Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Moldawien: Echt gelaufene Belege
Eilean Am: 30.09.2016 22:45:11 Gelesen: 5501# 1 @  
Zu der Reihe: Echt gelaufene Belege hier ein Brief aus Moldawien nach Deutschland.

Da wird man fast Motivsammler.



Gruß
Andreas

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "Moldawien: Belege bestimmen"]
 
zockerpeppi Am: 02.10.2016 21:06:58 Gelesen: 5449# 2 @  
Aus Moldawien bekommt man nicht ganz so oft Post. Ich müsste auch noch eine Ansichtskarte haben, aber nun erst einmal ein Einschreiben.

Vorder- und Rückseite



Stempel Chisinau vom 2.6.2013. Der Briefträger kam am 6

beste Sammlergrüße
Lulu
 
10Parale Am: 02.10.2016 23:03:26 Gelesen: 5436# 3 @  
@ zockerpeppi [#2]

Das rechte Bild zeigt Briefmarken mit Marken im Markenbild. Es handelt sich um die beiden ersten Marken des Fürstentums Moldau, die Ochsenköpfe zu 27 und 54 Parale (Michel Nr. 1 und 2) aus dem Jahr 1858.

Das Auktionshaus C.G. bietet bei der kommenden Auktion in Kürze die beiden Raritäten im Original zum Kauf an.

Es zeigt, dass die Republik Moldawien ebenso wie Rumänien einen hohen Wert auf ihre philatelistische Historie legen und die Ochsenköpfe symbolträchtig fokussieren. Man leitet daraus eine Kontinuität ab und sieht sich als (Teil)-Nachfolgestaat der Fürstentums Moldau.

Vielen Dank zockerpeppi für diesen schönen Beleg.

Liebe Grüße

10Parale
 
Michael Mallien Am: 30.01.2017 19:25:44 Gelesen: 5119# 4 @  
Ein Brief aus aktuellem Posteingang aus Chisinau nach Bargteheide, frei gemacht mit insgesamt 42 Moldauischen Lei.

Stempel POSTA MOLDOVEI / 18. 01. 2017 / t / Chisinau-12



[Redaktioneller Hinweis: Ergänzung siehe Beitrag [#7]]
 
Heinz 7 Am: 08.02.2017 15:32:12 Gelesen: 5054# 5 @  
@ zockerpeppi [#2]

Liebe Lulu,

dass das heutige Moldawien (unabhängig seit 1991) als Briefmarkenmotiv die weltberühmten Ochsenköpfe wählt, ist zwar werbetechnisch verständlich, historisch gesehen aber meines Erachtens nicht korrekt. Denn Moldawien ist nicht etwa ein Nachfolgestaat des Fürstentums Moldau, das 1858 diese Briefmarke herausgab (und später mit der Walachei zusammen im Staat Rumänien aufging), sondern basiert auf der historischen Landschaft Bessarabien, das 1858 zu Russland gehörte.



Anbei eine Karte (aus Wikipedia), dass das heutige Moldawien zeigt (Hauptort Chisinau). Seltsamerweise fehlen auf der Karte die Ortschaften, aber Ihr findet sie auf https://de.wikipedia.org/wiki/Moldawien

Dass beide (heutigen) Staaten, Rumänien und Moldawien, (teilweise) Nachfolgestaaten des (älteren) Fürstentums Moldau sind, macht die Sache nicht einfach zu erklären. In den Grenzen 1484-1538 umfasste das (alte) Fürstentum Moldau tatsächlich Gebiete westlich und östlich des Pruth (siehe Karte Wikipedia). Heute ist der Pruth der Grenzfluss zwischen Rumänien und Moldawien. Seit 1812 aber hat Moldawien eine getrennte Geschichte von Rumänien.



Auf dem Gebiet des heutigen Moldawiens wurden die Briefmarken "Ochsenköpfe 1858" des Fürstentums Moldau also nie verwendet.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 08.04.2017 07:08:09 Gelesen: 4856# 6 @  
Wenn ich es richtig interpretiere, ist dies ein Ortsbrief, der innerhalb der Hauptstadt Chisinau gelaufen ist.

Die Freimachung zu 5,25 Lei besteht aus einem waagerechten Dreierstreifen einer Marke aus dem Jahr 2015.

Stempel POSTA MOLDOVEI / 01.08.2016 / Chisinau-12



Der rückseitige Stempel stammt wohl vom Versender.

Die Bedeutung des vorderseitig aufgebrachten Labels kenne ich nicht.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 28.07.2017 11:46:05 Gelesen: 4382# 7 @  
Heute zeige ich einen Brief im A5-Format aus Chisinau nach Bargteheide vom 18.4.2017.

