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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 626 Beiträge:
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22028 Am: 24.06.2020 20:56:36 Gelesen: 7565# 602 @  
Ein Bekannter von mir sucht Infos zu dieser Marke von Pakistan aus dem Jahr 1976 die angeblich unverausgabt ist. Es soll die Marke auch auf Brief geben. Hat da jemand Infos?


 
Pete Am: 24.06.2020 21:56:27 Gelesen: 7556# 603 @  
@ 22028 [#602]

Ein Bekannter von mir sucht Infos zu dieser Marke von Pakistan aus dem Jahr 1976 die angeblich unverausgabt ist. Es soll die Marke auch auf Brief geben. Hat da jemand Infos?

Es handelt sich hierbei um die Mi-Nr. I (katalogisiert nach Mi-Nr. 428) vom (geplant) 11.10.1976 - "Grundsteinlegung der Faisal-Moschee in Islamabad durch König Khalib bin Abdul Aziz von Saudi-Arabien". Der Michel-Katalog Süd- und Südostasien (Ausgabe 2006) schreibt, dass diese Briefmarke zurückgezogen wurde, da der Besuch des Königs nicht stattfand. Einige Exemplare gelangten in den philatelistischen Handel.

Gruß
Pete
 
merkuria Am: 25.06.2020 08:07:01 Gelesen: 7530# 604 @  
1942 plante Italienisch Ostafrika eine Portomarkenausgabe mit 11 Wertstufen von 5 Centesimi bis 10 Lire. Aus kriegsbedingten Gründen blieben diese Portomarken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I - XI.



Diese Unverausgabten müssen nach Kriegsende in grosser Masse in den Handel gelangt sein, was durch einen Handelspreis von unter 5 € für den ganzen Satz belegt wird!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
22028 Am: 25.06.2020 13:01:58 Gelesen: 7509# 605 @  
@ Pete [#603]

Besten Dank.
 
merkuria Am: 28.06.2020 08:33:25 Gelesen: 7337# 606 @  
1893 plante das Königreich Italien eine Sonderausgabe zur Feier der Silberhochzeit von König Umberto I. und Königin Margherita. Die Marke sollte am Jubiläumstag vom 22. April 1893 erscheinen. Gemäss Literatur wurde die Wertzeichendruckerei Turin jedoch zu spät über dieses Vorhaben informiert, weshalb diese den Druckauftrag nicht termingerecht erledigen konnte. Somit blieben diese Marken unverausgabt.

Eine nicht bekannte Anzahl von Vorlagestücken blieb jedoch erhalten und gelangte in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im italienischen Sassone Katalog werden sie unter Sass Nr. 64A (roter Rahmen) und 64 B (grüner Rahmen) gelistet.



Ein postfrischer Satz dieser beiden Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 12. Mai 2020 in New York unter Los 1509 für 4‘500 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft. Bei ebay wird 64A für 450 €, 64B für 6‘000 € angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 01.07.2020 08:39:06 Gelesen: 7222# 607 @  
1970 plante Bahrain eine Wohltätigkeitsausgabe für Palästina. Vorgesehen waren zwei Werte zu 10 und 100 Fils welche bildgleich die Khamis Moschee in Bahrain zeigen sollten. Aus nicht bekannten Gründen blieben diese Marken aber unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine postfrische Zusammenstellung dieser zwei Unverausgabten wurde an der 373. Köhler Auktion vom 24. Juni 2020 unter Los Nr. 1067 für 300 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 04.07.2020 08:24:44 Gelesen: 6907# 608 @  
Diese äusserst selten angebotenen Unverausgabten aus Malta wurden bereits in den Beiträgen [#254] , [#388] und [#394] näher vorgestellt.

Aus gegebenem Anlass, möchte ich nochmals auf diese Unverausgabten zurückkommen. Nachdem der erste im Handel vorgekommende Satz 2018 bei Feldman in Genf für 5‘500 GB£ verkauft wurde, kam dieses Jahr ein weiterer Satz - diesmal als Bogeneckrandstücke - wiederum bei Feldman zum Angebot.



Der postfrischer Satz als Eckrandstücke dieser Unverausgabten wurde an der David Feldman Auktion vom 2. Juli 2020 in Genf unter Los 31867 für 10‘000 GB£ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.07.2020 00:05:32 Gelesen: 6658# 609 @  
1926 verausgabte die Tschechoslowakei eine Portomarkenausgabe (Mi Nr. Porto 41-46). Dazu verwendete man die Freimarken von 1920 (Mi Nr.183-188) und versah diese mit einem Aufdruck DOPLATIT und mit neuer Wertangabe.

