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Thema: Kolumbien: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 39 Beiträge:
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22028 Am: 05.11.2016 12:04:51 Gelesen: 10454# 15 @  
Hier ein Brief aus Kolumbien mit einem Stempel "No Hay Estampillas Pago "3" Centavos". Keine Briefmarken vorhanden, 3 Centavos bezahlt.

Dies ist eigentlich ein Sammelgebiet für sich, zu dieser Zeit gab es in mehreren Orten/Regionen von Kolumbien Markenmangel so dass viele Postämter solche und ähnliche Stempel anfertigten, andere legten sogar eigene Klebezettel dafür aus.


 
Manne Am: 05.11.2016 12:32:14 Gelesen: 10448# 16 @  
Hallo,

ein weiterer Luftpost-Brief aus Cali vom 17.10.1955 an die Fa. Schmid-Schlenker.

Gruß
Manne


 
merkuria Am: 05.01.2017 09:47:41 Gelesen: 10257# 17 @  
Am 4. Februar 1986 verausgabte die Post von Kolumbien eine Sonderausgabe anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Nationalen Radrennteams (Mi Nr. 1664). Gezeigt werden Radrennfahrer die entlaang der kolumbianischen Nationalflagge fahren.



Luftpostbrief von Medellin nach Grossbritannien, Aufgabe 1986

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Die Nationalflaggen der Welt"]
 
GSFreak Am: 21.06.2017 23:25:26 Gelesen: 8939# 18 @  
Hier ein Brief von Bogota am 27.05.1991 nach Köln.

Auf die Briefmarke übergehend findet sich ein zusätzlicher kleiner Stempel "EXPENDIO CORREO AEREO" mit der Nummer 166. Was ist das für ein Stempel?
Etwa der Bestätigungsstempel einer Verkaufstelle (Nr. 166), dass der Nominalwert der Briefmarke für einen Luftpostbrief ausreicht?



Gruß Ulrich
 
22028 Am: 22.06.2017 06:12:35 Gelesen: 8926# 19 @  
@ GSFreak [#18]

Ja, der Stempel bedeutet dass Luftpostporto beglichen (EXPENDIO = Verkauft, ausgegeben) wurde. In Kolumbien gab es sehr viele Postagenturen, die Briefmarken verkauften und Post annahmen, aber keinen richtigen Poststempel hatten. Leider ist die moderne Postgeschichte in Kolumbien nicht gut erforscht, genauer gesagt fehlt dort das Interesse. Ich habe viele Freunde und Bekannte im Verein von Bogota und Medellin - spreche da aus Erfahrung.

Hier ist übrigens noch ein Brief mit so einem Stempel, aber Nummer 45, aktuell bei ebay:


 
GSFreak Am: 22.06.2017 19:04:07 Gelesen: 8899# 20 @  
@ 22028 [#19]

Hallo "22028",

danke für die genaue Erklärung des Stempels.

Ich bin demnächst 4 Wochen in Kolumbien unterwegs (Erlebnisurlaub). Da suche ich mal solche Postagenturen auf und schicke mir entsprechende Belege zu. Oder gibt es solche Stempel aktuell nicht mehr?

Gruß Ulrich
 
22028 Am: 22.06.2017 19:54:00 Gelesen: 8896# 21 @  
@ GSFreak [#20]

Ich kann Dir aktuell nicht sagen ob es solche Agenturen noch gibt, ich vermute aber nicht da das Briefeschreiben in Kolumbien, wie anderswo auch, sehr stark zurück gegangen ist.

Wenn Du in Bogota bist, schau mal beim Briefmarkenverein nach, die haben ein Vereinsgebäude und treffen sich jeden Samstag wenn ich recht weiss. Adresse und Details hier:

http://www.clubfilatelicobogota.org/

Am 15. Juli ist dort die nächste Vereinsauktion.
 
Heinrich3 Am: 23.06.2017 11:52:37 Gelesen: 8863# 22 @  
Hallo,

aus der PPA ein Eil-Brief aus Bogotà nach Mainz ohne wirkliche Entwertung. Der 4x abgeschlagene Pfeil mit dem Text "EXPRÈS ENTREGA INMEDIATA SPECIAL DELIVERY" ist nur eine Wiederholung des roten Aufklebers. Frankiert ist mit den Mi.Nrn. 2 x 1272, 5 x 1295, 1314 und 2 x 1270, insgesamt 25,-$.

