in Mantua, Italien) war Wirt im Gasthaus „Am Sand“ – daher auch als der Sandwirt bekannt. Darüber hinaus war er auch als Viehhändler tätig.



MiNr 949 aus dem Jahr 1950

Als Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung von 1809 gilt er als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat. Vor Ort wird Hofer – insbesondere von der deutschsprachigen Bevölkerung – oft mit zahlreichen Denkmälern als Volksheld und auf verklärte Weise auch als Nationalheld geehrt.



MiNr 1780 auf Maxikarte 19/1984

Hofer war ursprünglich Kommandant der Passeirer Schützen im Rang eines Majors, weswegen es bei den später aufgebotenen Standschützen keinen höheren Rang gab, da niemand über Andreas Hofer stehen sollte.

MiNr Block 48



Im Sandhof in St. Leonhard als Teil des MuseumPasseier wird Hofers Leben und Wirken seit 2009 aus verschiedenen Perspektiven – auch kritisch – beleuchtet. Bereits zu Beginn des Museumsrundgangs wird der umstrittene Begriff Held hinterfragt, für den es keine allgemeingültige Definition gibt.

MfG Jürgen -wajdz-

http://www.profil.at/home/warum-gluecklose-rebell-andreas-hofer-tirol-250390
 
merkuria Am: 10.11.2016 09:43:14 Gelesen: 159613# 81 @  
Am 9. Juli 1953 verausgabte die französische Post eine Wohltätigkeitsausgabe mit einer Abbildung des französischen Marschalls Hubert Lyautey (Mi Nr. 970)



Lyautey begann seine Militärkarriere 1873 als Kavallerieoffizier in Algerien. Nach Einsätzen in Indochina, Madagaskar und Marokko kehrte er 1915 als Divisionsgeneral kurz nach Frankreich zurück. Während des Ersten Weltkriegs war er zwischen 1916 und 1917 Kriegsminister, trat aber zurück, da er sich gegen den Oberkommandierenden Joseph Joffre [#75] nicht durchsetzen konnte. Die wichtigste Station in Lyauteys Leben war das Sultanat Marokko. In seiner Amtszeit als Generalresident von 1912-1925 erlebte das Land einen Modernisierungsschub, wobei ihm viel am Erhalt der traditionsreichen alten Städte lag.

Lyautey wird in Marokko noch heute verehrt und sein Reiterstandbild in Casablanca steht immer noch am Platz vor dem französischen Konsulat. Zu seinem 100. Geburtstag widmete ihm Marokko am 17. November 1954 eine Sonderausgabe mit gleich 4 Werten (Mi Nr. 376-379)



Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Lyautey
 
wajdz Am: 10.11.2016 22:02:36 Gelesen: 159592# 82 @  
Es war einmal eine Zeit, in der Kaiser an der Spitze eines Heeres in die Schlacht zogen.

So auch Friedrich I., genannt Barbarossa (* um 1122; † 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia, Kleinarmenien), aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. Er war von 1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch-deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.

Wichtigstes Anliegen des jungen Barbarossa war es, dem Kaisertum neuen Glanz zu verleihen und die kaiserliche Autorität in Italien durchzusetzen. Mit der Macht des Schwertes versuchte er die oberitalienischen Städte, die ihm den Gehorsam verweigerten, gefügig zu machen.

MiNr 933



Schon vor seiner Königsherrschaft hatte Barbarossa von 1147 bis 1149 am Kreuzzug seines königlichen Onkels Konrad III. teilgenommen. In seinen letzten Jahren bereitete er nach der Niederlage des Königs von Jerusalem gegen Saladin 1187 einen weiteren Kreuzzug vor. Am 11. Mai 1189 brach der Kaiser auf, doch ertrank er dreizehn Monate später kurz vor seinem Ziel.



Bis heute wartet nach der Sage der Kaiser im Kyffhäuser auf die Stunde, in der er für Deutschland wieder tätig werden muß. Offensichtlich ist in den inzwischen vergangenen 826 Jahren diese Notwendigkeit aber noch nicht eingetreten.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 18.11.2016 09:34:04 Gelesen: 159417# 83 @  
Am 10. April 2001 verausgabte die Post der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) eine Sonderausgabe anlässlich des 89. Geburtstages des Staatsgründers Kim Il Sung (Mi Nr. 4441)



