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Thema: (?) (40) Libyen: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 40 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 18.11.2017 15:17:23 Gelesen: 17170# 16 @  
Bei diesem Beleg wurden die gleichen Marken verwendet wie bei dem Beleg in Beitrag [#1] (MiNrn. 96, 97). Er ging Ende Juni 1963 von Benghasi nach Jadotville, dem heutigen Likasi in Kongo, Provinz Katanga. Die Frankatur beträgt 70 Millièmes, also 20 Millièmes mehr, als die auf dem Beleg in Beitrag [#1].

Der Stempel von Bengasi ist so gut wie unleserlich, doch gibt es rückseitig einen Durchgangsstempel aus Tripoli, der die zeitliche Einordnung des Beleges erlaubt.



Mir gefällt an dem Beleg besonders die innerafrikanische Destination Katanga/Kongo.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 01.04.2018 11:35:33 Gelesen: 15759# 17 @  
Ich zitiere aus Wikipedia [1]:

Am 2. März 1977 wurde Libyen mit der Deklaration von Sabha, die den Charakter eines Staatsorganisationsgesetzes hat, zur sozialistischen arabischen Volksrepublik (Dschamahiriyya) mit 1200 „Volkskomitees“ erklärt. Eine formelle Staatsverfassung hatte Libyen danach nicht mehr, als solche angesehen wurden die Konstitutionelle Proklamation von 1969 bzw. 1992 und die Deklaration über die Autorität des Volkes von 1977. Eine neue Nationalflagge und ein neues Staatswappen wurden eingeführt.

Diese Staatsform hatte bis zum Bürgerkrieg im Jahre 2011 bestand.

Aus der frühen Phase dieser Zeit stammt dieser Brief aus Tripoli nach Basel und zwar vom 9.4.1978. Die Freimachung summiert sich auf 125 Dirhams. Zur Freimachung wurde u.a. die MiNr. 644 (rechte Marke) verwendet, die zwei Tage zuvor, am 7.4.1978 erschienen war.



Mich würde interessieren, wie es seit 2011 um das Postwesen in Libyen bestellt ist. Kann vielleicht jemand echt gelaufene Belege aus den letzten Jahren zeigen?

Viele Grüße
Michael

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Libyen#Dschamahirija_(Volksrepublik)_1977
 
Manne Am: 01.04.2018 12:28:10 Gelesen: 15757# 18 @  
Hallo,

ein Luftpost- Brief vom 30.12.1954 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
Michael Mallien Am: 27.04.2018 10:37:43 Gelesen: 15557# 19 @  
Apollonia war eine antike griechische Hafenstadt in Cyrenaica, das heutige Susah, in Libyen. Die Stadt wurde bei einem Erdbeben im Jahre 365 schwer in Mitleidenschaft gezogen, Teile des Stadtgebiets versanken im Meer. Der versunkene Hafen von Appolonia war mehrfach Thema wissenschaftlicher Untersuchungen. Einblicke erhält man beispielsweise in einem Dokument aus 2014 von C.P.Malchow [1]

Auch die Campbridge Apollonia Expedition 1958 war eine soche Untersuchung. Dabei wurden philatelistische Belege erzeugt und auf die Reise nach England gebracht. Hier ist ein solcher Beleg vom 6.9.1958 mit mehreren Stempeln:

- Expeditionsstempel: Cambridge Apollonia Expedition / 1958
- Abgangsstempel: MERSA SU'SA / -6.9.58 / CYRENAICA
- Durchgangsstempel: ..SHAN.. / -6.9.58 / CYRENAICA
- Durchgangsstempel: BENGHAZI / ... 58 / AIT MAIL
- Durchgangsstempel: (arabisch) / -9.9.1958



Für die Frankatur wurden Marken der Freimarkenserie Staatswappen verwendet. Die Serie erschien 1955 und umfasst mit den Ergänzungswerten von 1957 insgesamt 18 Werte (MiNrn. 53 bis 69). 1960 wurden Freimarken erneut ausgegeben. Dieses mal auf farbigem Papier, jeweils passend zu den Markenfarben: 16 Werte mit den MiNrn. 91 bis 106.

