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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 546 Beiträge:
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merkuria Am: 09.11.2019 08:34:37 Gelesen: 9144# 522 @  
Am 21. Juni 1990 verausgabte die Bundesrepublik Deutschland eine Sonderausgabe zum 40. Jahrestag der Charta der deutschen Heimatvertriebenen (Mi Nr. 1470).

Bei der Drucklegung stellte man fest, dass das Wort DEUTSCHEN in der obersten Textzeile irrtümlich mit einem grossen „D“ dargestellt wird. Nach Feststellung dieses Orthographiefehlers wurden die Druckzylinder ausgetauscht und die bereits fehlerhaft gedruckten Bogen vernichtet. Nach Auskunft der Bundesdruckerei ist ein fehlerhafter Bogen trotzdem versehentlich in den Verkehr gelangt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. XIV. Die Abbildung rechts zeigt die verausgabte Marke mit der korrekten Schreibweise.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 25. Schlegel Auktion vom 30. Oktober 2019 in Berlin unter Los Nr. 10158 für 3‘500 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
mausbach1 Am: 11.11.2019 10:39:47 Gelesen: 8880# 523 @  
Persien




Im Laufe des Jahres 1886 wurden Versuchsdrucke vorgelegt, die auf Toman lauteten. Sie waren gedacht für Wertsendungen bzw. Geldüberweisungen. Doch davon wurde Abstand genommen und überdruckte sie in verschiedenen Farben und Wertstufen, um sie im Normalverkehr einsetzten zu können. Nach Vorlage im Postministerium fanden aber auch diese Versuchsdrucke keinen Gefallen, so daß es zu einer Ausgabe nicht gekommen ist. Diese Stücke, äußerst geringe Anzahl, in der Literatur lediglich bekannt bei Bodo Hartmann Handbuch Iran Teil I.
 
merkuria Am: 12.11.2019 08:30:55 Gelesen: 8696# 524 @  
1927/1928 verausgabte Bulgarien eine Flugpostausgabe (Mi Nr. 206-209). Dazu verwendete man Freimarken früherer Ausgaben und versah diese mit einem Aufdruck eines Flugzeugs sowie teilweise neuer Wertangabe.



Von der 1, 4 und 10 Lewa Wertstufe wurde eine Auflage von je 100‘000 Exemplaren mit abweichenden Farben der Aufdrucke produziert, jedoch nie ausgegeben. Diese Unverausgabten müssen wohl trotzdem in grossen Mengen in den Handel gelangt sein, was sich in tiefen Preisen reflektiert. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I-III.





Die Unterschiede der Aufdruckfarben im einzelnen:

1 auf 6 Lewa: unverausgabt rotbraun anstelle von karmin
4 Lewa: unverausgabt dunkelgrün anstelle von blau
10 Lewa: unverausgabt dunkelblau anstelle von grün

Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wird im Handel um durchschnittlich 10 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Richard Am: 12.11.2019 18:01:39 Gelesen: 8575# 525 @  
@ Heinz 7 [#513]

Hallo Heinz,

Harald Rauhut, Geschäftsführer von Rauhut und Kruschel hat mir eine Mail dazu geschrieben:

Lieber Herr Ebert,

Zuschlag war zum einen laut Ergebnisliste "200.000,- u.V." (natürlich DM), das stimmt auch zum anderen meiner Erinnerung nach, weil ich persönlich auf der Auktion war.

Beste Grüße
Harald Rauhut


---

Schöne Grüsse, Richard
 
Heinz 7 Am: 01.12.2019 11:12:00 Gelesen: 6176# 526 @  
@ merkuria [#496]

Guten Tag Jacques,

wenn ich den Katalog Zumstein konsultiere, sieht das anders aus.

Satz von 17 Werten 1922 = verausgabt = Zumstein Nrn. 106-122

Nach Zumstein nicht zur Ausgabe kamen hingegen folgende Sätze:

0105.I bis 0105.X von 1920: drei Werte (Berg Ararat, Spinnerin und Wappen mit den Nominalen 1 Rubel bis 100 Rubel)

Zumstein Nr. 123-130, Ausgabe 1922 diverse Motive, Aufdruck des neuen Wertes (in Goldkopeken)

Zumstein Nr. 131-140, Ausgabe 1923 diverse Motive, mit schwarzem, violettem oder rotem Aufdruck des neuen Wertes.

