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Thema: (?) (118) Italien: Bedarfspost 1945 bis heute
Das Thema hat 138 Beiträge:
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Manne Am: 10.12.2018 11:48:32 Gelesen: 13964# 114 @  
Hallo,

ein weiterer Brief aus Rom vom 13.03.1968 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
henrique Am: 21.01.2019 18:43:26 Gelesen: 13086# 115 @  
Hallo,

ein Einschreibbrief vom 5. 2. 2016 aus eigener Post



Grüße
Henrique
 
10Parale Am: 17.03.2019 19:09:11 Gelesen: 11526# 116 @  
Geschäftsbrief aus Verona, freigemacht mit 70 Lire, Italien Michel Nr. 1123, Heilige Katharina von Siena (1347 - 1380), lief mit Bahnpost am 28.07.1962 nach Haagen, einen Stadtteil der südbadischen Stadt Lörrach.

Katharina von Siena (Katharina Benincasa, Adelsgeschlecht) lebte zur Zeit, als die Päpste in Avignon residierten. Sie hatte 20 Geschwister, von denen einige von der Pest dahingerafft wurden. Schon sehr früh entschied sie sich für das Leben in strenger Askese bei den Dominikanerinnen (Mantellatinnen). Sie galt als Mystikerin und ihrem Einfluss war es zu verdanken, dass die Päpste (Papst Gregor XI.) 1376/7 wieder nach Rom zurückkehrten.

In der Engelsburg in Rom gibt es eine Statue von ihr, sie muss eine sehr hübsche Frau gewesen sein. Bekannt wurde sie für einige Zitate:

"Im Garten der Kirche müssten die faulenden Pflanzen ausgerissen und durch frische, duftende neue Pflanzen ersetzt werden."

oder

"Was Christus am Kreuz erwarb, wird mit Huren vergeudet"


Nun ja, das Zölibat gibt es wahrlich schon sehr lange.

1939 wurde sie zur Schutzpatronin Italiens, 1999 zur Schutzpatronin Europas erklärt. Interessante Details, wie ich finde.

Schönen Sonntag

10Parale


 
fogerty Am: 17.03.2019 19:41:53 Gelesen: 11517# 117 @  
Dieser Brief des Krankenhauses Bruneck im Jahre 1962 erreichte die Organisatoren des Schmalfilmfestivals nicht auf Anhieb. Für den Brieftraäger schien der Adressat "sconosciuto",auf deutsch "unbekannt" zu sein. Der Handvermerk, wahrscheinlich des Postamtes Meran "vedi azienda di cura" "Kurverwaltung". Die Kurverwaltung war damals ja für alle Veranstaltungen in Meran zuständig. Also wurde der Brief dann doch noch zugestellt.



Grüße
Ivo
 
Michael Mallien Am: 01.06.2019 18:55:26 Gelesen: 10264# 118 @  
In Beitrag [#107] sehen wir einen modernen Beleg mit einem Postfreistempel. Heute erhielt ich ein Einschreiben mit Freimachungsdatum 29.05.2019 aus Manerba del Garda nach Bargteheide mit einem eben solchen Freistempel. Die Freimachung beläuft sich auf 10,55 Euro. Das ist deutlich teurer als bei uns. Ein Auslandseinschreiben in der gleichen Gewichtsklasse (Großbrief) kostet bei uns 3,70 + 2,50 = 6,20 Euro.



Rein interessehalber: Kennt sich jemand mit den italienischen Postfreistempeln aus und kann mehr dazu sagen? Was ist zum Beispiel die Bedeutung der senkrechten Balken (5 hier und 3 bei dem Beleg in [#107])?

Viele Grüße
Michael
 
fogerty Am: 05.08.2019 21:32:53 Gelesen: 9138# 119 @  
Bedarfsbrief aus dem Jahre 1966 von Bergamo nach Meran, an sich nichts Besonderes, aber der Werbestempel aktueller den je, auch wenn ich an bestimmte Nachrichten aus Deutschland denke! "Non provocate incendi nei boschi" zu deutsch "Verursacht keine Waldbrände"!



Grüße
Ivo
 
epem7081 Am: 12.11.2019 14:16:42 Gelesen: 7160# 120 @  
Ein Beleg, der mich sprachlos macht! Eine Bedarfssendung ohne Frage, aber was ist denn hier passiert?

Noch vor meinen philaseitenzeiten, d.h. noch vor gut einem Jahr, haben Stempel und das Drumherum mein Interesse kaum gefunden. Nun durchforste ich meine "Altpapierbestände" und entdecke manches interessante oder außergewöhnliche Objekt.