Mir gefällt diese Freimarkenserie sehr gut. Durch ihren Umfang und die jahrelange Verwendung bietet sie viel Stoff für eine separate Sammlung. Allein in diesem Thema hier gibt es drei weitere Belege mit Marken dieser Serie. Siehe dazu die Beiträge [#1], [#12] und [#16].

Viele Grüße
Michael


[1] https://www.amh-geo.com/app/download/6770331151/DocHist_016-1_2014.pdf?
 
Michael Mallien Am: 24.05.2018 17:38:21 Gelesen: 15404# 20 @  
Von der finnländischen Botschaft in Tripolis ging dieser Brief am 29.2.1968 nach Helsinki. Die Freimachung beträgt 60 Millièmes.



Viele Grüße
Michael
 
Franz-Karl Lindner Am: 25.05.2018 12:08:43 Gelesen: 15357# 21 @  
Gut, dass ich mit meinen Schülern ein Projekt mit Kontakten zu Blindenschulen in aller Welt noch vor den Wirren in Libyen durchgeführt hatte. Daraus entstammt auch die hier gezeigte portofreie Auslands-Blindensendung aus Benghazi vom 22.07.1986.

Wenn jemand etwas über die Gebührenentwicklung von Blindensendungen in Libyen weiß, ich bin - das kennt ihr schon - immer ein dankbarer Abnehmer der Infos.

Franz-Karl


 
Michael Mallien Am: 10.09.2018 18:12:16 Gelesen: 14398# 22 @  
Brief nach Lahore, Pakistan vom 25.12.1980. Die Freimachung beträgt 115 Dirhams.

Verwendet wurde die MiNr. 597, dem Höchstwert der 6 Werte umfassenden Ausgabe Moscheen.



Ich hätte in dem Motiv keine Moschee erkannt so ohne Minarett. Im Michel Afrikakatalog steht leider nicht, welche Moscheen auf den Marken abgebildet sind.

Viele Grüße
Michael
 
filunski Am: 12.10.2018 22:46:07 Gelesen: 14196# 23 @  
Eine Postkarte aus Bengasi (Libyen, damals italienische Kolonie) nach Tunis (Tunesien, damals französische Kolonie) aus dem Jahre 1935:



Und natürlich darf da auch die Bildseite nicht fehlen. ;-)



Viele Grüße,
Peter

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Afrika: Echt gelaufene innerafrikanische Belege"]
 
Baber Am: 22.10.2018 15:32:41 Gelesen: 14061# 24 @  
Ein Brief von Misurata (Absender Rückseite) nach München, Stempeldatum nicht lesbar, nach der Marke zur Olympiade 1984 zu schließen, muss er nach 1984 gelaufen sein.



Gesamtfrankatur 300 Dirhams

Während die Olympia-Marke die Landesbezeichnung auch noch in lateinischer Schrift trägt, hat die ITU Marke nur arabische Aufschrift.

Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 28.10.2018 13:06:41 Gelesen: 13976# 25 @  
Von diesem Beleg vermute ich, dass es sich um einen "Paketbegleitschein" handelt. Die korrekte Bezeichnung dieses frankierten Formulars kenne ich jedoch nicht. Er ist "echt gelaufen", wenn auch nur begleitend zu einer Postsendung.



Das Paket zu 9,6 kg ging am 6.4.1994 von Misurata nach Gujrat im Nordwesten Pakistans. Die Frankatur bzw. die Gebühr in Höhe von 18.000 Dirhams wurde mit 3 Marken der MiNr. 1942 abgegolten. Die Marke ist der Höchstwert der Freimarkenausgabe Moamar al-Gaddhafi (MiNrn. 1938-1942) vom 1.9.1992. Leider sind die beiden rechten Marken beschädigt. Dennoch gefallen sie mir mit ihrem Stempel sehr gut.

