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Thema: (?) (19/24/27) Elfenbeinküste: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 32 Beiträge:
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hajo22 Am: 02.11.2016 15:22:01 Gelesen: 9165# 8 @  
@ Cantus [#7]

Bei dem 1. Beleg den Du zeigst, lese ich Frankreich, den 10.Jun.1915. Beim Stempel lese ich: "Kais.D...".

Das sieht nach einem deutschen Feldpoststempel aus, zumal der Absender eine Militäradresse angibt und der Kartenvordruck "Feldpostkarte" lautet.

Irgendwas stimmt hier nicht. Da hat sich jemand einen Spaß mit den Elfenbein-Küste-Marken gemacht.

VG, hajo22
 
Cantus Am: 03.11.2016 14:17:04 Gelesen: 9132# 9 @  
@ hajo22 [#8]

Hallo,

auf der Karte ist zwar das Wort "Feldpostkarte" eingedruckt, die Karte ging aber an die Flensburger Nachrichten, also an eine Zeitung. Als Absender findet sich zum Einen eine Feldpostnummer, möglicherweise gab es aber andererseits auch keine stationäre Absenderadresse, sodass der Absender nichts in der Richtung angeben konnte, denn der - leider zum Teil unleserliche - Poststempel könnte durchaus auch auf "Kaiserliche Deutsche Seepost" lauten. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Karte nicht mit der Feldpost befördert werden konnte, sondern einer Frankatur bedurfte, die in Form der aufgeklebten Marken erbracht und anschließend mit einem regulären Poststempel entwertet wurde.

Viele Grüße
Ingo
 
lueckel2010 Am: 03.11.2016 20:10:12 Gelesen: 9115# 10 @  
@ Cantus [#7]

Hallo,

nichts für ungut, aber auch ich neige doch eher zu den von "hajo22 [#8] getätigten Äußerungen im Zusammenhang mit dem von Ihnen gezeigten "Elfenbeinküste"-Beleg.

Gründe:

1. Mit einigermaßen passablem Sehvermögen, gegebenenfalls unter Benutzung einer Sehhilfe, ist bei Ihrem Foto/ Scan im Obersegment des Entwertungsstempels "KAIS. D. FELDPOST" aber nicht SEEPOST zu lesen.

2. Die "Frankatur" (links: Elfenbeinküste; rechts: St. Marie de Madagaskar, bis etwa 1900 ebenfalls eine französische Kolonie) "passt" ja nun überhaupt nicht zusammen.

Der Absender, vermutlich ein gelangweilter "Etappenhase" (und vielleicht sogar noch Feldpostler) auf dem französischen Kriegsschauplatz, gelangte auf irgendeine Art in den Besitz der zwei Briefmarken (Briefmarkensammler würden beide übrigens als Ruinen bezeichnen, Sammler von Postbelegen sehen dies naturgemäß anders), klebte sie auf seine (gebührenfreie?) Feldpostkarte und schickte das Pamphlet dann nach Flensburg an einen Empfänger, der laut Kartentext zumindest mit Briefmarken etwas "am Hut" hatte.

Wer letztlich gestempelt hat und ob dies entweder vorsätzlich oder aber in Unkenntnis der Vorschriften geschehen ist, dürfte heute wohl nicht mehr festzustellen sein. Dies ist nach meinem Verständnis aber auch als zumindest "zweitrangig" einzustufen!

Ich bin kein "Spezialist" für deutsche Feldpost bzw. französische Kolonialphilatelie. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn Experten mich "aufklären" und korrigieren würden, wenn dies denn erforderlich sein sollte.
Übrigens:

Ich möchte auf keinen Fall provozieren, obschon mir dies in einem anderen Thema auf meine Entgegnung zu einem Eintrag von Ihnen von einem "außenstehenden Schreiberling" vorgeworfen, dies aber trotz Nachfrage nie begründet wurde (werden konnte)!

Noch einen schönen Abend, "lueckel2010"
 
Cantus Am: 12.11.2016 15:36:03 Gelesen: 9063# 11 @  
@ lueckel2010 [#10]

Hallo Lueckel,

ich will das hier nicht unbeantwortet lassen. Um es kurz zu machen: Sie haben mit allem recht.