Eine Büchersendung als Einschreiben, die laut Stempelabschlag am 26.6.2015 in MILANO 107 - VIA COPPIN - C aufgegeben wurde. Versehen wird das gute Stück dann mit einem außergewöhnlichen Aufkleber - vermutlich am Postamt. Handschriftlich erfolgt dann wohl ein Hinweis auf eine Funktionsstörung? Leider kann den italienischen Text nicht komplett deuten. Doch eine Freimachung durch Postwertzeichen hätte eigentlich möglich sein müssen.

Auf jeden Fall ein Beleg, bei dem einem sprichwörtlich die Spucke wegbleibt, meint
Edwin
 
filunski Am: 12.11.2019 14:37:11 Gelesen: 7158# 121 @  
@ epem7081 [#120]

Hallo Edwin,

ganz sicher ein sehr außergewöhnlicher Beleg den mit Sicherheit die meisten "Philatelisten" in der Rundablage entsorgt hätten ohne seine Außergewöhnlichkeit zu erkennen! ;-)

Du hast das Wichtigste ja schon richtig erkannt. Der handschriftliche Vermerk lautet "MALFUNZIONAMENTO ETICHETTATRICE" also ungefähr "Funktionsstörung Etikettendrucker". Etichettatrice ist der Labeldrucker (Tischgerät) in den italienischen Postämtern der diese Labels (Etichette) zur Freimachung von Postsendungen auswirft:



Dieses Gerät funktionierte an diesem Tag nicht und die Sendung hat 14,40 € Gebühr gekostet. Nun gibt es schon seit mehreren Jahren in ganz vielen italienischen Postämtern keine oder kaum mehr Briefmarken und selbst wenn, haben die Angestellten oft keine Lust diese in solchen Fällen aufzukleben (wären ja einige gewesen um auf den Betrag zu kommen). Also sozusagen handschriftlicher "Gebühr bezahlt Vermerk", Tagesstempel dazu (Gebühr bezahlt Stempel gibt es ja schon lange nicht mehr) und "ab die Post". Italienisch, praktisch, unkompliziert und hat ja auch geklappt!

Interessanter Beleg!

Viele Grüße,
Peter
 
epem7081 Am: 12.11.2019 15:53:56 Gelesen: 7138# 122 @  
@ filunski [#121]

Hallo Peter,

einfach 1. Klasse Deine postwendende Reaktion und vielen Dank für die aufschlußreiche Hintergrundinformation. Jetzt kann ich das gute Stück zu meinen besonders ausgefallenen Objekten zählen.

Mit dankbaren Grüßen
Edwin
 
filunski Am: 12.01.2020 22:58:04 Gelesen: 5710# 123 @  
Hallo zusammen,

heute von mir ein schöner und wohl auch recht einmaliger Brief aus meinem Posteingang der letzten Woche:



Der Beleg weist gleich mehrere Besonderheiten auf, die bei heutiger Briefpost aus Italien kaum mehr anzutreffen sind. Er ist von Hand abgestempelt (wird in italienischen Postämtern schon länger grundsätzlich nicht mehr gemacht), dies gleich noch ungewöhnlicher, da er ausschließlich mit Marken in Lire Währung frankiert ist. Diese sind zwar immer noch frankaturgültig, aber da bei den Postbediensteten darüber sehr unsichere Kenntnisse herrschen, stempelten diese auch als noch Handstempelungen möglich waren, Lire Marken "vorsichtshalber" nicht ab. Die Erklärung für diese Stempel hier liegt wohl darin, dass der Brief am Philatelieschalter in Termoli aufgegeben wurde.

Zur Frankatur wurden hier insgesamt Marken für 5.700 Lire verwendet, entspricht ca. 2,90 € und entspricht so der Gebühr für einen Brief in die EU (Zona 1) im "formato compatto".

Viele Grüße,
Peter
 
Cantus Am: 13.01.2020 02:52:28 Gelesen: 5694# 124 @  
Von mir ein Brief vom 14.10.1969, gelaufen von Meran nach Goslar. Als Frankatur wurde Mi. 1286 verwendet.



Viele Grüße
Ingo
 
Christoph 1 Am: 18.01.2020 00:24:24 Gelesen: 5492# 125 @  
@ filunski [#123]

Hallo Peter,

ich habe heute einen Brief mit francobolli in lira erhalten - trotzdem schön lesbar gestempelt mit einem Handrollstempel (!) aus Bozen vom 30.12.2019.