Dass die Nicht ausgegebenen Briefmarken bei Zumstein offenbar trotzdem normale Hauptnummern bekamen, ist natürlich nicht hilfreich für das Verständnis.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 01.12.2019 11:26:20 Gelesen: 6170# 527 @  
@ merkuria [#158]

Jacques hat uns vor einiger Zeit schon Armenien 1920 gezeigt: die erste eigene Ausgabe (= mit eigenen Markenbildern, also nicht Marken von Russland mit Überdruck), die aber schliesslich nicht zur Ausgabe kamen. Er zeigte uns sogar Abarten (Kopfsteher!) dieser Marken.

Anbei noch der 25 Rubel Wert "normal", also nicht kopfstehend.



Diese Marke zeigt der Berg Ararat oder, genauer: Großer und Kleiner Ararat von Osten.

Liebe Grüsse
Heinz
 
Martin de Matin Am: 01.12.2019 12:18:55 Gelesen: 6150# 528 @  
@ Heinz 7 [#527]

Als Ergänzung zeige ich den ganzen Satz der nicht Verausgabten. Die Marken wurden im Stichtiefdruck hergestellt. Nach Michelkatalog soll es auch Fälschungen geben obwohl der Michelwert 2003 nur 5 Euro war.

Im Kohlhandbuch sind die Werte 1 und 15 Rubel ohne Preisangabe versehen, wobei angeblich nur ca. 20 vom 15 Rubelwert in den Handel gelangten die restlichen seien verschollen gegangen. Es sieht sehr nach Spekulation aus.



Heinz bei deinem Stück sehen die in grün gedruckten Teile etwas undeutlich aus. Ist dein Stück wirklich im Stichtiefdruck hergestellt worden?

Gruss
Martin
 
merkuria Am: 09.12.2019 13:29:55 Gelesen: 5208# 529 @  
1950 plante Bulgarien eine Flugpostausgabe zu 10 Lewa. Gezeigt werden sollte ein Flugzeug über einer Gebirgslandschaft. Aus nicht gesicherten Gründen blieb diese Marke jedoch unverausgabt. Ich könnte mir vorstellen, dass die graphische Darstellung der Grund für diesen Entscheid gewesen sein könnte: Das Flugzeug erweckt den Eindruck, als würde es direkt in die Berge hineinfliegen. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. VI.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 25. Schlegel Auktion vom 30. Oktober 2019 in Berlin unter Los Nr. 4651 für 55 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.12.2019 14:07:16 Gelesen: 4966# 530 @  
Im März 1923 plante die italienische Post für die Levante eine Freimarkenausgabe ähnlich der Ausgabe Mi Nr. 84-91, jedoch ohne den zusätzlichen Aufdruck CONSTANTINOPOLI. Dazu verwendete man Marken von Italien (ex Mi Nr. 90-135) und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes in türkischer Währung (Mi Nr. 93-100). Diese Marken blieben unverausgabt, was der Michel Katalog in einer Fussnote bekannt macht.




Ein kompletter ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wird im Handel zwischen 100 und 150 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.12.2019 08:47:23 Gelesen: 4765# 531 @  
Im April 1903 begannen die Deutschen Auslandspostämter in Marokko mit der Ablösung der Freimarkenausgabe vom Oktober 1901. Die Marken wurden mit einer etwas geänderten Schriftart überdruckt (Mi Nr. 8 II und 16 II - 19 IV).

Die übrigen Wertstufen waren ebenfalls mit dem neuen Aufdruck vorbereitet, wurden aber postalisch nie ausgegeben. Diese gelangten in kleiner Auflage innerhalb einer amtlichen Markenversteigerung in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 7 II und 9 II - 15 II.




