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Thema: Algerien: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 52 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 01.09.2017 17:56:21 Gelesen: 8905# 28 @  
Heute ein weiterer Brief mit Stempel ALGER GARE (Bahnhof, Algier) vom 24.9.1954 nach Konstanz. Die Freimachung beträgt 45 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.09.2017 11:55:03 Gelesen: 8798# 29 @  
Aus der französischen Zeit vor 1924 kann ich einen frühen Beleg zeigen. Der Inlandsbrief ging von St. Arnaud nach Constantine am 2. May 1881. Die gestempelte "30" und die handschriftliche "34" kennzeichnen wohl die Frankatur. Allerdings habe ich keinerlei Kenntnisse über diese Art der Freimachungsvermerke. Ein Porto von 30 Centimes käme mir jedoch recht hoch vor.



Rückseitig findet sich ein (Ankunfts-)stempel aus Constantine aus dem Juni 1881 sowie ein weiterer kaum lesbarer Stempel.



Demnach wäre der Inlandsbrief recht lange unterwegs gewesen oder erst mit Verspätung zugestellt worden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.09.2017 18:57:13 Gelesen: 8753# 30 @  
Hier noch ein weiterer früher, und wie ich finde, sehr schöner Beleg aus der französischen Zeit. Ortsbrief aus Constantine vom 15.6.1890, frei gemacht mit 5 Centimes:



Dieser Brief ist kein Umschlag, sondern ein gefalteter Zettel mit Zahlenkolonnen und Additionsergebnissen, die sicher den Adressaten etwas sagten, mir jedoch nicht:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 26.01.2018 12:42:37 Gelesen: 6075# 31 @  
Nach den früheren Belegen, die ich in den letzten Beiträgen zeigte, habe ich hier einen Beleg vom 8.7.1999, der es in anderer Hinsicht in sich hat!

Der Brief ging von Souahlia nach Seria, Brunei auf Borneo, einer wahrlich seltenen Destination. Zudem handelt es sich um ein Einschreiben und wenn ich es richtig interpretiere mit Rückschein.

Die Freimachung summiert sich auf 99 Dinar. Leider fehlen mir hier Vergleiche zu Belegen aus dieser Zeit. Mit Vergleichen könnte man die Zusatzleistung Rückschein womöglich noch besser belegen.



Zur Interpretation Rückschein gelangte ich durch diesen Stempel neben dem R-Label:



Dort meine ich das international für die Zusatzleistung Rückschein verwendete AR zu lesen. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die Löcher an der Briefoberseite, die wahrscheinlich von Heftklammern herrühren, welche wiederum den Rückscheinbeleg getragen haben könnten.

Was meinen die Experten?

Viele Grüße
Michael
 
Koban Am: 26.01.2018 15:23:58 Gelesen: 6051# 32 @  
@ Michael Mallien [#29]

Ab 1.6.1878 wurden Orts- und Landtarif gleichgestellt. Für frankierte Briefe bis 15 Gramm waren vom Absender 15 Centimes zu entrichten, für taxierte Briefe 30 Centimes durch den Empfänger. Die Annahme des Briefes wurde abgelehnt, wie an dem rückseitigen Vermerk "Refuse" zu erkennen ist. Der Aufgabestempel zeigt nach meinem Eindruck das Datum 30. Mai. Beide rückseitigen Stempel gehören zu Constantine.

Oberer Stempel vom 31.Mai, CONSTANTINE im oberen Bogen, ALGERIE im unteren Bogen, unterer Stempel im oberen und unteren Bogen je CONSTANTINE.

Zur handschriftlichen "34" müsste ich erst einmal passen, halte aber auch ein Zählvermerk für möglich.

Gruß,
Koban
 
Michael Mallien Am: 28.01.2018 12:10:47 Gelesen: 5865# 33 @  
@ Koban [#32]

Ich danke Dir herzlich für die weiterführende Information. Dem Vermerk "Refuse" hatte ich noch keine Beachtung geschenkt.