Für die 50 Heller Wertstufe war nur die grüne 500 Heller Marke für den Aufdruck vorgesehen. Irrtümlich wurden auch 50 Heller Aufdrucke in unbekannter Stückzahl auf der dunkelbraunen 400 Heller Marke produziert, diese wurden jedoch nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 373. Köhler Auktion vom 23. Juni 2020 in Wiesbaden unter Los Nr. 334 für 2‘600 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.07.2020 08:22:38 Gelesen: 6231# 610 @  
Im Juni 1942 verausgabte die japanische Besatzungsbehörde von Selangor/Malaya eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 20-30). Dazu verwendete man Marken früherer Ausgaben von Selangor und versah diese mit einem dreizeiligen Aufdruck DAI NIPPON /2602 / MALAYA.

Gemäss Literatur wurden dabei nicht alle zur Ausgabe vorbereiteten Wertstufen ausgegeben. Die Mi Nr. 20,22,23,26,28,29 und 30 blieben unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand in einer Fussnote.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser Unverausgabten wurde an der 373. Heinrich Köhler Auktion vom 23. Juni 2020 in Wiesbaden unter Los 1188 für 250 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.07.2020 08:14:19 Gelesen: 5866# 611 @  
1869/1871 verausgabte die britische Kronkolonie Britisch-Columbia eine Freimarkenausgabe in Zähnung 12 ½ und Zähnung 14 (Mi Nr. 8-12). Währendem alle Wertstufen in Zähnung 12 ½ verausgabt wurden, blieben die Wertstufen 10 Cents und 1 Dollar in Zähnung 14 aber unverausgabt. Der Michel Katalog erwähnt diesen Umstand in einer Fussnote und listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 9 C und 12 C.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 10 Cents in Zähnung 14 wurde an der 706. Kelleher Auktion vom 13. Oktober 2017 in Danbury/USA unter Los 1018 für 600 US$ + Aufgeld verkauft.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 1 $ in Zähnung 14 wurde an der gleichen Auktion unter Los 1021 für 510 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.07.2020 08:46:38 Gelesen: 5426# 612 @  
1899/1901 verausgabte die französische Kolonie Neukaledonien eine Freimarken-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 53-55). Dazu verwendete man Marken der Ausgabe 1893 (Mi Nr. 46,49,50) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck N C E / 15 im Kreis. Bei der Herstellung dieser Ausgaben wurden nebst der 30 und 70 Centimes sowie der 1 FR irrtümlich auch 4 Centimes Marken mit diesem Aufdruck produziert, welche aber nicht ausgegeben wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter Yvert Nr. 55c.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 31. La Postale Philatelie Auktion vom 12. Juni 2020 in Paris unter Los 3522 für 350 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.07.2020 09:09:02 Gelesen: 5001# 613 @  
1901 verausgabte die Deutsche Post in China eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 15-27). Dazu verwendete man Marken der Reichspost (Mi Nr. 54-66) und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck China (Abbildung links, mit i-Punkt als Punkt).



Die gleiche Ausgabe wurde ebenfalls 1901 mit einem etwas geänderten, dickeren Aufdruck hergestellt (Abbildung rechts, mit kommaförmigem i-Punkt). Diese Aufdruckvariante wurde jedoch nie verausgabt. Der Michel Katalog listet und bewertet diese in einer Fussnote unter Mi Nr.VII a – VII n.



Ein ungebrauchter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 45. Christoph Gärtner Raritätenauktion Sammlung Zgonc vom 2. Oktober 2019 unter Los 144 für 4‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.07.2020 08:15:01 Gelesen: 4606# 614 @  
Im Mai 1893 verausgabte die französische Kolonie Nossi-Bé (Insel bei Madagaskar) eine Freimarken-Aushilfsausgabe (Mi Nr. 23-25). Dazu verwendete man Marken für die französischen Kolonien (Mi 49-51) und versah diese mit einem diagonalen Aufdruck Nossi Bé. Nebst den ausgegebenen Wertstufen 10, 15 und 20 Centimes wurde auch eine 5 Centimes Marke (Mi Nr. 48) mit diesem Aufdruck vorbereitet, blieb jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der französische Yvert Katalog listet sie unter Yvert Nr. 23.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 31. Cérés Philatelie Auktion vom 26. Mai 2020 in Paris unter Los 4159 für 120 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.07.2020 08:28:38 Gelesen: 4218# 615 @  
Am 11. Januar 1995 verausgabte Papua Neuguinea eine Sonderausgabe zum Thema Tourismus (Mi Nr. 733-740). Die acht ausgegebenen Marken haben je zwei Wertstufen zu 21, 50 und 65 Toea sowie 1 Kina.