Ein kompletter postfrischer Satz im Viererblock vom oberen Bogenrand wurde an der 194. Rauhut & Kruschel Aktion vom 16. November 2019 in Mühlheim a.d.R. unter Los Nr. 3205 für 4‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.12.2019 09:04:35 Gelesen: 4537# 532 @  
1890/1891 verausgabte Argentinien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 76-80) Nebst den verausgabten Wertstufen ½ und 8 Centavos sowie 1, 5 und 20 Pesos waren auch zwei Wertstufen zu 10 und 50 Pesos vorgesehen. Von diesen wurden je 100‘000 Exemplare hergestellt, jedoch nie ausgegeben. Jeweils 99‘900 Exemplare dieser Unverausgabten wurden verbrannt, was mit den verbleibenden 100 Exemplaren geschah, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese beiden Unverausgabten unter Mi Nr. III und IV. Die unverausgabte 50 Pesos Wertstufe wurde bereits unter [#478] vorgestellt.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 244. – 249. Corinphila Auktion vom 3. Dezember 2019 in Zürich unter Los Nr. 4030 für 900 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.12.2019 09:13:30 Gelesen: 4315# 533 @  
1885 verausgabte Ceylon eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 89). Dazu verwendete man eine unverausgabte Wertstufe 24 Cents in lila Farbe welche in gleicher Zeichnung der 1872 verausgabten Marke Mi Nr. 49 24 Cents grün entsprach. Man versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck des neuen Wertes TEN / CENTS (Mi Nr. 89 Abbildung rechts). Die dazu verwendete 24 Cents lila Marke kam ohne einen Wertaufdruck nicht an den Postschalter. Der Michel Katalog listet die ohne den Aufdruck unverausgabte Marke nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der David Feldman Auktion vom 13. Dezember 2019 in Petit-Lancy / Genf, Schweiz innerhalb eines kleinen Sammelloses Nr. 50859 für 1‘300 GB£ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.12.2019 09:41:55 Gelesen: 3950# 534 @  
1923 verausgabte die französische Post in Syrien eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 23-27). Dazu verwendete man Portomarken von Frankreich und versah diese mit einem vierzeiligen Aufdruck Syrie / Grand Liban / Wertangabe / Piastres. Nebst den verausgabten Wertstufen 50 Centimes, 1, 2, 3 und 5 Piaster war auch eine Wertstufe von 2.50 Piaster zur Ausgabe vorbereitet, welche jedoch unverausgabt blieb. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht. Der französische Maury Katalog listet diese unter Nr. 21 A.



Ein ungebrauchtes Paar mit Zwischensteg dieser Unverausgabten wurde an der 28. Cedarstamps Auktion vom 23. November 2019 in Beirut/Libanon unter Los Nr. 185 für 220 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.12.2019 09:43:42 Gelesen: 3588# 535 @  
Am 23. Februar 1884 verausgabte die französische Kolonie Guadeloupe ihre ersten ingezähnten Freimarken (Mi Nr. 1-2). Dazu verwendete man die allgemeinen französischen Kolonialausgaben von 1881 (Mi Nr. 32 und 44) und versah diese mit einem kastenförmigen Aufdruck G.P.E. / Wertstufe. Nebst den verausgabten Wertstufen 20 auf 30 und 25 auf 35 Centimes war auch eine gezähnte Wertstufe von 5 auf 4 Centimes zur Ausgabe vorbereitet, welche jedoch unverausgabt blieb. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 29. La Postale Auktion vom 18. Oktober 2019 in Paris unter Los Nr. 3012 für 706 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 30.12.2019 10:15:34 Gelesen: 3378# 536 @  
1915/1927 verausgabte Chile eine Freimarkenausgabe mit Bildnissen von Persönlichkeiten (Mi Nr. 118-133). Nebst den verausgabten 4 Centavos Wertstufen mit dem Bildnis von Kolumbus war auch eine 4 Centavos Marke mit dem Abbild des früheren Präsidenten Balmaceda vorgesehen, welche jedoch nicht verausgabt wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. II.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde zusammen mit zwei Farbproben an der 244. – 249. Corinphila Auktion vom 3. Dezember 2019 in Zürich unter Los Nr. 4182 für 750 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 02.01.2020 08:50:25 Gelesen: 3087# 537 @  
Zwischen 1. Januar 1931 und November 1933 verausgabte Frankreich verschiedene Wertstufen der Freimarkenausgabe Mi Nr. 273-283 mit einem Vorausentwertungs-Aufdruck. Nebst den verausgabten Vorausentwertungs-Wertstufen 40, 45 und 65 Centimes war auch die 30 Centimes (Mi Nr. 273) mit dem Vorausentwertungs-Aufdruck zur Ausgabe vorbereitet, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. 273V.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 19047. Spink Auktion vom 13. November 2019 in London unter Los Nr. 195 für 1‘800 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 05.01.2020 09:42:52 Gelesen: 2677# 538 @  
In den 1990er Jahren beabsichtigte die Post von Qatar die Herausgabe von 3 Briefmarken zur Verwendung für den Mumtaz Express Mail Service EMS. Die bereits fertiggestellten Marken zeichneten sich durch sehr hohe Wertstufen von 50, 80 und 120 Ryals aus. Der Höchstwert der 1996 verfügbaren Freimarkenausgabe wies vergleichsweise nur einen Nennwert von 30 Ryals aus! Die drei vorgesehenen EMS-Marken hätten zur Zeit ihrer Ausgabe mit 250 Ryals einem Gegenwert von ca. 65 Schweizer Franken entsprochen. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese jedoch unverausgabt.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 45. Christoph Gärtner Auktion vom 16. Oktober 2019 unter Los Nr. 7676 für 1‘250 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Wesi Am: 05.01.2020 23:59:08 Gelesen: 2551# 539 @  
Nun steuere ich dem Thema auch noch eine neue Marke bei, zum 100. Tag der Unabhängigkeit von Frankreich (17.4.1946) plante Syrien 2016 eine Sondermarke herauszugeben, diese wurde schon gedruckt aber aus mir nicht bekannten Gründen nie ausgegeben.

