Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Südkorea: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 39 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
volkimal Am: 15.02.2018 21:32:03 Gelesen: 4886# 15 @  
Hallo zusammen,

aus der Familie meiner Patentante erhielt ich gestern einen Posten Briefe aus Südkorea von Schwester Maria Bertilde vom Orden der "Schwestern Unserer Lieben Frau" (Französisch: Sœurs de Notre Dame, Ordenskürzel: SND). Das deutsche Mutterhaus des Ordens, die Liebfrauenburg, steht in Coesfeld.

Schwester Bertilde wurde 1967 nach Südkorea gesandt. Dort errichtete sie in Busan zu einer Zeit, in der es kaum staatliche Kinderbetreuung gab, erste Kindertagesstätten, um so arme und bedürftige Familien, insbesondere berufstätige Mütter zu unterstützen. Im Oktober 2011 wurde Schwester Maria Bertilde für ihr segensreiches Wirken für die Menschen in Korea zur Ehrenbürgerin der Stadt Seoul ernannt. Am 17. Oktober 2014 erhielt sie in der Deutschen Residenz in Seoul das Bundesverdienstkreuz am Bande.



Anhand mehrerer Aerogramme lässt sie Portoentwicklung gut verfolgen. Bei den beiden ersten Aerogrammen vom 06.04.1971 und vom 22.05.1971 betrug das Porto 37 Wan. Einmal wurde der Umschlag frankiert, einmal ist das Porto eingedruckt. Der Rest folgt demnächst.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.02.2018 17:08:49 Gelesen: 4766# 16 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit den Aerogrammen aus Südkorea. Wann genau es passiert ist weiß ich nicht, aber Ende 1972 hatte sich das Porto auf 85 Wan erhöht. Hier die entsprechenden Belege:





Diese Aerogramme stammen aus der Zeit vom 18.12.1972 bis zum 06.05.1973. Dreimal hat Schwester Maria Bertilde Aerogramme mit der eingedruckten 37 Wan-Marke verwendet. Sie benutzte immer dieselben Briefmarken für das fehlende Porto. Einmal verwendete sie ein neues Aerogramm mit einer eingedruckten 85 Wan-Marke.

Beim zweiten Aerogramm lese ich im Stempel "EOUL CENT", rechts und links davon sind noch Reste eines Buchstabens zu erkennen. Ich vermute, dass im Stempel eigentlich "SEOUL CENTR." steht. Die beiden letzten Aerogramme hat sie in Busan aufgegeben.

Im nächsten Beitrag kommt die nächste Portoerhöhung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 20.02.2018 15:41:39 Gelesen: 4628# 17 @  
Hallo zusammen,

es folgen die beiden letzten Aerogramme aus Busan in Südkorea:



Am 1.11.1974 betrug das Porto für ein Aerogramm vermutlich 105 Wan, denn Schwester Maria Bertilde hat zur eingedruckten 85 Wan Marke noch 20 Wan hinzufrankiert. Am 9.1.1976 war das Porto dann auf 220 Wan gestiegen. Zwischendurch dürfte es einmal 130 Wan gekostet haben, denn das ist der Wert der eingedruckten Marke.

So weit die Aerogramme aus der Zeit von 1967 bis 1976.

Viele Grüße
Volkmar

[Beiträge [#15] bis [#17] redaktionell kopiert aus dem Thema "Aerogramme aus aller Welt"]
 
volkimal Am: 02.03.2018 17:45:13 Gelesen: 4509# 18 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit ein paar Luftpostbriefen von Schwester Maria Bertilde aus Busan.



Diesen Brief vom 11.12.1973 hat sie sehr bunt frankiert. Die 12 Briefmarken auf Vorder- und Rückseite ergeben insgesamt 180 Wan Porto. Die Frankatur sieht sehr philatelistisch aus, ich glaube aber, dass der Brief dennoch portogerecht ist. Ich kann es aber nicht nachweisen. Zwei Gründe sprechen dafür:

1) Bei den Aerogrammen hat sie offenbar immer genau das erforderliche Porto aufgeklebt.

