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Thema: (?) (71) Meine Sammlung Overland Mail Baghdad-Haifa
Das Thema hat 83 Beiträge:
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muemmel Am: 23.07.2020 19:35:35 Gelesen: 5714# 59 @  
@ 22028 [#58]

Hallo Rainer,

dann Gratulation, dass der Brief doch noch den Weg in deine Sammlung gefunden hat.

Gruß
Mümmel
 
22028 Am: 23.07.2020 19:57:01 Gelesen: 5702# 60 @  
@ muemmel [#59]

Danke, so langsam wird meine Sammlung von Stücken die in der falschen Sammlung sind kleiner. ;-)
 
22028 Am: 06.08.2020 21:07:57 Gelesen: 5400# 61 @  
Heute wollte ich einige Dubletten welche ich an Overland Mail Briefen habe als Auktionseinlieferung fertig machen. Dabei fiel mir ein Brief aus Baghdad nach England mit der Leitweganweisung "Special Overland Mail 16/12/1924" auf. Stopp, dachte ich mir, da habe ich mal was gelesen und in der Tat, im Collins Handbuch steht da auf Seite 87:

Zwei Belege sind mit dem Vermerk "Special Christmas Overland Mail" Bagdad -Haifa bekannt. Beide wurden am 16. Dezember in Bagdad aufgegeben, aber es wurde bisher keine offizielle Mitteilung über diese Sonderpostbeförderung gefunden.

Der 16.12.1924 war ein Dienstag, normalerweise ging die Overland Mail am Donnerstag ab, ich vermute daher, dass es eine Sonderbeförderung gab, damit die Brief noch rechtzeitig zu Weihnachten in England sind.

Mit meinem sind dann also scheinbar 3 solcher Belege bekannt.

Der Brief ist am 15.12.1924 in Lower Baghdad aufgegeben, mit 9 Annas korrekt frankiert (3 Annas Porto, 3 Annas Einschreiben, 3 Annas Overland Mail Zuschlag), rückseitig Durchgangsstempel Baghdad H.Q. 16.12.1924.

Nun ja, dann werde ich den Beleg halt in meine eigene Sammlung geben.


 
22028 Am: 20.08.2020 15:16:40 Gelesen: 5240# 62 @  
Heute angekommen, aus meiner Sammlung "Stücke in der falschen Sammlung" die wieder ein Stück kleiner wurde.

Das Teil kenne ich schon seit Jahren, ich habe es vor einigen Jahren bei einer Online-Auktion verpasst (war zu kleinlich) und wusste dann nicht, in welcher Sammlung es war, bis vor kurzem, und ich konnte den Besitzer davon überzeugen, dass, bevor dieses Stück, bevor es verschwindet oder verloren geht, in meiner Sammlung sicherer ist und auch besser in meine Sammlung passt, er stimmte zu, jetzt gehört es mir. Ich habe wohl zu viel bezahlt, aber ich wollte es unbedingt.

Es handelt sich um eine Mitteilung der irakischen Post vom 27. August 1925, in der die von der irakischen Post herausgegebenen Leitweg Aufkleber für die Verwendung der Overland Mail beworben/angekündigt werden.

https://fuchs-online.com/…/…/09_route_instruction_labels.htm


 
saeckingen Am: 20.08.2020 16:40:00 Gelesen: 5215# 63 @  
Glückwunsch zu dem Stück! Damit kann man sehr gut belegen, dass zumindest diese Aufkleber postamtlich verausgabt wurden. Die Umschläge sind vermutlich alle privater Natur, oder?

Grüße
Harald
 
22028 Am: 20.08.2020 17:08:03 Gelesen: 5205# 64 @  
@ saeckingen [#63]

Harald,

Danke, ein echtes Highlight das Stück.

Zu den Aufklebern, ich kann die postalische Ausgabe von Aufklebern vom Irak, England und Ägypten belegen. Die Handstempel und Umschläge sind sicher teilweise von privater Natur, habe die deswegen (und auch aus Platzmangel) schon teilweise aus meinem Exponat herausgenommen. Sammeln und katalogisieren tue ich sie aber nach wie vor, sie sind ein Teil der Postgeschichte.
 