Kim Il Sung [1] war ein Partisanenführer im Range eines Generals während des koreanischen Unabhängigkeitskrieges gegen die japanischen Besatzungstruppen. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde er von der Sowjetunion als erster Regierungschef der neu gegründeten Demokratischen Volksrepublik Korea eingesetzt. In dieser Funktion entwickelte sich Kim Il Sung zu einem Diktator stalinistischen Stils und errichtete eine Familien-Erbdiktatur die das Land bis heute beherrscht. Der heutige Machthaber Nordkoreas, Kim Jong Un [2] ist der in der Schweiz ausgebildete Enkel von Kim Il Sung.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Il-sung
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Jong-un
 
wajdz Am: 18.11.2016 22:11:19 Gelesen: 159392# 84 @  
George Smith Patton jr. (* 11. November 1885 in San Gabriel, Kalifornien; † 21. Dezember 1945 in Heidelberg) war ein General der US Army im Zweiten Weltkrieg. Er hatte das Kommando über die 3. US-Armee nach der Landung in der Normandie.

MiNr 646



Patton galt als einer der fähigsten General der gesamten alliierten Streitkräfte. Er war erheblich kühner und draufgängerischer als die meisten Kommandeure, und das mag sehr wohl einer der entscheidenden Faktoren gewesen sein, die zum Sieg der Alliierten führten. Er befehligte seine Truppen persönlich in vielen der schwierigsten und entscheidendsten Schlachten des Krieges: in Tunesien, in Sizilien, in der Spaltung des Westwalls. Er stand den deutschen Truppen in der Ardennenoffensive im Januar 1945 in den blutigen Kämpfen um Bastogne gegenüber, die wegen des Nachschubmangels der Deutschen und der Lufthoheit der Alliierten scheiterte.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 21.11.2016 08:51:07 Gelesen: 159302# 85 @  
Jeanne d’Arc, im deutschen Sprachraum auch Johanna von Orléans genannt, war eine französische Heerführerin während des 100-jährigen Krieges (1337 bis 1453) und wird heute in Frankreich als Nationalheldin betrachtet. Jeanne d’Arc behauptete, dass ihr Vorgehen zu Schlachtführungen nicht von ihr, sondern durch höhere Stimmen vorgegeben wurden. Tatsächlich gelang ihr dabei die Befreiung des von den Engländern belagerten Orléans, die Befreiung von Paris blieb jedoch erfolglos. Durch Intrigen und Verrat landete sie schliesslich vor dem Inquisitionsgericht und wurde dort im Alter von nur 19 Jahren zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.



Die französische Post ehrte Jeanne d’Arc ein erstes Mal im März 1929 anlässlich des 500. Jahrestages der Befreiung von Orléans (Mi Nr. 237).



Am 11. Mai 2012 wurde das 600. Geburtsjahr der Heldin letztmals philatelistisch mit einer Sondermarke geehrt (Mi Nr. 5342) Diese Marke erschien als Gemeinschaftsausgabe mit dem Vatikan.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Jeanne_d%E2%80%99Arc
 
merkuria Am: 24.11.2016 08:59:44 Gelesen: 159234# 86 @  
Ludwig Pfyffer war ein Schweizer Staatsmann und Heerführer in französischen Diensten. Er trat als Offizier in den französischen Kriegsdienst und wurde nach etlichen Schlachterfolgen zum Obersten eines Schweizerregiments im Heer des französischen Königs Karl IX ernannt. Seine militärischen Hauptaktivitäten tätigte er während den Hugenottenkriegen auf Seite der Katholiken. Er wurde in den französischen Adelsstand erhoben und kehrte danach wieder in die Schweiz zurück. Infolge seines Einflusses wurde Pfyffer von seinen Zeitgenossen als «Schweizerkönig» bezeichnet.



Die Schweizer Post ehrte Ludwig Pfyffer am 15. Januar 1941 auf der 1 FR Wertstufe der Freimarkenausgabe Historische Bilder (Mi Nr. 382)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Pfyffer_von_Altishofen
 
merkuria Am: 24.11.2016 09:06:19 Gelesen: 159233# 87 @  
In 86 Beiträgen konnten bis jetzt 70 Feldherren und Heerführer vorgestellt werden! Zur besseren Übersicht der bereits vorgestellten Persönlichkeiten habe ich die untenstehende Übersichtstabelle aktualisiert. Die Aufstellung ist alphabetisch nach Herkunftsländern der Personen erstellt.



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 24.11.2016 20:12:22 Gelesen: 159208# 88 @  
Semjon Michailowitsch Budjonny 13. April 1883 in Kosjurin bei Woronesch; † 26. Oktober 1973 in Moskau) war ein Marschall der Sowjetunion, Hauptinspekteur der Roten Armee und dreifacher Held der Sowjetunion (1958, 1963, 1968).