Ich kann heute einen weiteren Beleg aus der französischen Kolonialzeit in Algerien zeigen. Der Brief, bzw. das Faltblatt, ging am 18.3.1869 vom Mascara nach Laval, Frankreich. Die Freimachung beträgt 20 Centimes.



Der Weg in Frankreich ist durch Stempel gut dokumentiert:

MARSEILLE A PARIS / 26 MARS 69
PARIS A BREST / 26 MARS 69
LAVAL / ..| 27 MARS 69

Viele Grüße
Michael
 
Fips002 Am: 01.02.2018 19:53:44 Gelesen: 5630# 34 @  
Brief von Algier 30. September 1869 nach Paris, 01. Oktober 1869.

Abgestempelt wurde der Brief mit dem Rautenstempel, große Ziffer 2240 bei Ankunft des Paketbootes, ohne Postagenten an Bord, in Marseille.



Gruß Dieter
 
Michael Mallien Am: 05.05.2018 07:35:06 Gelesen: 4422# 35 @  
Mrs. Arley Munts aus Morris, Illinois erhielt 1947 drei Briefe aus Algier. Alle von unterschiedlichen Schreibern und aus unterschiedlichen Teilen Algiers. Alle frei gemacht mit 27 Franc.

1. Stempel ALGER-RUISSEAU vom 17.5.1947



Mir gefällt der rückseitig verklebte Fünferstreifen vom Unterrand (MiNr. 236).

2. Stempel ALGER-R.P. vom 2.7.1947



3. Stempel PLATEAU SAULIERE vom 28.11.1947



Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 07.05.2018 07:38:55 Gelesen: 4372# 36 @  
@ Michael Mallien [#35]

Mir ist zusätzlich der Doppeldruck des Aufdrucks auf der obersten Marke des Fünferstreifens aufgefallen. Vielleicht könntest Du noch mal einen höher aufgelösten Scan zeigen?!

Bei so einem Doppeldruck hätte ich jetzt vermutet, daß alle Aufdrucke im Bogen betroffen wären, was hier aber nicht der Fall ist?!

Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 07.05.2018 18:03:22 Gelesen: 4355# 37 @  
@ StefanM [#36]

Hallo Stefan,

diesen Unterschied bei den Aufdrucken hatte ich gar nicht bemerkt, danke für den Hinweis.

Hier ein höher aufgelöster Scan:



Und ein Vergleich im Detail:




Ein Doppeldruck scheint es mir nicht zu sein, sondern so etwas wie eine Verquetschung, wenn man das so sagen kann. Auch die anderen Aufdrucke zeigen das Phänomen mehr oder weniger stark ausgeprägt.

Danke nochmal und viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 12.05.2018 17:56:09 Gelesen: 4288# 38 @  
@ fogerty [#10]
@ Baber [#11]

Hier ist ein weiterer Beleg aus der fraglichen Zeit zwischen Juli 1958 und Juli 1962, in der mit französischen Marken frankiert wurde.

Der Brief ging am 29.11.1961 von Attaba, einem westlich von Algier gelegenem Ort, nach Chicago, USA. Die Freimachung betrug 50 Centimes und erfolgte mit 2 Werten der MiNr. 1316 (Frankreich).



Viele Grüße
Michael
 
achim11-76 Am: 13.05.2018 08:54:51 Gelesen: 4263# 39 @  
Gibt es auch Mischfrankaturen mit "EA" Überdrucken und französischen Marken?

So etwas ist doch bestimmt von Sammlern hergestellt worden. So Umbruchzeiten sind philatelistisch immer interessant.
 
Michael Mallien Am: 13.05.2018 12:46:38 Gelesen: 4246# 40 @  
@ achim11-76 [#39]

Hallo Achim,

zur Erläuterung für alle Mitleser: Algerien wurde am 1.7.1962 selbständige Republik und am 4.7.1962 erschienen die ersten Marken Frankreichs mit schwarzem Handstempelaufdruck EA (für ETAT ALGERIEN).

