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Thema: Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 308 Beiträge:
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Quincy Am: 22.11.2020 10:11:49 Gelesen: 11919# 284 @  
Heute wieder zwei Einschreiben des Forschungsinstituts für technologische Projekte im Transportwesen. Man kann auf diesen zwar den Absender nicht direkt identifizieren, da die Marken darüber geklebt wurden und der violette Institutsstempel unleserlich ist. Aber anhand anderer Belege, die ich in diesem Thread schon eingestellt habe (siehe z.B. [#277] und [#279]), lässt sich der Absender erschließen.

Die Abschläge des Stempels BUCURESTI 32 der beiden Belege sind vom 09. und 16.12.1988. Der Buchstabe des Stempels ist leider unleserlich. Hat jemand leserliche Vergleichstücke?



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
Heinz 7 Am: 22.11.2020 10:56:21 Gelesen: 11911# 285 @  
@ 10Parale [#283]

Guten Tag

Schön, dass du dich an alte Beiträge erinnerst. Die Frage, die ich in Beitrag [#54] stellte, wurde aber noch am selben Tag von unserem fleissigen Michael geklärt.

@ Heinz 7 [#54]
@ Michael Mallien [#55]

Wünsche dir ein schönes Wochenende

Heinz
 
Wesi Am: 29.11.2020 07:19:15 Gelesen: 11557# 286 @  
Guten Morgen,

aus meinem Bestand ein Inlandseinschreiben aus 2019 ohne Label.

Abgeschickt wurde es am 14.03.2019 aus Galati 6(?) nach Poiana Campina mit Ankunftsstempel vom 18.03.



Grüße Moritz
 
Ichschonwieder Am: 02.12.2020 19:44:49 Gelesen: 11231# 287 @  
Beleg von Rumänien in die DDR. 1959 gab es eine Ausgabe von 9 Marken von denen ich hier 3 zeigen kann.

29.05.1959 Mi. Nr. 1771; Mi. Nr. 1772; Mi. Nr. 1774 10 Jahre kolletiver Landbau


 
Michael Mallien Am: 02.12.2020 20:52:59 Gelesen: 11223# 288 @  
@ Ichschonwieder [#287]

Ab dem 1.4.1959 betrug das Auslandsporto für einen einfachen Brief (Scrisori simple 20 g) 1,60 Lei. Da sind die 5x55 Bani für den Brief in [#287] fast korrekt.

Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 09.12.2020 19:43:18 Gelesen: 10866# 289 @  
Ich habe mir aus Rumänien ein Buch zukommen lassen und die Sendung wurde in Cluj-Napoca am 02.12.2020 auf den Weg gebracht. Leider wurden auch hier wieder Briefmarken durch den Postversand zerstört, was ja mittlerweile schon üblich ist (leider!).

Mit 61,70 Lei freigemacht wurde der Großbrief als Drucksache (oder Päckchen ?) heute zugestellt. Marken mit dem Nennwert von je 4,70 Lei aus dem Satz 50 Jahre Europamarken 2005 (Michel 5974-5977) sind 11 Stück vorhanden.

Trotz aller Wehmut ein interessanter Beleg, lt. Währungsrechner 12,67 €, ein stolzer Preis. Ich kann irgendwie nicht glauben, dass der Versender in Rumänien nur 5 Dollar Versandkosten angesetzt hat. Oder sehe ich etwas falsch?

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 15.12.2020 21:39:46 Gelesen: 10373# 290 @  
Ein interessanter Luftpostbrief von TIMISOARA nach Archea Olymbia (Dorf in der Nähe des antiken Olympia in Griechenland).

Am 17.5.1976 in Timisoara als Einschreiben auf den Weg gebracht. Ankunft in Athen am 22.V.76. Nun wird es stempeltechnisch (Rückseite) kompliziert - auch auf Grund der griechischen Stempel. Am 13.VII.76 Ankunft am Bestimmungsort ARCHAIA OLYMPIA. Dennoch ein weiterer Stempel am 15.VII.76 von Athen?

