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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 947 Beiträge:
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merkuria Am: 08.07.2025 08:55:41 Gelesen: 62619# 923 @  
Am 26. November 1951 verausgabte Österreich innerhalb seiner Freimarkenserie Trachten die Wertstufe zu 1.45 Schilling (Mi Nr. 915) in der Farbe rosakarmin.



Von dieser Ausgabe sind uns auch Drucke in grauer Farbe bekannt geworden, welche jedoch nie verausgabt wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. 915 P I.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Kelleher Auktion # 2012 vom 23. April 2025 in Danbury/USA unter Los 765 für 150 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Franz G. Am: 09.07.2025 18:03:10 Gelesen: 62108# 924 @  
@ merkuria [#923]

Hallo Jacques,

jetzt wirfst du aber Äpfel und Birnen in einen Topf. Was du uns in Beitrag [#923] zeigst ist keine Unverausgabte Briefmarke sondern ein Probedruck: letzter Versuchsdruck vor Beginn der eigentlichen und zur Verteilung an die Schalter vorgesehenen Druckauflage zwecks nochmaliger Überprüfung der Druckform, und eventuell endgültiger Festlegung, der Druckfarbe, des Druckverfahrens, des Papiers und anderes.
 
merkuria Am: 10.07.2025 09:38:02 Gelesen: 61748# 925 @  
@ Franz G. [#924]

Guten Morgen Franz!

Das Ganze ist natürlich eine Frage der Auslegung. Ich bin der Meinung, dass Probedrucke, sofern Zeichnung und Zähnung der dann später verausgabten Marke entsprechen , bei solch unterschiedlicher Farbabweichung eine unverausgabte Marke darstellt. In der Rubrik "Nicht ausgegebene Briefmarken" habe ich schon andere solche Stücke vorgestellt, siehe zum Beispiel Beitrag [#884] (Österreich) oder [#506], [#777] und [#788] (Frankreich).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 17.07.2025 08:30:08 Gelesen: 59328# 926 @  
1949 plante Österreich eine Zuschlagsausgabe zum Thema Volksbildung. Gezeigt werden sollten die Themen Volksschule, Gewerbeschule, Volkshochschule, Kunstakademie und Universität. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.

Heute können wir nebst den bereits in Beitrag [#379] vorgestellten Wertstufen 20, 40, 50 Heller und 1 Schilling neu auch die 1.40 Schilling zeigen.



Ein ungebrauchtes, jedoch aufgeklebtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest Soecknick an der 62. Merkurphila Auktion vom 27. Mai 2025 in Wien unter Los 584 für 750 € + Aufgeld verkauft.



Ein ungebrauchtes, jedoch aufgeklebtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest Soecknick an der 62. Merkurphila Auktion vom 27. Mai 2025 in Wien unter Los 582 für 850 € + Aufgeld verkauft.



Ein ungebrauchtes, jedoch aufgeklebtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest Soecknick an der 62. Merkurphila Auktion vom 27. Mai 2025 in Wien unter Los 583 für 700 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
dietbeck Am: 18.07.2025 14:12:33 Gelesen: 58829# 927 @  
@ merkuria [#925]

Da gehe ich ganz mit Frank G. Ein Probedruck ist ein Probedruck, der nicht dafür gedacht ist oder war an den Schalter zu kommen, insofern also keine valide Briefmarke darstellt. Im Gegensatz dazu ist eine Unverausgabte ja sehr wohl eine beabsichtigte, im Prinzip frankaturgültige Marke, die, aus was für Gründen auch immer, nicht an die Schalter kam.
 
merkuria Am: 20.07.2025 08:22:58 Gelesen: 58306# 928 @  
1967 plante die Tschechoslowakei eine für 1968 vorgesehene Sonderausgabe zum 50-jährigen Bestehen der Tschechoslowakei (1918-1968). Dazu war ein Kleinbogen mit vier 5 Kronen Wertstufen in Zeichnung der Freimarken Mi Nr. 1753-1754 mit dem Abbild des amtierenden Staatspräsidenten Antonin Novotny vorgesehen.

