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Thema: Simbabwe: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 41 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 08.09.2018 11:32:55 Gelesen: 6435# 17 @  
Inlandsbrief vom 23.4.2001 aus Sanyati an die C.A.C.C. in Harare. Die Frankatur zu 8 $ erfolgte als reine Mehrfachfrankatur der MiNr. 662.

Die Marke entstammt der 18 Werte umfassenden Freimarkenausgabe Tiere aus dem Jahr 2000.

Rückseitig befindet sich ein Eingangsstempel der C.A.C.C.



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 08.09.2018 13:22:42 Gelesen: 6423# 18 @  
@ Michael Mallien [#16]

Hallo Michael,

der Brief nach Aachen von 1980 ist 7 Cent überfrankiert. Wie Du richtig vermutest hast, kostete der Luftpostbrief nach Europa 1980 in der 1. G-Stufe (10g) 17 Cent. In der 2. dann 34 Cent. Die Einschreibgebühr war 25 Cent. also zusammen 59 Cent. Da wohl im Büro vielleicht nur 17 Cent Marken vorrätig waren, hat man einfach 4 genommen.

Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 09.09.2018 09:19:00 Gelesen: 6397# 19 @  
@ Baber [#18]

Hallo Bernd,

danke für die Aufklärung zur Portohöhe. Die Überfrankatur hat immerhin zu einem schönen Beleg geführt.

Heute ein Brief aus Famona nach Portsmouth, England vom 9.12.1993, frankiert mit einer Orchideenmarke zu 1,50 $ (MiNr. 512).



Der Spray-on der Royal Mail auf der Rückseite wünscht schon einmal "Frohe Weihnachten".

Viele Grüße
Michael
 
saeckingen Am: 10.09.2018 20:13:48 Gelesen: 6371# 20 @  
Hier ein optisch nicht ganz so schöner Brief, der aber wegen der postalischen Bearbeitung interessant ist.



Es handelt sich um einen Luftpostbrief, der am 5.3.96 von Harare nach Southampton/England geschickt wurde. Frankiert mit drei Marken zu 35c, die allerdings nicht gestempelt wurden. Den Grund findet man neben den Marken. Sie wurden mit Blaustift umrandet und mit dem Hinweis "used stamps" - also "gebrauchte Marken" - versehen. Dazu wurden der Taxstempel mit dem Fehlbetragsbruch 140/140 und der Hinweisstempel "insufficiently prepaid for transmission by airmail" also "unzureichend vorausbezahlt für die Übermittlung per Luftpost" angebracht. In England wurden 55 Pence Nachporto eingezogen.

So korrekt bearbeitet findet man solche Briefe aus Afrika selten. Meistens werden solche Frankaturen übersehen oder absichtlich ignoriert.
 
Michael Mallien Am: 28.09.2018 10:41:06 Gelesen: 6249# 21 @  
@ saeckingen [#20]

Unzureichend frankierte Briefe kann ich mit der Destination Südafrika zeigen.

1. Brief vom 22.3.1999 mit Stempel MBARE MUSIKA (Harare) [1] nach White River, Transvaal, Südafrika. Der Brief ist mit 80 Cent frankiert und nachtaxiert mit 1,90$.



Der Brief hat noch einen Inhalt, nämlich einen Bestellzettel für das ACTS Magazin:



2. Brief vom 25.3.1999, ebenfalls nach White River, Südafrika. Vom Orstnamen im Stempel kann ich nur die ersten vier Buchstaben CHAT lesen.

Der Brief ist mit 1,36$ frankiert und nachtaxiert mit 1,34$. Er ist ein Luftpostumschlag und einen ähnlichen Hinweisstempel wie der Brief in Beitrag [#20].



3. Brief vom 26.3.1999, nochmals an ACTS AFRICA in White River, Südafrika. Hier kann ich nur einige Buchstaben des Ortsnamens im Stempel identifizieren: ??MBUZ??

Der Brief ist mit 2,50$ frankiert und nachtaxiert mit 0,20$.



Wie es aussieht betrug das Porto von Simbabwe nach Südafrika 2,70$ (Ende März 1999).

Viele Grüße
Michael

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Mbare_Musika
 
Michael Mallien Am: 01.12.2018 12:14:01 Gelesen: 5778# 22 @  
Heute wieder ein Beleg mit einer Marke aus der ersten Freimarkenserie vom 18.4.1980 (vgl. [#16]).

