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Thema: Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 239 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 18.03.2018 16:09:36 Gelesen: 30521# 215 @  
Meine Hauptsammlung liegt ja bei Rumänien 1800-1910. Aber bei schönen Belegen der Jahre danach will ich oft auch nicht "nein" sagen, wenn mir ein solcher Beleg begegnet, so wie heute wieder.

1958 wurde ein Brief von Bukarest eingeschrieben mit Flugpost und als Eilsendung versandt. Das kostete die exorbitante Gebühr von 6 Lei 20 Bani. Aufgrund der Tariftabelle müsste das zu verifizieren sein (noch nicht geschafft).



Frankiert wurde dieser Brief mit den Nummern Mi. 1687+1688+1691+1692 (= Flugpostmarke) der Serie 1957 "Tierwelt des Donaudeltas". Ergänzt wurden diese Marken mit einer Gedenkmarke an den Held der Weltraumfahrt (die arme Hündin) Laika (Michel Nr. 1685).

Der Brief wurde am 4.3.1958 aufgegeben und erhielt am 8.3.1958 den Ankunftsstempel von Biel (Spezialstempel: "EILZUSTELLUNG").

Die vielen Gedenkmarken dieser Zeit auf bedarfsrichtigen Briefen zusammen zu tragen, ist eine schwierige Aufgabe!

Heinz
 
Michael Mallien Am: 18.03.2018 20:35:48 Gelesen: 30501# 216 @  
@ Heinz 7 [#215]

Lieber Heinz,

ich verifiziere: Es gelten die Tarife vom 1.9.1957.

Scrisori simple 20 g externe: 1,30 Lei
Taxa de recomandare (Einschreiben): 2,00 Lei
Taxa expres (Eilsendung): 2,50
Suprataxe "prin avion" in die Schweiz: 040 Lei

Macht genau 6,20 Lei. Ich gratuliere Dir zu diesem schönen Beleg.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 21.05.2018 07:00:45 Gelesen: 27218# 217 @  
Polsterumschlag mit Stempel BUCURESTI vom 22.1.1971, adressiert nach Dublin, Irland. Die Freimachung erfolgte mit Werten aus der Serie Schmetterlinge zu insgesamt 2,35 Lei.

Das Porto passt nicht ganz, denn ein einfacher Auslandsbrief Brief kostete in der Tarifperiode 2,40 Lei.



Mir kommt der Beleg seltsam vor, denn:

- er trägt einen deutschsprachigen Aufkleber
- er sieht eben nicht nach einem einfachen Brief aus, womit das Porto noch fraglicher wäre
- keine Stempelteile auf dem Umschlag

Aber die Frankatur mit den Randstücken gefällt mir gut.

Viele Grüße
Michael
 
Franz-Karl Lindner Am: 21.05.2018 13:22:06 Gelesen: 27152# 218 @  
Hallo zusammen,

die Abbildungen zeigen 2 Blindensendungen:

1. Auslands-Blindenbrief aus Bukarest vom 27.01.1973 nach Laatzen/Deutschland frankiert mit 4,50 Lei

2. Auslands-Blindenbrief aus Bukarest vom 17.04.1973 nach Laatzen/Deutschland frankiert mit 4,55 Lei

Laut meinen Unterlagen waren Blindenbriefe seit dem 1.4.1959 bis 7 kg portofrei. Habe daher bis heute noch nicht herausgefunden, wie die Proti der gezeigten Briefe zustande gekommen sind. Oder gab es eine Gebührenpflicht für Blindenbriefe ins Ausland? Oder handelt es sich hier um eine Zusatzgebühr für eine Luftpostbeförderung? Normales Briefporto scheint es aber auch nicht zu sein.

Wer kann helfen? Danke!

Franz-Karl


 
Heinz 7 Am: 21.05.2018 17:51:30 Gelesen: 27123# 219 @  
@ Michael Mallien [#216]
@ Michael Mallien [#217]

Lieber Michael,

danke für die Bestätigung des Portos!

Bei Deinem Beleg macht mir der deutsche Adresskleber kein "Bauchweh", denn vermutlich hat der reisende Absender diese Etiketten von Deutschland mitgenommen, damit er seine Sendung aus Rumänien nach Irland schicken kann. Ich denke nicht, dass die Sendung Bukarest - Dublin von 1971 irgendwie gefälscht / montiert ist. Der Absender war vermutlich aus Deutschland; er scheint jedenfalls deutschsprachig gewesen zu sein (Hinweis: handschriftlicher Vermerk: "neue Adresse").