Freigemacht mit einem waagrechten Paar der Michel Nr. 3043 vom 13. August 1972 zu je 55 Bani, Olympische Sommerspiele München + Michel Nr. 3256 vom 15. März 1975, Geburtstag von Michelangelo zu 5 Lei + Freimarke Michel Nr. 3212 400. Todestag von Johann dem Tapferen, Fürst der Moldau zu 20 Bani + Freimarke Michel Nr. 3159 Mausoleum auf dem Schlachtfeld von Marasesti zu 20 Bani + Michel Nr. 3163 Cula-Festung von Maldaresti.

Insgesamt also mit 7,05 Lei freigemacht. Ob dies portogerecht ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Liebe Grüße

10Parale


 
Zinnenstadt Am: 16.12.2020 15:42:04 Gelesen: 10349# 291 @  
Der Beleg ist an Kurt Wernet, Poste restante in Archaia Olympia, adressiert. Vermutlich hat der Empfänger den Brief beim Postamt nicht abgeholt. Nach Ablauf der - mir nicht bekannten - Lagerfrist ist der Brief an den (im Schwarzwald lebenden) Absender zurückgesandt worden und hat dabei die Stempel vom Juli 1976 (Archaia Olympia bzw. Athen) erhalten.

Absender und Empfänger ist der Gründungsvorsitzende des Briefmarkenvereins Schonach, der sich 2011 aufgelöst hat. Kurt Wernet mußte dies nicht mehr miterleben, er ist 1995 verstorben. Siehe dazu auch [1].

Bei der Frage der Freimachung helfen eventuell die Tariftabellen von Calin Marinescu.

Besten Gruß,
Zinnenstadt

[1] https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schonach-kleiner-aber-feiner-verein-loest-sich-auf.35e100dc-75f7-4ae6-9bb5-789d271220fd.html
 
fogerty Am: 10.02.2021 17:34:00 Gelesen: 6539# 292 @  
Brief von Sebesel nach Barwies in Nordtirol am 12.12.1990, frankiert mit den Briefmarken zum Gedenken an die Revolution.



Grüße
Ivo
 
10Parale Am: 14.04.2021 22:17:02 Gelesen: 2493# 293 @  
@ fogerty [#292]

Sehr schöner Beleg. Meine Frau hat diese Revolution in Hermannstadt miterlebt. Die Staaten im Osten haben sich von einer großen Last befreit, davon geben die drei Kerzen Zeugnis.

Die Tage flatterte ein Einschreiben von Piatra Neamt (historische Region West Moldau) in meinen Briefkasten mit einer Gesamtfrankatur von 19,50 Lei. Der Brief wog sehr viel und war dick verpackt. Abgeschlagen am 05.04.21.

Freigemacht mit dem Höchstwert des Satzes Berühmte Persönlichkeiten (II) aus dem Jahr 2018. Sie zeigt den Politiker und Diplomaten Nicolae Titulescu (1882–1941).

Von dieser Marke soll es lt. offiziellen Angaben nur 9.760 Exemplare geben, Michel bewertet sie postfrisch und gestempelt mit je 13,60 €.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 15.04.2021 20:56:18 Gelesen: 2425# 294 @  
@ 10Parale [#293]

was das Thema betrifft, habe ich mir dieses 94-seitige Werk von Dr. Zoltan Neppel besorgt. Wie ich in Erfahrung brachte, ist er ein neues Mitglied der ARGE Rumänien. Der Bildband in rumänischer Sprache zeigt auch einige sehr schöne Belege aus der Inflationszeit.

Ein empfehlenswertes Buch, welches ich mit persönlicher Widmung erhalten habe. Darüber freue ich mich sehr. Da tut es mir fast schon ein wenig leide, dass ich die ARGE verlassen habe. Aber das muss ja nicht heißen, dass mich dieses interessante Land nicht mehr tangiert. Im Gegenteil. Ich finde es, - dies ist aber meine persönliche Meinung -, sehr gut, dass viele der Preziosen wieder in das Land des Ursprungs zurückkehren.