2) Bei Delcampe habe ich einen Luftpostbrief nach Deutschland vom 7.12.1973 gefunden. Er ist ebenfalls mit 180 Wan frankiert.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.03.2018 10:49:53 Gelesen: 4396# 19 @  
Hallo zusammen,

bei der Kontrolle des Portos habe ich gerade festgestellt, dass auch dieser Brief aus Busan mit 180 Wan frankiert ist:



Auch bei diesem Brief vom 28.04.1974 sieht die Frankatur sehr bunt aus. Gegen eine philatelistische Frankatur spricht aber die um die Kante geklebten Marken im unteren Bereich.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.04.2018 12:29:30 Gelesen: 4111# 20 @  
Hallo zusammen,

dieser Brief vom 02.01.1975 ist mit Briefmarken im Wert von 140 Wan frankiert:



Wenn er portogerecht ist, wurde das Porto inzwischen herabgesetzt oder der Brief hatte eine andere Gewichtsstufe. Der letzte Brief vom April 1974 war noch mit 180 Wan freigemacht.

Viele Grüße
Volkmar
 
Franz-Karl Lindner Am: 28.04.2018 16:33:05 Gelesen: 4088# 21 @  
In meiner Sammlung befinden sich 2 Blindensendungen aus Süd-Korea mit Inhalt in Blindenschrift. Eine der beiden bilde ich ab, aus Chun Cheon vom 15.11.1964. Leider ist mir die Portoentwicklung für Blindensendung in Süd-Korea nicht bekannt. Kann jemand helfen?

Danke Franz-Karl


 
merkuria Am: 10.12.2018 21:55:38 Gelesen: 1999# 22 @  


Eingeschriebener Luftpostbrief eines Schweizer Mitgliedes der Neutralitätskommission NNSC (Neutral Nations Supervisory Commission ) von Inchon nach Basel/Schweiz, Aufgabe 5. Januar 1954, rückseitig Transitstempel von Chicago 10. Januar 1954 sowie Ankunfts- und Ausgabestempel Basel 13. / 14. Januar 1954.

Frankatur 86 Hwan mit Mi Nr. 2x 158, 2x 159, 161 und 164

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.12.2018 13:28:20 Gelesen: 1970# 23 @  


Eingeschriebener Luftpostbrief von Pusan nach New York, Aufgabe 28. Februar 1957, rückseitig Ankunftsstempel New York 6. März 1957.

Frankatur: 500 Hwan mit Mi 212, 225, 236-237, 238-239, 240 und 242.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
fogerty Am: 13.12.2018 22:05:14 Gelesen: 1953# 24 @  
Von Seoul nach Meran im Jahre 1960. Vielleicht kann mir jemand sagen, was es mit dieser Art von Stempel auf sich hat!



Grüße
Ivo
 
volkimal Am: 13.12.2018 22:36:13 Gelesen: 1948# 25 @  
@ fogerty [#24]

Hallo Ivo,

das ist eine normale Stempelform aus Südkorea aus der damaligen Zeit. Siehe:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/121070

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 14.12.2018 17:13:35 Gelesen: 1920# 26 @  
Im Zeitraum vom 1646 -1962 erfuhr die südkoreanische Währung zwei Währungsreformen, welche auch interessante Mischfrankaturen ergeben.

bis 13.2.1953 galt 1 alter Won zu 100 Cheun
ab 14.2.1953 galt 100 alte Won = 1 Hwan
ab 10.6.1962 galt 10 Hwan = 1 neuer Won





Luftpostbrief von Seoul nach Frankfurt , Aufgabe 6. Januar 1964
Hwan/Won Mischfrankatur mit 2x 200 Hwan (=40 Won) Mi Nr. 340 sowie 1x 1 Won Mi Nr. 355, 3x 2 Won Mi Nr. 356 und 1x 10 Won Mi Nr. 360, ergibt 57 Won.