22028 Am: 07.09.2020 19:04:30 Gelesen: 4985# 65 @  
Es ist bekannt, dass mehrere Unternehmen Post der Overland Mail befördert haben, eines davon, Haim H. Nathaniel, ist eines der weniger bekannten Unternehmen:

https://fuchs-online.com/overlandmail/content/00/00_Nathaniel_Transport_Company.htm

Ich habe gerade bei einer Auktion den abgebildeten Briefkopf mit der Inschrift wie folgt "gewonnen":

TRANSPORTS & VOYAGES INTERNATIONAUX
Haim H. Nathaniel
Service Transdesertique Syro-Iraquien
Affrètement Transi Courtage Maritime.
Agent des Chemins de Fer de I'Iraq
Service Officiel de la Malle Postale du Gouvernement de I'Iraq
Service Transdesertique Rapide
Correspondants dans les principales du monde
Bureau Principal : BAGDAD

Eine Liste weiterer Büros im Irak, in Syrien/Libanon und Persien ist ebenfalls hinzugefügt.

Dies wird eine schöne Seite in meinem Exponat werden.



 
22028 Am: 15.10.2020 14:06:02 Gelesen: 4531# 66 @  
Von der ersten offiziellen Overland Mail Bagdad-Haifa, die am 30. August 1923 stattfand, sind nur sehr wenige Belege bekannt. In dem Archiv, das ich pflege, habe ich Bilder von 3 solcher Belege, die alle mehr oder weniger identisch aussehen und alle von derselben Person verschickt wurden, und alle mit 9 Annas frankiert waren (3 Annas Porto, 3 Annas Einschreiben und 3 Annas Overland Mail Zuschlag. der Absender war H. Hampton, RAF-Offizier, der an den Pionierflügen auf dieser Strecke in den Irak teilnahm. Die Fahrzeuge der Overland Mail Bagdad-Haifa folgten teilweise den Routen des Pionierfluges.

Wie aus zeitgenössischen Zeitungsberichten hervorgeht, wurden bei dieser ersten offiziellen Postannahme 3000 Belege transportiert.

Ich konnte nun einen schönen, auch an diesem Tag beförderten Umschlag finden, das Erscheinungsbild ist ein echter Bedarfsbeleg, frankiert mit insgesamt 27 Annas für einen Umschlag der 5. Gewichtsklasse (81-100 Gramm). 9 Annas Porto (3 Annas plus 4x1,5 Annas), 15 Annas (5x3 Annas) Zuschlag für Overland Mail und 3 Annas Einschreiben. Als nette Beilage trägt sie eine 1-Rupien-Marke, die auch auf Briefen nicht oft zu sehen ist.

Allen bekannten Belegen dieser ersten offiziellen Postannahme ist gemeinsam, dass die Belege im Gegensatz zu späteren eingeschriebenen Belegen keinen Durchgangs-/Eingangsstempel aufweisen. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt, vielleicht lag es an der ersten offiziellen Postannahme.


 
22028 Am: 16.10.2020 20:18:18 Gelesen: 4452# 67 @  
Es muss nicht unbedingt das wichtige und schließlich teure Stück sein dass ich liebe, auch Briefe wir der hier gezeigte ist etwas das mir Spaß macht.

Es war ein Schnäppchen bei einer Online-Auktion. Zuerst dachte ich, es sei ein Umschlag mit einem Route Instruction Handstamp (Collins Typ HS-81, ein seltener Typ), aber nachdem ich den Umschlag erhalten und den Handstempel vermessen hatte, bemerkte ich, dass es sich um einen zuvor nicht erfassten handelt, da Größe und Farbe unterschiedlich sind. Daher habe ich ihn jetzt auf meiner Website als HS-N64 aufgeführt [1].



[1] https://fuchs-online.com/overlandmail/
 
22028 Am: 19.10.2020 17:29:42 Gelesen: 4380# 68 @  
Es ist schon eine ganze Zeit her dass och einen noch nicht bekannten Leitwegstempel der Overland Mail finden konnte der NICHT im Irak verwendet wurde. Gestern Abend war es soweit und ich konnte den gezeigten Brief ersteigern.

Der Handstempel ist nun von mir mit HS-N65 registriert, verwendet auf eine Brief der Banque Imperiale Ottomane in Kairo, Ägypten auf einem portogerechten Einschreibebrief der 1. Gewichtsklasse bis 20 Gramm verwendet. Porto 45 MM (15 MM Porto bis 20 Gramm, 15 MM Einschreiben und 15 MM Overland Mail Zuschlag). Rückseitig Ankunftsstempel Baghdad vom 9. November 1924 [1].



