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Thema: Bund Marken vor rasanter Aufwärtsentwicklung ?
Richard Am: 19.07.2007 22:16:07 Gelesen: 10944# 1 @  
Im BDPh Forum schrieb 'Briefmarkensammler' zu den fallenden Auflagen moderner Bund Marken und den zukünftigen Marktaussichten.

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Auflagen der neueren BUND-Marken

Dass die Auflagen der Bund-Marken seit einigen Jahren stark rückläufig sind, wird dem einen oder anderen sicher bekannt sein.

Die konkreten Auflagenzahlen die im aktuell erschienenen Michel Deutschland 2007/2008 gelistet wurden, überraschen mich aber dann nach der heutigen Erstlektüre doch

Einige Beispiele:

1.) Wohlfahrt 2001 (aus MH) 2218 C - 2222 C Auflage 983.278 Stück

2.) Block 56 Auflage 1,617 Mio Stück

3.) Jugend 2002 Mi.Nr. 1,76 Mio abzüglich 151000 Stück auf ETB macht eine verfügbare Markenmenge von 1,6 Mio Marken

Wir erinnern uns: Auflage Marienkirche Mi. 139/140 je 2 Mio Stück

4.) Weihnachtsmarke 2002, Mi.Nr. 2285 Auflage 3,1 Mio Stück

5.) Sporthilfe 2003 - Auflage abzüglich ETBs durchweg je unter 2 Mio. Stück

6.) Block 63 - Jugend 2003 - Auflage 1,92 Mio

7.) Mi.Nr. 2331 (Nordatlantikflug) - Auflage 1,81 Mio (davon gehen dann noch 133.000 Stück weg, die auf den ETBs verschossen wurden)

Aber auch Wald- und Wiesen- Sondermarken wie z.B. die

Mi.Nr. 2457 mit 9 Mio
Mi.Nr. 2458 mit 8,8 Mio
Mi.Nr. 2459 mit 8,8 Mio
Mi.Nr. 2496 und 2497 mit je 8 Mio Stück

haben Auflagen, die an die Stückzahlen der BUND Sondermarken in den frühen Fünfzigern anschließen.

Ich will jetzt nicht behaupten, dass diese Marken morgen im Wert rasant steigen. Ich denke mal sich diese Stücke ins Album zu legen, kann aber kein Fehler sein, sofern man die betreffenden Marken zu einem vernünftigen Preis erhält.
 
- Am: 21.07.2007 14:50:23 Gelesen: 10916# 2 @  
Obwohl man ja aus reiner Freude sammelt, hätte wohl keiner etwas dagegen, wenn die Marken - die man hat - teurer werden.

Die man nicht hat, können ruhig billiger werden!
 
Hermes65 Am: 26.07.2007 10:04:53 Gelesen: 10887# 3 @  
Schön und gut, aber die Zahl der Sammler fällt leider auch rasant ab und die Märkte sind voll.

Beispiel dazu: DDR-Marken haben eine wesentlich geringere Auflage als die der BRD, trotzdem sind die Preise weitgehendst moderat geblieben!
 
AfriKiwi Am: 26.07.2007 11:09:37 Gelesen: 10884# 4 @  
@ italiker [#2]

Hallo Klaus

"Die man nicht hat, können ruhig billiger werden!"

Und wenn meine Fehlenden je € 0.01 kosten müßte ich erst mal im Lotto gewinnen.

Erich


 
- Am: 26.07.2007 11:18:24 Gelesen: 10881# 5 @  
@ AfriKiwi [#4]

Hallo Erich,

so hast du wenigstens noch ein Ziel vor Augen!

Klaus
 
EinStein Am: 24.02.2008 16:10:39 Gelesen: 10600# 6 @  
Hallo

Ich bin hier ein Neuling, aber meinen Senf geb ich trotzdem gerne dazu *gg* Ich denke mal die Bund Marken sind keineswegs in einer rasanten Aufwärtsentwicklung. Der Michel hat ja die Massenware von 1960 - 1990 erst vor kurzem um 10 Cent angehoben. Zwar net jede Marke, aber eben viele. Deswegen wird die eigene Sammlung nicht wertvoller, denn die Briefmarkensammler sterben (leider) aus. Anfang der 60er Jahre sammelte jeder Briefmarken und heute?? In meinem Verein bin ich mit fast 28 Jahren der Jüngste, der dort regelmäßig erscheint. Durchschnittsalter im Verein is so ca. 60 und das is sicherlich auch so in anderen Vereinen.