Ich habe mich sicherheitshalber noch mit zwei ausgewiesenen Spezialisten der Frankreich-Philatelie in Verbindung gesetzt. Dabei habe ich erfahren, dass es um 1900 herum bis zum 1. Weltkrieg in einer Vielzahl von Fällen zu Manipulationen an und mit Belegen aus den französischen Kolonien gekommen ist, oftmals verursacht von Briefmarkensammlern in den Kolonien, die glaubten, sich oder anderen so konkurrenzlos seltene Belege schaffen zu können. Das ist zwar wohl gelungen, aber zumindest in dem hier diskutierten Fall ist nicht mehr als eine Spielerei daraus entstanden, denn nur die Briefmarken der Länder in Französisch-Westafrika waren miteinander frankaturfähig, während die Briefmarken von Ste. Marie de Madagaskar eben nur noch auf Madagaskar selber frankaturfähig waren.

Der Poststempel der Deutschen Feldpost ist dabei lediglich ein kleines weiteres Manipulationsmerkmal, denn auch wenn die Karte tatsächlich befördert worden sein sollte, so ändert sich dadurch doch nichts daran, dass der ganze Beleg als unsinniges Machwerk anzusehen ist. Ich werde ihn aber dennoch als Kuriosum in der Sammlung behalten und zukünftig noch etwas genauer hinschauen, wenn ich beabsichtige, Belege mit solchen Mischfrankaturen in meine Sammlungen aufzunehmen.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
Ingo
 
Mondorff Am: 12.11.2016 18:22:52 Gelesen: 9044# 12 @  
Hier noch zwei Belege von der Elfenbeinküste - aus neuerer Zeit:



Brief vom 5.12.1981 mit einer Marke zum Tag der Briefmarke 1980 ab Abidjan nach Luxemburg



Brief vom 27.6.1983, wieder aus Abidjan nach Luxemburg. Abidjan war in dieser Periode Hauptstadt des Landes.

Unter dem Antlitz der jungen Frau steht: "Cheri, regarde mon visage". Liebling, sieh mein Gesicht.

Schönen Gruß
DiDi
 
Michael Mallien Am: 08.01.2017 18:05:46 Gelesen: 8748# 13 @  
Brief von Abidjan nach New York. Frankiert mit 80 Franc (MiNrn. 311 und 289).



Stempel ABIDJAN R.P. / 28.?.1967 / COTE D'IVOIRE


 
Michael Mallien Am: 09.01.2017 17:44:35 Gelesen: 8715# 14 @  
Brief aus Abidjan, frankiert mit 230 Franc (MiNrn. 907 und F885). Die Michelnummern stammen aus einem Katalog von 1993. Bei der Michelnummer 885 sieht es so aus, als ob dort später Marken eingefügt wurden, die zuvor übersehen worden waren. Sonst kann ich mir die seltsame Nummerierung von A885, B885, C885 usw. nicht erklären.



Stempel ABIDJAN .. / 7.10.1986 / COTE-D'IVOIRE
 
Michael Mallien Am: 06.02.2017 19:44:07 Gelesen: 8592# 15 @  
Brief aus Memni, einem Ort nordöstlich von Abidjan nach Morsbach aus dem Jahr 1996, frei gemacht mit 300 F.

Sehr schöner Stempel MEMNI / 9 .. / 17 -5 / 1996 / COTE-D'IVOIRE


 
Fips002 Am: 24.02.2017 21:13:24 Gelesen: 8455# 16 @  
Brief von Abidjan 28.7.1969 nach Hamburg.



Gruß Dieter
 
Michael Mallien Am: 05.03.2017 19:24:09 Gelesen: 8386# 17 @  
Brief von Abidjan nach Apeldoorn, Holland vom 8.1.1998. Frei gemacht mit 200 Franc.



Die 200 F wundern mich etwas im Vergleich zur Frankierung zu 300 F in [#15], 2 Jahre zuvor. Ich hätte ein höheres Porto erwartet, muss allerdings sagen, dass ich keinerlei Ahnung über die Tarife in der Elfenbeinküste habe.

Verwunderlich auch die übereinander geklebten Marken. Platz wäre ja genug gewesen. Es kann natürlich sein, dass eine Marke fehlt, also abgefallen ist, was beide Umstände erklären könnte. Auf dem Brief finde ich jedoch keinen Hinweis darauf, wie Klebereste, Stempelfragmente oder ähnliches.
 