Da für die Marken bei Drucklegung andere Wertstufen vorgesehen wurden (21, 45, 60 und 90 Toea), mussten 6 der 8 Werte vor Ausgabe mit einem Aufdruck des neuen Wertes versehen werden. Die Marken in ursprünglicher Wertangabe (ausser der 21 Toea) wurden ohne den neuen Wertaufdruck nicht ausgegeben. Der Michel Katalog listet die ohne den Aufdruck unverausgabten Marken nicht.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten wurde an der 359. Status International Auktion vom 4. Juni 2020 in Sidney /Australien unter Los 6737 für 400 A$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.07.2020 11:35:51 Gelesen: 3582# 616 @  
Im Februar und März 1920 verausgabte Bayern seine letzten eigenen 18 Freimarken, die sogenannte Abschiedsausgabe (Mi Nr. 178-195) welche jedoch bereits am 30. Juni 1920 ihre Gültigkeit verloren. In der Abschiedsausgabe waren ursprünglich 3 weitere Wertstufen zu 80 Pf sowie 2 und 4 Mark vorgesehen. Da diese drei Werte bei Ausgabe der Serie noch nicht fertiggestellt waren, wurde auf deren Ausgabe verzichtet.

Nach Einstellung der bayerischen Post wurde die gesamte Restauflage der Abschiedsausgabe inklusive der drei Unverausgabten 1920 durch das Deutsche Reich als Freimarkenausgabe umgearbeitet (Mi Nr. 119-138). Dazu versah man alle noch vorhandenen Marken der Abschiedsausgabe mit einem einzeiligen Aufdruck Deutsches Reich.

Der Michel Katalog listet die ohne Aufdruck unverausgabten 80 Pf sowie 2 und 4 Mark Werte unter Mi Nr. 128 II, 132 III und 135 III.



Eine postfrische Zusammenstellung dieser drei Unverausgabten wird im Fachhandel von Uwe von Poblocki in Nürnberg unter Los 0948701006 zum Festpreis von 295 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
2huhu Am: 28.07.2020 21:24:10 Gelesen: 3471# 617 @  
@ merkuria [#616]

Hallo,

laut Kohl-Handbuch wurden die 3 Ergänzungswerte "überhaupt erst für die Aufdruck-Ausgabe hergestellt".

Ich vermute mal aufgrund der Portoerhöhung vom 6.5.1920.

Grüßle

Holger Reichert
 
merkuria Am: 29.07.2020 00:36:30 Gelesen: 3422# 618 @  
@ 2huhu [#617]

Das ändert aber nichts an der Tatasache, dass diese Marken ohne Aufdruck nie verausgabt wurden.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 31.07.2020 08:20:49 Gelesen: 2834# 619 @  
Am 2. Januar 1990 verausgabte Bangladesch eine Sonderausgabe zum nationalen Bevölkerungstag (Mi Nr. 322). Ursprünglich waren für diese Ausgabe zwei Marken geplant, eine 6 und eine 10 Taka Wertstufe. Währendem die 6 Taka Marke in Bangladesch produziert wurde, hat man für die Herstellung der 10 Taka Marke die russische Druckerei Kniga in Moskau beauftragt.

Da die Auftragsvergabe noch zu Zeiten der Sowjetunion erfolgte, gab es nach deren Zusammenbruch wohl gewisse Probleme mit der Auftragsabwicklung. Tatsache ist, dass zum vorgesehenen Ausgabetermin nur gerade einmal ein Bogen zu 50 Exemplaren von der russischen Druckerei in Bangladesch eintraf. Da man den Ausgabetermin nicht verschieben wollte, wurde nur die in Bangladesch produzierte 6 Taka Marke ausgegeben, die 10 Taka Wertstufe blieb unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchter Viererblock dieser Unverausgabten wurde zusammen mit der verausgabten Marke an der 47. Christoph Gärtner Auktion vom 16. Juni 2020 unter Los 10060 für 180 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.08.2020 08:43:54 Gelesen: 2207# 620 @  
1927 verausgabte Brasilien eine Flugpostausgabe für die Privatfluggesellschaft Syndicato Condor mit gleichlautender Inschrift im oberen Bildteil der Marke (Mi Nr. C1-C7). Im gleichen Jahr wurde eine 1300 Reis Wertstufe in gleicher Zeichnung jedoch ohne die Inschrift Syndicato Condor hergestellt. Diese waren für die Fluggesellschaft VARIG vorgesehen und sollten mit einem roten Aufdruck VARIG entsprechend gekennzeichnet werden (Mi Nr. V1). Ohne diesen Aufdruck kamen diese Marken nicht zum Verkauf. Trotzdem gelangte eine unbekannte Anzahl ohne den VARIG-Aufdruck in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. C VIII.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 2031. Guillermo Jalil - Philatino Auktion vom 30. Juli 2020 in Buenos Aires unter Los 634 für 25 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.08.2020 09:37:49 Gelesen: 1578# 621 @  
1922 plante Österreich eine Flugpostausgabe. Dazu verwendete man die 2 Kronen Freimarke in Zeichnung Mi Nr. 315 in geänderter Farbe grünlichblau und versah diese mit einem einzeiligen Aufdruck Flugpost. Diese vorgesehene Flugpostmarke blieb jedoch unverausgabt, da im gleichen Jahr eine reguläre Flugpostausgabe erfolgte (Mi Nr. 425-432). Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 5015. Kelleher Auktion vom 30. April 2017 in Danbury/USA unter Los 6702 für 72 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Aileenbj79 Am: 06.08.2020 16:02:51 Gelesen: 1498# 622 @  
@ merkuria [#537]