Hier der Stempel -6.-4.94 / PARCELS / MISURATA JAHAMHIRIYA noch einmal aus dem Formular:



Zusätzlich ist ein arabischer Stempel und ein Stempel des Zolls (s. unten) abgeschlagen. Letzterer trägt das Datum 4.4.1992! Ich vermute, dass entweder das Formular vom Zoll "vogestempelt" oder die Datumseinstellung falsch war.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 06.11.2018 21:07:42 Gelesen: 13843# 26 @  
Seit Ausrufung der Republik am 1.9.1969 tragen libysche Marken als Landesbezeichnung die Abkürzung L.A.R. (Arabische Republik Libyen). Die erste Ausgabe Revolution des 1. September umfasste 6 Werte. Hier ist der Höchstwert der Serie zu 60 Millièmes (MiNr. 289).



Der zugehörige Beleg ging am 15.6.1970 von Tripoli nach Genf in die Schweiz:



Verschiedene Organisationen der UN waren in Libyen tätig. Hier ist ein weiterer Beleg nach Genf vom 11.5.1970, ebenfalls frei gemacht mit 60 Millièmes.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.11.2018 12:27:53 Gelesen: 13691# 27 @  
@ Michael Mallien [#26]

In der Republik (LAR) waren offensichtlich auch die Marken des Königreiches gültig oder wurden zumindest geduldet, wie dieser Brief vom 9.4.1972 aus Tripolis nach Milwaukee, Wisconsin, USA zeigt:



Die Freimachung zu 100 Millièmes erfolgte mit der MiNr. 111 aus dem Jahr 1961.

Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 08.04.2019 16:51:35 Gelesen: 12572# 28 @  
@ Michael Mallien [#25]

Auch eine Paketkarte nach Pakistan vom 20.1.1998. Die Frankatur für ein Paket mit 9,7 kg betrug 33.000 Dirham = 33 Dinar.



Gruß
Bernd
 
notna1 Am: 05.05.2019 12:02:35 Gelesen: 12213# 29 @  
Von meinem ehemaligen Versicherungsverteter, der in jungen Jahren Autogramme sammelte, erhielt ich den hier gezeigten Briefumschlag (als Drucksache per Luftpost nach Deutschland), der ein Bild mit Unterschrift von Oberst Muammar al-Gadaffi enthielt.

Gestempelt wurde der Brief wohl im Juni 1973.

Viele Grüße

notna1


 
Cantus Am: 20.01.2020 23:20:52 Gelesen: 10344# 30 @  
Am 15.2.1980 erschienen diverse Briefmarken, die dem Thema Sport gewidmet waren. Die Besonderheit dieser Marken besteht darin, dass es stets vier Marken mit der gleichen Wertstufe gab, die zusammenhängend wie ein Block gedruckt wurden. In diesem Satz gibt es also je vier Marken zu 10, 15, 20, 30 und 45 Dirhams. Ich zeige dazu einen Brief (Datum nicht lesbar), der mit den vier Höchstwerten per Luftpost nach Bremerhaven gelaufen ist.



Mi. 794, 795, 796, 797

Viele Grüße
Ingo
 
Michael Mallien Am: 09.04.2021 10:59:07 Gelesen: 6133# 31 @  
In den 1980er Jahren erschienen in Libyen viele national-patriotische Ausgaben. Ich mag diese Ausgaben persönlich nicht besonders. Wenn die Marken allerdings zeitgerecht verwendet wurden, dann schätze ich entsprechende Belege, wie diesen Brief aus dem September 1983 nach Zagreb, Jugoslawien.

Für die Freimachung wurden 2x die MiNr. 811 zu je 20 Dirham verwendet und vor allem 2x die MiNr. 1194 zu je 100 Dirham. Diese Marke zum 14. Geburtstag der ersten September-Revolution erschien im Monat der Verwendung.



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 09.05.2021 07:58:02 Gelesen: 5646# 32 @  
Ein Brief aus der Zeit der britischen Verwaltung von Tripolitanien, gelaufen 1950 von Tripoli nach Genf, frankiert mit 36 MAL.