Rückseitig ein nochmaliger Pfeil-Stempel sowie die Ankunftstempel von Frankfurt am Main-Flughafen und von Mainz.


 
GSFreak Am: 24.06.2017 13:11:13 Gelesen: 8832# 23 @  
Hier ein Eil-Luftpostbrief aus Barranquilla nach Köln, frankiert mit 4 x 1,30$, also insgesamt 5,20$, abgestempelt am 05.01.1973 (ohne Uhrzeit).

Auf der Rückseite Handrollstempel FRANKFURT AM MAIN FLUGHAFEN (UB fa) 08.01.1973, 21 Uhr und Handrollstempel KÖLN 1 (UB by?) 09.01.1973, 6 Uhr.



Gruß Ulrich
 
22028 Am: 24.06.2017 13:34:24 Gelesen: 8827# 24 @  
@ GSFreak [#23]

Das Porto verstehe ich nicht.

Gemäß Resolution Nr. 189 vom 23.12.1970 war das Porto Col-$1,30 für einen Brief bis 20 Gramm. Express waren Col-$1,70 extra. Selbst wenn weitere 20 Gramm nochmals Col-$1,30 kosteten komme ich nicht auf eine Portostufe von Col-$ 5,20.

Die nächste Portoerhöhung war am 22.11.1973 (Resolution No. 11254).

Quelle: Historia Postal de las Tarifas de los Correos en Colombia von Carlos Valenzuela Acosto, Bogota, Januar 2002. Dieses Buch ist nicht im Handel erhältlich sondern nur beim Autor, welcher ein guter Bekannter von mir ist. ;-(



Nachtrag.

In meiner leider sehr umfangreichen Bibliothek habe ich noch ein neueres Buch von Carlos Valenzuela Acosta gefunden an das ich in meinem ersten Posting gar nicht mehr dachte.

Es handelt sich da um:

Historia de las Tarifas del Correo Aereo En Colombia, herausgegeben im August 2005. Dieses Buch ist erweitert und hat einige Fehler berichtigt die sich in die erste Ausgabe eingeschlichen hatten.

Resolution 1385 vom 21 Dezember 1966:

Porto für einen Brief der Landesgruppe 3 /Europa gehörte dazu) waren:
Col-$ 3,00 für einen Brief bis 10 Gramm oder Teile davon. Und gemäß Resolution Nr. 1889 ( Resolutionsnummer nun berichtigt) vom 23.12.1970 war für Express Col-$1,70 extra.

Gesamtporto sollten dann sein Col-$ 4,70 was aber auch nicht hinkommt.

Entweder es gibt noch eine weitere Portoänderung die im Buch noch nicht bekannt war oder es ist eine Überfranaktur mangel passenden Marken.


 
GSFreak Am: 24.06.2017 19:40:31 Gelesen: 8808# 25 @  
@ 22028 [#24]

Danke für Deine Recherche zu den Postgebühren. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es die zweite Gewichtsstufe war und letztlich bei AIESEC nur 1,30 $ Marken vorrätig waren (Grundporto), und dadurch eine Überfrankatur zustande gekommen ist.

Ich habe noch viele schöne Kolumbien-Belege aus den 1950er Jahren (fast alle an die Rheinisch-Westfälische Bank in Köln oder Remscheid). Die will ich aber erst zeigen, wenn ich einen Katalog zur Hand habe (werde ich mir bei Gelegenheit im Verein ausleihen), um vor allem die diversen Marken mit Überdrucken und auch evtl. Zwangszuschlagmarken o. ä. zuordnen zu können.

Ulrich
 
22028 Am: 24.06.2017 20:26:10 Gelesen: 8804# 26 @  
@ GSFreak [#25]

Bei der zweiten Gebührenstufe macht aber der Expreso Aufkleber keinen Sinn!

Aber selbst moderne Postgeschichte Kolumbiens ist nicht einfach.
 