[1] https://fuchs-online.com/overlandmail/content/03/03-7_Route_Instruction_Handstamps.htm#HS-N65
 
22028 Am: 09.12.2020 20:04:46 Gelesen: 3669# 69 @  
Mal wieder etwas neues zur Overland Mail Baghdad-Haifa (in dem Fall allerdings mehr die Gegenrichtung von Beirut nach Baghdad zeigen, eine neue Entdeckung, erst vor kurzem ersteigert, noch nicht eingetroffen.

Dazu muss man gleich sagen dass Belege in Östlicher Richtung EXTREM selten sind, von einigen Ländern sind gar keine Belege bekannt obwohl diese Postverwaltungen Zuschläge damals auflegten, von anderen nur 1 oder 2, die häufigsten sind noch von England, gefolgt von Frankreich.

Es sind keine Postzuschläge aus Lettland für die mit der Overland Mail Haifa-Bagdad beförderte Post bekannt. Es gab auch keine bisher bekannte Post, die von Lettland in den Irak über die aus politischen Gründen vermutlich übliche Route "über Russland" und den Iran nach Bagdad geschickt wurde.

Vorderseite des Umschlags mit Registrierungsmarkierung von LIEAJSA / LETTLAND und (gestempeltem) Manuskript Routenanweisung "VIA RUSSIE". Neue Routenanweisung "Par Automobile Beyrouth - Bagdad".

Einschreibebrief aus Liepaja / Lettland, datiert vom 16. Februar 1934, nach Bagdad/Irak geschickt. Die ursprünglich vorgesehene Route war gemäß der Leitweganweisung "VIA RUSSIE". Aus unbekannten Gründen wurde der Umschlag nach Beirut geschickt (Ankunftsstempel Beyrouth 25. Februar 1934), wo die alte Routenanweisung "VIA RUSSIE" gestrichen und durch "Par Automobile Beyrouth - Bagdad" ersetzt wurde, gleichzeitig mit einer handschriftlichen Notiz in französischer Sprache auf der Rückseite: "In Beirut angekommen, um von der Special Motor Service weitergeleitet zu werden". as ist die mehr oder weniger korrekte Übersetzung der Overland Mail von Französisch auf Deutsch.

Das Porto von 75 santīmi bezieht sich auf einen eingeschriebenen internationalen Brief des ersten Gewichtsschlags (35 santīmi Porto + 40 santīmi Einschreiben) in der Zeit vom 21. Dezember 1931 - 15. Dezember 1940. Portozuschläge für die Overland Mail waren zu der Zeit nicht mehr nötig.

Ich zeige auch eine Landkarte mit der vermutlichen Route welche dieser Brief genommen hat.

Der Brief macht mir sicherlich noch einiges an Forschungsarbeit, aber das ist ja das Salz in der Suppe des Postgeschichtlers! Sollte jemand konstruktive Hinweise / Quellen haben, ich bin dankbar für alle Hinweise.


 
22028 Am: 11.12.2020 18:59:28 Gelesen: 3619# 70 @  
Zwischenzeitlich bekam ich Dankenswerterweise von der ARGE Baltikum weitere Hinweise welche ich unten stehend aufführe.

• Der Brief ist portorichtig frankiert für einen eingeschriebenen Auslandsbrief bis 20g der 14. Portperiode vom 21.12.1931 - 14.04.1935 (nicht 15.12.1940): 35+40=75 Santim.

• Die Verwendung von Flugpostmarken sagt nichts aus über das Transportmittel. Flugpostmarken besaßen Frankaturgültigkeit ebenso für den Land- und Seetransport.

• Unbeachtlich des handschriftlichen Vermerks "VIA RUSSIE", aber folglich der dann portorichtigen Frankatur mit 75 Santim, wurde der Brief von der lettischen Post gemäß den UPU Bestimmungen per Land- und Seetransport und mit hoher Wahrscheinlichkeit zunächst nach London transportiert und von dort per Schiff nach Beyrouth. Indiz: Die vorder- und rückseitig angebrachten, und für "britische" R-Briefe typischen, Blaukreuze.

• Alternativ wäre auch der Land-Seetransport über Frankreich in das französische Mandatsgebiet Groß Syrien möglich, was wegen der Blaukreuze jedoch für weniger wahrscheinlich gehalten wird.

• Eine postalische Verordnung der lettischen Postverwaltung betreffend eines speziellen Overland Tarifs ist (aktuell) icht bekannt. Sie wäre hier auch unerheblich, da der Overland Vermerk erst in Beyrouth angebracht wurde.