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Michael Mallien Am: 22.05.2018 21:38:53 Gelesen: 26962# 220 @  
@ Franz-Karl Lindner [#218]

Hallo Franz-Karl,

in dem Werk von Calin Marinescu konnte ich leider auch keine befriedigende Antwort finden. Das Stichwort Nevazatorilor (Blindensendung lt. Google-Übersetzer) habe ich gar nicht gefunden.

Ein Luftpostzuschlag dürfte nicht infrage kommen, denn es wäre auf der Sendung ausgewiesen, wenn diese als Luftpost aufgegeben worden wäre. Folgende Auslandsbrieftarife (Europa) galten 1973:

0-20 g: 2,75 Lei
21-100 g: 6,40 Lei

Die einzige Zusatzleistung, die in die Nähe der Porti kommt ist die Rückscheingebühr in Höhe von 4,60 Lei.

Die oben aufgeführten Auslandstarife befinden sich in den Tabellen mit der Überschrift " Tarife si postale externe". Es gibt noch weitere Tabellen mit der Überschrift " Tarife externe SPEC.". Ich habe noch nicht heraus gefunden, was das bedeutet. In diesen Tabellen finde ich folgende Auslandsbrieftarife:

0-20 g: 2,10 Lei
21-100 g: 4,80 Lei

Es handelt sich also um reduzierte Tarife. Aber auch hier passt keine der Portostufen.

Es tut mir leid, dass ich nicht wirklich weiterhelfen konnte.

Viele Grüße
Michael
 
Franz-Karl Lindner Am: 22.05.2018 22:52:32 Gelesen: 26952# 221 @  
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Antwort. Die Frankatur bleibt also ein Rätsel.

Wobei ich schon so oft gesehen habe, dass viele Postler, besonders in den dörflichen Gegenden, gar nicht wussten, wie der Tarif für Blindensendungen war. Auch den Blinden selbst war hier oft nichts bekannt. Ich vermute also, dass der Absender einfach das aufgeklebt hat, was ihm gerade - im wahrsten Sinne des Wortes - unter die Finger gekommen ist. So kommen dann solche Frankaturen zustande.

Also, vermuten wir das einmal so. Trotzdem bleiben diese beiden Briefe Blindenbriefe, da sie komplett in Blindenschrift geschrieben wurden. Finde sie großartig!

Nochmals danke und Gruß
Franz-Karl
 
Michael Mallien Am: 05.09.2018 18:07:02 Gelesen: 16526# 222 @  
Aus der Portoperiode 10 für Auslandspost während der Inflationszeit 1991-2006 stammt dieser Brief vom 3.10.1996.

Verwendet wurde ein Ganzsachenumschlag wohl aus dem gleichen Jahr. Die Wertstufe trägt eine Nominale von 150 Lei, die für Fernbriefe im Inland vorgesehen war. Doch der Brief ging nach Gries in Frankreich und musste deshalb auffrankiert werden. Die Gesamtfrankatur summiert sich auf 1.550 Lei, was fast portorichtig ist:

Auslandsbrief bis 20g (Europa): 1.500 Lei
Luftpostzuschlag: 50 Lei



Mit gefällt besonders der schöne Stempel aus Botosani.

Zu den Marken lässt sich noch folgendes sagen: Vorderseitig befinden sich 5 Exemplare der MiNr. 4884 und rückseitig die MiNr. 4909. Beide Werte wurden erstmalig 1993 aufgelegt (X = ohne Wasserzeichen) und 1995 erneut, aber mit Wz. 12 (Y). Leider konnte ich bei den aufgeklebten Marken nicht erkennen um welche Variante es sich handelt.

Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 24.09.2018 22:43:01 Gelesen: 15408# 223 @  
@ 10Parale [#91]
@ Heinz 7 [#93]

Nach der bösen Inflation in den Nachkriegsjahren 1945-1947 wurde der Leu abgewertet um den Faktor 1: 20'000 (15.8.1947). 10 Parale hat uns einen Brief gezeigt, der mit 36 neuen Lei freigemacht wurde (Einschreiben). Ich war zum Glück in der Lage einen ähnlichen Brief zu zeigen.