Ich werde das Buch nutzen, um die Beleg und Posttarife in diesem Zeitraum näher vorzustellen und meine Kenntnisse der rumänischen Schriftsprache aufzufrischen. Ob es ein Vol. II gibt, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber vorhersehbar.

Liebe Grüße

10Parale


 
Quincy Am: 16.04.2021 16:29:15 Gelesen: 2270# 295 @  
Einschreiben aus Bukarest vom 20.12.1988, frankiert mit MiNr. 3922 und dreimal 3927. Ob es sich eventuell um MiNr. 3927 Y handelt, kann ich auf dem Beleg nur sehr schlecht prüfen.

Im Übrigen ist es bemerkenswert und auch schade, dass sich bei meiner zahlreichen Korrespondenz aus Rumänien aus den 1980er und 1990er Jahren nur äußerst selten eine Frankatur mit Sondermarken befindet.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
10Parale Am: 16.04.2021 21:46:31 Gelesen: 2231# 296 @  
@ Quincy [#295]

Hallo Hans-Jürgen,

du spielst auf das Wasserzeichen der Marke ab, die Werte zu 50 Bani, 1,2,4 und 10 Lei wurden mit einem Wasserzeichen Wz 11 hergestellt (RSR). Wenn ich den Michel richtig interpretiere, wurde die Marke 3927y (mit Wasserzeichen) erst im November 1989 in Umlauf gebracht. Insofern müsste der schöne Dreierstreifen auf deinem Einschreiben auf Grund des Datums 1988 x sein, ohne Wasserzeichen.

Liebe Grüße

10Parale
 
Quincy Am: 18.04.2021 08:58:34 Gelesen: 2071# 297 @  
Endlich einmal ein rumänischer Beleg aus meinem Bestand, der auch mit einer Sondermarke frankiert ist.

Neben der Freimarke MiNr. 3927 ist eine Sondermarke zum 'Volksaufstand vom 22. Dezember 1989' (MiNr. 4585) aufgebracht. Bemerkenswert ist, dass diese Sondermarke bereits zwei Wochen nach dem eigentlichen Ereignis erschienen ist - am 8. Januar 1990. Abgestempelt ist wurde sie allerdings auf diesem Beleg erst am 3. Juli 1990.

@ 10Parale [#296]

Bei der Freimarke auf diesem Beleg könnte es sich also auch um eine 3927 Y handeln.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
fogerty Am: 19.04.2021 19:51:34 Gelesen: 1937# 298 @  
Brief aus der Stadt Roman nach Brixen, das Stempeldatum leider nicht klar erkennbar, mit Frankatur auch auf der Rückseite!



Grüße
Ivo
 
Michael Mallien Am: 19.04.2021 20:40:42 Gelesen: 1927# 299 @  
@ fogerty [#298]

Hallo Ivo,

das Stempeldatum wird der 11.1.1995 sein. In der Tarifperiode 1.4.1994 bis 9.3.1995 kostete der einfache Auslandsbrief 500 Lei. Hinzu kam der Luftpostzuschlag (Suprataxe prin avion) der Zone 2 (Europa) zu 25 Lei. Der Brief ist mit 525 Lei also portorichtig frankiert.

Viele Grüße
Michael
 
Quincy Am: 20.04.2021 21:14:11 Gelesen: 1810# 300 @  
Zur Abwechslung (bezogen auf meine eigenen Einstellungen in diesem Thema) ein Einschreiben aus dem Jahre 1991 vom Institut für Technische Physik in Iasi.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
10Parale Am: 24.04.2021 21:47:24 Gelesen: 1542# 301 @  
@ forum,

hier ein weiterer Beleg aus der hochinteressanten Zeit der Inflation zwischen dem 1.4.45 un dem 15.8.1947.

Abgeschlagen mit 15.000 Lei lief er am 17. Juni 1947 in der 5.ten Portoperiode von Jimbolia-Timis (Banat, deutsch: Hatzfeld) nach Amerika (New Jersey).