• Der Absender hat den handschriftlichen Vermerk "VIA RUSSIE" u.U. angebracht in der Erwartung eines vergleichsweise tarifgünstigeren Lufttransports über die UdSSR. In diesem Fall wären angefallen:

• Zusätzliche Flugpostgebühr für Flugpostbriefe in die asiatische UdSSR (und über diese per Teheran nach Baghdad) 35 Santim je 5g, mindestens 50 Santim (Portoperiode vom 27.06.1933 bis 30. März 1934), hier also uU weitere 4x35 Santim= 140 Santim für 20g,

• alternativ zusätzlich weitere 200 Santim je 20g für Flugpost über nichtsowjetische, europäische Flugpostverbindungen nach Asien (Portoperiode vom 27.06.1933 bis 30. März 1934).

Ein Nachwort von mir bzgl. der vermutlichen Route über London. Vor einigen Jahren bei einem meiner London Besuche hatte ich das Britische Postmuseum (damals noch Postal Heritage genannt) nach den Unterlagen zur Overland Mail Baghdad-Haifa durchsucht und da einige handschriftliche Aufzeichnungen mit Briefstatistiken des Transitpostamtes von London gefunden wo auch Lettland Briefe welche mit der Overland Mail versandt wurden, vermerkt waren. Muss diese Kopien mal rausuchen und werde sie dann hier zeigen. Ein sicher exotischer Weg, die Gründe dazu müssen sicher noch etwas detaillierter erforscht werden, aber interessant. Leider sind zumindest mir keine anderen Lettland Briefe (über Russland und den Iran) nach Baghdad bekannt wo man evtl. die Postlaufzeiten vergleichen könnte.
 
Martin de Matin Am: 11.12.2020 22:38:05 Gelesen: 3590# 71 @  
@ 22028 [#69]

Ich hätte ein paar Fragen zu Overland Mail Baghdad-Haifa.

1.War der Ausruf von deinem Lettlandbeleg in der nähe des Zuschlags, oder wurde er deutlich hochgesteigert? der Zuschlag war ja nicht umbedingt gering.

2.Bei David Feldmann wurde untenstehender Brief von der ersten overland mail Anfang Dezember als Los 41126 für 400 Euro ausgerufen.



https://www.philasearch.com/de/i_9346_33927/3315_Irak/9346-A202011-41126.html?set_sprache=de&page=3&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&suchtext=Bagdad&row_nr=61&breadcrumbId=1607720328.7228

In der Beschreibung von Feldman stand einer von vier bekannten Belegen. Auf deinen Ausstellungsseiten steht zwei weitere bekannt. Welche Angabe ist richtig? Sind alle bekannten Belege an die gleiche Person geschickt worden? Deiner und der bei Feldmann gingen an die gleiche Person und wurden offensichtlich auch von einer Person geschrieben.

Gruss
Martin
 
22028 Am: 12.12.2020 00:11:03 Gelesen: 3573# 72 @  
@ Martin de Matin [#71]

Der Zuschlag war in der Nähe des Ausrufpreises, für einen Lettland Sammler war der Preis zu hoch, die interessieren die speziellen Laufwege nicht. Mir war die Frankatur egal, mich interessiert der Laufweg, da konnte ich nicht widerstehen

Der Brief von David Feldman, die Anzahl von 4 dürfte schon stimmen, ich habe einen, David Feldman hat einen, m.W. (musste mal nachsehen) hatte Zvi Alexander einen in seiner Sammlung. De 3 waren alle an den selben Empfänger adressiert.

Ich habe vor einigen Wochen einen echten Bedarfsbeleg [#66] gefunden, das wäre Nr. 4, kann aber sein dass irgendwo noch der eine oder andere schlummert, auf der ersten Fahrt wurden nach zeitgenössischen Angaben über 3.000 Briefe befördert, nach fast 100 Jahren sind aber nach wie vor nur wenige Belege bekannt.
 
22028 Am: 12.12.2020 20:39:14 Gelesen: 3536# 73 @  
Hier noch was weiteres zum Lettland Brief [#69] und [#70], dankenswerterweise von Herrn Löbbering (BPP) und Vorsitzender der ARGE Baltikum erhalten.

Der Brief ging mit großer Wahrscheinlichkeit über London nicht nur wegen der "Blaukreuze", sondern weil dies der schnellste Transportweg für Post aus den baltischen Staaten nach / über Mittel- und Westeuropa war. Die D-Züge mit Bahnpostwagen gingen dreimal täglich aus Helsinki (Fähre) über Tallinn, Riga, Kaunas und Königsberg nach Berlin, von dort über die Nordseehäfen nach London und ab hier an Ziele im Empire.