Mein nun anbei gezeigter Brief ebenfalls in die Schweiz gibt mir nun aber ein Rätsel auf. Warum war er mit 26 Lei frankiert?



Ob der Brief mit Luftpost befördert wurde, ist nicht festzustellen; wohl eher nein, denn sonst hätten wir eine Taxe von 31 Lei erwartet:

15 Lei: Einfacher Brief, 20 Gramm
16 Lei: Suprataxele postale Aerienne externe (Elvetia).

Leider hat der Brief rückseitig keinen Ankunftsstempel, der uns mehr über den Transport in die Schweiz verrät. Trotzdem ein netter Brief mit seiner Dreifarbenfrankatur.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.09.2018 23:22:56 Gelesen: 15402# 224 @  
@ volkimal [#5]

Volkmar hat uns einen interessanten Brief gezeigt:

"Die beiden Briefe vom 13.1.48 und 24.2.48 dokumentieren sehr schön den Übergang von der Monarchie zur Volksrepublik, die sich mit dem Jahreswechsel 1947/48 vollzog"

Ich habe nun auch einen Brief von 1948 gefunden, der sehr gut dazu passt und der mir sehr gefällt:



15 Lei Porto (für einfacher Brief, i.O.)
die I.O.V.R.-Marke (1 Leu) war eine Zusatzabgabe.

Sehr schön ist nun aber die Mischfrankatur
1947: "Freimarke König Michael I. und Landesansichten": 2 x 2 Lei (Michel Nr. 1068)
plus
März 1948: Überdruck-Marke "Volksrepublik" (R.P.R.): 5 Lei (Michel Nr. 1110),
dazu die Jubiläumsmarke "75 Jahre rumänische Staatsdruckerei" (Michel Nr. 1094).

Solche Mischfrankaturen aus zwei Epochen (Königreich / Volksrepublik) sind immer reizvoll, finde ich.

Der Brief ging nach Deutschland (russische Zone).

Heinz
 
Michael Mallien Am: 25.09.2018 21:53:59 Gelesen: 15358# 225 @  
@ Heinz 7 [#223]

Lieber Heinz,

das ist ein sehr interessanter Beleg aufgrund des Datums der Stempelung, denn er fiel in den sehr kurzen Zeitraum, in dem der Tarif von 15 Lei noch nicht überall korrekt übermittelt worden war!

Calin Marinescu nennt zwei Besonderheiten zum Beginn der Portoperiode nach der Inflationszeit für den Auslandsbrief:

Zum Beginn der Portoperiode merkt er an: "S-au pus in aplicare pe data de 21 sau 22 august 1947".

Das heißt übersetzt: "Sie wurden am 21. oder 22. August 1947 durchgeführt". Somit ist der Beginn nicht genau bekannt, was allerdings für deinen Beleg keine Rolle spielt, da er am 26.8.1947 gestempelt wurde.

Zu dem Tarif von 15 Lei für den einfachen Auslandsbrief schreibt er: "Pentru cateva zile, cel mult pana la 29 august 1947, tariful a fost de 14 Lei dintr-o eroare de comunicare"

Der Google-Übersetzer sagt mir dazu: " Für einige Tage, höchstens bis zum 29. August 1947, betrug der Tarif 14 Lei aufgrund eines Kommunikationsfehlers".

Das bringt uns jedoch noch nicht auf die 26 Lei des Briefes, denn selbst in der Gewichtsstufe von 21-40g wären nur 14 + 8 = 22 Lei erforderlich gewesen und für die Gewichtsstufe von 41-60g schon 14 + 8 + 8 = 30 Lei.

Aber wer weiß, vielleicht waren die 8 Lei pro zusätzliche 20g auch falsch übermittelt worden?! Dazu schreibt Marinescu jedoch nichts.

Es wäre sicher interessant weitere Belege aus der Zeit vom 21. bis zum 29.8.1947 zu sichten, um die Aussagen von Marinescu zu überprüfen.

Im übrigen würde ich auch davon ausgehen, dass der Brief nicht per Luftpost transportiert wurde.

Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 25.09.2018 22:16:23 Gelesen: 15354# 226 @  
@ Michael Mallien [#225]

Danke für Deine Recherchen und Überlegungen. Vielleicht war der Brief auch einfach überfrankiert, weil der Sender dem Briefmarkenhändler eine schöne Buntfrankatur übermitteln wollte?

Die Tarifstufe "15 Leu" ist danach einfach nachzuweisen, ich habe noch weitere Briefe mit dieser Nominale. Anbei ein hübscher Brief nach Deutschland.



Noch besser als die schön geschriebene Adress-Seite gefällt uns Sammlern die Rückseite:



Michel Nrn. 1112 (Volksrepublik 1948!) und 1066 (Königreich 1947) als Sechserblock wurden hier verklebt. Dazu auch wieder die I.O.V.R.-Marke (1 Leu).

Heinz
 
Michael Mallien Am: 26.09.2018 20:27:51 Gelesen: 15333# 227 @  
Heute wieder mal ein Beleg aus der heutigen Zeit:

Auslandseinschreiben vom 8.8.2017 aus Brasov, nach Bargteheide.

Die Frankatur beläuft sich auf 16,50 Lei. Verwendet wurde u.a. ein Viererblock der 4-Lei-Marke George Constantinescu aus 2016.

George Constantinescu war ein rumänischer Wissenschaftler, Ingenieur und Erfinder. Während seiner Karriere registrierte er über 130 Erfindungen. Er ist der Schöpfer der Theorie der Sonics, ein neuer Zweig der Kontinuumsmechanik, in dem er die Übertragung von mechanischer Energie durch Schwingungen beschreibt.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 20.10.2018 21:12:13 Gelesen: 13727# 228 @  
Brief vom 15.5.1967 aus Bukarest nach Wiesbaden, frei gemacht mit 1,60 Lei.



Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 30.10.2018 20:54:25 Gelesen: 13006# 229 @  
@ Michael Mallien [#228]

Gerne schau ich mir diese Briefe alle an, sie sind so schön.

Hier mal ein modernes, aktuelles Einschreiben, kostet ja schon 19 Lei.

Interessant die 15 Lei Marke aus dem Jahr 2018 aus dem Satz "Sammlungen in Rumänien" - Michel Nr. 7360.

Diese Marke bewertet der MOK mit 10,80 €.

Warum?

Noch eine Notiz am Rande:

Der Brief kommt aus Falticeni in der West-Moldau (Kreis SUCEAVA). Klassiksammler kennen die berühmten Stempel aus der Klassik-Zeit mit den Ochsenköpfen und den Marken der Vereinigten Fürstentümer und suchen heute händeringend nach schönen klassischen Belegen.

Heute wird die Post mit dem Stempel SUCEAVA 6 abgeschlagen. Aber warum sollte die rumänische Post auch den modernen Entwicklungen hinter her hinken?

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 31.10.2018 10:21:49 Gelesen: 12974# 230 @  
@ 10Parale [#229]

Ich freue mich besonders auch über Deine so ganz aktuellen Belege. Zeigen Sie doch die Verwendung rumänischer Marken in unserer digitalisierten Zeit.

19 Lei sind nach aktuellem Wechselkurs gut 4 Euro. In die andere Richtung entspräche das preislich einem Auslandseinschreiben als Kompaktbrief (bis 50g), der auch 4 Euro kosten würde. Gleiche Kosten bei deutlich unterschiedlichem Einkommensniveau.

Ich habe heute wieder einen Beleg aus den 1960er Jahren. Das Einschreiben vom 4.3.1965 ging von Bukarest nach Zürich in der Schweiz. Die Frankatur beläuft sich auf korrekte 3,20 Lei:

- Auslandsbrief bis 20g (Scrisori simple externe): 1,60 Lei
- Einschreibegebühr (Taxa de recommandare): 1,60 Lei



Ich vermute, dass die Vignette auf der Rückseite vom Versender ASOCIATA FILATELISTILOR din RPR stammt.



Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 22.11.2018 19:56:38 Gelesen: 10957# 231 @  
@ Michael Mallien [#230]

"Gleiche Kosten bei deutlich unterschiedlichem Einkommensniveau."

By the way, die oben gezeigte Vignette mit der 6-Spänner-Kutsche finde ich attraktiv und selten.