Beim Versuch der Portobestimmung fiel mir auf, dass er 4 Marken aus dem Jahr 1992 ohne Währungsbezeichnung und 5 Marken aus den Jahren 2015 - 2017 mit Währungsbezeichnung in Lei (L) bzw. Bani (b) trägt.



1992 galt die Coupon-Währung, welche 1992 1:1 aus dem Rubel entstand nach der Unabhängigkeit von und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.

Die Marken aus dem Jahr 1992 summieren sich zu 34,50 Coupon.

Die Marken aus den 2010er Jahren ergeben insgesamt 7,50 Lei.

Der Coupon wurde am 29.11.1993 durch den Moldauischen Leu abgelöst im Umtauschverhältnis von 1000:1 [1]. Damit summieren sich die Coupon-Marken gerade einmal auf 3,45 Bani und die Gesamtfrankatur gerundet auf 7,53 Lei. Der Beitrag der Coupon-Marken zur Gesamtfrankatur kann also quasi vernachlässigt werden.

Nichtsdestotrotz scheinen die Marken noch gültig zu sein, denn auf der Vorderseite des Beleges klebt ganz prominent eine der ersten Marken des Landes und wurde anstandslos entwertet. Genau dieses Detail macht den Beleg wieder sehr interessant, wie ich finde.

Ergänzen möchte ich noch eine Korrektur meines Beitrages [#4]. Dort sind ebenfalls Marken in Coupon-Währung verwendet worden, was ich nicht beachtet hatte. Die Freimachung des Beleges in [#4] beläuft sich auf 22 Lei + 20 Coupon = 22,02 Lei.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetischer_Rubel
 
Michael Mallien Am: 31.07.2017 21:38:02 Gelesen: 4339# 8 @  
Ich habe ein E-Mail erhalten, von einem Philaseiten-Freund, der hier mitliest. Er schrieb mir folgendes mit der Erlaubnis, es hier zu posten:

Sehr geehrter Herr Mallien,

mit Interesse verfolge ich einige Foren auf Philaseiten, dazu gehört auch "Moldawien: Echt gelaufene Belege". Auch wenn Philaseiten-Mitglied, schaffe ich es schon aus zeitlichen Gründen nicht, mich an den Diskussionen zu beteiligen. Gerne gehe ich jedoch auf einige offene Punkte zu von Ihnen in diesem Forum vorgestellte Belege ein:

Zu dem am 08.04.17 eingestellten Beleg [#6]: Der Label auf der Vorderseite ist ein Einschreibe-Zettel. Sie können den Laufweg des Belegs unter Eingabe der Reko-Nummer auf der Homepage der Post der Moldau nachvollziehen. Siehe dazu auch http://www.posta.md/ro/tracking?id=DS2012079731RR

Der Stempel auf der Rückseite ist der Absender. Es handelt sich dabei um die zum Innenministerium gehörende, aber in privater Rechtsform arbeitende Wachgesellschaft (http://serviciipaza.md/). Diese hat vermutlich Dienstleistungen für den Empfänger, das Museum für Volkskunde und Naturgeschichte (http://www.muzeu.md/), erbracht und schickt mit dem R-Brief Verträge, Rechnungen oder ähnliches.

Der Beleg stammt vermutlich von Familie Ciobanu, Vater Constantin C. ist in dem Museum tätig.

Die Freimachung zu dem am 28.07. eingestellten Beleg [#7] erscheint mir rätselhaft, da der günstigste Brief von MD nach D mit mindestens 9,50 MDL (ca. 0,45 EUR) freizumachen ist. Siehe dazu auch http://posta.md/ro/posta-calculator.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude an Moldau-Belegen.

Besten Gruß,
Uwe Konst

 
Fips002 Am: 11.03.2019 11:00:41 Gelesen: 1882# 9 @  
Von mir ein Ortsbrief aus Chisinau, 04.02.1993.

Entwertet wurde der Brief mit 3 Moldauische Leu, entspricht 0,16 Euro.



Dieter
 
Saguarojo Am: 11.03.2019 18:13:54 Gelesen: 1860# 10 @  
Verwendung einer alten Sowjet-Briefganzsache aus Moldawien vom 21.12.1993



Viele Grüße

Joachim
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 

Ähnliche Themen

4525 12.08.20 18:56volkimal
8323 19 01.04.20 21:16fogerty
5327 25.01.17 17:55Michael Mallien
3540 27.09.16 19:55Mondorff


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.