Seit 1903 in der zaristischen Armee, nahm er 1904 bis 1905 am russisch-japanischen 1904-1905 sowie im Ersten Weltkrieg als Wachtmeister in einem Regiment der zaristischen Dragoner teil, dekoriert mit dem höchsten Russischen Orden des Heiligen Georg.

Im russischen Bürgerkrieg von 1918 bis 1921 führte Budjonny auf der Seite der Bolschwiken größere Kavallerieverbände. So kämpfte er an der Spitze der 1. Roten Reiterarmee bei der 10. Armee gegen Anton Iwanowitsch Denikin, General der weißgardistischen Truppen.

MiNr 3526 Die Rote Reiterarmee



Auch am Polnisch-Sowjetischen Krieg von 1920 war er als Befehlshaber einer Armee beteiligt. In dieser Zeit begründete sich seine alle Krisen überdauernde Freundschaft zum aufsteigenden Generalsekretär der KPdSU Josef Stalin. Obwohl er in der Partei niemals eine höhere Funktion ausübte, war er stets ein Vertrauter Stalins.

Von 1924 bis 1937 war Budjonny Inspekteur der Kavallerietruppen. Ihm ist die Existenz der Roten Kavallerie bis zum Anfang der 1950er Jahre zu verdanken. Am 20. November 1935 wurde er zum Marschall ernannt.

MiNr 4271



Im Jahre 1938 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. Er war einer der Militärrichter im vierten Moskauer Prozess von 1937 gegen Marschall Michail Tuchatschewski, der im Rahmen der Stalinschen Säuberungen zum Tode verurteilt wurde.

Im Zweiten Weltkrieg übte Budjonny anfänglich hohe Funktionen in der Roten Armee aus. Er war 1941 Oberbefehlshaber der “Strategischen Südwestrichtung”, in der Schlacht um Moskau befehligte er Ende 1941 eine Armee südlich von Moskau um Malojaroslawez. Bis Mitte 1942 war er Oberbefehlshaber der Nordkaukasusfront, Die deutsche Wehrmacht konnte erfolgreich seine Armeeverbände zurückdrängen. Erneut wurde Budjonny auch von seinem letzten, erfolglosen Frontkommando abgelöst. Trotz seiner Niederlagen blieb Stalin ihm gewogen. Seit Januar 1943 war er Inspekteur der Kavallerie der Roten Armee und wurde als deren Begründer vielfältig geehrt. 1946 wählte man ihn in den Obersten Sowjet.

Neben seinen militärischen Meriten erwarb sich Budjonny große Verdienste um die russische Pferdezucht, als er 1921 den Befehl zur Neugründung von Staatsgestüten gab.

Als Anführer der Don-Kosaken geht insbesondere der Erhalt des Don-Pferdes, aber auch der Kabardiner, Ukrainer und Tersker auf seinen energischen Einsatz im Sinne einer qualitativ hochwertigen Pferdezucht zurück. Als „Pferdeversteher“ galt Budjonny als Autorität. Darüber hinaus veranlasste er den Aufbau der Zucht einer neuen Rasse nach seinen Vorstellungen, die seinen Namen – Budjonny – erhielt.
 
merkuria Am: 27.11.2016 09:15:37 Gelesen: 159139# 89 @  
Jörg Jenatsch war ursprünglich Pfarrer und Politiker. Nach dem Einmarsch der Spanier und Österreicher in den Drei Bünden (heutiges Gebiet des Schweizer Kantons Graubünden) wurde das Land 1620 in den Dreissigjährigen Krieg hineingezogen. Jenatsch begann eine militärische Karriere, zuerst als Partisanenführer, dann als Hauptmann der Kavallerie.

Später zum General ernannt, war er mit der Unterstützung Spaniens in der Lage, die mittlerweile einmarschierten Franzosen 1637 zum Abzug zu zwingen. Von da an war Jenatsch der politische und militärische Lenker Graubündens, wurde als «Direktor» des spanisch-österreichischen Bündnisses mit Reichtümern überschüttet und durch Philipp IV. von Spanien geadelt. Jenatsch wurde bei einem nächtlichen Gelage in Chur ermordet. Seine Person wird bis heute als Freiheitskämpfer für Graubündens verehrt.



Die Schweizer Post ehrte Jürg Jenatsch am 15. Januar 1941 auf der 1.20 FR Wertstufe der Freimarkenausgabe Historische Bilder (Mi Nr. 383)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Jenatsch
 
skribent Am: 27.11.2016 10:29:00 Gelesen: 159133# 90 @  
Guten Morgen Zusammen,

drei Generäle aus dem amerikanischen Bürgerkrieg kann ich auch beisteuern.