Ja, das ist der Punkt. In Rumänien (auch in der Tschechischen Republik beispielsweise) gibt es nicht nur im Postwesen, sondern auch im Lebensmittelsektor gleiche Kosten bei unterschiedlichem Einkommensniveau. Vielleicht sollte man diesen Satz einmal in der praktischen Auswirkung bedenken, wenn man von den Gründen der Migration spricht. Doch weg von der Politik, hin zur viel schöneren Philatelie.

Hier wieder ein aktuelles Einschreiben vom 15.11.2018, freigemacht mit einer 19 Lei Marke (Nicolae Titulescu war ein rumänischer Diplomat). Die Labels mit den digitalen Codes zeugen davon, dass der Postverkehr nun auch in die Welt der Computer Einzug gehalten hat.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 03.12.2018 19:50:36 Gelesen: 9980# 232 @  
@ 10Parale [#231]

Heute holte ich bei der Post dieses Einschreiben ab und ich ärgerte mich irrsinnig.

Ich sagte dem Angestellten, dass es kein Wunder ist, dass die Leute nicht mehr sammeln, wenn jeder 2. Brief kaputt ankommt.

Die zweite Marke von rechts wurde wohl von der Stempelmaschine mittig zerrissen (auf dem Bild habe ich sie schön zurechtgelegt, wie einer, der zum Fotografen muss).

Was wäre der Brief in 100 Jahren wert, wenn er einwandfrei wäre?

Ich zeige ihn dennoch, zeige ihn ohne Kommentar, weil es mir schwer fällt, dazu noch weitere Worte zu verlieren (frankaturgerecht entwertet)

Was nützen da die perfekten Abstempelungen von Jassy, der uralten Hauptstadt Rumäniens.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 10.12.2018 22:13:39 Gelesen: 9457# 233 @  
@ forum [#232]

in [#231] stellte ich einen schön frankierten Brief vor, leider war eine Marke so kaputt am Zielort angekommen, dass ich innerlich kochte.

Heute hat sich das Spiel wiederholt, aber immerhin eine Verbesserung, denn nur noch eine Marke (links unten, querstehend) ist leicht beschädigt angekommen.

Der Brief aus Jassy wurde portogerecht mit 19 Lei freigemacht. Oben links ein schöner Viererstreifen der Michel Nr. 7391 mit einer berühmten rumänischen Neurochirurgin: Sofia Ionescu-Ogrezeanu (1920-2008).

Noch mehr Berühmtheit erlangte Traian Vuia (1872-1950), ein Luftfahrtpionier, ein Abenteurer wie Charles Lindbergh oder, - sehen wir in die Vergangenheit -, wie Leonardo da Vinci, das italienische Multitalent.

Der Viererstreifen Michel Nr. 7391 und das waagrechte Paar der Michel Nr. 7397 (Bewertung Einzelmarke gestempelt MOK: 5,00 €), gepaart mti der 4-fachen Abstempelung K1 Jassy geben mir Hoffnung, dass unsere Ururenkel (oder Ururerben - falls man was zu verschenken hat) einmal die Faszination dieses Hobbies nachempfinden können.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 11.12.2018 22:42:52 Gelesen: 9395# 234 @  
@ 10Parale [#233]

Ich erhalte nur sehr selten Post aus Rumänien. Heute war es wieder einmal soweit. Im Gegensatz zu Dir hatte ich Glück: Marke und Abstempelung sind sauber und der Beleg darum schön.



Ich habe die Adresse wegretuschiert.

Freundliche Grüsse

Heinz
 
Heinz 7 Am: 17.12.2018 20:44:11 Gelesen: 9023# 235 @  
@ Heinz 7 [#205]

Ich habe vor einiger Zeit eine schöne Frankatur gezeigt, die das Inflations-Porto von 15'000 Lei ergab: 25 x 600 Lei.

Nun habe ich aber einen Brief gefunden, der sogar NOCH MEHR Marken trug, als der oben gezeigte!

Frau Teresa Wildmann sandte Herrn Wildmann ein Brieflein nach Wien/Österreich und musste dafür 15'000 Lei aufwenden. Offenbar hatte sie noch viele alte Marken mit tiefen Nominalen. Insgesamt verklebte sie 50 (fünfzig!) Marken:

10 x 20 Lei = 200 Lei
10 x 80 Lei = 800 Lei
10 x 200 Lei = 2000 Lei
20 x 600 Lei = 12000 Lei

200 Lei + 800 Lei + 2000 Lei + 12000 Lei = 15000 Lei.



Kurios und farbfroh!