Nach den ganzen politischen Unruhen des Prager Frühlings sowie dem Einmarsch der sowjetischen Truppen, wurde der russlandfreundiche Novotny 1968 abgesetzt und durch den liberaleren Präsidenten Svoboda ersetzt. Damit war eine Sonderausgabe mit dem Abbild eines abgesetzten Staatspräsidenten nicht mehr möglich und blieb somit unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.

In welcher Menge diese Kleinbogen schon hergestellt waren, entzieht sich unserer Kenntnis. Drei Teilstücke des Kleinbogens sollen gemäss Literatur noch existent sein, ein ungezähnter Plattenandruck befindet sich im Postmuseum in Prag. Die jetzt angebotene Einzelmarke weist etliche Klebespuren auf der Rückseite auf und ist wohl von einem Vorlagekarton abgelöst worden.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 79. Burda Auktion vom 17. Mai 2025 in Prag mit Attest unter Los 2028 für 8‘980 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 29.07.2025 08:38:37 Gelesen: 54946# 929 @  
1917 plante das Königreich Rumänien eine Freimarkenausgabe mit dem Abbild des am 10. Oktober 1914 gekrönten König Ferdinand I. [1] Während des 1. Weltkriegs wurde aus verschiedensten politischen Gründen auf Marken mit dem Abbild Ferdinands I. verzichtet. Deshalb wurden diese vorbereiteten Marken nie verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. VIa – VIh A + B. Erst im Januar 1920 erschienen die ersten Freimarken mit dem Abbild Ferdinands I. in neu gestalteter Zeichnung (Mi Nr. 251-263).



Ein ungebrauchter Satz gezähnt und geschnitten mit dazu entdeckten Abarten dieser Unverausgabten wurde an der David Feldman Auktion vom 27. Mai 2025 unter Los 20707 für 2‘500 CHF angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_I._(Rum%C3%A4nien)
 
merkuria Am: 10.08.2025 08:37:57 Gelesen: 51940# 930 @  
Peru verausgabte am 13. Oktober 1951 eine Sonderausgabe zum 5. Panamerikanischen Fernstrassen-Kongress (Mi Nr. 498-506). Dazu verwendete man die nicht zur Ausgabe gelangten Sondermarken zum 6. amerikanisch-spanischen Postkongress und versah diese mit einem dreizeiligen Aufdruck V Congreso / Panamericano de / Carreteras 1951. Marken ohne diesen Aufdruck kamen nie an die Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, erwähnt sie aber als die Urmarken für die 6. amerikanisch-spanische Postkongress-Ausgabe.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten im Viererblock wurde an der Guillermo Jalil-Philatino Auktion #2519 vom 29. Mai 2025 in Buenos Aires/Argentinien unter Los 256 für 1‘000 US$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.08.2025 08:59:55 Gelesen: 48930# 931 @  
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde am 17. März 1938 die Deutsche Reichsmark als offizielle Währung in Österreich eingeführt. Der Umtauschkurs betrug 1 Reichsmark = 1.50 Schilling. Die österreichischen Banknoten verloren zum 25. April 1938 ihre Zahlungskraft.

Die kursierenden Marken von Österreich konnten noch bis zum 31.Oktober 1938 weiterverwendet werden, obwohl ab dem 4. April 1938 die Marken der Deutschen Reichspost auch in Österreich zur Ausgabe gelangten. Vom 4. April bis zum 31.Oktober 1938 waren auch Mischfrankaturen von österreichischen und deutschen Marken möglich.

Da man sich über eine zeitgerechte Versorgung der Ostmark mit Marken des Deutschen Reiches nicht sicher war, wurden bereits vor dem erwarteten Anschluss verschiedene Aushilfsausgaben in deutscher Währung vorbereitet.