Also worauf ich eigentlich hinaus wollte: Die Bund-Marken hat ja schon jeder und die Ausktionhäuser werden davon überschwemmt, weil durch Nachlässe verstorbener Sammler kommen noch mehr hinzu und ein Ende is durch den geringen Nachwuchs auch nicht in Sicht. Den jungen Sammler (wie mich) wird es natürlich freuen, wenn es in 10 Jahren den postfrischen Posthornsatz für 400 Euro zu kaufen gibt. Daraus folgt, dass die Bund-Marken NICHT in einer Aufwärtsentwicklung sondern einer Abwärtsentwicklung entgegenschlittern.

EinStein
 
AfriKiwi Am: 24.02.2008 22:51:26 Gelesen: 10584# 7 @  
@ EinStein [#6]

Hallo 'EinStein',

Willkommen auf PhilaSeiten.de

Das glaube daß Sammlungen von 1960-90 den Markt überfluten.

Die Briefmarkensammler sterben schon weniger aus als die Massen Erben auf den
Internetauktionen, denn so will keiner mehr ein anständige Preis bezahlen für die 'Massenwaren'.

Von dem Posthornsatz in bester Qualität kannst Du schon auch vergessen. Auch ein alter Rolls Royce kostet schon.

Ich sehe Deine knapp 28 Jahren als Sammler im Verein als eine wunderbare Gelegenheit sich erst zu informieren worum sich alles dreht. Ohne den alten Hasen auf die Füße zu treten ist es Dir möglich aktiv viel zu ändern. Rasch wird es nicht gehen, es nimmt sich Zeit was viel Jungen auf andere Art gebrauchen.

Mein Vorschlag ist viel mehr im Ausland, Deutschland anzubieten. Es ist wohl mehr Arbeit sein aber wenn viel mehr Exportieren wird mit 'Zeit' auch weniger gefunden.

Wie ich es aber sehe musst Du Dich schlau machen um nur das beste Investiermaterial zu Sammeln. Fang mal an mit dem Posthornsatz !

Erich

Unten: Diese Marke müßte schon über € 60 handelbar sein !
 


abrixas Am: 02.05.2008 10:05:58 Gelesen: 10375# 8 @  
Nach der Wiedervereinigung gab es zwei Postgebiete: Das Verkehrsgebiet-West (VGW) und Verkehrsgebiet-Ost (VGO). Beide hatten ein eigenes Postleitzahlensystem. Es gab sowohl im VGW und dem VGO Orte mit gleicher PLZ.

1991 begannen einige Postämter im VGO neue Stempel zu verwenden, die der Norm des VGW entsprachen. Die Ziffern waren in der Größe der schon angekündigten PLZ-Reform mit 5 Stellen angepasst. Diese Stempel waren nur relative kurze Zeit im Gebrauch. Die 4-stellige PLZ wurde später durch die 5-stellige ersetzt. Erhalten gebliebene Ganzstücke sind nicht häufig.

Belegen kann ich:

2000 NEUBRANDENBURG 5
3720 BLANKENBURG 1
4020 Halle 2
7010 LEIPZIG 1
8250 MEISSEN 1
8300 PIRNA 1

Übrigens: Man wäre locker weiterhin mit 4 Stellen ausgekommen. Das bundesdeutsche System war bereits so ausgelegt, dass die Bereiche 1xxx, 2xxx und 9xxx den ehemaligen DDR-Bereich voll abdeckten und bei einer Wiedervereinigung sofort einsetzbar. Und die alte Systematik war logischer aufgebaut.


 
drmoeller_neuss Am: 02.05.2008 12:23:11 Gelesen: 10364# 9 @  
Hallo,

wie AfriKiwi vorschlägt: Bund Massenware ins Ausland exportieren ! Ich habe schon ein paar Mal Bund Sondermarken im 1:1 Tausch nach Pakistan und Indien geschickt. Eckstempel und sogar Wellenstempel werden problemlos akzeptiert, und man bekommt interessante Ware zurück. Sicher ist nicht jede Marke perfekt, aber dafür aus dem absoluten Bedarf. Schaut mal bei Ebay rein, was 100 gestempelte Bund und 100 gestempelte Übersee aus dem Bedarf bringen. Die gehen oft über 10 cent das Stück weg. Wie viele bedarfsgestempelte Marken mit Rundstempel gibt es aus Benin, Kamerun, Nepal etc. ?