Auffällig, kein Luftpostzuschlag in Höhe von 2.200 Lei. Da es auch keinen Ankunftsstempel gibt, bleibt der Beleg fragwürdig (mit Schiff versandt?). Da ich den Beleg in in den USA gekauft habe, muss er ja irgendwie dort hingekommen sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
lueckel2010 Am: 24.04.2021 23:28:23 Gelesen: 1529# 302 @  
@ 10Parale [#301]

Guten Abend,

sofern das Porto stimmt (kann ich nicht beurteilen), ist der Beleg nicht fragwürdig.

In den Vierzigern des 20. Jahrhunderts war der Posttransport nach Übersee auf dem Land-/ Seeweg die Regel, während eine Luftpostbeförderung wohl eher eine Ausnahme war.

Moin aus Ostfriesland, lueckel2010
 
Quincy Am: 25.04.2021 08:48:34 Gelesen: 1489# 303 @  
Nach den Belegen in den Beiträgen [#274] und [#295] aus einem Jahr vor und einem Jahr nach der rumänischen Revolution zeige ich heute ein Einschreiben vom gleichen Absender, aufgegeben nur wenige Tage nach der Revolution. Sie begann am 16. Dezember 1989 in Timişoara und endete faktisch am 25. Dezember 1989 mit der Hinrichtung des Diktators Nicolae Ceaușescu. Näheres erfährt man auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung [1].

Auf der Rückseite aller Belege befindet sich ein Adressstempel des Absenders ISPH = Institutul de Studii si Proiectari Hidroenergetice (Institut für Studien und Planung von Wasserkraft). Der Aufgabestempel ist datiert auf den 29. Dezember 1989



Mit Sonntagsgrüßen
Hans-Jürgen

[1] https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/301988/revolution-in-rumaenien
 
nor 42 Am: 26.04.2021 18:18:47 Gelesen: 1359# 304 @  
Werte Sammlerfreunde,

Anfang der '90 Jahre bzw. der Inflation, wurde der Verkaufspreis und Frankaturwert bei vielen Ganzsachen, sowohl Postkarten als auch Umschläge, handschriftlich geändert und so den immer steigenden Tarifen angepasst. Solche Belege sind leicht zu finden. Bei manchen kleineren Postämter waren aber auch die Briefmarken Mangelware und man behalf sich mit Barfrankatur. Schauen Sie mal Ihre Bestände durch, ob sich so etwas dort findet.

Mit Gruß und Glück beim Suchen,
nor 42
 
10Parale Am: 26.04.2021 18:36:52 Gelesen: 1356# 305 @  
@ Quincy [#303]

Mir kommt es vor wie gestern und doch ist die Revolution in Rumänien schon über 30 Jahre her. Auch diese Zeit bietet interessantes philatelistischen Studienmaterial, nor 42 in [#304].

Ich bleibe bei der Inflationsperiode 1945 - 1947 und nach dem Motto, ein Beleg für 15.000 Lei findet sich in verschiedenen Frankaturvariationen immer. Man bekommt dann schöne Zusammenstellungen, hier aus der berühmten 5.ten Portoperiode.

Der Beleg aus Baia-Mare (4-seitiger Inhalt) wurde am 11. Juni frankiert und kam am 15.VI.47 in Bukarest an. Er war demnach genau so teuer (oder billig) wie ein Brief nach Amerika.

Liebe Grüße

10Parale


 
Quincy Am: 26.04.2021 19:32:57 Gelesen: 1347# 306 @  
@ 10Parale [#305]

Die rumänische Revolution ist auch in meinem Gedächtnis sehr markant eingebrannt, denn ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, sie auch hautnah miterlebt zu haben. Hier drei Blitzlichter von meinen damaligen Erlebnissen:

- Am 18. Dezember 1989 traf ich in Bukarest ein, um im Auftrag des damaligen deutschen Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) den Fortgang von Projekten im Rahmen der "Wissenschaftlich-Technischen Zusammenarbeit mit Rumänien" zu koordinieren.

- Am 22. Dezember 1989 wurde ich überraschend sehr früh morgens von deutschem Botschaftspersonal in meinem Hotel an der Calea Victoriei (unweit des ZK-Gebäudes) abgeholt und in die damals etwas außerhalb der Innenstadt liegende Deutschen Botschaft in Sicherheit gebracht.