Dazu verwendete man Freimarken von Österreich (ex Mi Nr. 568, 573, 574 und 575) welche mit einem zweizeiligen Aufdruck Hakenkreuz / neue Wertangabe in Reichspfennig überdruckt wurden. Diese vorbereiteten Marken mit den Wertstufen 3, 6, 8 und 12 Reichspfennig wurden vom Reichspostministerium jedoch zur Ausgabe verboten und blieben somit unverausgabt. Der Michel Österreich Spezialkatalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 6a – 6d) und bewertet diese im Viererblock mit 6‘000 €.



Eine postfrische Zusammenstellung dieser vier unverausgabten Exemplare im Viererblock wurde an der 3. Filatelie Petr Flaska Auktion vom 13. April 2025 in Prag unter Los 389 für 75‘000 CZK (ca. 3‘000 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 08.09.2025 10:54:14 Gelesen: 47175# 932 @  
2014 plante Malaysia eine Sonderausgabe mit in Malaysia produzierten Automobilen der Marke Proton. Proton ist eine heimische Automobilbau-Gesellschaft, welche seit 2017 zu 50.1 % dem Malaysischen Staat und zu 49.9% der chinesischen Zhejiang Geely Holding Group gehört.



Diese Ausgabe sollte 4 Werte umfassen und wurde in Kleinbogen zu je 20 Marken produziert. Im Vorfeld der Ausgabe verstärkte sich die Kritik, dass nur Automobile der Marke Proton gezeigt werden sollten. Dies wurde als Benachteiligung anderer Automarken angesehen, weshalb auf die Ausgabe verzichtet wurde. Die gesamte, bereits produzierte Auflage wurde vernichtet, trotzdem gelangte eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.




Ein postfrischer Bogensatz zu 20 Exemplaren dieser Unverausgabten wurde an der Status International Auktion vom 29. August 2025 in Forest lodge/Australien unter Los 3086 für 725 AU$ (ca. 400 €) + Aufgeld verkauft, was ca. 20 € je Satz entspricht.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.09.2025 11:26:00 Gelesen: 45787# 933 @  
1949 plante die Tschechoslowakei eine Sonderausgabe zum 5. Jahrestag des Nationalaufstandes in der Slowakei von 1944. Geplant waren 4 Wertstufen zu 5, 10, 20 und 50 Kronen. Aus mir nicht bekannten Gründen blieben diese Marken jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im tschechischen Pofis Katalog werden sie unter Nr. 533 gelistet.



Ein postfrischer Satz dieser Unverausgabten, zusammen mit ungezähnten Probedrucken ohne Wertbezeichnung wurden an der 80. Burda Auktion vom 13. September 2025 in Prag unter Los 1337 für 8‘000 CZK (ca. 330 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
saeckingen Am: 15.09.2025 13:40:49 Gelesen: 45758# 934 @  
@ saeckingen [#156]

Nächste Woche kommt jetzt ein postfrischer Satz bei Grosvenor erstmalig (?) zur Auktion. Bin auf das Ergebnis gespannt, der Ausruf ist meiner Meinung nach sehr moderat.

https://www.philasearch.com/de/info.php3?eknr=9557&posnr=46550



Grüße
Harald
 
merkuria Am: 22.09.2025 11:16:19 Gelesen: 44612# 935 @  
Am 20. Juli 1918 verausgabte Österreich für sein besetztes Gebiet von Bosnien und Herzegowina eine Wohltätigkeitsausgabe für den Kaiser-Karl-Fürsorgefonds (Mi Nr. 144-146). Nebst den verausgabten Wertstufen 10, 15 und 40 Heller war für die Ausgabe auch eine Wertstufe von 20 Heller zur Ausgabe vorbereitet. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde diese jedoch nicht verausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion vom 10. September 2025 in Teaneck/USA unter Los 6086 für 220 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.09.2025 13:21:24 Gelesen: 43834# 936 @  
Im April 1935 verausgabten die unter italienischer Verwaltung stehenden Ägäischen Inseln eine Sonderausgabe zum Heiligen Jahr 1934 (Mi Nr. 166-172).