Salut Jacques,

in deinem Beitrag ist von 30-65 centimes die Rede. Ist die 30 centimes die kleinste? Ich habe eine 20 centimes mit diesem Aufdruck. Könntest du mir etwas dazu sagen?

Vielen lieben Dank und Gruß aus dem wunderschönen Saarburg

Hier besagte Marke


 
merkuria Am: 06.08.2020 16:32:54 Gelesen: 1488# 623 @  
@ Aileenbj79 [#622]

Guten Abend,

bei diesen Aufdrucken handelt es sich um Vorausentwertungen. Diese wurden ab 1903 auf unterschiedlichen Dauermarken angebracht wie z. B. auf der Säerin (Mi Nr. 109 V) oder 1923 auf Pasteur (Mi Nr. 154 V, 156 V und 157 V).

Ab 1954 wurden eigene Marken mit diesem Vorausentwertungsaufdruck hergestellt. Deine Marke stammt von 1960 und hat die Mi Nr. 1303.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.08.2020 08:44:52 Gelesen: 1004# 624 @  
Am 26. September 1927 verausgabte Frankreich die erste Zuschlagsausgabe für die Staatsschuldentilgungskasse (Mi Nr. 226-228). Dazu wurden drei Freimarken früherer Ausgaben (Mi Nr. 161,188,197) in veränderten Farben gedruckt und mit einem dreizeiligen Aufdruck Caisse / d’Amortissement / + Zuschlagswert versehen. Die 50 c auf 1.50 FR Wertstufe (Pasteur) erhielt nur einen zweizeiligen Aufdruck C A / + 50 c. Ohne diesen Aufdruck blieben die Marken in den geänderten Farben unverausgabt. Von der 50 c auf 1.50 FR Wertstufe rotorange (Mi Nr. 228) ist bisher gemäss Literatur nur ein einziges Exemplar mit fehlendem Aufdruck bekannt geworden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 175. Cérès Auktion vom 26. Mai 2020 in Paris unter Los 2823 für 10‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.08.2020 09:38:00 Gelesen: 491# 625 @  
Diese Unverausgabten wurden bereits in den Beiträgen [#210] und [#213] näher vorgestellt. Währendem FDC dieser Unverausgabten hin und wieder am Markt angeboten werden, ist mir das erste Mal ein Angebot mit ungebrauchten Einzelmarken bekannt geworden.



Ein Zusammenstellung dieser beiden Unverausgabten wurde an der 23. Philadria Auktion vom 20. Juni 2020 Ljubljana / Slowenien unter Los 186 für 360 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.08.2020 08:53:09 Gelesen: 43# 626 @  
Im September 1917 verausgabte die italienische Post in China ihre erste Freimarkenausgabe (Mi Nr. 1-8). Dazu verwendete man Marken des Mutterlandes (ex Mi Nr. 86-125) und versah diese mit einem zweizeiligen Aufdruck PECHINO / Wertangabe CENTS.

Bei der Herstellung der 4 Cents auf 10 Centesimi Wertstufe ereignete sich ein Missgeschick. Anstelle der dafür vorgesehenen italienischen 10 Centesimi Marke (Mi Nr. 89) wurde irrtümlich eine nicht bekannte Anzahl der 10 Centesimi Marken der Mi Nr. 77 mit diesem Aufdruck versehen. Diese irrtümlich hergestellten Marken wurden jedoch nicht offiziell ausgegeben. Gemäss Literatur gelangten im Mai 1918 jedoch vereinzelte Stücke aus unerklärlichen Gründen trotzdem in Gebrauch. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte als Mi Nr. 2, jedoch ohne Bewertung und ohne den Hinweis auf den Status einer Unverausgabten. Die Abbildung rechts zeigt die korrekte Marke Mi Nr. 89 mit dem 4 Cents Aufdruck (Mi Nr. 3).



Ein gestempeltes Exemplar dieser Unverausgabten auf Abschnitt mit zusätzlich kopfstehend aufgesetztem Aufdruck wurde an der Cherrystone Auktion vom 3. Juni 2020 in New York unter Los 6702 für 1‘700 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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