Journalist Am: 19.03.2017 16:12:58 Gelesen: 8287# 18 @  
Hallo an alle,

ich möchte hier heute einen aktuellen Einschreibebrief aus der Elfenbeinküste zeigen:



Es handelt sich um eine Postsache aus der Hauptstadt Abidjan mit der eingermaßen im Tagesstempel zu lesenden Zusatzangabe C.M.T vom 7.3.2017 nach Frankfurt - unten steht im Stempel die Landesbezeichung Cote d`Ivoire - der Ort ist nur ansatzweise lesbar, aber sehr oft ist der Stempel viel schlechter oder gar unlesbar abgeschlagen. Interessant ist, daß zum einen noch ein klassischer R-Zettel aufgeklebt wurde, der mit der einzeiligen Ortsangabe CMT Abidjan Cote d`Ivoire versehen ist und darüber befindet sich ein Teil eines Einschreiblabels, daß bei der UPU in der Druckerei in Genf für die Elfenbeinküste gedruckt wurde. Erkennbar ist das UPU-Label an der Form, der blauen Farbe vorne und hinten und an der speziellen Schrift der Einschreibnummer.

Sehr schön ist auch das Logo der Post mit dem Elefantenkopf.

Viele Grüße Jürgen
 
Michael Mallien Am: 19.03.2017 16:18:06 Gelesen: 8285# 19 @  
@ Journalist [#18]

Hallo Jürgen,

der Beleg gefällt mir sehr, danke für's Zeigen.

Es handelt sich um eine Postsache

Mich interessiert woran man erkennen kann, dass es sich um eine Postsache handelt.

Viele Grüße
Michael
 
Heidelberg Collector Am: 24.04.2017 21:20:46 Gelesen: 7906# 20 @  
Hallo Zusammen,

anbei ein Beleg mit schönem klaren Werbestempel:



1971 gelaufen

Beste Grüße,

Yoska
 
Michael Mallien Am: 21.05.2017 20:43:06 Gelesen: 7662# 21 @  
Brief aus Abengourou, einer Stadt im Osten des Landes vom 20.10.2008 nach Derby, England, frei gemacht mit 500 Franc.

Stempel (teils interpretiert): ABENGOUROU / 20-10 / 2008 / COTE D'IVOIRE


 
Mondorff Am: 01.07.2017 19:47:59 Gelesen: 7252# 22 @  
Ein wirklich farbenfroher Bedarfsbrief (Format 225 mm x 110 mm), von dem ich hier Vorder- und Rückseite vorstellen möchte.



Flugpostbrief mit Maschinenstempel ABIDJAN vom 24.1.1975 nach Ehlerange in Luxemburg.



Freundlichen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 02.11.2017 11:34:07 Gelesen: 5992# 23 @  
Hallo zusammen,

ein Brief aus Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste mit Elefantenmarke und Elefantenstempel:



Der Werbetext im Stempel "achetez ivoirien" bedeutet "kauft ivorisch". Man soll also Waren aus der Elfenbeinküste kaufen.

Viele Grüße
Volkmar
 
BeNeLuxFux Am: 24.11.2017 13:00:06 Gelesen: 5701# 24 @  
Hallo,

hier ein schöner Express-Brief vom 09.07.1968 aus Abidjan nach Onex bei Genf.

Vielleicht kann mir hier jemand bei der Bestimmung des Porto helfen?

Grüße,
BeNeLuxFux


 
Michael Mallien Am: 30.10.2018 21:46:30 Gelesen: 1952# 25 @  
Brief vom 5.5.1976 aus Abidjan nach Macerata, Italien. Die Freimachung summiert sich auf 150 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 02.01.2019 11:12:18 Gelesen: 1367# 26 @  
@ Mondorff [#22]

Hallo Didi,

derartig gestaltete Umschläge gibt es offensichtlich in mehreren Varianten. Die Aufdrucke lassen die Tourismusbranche als möglichen Urheber vermuten. Ich kann einen weiteren Umschlag dieser Art zeigen. Er ging am 15.4.1976 von Abidjan nach Macerata, Italien. Die Freimachung beträgt 150 Franc, deutlich mehr als bei Deinem Brief aus 1975.



Der Umschlag trägt vorderseitig die gleichen Aufdrucke, wie Dein Umschlag. Allerdings sind sie mit Marken überklebt. Dort steht:

LA COTE d'IVOIRE
VOUS ATTEND
IVORY COAST
IS WAITING FOR YOU

Der Stempel ist zwar undeutlich abgeschlagen, aber man kann gut das kopfstehende Datumsteil erkennen.