Nebst den verausgabten Wertstufen 5, 10, 20, 25, 30, und 50 Centesimi sowie 1.25 Lire war auch eine Wertstufe von 5 Lire in einer Auflage von 5000 Exemplaren zur Ausgabe vorbereitet. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese Wertstufe jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten mit Attest Raybaudi wurde mit dem ganzen Satz an der 399. Status International Auktion vom 29. August 2025 in Forest Lodge/Australien unter Los 2863 für 325 AU$ (ca. 180 €) + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.11.2025 15:00:28 Gelesen: 36597# 937 @  
Am 21. Juni 1961 verausgabte die DDR eine Sonderausgabe zur Weltmeisterschaft im Angeln Mi Nr. 841-842).



Von der 20 Pf Wertstufe (Mi Nr. 842) ist uns ein Exemplar in abweichender Farbgebung auf Vorlagekarton bekannt geworden, welche in diesen Farben jedoch nie ausgegeben wurde. Diese Unverausgabte wird im Michel Katalog nicht gelistet.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten mit Befund Heiko König wurde an der 79. Hadersbeck Auktion vom 6. November 2025 in Berlin unter Los 5153 für 500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.11.2025 14:19:27 Gelesen: 34755# 938 @  
Am 16. Juni 1932 verausgabte die Französische Post von Andorra eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 24-47). Dabei finden wir auch die 20 Centimes Wertstufe in Zeichnung der Brücke von St. Antoni in der Farbe dunkelrötlichlila (Mi Nr. 30).

1937, 1939 und 1941 wurde die Zeichnung der Brücke von St. Antoni für Ergänzungswerte und Wertstufen mit Farbänderungen ab 25 Centimes wiederverwendet (Mi Nr. 56, 59-67 und 76).

Nun ist uns aber eine Wertstufe 20 Centimes in dieser Zeichnung in Farbe ultramarin bekannt geworden, welche in dieser Farbe jedoch nie ausgegeben wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert & Tellier Katalog wird sie unter YV Nr. 30A gelistet und bewertet.

Eine Erklärung für diese Unverausgabte wäre, dass sie als Farbänderung der 20 Centimes Wertstufe bei den Ausgaben von 1937-1941 vorgesehen war. Eine neue 20 Centimes Freimarke in Zeichnung des Wappens von Andorra war jedoch bereits innerhalb der Ausgabe Mi Nr. 49-55 ab März 1937 verfügbar, womit sich eine weitere 20 Centimes in geänderter Farbe wohl erübrigte.





Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten mit zwei Attesten wurde an der 51. La Postale Philathélie Auktion vom 7. Oktober 2025 in Paris unter Los 2599 für 15`000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 26.11.2025 08:59:06 Gelesen: 32989# 939 @  
1908 verausgabte das von Grossbritannien und Frankreich gemeinsam verwaltete Kondominium Neue Hebriden [1] seine ersten eigenen Briefmarken. Nachdem Grossbritannien seine ersten Marken (Mi Nr. 1-9) verausgabte, folgte Frankreich im November mit seiner Ausgabe (Mi Nr. 10-14). 1910 folgten weitere zwei Ausgaben von Frankreich (Mi Nr. 15-19) und Grossbritannien (Mi Nr. 20-26). Charakteristisch für diese ersten Ausgaben war, dass beide Länder dazu stets Ausgaben aus ihren Kolonien mit einem Aufdruck der Bezeichnung des neuen Gebietes verwendeten. Erst im August 1911 erschienen die ersten gemeinschaftlichen Ausgaben in der jeweiligen Landeswährung (Mi Nr. 27-46).

Für seine erste Ausgabe (Mi Nr. 10-13) verwendete Frankreich Marken seiner Kolonie Neu-Kaledonien (ex Mi Nr. 88, 89, 92, 97) und versah diese mit einem waagrechten, zweizeiligen Aufdruck NOUVELLES / HEBRIDES.