Weiß jemand, was der blaue Aufdruck A.V.2 bedeutetet?

Gruß
Bernd
 
ChristianSperber Am: 09.05.2021 13:03:39 Gelesen: 5630# 33 @  
@ Baber [#32]

Hallo Bernd,

ein interessanter Beleg, auch mit UN-Bezug.

AV2 bedeutet Weiterleitung mit Luftpost. Derartige Stempel sind im Buch von Heifetz [1] beschrieben, das ich aber gerade nicht im Zugriff habe.

Im Beitrag [2] habe ich einen anderen AV2-Stempel aus Kairo gezeigt. Ob der Stempel auf Deinem Brief auch aus Kairo stammt, müsste man in dem Buch nachschlagen.

Gruß

Christian

[1] Murray Heifetz, OAT and AV2 Markings (3 Auflagen)
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=245316#M14
 
Baber Am: 09.05.2021 18:13:50 Gelesen: 5612# 34 @  
@ ChristianSperber [#33]

Hallo Christian,

das kann gut sein, dass der AV2 Stempel auch aus Kairo stammt, denn Tripolitanien grenzt an Ägypten und so war es wohl sinnvoll, den Brief nach Kairo zu leiten, wenn von dort Flugpostverbindungen nach Europa waren.

Gruß
Bernd
 
GSFreak Am: 11.05.2021 18:03:39 Gelesen: 5486# 35 @  
Hier ein Luftpostbrief vom 04.10.1976 aus EL MARJ nach Köln an die Deutsche Bank, freigemacht mit 120 Millièmes. Keine weiteren Stempel auf der Rückseite. Der Eingangsstempel der Deutschen Bank auf der Vorderseite (in blau) datiert vom 11.10.1976.



Beste Grüße
Ulrich
 
ChristianSperber Am: 23.05.2021 14:44:00 Gelesen: 5266# 36 @  
@ Baber [#34]

Hallo Bernd,

es dürfte sich bei dem AV2-Stempel um Typ 13 oder 14 handeln, die in Tripoli verwendet wurden. Ich habe es gerade in dem oben zitierten Buch von Heifetz nachgeschlagen.

Gruß
Christian
 
Fips002 Am: 01.06.2021 13:09:36 Gelesen: 5085# 37 @  
Luftpostbrief mit Freistempel Tripoli 21.VI 72. Diesen Brief hatte ich dem Schiffsmakler zur Beförderung übergeben.



Dieter
 
Briefuhu Am: 09.10.2021 12:21:29 Gelesen: 3805# 38 @  
Hier ein "bunter" Brief vom 19.04.1967 von Tripoli nach Leipzig. Keine Ahnung ob portogerecht aber schön anzusehen.



Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 10.01.2022 15:09:10 Gelesen: 2760# 39 @  
Ein Luftpostbrief per Express von der Deutschen Botschaft in Tripolis Außenstelle Bengasi vom 08.03.1974 (Stempel schlecht lesbar) an die Dresdner Bank in Bonn. Ankunft in Frankfurt/Flughafen am 09.03.1974 und in Bonn am 10.03.1974. Dazu noch ein paar unbekannte Nummernstempel und ein Briefträgerstempel mit Vermerk der Zustelllung am 10.03.1974 um 8 Uhr. Frankiert mit sechmal 55 Dirham.



Schönen Gruß
Sepp

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege"]
 
epem7081 Am: 22.04.2022 15:52:46 Gelesen: 1475# 40 @  
Hallo zusammen,

in meiner afrikanischen Abteilung findet sich dieser Luftpostbrief aus Tripoli vom 8.10.1969. Frankiert wurde mit 2x MiNr 161 und 1x MiNr 279




Das Datum ist in dem kleinen Stempel gut zu erkennen. Die Deutung des großen Stempels ist mir allerdings unmöglich. In unserer Stempeldatenbank finde ich aktuell keine vergleichbaren Stempel. Kann hier jemand weiter helfen?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 

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