Was mit der gesamten Auflage von 10.000 Stück sprich 100 Schalterbögen geschah ist auch völlig unbekannt, nur einzelne Stücke, die man noch mit Händen und Füßen abzählen kann haben es in Sammlungen geschafft und sie wurde einmal bei eBay für 350 $ angeboten. In Syrien selber bekommt man die Marke kaum und außerhalb dürfte es noch deutlich schwieriger sein. Ich stehe auch in Kontakt mit den Clubs in Damaskus und Aleppo, aber dort weiß man auch nicht viel mehr.



Mit einem Handelswert von ca. 150-200 Euro nicht die teuerste, aber dafür den Umständen wegen sicher keine uninteressante Marke.

MfG
Moritz
 
merkuria Am: 08.01.2020 09:03:00 Gelesen: 1994# 540 @  
1864 plante das Fürstentum Rumänien eine Freimarkenausgabe mit dem Bildnis von Fürst Cuza. Diese drei Marken gelangten jedoch nie zur Ausgabe und wurden erst 1865 in einer veränderten Zeichnung ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I-III.

Diese Unverausgabten wurden in diesem Thread bereits unter [#14] vorgestellt, verdienen es aber infolge der Ausbietung von solch interessanten Einheiten, nochmals gezeigt zu werden.




Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten in Zehnereinheiten wurde an der David Feldman Auktion vom 12. Dezember 2019 unter Los Nr. 41204 für 400 € + Aufgeld verkauft.



Ein ungebrauchter Satz in Bogen zu je 100 Exemplaren wurde an der gleichen Auktion unter Los Nr. 41205 für 800 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
22028 Am: 08.01.2020 14:38:54 Gelesen: 1941# 541 @  
@ 22028 [#220]

Zunächst etwas Wiederholung von Beitrag [#220]

Die kolumbianische Privatpost "Expreso Ribon" hatte über die Jahre insgesamt 5 verschiedene Markenausgaben ausgegeben. Die s.g. 6. Ausgabe (10 Marken im Satz) wurde bei der Reichsdruckerei in Berlin gedruckt, aber nicht mehr verwendet. Im Handel sind trotzdem Marken zu finden. Während einzelne Marken oder komplette Sätze zu ja 10 Marken ab und zu angeboten werden so sind diese im kompletten Bogensatz sehr rar, meines Wissens nach sind nur 2 komplette Bogensätze bekannt.

Zu diesen Marken konnte ich bisher 4 Wertstufen entdecken, die 5 Centavos Marke ist heute erst bei mir eingetroffen), die nun alle in meiner Sammlung sind und welche ungezähnt sind, aber auf dem gleichen Papier wie die regulär gezähnte Ausgabe gedruckt ist. Ob es sich um Probedrucke oder Vorlagestücke handelt, kann ich bisher nicht sagen. Ungezähnte Marken der 5 Centavos, 10 Centavos und 50 Centavos Wertstufe sowie der 20 Centavos Einschreibemarke auf dem Papier wie die gezähnten Marken.