Generell sehe ich keine Panik bei Bund EURO-Marken, während echt gestempelte Bund-Marken aus den letzten Jahren vor der EUR Umstellung schon knapp sind.

Generell lohnt es sich, nach exotischeren Ländern umzuschauen. Ich habe es jetzt wieder bei Ebay gemerkt, und einige Dubletten eingestellt. Philippinen sind 30-40% Michel weggegangen, eine Einzelmarke sogar zu 300% Michel. Gekostet haben die mich nur wenige Peso auf der Post. Die Portostufen sind am niedrigen Inlandsporto ausgerichtet. Indien z.B. zu 5 Rs. (8 cent) für den Inlandsbrief und 15 Rs. (25 cent) für den Auslandsbrief bzw. Einschreibezuschlag. Die sehr schön gestalteten Blocks kosten in der Regel 30 Rs. (50 cent). Die Auflagen der indischen Marken sind teilweise noch niedriger als die von Bund, bei einer Bevölkerung von 1.3 Milliarden. Es lohnt sich, das Sammelgebiet zu wechseln. :-)

Ausserdem: Belege, z.B. Paketkarten und Telegrammformulare mit Frauen-Marken sind nicht gerade häufig !

Resumé: Je exotischer, desto besser sind die Chancen !

@ abrixas

Die vierstelligen Postleitzahlen waren für grosse Städte nicht ausreichend, bzw. nicht automatisierbar, da die Zustellpostämter nicht in die Postleitzahl integriert waren. Die DDR war da schon weiter, so war z.B. 80xx für Dresden reserviert, z.B. 8017 für Dresden-Niedersedlitz. Für ganz Deutschland hätte die vierstelligen nicht mehr gereicht. Z.B. 4000 Düsseldorf 30 (Lichtenbroich) hätte sich mit 4030 Ratingen überschnitten. Daher hat Deutschland wie viele anderen Länder in dieser Grösse ein 5stelliges System eingeführt.
 
abrixas Am: 02.05.2008 18:20:18 Gelesen: 10350# 10 @  
@ drmoeller_neuss

Das mag schon stimmen. Ich gebe gerne zwei Dinge zum Bedenken:

1. München, zum Beispiel, hatte eine PLZ. Die Postämter München 1 bis München NNN gingen aus der Anschriftzeile hervor. Für ein elektronisches Lesesystem nicht auflösbar. Soweit sehe ich das ein.

2. Bei uns im Landkreis hatte der zentrale Postort die PLZ 8120. Alle rundherum angesiedelten Zustellämter wurden, für den Durchschnittspostkunden voll nachvollziehbar, rund um diesen Postort mit PLZn von 8121 bis 8129 bedacht. Die letzte Ziffer deckte sich in den meisten Fällen auch mit der Telefonvorwahl-Endziffer. Und die Ziffern von 1 bis 9 gingen sozusagen bei der Bevölkerung in Fleisch und Blut über. Die Postfachnummer wurde durch das sortierende Personal gelesen und die Sendung entsprechend eingelegt.

Das Argument mit der Automatisierung leuchtet mir ein. Es stellt sich aber dennoch die Frage: "Hätte man dieses Schema nicht beibehalten können und lediglich um eine zusätzliche Stelle erweitern können?

Dann wäre aus 4000 Düsseldorf 30 (Lichtenbroich) 40030 werden können und 4030 Ratingen wäre dann 40300 geworden.

Warum hat man aber den geographischen Aspekt gekippt und an der alphabetischen Reihenfolge der Ortsnamen festgemacht? :-)
 
- Am: 04.05.2008 16:16:13 Gelesen: 10308# 11 @  
@ abrixas [#10]

Hallo abrixas,

in dem fünfstelligen PLZ-System hat die Post nun die Möglichkeit, großen Kunden oder Schliessfachanlagen oder Sonderaktionen eine eigene PLZ zuzuteilen. Das wäre mit dem alten vierstelligen System nicht möglich gewesen.

In kleineren Orten käme man sicherlich mit einer vierstelligen PLZ aus, aber in Millionenstädten? Da würde das System wohl bald an seine Grenzen stoßen.
 
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