Dies ging in den 1920er und 1930er Jahren soweit, dass selbst als Flugpost gekennzeichnete und portorichtig frankierte Briefpost regelmäßig per Bahn / Schiff transportiert wurde, wenn dies schneller war, als der oft nur ein- bis dreimal wöchentlich verkehrende Lufttransport. Dies entsprach den UPU Vorschriften, wonach "der schnellste" Transportweg zu wählen war. Die kurze Transportdauer des Briefes von weniger als zwei Wochen aus Libau über Riga an das Ziel Baghdad ist ein weiteres Indiz hierfür.

Spezielle Postregelungen für Overland Mail der lettischen Post werden sie daher wohl auch vergeblich suchen. Die Seltenheit solcher Belege und die Kürze des Angebots OVERLAND ist auch Grund dafür, dass es in der ArGe Baltikum e.V. meines Wissens keinen einzigen Sammler gibt, der über ein derartiges Poststück verfügt.
 
22028 Am: 30.12.2020 22:41:45 Gelesen: 3301# 74 @  
Heute zuhause eingetroffen. Bahrain, 29 Mai 1935 über Basrah (6 Juni 1935) mit der Overland Mail durch die Syrische Irakische Wüste und dann nach Honolulu, Hawaii. Bahrain Briefe mit der Overland Mail versandt sind kein großen Raritäten, ich kenne ca. 40 Stück oder so, als Destination aber TOP!

Das ist der einzig bekannte Brief von Bahrain mit der Overland Mail nach Hawaii das zu dem Zeitpunkt noch ein unabhängiger Staat war und erst 1959 zum 50. Bundesstaat der USA wurde.


 
22028 Am: 14.01.2021 17:02:10 Gelesen: 3125# 75 @  
Hier ein netter Brief der genau die Postvorschrift der Tschechischen Post wie folgt abbildet:

Im "Mitteilungsblatt des Ministeriums für Post und Telegrafie", der tschechischen Post für März 1930, hat die tschechische Post die Vorschriften für Post nach Irak / Mesopotamien / Südiran/Persien wie folgt geändert:

Nr. 45/1930. Aufhebung des Sonderzuschlages für die Postbeförderung nach Irak (Mesopotamien) und Nord- und Westpersien auf dem Automobilweg Damas-Bagdad - Änderung des Postweges nach Persien und Irak.

Zur Verordnung Nr. 9/1930, Mitteilungsblatt des Post- und Telegraphenministeriums, Fachteil, Nr. 3.

Seit dem 1. April 1930 erheben die Postämter keinen Zuschlag für die Postbeförderung nach Irak (Mesopotamien), Nord- und Westpersien, auf dem Automobilweg Damas-Bagdad über die syrisch-irakische Wüste.

Seit dem genannten Datum wird die gesamte Korrespondenz ohne Zuschlag nach Irak (Mesopotamien), Muskat in Arabien, Kuwait und Bahrain (britische Gebiete im Persischen Golf), und nun auch nach Südpersien (Ahwaz, Bander-Abbas, Bouchir, Disfoul, Djask, Kerman (Kirman), Lingah, Mohammerah, Shiras, Shouster), Gebiet von Sistan, persisches Belutschistan (Kuh-e MalekSiah), ausschließlich über die syrisch-irakische Wüste, per Autostrecke Damas-Bagdad, bei aktuellen Sperrungen für Bagdad, versendet vom Postamt Praha 7 cizina jeden Freitag um 7: 50 mit dem Zug Nr. 16 über Konstantinopel-Adana-Damas und jeden Freitag um 7:50 mit dem Zug Nr. 16 über Terst-Alexandria-Damas. Die Korrespondenz nach Irak und Südpersien muss nicht mit dem Vermerk "Service transdésertique Syro-Iraquien-Damas-Bagdad" versehen werden.

Korrespondenz nach ganz Rest-Persien - mit Ausnahme von Süd-Persien - wird in den laufenden regulären Verschlüssen für Persien über Krakau-Lwow-Zdolbunów-Baku versandt.

Die Verordnungen Nr. 9/1930 (Mitteilungsblatt des Post- und Telegraphenministeriums, Fachteil, Nr. 3) und Nr. 116/1929 (Mitteilungsblatt des Post- und Telegraphenministeriums, Fachteil, Nr. 51) werden aufgehoben.
(Nr. 18.924/IX vom 24. März 1930.)



