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Thema: Tristan da Cunha: Echt gelaufene Belege
Mondorff Am: 20.10.2016 21:12:34 Gelesen: 3601# 1 @  
Tristan da Cunha ist eine Inselgruppe im südlichen Atlantischen Ozean, zu der neben der gleichnamigen 98 Quadratkilometer großen Hauptinsel Tristan da Cunha noch weitere, kleinere Inseln gehören. Die Insel ist der entlegenste bewohnte Ort der Welt. Allein die Anreise mit dem Schiff dauert sieben Tage.



R-Flugpostbrief vom 4. September 1980 mit rückseitig angebrachtem Ankunftstempel LUXEMBOURG vom 21.11.1980

Am 29. Mai 2016 lebten 266 Menschen auf der Inselgruppe. Sie verteilen sich auf neun Familiennamen.(Wikipedia)

Schönen Gruß
DiDi
 
bignell Am: 20.10.2016 21:30:26 Gelesen: 3594# 2 @  
Bei Tristan (wie auch bei anderen Ländern / Gebieten) ist es nicht leicht, Bedarfsbriefe zu finden. Die meisten sind eher philatelistischen Ursprungs, z.B. der englische Capt. T.A.Smye hat sich viele Briefe selbst geschickt, hier z.B. die "coronation issue" von Santa Lucia, verwendet in Tristan:



Bedarfsbriefe sind (zumindest die älteren) unfrankiert, da Tristan lange keine Erlaubnis der Krone erhielt, eigene Marken auszugeben, und die Frankaturen somit von den Personen mitgebracht wurden, wenn ihr Schiff in Tristan anlegte.

Hier ein Brief von 1949 an Mrs Carpenter in Oregon, geleitet über Kapstadt/Südafrika, Taxstempel 15 Centimes.



Lg, harald
 
Michael Mallien Am: 23.04.2017 17:22:49 Gelesen: 3204# 3 @  
Die "engste" Verbindung von Tristan da Cunha besteht entfernungsmäßig zu Südafrika, wobei die Entfernung zum Kap der guten Hoffnung 2.800 km beträgt. Es bestand unregelmäßig Schiffsverkehr zu Südafrika.

Offensichtlich wurde/wird auch Post über Südafrika abgeleitet. Hier ein Einschreiben vom 24.10.1996 nach Deutschland, frei gemacht mit 55 Pence.

Stempel TRISTAN DA CUNHA / 24 OC / 96 / SOUTH AFRICA



Ich vermute, dass der rückseitige Aufkleber INCOMING INTERNATIONAL REGISTERED aus Südafrika stammt. Kann das jemand bestätigen?
 
bignell Am: 23.04.2017 20:02:00 Gelesen: 3189# 4 @  
Die meisten Belege aus Tristan sind philatelistischen Ursprungs oder Souvenir. Hier einmal ein Beleg bei dem der Inhalt erhalten blieb und der somit noch am ehesten Bedarfspost darstellt.





Umschlag und Briefpapier vom Marine Hotel, Durban, Südafrika, gesendet von Gough Island [1] über Südafrika (dort wurde der Luftpostzettel angebracht) nach New York

Lg, harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gough-Insel
 
Michael Mallien Am: 29.11.2017 21:27:36 Gelesen: 2425# 5 @  
Brief nach Teltow vom 1.12.1968, frankiert mit den MiNrn. 71 und 74 zu insgesamt 2 1/2 Pence.



Viele Grüße
Michael
 
saeckingen Am: 30.11.2017 07:50:36 Gelesen: 2395# 6 @  
@ Michael Mallien [#3]

Stempel TRISTAN DA CUNHA / 24 OC / 96 / SOUTH AFRICA

Ich vermute, dass der rückseitige Aufkleber INCOMING INTERNATIONAL REGISTERED aus Südafrika stammt. Kann das jemand bestätigen?


Der Stempel lautet auf SOUTH ATLANTIC, Tristan da Cunha gehört nicht zu Südafrika. Der rückseitige Einschreibelabel wurde bei Ankunft in Südafrika angebracht, das ist korrekt.
 
Michael Mallien Am: 30.11.2017 18:02:41 Gelesen: 2354# 7 @  
@ saeckingen [#6]

Vielen Dank! Klar, ich habe nur nicht genau genug geschaut, aber dafür haben wir ja auch die Philaseiten mit den aufmerksamen Lesern. :)

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 27.05.2018 06:42:12 Gelesen: 1467# 8 @  
Brief vom 15.11.1996 nach Helsingborg, Schweden, frei gemacht mit 8 Pence.



Rückseitig befindet sich ein handschriftlicher Vermerk ante Hbg 30/12 96:



Hat jemand eine Idee zu dessen Bedeutung? Als Norddeutscher kommt mir mit Hbg sofort Hamburg in den Sinn. Der 30.12.1996 ist über sechs Wochen später, als der Abgangsstempel. Das könnte zu einem Transport des Briefes per Schiff passen.

Viele Grüße
Michael
 
teenage_dirtbag Am: 27.05.2018 08:28:28 Gelesen: 1458# 9 @  
@ Michael Mallien [#8]

Meine Deutung des handschriftlichen Vermerks:

Gelesen als ank statt ante - das würde als Abkürzung für ankomst stehen, schwedisch für Ankunft, Eintreffen.

Der alte Schwede dürfte bei Hbg eher Helsingborg im Sinn gehabt haben, die Abkürzung ist dort durchaus geläufig.
 
Michael Mallien Am: 27.05.2018 11:05:49 Gelesen: 1440# 10 @  
@ teenage_dirtbag [#9]

Das ist eine sehr sinnvolle Interpretation! Danke dafür.

Viele Grüße
Michael
 
Wesi Am: 15.07.2018 11:51:35 Gelesen: 954# 11 @  
Satztbrief von Tristan da Cunha nach Australien, frankiert mit Michelnummer 14 bis 27.

Viele Grüße
Moritz


 
Cantus Am: 15.07.2018 13:25:11 Gelesen: 944# 12 @  
@ Wesi [#11]

Hallo Moritz,

ein wunderschöner Brief, denn ich mag Satzbriefe jeder Art, Portostufen dagegen sind mir völlig egal. Das überlasse ich den Portostufensammlern, ich dagegen erfreue mich an schönen Briefmarken.

Viele Grüße
Ingo
 
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