Im Vorfeld dieser Ausgabe sind uns dieselben Marken mit einem diagonalen Aufdruck NELLES / HEBRIDES bekannt geworden, welche aber nie ausgegeben wurden. Vermutlich war die Verwendung der Abkürzung NELLES für NOUVELLES der Grund für den Entscheid, diese Ausgabe so nicht zu verausgaben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht, im französischen Yvert & Tellier Katalog werden sie unter YV Nr. 1A-4A gelistet und bewertet.



Ein ungebrauchte Zusammenstellung dieser vier Unverausgabten wurde an der 200. CÉRÉS Philathélie Auktion vom 21. Oktober 2025 in Paris unter Los 7236 für 196 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kondominium_Neue_Hebriden
 
merkuria Am: 20.12.2025 12:06:15 Gelesen: 27435# 940 @  
Am 5. Juni 1954 verausgabte Frankreich eine Freimarke in den Farben blaugrün (für Landschaft im Vordergrund) und kobaltblau (für Berge im Hintergrund und Flussufer) (Mi Nr. 1005).



Von dieser Ausgabe sind uns Drucke mit vertauschten Farben blaugrün (für Berge im Hintergrund und Flussufer) und kobaltblau (für Landschaft im Vordergrund) bekannt geworden, welche jedoch so nie verausgabt wurden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im französischen Yvert & Tellier Katalog wird sie unter Yv Nr. 977 B gelistet.



Ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest an der Robert A. Siegel Auktion vom 12. November 2025 in New York unter Los 2845 für 1‘300 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.12.2025 14:12:52 Gelesen: 25532# 941 @  
Ab Juni 1945 verausgabte der Kreis Glauchau in Sachsen unter amerikanischer Besatzung verschiedene Lokalausgaben zur Aufrechterhaltung des Postbetriebes (Mi Nr. 1-42). Nach Abzug der Amerikaner wurde das Gebiet von der Sowjetarmee besetzt und die Herstellung weiterer Ausgaben eingestellt. Zwei weitere Ausgaben waren zur Ausgabe vorbereitet, blieben jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I-VI und VII-XVI.



Ein ungebrauchter Satz der unverausgabten Mi Nr. I – VI wurde an der 48. Oldlouis Auktion vom 18. Dezember 2025 in Black Mountain/USA unter Los 1852 für 80 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.01.2026 16:03:38 Gelesen: 24460# 942 @  
1955 beabsichtigte Italien auf Basis eines präsidialen Dekretes Nr. 586 vom 2. Juni 1955 die Herausgabe von 2 Sondermarken zur Erinnerung an die erfolgreiche Besteigung des K2 durch die vom Italienischen Alpenverein organisierte Expedition.

Übersetzung des im Attest erwähnten Dekretes Nr. 586 vom 2. Juni 1955:

DER PRÄSIDENT DER REPUBLIK ITALIEN

Unter Berücksichtigung von Artikel 21 des Post- und Telekommunikationsgesetzes, genehmigt durch Königliches Dekret Nr. 645 vom 27. Februar 1936;
unter Berücksichtigung von Artikel 239 der Postdienstordnung (Vortitel
und Erster Teil), genehmigt durch Königliches Dekret Nr. 689 vom 18. April
1940;

In Anerkennung der Wünschbarkeit der Herausgabe eines Satzes von zwei
Briefmarken zur Erinnerung an die erfolgreiche Besteigung des K2
durch die vom Italienischen Alpenverein organisierte Expedition;
nach Konsultation des Verwaltungsrats der Post und Telekommunikation;
nach Konsultation des Ministerrats; auf Vorschlag des Ministers für Post und Telekommunikation;

Dekret:

Die Herausgabe einer Serie von zwei Briefmarken wird genehmigt,
um die erfolgreiche Besteigung des K2 durch die vom Italienischen Alpenverein organisierte Expedition zu würdigen.


Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese vorgesehene Ausgabe jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, im italienischen Sassone Katalog wird diese unter Sass. Nr. P1 gelistet und mit 35‘000 € bewertet.