Manne Am: 24.06.2017 20:37:05 Gelesen: 8802# 27 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim, Stempel vom 15.03.1954.

Gruß
Manne


 
GSFreak Am: 11.07.2017 20:26:41 Gelesen: 8538# 28 @  
Hier ein Luftpostbrief aus MANIZALES vom 18.10.1947 nach Mettmann im Rheinland (Britische Zone) und dementsprechend mit britischer Zensur.

Buntfrankatur mit Mi-Nrn. 466, 467, 468, 493, 501, 503, 506 (Markenausgaben aus 1945-1947) sowie einer 1 C. Zwangszuschlagsmarke Mi-Nr. 27 (oben rechts).



Gruß Ulrich
 
saintex Am: 12.07.2017 00:04:14 Gelesen: 8512# 29 @  
@ 22028 [#24]
@ GSFreak [#25]

Nach meiner Ansicht macht ihr bei der Berechnung des Portos einen gedanklichen Fehler. Bei dem im Beitrag [#23] gezeigten Brief handelt es sich um einen Luftpostbrief. Kolumbien hatte jedoch bereits in den 1960er Jahren für Luftpostbriefe ein Einheitsporto für Auslandsporto und Lp.-Zuschlag zusammen (sog. Porte aéreo sencillo) eingeführt, wie wir es heute auch in Deutschland kennen. Die Gewichtseinheit betrug 10 Gramm. Die Höhe des Einheitsportos hing von der Länderklasse ab, zu der das Bestimmungsland gehörte. Die europäischen Länder und damit auch die Bundesrepublik Deutschland gehörten zur Länderklasse 3 (vgl. Valenzuela a.a.O. Seite 66-67). Laut Valenzuela betrug das Einheitsporto eines Luftpostbriefes in die Länder der Länderklasse 3 ab 01.01.1967 $ 3.00 und ab 01.01.1974 $ 4.50 (vgl. Valenzuela a.a.O Seiten 60 und 74).

Offensichtlich gab es jedoch in Kolumbien zwischen dem 01.01.1967 und dem 05.01.1973 (Datum des Poststempels) eine Portoerhöhung, die bei Valenzuela allerdings nicht aufgeführt ist, und bei der das Einheitsporto für die Länder der Länderklasse 3 von $3.00 auf $3.50 erhöht wurde. Diese Vermutung wird zum einen dadurch gestützt, dass bei ebay angebotene Flugpostbriefe aus Kolumbien nach europäischen Ländern aus dem hier fraglichen Zeitraum vielfach mit § 3.50 bzw. 2x $3.50 und – falls mit Eilboten zu bestellen - mit weiteren $ 1.70 frankiert sind. Zum anderen enthalten auch die in Kolumbien am 15.06.1973 herausgegebenen Flugpostmarken (Mi-Nr 1249-1252 eine Marke mit der Nominalen $3.50, jedoch keine Marke mit der Nominalen $3.00).

Bei einem Gewicht von 10 Gramm ist der im Beitrag [#23] gezeigte Luftpostbrief nach meiner Ansicht mit $5.20 portogerecht frankiert wobei sich das Porto aus dem Einheitsporto von $3.50 und dem Expresszuschlag von $1.70 (vgl. Valenzuela a.a.O. Seite 72) zusammensetzt.

Wolfgang
 
22028 Am: 12.07.2017 08:01:30 Gelesen: 8498# 30 @  
@ saintex [#29]

Besten Dank - gut möglich dass es noch Portostufenänderungen gibt die bei Carlos Valenzuela nicht aufgeführt sind. Nur so am Rande, das sammeln von modernen Ganzbriefen oder auch die Erforschung der Portostufen hat und hatte in Kolumbien keinen großen Stellenwert, hinzukommt dass die Vereine dort mit den selben Problemen wie in Deutschland zu kämpfen haben, Überalterung der Sammler, wenig Nachwuchs. Und bis ich in Rente von und dann nach Kolumbien zumindest teilweise auswandere dauert es noch einige, allerdings wenige, Jahre.