Baber zeigt in Beitrag [#9] Belege mit überstempelten bzw. händisch überschriebenen EA-Marken. Die Existenz letzterer Marken kann zu der Annahme verleiten, dass es eher keine Mischfrankaturen gibt, sondern die Anweisung bestand, dass die Marken zu Überstempeln oder notfalls zu Überschreiben waren.

Das schließt natürlich nicht aus, dass es trotzdem Mischfrankaturen gibt. Ich habe noch keinen solchen Beleg gesehen.

Viele Grüße
Michael
 
Saguarojo Am: 13.05.2018 17:13:20 Gelesen: 4229# 41 @  
Hier ein Express-Brief von Algier nach Strasbourg vom 23.10.1962 mit EA-Aufdrucken.



Viele Grüße

Joachim
 
Michael Mallien Am: 15.06.2018 12:12:08 Gelesen: 3355# 42 @  
Brief vom 29.10.1957 von Sidi-Bel-Abbes nach Berlin. Die Freimachung summiert sich auf 70 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 17.06.2018 07:58:58 Gelesen: 3314# 43 @  
Eilbrief vom 8.11.1987 von Boufarik nach Weyhe bei Bremen. Frei gemacht ist der Brief mit einem Absenderfreistempel über 10 Dinar.

Rückseitig ist der Weg in Deutschland dokumentiert:

- Frankfurt Flughafen 10.11.87 - 15 Uhr
- Weyhe 11.11.87 - 7 Uhr



Mir vorliegende einfache Briefe nach Deutschland aus dieser Zeit haben Frankaturen in Höhe von 3 Dinar. Daher nehme ich an, das der Eilzuschlag 7 Dinar beträgt. Der AFS als Foto ist besser zu erkennen als auf dem Scan:



Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 17.06.2018 08:48:09 Gelesen: 3306# 44 @  
@ achim11-76 [#39]

Hallo Achim,

Gibt es auch Mischfrankaturen mit "EA" Überdrucken und französischen Marken?

die gibt es sicher ohne philatelistische Nachhilfe, wie dieser Expressbrief vom 22.10.1962 aus Bone nach Beziers in Frankreich zeigt.



Frankiert mit 1,75, die 1 Fr Marke ist eine nicht überdruckte französische Marke.

Gruß
Bernd
 
Michael Mallien Am: 25.08.2018 10:52:34 Gelesen: 2274# 45 @  
Brief vom 1.9.1997 nach Tegucigalpa, Honduras, frei gemacht mit 7 Dinar.



Auf der Rückseite befindet sich ein großer Stempel (43 mm Durchmesser) der Post aus Honduras vom 22.9.1997, drei Wochen später.



Viele Grüße
Michael
 
Heinrich3 Am: 25.08.2018 15:55:37 Gelesen: 2258# 46 @  
@ Michael Mallien [#31]

Hallo Michael,

da bisher offenbar niemand geantwortet hat, gebe ich meinen Senf:

Ist es richtig, daß Du den weißen Zettel im Detail zeigen wolltest? Ich vermute, Du meintest den weiß-grünen auf der Rückseite.

Der weiße Zettel ist für normale eingeschriebene Briefe bei Postämtern, die keine Vordrucke erhalten (haben). Deshalb der Stempel. Der rückseitige Aufkleber stammt wohl aus Brunei, das ein Königtum ist/war?, siehe ROYAL MAIL. Damit wurde für die örtliche Post signalisiert, daß es sich um ein internationales Einschreiben handelt. Der weiße Teil sollte abgezogen werden und vermutlich wo anders aufgeklebt, was aber nicht geschah. Warum? Ich vermute, daß die Aufkleber vor allem für Ausgangspost gedacht sind. Von den Aufklebern her gesehen also kein Hinweis auf Rückschein.

Trotzdem tendiere ich wie Du zur Meinung, daß ein Rückschein angeheftet war.

Schönes kühles Wochenende!
Heinrich
 
Michael Mallien Am: 25.08.2018 17:02:01 Gelesen: 2251# 47 @  
@ Heinrich3 [#46]

Hallo Heinrich,

vielen Dank für Deine Kommentierung. Den Aufkleber auf der Rückseite habe ich ebenfalls Brunei zugeordnet. Brunei ist übrigens ein Sultanat. Der Sultan ist der absolute Herrscher, also einem König vergleichbar.