Nur die gezeigten Exemplare sind bisher bekannt. 



Jegliche Informationen zum Hintergrund der Marken werden gerne angenommen.
 
merkuria Am: 10.01.2020 12:54:40 Gelesen: 1662# 542 @  
@ Wesi [#539]



Danke für das Zeigen dieser Unverausgabten! Die Marke wird zur Zeit wieder in ebay [1] von einem Anbieter aus Kanada für 350 US$ angeboten. Weitere Informationen zu dieser Unverausgabten habe ich auch nicht.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] eBay 223391449514
 
merkuria Am: 11.01.2020 08:57:11 Gelesen: 1507# 543 @  
1876 beabsichtigte die Post Frankreichs die Herausgabe einer weiteren Portomarke zu 20 Centimes in Zeichnung und Farbe der Portomarken Mi Nr. Porto 1-5. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde diese Wertstufe in dieser Zeichnung jedoch nicht verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Michel Nr. Porto II. Eine Ausgabe einer 20 Centimes Portomarke erfolgte erst 1882 innerhalb der neuen Ziffernzeichnung Mi Nr. 10-23.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 173. Cérés Auktion vom 10. Dezember 2019 in Paris unter Los Nr. 1815 für 4‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.01.2020 08:30:25 Gelesen: 1021# 544 @  
Am 24. Dezember 1925 verausgabte Albanien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 133-143). Die Wertstufe 1 Fr (Mi Nr. 140) war ursprünglich in den Farben grauultramarin/dunkelbraun und die 2 Fr (Mi Nr. 141) in graugrün//rotbraun zur Ausgabe vorgesehen, blieben aber aus mir nicht bekannten Gründen unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand, listet diese Unverausgabten aber nicht. Die Abbildung der beiden Einzelmarken zeigt die verausgabten Marken in den Farben rot/blau und grün/gelb.





Eine ungebrauchte Zusammenstellung mit etwa je 1200 Exemplaren dieser beiden Unverausgabten wurde an der 15. Auction Galleries Auktion (vormals Schwanke) vom 1. Dezember 2019 in Hamburg unter Los Nr. 6793 für 300 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinz 7 Am: 16.01.2020 14:29:55 Gelesen: 556# 545 @  
Dieser wunderbare Fünferstreifen der 10 Bani-Marke, 9. Ausgabe, fällt uns gleich doppelt auf

a) erstens ist er in der ungewöhnlichen Farbe grün
b) zweitens sind die Marken nicht gezähnt.



Da kommen wir ins Rätseln und fragen uns, welche Katalognummer diese Einheit wohl hat.

Die Auflösung ist nicht spektakulär; dieser Wert wurde in dieser Form nie ausgegeben. Er wurde bloss versuchsweise hergestellt und wurde darum von den meisten Katalogen nirgends aufgeführt.

Es gibt wenige Spezialisten, die solche ESSAYs von Rumänien sammeln und/oder katalogisieren. Altmeister Edouard Cohen war der wohl bekannteste Sammler solcher Spezialitäten.

Die Grundmarke, die schliesslich gedruckt wurde, ist die Michel Rumänien Nr. 45. Sie war in der Farbe blau, und sie war gezähnt.

Heinz
 
merkuria Am: 17.01.2020 10:58:49 Gelesen: 341# 546 @  
1945 verausgabte das französische Überseegebiet St. Pierre et Miquelon eine Freimarken-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 330-337). Dazu verwendete man Freimarken der Ausgabe 1942 (ex Mi Nr. 299-308) und versah diese mit einem Aufdruck des neuen Wertes. Der Wertaufdruck 4.50 FR sollte dabei ausschliesslich auf die 25 Centimes Marke (Mi Nr. 301) aufgedruckt werden. Irrtümlich wurde eine nicht bekannte Anzahl der 5 Centimes Marke (Mi Nr. 299) ebenfalls mit dem 4.50 FR Aufdruck versehen, welche aber nicht verausgabt wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 173. Cérés Auktion vom 10. Dezember 2019 in Paris unter Los Nr. 4192 für 500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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