Den Stempel zeige ich nochmal in groß im anderen Thema.

Viele Grüße
Christoph
 
filunski Am: 18.01.2020 11:27:17 Gelesen: 5451# 126 @  
@ Christoph 1 [#125]

Hallo Christoph,

gratuliere zu dem Beleg!

Der Handroller ist sogar dreisprachig, BOLZANO - BOZEN - BULSAN, Italienisch, Deutsch und Ladinisch. Damit ist es auch ein noch sehr neues Stempelgerät und nicht von einem Postamt.

Vor etwa zwei Jahren wurde in Bozen wieder ein neues Briefverteilzentrum in Betrieb genommen. Bis dato wurde alle Post, vom Brenner bis nach Trient und noch weiter, erst ins Briefzentrum (CMP) nach Verona befördert und von dort aus in die Verteilung eingeschleust. So wanderte z. B. ein Ortsbrief innerhalb Bozens, der dort in den Briefkasten eingeworfen wurde, erst nach Verona und kam dann wieder zurück nach Bozen!

Dieses neue Verteilzentrum in Bozen wurde auch mit neuen, politisch jetzt ganz korrekten (dreisprachigen) Stempeln ausgestattet. Den Maschinenstempel gab es im Thema "Zweisprachige Stempel in Italien" schon mal zu sehen. Anscheinend schaffte man dort auch gleich noch einen neuen Handroller an. Den aber auch mal auf gelaufener Post zu sehen ist schon erstaunlich, auch noch bei Post ins Ausland, die sehr oft überhaupt nicht gestempelt wird.

Der "Stempelbediener" wusste entweder, dass die Lire Marken noch gültig sind, oder, halte ich für wahrscheinlicher, es war ihm einfach egal. Zumindest hat er nicht nach der oft bei italienischen Postbediensteten verbreiteten Einstellung gehandelt, lieber nichts zu machen (nicht zu stempeln), als etwas falsch zu machen (eventuell nicht mehr postgültige Marken abzustempeln). Oder es handelte sich noch um einen "echten Südtiroler Postler" (nicht italienischstämmig) der noch ein wenig K.u.k. Beamtenblut in den Adern hatte und sich wirklich auskannte. ;-)

Gelernt hatten die Italiener ihre heute noch bestehende Bürokratie (die unsere weit in den Schatten stellt) vor über 100 Jahren von österreichischen K.u.k. Beamten. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
Baber Am: 28.01.2020 16:24:04 Gelesen: 5102# 127 @  
Eine Ganzsachenkarte zu 15 Lire, auffranktiert mit 20 Lire zum Postkartenporto nach Deutschland



gelaufen 1951 von Klobenstein nach München

Gruß
Bernd
 
Manne Am: 28.01.2020 17:40:51 Gelesen: 5087# 128 @  
Hallo,

aus Bozen ein Eilbrief vom 19.10.1963 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
10Parale Am: 07.02.2020 20:27:03 Gelesen: 4747# 129 @  
@ Christoph 1 [#125]

francobolli in lira - schöner Ausdruck, schöner Beleg mit dreisprachigem Stempel. Dass die Italiener Ihre Bürokratie von der k.u.k. Monarchie erlernt haben, mag sein, doch ich glaube, eine gewisse Begabung hatten die Römer stets für eine geordnete Daseinsfürsorge.

Nun, innereuropäischer Beleg. Schön, dass die Italiener noch ihre Lira-Marken zur Freimachung hinzuziehen können. Warum ist das nicht überall in Europa möglich, selbstredend in Deutschland? Aber die Frage ist wahrscheinlich so sinnvoll wie die Frage, weshalb die Banane krumm ist. Zurück zur Philatelie:

Heute staunte ich auch nicht schlecht, als ich diesen farbenfrohen Brief vom Briefträger als Einschreiben persönlich überreicht bekam.

Sage und schreibe 18.500 Lira sind darauf verklebt. Leider ist die vielfache Abstempelung mehr Farbklex als sonst was. Schade, vermutlich im Postamt Milano geschehen.

Liebe Grüße

10Parale


 
filunski Am: 17.02.2020 12:58:23 Gelesen: 4348# 130 @  
@ Apn [#109]

Hallo Apn,

deine Frage ist zwar schon eine Weile her, aber gestern ist es uns schließlich gelungen das Rätsel um den vermeintlichen italienischen Bahnpoststempel zu lösen.