Dass sich die Gebühren für Luftpost nach Europa innerhalb 1964 praktisch verdoppelt haben, zeigt nachfolgender Beleg:



Luftpostbrief von Waekwan (Waegwan) nach Einsiedeln/Schweiz , Aufgabe 23. November 1964.

Hwan/Won Mischfrankatur mit 1000 Hwan (=100 Won) Mi Nr. 172 sowie 10 Won Mi Nr. 360 und 2 Won Mi Nr. 427, ergibt 112 Won.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.12.2018 17:39:21 Gelesen: 1890# 27 @  


100 Hwan Aerogramm befördert mit Erstflug der SAS Tokyo-Anchorage-Kopenhagen vom 24. Februar 1957, Aufgabe in Seoul 22. Februar 1957

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.12.2018 23:26:57 Gelesen: 1825# 28 @  
Heute einmal zwei Briefe aus der Zeit des alten Won (bis 13.2.1953):



Luftpostbrief von Pusan (heute Busan) nach Karuizawa/Japan , Aufgabe 18. Januar 1951

Frankatur: 200 alte Won mit 2x Mi Nr. 69



Luftpostbrief von Pusan (heute Busan) nach San Francisco/USA , Aufgabe 9. Juli 1951

Frankatur: 520 alte Won mit 1x Mi Nr. 73C, 3x Mi Nr. 76 und 1x Mi Nr. 78

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.01.2019 11:10:32 Gelesen: 1724# 29 @  


Luftpostbrief von Pusan (heute Busan) nach Genève/Schweiz , Aufgabe 18. Februar 1959

Frankatur: 155 Hwan mit Mi Nr. 246, 285, 4x 286 und 1x 287

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.04.2019 22:04:02 Gelesen: 1018# 30 @  


Luftpostbrief von Masan nach Memphis/USA, Aufgabe vermutlich 5. oder 6. Januar 1951, rückseitig Transitstempel Busan 7. 1. 1951 und Tokyo 16.1.1951.

Frankatur: 600 alte Won mit Mi Nr. 60, Paar 69 und Paar 70.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
volkimal Am: 07.04.2019 22:24:24 Gelesen: 1014# 31 @  
@ merkuria [#30]

Hallo Jaques,

wie kommst du auf " Aufgabe vermutlich 5. oder 6. Januar 1951? Wie wäre es mit dem 3.1.84 = 3.1.4284 (von rechts nach links gelesen) = 3.1.1951.

Bis 1961 galt in Südkorea die Zeitrechnung nach Go-Joseon. Das könnte gut zum Stempel passen [1].

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=117536#M46
 
Wesi Am: 22.04.2019 10:40:01 Gelesen: 889# 32 @  
Drucksache gesendet von der katholischen Mission in Waekwan, Korea nach Freiburg. Das Stempel ist leider nicht eindeutig lesbar


 
merkuria Am: 26.05.2019 08:29:42 Gelesen: 549# 33 @  


Luftpostbrief von Waekwan (Waegwan) nach Nürnberg , Aufgabe 14. Oktober 1969.

Frankatur: 120 neue Won mit Mi Nr. 433, 539, 664-668 und 676.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
epem7081 Am: 12.06.2019 16:53:17 Gelesen: 389# 34 @  
Ein ganz bescheidenes Belegexemplar ohne Postwertzeichen und ohne Datum. Kein koreanisches Schriftzeichen. Aber Porto bezahlt - am Postamt oder Freistempel? Als Luftpostbrief schätzungsweise gelaufen etwa im Jahre 2000 bis 2002 von Chinchon in Südkorea nach Oberkochen.



Gruß
Edwin
 
filunski Am: 23.06.2019 23:33:25 Gelesen: 382# 35 @  
Verehrte Handrollstempel-Liebhaber,

nachdem uns Carsten jetzt sogar einen grünen Handroller präsentiert hat, wir die Farbe Schwarz ja sowieso haben und auch die "Roten" recht eindrucksvoll vertreten sind, ;-) möchte ich die Farbpalette noch mit einer neuen Farbe erweitern:



BUSAN / KOREA, Farbe violett.