Heinz
 
10Parale Am: 10.02.2019 22:40:15 Gelesen: 5937# 236 @  
Mich begeistert es stets, wenn Stempel und Marke meinen Briefkasten heil erreichen, so wie auf diesem mit 19 Lei freigemachten Einschreiben aus Falticeni.

Dass Falticeni (Wohnort des Absenders) sozusagen nicht mehr selbst firmiert, sondern SUCEAVA GHISEU 2 (Schalter 2) auf dem schönen Abschlag vom 15.1.2019 steht, trübt nur den Klassik-Fan, jedoch nicht dem Amateur.

Passt in mein neues Sammel-Gebiet VALABLY DEVALUED.


 
Wesi Am: 24.04.2019 01:38:55 Gelesen: 2881# 237 @  
Hier mal ein aktueller Brief vom 14.3.2019 innerhalb Rumäniens aus Galati nach Poiana Campina, sogar mit Ankunftsstempel.


 
nor 42 Am: 25.04.2019 20:35:20 Gelesen: 2800# 238 @  
@ 10Parale [#236]

Ich glaube, wir sollten etwas präziser in den Beschreibungen sein. Der Absender ist wohnhaft in FALTICENI, hat aber den Brief in SUCEAVA Rekommandiert aufgegeben, wo er wahrscheinlich auf Besuch oder Durchreise war.

Wie in der Philatelistischen Sprache üblich, hätte man den Brief als "Einschreiben aus Suceava" beschreiben sollen, denn dort wurde er bei der Post aufgegeben und nicht als "Einschreiben aus Falticeni". Bestimmt nur eine Kleinigkeit.

nor 42
 
10Parale Am: 26.04.2019 10:16:52 Gelesen: 2729# 239 @  
@ nor 42 [#238]

Was ich im 2. Satz meiner Ausführungen erwähnt habe.

Bei dieser Gelegenheit erinnere ich mich gerne an meinen Deutschlehrer in der Oberstufe. Ich weiß sehr wohl, dass es eine "philatelistische Sprache" gibt. Mediziner, Juristen und so mancherlei studiertes Volk spricht seine eigene Sprache, was es oft für den Laien mühsam macht, die Bulletins zu verstehen.

Man könnte jetzt darüber fabulieren (was meinem ehemaligen Deutschlehrer übrigens sehr viel Spaß bereitet hätte) inwiefern der Absender, der in Falticeni wohnte, nicht schon allein durch die Tatsache, dass er in Suceava auf Besuch oder Durchreise war, den Postlauf des Briefes über ca. 27 Kilometer gleichsam aus uns unbekannten Motiven mitgestaltete.

Nun, es geht hier nicht um die Aufklärung und Motiv-Suche nach einem Verbrechen, auch wenn der Philatelist manchmal akribisch wie ein Kriminalist auf Spurensuche geht. Es geht um das Hobby Philatelie. Insofern vielen Dank für den Hinweis, den ich so verstehen will, dass es wichtig ist, sich an die philatelistische Sprachordnung zu halten, die meines Erachtens aber eher einer mündlichen Tora gleicht als einer niedergeschriebenen Mischna.

Ich danke für den Hinweis, nor 42 und freue mich sehr, dass Sie die Beiträge stets präzisieren.

Zur geistigen Auflockerung zeige ich diese Bildpostkarte, in Brasvov, am 29.12.69 aufgegeben (meine Frau meint es ist das Jahr 1959 und sie besteht juristisch auf ihrem Standpunkt, obwohl ich ich zeigen konnte, dass die aufgeklebte Marke Michel Nr. 1880 Freimarke Alltagsleben (Kernreaktor) erst 1960 verausgabt wurde!).

Ich wiederhole, mein ehemaliger Deutschlehrer hätte hier seine Freude, wie wir uns in dem Fache üben und welche Dispute am häuslichen Herd die Philatelie auslöst. Schade, dass er kein Philatelist war, da ist ihm etwas entgangen!

Rückseitig übrigens das Katharinentor in Brasov, ein Foto eines Teils der alten Stadtmauer im tiefsten Winter.

Liebe Grüße

10Parale


 

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