Ein postfrisches, ungezähntes Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest Raybaudi an der 13. Zanaria Auktion vom 8. Dezember 2025 in Milano/Italien unter Los 2004 für 3‘750 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Seku Am: 14.01.2026 09:44:31 Gelesen: 22764# 943 @  
Hallo in die Runde,



noch zu DDR-Zeiten plante die dortige Post für das Jahr 1990 einen Satz "Technische Denkmale" herauszugeben. Es kam die Wende mit der Währungsumstellung dazwischen. So mussten die Marken überdruckt werden. Doch dann kam auch noch die Wiedervereinigung und aus dem Erscheinen wurde nichts mehr. Schade eigentlich. Die letzte DDR-Marke erschien am 2. Oktober 1990.

Die Veranstalter der THÜBRIA '94 brachten dann wenigstens ein Faksimile der Marken heraus. Herzlichen Dank dafür!

Ich wünsche viel Freude beim Betrachten

Günther
 
merkuria Am: 17.01.2026 10:28:45 Gelesen: 22058# 944 @  
Am 21. September 1867 verausgabte der Kirchenstaat infolge Umstellung der Währung von Bajocchi / Scudo auf Centesimi / Lire eine Freimarkenausgabe auf farbigem Glanzpapier. Dabei wurde auch ein 3 Centesimi Wertstufe auf rötlichgrauem sowie bläulichgrauem Papier verausgabt.



Von dieser Wertstufe sind uns auch Drucke auf grünem Papier bekannt geworden, welche jedoch nie ausgegeben wurden. Bis heute sind gemäss Literatur nur sieben Exemplare dieser Unverausgabten bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht, der italienische Sassone Katalog listet sie unter Sass. Nr. 21 und bewertet sie mit 240‘000 € für die ungebrauchte Erhaltung.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde mit Attest Bottacchini an der 13. Zanaria Auktion vom 8. November 2025 in Milano/Italien unter Los 341 für 40‘000 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.03.2026 14:38:33 Gelesen: 12364# 945 @  
Am 28. Juni 1927 verausgabte Polen eine Sonderausgabe anlässlich der Überführung der Gebeine von Juliusz Slowacki nach Krakau (Mi Nr. 252). Zu dieser Ausgabe war eine weitere Wertstufe zu 25 Groszy in ähnlicher Zeichnung vorgesehen, welche jedoch nicht ausgegeben wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes, geschnittenes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion der Kopel Collection vom 28. Januar 2026 in Teaneck/USA unter Los 9047 für 2`800 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.03.2026 08:14:54 Gelesen: 10192# 946 @  
Die mit dem Datum 1 Март 1917 (= 14. März 1917 des gregorianischen Kalenders) versehene Ausgabe sollte wohl an den Erlass des „Befehls Nr. 1“ [1] erinnern. Der Petrograder Sowjet erliess an diesem Tag diesen historischen Befehl, der die Autorität der Offiziere untergrub und die demokratische Kontrolle der Armee durch Soldatenkomitees anordnete.

Dem ersten Jahrestag dieses Erlasses sollte wohl 1918 mit einer Zuschlagsausgabe gedacht werden, welche jedoch nicht verausgabt wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion der Kopel Collection vom 18. Februar 2026 in Teaneck/USA unter Los 1160 für 7`000 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Befehl_Nr._1_des_Petrograder_Sowjets#:~:text=Befehl%20Nr.,1%20des%20Petrograder%20Sowjets%20%E2%80%93%20Wikipedia
 
merkuria Am: 04.04.2026 08:39:19 Gelesen: 2647# 947 @  
Am 15. Dezember 1928 verausgabte Polen eine Freimarkenausgabe mit den Wertstufen 5, 10 und 25 Groszy (Mi Nr. 261-263). Zu dieser Ausgabe war eine weitere Wertstufe zu 30 Groszy in gleicher Zeichnung vorgesehen, welche jedoch nicht ausgegeben wurde. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes, geschnittenes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der Cherrystone Auktion der Kopel Collection vom 28. Januar 2026 in Teaneck/USA unter Los 9066 für 750 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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