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Thema: Dänemark: Bedarfspost ab 2016
Das Thema hat 27 Beiträge:
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ostsee63 Am: 04.10.2016 13:02:32 Gelesen: 9155# 3 @  
Hallo zusammen,

die Post Dänemark firmiert ja nun schon ein paar Jahre unter dem Namen PostNord und ist ein Zusammenschluss aus den Postanstalten Schweden und Dänemark. Zur Kostensenkung(intern) und Erhöhung der Erträge wurden schon die verschiedensten Maßnahmen durchgeführt. Dabei blieb immer der Postkunde auf der Strecke. Es wäre ja auch komisch, wenn die Manager mal andere Ideen hätten.

In Dänemark ging man jetzt aber richtig zur Sache:

Am 1.Juli 2016 kamen grundlegende Änderungen.
Im Inland wurde der Unterschied zwischen A und B Post deutlich vergrößert.
Ein A-Brief - jetzt Quick-Brief-(Zustellung innerhalb von 1-2 Tagen) kostet 27 Kronen (3,65€).
Ein B-Brief (Zustellung nach 5 Tagen) kostet 8 Kronen (1,08€).

Dazu gab die Post ein wunderschönes Blatt heraus, das versteht man auch ohne des dänischen mächtig zu sein. Eine traurige Besonderheit ist, dass der "Quick-Brief" ohne Briefmarken auskommen muss.



Ein Postkartenporto gibt es schon lange nicht mehr! Es wird immer das niedrigste Briefporto veranschlagt!

Briefe ins Ausland kosten (Stand heute):

bis 100g 25 Kronen
bis 500g 50 Kronen
bis 1000g 100 Kronen

Deshalb lohnt es sich, alle Urlaubsgrüße aus dem Norden auf der letzten Fährfahrt Richtung Heimat mit dem Porto der Deutschen Post auf die Reise zu schicken.

Gruß aus dem Norden
 
wuerttemberger Am: 04.10.2016 13:36:31 Gelesen: 9138# 4 @  
@ ostsee63 [#3]

Deshalb lohnt es sich, alle Urlaubsgrüße aus dem Norden auf der letzten Fährfahrt Richtung Heimat mit dem Porto der Deutschen Post auf die Reise zu schicken.

Auf den Fähren gibt es Briefkästen? Das ist mir unter all den Schweden, die palettenweise Bier gekauft haben, gar nicht aufgefallen. :-)

Ich sollte mich postalisch besser auf unsere Urlaubsreisen vorbereiten.

Gruß

wuerttemberger
 
filunski Am: 04.10.2016 16:19:45 Gelesen: 9110# 5 @  
@ wuerttemberger [#4]

Auf den Fähren gibt es Briefkästen?

Hallo,

NEIN, gibt es nicht! Ostsee63 meinte wohl die dänischen Karten dann zurück in Deutschland mit deutschen Marken zu frankieren und aufzugeben/einzuwerfen.

In den letzten Wochen habe ich mehrmals Ostseefähren von und nach Dänemark und Schweden benutzt. Bei der schwedischen STENA Line konnte ich fertig "auslandsfrankierte" Postkarten beim Ablegen von Göteborg nach Kiel abgeben, diese wurden dann aber wohl nach Rückkehr des Schiffs nach Schweden in Göteborg aufgegeben und liefen durch eine Sortiermaschine der schwedischen Post Nord.

Auf den dänischen Fähren der Scanlines erhielt ich nur verständnislose Blicke und eine Verneinung meines Anliegens dort Post aufgeben zu wollen. So etwas wie das früher mal übliche "Paqueboat" Verfahren gibt es wohl nicht mehr.

Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 04.10.2016 16:28:24 Gelesen: 9105# 6 @  
@ ostsee63 [#3]

Hallo,

danke für die ganzen Hintergrundinformationen. Die Leute mit denen ich mich in Dänemark zum Thema Post unterhalten habe waren alle ziemlich schlecht auf die POST NORD zu sprechen.

Einmal erhielt ich in einem Supermarkt zu den Briefmarken auch noch die "A-Prioritaire" Aufkleber. Diese Karte war dann auch nach nur drei Tagen in Rostock! :-)



Beste Grüße,
Peter
 
drmoeller_neuss Am: 13.10.2016 08:45:58 Gelesen: 8978# 7 @  
Ich möchte die Dänische Post nicht in Schutz nehmen, aber Deutschland ist auch schon extrem mit seinem Postkartenporto von 45 Cent, das seit fast 25 Jahren nicht mehr erhöht wurde. Betriebswirtschaftlich macht eine Unterscheidung zwischen Postkarten und Briefen keinen Sinn, und ist bei Auslandssendungen vor einigen Jahren weggefallen.