Brief vom 24.11.1981 aus Salisbury nach Stockholm, Schweden, frei gemacht mit der MiNr. 232 zu 9 Cent.

Passend zum Beginn der Adventszeit die Werbefahne des Stempels mit der Aufforderung BUY CHRISTMAS SEALS.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.12.2018 22:39:26 Gelesen: 5738# 23 @  
Dieser Brief aus Harare nach Stockholm, Schweden vom 23.9.1983 gefällt mir in mehrfacher Hinsicht.

1. Der Stempel

Zwar ist er bei direkter Aufsicht nicht so gut zu erkennen, in der schrägen Aufsicht aber umso besser. Außerdem gibt es noch einen schönen Abklatsch auf der Rückseite.



2. Der Umschlag wurde zusätzlich für eine Mitteilung (auf Schwedisch) benutzt.
Ist das bei einem Brief eigentlich zulässig?

3. Die Frankatur

Der Wert rechts zu 21 Cent (MiNr. 237) entstammt abermals (s. oben) der ersten Freimarkenserie des Landes. Er zeigt die Odzani-Fälle.

Der Wert links, ebenfalls zu 21 Cent (MiNr. 276) gehört zu einer Ausgabe aus 4 Werten Weltmeisterschaften im Pflügen :) ... was es nicht alles gibt!



Die 276 ist Teil eines Zusammendrucks mit der 277, die das Motiv Pflügen mit Ochsengespann vervollständigt. Der zweite Zusammendruck trägt das Motiv Pflügen mit Traktor.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 29.12.2018 08:15:21 Gelesen: 5589# 24 @  
@ Michael Mallien [#23]

Dieser Brief aus Harare vom 11.6.1983 nach Stockholm trägt den zweiten Teil des Zusammendrucks, nämlich die MiNr. 277. Versender und Adressat sind gleich.



Hier noch ein zweiter Brief aus Simbabwe nach Schweden, allerdings von bzw. nach anderen Orten. Er ging am 27.3.1981 von Victoria Falls nach Malmö. Die Frankatur beläuft sich auf 17 Cent.



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 29.12.2018 15:01:39 Gelesen: 5568# 25 @  
Ein Inlands-Einschreibebrief vom 9.7.1980, Briefgebühr 5C, Einschreibegebühr 25C



Der Brief dokumentiert 15 Jahre Zeitgeschichte auf einem Beleg:

Einschreibezettel von Gatooma/RHODESIA (so hieß der Staat vom 11.11.1965 bis 30.6.1979)
Einschreibeformular von ZIMBABWE/RHODESIA (so hieß der Staat vom 1.7.1979 bis 17.4.1980)
Briefmarke von ZIMBABWE (so heißt der Staat ab 18.4.1980)

So spannend kann moderne Postgeschichte sein.

Gruß
Bernd
 
Wesi Am: 09.02.2019 13:49:01 Gelesen: 5189# 26 @  
Hier ein Brief gesendet am 19.06.1987 aus Harare in Simbabwe an die Berliner Volksbank Filiale Spandau. Wie für Banken üblich wurde der Brief 3-seitig geöffnet.


 
Michael Mallien Am: 27.08.2019 21:05:03 Gelesen: 4192# 27 @  
Brief vom 17.07.2008 an den UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) [1] in Wien, frei gemacht mit 2 nennwertlosen "R"-Marken. Entwertet sind die Marken auf zwei Arten:

- Spray-on beginnend mit "SWLF 29 ..."
- Doppelkreisstempel auf dem leider der Ort nicht identifizierbar ist.

"R" steht für "Rest of World". In der laufenden Hochinflation wurden die Portosätze (Verkaufspreise) von der Post je nach Devisenkurs aktuell festgelegt.



Eingangsstempel der UNOV vom 4.8.2008. Die UNOV ist das Büro der Vereinten Nationen in Wien (United Nations Office at Vienna).

Viele Grüße
Michael

[1] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hoher_Fl%C3%BCchtlingskommissar_der_Vereinten_Nationen
 
Michael Mallien Am: 17.09.2019 08:31:43 Gelesen: 4034# 28 @  
Aerogramm vom 11.12.1993 aus Bulawayo nach Heidelberg, frei gemacht mit 1 Dollar. Die Marke entstammt der Freimarkenausgabe Kultur, Technik und Wirtschaft aus 1985 zu 22 Werten (MiNrn. 309-330).