Brief von ČESKÉ BUDĚJOVICE / Tschechoslowakei nach Ahwaz / Iran über Baghdad. Korrekt frankiert mit 2 x 1K Masaryk + 50h Plzeň,, 31.7.1939, dazu der angeblich seltene Devisenkontrollstempel "D.K./ České Budějovice" in rot.
 
rudi63 Am: 14.01.2021 19:39:00 Gelesen: 3096# 76 @  
@ 22028 [#75]

Dieser Brief ist ein schöner Böhmen und Mähren - Mitläufer !

Schöne Grüße
Rudi
 
22028 Am: 14.01.2021 19:44:28 Gelesen: 3093# 77 @  
@ rudi63 [#76]

Warum ein Böhmen und Mähren - Mitläufer ?
 
rudi63 Am: 14.01.2021 20:07:22 Gelesen: 3085# 78 @  
@ 22028 [#77]

Die (Rest)Tschechoslowakei wurde am 15.03.1939 von der Wehrmacht besetzt, das Protektorat Böhmen und Mähren wurde ausgerufen, deshalb auch der Devisenkontrollstempel.

Die tschechoslowakischen Marken blieben bis 15.12.1939 gültig, die 1 K Marke Masaryk (Mi. A1 oder 406) wurde erst am 13.04.1939 verausgabt, trägt aber noch die alte Landesbezeichnung.

Dein Brief dürfte eine Rarität sein.
 
22028 Am: 14.01.2021 21:12:36 Gelesen: 3065# 79 @  
@ rudi63 [#78]

Danke, diese Feinheiten beachte / bemerkte ich nicht.
 
Gerhard Am: 15.01.2021 08:14:18 Gelesen: 3020# 80 @  
@ rudi63 [#78]

trägt aber noch die alte Landesbezeichnung

Aber jetzt mit Bindestrich, das gab es vorher nicht.

MphG
Gerhard
 
22028 Am: 15.02.2021 20:04:19 Gelesen: 2465# 81 @  
Aber, noch rechtzeitig vor meinem Unfall heute morgen habe ich bei Delcampe das Stück geschossen.

Irak 1926, Brief aus Bagdad von Abraham Haim an Filterie De Mol Ninove, Belgien mit dem seltenen Leitwegstempel" Per Overland Mail Bagdad - Haifa", Type HS-32, der 4. bekannte Brief mit dieser Type:


 
22028 Am: 19.06.2021 18:28:44 Gelesen: 714# 82 @  
Ich frage mich immer, warum bekannte, um nicht zu sagen berühmte, Philatelisten sich nie melden wenn in Ihren Sammlungen Stücke sind die nicht in den betreffenden Katalogen oder Handbüchern aufgeführt sind.

So etwas passierte auch mit der Persien-Sammlung von Joe Youssefi, die von David Feldman versteigert wurde. Die Auktion des zweite Teils war heute.





Dort konnte ich das gezeigte Stück ersteigern, einen bisher nicht verzeichneten Vordruck-Umschlag für die Verwendung von Post, die mit der Overland Mail Baghdad-Haifa befördert wurde.

Dieser Umschlag ist nun auf meiner aktuellen Website mit der Nummer IE-NL10 verzeichnet.

https://fuchs-online.com/overlandmail/
 
22028 Am: 20.07.2021 20:25:59 Gelesen: 206# 83 @  
Deswegen liebe ich ebay.

Dieses nette Teil habe ich heute über einen Bekannten in England kaufen lassen da der Verkäufer nicht nach EU/Deutschland liefert. Der Bekannte leitet den Brief dann nach Erhalt weiter an mich.

Diese Type von Vordruckumschlag ist mir schon seit 3 Jahren bekannt, damals war einer bei Gärtner in der Auktion, der war aber schlecht beschrieben so dass ich ihn nicht im Katalog fand, weiss aber wer ihn hat. Aber, dieser Umschlag hat den Overland Mail Eindruck komplett, der andere Bekannte hat ihn teilweise überdeckt. Und für die Forschung um den Eindruck zu vermessen brauche ich die Stücke halt frei sichtbar.

OK, der andere Bekannte ist etwas schöner, dafür war der hier aber um den Faktor 10 billiger [1].



[1] https://fuchs-online.com/overlandmail/content/07/07-3_imprinted_envelopes.htm#IE-N03a
 

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