Deutschlands Post profitiert von unserem Rückstand bei der Verwendung des Internets im geschäftlichen Verkehr, der immer noch zu einem hohen Postaufkommen führt. In skandinawischen Ländern ist es üblich, Kündigungen oder auch die Steuererklärung online einzureichen. In Deutschland zählt noch immer das gute alte Papier, selbst der Internetvertrag muss wie vor hundert Jahren per Einschreiben mit Rückschein gekündigt werden. Immerhin wurde vor kurzen das Gesetz geändert, und alle Verträge, die online abgeschlossen wurden, dürfen jetzt auch online gekündigt werden.

Als Sammler verschicke ich häufig eine große Steckkarte mit einem Beleg oder einem Block. Da komme ich auf einen DIN-A5-Brief, der etwa 40 Gramm wiegt. In Deutschland ist das immer ein Großbrief, der im Inland mit 1,45 EUR und ins Ausland mit 3,60 EUR zu Buche schlägt. In vielen europäischen Ländern, darunter auch Dänemark, zählt das noch als "Standardformat" und ist selbst in Dänemark noch günstiger als in Deutschland. Es hängt vieles vom Blickwinkel ab. Zusammenfassend ist aber zu sagen, dass viele Postgebühren in Deutschland wie zum Beispiel das Einschreiben im Vergleich zu anderen Ländern sehr günstig sind.

Ich bin gespannt, welche Ausweichstrategien die dänischen Postkunden entwickeln. Das "europäische Recht" sieht ausdrücklich Wettbewerb bei Postdienstleistungen vor. Firmen mit viel Auslandskorrespondenz sind gut beraten, sich mit einem Dienstleister aus Deutschland zusammen zu tun, wenn sie nicht selbst die Post in Deutschland aufgeben können.

Privaturlauber können auf Postkartendienste ausweichen, und den Text und das Motiv per Handy in die Heimat übertragen. Ausgedruckt wird das von einem Dienstleister und mit 45 Cent beklebt. Pro Postkarte kostet der Spass bei http://www.urlaubsgruss.com inklusive Porto 1,69 EUR.
 
Baber Am: 13.10.2016 09:08:32 Gelesen: 8970# 8 @  
@ drmoeller_neuss [#7]

Da komme ich auf einen DIN-A5-Brief

Das ist wirklich ein Nachteil gegenüber den Nachbarpostverwaltungen Österreich und Schweiz und wie ich jetzt lese auch Dänemark, wo der A5-Brief noch als Standardbrief gilt.

Ansonsten sind die Portotarife der Deutschen Post AG im Vergleich recht günstig, besonders für den Standardbrief weltweit für derzeit 90 Cent. Viele Länder unterscheiden immer noch zwischen Standardbrief Ausland-Europa und Ausland-weltweit, der dann gleich erheblich teurer ist.

Gruß
Baber
 
Baldersbrynd Am: 14.10.2016 09:59:24 Gelesen: 8911# 9 @  
Hallo,

hier ein Quickbrev 4.10.2016. Preis 27,00 Kr. inkl. Mehrwertsteuer auf 25% oder 5,40 Kr. bis 100g.

Lieferung von Tag bis Tag, nicht in Briefkasten einlegen, nur Einlieferung beim Postamt.

Viele Grüße
Jørgen


 
drmoeller_neuss Am: 14.10.2016 10:56:11 Gelesen: 8894# 10 @  
@ Baldersbrynd [#9]

Auf der Frankatur befindet sich ein Barcode. Kann die Ein- bzw. Auslieferung eines Quickbriefes nachgewiesen warden?

Die nächste Frage ist, ob diese Aufkleber als Briefmarken im Sinne einer Katalogisierung zu betrachten sind. Warum wurden diese Aufkleber gestempelt?
 
mausbach1 Am: 14.10.2016 11:06:26 Gelesen: 8888# 11 @  
@ drmoeller_neuss [#10]

Hallo Uli,

wie ich von meinem dänischen Sammlerfreund erfuhr, werden diese Briefe bei der Sortierung automatisch gestempelt.

Bis morgen im Brauhaus. :-)

Claus
 
Baldersbrynd Am: 14.10.2016 13:30:34 Gelesen: 8864# 12 @  
@ drmoeller_neuss [#10]

Der Barcode ist für Verkauf von dem Marken, die Marken haben gleiche Barcodenummer. Siehe Kleinbogen.