Viele Grüße
Michael
 
DL8AAM Am: 07.06.2020 02:19:24 Gelesen: 2349# 29 @  


Ansichtskarte (#412 Victoria Falls; Photo Safari (Pvt) Ltd., Harare) nach D frankiert mit $ 2,20, entwertet per Handstempel BULAWAYO CB H 07.FEB1997. Hat jemand eine Idee was die Buchstabenkombination CB [#6][#13], die häufig in Stempeln aus Zimbabwe auftaucht, bedeuten? Eine Postamts(typ)bezeichnung? Und für was steht hier H [#6]? Ist das ein UB oder wie im ehemaligen britischen "Mutterland" u.U. etwa eine Kennung der Uhrzeit?

Gruß
Thomas
 
Ichschonwieder Am: 23.10.2020 17:54:22 Gelesen: 1393# 30 @  
Brief vom 17.04.2001 aus Simbabwe nach Russland mit Ankunft am 30.04.2001, die Empfängeradresse wurde dann am 03.05.2001 erreicht.

Für diesen Brief hat der Absender 28,00 Simbabwe-Dollar bezahlt, ob das portogerecht war, oder die Marken den Sammler erreichen sollten, kann ich nicht beurteilen.

25.01.2000 Mi. Nr. 661 Einkaufszentrum Westgate
25.01.2000 Mi. Nr. 665 National Universität für Natur und Technik
25.01.2000 Mi. Nr. 669 Produktion von Lederwaren



VG Klaus Peter
 
DL8AAM Am: 24.11.2020 04:56:38 Gelesen: 1024# 31 @  
@ Michael Mallien [#27]

- Spray-on beginnend mit "SWLF 29 ..."

Michael,

nur zur Info, dieser Tintenstrahler stammt nicht aus Simbabwe, sondern von der "durchlaufenden" australischen Post. SWLF steht dabei für die Sydney West Letter Facility (SWLF) in Strathfield, NSW. Die "29" ist Teil des Datums.

Das heisst die simbabwische Post hat - die zugegeben doch sehr, sehr verwirrende - Empfänger-Landesangabe "AUSTRILIA/AUSTRICHE" für Australien gehalten und hat folglich die Sendung nach Australien abgeleitet. Von dort (27.07.2008) ging der Brief dann nach Österreich (04.08.2008).

Beste Grüße
Thomas
 
Michael Mallien Am: 24.11.2020 16:49:38 Gelesen: 999# 32 @  
@ DL8AAM [#31]

Hallo Thomas,

wow, herzlichen Dank! Mir war das falsch geschriebene AUSTRIA, also das AUSTRILIA gar nicht aufgefallen.

Der nun nachweislich sehr weit gereiste Brief ist umso interessanter geworden und macht sich sehr gut in meiner Sammlung.

Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 24.11.2020 20:04:41 Gelesen: 975# 33 @  
@ Michael Mallien [#16]

Hallo Michael,

wie Du bei dem Beleg mit der 4-fach Frankatur der 17 Cent Marke richtig bemerkt hast, betrug das Porto für Europa 17 Cent je 10 Gramm.

Die Einschreibgebühr betrug 25 Cent. Der Brief ist daher für 30 Gramm mit 1 Cent unterfrankiert oder für 20 Gramm mit 16 Cent überfrankiert.

Die Portosätze stammten noch aus der rhodesischen Zeit und blieben bis zum 31.12.1981 stabil. Dann begann langsam die Inflation.

Die Serie ist bildgleich mit der letzten Serie von Rhodesien und wurde von der gleichen Druckerei Mardon Printers gedruckt, nur dass diese jetzt nicht mehr in Salisbury/Rhodesien sondern in Salisbury/Zimbabwe druckt.



Gruß
Bernd
 
DL8AAM Am: 25.11.2020 00:25:56 Gelesen: 961# 34 @  
@ saeckingen [#20], Michael Mallien [#21]

Auch ich hätte eine nachtaxierte Sendung aus Simbabwe, dessen Nachgebühr in diesem Fall nicht eingetrieben wurde:



Brief nach Deutschland; insgesamt mit 65c frankiert (Serie Bergbau, 1995: 40c Opencast Mining, 20c Coal Mining und 5c Mine Working) und nachtaxiert mit 1,35$ (T "Bruch" 135/170); entwertet per Handstempel GREENDALE C vom 03.06.1997. Greendale ist einer der Vororte von Harare.