St. Kitts - Mi.-Nr.: 544, Block Nr. 21 "General George B. McClellan"



St. Kitts - Mi.-Nr.: 545, Block Nr. 22 "General Ulysses S. Grant"



St. Kitts - Mi.-Nr.: 546, Block Nr. 23 "General Robert E. Lee"

MfG >Franz<
 
skribent Am: 29.11.2016 09:41:50 Gelesen: 159075# 91 @  
Guten Morgen Zusammen,

am 17. März 1938 würdigte die Post Brasiliens den 100. Geburtstag von General José Vieira Couto de Magalhaes mit einem Sonderwertzeichen.



Brasilien - Mi.-Nr. 483

General geworden ist er bestimmt wegen irgendwelcher militärischer Taten oder Erfolge, sein Konterfei befindet sich aber aus sehr friedlichen Gründen in meiner Sammlung. Er ist nämlich der Gründer und Erbauer der "Minas & Rio Railroad Company", die in Brasilien vier Eisenbahnstrecken betrieb.

MfG >Franz<
 
merkuria Am: 30.11.2016 10:08:34 Gelesen: 159028# 92 @  
Joachim Forrer war ein Schweizer Militär der seine Karriere 1805 in St. Gallen begann. Zu dieser Zeit war die Schweiz quasi ein Protektorat Frankreichs. Die Kantone verpflichteten sich, für Frankreich Soldaten zu stellen, wobei vor allem im Krieg gegen Spanien und Portugal als auch im Russlandfeldzug viele Schweizer ihr Leben verloren. Forrer kämpfte als Unterleutnant 1808-1811 im 3. Französischen Schweizerregiment in Spanien und erwarb sich dort den Orden der Ehrenlegion. 1812 im Russlandfeldzug als Hauptmann einer Grenadierkompagnie dienend, kehrte er 1815 in die Schweiz zurück. 1819 wurde er Militärinspektor von St. Gallen und 1820 zum Oberst befördert, 1831 Chef der 4. Eidgenössischen Division.



Die Schweizer Post ehrte Joachim Forrer am 15. Januar 1941 auf der 2 FR Wertstufe der Freimarkenausgabe Historische Bilder (Mi Nr. 385)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D23686.php
 
merkuria Am: 03.12.2016 10:09:10 Gelesen: 158943# 93 @  
Lafayette war französischer General und Politiker. Er nahm auf der Seite der Kolonisten am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil und spielte auch eine wichtige Rolle in der Französischen Revolution.

Nach der Unabhängigkeitserklärung der britischen Kolonien ging Lafayette mit einer selbst angeworbenen Freiwilligentruppe 1777 nach Amerika um dort für die amerikanische Unabhängigkeit zu kämpfen. In dieser Zeit wurde er in Gegenwart von George Washington in eine militärische Freimaurerloge aufgenommen. Nach kurzem Aufenthalt in Frankreich kehrte er 1780 nach Amerika zurück und war führend am Virginia-Feldzug beteiligt, welcher 1781 mit der Kapitulation der Briten endete. In den Vereinigten Staaten wurde er als großer Kriegsheld gefeiert.

Lafayette war das wichtigste Bindeglied zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution. Als begeisterter Anhänger der amerikanischen Verfassungsgrundsätze rief er Frankreich dazu auf, diesem Beispiel zu folgen. In der Anfangsphase der Französischen Revolution war Lafayette einer der führenden Politiker. Nach dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 wurde er zum Kommandant der Nationalgarde ernannt.



Die US-amerikanische Post ehrte Lafayette am 13. Juni 1952 mit einer Sonderausgabe anlässlich des 175. Jahrestages seiner Ankunft in Amerika (Mi Nr. 629)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Joseph_Motier,_Marquis_de_La_Fayette
 
merkuria Am: 27.12.2016 09:56:43 Gelesen: 158611# 94 @  
James Edward Oglethorpe [1] war ein britischer General. Er gründete die amerikanische Kolonie Georgia, aus der später der heutige US-Bundesstaat Georgia entstand. Er gilt als erster Gouverneur der Kolonie, obwohl er diesen Titel niemals geführt hat.



Die US-Post ehrte Oglethorpe auf einer Sonderausgabe vom 12. Februar 1933 anlässlich des 200. Jahrestages der Gründung der Kolonie Georgia (Mi Nr. 353).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/James_Oglethorpe
 
Angelika2603 Am: 27.12.2016 13:08:36 Gelesen: 158598# 95 @  
Fürst von Blücher



und der Herr in der Mitte dürfte Barbarossa sein



Lieben Gruss
Angelika
 

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