Dass es sich auch um einen Handrollstempel und nicht einen Maschinenstempel handelt, beweist der Beleg von dem der Ausschnitt stammt:



Viele Grüße,
Peter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
 
ligneN Am: 28.06.2019 17:03:58 Gelesen: 283# 36 @  
@ merkuria [#6]

Schon etwas her, aber seis drum; der Tagesstempel ist von Taegu/Daegu.
 
merkuria Am: 10.07.2019 10:48:21 Gelesen: 195# 37 @  
Fenster-Luftpostbrief von Jaejiun (?) nach Oakland/USA, Aufgabe 2. März 1950 (83.3.2.)



Frankatur: 300 alte Won

Vorderseite: Mi Nr. 4x 42, 3x 43, 3x 48, 1x 51, 1x 52 und 2x 58,
Rückseite: Mi Nr. 6x 47, 1x 53 und 1x 54

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Vernian Am: 10.07.2019 19:17:39 Gelesen: 171# 38 @  
Tach,

mir fällt immer wieder auf, das bei der Thematik "Echt gelaufen" überwiegend "ältere" Belege gezeigt werden, so nach dem Motto "Neueres haben wir nicht in unserer Sammlung weil wir es nicht sammeln".

Wie auch immer, ich habe mir eben mal die Mühe gemacht einen Ersttagsbrief, zumindest laut verwendetem Ersttagsstempel, einer Blockausgabe vom 2. August 2000 ECHT gelaufen aus meinem Bestand zu fotografieren - den ich selber an meine Familie geschickt habe. Übrigens nicht von der darauf bezogenen Ausstellung oder gar aus Seoul, sondern von Koje, einer Insel im Süden Koreas mit den Schiffswerften Samsung und Daewoo.

Der Zusatz zwischen den Pünktchen deshalb, weil der Versand, also die Aufgabe am Postschalter, wenigstens einige Tage später erfolgte. Man war jedoch so freundlich meine aufgegebene Post mit dem vorrätigen Ersttagsstempel zu versehen, was im Falle des Blocks korrekt ist. Die Marke rechts daneben erschien einen Tag zuvor, also am 1. August, und ist damit nicht Ersttag, wurde aber wie auch der ganz rechts befindliche Dauerwert, mit dem gleichen Ersttagsstempel entwertet. Die Adresse habe ich abgedeckt.

Anbei auch den "Flyer" mit den Ausgabedaten des Blocks.

Best

Vernian




 
Quincy Am: 11.07.2019 11:33:49 Gelesen: 142# 39 @  
Ich kann mit einer ganzen Reihe von Belegen offizieller/halboffizieller südkoreanischer Absender aufwarten. Es ist Korrespondenz, die im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit (WTZ) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Südkorea in den 1980er und 1990er Jahren entstand. Die WTZ war in Deutschland beim damaligen Ministerium für Forschung und Technologie (BMFT) angesiedelt, das wiederum die konkrete Durchführung (Projektkoordination, Projektförderung) in die deutschen Großforschungseinrichtungen delegierte. Das ehemalige Kernforschungszentrum Karlsruhe (heute Teil des Karlsruher Instituts für Technologie) war unter anderem für Südkorea zuständig. Die Themen waren bei weitem nicht nur auf Kerntechnik beschränkt, sondern überstrichen den kompletten Bereich von Wissenschaft und Technologie, so z.B. von der Astrophysik bis zur Weinforschung.

Absender:

Korea Ministry of Science and Technology und Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST), ehemals Korea Institute of Technology (KIT)



Absender:

Korea Research Institute of Chemical Technology (KRICT) und Seoul National University



Absender:

Korea Institute of Machinery and Metals (KIMM) und Korea Institute of Science and Technology (KIST)



Gruß
Quincy
 

Das Thema hat 39 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1   2  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.