Beste Grüße
Thomas
 
Baber Am: 25.11.2020 06:11:44 Gelesen: 950# 35 @  
@ Baber [#33]

Die Einschreibgebühr betrug 25 Cent. Der Brief ist daher für 30 Gramm mit 1 Cent unterfrankiert oder für 20 Gramm mit 16 Cent überfrankiert.

Da habe ich falsch gerechnet. Bei bis zu 20 g ist der Brief um 9 Cent überfrankiert, bei bis zu 30 g ist er um 8 Cent unterfrakriert.

Gruß
Bernd
 
saeckingen Am: 25.11.2020 07:20:11 Gelesen: 947# 36 @  
@ DL8AAM [#34]

Schönes Stück! Da hat die Deutsche Bundespost die Nachgebühr damals ignoriert oder einfach übersehen.

Ich komme aber mit dem Tax-Vermerk nicht klar. Meiner Meinung nach hätte der Fehlbetrag im Zähler nicht 135 sondern nur 105 betragen sollen, wenn der Auslandsbrief wie im Nenner angeben 170 gekostet hat und 65 Cents verklebt wurden. Oder übersehe ich da etwas?

Grüße
Harald
 
DL8AAM Am: 25.11.2020 22:27:51 Gelesen: 911# 37 @  
@ saeckingen [#36]

Ja, sehe ich ebenso, der Bruch wirkt doch recht komisch.

Aber wenn wir schon bei Simbabwe und Tätigkeiten der Deutschen Post sind: ;-)



Luftpostbrief nach Deutschland aus dem Jahr 1997; frankiert mit $5 (Transportmittel, 1990: 2x 2$ LKW, $1 Flugzeug); entwertet per Handstempel (leider nicht weiter ansprechbar) vom 14.08.1997 (oder 14.03.). Ist eigentlich bekannt was der weit verbreitete Zusatz CB in den Handstempels aus Simbabwe bedeutet (in selteneren Fällen findet sich dort auch nur der Buchstabe C)?

Da der Absender die Postleitzahl nicht angebeben hat, hat die Deutsche Post diese handschriftlich (rot) ergänzt und ein entsprechend erklärendes Label "Die falsche bzw. fehlende Postleitzahl führte zu Laufzeitverzögerungen" (Formular-Nummer 915-086-000, Version 11.96) angebracht.

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 29.11.2020 00:53:03 Gelesen: 815# 38 @  
Einen hätte ich noch in meiner Kiste gefunden:



Luftpostbrief nach Deutschland, aus 1997; frankiert mit $ 12,40 (Serie Bergbau, 1995: 4x 10 c Underground Mining [Untertage-Bergbau]; Serie "Historic Monuments and Landmarks", 1996: 1x $ 2 Cecil House und 2x $5 The Toposcope); entwertet per Handstempel MUTARE C.

Beste Grüße
Thomas
 
drmoeller_neuss Am: 30.11.2020 00:22:01 Gelesen: 779# 39 @  
@ DL8AAM [#34]

Heute ein Beleg aus Buhera. Die Region Buhera liegt im Osten von Simbabwe und umfasst ein fruchtbares, aber trockenes Gebiet, das auf künstliche Bewässerung angewiesen ist. Durch die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft und Vertreibung der weißen Farmer sind die Erträge stark zurückgegangen, so dass hier ein Notstandsgebiet entstanden ist.

Die Nachgebührstempel entsprechen den britischen. Am 15. Mai 1986 betrug das Porto 1.40 Zimbabwe-Dollar, es fehlten also 60 Cent. Wegen der umzureichenden Frankatur wurde dieser Brief auf dem billigeren kombinierten Land-/Seeweg transportiert.


 
Baber Am: 30.11.2020 16:34:38 Gelesen: 745# 40 @  
Ein Beleg von 2009, Aufgabeort kann ich leider nicht entziffern.

Da kostete ein Brief auf dem Seeweg nach Deutschland schon 750.000 $



Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 30.11.2020 20:27:52 Gelesen: 730# 41 @  
@ Baber [#40]

Hallo Bernd,

der Ort wird Chinotimba sein, an den Victoria-Fällen gelegen.

Man kann ihn aus der Kombination der beiden Stempel ableiten.

Viele Grüße
Michael
 

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