Ob es bleibt katalogisiert als ein Briefmarke weisst ich nicht, ich will das untersuchen. Es bleibt gestempelt wie gewöhnliche Briefmarken. Man kann die Quickmarke abziehen. In rechte Seite steht "postnord" mit Durchlochung.

Viele Grüße
Jørgen


 
Michael Mallien Am: 10.02.2017 10:29:21 Gelesen: 8380# 13 @  
Ein Brief im A5-Format, B Economique nach Berlin.

2016 mit 24 Kronen frankiert.


 
Michael Mallien Am: 16.09.2017 15:02:04 Gelesen: 7393# 14 @  
Heute in der Post ein Brief aus Farsö nach Bargteheide vom 14.9.2017, frankiert mit 25 Kronen.

25 Kronen sind nach wie vor das Porto für einen Auslandsbrief, Prioritaire bis 100 g.



Viele Grüße
Michael
 
ostsee63 Am: 28.11.2017 12:57:32 Gelesen: 6853# 15 @  
Hier ein Brief zu 25 Kronen ins Ausland, frankiert mit einem der online-Label.

Der Brief lief nach Frankreich und ist dort wohlbehalten und ohne Probleme angekommen.



Grüße aus dem Norden

Wer das Ausgabeprogramm von Postnord-Dänemark für 2018 sichtet, wird feststellen, dass der Auslandsbrief demnächst 27 Kronen kostet, denn am 2. Januar erscheinen fünf Rosenmotive a 27 Kronen Nennwert und noch ein Block mit zwei Marken a 27 Kronen. Der Block wurde von Yoko Ono gestaltet und erscheint anlässlich ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Charlottenburg in Kopenhagen. Auch das Inlands-B-Porto steigt. Hier jedoch nur um eine Krone von bisher 8 auf nunmehr 9 Kronen.
 
ostsee63 Am: 29.11.2017 09:23:04 Gelesen: 6815# 16 @  
Noch ein schöner Brief ins Ausland (Deutschland) per Einschreiben. Zur Frankatur wurden elf Marken a 8,25 Kronen plus einem 12,25 Kronen Wert verwendet. Die Briefmarkenhändler können beim Ankauf von Frankaturware in Dänemark aus dem vollen schöpfen und zahlen kaum 60% des Nennwertes. Sie begründen das natürlich mit ihrem hohen Aufwand. Der bei diesem Brief auch ersichtlich ist.



Wer bietet eine schönere Mischfrankatur von lauter ehemaligen Höchstwerten!
 
cilderich Am: 30.11.2017 12:29:09 Gelesen: 6751# 17 @  
Hallo,

zwar kein Einschreiben, aber ein netter Block/Heftchenseite ? mit ehemaligen Höchst- (13 Kronen) und heutigen Kleinstwerten (5 Öre). Ganz hübsch.

Grüße cilderich


 
ostsee63 Am: 01.12.2017 09:39:11 Gelesen: 6706# 18 @  
@ cilderich [#17]

Hallo,

das ist ein Blatt aus einem Prestige-Heftchen. Diese Teile wurden und werden wirklich nur für Sammler gefertigt.

Der Verkaufspreis liegt immer deutlich über dem Nennwert. Die Verwendung als Porto ist sehr ungewöhnlich. Meistens liegt dieses Zeug sogar noch ungeöffnet rum.

Hier noch eine Blockfrankatur, bei der durch Zufall der Nennwert die notwendigen 25 Kronen erbringt.



beste Grüße von der Ostsee
 
ostsee63 Am: 02.12.2017 18:25:07 Gelesen: 6665# 19 @  
Manchmal bekommt man auch eine schöne Einzelfrankatur.

Hier ist es sogar eine Marke aus dem Block "Fotokunst"



Gruß aus dem Norden
 
Michael Mallien Am: 23.12.2017 21:03:48 Gelesen: 6414# 20 @  
Heute erreichte mich Weihnachtspost aus Dänemark, genauer gesagt vom 21.12.2017. Trotz des fehlenden Priortaire A Labels sprechen die 25 Kronen Frankatur und die schnelle Beförderung dafür, dass der Brief mit diesem Dienst befördert wurde.