- Dort verbrachte ich zwei Tage und eine Nacht, zeitweise im Untergeschoss, als in der nahen Innenstadt die Revolution mit Gewehrschüssen, Artillerie und Bränden tobte. Gesehen habe ich außer Rauchschwaden und nächtlichem Feuer nicht viel, aber gehört umso mehr.

- Am 23. Dezember wurde ich spätnachmittags zusammen mit anderem Botschaftspersonal zum Flughafen Otopeni gebracht. Dort wartete eine Maschine der Bundeswehr, die uns heil nach Köln-Porz zurückbrachte. Wir mussten dazu allerdings an der Zentrale des rumänischen Fernsehens vorbei, wo offensichtlich die Kämpfe noch nicht ganz vorüber waren.

Heute aus dieser dramatischen Zeit wieder ein Einschreiben des Forschungsinstituts für technologische Projekte im Transportwesen, abgestempelt am 4. Dezember 1989. Dieses Schreiben war übrigens der Auslöser, warum ich kurz vor Weihnachten noch nach Bukarest geflogen bin.



Viele Grüße
Hans-Jürgen
 
10Parale Am: 26.04.2021 22:21:27 Gelesen: 1324# 307 @  
@ Quincy [#306]

ja, dann warst Du ja sozusagen ein Zeitzeuge einer Revolution und hast einen Kreuzweg mit 3 Stationen absolviert und die Bundeswehr hat mal wieder gute Dienste geleistet, was man auch mal sagen muss.

Mein Schwager hat mir mal erzählt, wie er als junger Mann bei der Installation der Inneneinrichtung des rumänischen Parlamentes (Casa Poporului) in Bukarest helfen musste. Draußen darb und fror das Volk und im Palast wurden Marmorböden verlegt. Meine Frau, die ich damals noch nicht kannte, erlebte das Spektakel in Hermannstadt (Sibiu). Auch dort wurde geschossen und einige Leute verloren ihr Leben. Ich war 1992 zum ersten Mal in Rumänien. Ich fühlte mich um hundert Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt. Ich erlebte aber eine Zusammengehörigkeitsgefühl, wie ich es in Deutschland nie erlebte. Ein etwas älterer Kollege aus Leipzig erzählte mir vor Kurzem, dass das Schöne vor dem Mauerfall war, dass die Menschen zusammengehalten und sich geholfen haben. Heute vermisse er dies. Man kennt nicht mal den Nachbar im Mietshaus. Soweit was zum Reflektieren.

Zurück zur Philatelie: Hier eine Ganzsache (eigentlich zu militärischen Zwecken gedacht) zu 3 Lei mit einer Zusatzfrankatur von 1.800 Lei, die von Bukarest nach Anvers in Belgien lief. Abgestempelt am 3. März 1947, also in der 4.ten Portoperiode (1.12.1946 - 31.03.1947).

Rückseitige Korrespondenz zwischen Briefmarken-Sammlern. Für Leute, die den Wechselkurs in der Inflationszeit begeistert, der Absender bietet dem belgischen Käufer einen Kurs von 250 Lei = 1 Belgischer Franc an.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 03.05.2021 19:16:29 Gelesen: 681# 308 @  
@ 10Parale [#307]

heute zeige ich ein Einschreiben aus der 6. Portostufe der Inflation, die ab dem 01.7.1947 bis zum 14.8.1947 dauerte.

Das Einschreiben wurde in Botosani am 25. Juli 1947 mit insgesamt 3 x 36.000 Lei (Dreierstreifen König Michael I.) und 2 x 1.000 Lei (senkrechtes Paar König Michael I.), also insgesamt 110.000 Lei freigemacht.

Ankunft in Tel-Aviv am 10. August 1947, vermutlich Transitstempel von HAIFA vom 9. August.

Das Porto setzt sich zusammen aus dem normalen Tarif zuzüglich Einschreibegebühr.

Liebe Grüße

10Parale


 

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