Ist es richtig, daß Du den weißen Zettel im Detail zeigen wolltest?

Im Detail wollte ich den Rechteckstempel rechts neben dem weißen Zettel zeigen. Ebendort erkenne ich das "AR", das international für die Zusatzleistung Rückschein steht.

Ich denke auch, dass ein Rückschein angehängt war.

Danke nochmals und viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 20.10.2018 12:56:19 Gelesen: 1545# 48 @  
In den Beiträgen [#7], [#14] und [#23] sind Belege mit der MiNr. 609 zu 1,15 Dinar gezeigt. Das Motiv der Marke ist die wunderschöne Paradiesvogelblume.

Das gleiche Motiv ziert die MiNr. 520 aus dem Jahr 1969. Die Wertstufe beträgt 0,95 Dinar.

Hier ein Brief vom 21.4.1969 nach Brüssel, Belgien.



Viele Grüße
Michael
 
BeNeLuxFux Am: 21.10.2018 12:38:02 Gelesen: 1502# 49 @  
Ein Einschreiben vom 01.03.1992 von Irara nach Wittenberg, freigemacht mit 13,70 Dinar:



Grüße,
BeNeLuxFux
 
Michael Mallien Am: 21.11.2018 19:42:59 Gelesen: 1004# 50 @  
Brief vom 28.4.2001 aus Algier nach Jekabpils, Lettland, frei gemacht mit 26 Dinar.



Zwei Ankunftsstempel vom 22.5.2001 aus Jekabpils auf der Rückseite:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.01.2019 16:46:55 Gelesen: 293# 51 @  
Heute zeige ich einen Brief, den ich in mehrfacher Hinsicht interessant finde. Der Brief vom 12.2.1943 ging von Saida nach Genf in der Schweiz.



1. Adresse

Der Brief ist adressiert an das internaionale Komitee des Roten Kreuzes in Genf. Nichts weiter, keine Landesbezeichnung, keine echte Adresse. Das Komitee mit Sitz in Genf ist ausreichend genug bekannt, dass der Brief auch so vermutlich seinen Weg gefunden hat.

2. Zensurbanderole

Der Brief unterlag der Zensur, wurde geöffnet und mit der Banderole wieder verschlossen.

3. Stempel SAIDA / ORAN

Ich kenne die Verhältnisse in Algerien aus 1943 nicht. Heute gibt es die beiden Städte und die beiden Provinzen Saida und Oran, welche zwar beide im Westen Algeriens, aber dennoch einigermaßen weit auseinander liegen. Die Provinzgrenzen waren 1943 wohl ganz anders.

4. Den rückseitigen Stempel A.x. im Kreis kann ich nicht deuten.

5. Frankatur

Die Freimachung zu 4 Franc erfolgte mit einem waagerechten Paar der MiNr. 188. Leider wurde die rechte Marke beim Öffnen des Briefes beschädigt. Die Zähnung rechts fehlt komplett. Die Marke gehört zur Wappenausgabe, einer Dauerserie, die lange und viel verwendet wurde. SIe zeigt das Wappen Orans. Von den Werten gibt es zwei Ausgaben:

I: Lokalausgabe mit weiter Zähnung und Stecherzeichen
II: Pariser Ausgabe mit enger Zähnung und ohne Stecherzeichen

Die Marken auf dem Brief gehören zur Lokalausgabe.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 10.01.2019 17:44:52 Gelesen: 151# 52 @  
Brief aus dem Februar 1970 von Algier nach Rom, Italien, frei gemacht mit insgesamt einem Dinar.



Der Stempel ist zwar kaum zu erkennen, doch lässt sich das Datum des Versandes gut eingrenzen. Die Marke mit der MiNr. 541 (ganz links) erschien am 31.1.1970 und auf der Rückseite sind zwei verschiedene Ankunftsstempel aus Rom vom 13.2.1970 abgeschlagen.

Viele Grüße
Michael
 

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