Viele Grüße
Michael
 
cilderich Am: 16.02.2018 17:51:05 Gelesen: 4808# 21 @  
Hallo,

ich hätte hier wieder einen Beleg mit Block oder ähnlicher Frankatur. Was mich interessiert wäre, ob es schon postseitig zu den Durchlochungen der Blockmarken kam, oder ob es sich um etwas wie "Perfin" Lochungen handelt?

Herzliche Grüße cilderich


 
StefanM Am: 19.02.2018 08:36:13 Gelesen: 4740# 22 @  
@ cilderich [#21]

Ich kann nicht erkennen, wo die Blockmarken durchlocht sind. Es wäre schön, wenn du den Teil höher aufgelöst zeigen könntest

Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 06.02.2019 20:37:08 Gelesen: 1437# 23 @  
Aus aktuellem Posteingang ein Brief aus vom 2.2.2019 aus Holstebro nach Bargteheide, frei gemacht mit 30 Kronen.



Mir gefällt besonders der Stempel mit der Inschrift Det gamle Postkontor (Die alte Post).



Viele Grüße
Michael
 
ostsee63 Am: 30.05.2019 15:31:21 Gelesen: 658# 24 @  
Hallo zusammen,

hier eine besonders schöne Sammler-Frankatur der Neuzeit. Das Auktionshaus packte 150 Kronen Frankaturware nach dem Stempeln in die Folientasche und befestigte diese auf der Briefrückseite. Noch bessere Stempel sind auf den modernen Marken nicht zu beschaffen.

Die 150 Kronen decken das Porto für einen R-Brief ins europäische Ausland bis 2kg!





Die einfache Variante des des Briefporto 30 Kronen ins europäische Ausland (bis 100g) kann man auch aus vielen Resten zusammensetzen.



Diese Frankatur ist nur noch für die blaue Tonne geeignet.

Grüße aus dem Norden
 
jmh67 Am: 30.05.2019 16:21:02 Gelesen: 653# 25 @  
@ ostsee63 [#24]

"Diese Frankatur ist nur noch für die blaue Tonne geeignet."

Warum? OK, es sind Spätverwendungen, aber - soweit ich das sehen kann - echt gebrauchte postgültige Marken. Ehe du sie wegschmeißt, geschenkt nehme ich sie allemal. ;-)

-jmh
 
ostsee63 Am: 30.05.2019 18:40:33 Gelesen: 630# 26 @  
@ jmh67 [#25]

O.K.!

Im nächsten Jahr kommen alle diese Briefe zu Richard nach Essen auf die Messe. Dann dürft ihr über die Papiertonne entscheiden.

Meine Sammelgewohnheit für dänische Marken ab den Jahren 1960 ist, das die Stempel maximal zwei Jahre nach dem Ausgabedatum liegen und solche Misch-Frankaturen hebe ich nie auf.

Für mich sind das keine Spätverwendungen, sondern die Dokumentationen zum Wandel der Sammelgewohnheiten und der abnehmenden Zahl von Sammlern. Weg von den Vordruckalben für postfrische Marken, die von den Händlern mit enormen Abschlägen aufgekauft werden.

Die rapide gesunkene Zahl der Sammler für Neuheiten zeigt sich an den stark gesunkenen Auflagen von Blocks in Dänemark.

Im Jahr 2015 wurden noch 54.000 Stück gedruckt. 2016 reduzierte die Post die Auflage auf 40.000 Exemplare und ich kenne keinen Sammler der leer ausgeht. Auch ist die PostNord (Dänemark und Schweden) jetzt schon ein paar Jahre kein Gast mehr auf der Messe in Essen. Scheinbar lohnt es nicht mehr.

Diese Trennung von Klassik (bis Semiklassik) und Moderne hat in Dänemark auch dazu geführt, das der AFA-Spezialkatalog aus 2016 die Jahre nach 1970 nicht mehr enthält. Hier fand auch eine Trennung wie beim Michel-Spezial statt.

Grüße an alle Mitleser.
 
Wolffi Am: 30.05.2019 20:30:33 Gelesen: 617# 27 @  
@ ostsee63 [#26]

Neben der Überarbeitung des ‚älteren Teils‘ musste auch dem immer grösseren Umfang Tribut gezollt werden.

Da die Neuheitensammler ohnehin nicht mit dem AFA arbeiten werden, sollte es keinen Verlust darstellen.

Am AFA mag ich auch, dass er nicht (kostentreibend) jährlich erscheint, sondern in Abständen, in denen sogar beim Sammler schon Sehnsüchte nach einer neuen Ausgabe aufkommen.

Bis denne, Wolfgang
 

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