Und der Tod von Dieter Bortfeldt dessen Frau (sie war die Jugendleiterin des Vereins) und Tochter in Kolumbien ich gut kannte hat in Kolumbien eine große Forschungslücke hinterlassen. Es gibt in Kolumbien eine ganze Anzahl von International sehr erfolgreichen Sammlern, nur befassen die sich ungerne mit "Kleinkram" wie modernen Portostufen.
 
Heinz 7 Am: 12.07.2017 08:50:51 Gelesen: 8487# 31 @  
@ 22028 [#24]

"Nachtrag.

In meiner leider sehr umfangreichen Bibliothek habe ich noch ein neueres Buch von Carlos Valenzuela Acosta gefunden (...)"


Lieber Kollege,

warum schreibst Du "leider"?

Heinz
 
22028 Am: 12.07.2017 09:01:12 Gelesen: 8480# 32 @  
@ Heinz 7 [#31]

"Leider", da ich dadurch nicht immer alles adhoc finde bzw. erinnere was ich denn so alles habe.
 
22028 Am: 01.05.2018 13:54:23 Gelesen: 5039# 33 @  
Und weiter gehts mir einem Brief aus Kolumbien von meinem leider viel zu früh verstorbenen Freund Dieter Bortfeldt (FRPSL, AIJP), einer Koryphäe der Kolumbine Philatelie.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bedarfsbriefe mit Blockfrankaturen aus aller Welt"]
 
Saguarojo Am: 01.05.2018 20:09:41 Gelesen: 4960# 34 @  
Zensierter Luftpostbrief von Bogota nach Knoxville, Tennessee, USA vom 20.7.1944 mit Zensurverschlussstreifen in Zellophan mit rückseitiger Zuweisungsnummer 30036 der zweiten Zuweisung der US-Censorshipstelle Miami, Florida.



Viele Grüße

Joachim
 
GSFreak Am: 19.05.2018 09:46:59 Gelesen: 4771# 35 @  
Hier ein Luftpostbrief aus Medellin nach Zürich in der Schweiz vom 02.04.1960, frankiert mit Mi.-Nrn. 2x 866 (Aufdruck UNIFICADO), 877 (Aufdruck UNIFICADO) und 887. Keine weiteren Stempel oder Vermerke auf der Rückseite.



Gruß Ulrich
 
Manne Am: 20.05.2018 09:19:47 Gelesen: 4738# 36 @  
Hallo,

heute ein Brief aus Cali vom 17.10.1955 an die Fa. Schmid-Schlenker Postfach 138 in Schwenningen.

Gruß
Manne


 
GSFreak Am: 20.05.2018 12:58:31 Gelesen: 4721# 37 @  
Hier ein Brief von Bogota nach Köln vom 17.12.1981. Die Marke Mi.-Nr. 1513 stammt aus einem Zusammendruck von 6 Marken, die die Vielfalt der Früchte Kolumbiens zeigen. Bei meiner einmonatigen Rundreise durch Kolumbien 2017 habe ich diese Vielfalt an frischen Früchten sehr genossen. Eine meiner Lieblingsfrüchte war die gelbe Pitaya (auf der Marke rechts mittig im Ganzen sowie dahinter aufgeschnitten). Auch die Guama-Frucht (auf der Marke vorne links) habe ich probieren können. Das Fruchtfleisch ist weiß und umgibt die harten, dunkelbraunen Kerne, die sich in einer großen, bohnenförmigen Hülse befinden.



Gruß Ulrich
 
Cantus Am: 14.10.2018 01:00:48 Gelesen: 2351# 38 @  
Von mir ein Brief vom 23.2.1933, gelaufen von Barranquilla nach New York. Für die Frankatur wurden 5 Marken zu je 1 Centavo (Mi. 321) verwendet, die die Emerald-Mine zeigen. Bemerkenswert finde ich den Maschinenwerbestempel, in dessen Werbeeinsatz in fünf verschiedenen Sprachen Werbung für kolumbianischen Kaffee gemacht wird.





Viele Grüße
Ingo
 
Manne Am: 20.10.2018 10:48:41 Gelesen: 2274# 39 @  
Hallo,

ein weiterer Luftpost-Brief aus Cali vom 11.01.1954 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 

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