Auf der Rückseite ist ein schöner Ankunftsstempel 62100 MACERATA G.P.L / 22.-4.76.16 abgeschlagen, der die Beförderungsdauer von 7 Tagen dokumentiert.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.05.2019 18:35:17 Gelesen: 426# 27 @  
Heute ein Brief vom 18.12.2001 aus Abidjan nach Bangkok, Thailand, frei gemacht mit 630 Franc.



Der Brief hat noch seinen Inhalt, nämlich folgende Karte:



Da ein Narumi Yamakuchi an eine Frau Naoko Hoshii geschrieben hat nehme ich mal an, dass die Schrift japanisch ist, oder?

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 02.06.2019 21:03:26 Gelesen: 160# 28 @  
Brief vom 1.4.1962 aus Abidjan nach Kopenhagen, Dänemark, frei gemacht mit 50 Franc.

Lt. Angabe auf der Rückseite des Umschlages stammt der Absender aus Pointe Noire, Kongo (Brazzaville). Vermutlich ist das aber nur der Hauptsitz des versendenden Unternehmens, denn Point-Noire ist selbst heute über 3.700 Straßen-Kilometer entfernt.



Mir gefällt die Frankatur mit dem perfekten waagerechten Paar der MiNr. 237 sehr gut.



Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 04.06.2019 15:16:22 Gelesen: 141# 29 @  
@ Michael Mallien [#28]

Ja, ein schönes Markenpaar! Ist Dir aufgefallen, daß die linke Marke rechts oben und unten einen spitzen Ausgleichszahn hat?

Das macht das Stück noch interessanter. Aber bitte trotzdem nicht ablösen!

Stefan
 
epem7081 Am: 04.06.2019 17:31:20 Gelesen: 127# 30 @  
Ein kleiner Gruß aus Afrika, nur 7,5 x 10 cm groß ist dieser Brief der am 10.2.1965 in ABIDJAN / COTE D'IVOIRE auf die Reise nach Heidenheim an der Brenz geschickt worden.



Ob er wohl eine wichtige Nachricht oder freundliche Grüße vermittelt hat? Freigemacht wurde diese Botschaft mit einem 70 F Postwertzeichen aus der mehrjährigen Serie heimischer Pflanzen, hier: Mussaenda erythrophylla, Ivory Coast 1961.

Aus dem Englischen übersetzt-Mussaenda erythrophylla, allgemein bekannt als Ashanti-Blut, roter Fahnenstrauch und tropischer Hartriegel, ist ein immergrüner westafrikanischer Strauch. Die Hochblätter des Strauchs können verschiedene Schattierungen aufweisen, darunter Rot, Rosa, Weiß, Hellrosa oder einige Mischungen. Wikipedia (Englisch)

Mit freundlichem Gruß
Edwin
 
Michael Mallien Am: 04.06.2019 20:22:56 Gelesen: 119# 31 @  
@ epem7081 [#30]

Hallo Edwin,

schöner Beleg, danke fürs Zeigen und dafür, dass Du überhaupt so viele schöne Belege präsentierst! Ich lese immer gerne mit.

@ StefanM [#29]

Hallo Stefan,

danke für den Hinweis! Der spitze Zahn ist mir tatsächlich nicht aufgefallen. Ein Grund mehr den Beleg zu mögen. :)

Viele Grüße
Michael
 
epem7081 Am: 13.06.2019 21:06:45 Gelesen: 43# 32 @  
Heute mal zwei Diamanten aus der Elfenbeinküste.



Dieser Luftpostbrief wurde am 14.2.1973 in ADJAME, einem Stadtteil der Hauptstadt Abidjan, aufgegeben und auf dem Weg nach Heidenheim gestartet. Er trägt zwei Diamanten zu 40 F. Dabei handelt es sich um die MiNr. 416 mit der Würdigung der nationalen Diamantenindustrie. Außer dem geschliffenen Edelstein sind auch die oberirdischen Anlagen der Diamantenmine bis zur Abraumhalde dargestellt. Die weitere Marke zu 5 F (MiNr.381) stammt aus der Serie Fauna des Meeres von Juni 1971 und stellt eine Krabbe der Art Neptunus validus dar. Freigemacht wurde der Brief also mit insgesamt 85 F.

Auf weitere Diamanten im Forum freut sich
Edwin
 

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