Hier nochmals dein Stempel:



SERRA SAN BRUNO - CATANZARO

Sieht wie ein typischer italienischer Bahnpoststempel aus, Strecke Serra San Bruno - Catanzaro. Hat nur den Haken, dass es diese Strecke nie gab und auch Serra San Bruno niemals einen Bahnhof hatte.

Der Stempel ist auch kein Bahnpoststempel sondern ein ungewöhnlicher Tagesstempel von Serra San Bruno, Provinz Catanzaro. Serra San Bruno gehörte damals zur Provinz Catanzaro und die ist hier mit angegeben. Die Angabe der Provinz ist ganz normal, nur eben nicht so wie hier zu sehen. Normalerweise steht bei diesen Stempeln der Ort oben und unten die Provinz.

Die Lösung war möglich dank Hilfe von der ArGe Italien und einer Nachfrage in einem italienischen Philatelie-Forum [1]. Beide Quellen bestätigten auch nochmals die ungewöhnliche Form dieses Tagesstempels. :-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.lafilatelia.it/forum/viewtopic.php?f=278&t=44191
 
filunski Am: 20.02.2020 01:14:41 Gelesen: 4205# 131 @  
Hallo zusammen,

eine etwas ungewöhnliche Versandform, aber reiner, philatelistisch unbeeinflußter Bedarf:



Eine Zeitschrift (DIN A 4) als Versand ins Ausland. Ob portogerecht, weiß ich nicht, nehme es aber mal an. Frankatur und Adresse direkt auf die Zeitschrift aufgeklebt, hier im Detail:



Zweisprachiger Stempel Bozen vom 22.12.1994

Viele Grüße,
Peter
 
volkimal Am: 23.02.2020 11:42:55 Gelesen: 4030# 132 @  
Hallo zusammen,

von meinen Cousin erhielt ich gestern diesen Brief aus Riccione vom 17.06.1967:



Der Ort Riccione liegt in der Provinz Forlì-Cesena. Den Zusatz "Marina" übersetzt Google mit Yachthafen. Leo.org liefert gleich 57 verschiedene Bedeutungen des Wortes, Yachthafen ist nicht dabei.

Die Bedeutung des Zusatzes "marina" ist für mich also nicht eindeutig zu bestimmen. Könnt ihr etwas dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Wehinger Am: 23.02.2020 12:26:50 Gelesen: 4016# 133 @  
@ volkimal [#132]

Hallo Volkmar,

der Zusatz "MARINA" steht für das Adjektiv "marina" und bedeutet im Italienischen oft einfach nur "am Meer gelegen". Riccione ist ein bekannter Küstenort an der Adria und Forli ist der Hauptort der Provinz.

Liebe Grüße, Christel
 
volkimal Am: 23.02.2020 12:40:51 Gelesen: 4012# 134 @  
@ Wehinger [#133]

Hallo Christel,

vielen Dank! Dann kann ich den Stempel jetzt in die Datenbank eingeben.

Viele Grüße
Volkmar
 
fogerty Am: 28.04.2020 20:30:46 Gelesen: 2577# 135 @  
Auf den ersten Blick könnte man sich fragen, was soll an diesem Brief schon interessant sein? Die Frankatur macht es, im Jahre 2005 mit 4 Cent frankiert, portogerecht, fast schon Seltenheitswert.

Am 9. November 2005 fanden in Bozen Gemeinderatswahlen statt und die Wahlwerbung konnte zu diesem Sondertarif verschickt werden. Der Art. 17 des Gesetzes vom 10. Dezember 1993, Nr 515 sah vor, dass jeder Kandidat /jede Kandidatin in ihrem Wahlkreis Anrecht auf einen begünstigten Posttarif von Euro 0.04 je Umschlag mit einem Gewicht nicht über 70 Gramm für den Versand von Wahlmaterial hatte.



Grüße
Ivo
 
Ichschonwieder Am: 16.07.2020 19:47:09 Gelesen: 846# 136 @  
23.04.2007 Europaausgabe 2007 Mi. Nr. 3177



VG Klaus Peter
 
fogerty Am: 16.07.2020 21:09:34 Gelesen: 834# 137 @  
@ Ichschonwieder [#136]

Wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass hier auch an 100 Jahre Pfadfinderschaft gedacht wurde!

Grüße
Ivo
 
Ichschonwieder Am: 06.08.2020 15:26:58 Gelesen: 237# 138 @  
14.04.2000 Mi. Nr. 2691 Ausgabe zum Thema Fahrrad - Internationaler Radsportverband UCI



Klaus Peter
 

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